Müßiggang, Faulheit und die Leistungsgesellschaft

  • Ich denke da an seine Kurzsictigkeit in Sachen "Expropriation der Expropriateure" - Die "zuerst "expropriierten" sind sehr bald - das Käuferpublikum der "Kapitalisten" geworden ! ZUdem könne die "KApittalisten" nicht endlos den Mehrwert für sich einbehalten - - Auch kostet das Betriebsvermögen (für die Produktionsmittel) simpel Geld - und Bewahrung !

    Welche Kurzsichtigkeit ? Erst mal musst du natürlich die Verhältnisse berücksichtigen, über die Marx damals schrieb. Er liefert da einen historischen Abriss und weniger eine allgemeingültige Formel. Dass die "zuerst Expropriierten" das Käuferpublikum des Kapitalisten werden hebt doch ihre Expropriation nicht auf, sondern bestätigt sie sogar im doppelten Sinne. Sie kaufen das, was sie selber produzieren und der Kapitalist ist dazwischen geschaltet wie ein Parasit. Jetzt wird man argumentieren, dass es jemanden braucht, der doch die Sache organisiert, wie man ihm im Kapitalisten findet. Ja, so einen braucht man wohl in seiner Funktion, aber mit ihm ist ja noch mehr verbunden, und zwar seine durch das System gestützte Machtposition. Er ist nicht nur ein Funktionär wie jeder andere im System, sondern steht hierarchisch über dem Ganzen. Die Rechtfertigung für diese hierarchische Struktur ist ideologisch. Eine Hierarchie ist eine Interpretation eines Netzwerkes und schafft wiederum ökonomische Wirklichkeit (gemäß dem Thomas-Theorem). Tatsächlich ist der Kapitalist so abhängig von jedem einzelnen eingesetzten Arbeiter, wie jeder Arbeiter von der Funktion des Organisators abhängig ist (gemäß der Interdependez zwischen Herr und Knecht nach Hegel).


    Schließlich argumentierst du mit dem Begriff "endlos". Wo nimmst du den eigentlich her ? Das ist ein Strohmann-Argument. Dieser Begriff soll suggerieren, dass der Kapitalist durch die Kosten der Instandhaltung allein schon pleite zu gehen droht. Aber nein, er geht davon nicht pleite, sondern wenn das alle Kapitalisten gleichermaßen betrifft, haben wir lediglich Wettbewerb auf niedrigerem Niveau.

  • Den Reichtum des Reichen gäbe es nicht ohne die Armut vieler Armer.

    Das ist eine unbewiesene und wohl auch unbeweisbare Behauptung.

    Tatsächlich ist der Kapitalist so abhängig von jedem einzelnen eingesetzten Arbeiter, wie jeder Arbeiter von der Funktion des Organisators abhängig ist (gemäß der Interdependez zwischen Herr und Knecht nach Hegel).

    Der ausschlaggebende Unterschied ist, dass es fast beliebig viele Arbeiter gibt, aber sehr wenige Kapitalisten (bzw. auch dazu Fähige).


    Marx klingt nett, ist aber praktisch und historisch widerlegt.

  • Ich könnte jetzt ein Modell der Expropriierten den Schneider in der Fabrik mit einer Hose pro Woche und den Schuster in der anderen Fabrik mit einem Paar Schuhe pro Woche - - die deren Wertschöpfung, den einbehaltenen Mehrwert und die Kaufkraft der beiden darstellen - die Kosten des Produktionsmittels einmal weglassend - -


    - -und de einbehaltenen Mehrwert der Kapitalisten darstellen - - von dem der Kapitalist ja nicht abbeißen kann - - sondern Kapaunen beim Bauern und Sekt bei der Sektkellerei für sein Luxusgabelfrühstück einkauft - - -


    In Oestereich gibt es eine Paradefamilie der Kapitalisten _Mayr _Melnhof. Die haben aus einem Waldbesitz samt Verarbeitung des Ertrages bis dato auf Verpackungsmaterial und Pellets ( ! ) weiterentwickelt - und das Kapital erhalten Und Expropriierten bis heute die nach unseren Richtlinien bezahlten Lebensunterhalte und die Sozialversicherung ermöglicht - -


    Nennen wir es nicht "Kapital", sondern "Macht" - da lukrieren die Funktionäre ohne eine einzige Aktie als Besitzausweis - -aber saftige "Mehrwerte ".

