Das Buch Josua – Themen der Schorndorfer APIS im Januar + Februar 2023

  • Bei den Schorndorfer APIS wird im Januar und Februar 2023 in der Bibelstunde das alttestament-liche Buch Josua behandelt: -----> So sieht der Plan aus:

    • Sonntag, 8.1.2023: Josua 1, 1 – 18
    • Sonntag, 15.1.2023: Josua 2, 1 – 24
    • Sonntag, 22.1.2023: Josua 3, 1 – 17
    • Sonntag, 29.1.2023: Josua 4, 1 – 5, 1
    • Sonntag, 5.2.2023: Josua 5, 13 – 6, 27
    • Sonntag, 12.2.2023: Josua 7, 1 – 26
    • Sonntag, 19.2.2023: Josua 21, 43 – 45 + 23, 1 – 16
    • Sonntag, 26.2.2023: Josua 24, 1 – 28
  • Norbert Chmelar

    Hat den Titel des Themas von „Das Buch Josua – Themen der Schorndorfer APIS im Januar + Februar 2024“ zu „Das Buch Josua – Themen der Schorndorfer APIS im Januar + Februar 2023“ geändert.
  • Sonntag, 8.1.2023: Josua 1, 1 – 18

    (leider waren wir nur 3 Personen: der Leiter der APIS Bruder Neidlein, Frau Gammel und ich)


    A) DER BIBELTEXT:


    1 Nachdem Mose, der Knecht des HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: 2 Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gebe. 3 Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe. 4 Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein. 5 Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. 6 Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe. 7 Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. 8 Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten. 9 Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt? Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. 10 Da gebot Josua den Amtleuten des Volks und sprach: 11 Geht durch das Lager und gebietet dem Volk und sprecht: Schafft euch Vorrat; denn nach drei Tagen werdet ihr hier über den Jordan gehen, dass ihr hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der HERR, euer Gott, zum Besitz gibt. 12 Und zu den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse sprach Josua: 13 Denkt an das Wort, das euch Mose, der Knecht des HERRN, geboten hat: Der HERR, euer Gott, bringt euch zur Ruhe und gibt euch dieses Land. 14 Eure Frauen und Kinder und euer Vieh lasst im Land bleiben, das euch Mose gegeben hat, östlich des Jordans. Ihr aber sollt, so viele von euch streitbare Männer sind, vor euren Brüdern gerüstet hinüberziehen und ihnen helfen, 15 bis der HERR eure Brüder auch zur Ruhe bringt wie euch, dass auch sie einnehmen das Land, das ihnen der HERR, euer Gott, gibt. Dann sollt ihr zurückkehren in euer Land, das euch Mose, der Knecht des HERRN, zum Besitz gegeben hat östlich des Jordans, gegen den Aufgang der Sonne. 16 Und sie antworteten Josua und sprachen: Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun, und wo du uns hinsendest, da wollen wir hingehen. 17 Wie wir Mose gehorsam gewesen sind, so wollen wir auch dir gehorsam sein. Möge nur der HERR, dein Gott, mit dir sein, wie er mit Mose war! 18 Wer deinem Mund ungehorsam ist und nicht gehorcht deinen Worten in allem, was du uns gebietest, der soll sterben. Sei nur getrost und unverzagt!


    Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.



    B) DIE AUSLEGUNG:


    Einleitung: Josuas Name (Josua = Jahwe hilft) lautete ursprünglich Hoschea/Hosea (Hosea = Rettung). ----> siehe 4. Mose 13,8 („Hoschea, der Sohn Nuns, vom Stamme Ephraim”)


    Der Ist-Zustand nach dem Tode des Moses (Vers 1+2): Die Stämme Ruben, Gad und der ½ Stamm Mannasse siedelten zuerst östlich des Jordans, wo es gute Weideplätze für deren Herden gab, also im Ostjordanland, dem heutigen Jordanien. Diese sollten vorneraus marschieren und ihren Brüdern bei der Eroberung des Landes Kanaan („das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gebe.”) helfen. (---> siehe Vers 14) Sie hielten Wort!


    Die Grenzen des Landes (Vers 3+4): im Norden bis zum Libanon-Gebirge – im Nordosten bis zum Fluss Euphrat – im Süden bis zur Wüste (»bis zum 'Bach Ägypten'«, der laut Bibellandkarte in der Hälfte der Sinai-Halbinsel liegt!) – im Osten der Jordan – im Westen das Mittelmeer = „das ganze Land der Hetiter”. (Exkurs von Bruder Neidlein: die Hetiter waren eine Großmacht der Antike, die bereits "moderne" Streitwagen hatten!)


    Vers 5: Die Zusage Gottes; dass JHWH den Israeliten, wie schon zu Moses Zeiten, helfen werde! ----> diese Zusage wird dreimal mit den Worten „Seid getrost und unverzagt!” (Vers 6+7+9) unterstrichen! »denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.«


    Vers 8: Das Volk Israel soll sein Gesetz – die Zehn Gebote + die 613 Mosaischen Gesetze – Tag und Nacht beachten »dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht.« (Anm. von mir: hier kommt mir auch der Psalm 1 in den Sinn, wo auch gesagt wird, dass man »Lust am Gesetz des HERRN« haben soll und »über seinem Gesetz Tag und Nacht« nachsinnen solle!)

    Gott sagt mehrmals zu: „Ich beschütze Dich!”


    Vers 13+14: Frauen und Kinder der 2½ Stämme sollten Frieden haben (im Ostjordanland), während Josua das Land erobert.


