2022|Q3|06 | Studienanleitung mit Lehrerteil| Kämpfen mit vollem Einsatz​

  • Im Studienheft zur Bibel wird auf Seite 47 zum heutigen Dienstag, 2. August 2022 auf die Aussage des Petrus aus 1 Petr 1,13 („Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit! Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird.”– Einheitsübersetzung) wie folgt geantwortet:

    »» Wenn unser Innenleben – Denken, Fühlen und Wollen – nicht der Herrschaft des Geistes un-terstellt wird, kann es seltsame Blüten treiben und Überzeugungen und Werte verwischen. Deshalb fordert Petrus dazu auf, nüchtern zu sein und sich nicht ablenken zu lassen. Der Realismus des Lebens soll dazu führen, alle Hoffnung ganz auf die Gnade zu setzen! ««

  • Ja wie soll man dann auf die Studienanleitung bzw. auf das Studienheft zur Bibel reagieren?


    Zudem habe ich hier in NR. 3 – Zitat :

    »Die Heilige Schrift lehnt auch jede sakramentale Sicht der göttlichen Gnade ab**; ... ** Diese Auffassung ist aber innerhalb der Christenheit theologisch umstritten! « einen Kommentar abgegeben. Und in den Nummern 4 – Zitat:

    » Wenn Gott mich unwiderruflich erwählt hat, warum beten?

    Warum in der Bibel lesen?

    Warum wachsam sein?

    Warum am Leben der Glaubensgemeinschaft teilnehmen?

    Warum evangelisieren?*

    * Die Antwort auf die 5 unterstrichenen Fragen haben ca. 200 Jahre nach der Reformation um 1740 die Methodisten (der Gebrüder Wesley + Whitefield) gegeben, in dem sie neben Luthers bibl. Konzepts des »SOLA GRATIA« (»Allein die Gnade!«) das nicht minder bibl. Konzept der »HEILIGUNG« stellten, „ohne die niemand den HERRN sehen kann” (Hebräer 12,14; ----> siehe auch: 1. Petrus 1,15f./ 1. Thessalonicher 4,3/ 1. Korinther 1,30/ Johannes 17,18-19); deswegen werden bekehrte Christen auch nach der Heiligung streben! Deswegen beten wir, lesen wir in der Bibel, nehmen am Leben der Glaubensgemeinschaft teil und evangelisieren wir!

    In Sachen "Heiligung" -----> im Internet siehe hier: https://www.gotquestions.org/D…definition-heiligung.html


    ** Durch die Verbindung mit Christus kann ich reif und mündig werden (HfA - Kol.1,28f.) und den guten Kampf des Glaubens bestehen (1 Kor 9,23ff.)! «


    in NR. 5 – Zitat :


    » ️ In diesem Textabschnitt nennt Jesus den Heiligen Geist den „Geist der Wahrheit“ (V. 13). Was ist darunter zu verstehen?

    Meine Antwort: Dieser Heilige Geist Gottes des Vaters und des Sohnes Jesu Christi ist »der große Tröster der Christenheit«, der „über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht” (Vers '8) die biblische Wahrheit uns in Herz und Gewissen geben wird! Was der Geist/Jesus unter "Sünde", "Gerechtigkeit" + "Gericht" versteht, wird uns in den Versen 9–11 gesagt.

    Dieser "Geist der Wahrheit" (Vers 13) wird die christliche Kirche auch in den Jahrhunderten nach Christi Himmelfahrt »in alle Wahrheit leiten« (Vers 13a)– also auch in die Wahrheit der christlichen Lehren, sei es die »Lehre der Dreieinigkeit« oder die »Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben« (die der HG erst zu Zeiten der Reformation um 1520 wieder groß gemacht hatte!) ... Dieser HG bringt der Christenheit auch »das prophetische Wort« (2. Petr.1,19), weil „was zukünftig ist, wird er euch (= uns!) verkündigen” (Vers 13d)!


    ️ Was tut der „Geist der Wahrheit“ für uns?

    Meine Antwort: Dieser „Geist der Wahrheit“ will uns Jesus Christus »groß machen« und »verherrlichen« (Vers 14)! Der HG sagt uns dass es Sünde ist, nicht an Jesus zu glauben! Jesus selbst nennt es "Gerechtigkeit", dass ER zum Vater geht (um im Himmel als Hoherpriester dort für uns beim Vater einzutreten!) und „ihr mich hinfort nicht seht”; deswegen kommt ja der Tröster Geist als Stellvertreter Jesu Christi zu uns an Pfingsten auf die Erde! Diesen HG können Christen "fühlen" und "spüren", weil er an unserem Herzen wirksam ist! Und dieser Geist sagt uns, dass wir nicht ins Gericht kommen weil „der Fürst dieser Welt bereits* gerichtet ist.”. (Vers 11) *Am Kreuz von Golgatha hat Satan seine entscheidende Niederlage erlitten! Bald wird es mit dessen Macht ganz und gar vorbei sein ...!!! » M a r a n a t h a ! « «


    in Nr. 7 – Zitat

    »* 1. Mose 3,6: „Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.” ===> Folge: Verbannung aus dem Paradies!


