Wer ist der 1. Reiter in Offenbarung 6

  • Guten Abend,


    ich wollte mal Eure Meinungen bzw. der Auslegung zu Offenbarung 6 bzgl. dem 1. Reiter auf dem weißen Pferd wissen.


    Wer/Was stellt den 1. Reiter das ?


    Kennzeichen :


    Weißes Pferd = ?

    Bogen = ?

    Krone = ?


    Ich habe festgestellt, dass es hier mal wieder sehr viele verschiedene Deutungen gibt. Sogar Deutungen die zu 180 grad unterschiedlicher nicht sein können... von Jesus bis zum Antichrist. Das es sich um die Urgemeinde (33nChr. - 100n.Chr) handeln könne gibt es auch noch.


    Lg Chris

  • HeimoW

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • ich wollte mal Eure Meinungen bzw. der Auslegung zu Offenbarung 6 bzgl. dem 1. Reiter auf dem weißen Pferd wissen.

    Hallo Chris, kennst Du diese Seite?

    https://www.dasgeheimnis.de/web/offenbarung_6.htm

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Das ist in der Tat so ...!


    Hier was ich mal dazu geschrieben habe + was dazu im Offenbarungs-Seminar der Schorndorfer STA gesagt worden war:

    Der erste Reiter Offb. 6,1.2 -
    1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eines der vier Wesen sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!
    2 Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen.
    ----> »Bogen« steht für Pfeil und Bogen! ----> also fûr Krieg! / »weißes Pferd« ----> weiß = Farbe der kath. Kirche ==> die Kriege wie Kreuzzüge, Waldenser-Verfolgungen, Schmalkaldischer Krieg+Dreißigjährige Krieg (= Religionskriege) ===> 50 Millionen Tote ----> Zeit: 1099 - 1648

    Weißes Pferd = ? -----> weiß = Farbe der kath. Kirche // Pferd als das Königssymbol der Mächtigen!

    Bogen ........... = ? -----> »Bogen« steht für Pfeil und Bogen! ----> also fûr Krieg!

    Krone ............ = ? -----> Krone als Symbol politisch-staatlicher Macht und Herrschaft!


    Der erste ReiterOffb. 6,1.2 - Der erste Reiter steht für Reinheit

    Merkmale:


    weiß: Reinheit - die Reinheit der christl. Lehre
    Bogen: Kampf - der Kampf gegen die Sünde
    Krone: Sieg

    Der 1. Reiter steht für die Urgemeinde (30 - 100 n.Chr.)


    30 n.Chr.: .... 500 Christen
    100 n.Chr.: ...500.000 Christen

  • Weißes Pferd = ? -----> weiß = Farbe der kath. Kirche // Pferd als das Königssymbol der Mächtigen!

    Bogen ........... = ? -----> »Bogen« steht für Pfeil und Bogen! ----> also fûr Krieg!

    Krone ............ = ? -----> Krone als Symbol politisch-staatlicher Macht und Herrschaft!

    Vielleicht kann man mal in die Forenregeln aufnehmen, dass Gleichheitszeichen bei Bibelauslegung verboten sind.

    Es gibt kein XY = XY


    Fragen wie "Wer ist der erste Reiter?" sind ganz falsch gestellt.

  • Forumsmitglied freudenboten sah im im 1. apokalyptischem Reiter den Sieg der Botschaft von Tod und Auferstehung Christi! (---> siehe im Zitat ganz unten)

    Zusatz: In einem Buch zur Offenbarung von John Theobald meinte dieser, dass man unter "Bogen" auch die Ausbreitung des Evangeliums durch den Bogen der Radiowellen verstehen könne, und somit der 1. Reiter in das 20. Jahrhundert weise ...


    Fragen wie "Wer ist der erste Reiter?" sind ganz falsch gestellt.

    ?????????

  • ?????????

    Diese Setzungen "der erste Reiter ist = zB. katholische Kirche",
    "die Gemeinde von Laodizea ist = Protestantismus des 21. Jahrhunderts" oder "EKD", usw. sind irreführend und vor allem unredlich und unernst.