    Vers 17: Das Volk Israel betont „dass JAHWE mit ihm, mit Josua ist”! ----> Wie der HERR mit Moses war, so wird ER auch mit Josua sein! Und die 2½ Stämme haben Josua Gehorsam geleistet. Und das obwohl von den 12 Kundschaftern die das Land Kanaan 40 Tage lang auskundschaften sollten, nur Josua (vom Stamm Ephraim) und Kaleb (vom Stamm Juda) bereit waren das Land einzunehmen, die anderen 10 hatten sich geweigert ins Land zu gehen, wegen der Riesen*! (---> siehe 4. Mose 13–14) Kaleb ist jetzt um 1405 v.Chr. 80 Jahre alt (---> siehe Josua 14,7: damals als Kundschafter war Kaleb 40 Jahre alt.)

    * Exkurs von Bruder Neidlein: die Israeliten waren zwischen 1,60 – 1,70 Meter groß, aber die Hetiter zwischen 1,90 – 2,00 Meter (man denke auch an den Riesen Goliath, der ca. 2,78 Meter groß war – 1.Sam.17,4)


    Vers 18: Auch die 2½ Stämme sagen zu Josua: Sei getrost und unverzagt!

  • HeimoW

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Da ich heute nicht bei den APIS war hier nur mal der Text aus Josua 2: (morgen dann dazu eine Auslegung aus dem Gemeinschaftsheft!)



    Die Kundschafter in Jericho

    1 Josua aber, der Sohn Nuns, sandte von Schittim zwei Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: Geht hin, seht das Land an, auch Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehrten dort ein. 2 Da wurde dem König von Jericho angesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Männer von den Israeliten hereingekommen, um das Land zu erkunden. 3 Da sandte der König von Jericho zu Rahab und ließ ihr sagen: Gib die Männer heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie sind gekommen, um das ganze Land zu erkunden. 4 Aber die Frau nahm die beiden Männer und verbarg sie. Und sie sprach: Ja, es sind Männer zu mir hereingekommen, aber ich wusste nicht, woher sie waren. 5 Und als man das Stadttor schließen wollte, da es finster wurde, gingen die Männer hinaus, und ich weiß nicht, wo sie hingegangen sind. Jagt ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie ergreifen. 6 Sie aber hatte sie auf das Dach steigen lassen und unter den Flachsstängeln versteckt, die sie auf dem Dach ausgebreitet hatte. 7 Die Verfolger aber jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Furten, und man schloss das Tor zu, als sie draußen waren. 8 Und ehe die Männer sich schlafen legten, stieg Rahab zu ihnen hinauf auf das Dach 9 und sprach zu ihnen: Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken vor euch ist über uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch feige geworden. 10 Denn wir haben gehört, wie der HERR das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet hat vor euch her, als ihr aus Ägypten zogt, und was ihr den beiden Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordans getan habt, wie ihr an ihnen den Bann vollstreckt habt. 11 Und seitdem wir das gehört haben, ist unser Herz verzagt und es wagt keiner mehr, vor euch zu atmen; denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden. 12 So schwört mir nun bei dem HERRN, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, dass auch ihr an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut, und gebt mir ein sicheres Zeichen, 13 dass ihr leben lasst meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode errettet. 14 Die Männer sprachen zu ihr: Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der HERR das Land gibt, so wollen wir selbst des Todes sein, sofern du unsere Sache nicht verrätst. 15 Da ließ Rahab sie an einem Seil durchs Fenster hinab; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Mauer. 16 Und sie sprach zu ihnen: Geht auf das Gebirge, dass eure Verfolger euch nicht begegnen, und verbergt euch dort drei Tage, bis zurückkommen, die euch nachjagen; danach geht eures Weges. 17 Die Männer aber sprachen zu ihr: So wollen wir den Eid einlösen, den du uns hast schwören lassen: 18 Wenn wir ins Land kommen, so sollst du dies rote Seil in das Fenster knüpfen, durch das du uns herabgelassen hast, und zu dir ins Haus versammeln deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und deines Vaters ganzes Haus. 19 So soll es sein: Wer zur Tür deines Hauses herausgeht, dessen Blut komme über sein Haupt, aber wir seien unschuldig; doch das Blut aller, die in deinem Hause bleiben, soll über unser Haupt kommen, wenn Hand an sie gelegt wird. 20 Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verrätst, so sind wir frei von dem Eid, den du uns hast schwören lassen. 21 Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt!, und ließ sie gehen. Und sie gingen weg. Und sie knüpfte das rote Seil ins Fenster. 22 Sie aber gingen weg und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage dort, bis die zurückgekommen waren, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf allen Straßen und doch nicht gefunden. 23 Da kehrten die beiden Männer um und gingen vom Gebirge herab und setzten über und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war, 24 und sprachen zu Josua: Der HERR hat uns das ganze Land in unsere Hände gegeben, und es sind auch alle Bewohner des Landes vor uns feige geworden.


    Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017,

  • Erkenntnisse von mir zu Josua 2:

    1. Die Hure Rahab (Jos.1,1b) war die Stammmutter von Jesus (---> siehe Jesu Stammbaum aus Matthäus 1! Zitat aus https://www.bibelwissenschaft.…aee031c59c8e3871010a658/: "Gemeinsam mit drei weiteren alttestamentlichen Frauenfiguren wird Rahab im → Matthäusevangelium im Stammbaum Jesu aufgeführt, als Mutter des Boas und – indirekt – Frau des Salmon (Mt 1,5). Alle vier hier genannten Frauen (→ Tamar, Rahab, → Rut und → Batseba) handeln nach den alttestamentlichen Erzählungen höchst eigenständig und unkonventionell und können so – zum Teil mit Hilfe einer kreativen Auslegung der Tora – für sich und ihre Familien eine Zukunft schaffen. Grund für die Zusammenstellung gerade dieser vier Frauen mag aber der Aspekt sein, dass es sich bei allen vier Frauen um Nichtisraelitinnen handelt. Damit wird die brennende Frage des Verhältnisses zwischen Israel und den Völkern von Anfang an ins Matthäusevangelium eingebracht. Es ist ein Thema, das im Verlauf des Evangeliums unter vielerlei Perspektiven verhandelt wird."
    2. Rahab steht auf der Seite von Israel!  -----> Das zeigt sich daran, dass Rahab die beiden Kundschafter Josuas auf dem Dach ihres Hauses versteckt (Jos. 2,4.6) und die Krieger von Jericho auf falsche Wege schickt. (Jos. 2,5.7) - denn
    3. Rahab sagt: "Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat!" (Jos. 2,9)
    4. Durch die vielen Wunder (Jos. 2,10), die Gott dem Volke Israel in der Wüste während der 40 Jahre erwiesen hatte, erkennt Rahab: "Der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden!" (Jos. 2,11)
    5. Weil Rahab den Kundschaftern zur Flucht verholfen hatte (Jos. 2,15) , erbittet sie sich, dass Sie samt ihrer Familie nicht umgebracht werden, wenn die Israeliten Jericho einnehmen werden (Jos. 2,12ff.).


    Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat


  • Beitrag von Norbert Chmelar ()

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  • Zitat
    183-ec1f91ac652784f37f39ed5e7fadd7c833819b9f.jpg Zitat von Norbert Chmelar eine Auslegung aus dem Gemeinschaftsheft!

    von Gemeinschaftspastor Christoph Meyer, Nördlingen (Auszug aus: Gemeinschaft 1 2023, Seite 26|27 zum Sonntag, 15. Januar 2023 zu Josua 2,1–24')


    „Jericho: die älteste Stadt der Welt. ... Rahab – eine Hure! Wie sie dazu gekommen ist, erfahren wir nicht. Jedenfalls wächst Rahab in einem sehr schlechten Milieu auf (Rotlicht-Milieu). Nicht jeder sündigt aus Vergnügen. Viele sündigen auch aus Verzweiflung, weil sie keinen anderen Ausweg sehen. ...


    Rahab hat die denkbar schlechtesten Voraussetzungen dafür, ein Glied des Volkes Gottes zu werden. Kinder gläubiger Eltern dagegen haben einen großen Vorzug, weil sie in der Nähe Jesu und im Umfeld des Glaubens aufwachsen dürfen. ... Man kann immer ein Gotteskind werden!


    Rahab ... – Sie glaubt und wird die Ur-Urgroßmutter von König David und somit die Stammmutter Jesu. Die Frage ist immer, ob ein Mensch glauben will! Dass Rahab als Heidin und Hure zum Glauben an den Gott Israels findet, ist vielleicht schon eine Weissagung daraufhin, das Jesus als Heiland und Retter auch der Heiden, Huren und Sünder in diese Welt gekommen ist (Lk 19,10).

    ...

    Was für ein Glaube!


    Die Israeliten, ohne Kampferfahrung, 40 Jahre in der Wüste unterwegs, haben keine schweren Waffen. Nichts deutet auf einen Sieg dieses Wüstenvolkes hin. Doch Rahab glaubt! Sie ist die einzige in Jericho, die glaubt! Ihr Glaube äußert sich in den Worten: „Ich weiß, dass der Herr euch das Land gegeben hat!” (V. 9). Gott hat auch uns, die wir an ihn glauben, ein Land verheißen: Das „himmlische” Kanaan. ... Um Christi willen dürfen wir es jetzt schon besitzen, obwohl der Tag noch aussteht, an dem wir dort einziehen werden. ...


    Glaube, der nicht untätig ist

    ...

    Es geht um den „Glauben, der in der Liebe tätig ist”, wie wir in Gal 5,6 lesen. Nicht ihr Handeln bewirkte bei Rahab den Glauben, sondern es ist gerade umgekehrt: Der Glaube ist die Triebkraft ihres Handelns. ...


    Es ist vielleicht schon etwas dämmrig, da schlüpfen zwei vermummte Gestalten in ihr Haus. So ist das eben in ihrem Gewerbe. ... Es ist keine Kundschaft, sondern es sind Kundschafter. ... Und Rahab tut, was jetzt das Nächstliegende ist: Sie versteckt die beiden! ...


    Gott möchte, dass wir uns in den Kleinigkeiten des Alltags gebrauchen lassen und bewähren. Wir haben von früh bis spät Gelegenheit, unseren Glauben zu leben. Wir können Menschen Gutes tun, ihnen Lasten abnehmen und dadurch unseren Glauben praktisch leben.”



    Fragen zum Gespräch:

    • Wie gelange ich zu diesem festen Glauben dass Gott ein „himmlisches” Kanaan für mich bereithält? ----> meine Antwort: Er, Jesus, hat's zum Schächer neben ihm am Kreuz gesagt!
    • Wie erkenne ich, was Gott von mir möchte (die kleinen Dinge, die ich anpacken soll)? ----> meine Antwort: Das Leben wird mir wohl zeigen wie ich als Christ gegenüber meiner Umwelt reagieren soll um z.B. einer älteren Frau beim Einkaufen zu helfen und die schweren Taschen ihr nach Hause zu tragen; solche kleine Dinge im Alltag werden einem zeigen, was ich tun soll.
  • Beitrag von Norbert Chmelar ()

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  • I.) DER BIBELTEXT:


    Israel geht durch den Jordan


    1 Und Josua machte sich früh auf, und sie zogen aus Schittim und kamen an den Jordan, er und alle Israeliten, und blieben dort über Nacht, ehe sie hinüberzogen.

    2 Nach drei Tagen aber gingen die Amtleute durchs Lager 3 und geboten dem Volk: Wenn ihr die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, seht und wie die levitischen Priester sie tragen, so brecht auf von eurem Ort und folgt ihr nach; 4 doch dass zwischen euch und ihr ein Abstand sei von ungefähr zweitausend Ellen! Ihr sollt ihr nicht zu nahe kommen. So werdet ihr wissen, auf welchem Wege ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg bisher noch nicht gegangen.