    * 2. Samuel 11,2–4: „2 Und es geschah zur Abendzeit, dass David von seinem Lager aufstand und sich auf dem Dach des Königshauses erging. Da sah er vom Dach aus eine Frau baden. Die Frau aber war von sehr schönem Aussehen. 3 Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau. Und man sagte: Ist das nicht Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hetiters? 4 Da sandte David Boten hin und ließ sie holen. Und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr. Sie hatte sich aber ⟨gerade⟩ gereinigt von ihrer Unreinheit. Und sie kehrte in ihr Haus zurück.” ===> Folge: Batseba wurde schwanger und aus dem Ehebruch des Königs folgte der Mordbefehl Davids Uria zu beseitigen! Das wiederum hatte den Tod des Kindes zur Folge!


    * Galater 2,11–12: „11 Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war im Unrecht. 12 Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete.” ===> Folge: Daraus entwickelte sich ein heftiger Streit zwischen Petrus und Paulus und es führte zur Heuchelei der Judenchristen, beim gemeinsamen Essen mit den Heidenchristen! Es kam zu ersten Spannungen/ Spaltungen innerhalb der Gemeinde Jesu (----> siehe auch Apostelgeschichte 15!) ...



    ** 1 Petr 1,13

    „Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit! Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird.” ===> Petrus befürchtet wohl, dass in der frühen Gemeinde schwärmerische und gnostische Strömungen zu großen Einfluss erlangen könnten, weshalb er zur Nüchternheit auffordert! Petri Leser sollen sich ganz auf die Gnade Jesu Christi verlassen, weiche das wahre Geschenk des Glaubens ist! Und dann sollen sie (siehe 1 Petr 1,15f./ 3. Mose 19,2/ 3 Mose 11,44) ein „heiliges Leben” führen ...! «


    und in NR. 9 – Zitat


    »* Generell sind Jesu Worte in der Bergpredigt (Matthäus 5–7) besonders radikal wenn es um die moralische Verschärfung der 10 Gebote ging.


    ** Matthäus 5:29-30 — Luther Bibel 1545

    29 Ärgert dich aber dein rechtes Auge, so reiß es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.

    30 Ärgert dich deine rechte Hand, so haue sie ab und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.

    Es geht Jesu nicht um Körperverstümmelung - das wude im 4. Abschnitt schon erwähnt, sondern darum dass wir nicht in die Hölle kommen! Manch ein Theologe der die Körper- und Sexualfeindlichkeit des Manichäismus verteidigte, berief sich auf diese Worte Jesu ...«


    meine eigenen Gedanken eingefügt! In den vorherigen Sabbat-Lektionen zur Studienanleitung zum 3. Quarta
    l "IM SCHMELZTIEGEL MIT CHRISTUS" hatte das

    Zitieren doch auch nicht gestört ... -----> Daher finde ich die Deaktivierung von 9 meiner Beiträge nicht fair!


    Soll ich mich extra an den Advenisten-Verlag wenden, nur um denen mitzuteilen, dass ich aus der Studienanleitung Standardausgabe mit Lehrerteil bzw. aus dem Studienheft zur Bibel hier im Adventisten Forum des Internets zitieren will?




  • Ja wie soll man dann auf die Studienanleitung bzw. auf das Studienheft zur Bibel reagieren?


    Kurze Zitate wie z.B. eine Frage und Dein Kommentar dazu.

    Zusätzlich ein link zur Lektion, zur betreffenden Stelle.


    Es tut mir leid, anders ist es nicht möglich!

    Du könntest allenfalls auf Im Schmelztiegel mit Christus - Sabbath School (adventech.io) verlinken - aber kein copy&paste.

  • Seite 76 STUDIENANLEITUNG STANDARDAUSGABE am Donnerstag, 4. Aug. 2022



    Durchhalten ist notwendig



    📖 Bericht über den Kampf Jakobs mit Gott (1 Mo 32)



    Eines der größten Beispiele für Beharrlichkeit in der Bibel ist Jakob. Viele Jahre zuvor hatte Jakob von seinem Bruder Esau und seinem Vater auf betrügerische Weise das Erstgeburtsrecht erschlichen (1 Mo 27). Seither war er aus Angst vor der Rache Esaus, der ihn töten wollte, auf der Flucht. ...


    Jakob sehnte sich sehr nach Gottes Zusicherung, dass er angenommen war und dass die Verheißungen, die er Jahre zuvor erhalten hatte, noch immer galten.