    Und wenngleich es auch ermüdend ist, weil das immer und immer und immer wieder kommt (vor allem von Dir),

    so darf man doch nicht müde werden, dies klarzustellen,

    denn es lesen Menschen mit oder stellen hier Fragen (wie Chris) und möchten gerne etwas wissen,

    und dann wird ihnen immer dieser Unsinn erzählt.

  • Diese Setzungen "der erste Reiter ist = zB. katholische Kirche",
    "die Gemeinde von Laodizea ist = Protestantismus des 21. Jahrhunderts" oder "EKD", usw. sind irreführend und vor allem unredlich und unernst.


    Und wenngleich es auch ermüdend ist, weil das immer und immer und immer wieder kommt (vor allem von Dir),

    so darf man doch nicht müde werden, dies klarzustellen,

    denn es lesen Menschen mit oder stellen hier Fragen (wie Chris) und möchten gerne etwas wissen,

    und dann wird ihnen immer dieser Unsinn erzählt.

    Seele1986, ich weiß nicht, ob dir dieses Prinzip etwas sagt oder ob dir das Konzept gefällt. Wenn man immer nur sagt was etwas "sicher nicht" ist und was es "auf keinen Fall" bedeutet, dann erreicht man dadurch weder eine starke Glaubwürdigkeit, noch ein Aha-Erlebnis bei einem User wie Chris, der eine Frage gestellt hat.

    Natürlich kann man der Meinung sein, dass diese Auslegung von Norbert beispielsweise falsch ist...aber warum? Das bleibt immer so windschief im Raum hängen, denn es beantwortet die Ausgangsfrage nicht, sondern zerstört lediglich den Erklärungsversuch eines anderen.


    Mir wurde in Bezug auf die Missionsarbeit bzw. das Weitererzählen der Botschaft Jesu immer verklickert, dass man das "Haus" in dem der Ungläubige wohnt nicht einreißen soll (durch den erhobenen Zeigefinger, der die Sünden des Ungläubigen anprangert z.B.), sondern dass man ihm ein "schöneres Haus" in Form des Evangeliums hinstellen soll in das er gerne einziehen möchte. Wir machen das in Form von "Vergebungsseminaren" beispielsweise, wo man Wege kennenlernen kann mit bisher Unvergebenem umzugehen und sich von dieser Last zu befreien...indem man in das "Haus der Vergebung" einzieht und von seiner negativen Vergangenheit frei wird. Das nur als Anschauungsbeispiel!

  • Wenn Du Dich für die Offenbarung interessierst, empfehle ich das 3bändige „Die Apokalypse des Johannes“ von Klaus Berger, insgesamt 2600 Seiten.

    Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, den ihr als Siegel empfangen habt für den Tag der Erlösung! (Eph 4,30)

  • Die vier Reiter auf den vier Pferden, die hat schon Sacharja in seiner Vision gesehen. Sie waren schon damals unterwegs. Nach den Worten des Engels sind diese die vier Winde des Himmels, die auch in der Vision der vier Tiere aus dem Meer in Daniel 7 erwähnt werden. Die Tiere gehen allesamt aus dem Meer hervor, nachdem die Winde das Meer aufgewühlt hatten. Wenn das Meer für die Völker, Nationen und Sprachen steht, so sind die Reiter bzw. die Winde das, was die Völker antreibt und bewegt. Ihre Denkweisen, Ideologien und kollektive Identitäten. Der erste Reiter, siegesgewiss und siegend, könnte für den kriegstreiberischen und ausbeuterischen Chauvinismus der Westmächte stehen. Jedenfalls in der Offenbarung würde das auf die Westmächte passen. Den gleichen Chauvinismus hatten in der Antike auch Rom, Griechenland und vor allem die Assyrer. Was man gemeinhin als westeuropäische Kultur bezeichnet, das ist ja ein Cocktail aus allem. Auch der Islam zog einst mit so einer Mentalität in die Welt, hat zwar dann auch recht lang die Vorherrschaft gehabt, aber rückblickend können wir ja sagen, dass sie zu Ende ging und etwas anderes dafür kam.