    5 Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird der HERR Wunder unter euch tun.

    6 Und Josua sprach zu den Priestern: Hebt die Bundeslade auf und geht vor dem Volk her! Da hoben sie die Bundeslade auf und gingen vor dem Volk her.

    7 Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich anfangen, dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: Wie ich mit Mose gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein.

    8 Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich: Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen.


    9 Und Josua sprach zu den Israeliten: Herzu! Hört die Worte des HERRN, eures Gottes!

    10 Daran sollt ihr merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist und dass er vor euch vertreiben wird die Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter: 11 Siehe, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde wird vor euch hergehen in den Jordan.

    12 So nehmt nun zwölf Männer aus den Stämmen Israels, aus jedem Stamm einen.

    13 Wenn dann die Fußsohlen der Priester, die die Lade des HERRN, des Herrn der ganzen Erde, tragen, in dem Wasser des Jordans stillstehen, so wird das Wasser des Jordans, das von oben herabfließt, nicht weiterlaufen, sondern stehen bleiben wie ein einziger Wall.


    14 Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den Jordan zu gehen, und die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen, 15 und als die Träger der Lade an den Jordan kamen und die Füße der Priester, die die Lade trugen, ins Wasser tauchten – der Jordan aber war die ganze Zeit der Ernte über alle seine Ufer getreten –, 16 da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt Adam, die zur Seite von Zaretan liegt; aber das Wasser, das zum Meer der Araba[1] hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floss ganz weg. So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho.

    17 Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.


    Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017


    II.) Meine Gedanken zum Bibeltext:


    1. Die Verse 1 - 4: 3 Tage liegen zwischen Ankunft am Jordan und dem Aufbruch, als die Leviten die Bundeslade tragen sollten. Dies sollte das Signal zum Aufbruch des ganzen Volkes sein, um über den Jordan zu ziehen.

    Vers 4: Da die Bundeslade (darinnen die 10 Gebote liegen!) HEILIG ist, sollen die Israeliten im Abstand von 2.000 Ellen (etwa 900 Meter) von ihr sich aufstellen.


    2. Die Verse 5 – 8: Da die Lade des HERRN heilig ist, soll sich auch Israel „heiligen” (Vers 5) Vers 6: Jahwe, der Gott Israels, der unter Führung des Moses sein Volk aus der Sklaverei Ägyptens befreit hatte, verischert des Moses Nachfolger, Josua, dass ER mit ihm sein werde, so wie ER es mit Mose war!


    3. Die Verse 9 – 13: Gott Jahwe ist lebendig, denn ER wird Israel zu Liebe die 7 kanaanitischen heidnischen Völker der Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter aus seinem Lande (!) vertreiben! (Vers 10) Die Macht der Bundeslade bewirkt ein übernatürliches Phänomen innerhalb der Natur! ----> sobald die Leviten mit der Lade das Wasser des Jordans betreten, fließt dieser nicht mehr, sondern staut sich (ähnlich wie es schon beim Durchzug Israels durch das Schilfmeer war, als die Wasser die Hebräer hindurchgelassen hatten!) sodass das Millionenvolk der Hebräer trockenen Fußes den Jordan passieren und überqueren konnten! (Verse 13+16+17)


    4. Die Verse 14 – 17: Israel überquert in der Höhe von Jericho den Jordan und kommt am anderen Ufer „Jericho gegenüber” (Vers 16). Gott DER EWIGE (JAHWEH ELOHIM) hat durch ein Naturwunder dafür gesorgt, dass sein auserwähltes Volk trockenen Fußes den Jordan überqueren und das "Heilige Land" betreten konnte! ---> so sollte dann Anno Domini 1405 v.Chr. schließlich die Eroberung Kannaans beginnen, wie wir in den weiteren Kapiteln des Josuabuches noch sehen werden!


  • Sonntag, 22.1.2023: Josua 3, 1 – 17


    III) DIE TEXTAUSLEGUNG:




    Josua 3,1-17

    Aufbruch – kurz vor dem Ziel!


    Auslegung aus dem APIS-Gemeinschaftsheft 1| 2023

    (von Gisela Schlumpberger, Gemeinschaftsreferentin)



    Die Bundeslade wurde aus Akazienholz hergestellt. Sie

    war ca. 1,15 m lang, 0,69 m breit und 0,69 m hoch. Das

    Gewicht betrug ca. 218 kg, die Form war ähnlich einem

    rechteckigen, goldenen Kasten, auf dem kunstvolle

    Deckplatten mit zwei gegenüberstehenden Cherubinen

    (Engeln), die mit Flügel versehen waren, den Inhalt

    schützten. Man spricht vom Gnadenthron (2Mo 20-21)

    oder „Sühnedeckel“. Dieses Wort wird vom Hebräi-

    schen „decken, verbergen und sühnen“ abgeleitet. Dies

    geschieht im Sinne „der Bedeckung der Sünde“, die im

    Alten Testament nur durch das Opferblut gesühnt wurde.


    Seit Jesu stellvertretendem Tod bedeckt sein Blut die

    Sünde der Menschen, die sich ihm anvertrauen.


    Im Innern der Bundeslade lagen zur Mahnung und

    Erinnerung an den Bund Gottes mit dem Volk Israel

    die zwei Steintafeln mit den Zehn Geboten. Sie wurden

    darin geschützt. Zum Transport wurde die Bundeslade

    an Stangen mit Ringen getragen, sie wurde besonders

    geachtet und absolut heilig behandelt. Sie war das

    Symbol der Gegenwart, Anwesenheit und Macht Gottes.