    Als er mit jemandem kämpfte, der in Wahrheit Jesus war*, wurde seine Hüfte ausgerenkt. Von da an konnte er unmöglich weiterkämpfen, da die Schmerzen unerträglich gewesen sein müssen. ... Jakob klammerte sich in unerträglichem Schmerz an Jesus, bis er den Segen zugesichert bekam. So sagte Jesus zu ihm: „Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an“ (1 Mo 32,27). ... Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. (1 Mo 32,28)


    * Frage: Können wird das wirklich mit 100%iger Sicherheit sagen, dass es Jesus war mit dem Jakob gekämpft hatte? Ich neige ja eigentlich auch dazu dass es Jesus war ...

    Auch wir Christen dürfen Jesus so lange – um es mal etwas salopp zu sagen – „auf die Nerven gehen” bis ER uns segnen wird!


    (-----> siehe: http://sabbath-school.adventec…durchhalten-ist-notwendig)

  • Eines der größten Beispiele für Beharrlichkeit in der Bibel ist Jakob. Viele Jahre zuvor hatte Jakob von seinem Bruder Esau und seinem Vater auf betrügerische Weise das Erstgeburtsrecht erschlichen (1 Mo 27). Seither war er aus Angst vor der Rache Esaus, der ihn töten wollte, auf der Flucht. ...

    Hier sieht man wie wichtig Versöhnung ja Vergebung notwendig ist.

    Auch ein Land das Unrecht erlebt hat, sollte vergeben können... Ob das die Russen getan haben...?

    Jakob sehnte sich sehr nach Gottes Zusicherung, dass er angenommen war und dass die Verheißungen, die er Jahre zuvor erhalten hatte, noch immer galten.

    Eigentlich wollte er in Frieden und ohne Angst in Freihet leben....

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Seite 77 Studienanleitung Standardausgabe am Freitag, 5. August 2022


    Weiterführendes Studium:

    ...

    „Dieser Wille, der einen so wichtigen Faktor im Charakter des Menschen darstellt, wurde beim Sündenfall der Kontrolle Satans übergeben; und seither wirkt er im Menschen, zu wollen und zu handeln wie es ihm gefällt, aber zum totalen Verderben und Unglück des Menschen“ (Testimonies Bd. 5, S. 515).


    „Um von Gott Hilfe zu erlangen ... braucht [man] die Bereitschaft zu ernsten und andauernden Gebeten und Anstrengungen. Schlechte Neigungen und Gewohnheiten müssen abgelegt werden. Den Sieg kann nur erringen, wer sich entschlossen bemüht, diese Fehler zu korrigieren und sich an guten Grundsätzen zu orientieren. ...

    Alle, die im Dienst für Gott brauchbar sein wollen, müssen durch eine sehr strenge geistige und moralische Schule gehen. Gott wird ihnen dabei helfen, indem er seine göttliche Kraft mit menschlichem Bemühen vereint“ (WAB 231–232).


    Fragen für ein Gespräch:

    1. In welchem Ausmaß sind wir uns bewusst, dass unser Wille beim „Sündenfall der Kontrolle Satans übergeben“ wurde?

    Antwort: Oft nicht!

    Inwiefern können wir dadurch, dass wir uns auf den Charakter Jesu konzentrieren, besser verstehen, wie sündig wir sind und wie groß Gottes Gnade uns gegenüber ist?

    Antwort: Wir sollten uns immer bewusst sein, dass wir als Sünder moralisch sehr weit weg von Jesus sind und dass ER uns allein aus Gnade gerettet hat, für die wir eigentlich gar kein Anrecht gehabt hätten! Aber Gottes Liebe zu uns war so groß, dass Gott „seinen Sohn dahingegeben hat, damit wir das ewige Leben haben” dürfen (Joh.3,16)!

    2. Lest den Bericht über Jesus in Gethsemane (Mt 26,36–42). Was waren Jesu Gefühle und Wünsche verglichen mit dem Willen Gottes?

    Antwort: Jesus bat, dass dieser schwere Kelch des Leidens an ihm vorübergehen könne! Doch letztlich fügte ER sich in den Willen Gottes und nahm den bitteren Kelch an, um uns seine Nachfolger erlösen zu können! Deshalb war ER ja auf die Erde gekommen und ist Mensch geworden.

    Was können wir von seinem Beispiel lernen?

    Antwort: Dass der Wille Gottes immer – selbst dann, wenn wir SEINE WEGE nicht verstehen sollten – gut ist für uns und zum Wohle und zum Heil gereichen wird!


    Abkürzung:

    WAB = Wie alles begann (Textausgabe 2017; vormals: Patriarchen und Propheten; original: Patriarchs and Prophets) von Ellen G. White