  • Ich denke, man muss schauen, worin das eingebettet ist:

    wir haben die sieben Sendschreiben an die Gemeinden. Diese stellen nicht verschiedene Kirchen oder Epochen dar, sondern sind Bilder der einen Kirche.

    Dann wird der Thron gesehen, also der Herr der ganzen Geschichte.

    Das ist immer ganz wichtig: Gott ist es, der das alles zeigt und leitet, nicht irgendwelche bösen Mächten, die da eigenwillig walten können.

    Es folgt die Anbetung des Lammes, weil es das Buch öffnen kann, das ist: die Offenbarung der göttlichen Geheimnisse kommt durch den Sohn, das Lamm.

    Diese Anbetung dauert eine ganze Weile, alle Völker, Sprachen und Weltgeschichte wird auf ihn bezogen und ihm unterstellt.


    Dann öffnet das Lamm die Siegel. Das Lamm öffnet sie, nicht der Teufel.

    Die Reiter haben keinen Völker-Bezug, sondern zeigen den Werdegang des Evangeliums und der Gemeinde Gottes.

    Das Evangelium zieht aus, um zu siegen, es trifft (Bogen) und ist erhaben (Krone).

    Es folgt der Unfriede, das Hinschlachten, das Schwert.

    Es folgt das Wägen, die Bemessung des Lebens. "Ein Maß Weizen für einen Denar", das ist eine Tagesration (1 Liter Getreidemaß), also das, was zum Leben reicht; ebenso "drei Maß Gerste für einen Denar". Da wird Leben erkauft: Entweder den Kaisergott verehren, oder sterben.

    "Doch dem Öl und dem Wein tue keinen Schaden!" - Es ist nicht der Reiter, der diese Worte spricht, sondern eine Stimme inmitten der Wesen.

    Das ist Weisung von "Oben": Ja, töte sie, kaufe sie ein, aber Öl und Wein darfst du nicht antasten.


    Dann kommt der Tod.

    Dann die Seelen der Märtyrer unter dem Altar, die um Gerechtigkeit flehen und fragen, wann die Zeit kommt.

    Sie werden mit weißen Kleidern angetan für ihre Reinheit und ihnen ist gesagt, dass sie noch warten müssen, denn die Brüder müssen auch noch getötet werden.


    Dann kommt das Prodigium: die Götterdämmerung.

    Diese Katastrophen, die dort beschrieben werden, waren für die Römer Zeichen, dass der Götterfrieden gestört ist.

    Manche sahen in Pompeij eine Bestätigung. Man fand die Inschrift im Hause eines Christen, der dort vermutlich nach der Zerstörung Jerusalems als Arbeiter hingegangen war: Sodom und Gomorra.


    Alle jammern und klagen über die Katastrophen, aber keiner bekehrt sich. Stattdessen sagen sie: Bedeckt uns ihr Berge!


    Dann folgen die 144 000 Erwählten aus den Stämmen Israels: 12 x 12 000. Das heißt übersetzt letztlich: Alle.

    Aus allen wird vollständig genommen.

    Dann die große Schar aus allen Völkern, die niemand zählen konnte.


    Nicht von einem "kleinen Rest wahrer Christen" in der großen, weiten, bösen Welt ist die Rede,

    sondern von ganzen Völkerscharen, von ganzen Volksstämmen und Geschlechtern, die zu Gott kommen.


    Im Prinzip sind alle neutestamentlichen Texte Märtyrer-Texte.

    Es wird dort das Geschick der Blutzeugen Christi gefasst und unter Gottes Vorsehung gestellt.

    Die Quintessenz der Offenbarung des Johannes ist: Alldas hält Gott in seinen Händen!

    Deswegen war die Offenbarung in der jungen Gemeinde auch ein Trostbuch, und nicht etwa ein Schreckensbuch oder konspirativer Selbstbedienungsladen.