    Niemand durfte sie berühren, außer der Hohepriester

    am Versöhnungstag (Hebr 9,7). Von Priestern des Volkes

    Israel – alle aus dem Stamm Levi (Jos 3,3) – wurde sie

    durch die Wüste vorangetragen und gab Wegrichtung

    und Lagerplätze an.


    Vorbereitung des Durchzugs


    In Schittim war ihr letzter Lagerplatz vor dem Aufbruch,

    bis sie drei Tage am Jordan lagerten (V. 1-3). Die

    führenden Männer gingen durchs Lager und gaben den

    Befehl des Aufbruchs an das Volk weiter. Ein Abstand

    von 2000 Ellen (eine Elle entspricht 46-52 cm) musste

    zwischen der Lade und dem Volk unbedingt eingehalten

    werden, also etwa 920 bis 1050 m.


    „Komm mir nicht zu nahe“ – dieser Ausspruch ist

    bekannt. Doch hier soll eine gewisse Distanz und

    Ehrfurcht zu Gottes Gegenwart bewahrt werden, obwohl

    die Bundeslade Nähe und Liebe zum Volk zum Ausdruck

    bringt.

    Josua mahnte nun das Volk: „Heiligt euch, denn

    morgen wird der Herr Wunder unter euch tun“ (V. 5).

    „Heiligen“ bedeutet sich reinigen und sich vorbereiten

    auf die Begegnung mit Gott. 3. Mose 19,2 kommt in

    Erinnerung: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig,

    der Herr euer Gott.“


    Im Alten Testament blieb es bei äußerlichen

    Reinigungszeremonien. Man könnte sagen: Sie

    blieben in der „Heiligung stecken“. Auch in Hebräer

    9,8-11 wird dies in ähnlicher Form zum Ausdruck

    gebracht. Erst in Jesus gibt es einen völlig anderen

    Zugang zum „Heiligtum“ (Hebr 9,11-14).


    Der Aufbruch


    Dann erfolgte der entscheidende Befehl: „Hebt hoch,

    tragt und geht voraus“ (V. 6). Die Lade Gottes als sicht-

    bares Zeichen der Gegenwart Gottes ging voraus.


    Und wir dürfen uns heute fragen: Wo und wie tragen

    Christen heute ein sichtbares Zeichen Gottes hinaus in

    die Welt? Josua bekam eine persönliche Berufungsbe-

    stätigung und Zusage für seine große Aufgabe vom

    Herrn und vor den Augen des Volkes „ich werde mit

    dir sein“ (V. 7). Der lebendige Gott wird in der Mitte

    seines Volkes sein (V. 10) und er wird vor ihnen

    hergehen (V. 10).


    Der Übergang ans Ziel


    Übergangsphasen. Wie geht es uns damit? Wie meistere

    ich Übergänge in meinem Leben? Sehe ich nur Hinder-

    nisse, breitet sich Angst aus, Unsicherheit, Nervosität,

    Neugier, Lust auf was Neues? Oder kann ich es noch

    glauben, dass etwas anders wird, sich etwas ändert?

    Bleibe ich dran - auch in Krisenzeiten und Anfech-

    tungen? Habe ich die Übergänge bewusst vor Augen

    (Ruhestand, Tod)? Vertrauensvoll vorwärtsschreiten,

    Schwellen- und Grenzüberschreitungen wagen und Rast

    einlegen. Und immer wieder dabei die Frage: Sehe ich

    Hinweise Gottes? Höre ich auf ihn?


    Vorwärts gehen – in ein verheißenes Land


    Da ist Glaube nötig, Vertrauen in die Verheißungen

    Gottes. Mutige oder sehr vorsichtige, vorantastende

    Schritte wurden nun von Josua und dem Volk gegangen.

    Erst im Gehen bewirkte Gott das große Wunder! Er ließ

    das Wasser stehen und Israel konnte trockenen Fußes

    durch den Jordan ziehen (V. 17). Sie erlebten hautnah

    Gottes Durchhilfe. „Auf Gottes Wegen wird jeder Schritt

    zu einem Akt des Glaubens.“


    Jesus kann auch bei uns Türen und Tore öffnen.

    Er kann unser Herz weit machen für den Glauben.

    Er schenkt Vertrauen und diesen nicht

    immer ganz einfachen Schritt auf ihn zu. Darum: Setzen

    wir unser Vertrauen auf den Herrn! Richten wir unsere

    Weg- und Lebensführung an ihm aus. A m e n.

  • Sonntag, 29.1.2023: Josua 4, 1 – 5, 1


    I.) DER BIBELTEXT


    1 Als nun alle Könige der Amoriter, die jenseits des Jordans nach Westen zu wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meer hörten, wie der HERR das Wasser des Jordans ausgetrocknet hatte vor den Israeliten, bis sie hinübergegangen waren, da verzagte ihr Herz, und der Mut verließ sie beim Anblick der Israeliten.

    1 Als nun das Volk ganz über den Jordan gegangen war, sprach der HERR zu Josua:

    2 Nehmt euch aus dem Volk zwölf Männer, aus jedem Stamm einen, 3 und gebietet ihnen: Hebt mitten aus dem Jordan zwölf Steine auf von der Stelle, wo die Füße der Priester stillstehen, und bringt sie mit euch hinüber und legt sie in dem Lager nieder, wo ihr diese Nacht bleiben werdet.

    4 Da rief Josua die zwölf Männer, die er bestellt hatte von den Israeliten, aus jedem Stamm einen, 5 und Josua sprach zu ihnen: Geht hinüber vor der Lade des HERRN, eures Gottes, mitten in den Jordan, und ein jeder hebe einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme Israels, 6 damit sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder später einmal fragen: Was bedeuten euch diese Steine?, 7 so sollt ihr ihnen sagen: Weil das Wasser des Jordans weggeflossen ist vor der Lade des Bundes des HERRN, als sie durch den Jordan ging, sollen diese Steine für die Israeliten ein ewiges Andenken sein.