  • Seele1986


    Die 12000 finde ich immer wieder interessant, wir finden sie oft in der Schrift:


    Numeri 31,5 (EÜ)

    5Man hob also aus den Tausendschaften Israels je Stamm tausend Mann aus, im Ganzen zwölftausend zum Heer gerüstete Männer.


    Josua 8,25 (EÜ)

    25Es gab an jenem Tag insgesamt zwölftausend Gefallene, Männer und Frauen, die Gesamtheit der Männer von Ai.


    Richter 21,10 (EÜ)

    10Die Gemeinde schickte deshalb zwölftausend Mann von den Kriegsleuten nach Jabesch-Gilead mit dem Befehl: Geht hin und erschlagt die Einwohner von Jabesch-Gilead mit scharfem Schwert, auch Frauen und Kinder!


    2. Samuel 10,6 (EÜ)

    6Als die Ammoniter merkten, dass sie sich bei David verhasst gemacht hatten, schickten sie Gesandte und warben die Aramäer von Bet-Rehob und von Zoba an, zwanzigtausend Mann Fußvolk, außerdem den König von Maacha mit tausend Mann und die Leute von Tob mit zwölftausend Mann.


    2. Samuel 17,1 (EÜ)

    1Und Ahitofel sagte weiter zu Abschalom: Ich möchte zwölftausend Mann auswählen, mit ihnen noch heute Nacht aufbrechen und David nachsetzen.


    1. Könige 5,6 (EÜ)

    6Salomo hatte vierzigtausend Stallplätze für die Pferde seiner Wagen und zwölftausend Berittene.


    1. Könige 10,26 (EÜ)

    26Salomo beschaffte sich Wagen und Berittene. Er hatte vierzehnhundert Wagen und zwölftausend Berittene. Er brachte sie in die Wagenstädte sowie in die Umgebung des Königs nach Jerusalem.


    2. Chronik 1,14 (EÜ)

    14Salomo beschaffte sich Wagen und die Besatzung dazu. Er hatte vierzehnhundert Wagen und zwölftausend Mann als Besatzung und brachte sie in die Wagenstädte sowie in die Umgebung des Königs nach Jerusalem.


    2. Chronik 9,25 (EÜ)

    25Salomo hatte viertausend Stallplätze für seine Pferde sowie Wagen und zwölftausend Mann als Besatzung. Er brachte sie in die Wagenstädte sowie in die Umgebung des Königs nach Jerusalem.


    Judit 2,5 (EÜ)

    5So spricht der Großkönig, der Herr der ganzen Erde: Du sollst von hier ausziehen und Männer mit dir nehmen, die auf ihre eigene Stärke vertrauen: hundertzwanzigtausend Mann Fußtruppen und ein Aufgebot von zwölftausend Pferden und Reitern.


    Judit 2,15 (EÜ)

    15Er hob für das Heer die besten Leute aus, wie ihm sein Herr befohlen hatte: hundertzwanzigtausend Mann Fußvolk und zwölftausend berittene Bogenschützen,


    Judit 7,2 (EÜ)

    2So begann an jenem Tag der Aufbruch des ganzen Heeres. Die einsatzfähige Streitmacht zählte zusammen hundertsiebzigtausend Mann Fußtruppen und zwölftausend Berittene, nicht eingerechnet den Tross und die dazugehörigen Mannschaften; es war eine gewaltige Menge.


    Psalm 60,2 (EÜ)

    2Als er mit Aram Naharajim und Aram Zoba Krieg führte und als Joab zurückkehrte und Edom im Salztal schlug, zwölftausend Mann.


    Durch Numeri habe ich den Eindruck, dass es um 1000 Leute aus jedem Stamm geht, die insgesamt 12000 ergeben. Das sind die Israeliten, nicht genetisch, aber tatsächlich. Dazu müssten wir noch die 12 als Multiplikator dazudenken - und schauen, welche Bedeutung die 12 in diesem Kontext haben könnte.

    Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, den ihr als Siegel empfangen habt für den Tag der Erlösung! (Eph 4,30)

  • welche Bedeutung die 12 in diesem Kontext haben könnte.

    Die Zwölf ist ja gemeinhin das Symbol für Vollständigkeit, für Ordnung.