    8 Da taten die Israeliten, wie ihnen Josua geboten hatte, und trugen zwölf Steine mitten aus dem Jordan, wie der HERR zu Josua gesagt hatte, nach der Zahl der Stämme Israels, und brachten sie mit sich hinüber in das Lager und legten sie dort nieder.

    9 Und Josua richtete zwölf Steine auf mitten im Jordan, wo die Füße der Priester gestanden hatten, die die Bundeslade trugen; diese sind noch dort bis auf den heutigen Tag.

    10 Die Priester aber, die die Lade trugen, standen mitten im Jordan, bis alles ausgerichtet war, was der HERR dem Josua geboten hatte, dem Volk zu sagen, genau wie Mose dem Josua geboten hatte. Und das Volk ging eilends hinüber.

    11 Als nun das Volk ganz hinübergegangen war, da ging die Lade des HERRN auch hinüber und die Priester vor dem Volk her.

    12 Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse gingen gerüstet vor den Israeliten her, wie Mose zu ihnen geredet hatte.


    13 An vierzigtausend bewaffnete Männer gingen vor dem HERRN her zum Kampf ins Jordantal von Jericho. 14 An diesem Tage machte der HERR den Josua groß vor ganz Israel. Und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet hatten, sein Leben lang.

    15 Und der HERR sprach zu Josua: 16 Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen.

    17 Da gebot Josua den Priestern: Steigt herauf aus dem Jordan!

    18 Und als die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, aus dem Jordan heraufstiegen und mit ihren Fußsohlen aufs Trockene traten, kam das Wasser des Jordans wieder an seine Stätte und floss wie vorher über alle seine Ufer.


    19 Es war aber der zehnte Tag des ersten Monats, als das Volk aus dem Jordan heraufstieg. Und sie lagerten sich in Gilgal, östlich von Jericho.

    20 Und die zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua auf in Gilgal 21 und sprach zu den Israeliten: Wenn eure Kinder später einmal ihre Väter fragen: Was bedeuten diese Steine?, 22 so sollt ihr ihnen kundtun und sagen: Israel ging auf trockenem Boden durch den Jordan, 23 als der HERR, euer Gott, den Jordan vor euch austrocknete, bis ihr hinübergegangen wart, wie der HERR, euer Gott, am Schilfmeer getan hatte, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgegangen waren; 24 auf dass alle Völker auf Erden die Hand des HERRN erkennen, wie mächtig sie ist, und ihr den HERRN, euren Gott, fürchtet allezeit.

    5,1: 1 Als nun alle Könige der Amoriter, die jenseits des Jordans nach Westen zu wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meer hörten, wie der HERR das Wasser des Jordans ausgetrocknet hatte vor den Israeliten, bis sie hinübergegangen waren, da verzagte ihr Herz, und der Mut verließ sie beim Anblick der Israeliten.

  • Beitrag von Norbert Chmelar ()

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  • Sonntag, 29.1.2023: Josua 4, 1 – 5, 1


    – wir waren (nur) 5 Personen (3 ♀️ + 2 ♂️) in der heutigen APIS-Bibelstunde von 16:05–17:10 Uhr. –


    B) DIE AUSLEGUNG:


    Die 12 Steine („Gedenksteine”) – Josua 4, die Verse 3, 5, 8, 9 und 20 – stehen symbolisch für die 12 Stämme Israels.


    Vers 7: Es soll ein »ewiges Andenken« sein.

    Vers 9: „noch bis heute” ? Diese Steine sind wohl heute – A.D. 2023 – nicht mehr im Jordan auffindbar. Der APIS-Leiter meinte, das habe damals A.D. 1406/1405 v.Chr. aber so gegolten.


    Vers 13: Mit den 40.000 Soldaten seien nur die 2½ Stämme (Ruben – Gad – der halbe Stamm Manasse) gemeint gewesen. Interessant, dass laut 4. Mose 26,51 es exakt 601.730 Israeliten der 12 Stämme waren, zusätzlich noch 23.000 Leviten. Der Stamm Manasse betrug = 52.700 ---> der ½ Stamm betrug somit also 26.350 / Ruben = 43.730 Personen / Gad = 40.500 Personen. Zusammen also = 110.580 Leute; 40.000 über 20 Jährige kriegsfähige Personen waren somit = 36,2% davon.


    Die Priester gehen mit der Bundeslade voran – da staute sich der Jordan „weil das Wasser des Jordans weggeflossen ist” (Vers 7) und die Priester im Jordan standen!


    Vers 18: Als die Israeliten „zügig” (Jos.4,10) hinüber ans andere Ufer gegangen waren, kam der Jordan mit Macht wieder in sein Flussbett zurück! Was für ein Vertrauen hatten hier die Hebräer zu ihrem Gott JAHWEH und ihrem Anführer Josua!


    Vers 19: Dies war am 10. Tag des ersten Monats (= Nisan [etwa März/April]) - wohl im Jahre 1405 v.Chr. ----> Auf meine Frage, ob es im heutigen Israel am 10. Nisan hierfür einen jüdischen Feiertag gäbe, konnte mir Bruder Neidlein, der APIS-Leiter, keine Antwort geben.


    Vers 23: Auch auf die Teilung des Schilfmeeres wurde hier Bezug genommen.

    Vers 24: All das geschah, damit Israel „den mächtigen Gott erkennen” sollte!


    Josua 5,1: Auch die kanaanitischen Könige und Fürsten hörten von diesem mächtigen Wunder Gottes und waren daher wie gelähmt und all ihr Kriegsmut hatte sie verlassen ...!