    Ebenso auch die Sieben (Sieben Schöpfungstage, Sieben Gemeinden, Sieben Geister, Sieben Sterne, usw.)

    und auch die Zehn (Zehn Worte/Gebote) bzw. 1, 100, 1000, usw. für Einheit, Vollendung, Göttlichkeit, usw.

    Drei für Heiligkeit, Beziehung, Bande, Eidschwur (dreifache Wiederholung von Worten oder Sätzen) usw.

    und die 4 bzw. 40 für die Enden der Erde und für das Gericht (40 Jahre, 40 Tage in der Wüste, 40 Tage und Nächte) usw.


    Diese Zahlen sind gemeinhin recht bekannt und im großen und ganzen recht einhellig im biblischen Verständnis und bei Exegeten.

    Es ist nun nicht ratsam, aus jeder Zahl ne Gematrie zu machen, aber diese gewissen Zahlen sind eigentlich geläufig.


    In der Offenbarung des Johannes ist es sehr angeraten, auf die Zahlen zu achten,

    denn es kann nicht sein, dass jemand so einen Text schreibt, und die Zahlen darin keine Bedeutung haben sollen.

    Die Frage ist aber: WIE man das macht. Und das meinte ich oben eigentlich.


    Es ist bei zehn Königen nicht angeraten, zehn Könige ab Anno XY durchzuzählen, damit man das am Geschichtsbuch ablesen kann,

    sondern zehn Könige sind "die ganzen Reiche bis dass ..."

    Oder "wenn 70 Wochen vergangen sind"; da muss man nicht nachrechnen, wo man genau bei 70 Jahren rauskommt, wenn man ab XY zählt,

    sondern 70 Wochen ist "diese Ordnung ist abgeschlossen", "diese Spanne ist vorbei";

    worum es dann geht, sind nicht die exakten 70 Wochen, sondern: Dann wird der Tempel wieder begehbar und Israel wird Gott wieder im Tempel ehren.


    Norbert geht sogar hin und schreibt ganz exakte Jahreszahlen mit Datum. Ich kriege bei sowas immer Blutdruck, tut mir ja leid!

    Er macht das nonstop und schreibt dann "Wie wir ja wissen, wurde am X.X.XX vor Christus Dieses und Jenes ..."

    Ich krieg zuviel bei sowas.


    Und Leute lesen das und denken wohlmöglich, "WIR" würden das so sehen.

  • Das Verständnis von 3 als Zahl für die Heiligkeit oder den Himmel - manche verweisen auf die Dreifaltigkeit, was wohl hier nicht anders als Eisegese verstanden werden muss - und 4 für den ganzen Erdkreis, die vollständige Ausdehnung im Raum, ok. Die sich daraus ergebene 12 bedeutet für manche, dass sich hier Himmel und Erde vereinen, die horizontale wie vertikale Ausdehnung.

    Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, den ihr als Siegel empfangen habt für den Tag der Erlösung! (Eph 4,30)

  • Warum bezeichnest Du vorgebrachte Auslegungen als Unsinn? Dass es davon (Exkurs: Allein über die Offenbarung solle es 100 verschiedene christliche Auslegungen geben!) mehrere gibt, ist für das letzte und umstrittenste Buch des ganzen NT (denn die Orthodoxe Kirche kämpfte 300 Jahre lang bis etwa zum Jahr 400 n.Chr. gegen dessen Aufnahme in den biblischen Kanon – und auch Martin Luther hätt sie - wenn es rein nach ihm persönlich gegangen wäre, wohl aus der Bibel geworfen!) das so voll von schwer auszulegenden Symbolen und voll von für unsere heutigen christlichen Ohren schwerst verständlicher Symbolik des AT besteht, doch eine Tatsache die auch Chris in NR. 1 festgestellt hatte:

    Ich habe festgestellt, dass es hier mal wieder sehr viele verschiedene Deutungen gibt. Sogar Deutungen die zu 180 grad unterschiedlicher nicht sein können... von Jesus bis zum Antichrist!