    Das Kapitel 4 schloss sich eng an Kapitel 3 an, wo auch in Jos.3,14ff. beschrieben wurde, wie die Priester die Bundeslade vor dem Volk hergetragen haben. Als die Priester in den Jordan treten, wurde auf einmal das Wasser weniger! 1 Stein getragen auf den Schultern der Hebräer (Vers 5) war somit „nicht nur ein Kieselstein” wie eine Schwester, Frau G., meinte, sondern ein großer Stein von etwa 20 kg, meinte Bruder N. 3 mal wird im Text aus Josua 4 erwähnt, dass die Steine zum Gedächtnis dienen ----> als ERINNERUNGS-HILFE!



    ===> Aktueller Bezug: Damals vor über 3.400 Jahren waren es "Gedenksteine" – heute sind es z.B. "Stolpersteine" im Boden, die es auch bei uns in Schorndorf gibt und die an die Opfer der NS-Diktatur erinnern sollen!



    Als erstes zogen die 2½ Stämme hinüber (Vers 12) Ruben, Gad + der ½Stamm Manasse. Gott hält sein Wort! (Vers 14). Das war eine Stärkung fürs Volk Israel und eine Bestätigung für Josua! (Vers 18)


    Vers 19/20: Gilgal – ca. 5 km nordöstlich von Jericho gelegen – war ein Heiligtum mit den 12 Steinen.



    Fazit: Hier hat Gott GROSSES getan! Gott hat vorher (vor der Eroberung von Kanaan!) noch viel getan, bevor die 40.000 Krieger in die 1. Schlacht zogen – und zwar deshalb, dass die Israeliten erkennen sollten, dass JHWH MIT IHNEN IST! A m e n.

  • Sonntag, 5.2.2023: Josua 5, 13 – 6, 27


    I.) DER BIBELTEXT


    13 Es geschah aber, als Josua bei Jericho war, da erhob er seine Augen und sah sich um; und siehe, ein Mann stand ihm gegenüber, der hatte ein blankes Schwert in seiner Hand. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: Bist du für uns oder für unsere Feinde?[6] 14 Er aber sprach: Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer des Herrn; jetzt bin ich gekommen! Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und betete an und sprach zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knecht? 15 Und der Fürst über das Heer des Herrn sprach zu Josua: Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig! Und Josua tat es.


    Die Einnahme Jerichos

    Hebr 11,30; 5Mo 7,16.24-26; 5Mo 20,16-18; Zeph 1,16

    6

    1 Jericho aber war verschlossen und verriegelt vor den Kindern Israels, so daß niemand heraus- oder hineingehen konnte. 2 Und der Herr sprach zu Josua: Siehe, ich habe Jericho samt seinem König und den tapferen Kriegern in deine Hand gegeben. 3 Darum sollt ihr um die Stadt ziehen, alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt herum. So sollst du es sechs Tage lang tun. 4 Und sieben Priester sollen sieben Hörner des Halljahres[1] vor der Lade hertragen; und am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen, und die Priester sollen in die Schopharhörner stoßen. 5 Und es soll geschehen, wenn man das Horn des Halljahres bläst und ihr den Ton des Schopharhornes hört, so soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben. Dann werden die Stadtmauern in sich zusammenstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin!

    6 Da rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester zu sich und sprach zu ihnen: Tragt die Bundeslade und laßt sieben Priester sieben Hörner des Halljahres vor der Lade des Herrn hertragen! 7 Zum Volk aber sprach er: Macht euch auf und zieht um die Stadt, und die gerüsteten Krieger sollen vor der Lade des Herrn hergehen! 8 Als Josua dies zum Volk gesagt hatte, zogen die sieben Priester hin, welche die sieben Hörner des Halljahres vor dem Herrn hertrugen, und sie stießen in die Hörner, und die Bundeslade des Herrn folgte ihnen nach. 9 Und die gerüsteten Krieger schritten vor den Priestern her, die in die Hörner stießen, und die Nachhut folgte der Lade nach, und sie stießen beständig in die Hörner.

    10 Josua aber gebot dem Volk und sprach: Ihr sollt kein Kriegsgeschrei erheben, noch eure Stimme hören lassen; auch soll kein Wort aus eurem Mund gehen bis zu dem Tag, da ich zu euch sagen werde: »Erhebt ein Kriegsgeschrei!« Dann sollt ihr ein Kriegsgeschrei erheben! 11 Und die Lade des Herrn zog einmal rings um die Stadt, und sie kamen wieder in das Lager und blieben über Nacht im Lager.

    12 Und Josua stand am Morgen früh auf, und die Priester trugen die Lade des Herrn, 13 auch trugen die sieben Priester die sieben Hörner des Halljahres vor der Lade des Herrn her und stießen fortwährend in die Hörner; und die gerüsteten Krieger gingen vor ihnen her, aber die Nachhut folgte der Lade des Herrn, und sie stießen fortwährend in die Hörner. 14 Am zweiten Tag zogen sie auch einmal um die Stadt und kamen wieder ins Lager. Das taten sie sechs Tage lang.