    Und weil das so ist, ist es nicht redlich mir hier zu unterstellen ich würde Unsinn erzählen! Nein, ich habe mich daran erinnert, dass es hier im Forum gerade zu der Frage, wen man unter dem 1. Reiter auf dem weissen Pferd verstehen könnte, verschiedene Auslegungen gibt! Und alle die ich in den dementsprechen-den Themen-Threads gefunden habe (darunter auch eine persönliche Auslegung von mir, »eine Auslegung von Offenbarung 6 [= die 4 apokalyptischen Reiter] für unsere Zeit!«, habe ich aufgezählt um erstens die Meinung von Chris zu bestätigen und es ihm dann selbst zu überlassen welcher Bedeutung bzw. Auslegung er zustimmen will! Auch Du, lieber S. hast ja selbs in NR. 11 + 13 persönliche Auslegungen vorgenommen , z.B. diese, ich zitiere:

    Das Evangelium zieht aus, um zu siegen, es trifft (Bogen) und ist erhaben (Krone).

    -----> Auch dies ist eine (mögliche) Auslegung!

    Ob nun das was die Adventisten zum 1. apokalyptischen Reiter oder freudenboten oder ich hierzu geschrieben haben "Unsinn" ist, möge Chris selbst beurteilen (das ist unsere so viel beschworene "evangelische Freiheit"!) Lieber Simon, etwas mehr Gelassenheit ggü anderen theologischen Ansätzen tät auch Dir gewiss nichts schaden ...!

  • Zwischenfrage: Überlegt da niemand, wo die alle - am Schlachtfeld, im Feldlager oder in den Stallungen - Platz gehabt haben? - - diese Frage stellt(e) sich auch bei anderen Zahlenangaben aus dieser Zeit (etwa des AT) : Wie breit war die Pontonbrücke der Perser über den Hellespont? Die berichteten Massen müssen im Sprintermanier darüber gelaufen sein! - Wieviel Platz war auf den Thermopylen ?


    Also: Die Alten waren schlecht in Zahlenangaben, soweit diese die Größe von zehn Fingern überschritten haben - -

  • Also : Die Alten waren schlecht in Zahlenangaben, soweit diese die Grösse von zehn Fingern überschritten haben

    ??????????????????????????


    Lieber Philo, willst Du damit andeuten, dass die exakten Zahlenangaben des AT allesamt nicht stimmen täten ?????? -----> wichtiger Exkurs: mit einer solchen von der "Historisch-Kritischen Forschung" beeinflussten Auslegungsmethode müsste man folglich auch die Zahl der 500 Auferstehungszeugen die den Auferstandenen Herrn Jesus auf einmal (!) gesehen haben wollen (1. Korinther 15,6) in Frage stellen!

  • willst Du damit andruten, dass die exakten Zahlenangaben des AT allesamt nicht stimmen täten ??????

    Ich denke, er will damit ausdrücken, dass diese Zahlen eher symbolischen Charakter haben oder einfach gewisse große Mengen benennen sollen, anstatt dass man da von "exakten Angaben" sprechen kann.

  • Ich denke, er will damit ausdrücken, dass diese Zahlen eher symbolischen Charakter haben oder einfach gewisse große Mengen benennen sollen, anstatt dass man da von "exakten Angaben" sprechen kann.

    Dem würde ich mit Einschränkungen auch zustimmen. Man sollte die Bedeutung eines Symbolcharakters aber nicht überinterpretieren. Die Anzahl der Weltbevölkerung oder Bevölkerung Deutschlands ist auch keine exakte Angabe, die irgendwer nachgezählt hätte. Das sind, wie auch die postulierte Anzahl von Sternen in der Milchstraße oder im Universum, nur statistische Hochrechnungen. Auch hat niemand das Universum bis zum Rande abgefahren und eine Entfernung von 15 Mrd. Lichtjahren nachgemessen. Solche Zahlenangaben sind also im gewissen Sinne auch symbolisch zu verstehen. Nur heisst das nicht, dass man die Zahlen deswegen nicht ernst nehmen oder gegen ihren Zweck verwenden sollte.