    15 Am siebten Tag aber machten sie sich früh auf, bei Anbruch der Morgenröte, und sie zogen nach derselben Weise siebenmal um die Stadt; nur an diesem Tag zogen sie siebenmal um die Stadt. 16 Und es geschah beim siebten Mal, als die Priester in die Hörner stießen, da sprach Josua zum Volk: Erhebt ein Kriegsgeschrei; denn der Herr hat euch die Stadt gegeben! 17 Aber diese Stadt und alles, was darin ist, soll dem Bann des Herrn verfallen sein![2] Nur die Hure Rahab soll am Leben bleiben, sie und alle, die bei ihr im Haus sind; denn sie hat die Boten verborgen, die wir aussandten. 18 Ihr aber hütet euch vor dem Gebannten, damit ihr nicht, nachdem ihr [daran] den Bann vollstreckt habt, doch von dem Gebannten etwas nehmt und über das Lager Israels einen Bann bringt[3] und es ins Unglück kommt! 19 Aber alles Silber und Gold samt den ehernen[4] und eisernen Geräten soll dem Herrn geheiligt sein; es soll in den Schatz des Herrn kommen![5]

    20 Da erhob das Volk ein Kriegsgeschrei, und [die Priester] stießen in die Schopharhörner. Als nun das Volk den Schall der Hörner hörte und ein großes Kriegsgeschrei erhob, da stürzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk drang in die Stadt ein, jeder gerade vor sich hin. So nahmen sie die Stadt ein. 21 Und sie vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwertes, an Männern und Frauen, Jungen und Alten, Rindern, Schafen und Eseln. 22 Aber Josua sprach zu den beiden Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten: Geht in das Haus der Hure und bringt die Frau von dort heraus samt allen ihren Angehörigen, wie ihr es ihr geschworen habt!

    23 Da gingen die jungen Männer, die Kundschafter, hinein und führten Rahab heraus samt ihrem Vater und ihrer Mutter und ihren Brüdern und allen ihren Angehörigen; ihr ganzes Geschlecht führten sie hinaus und brachten sie außerhalb des Lagers Israels unter. 24 Aber die Stadt und alles, was darin war, verbrannten sie mit Feuer; nur das Silber und Gold und die ehernen und eisernen Geräte legten sie in den Schatz des Hauses des Herrn. 25 So ließ Josua die Hure Rahab leben samt dem Haus ihres Vaters und allen ihren Angehörigen; und sie blieb mitten in Israel wohnen bis zu diesem Tag, weil sie die Boten verbarg, die Josua gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.

    26 Zu der Zeit schwor Josua und sprach: Verflucht vor dem Herrn sei der Mann, der sich aufmachen und diese Stadt Jericho [wieder] bauen wird! Wenn er ihren Grund legt, so soll es ihn seinen erstgeborenen Sohn kosten, und wenn er ihre Tore setzt, so soll es ihn seinen jüngsten Sohn kosten! 27 Und der Herr war mit Josua, und die Kunde von ihm verbreitete sich im ganzen Land.

    (nach der Schlachter 2000 – Bibelübersetzung)

  • III.) MEINE AUSLEGUNG VON JOSUA 5,13–15/ JOSUA 6,1–27:


    1.) Wer ist »der Mann mit dem blanken Schwert«?

    Der Mann mit dem blanken Schwert in seiner Hand (Jos.5,13) der in Vers 14 sich selbst als „der Fürst über das Heer des Herrn” genannt hatte, wer war das nun genau? Bibelausleger sind sich hierin nicht einig: Einige meinen das sei der HERR (JAHWE) selbst als dessen »SCHECHINA«! Andere sehen in diesem den Erzengel Michael, der für sein Volk Israel eintritt. Wiederum andere meinen, der Fürst sei in Wahrheit der Messias Jesus Christus gewesen. Ich meine wir müssen diese Frage offen lassen ...


    2.) Die Vorbereitungen zur Einnahme von Jericho

    6 Tage lang soll das Heer Israels um Jericho herumlaufen (Jos.6,3). 7 Priester mit 7 Posaunen (Vers 4a) sollen vor der Bundeslade her laufen; am 7. Tag (Vers 4b) aber sollen sie „siebenmal um die Stadt ziehen”! Und dann soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei hören lassen (Verse 5+10).


    3.) Die Einnahme von Jericho

    wird konkret ab Vers 15 beschrieben. Am 7. Tage der Umrundung der Stadt, als das Heer der Israeliten 7mal um Jericho herumgelaufen waren (Jos.6,16) erhob das Volk ein wildes Kriegsgeschrei! Josua hat vom HERRN den Befehl erhalten an ganz Jericho den Bann zu vollstrecken (Vers 17) bis auf die Hure Rahab, die Jahwe verschonen wollte weil sie die Kundschafter gerettet hatte (----> siehe Josua, Kapitel 2).

    Als das Kriegsgeschrei ertönte (Vers 20) „da stürzte die Mauer in sich zusammen” und so konnte Israels Heer die Stadt Jericho – den strategisch wichtigen Vorposten der Kanaaniter – einnehmen und den Bann vollstrecken (Vers 21) „an allem, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwertes, an Männern und Frauen, Jungen und Alten” und an allem Vieh.

    Rahab aber, eine der Stammmüttern, die sogar in Jesu Stammbaum aufgenommen wurde, samt deren ganzen Familie wurde lebendig herausgeführt (Vers 23).


    4.) Die Zerstörung von Jericho

    Das Volk der Hebräer brennt Jericho nieder (Vers 24) nur „Silber und Gold und die ehernen und eisernen Geräte legten sie in den Schatz des Hauses des Herrn.”

    Josua verbietet dem Volk Israel strengstens Jericho jemals wieder aufzubauen (Vers 26)!


    5.) Kritische Bewertung des Bibeltextes

    Bibelkritiker haben sich besonders an Josua 6, Vers 17 gestört! "17 Aber diese Stadt und alles, was darin ist, soll dem Bann des Herrn verfallen sein![2]"

    ----> Dessen brutale Aufforderung passe so gar nicht zum Bilde eines gnädigen und barmherzigen Gottes der Liebe, wurde gesagt.

    Die Anmerkung [2] der Schlachter 2000 Bibelübersetzung gibt dazu (nachvollziehbar in meinen Augen!) an:

    Über die Einwohner Kanaans hatte Gott aufgrund ihrer greulichen Sünden die völlige Vernichtung beschlossen, und Israel sollte dieses Gerichtsurteil Gottes ausführen.