    - -Ein später zu Ehren / Einkommen der Stellung eines Mitgliedes im Vorstand Gekommenen - .- als Hilfe / Sekretär - - war schon seit jeher als Sekretär eher minderbemittelt - und hat dann eine jämmerliche Figur in der Öffentlichkeit abgegeben - - und dem öffentlichen Hohn - dann erst - der noch oberen ausgeliefert - - -

  • Nennen wir es nicht "Kapital", sondern "Macht"

    Die Bibel verstehe ich so, dass man dort von Gaben, Fleiß und Faulheit spricht!


    Das kleine "Übel" ist der Staat, der die Steuern erhebt, nicht beim Armen....

    Die FDP argumentiert ja wenn dem Reichen mehr bliebe könnte er mehr investieren,so das es dem Staat (Allgemeinheit) noch besser ginge.

    Was der Sozialismus der UDSSR gebracht hat, haben wir ja mitterlebt....

    Ich denke das ist alles keine "Sytemsache" sondern die Einstellung eines jeden einzelnen und die Freiheit die ihm der Staat lässt!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Die FDP argumentiert ja wenn dem Reichen mehr bliebe könnte er mehr investieren,so das es dem Staat (Allgemeinheit) noch besser ginge.

    Das ist ja ein Argument der Alltagspolitik - gerade jetzt, wo dem Bürgera lles Mögliche "abgegolten" werden soll : Das Geld der unteren E inkommensschichten fliesst sofort in den Konsum des Alltages und der kleinen Güter - mit dem entsprechenden Soforteffekt..


    An die Langzeitinvestritionen denken - - - -andere - -

  • Das ist eine unbewiesene und wohl auch unbeweisbare Behauptung.

    Das ist lediglich eine vereinfachte Äußerung, die aber weder falsch, noch unbewiesen noch unbeweisbar ist. In Deutschland heult man gerade wieder besonders laut rum, wegen des angeblichen Fachkräftemangels und schielt gleichzeitig auf Einwanderung eben solcher Fachkräfte. Natürlich gehts da nicht um das Vorhandensein von fachlichen Kompetenzen, sondern darum, sie möglichst billig zu entlohnen. Die deutsche Fachkraft ist dem deutschen Unternehmer einfach zu anspruchsvoll. Die deutsche Fachkraft muss sich also in Konkurrenz zur migrantischen stellen oder sie geht ins Sozialsystem. Das Resultat geht in beiden Fällen weiter Richtung Armut. In unserem Land natürlich immer relativ gemessen am vorhandenen Reichtum.


    Der ausschlaggebende Unterschied ist, dass es fast beliebig viele Arbeiter gibt, aber sehr wenige Kapitalisten (bzw. auch dazu Fähige).

    Theoretisch gibt es beliebig viele Arbeiter, aber so konnte man sich noch leisten zu denken, als man die Arbeitsteilung immer mehr perfektionierte. Inzwischen ist das ja rückläufig und jeder Arbeiter hat beinnahe Universalgenie zu sein. Damit meinte man, die elendigen Jobs narrativ aufwerten und attraktiver machen zu können. Dem Kapitalisten auf Augenhöhe gegenüber steht nicht der einzelne atomisierte Arbeiter, sondern das Arbeiterkollektiv. Dessen war man sich immer bewusst und hat versucht die Arbeiterschaft zu spalten wo es nur geht. In Deutschland steht sie noch vergleichsweise gut da, aber in anderen Ländern ist sie vielfach zerschlagen. Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften sind sich spinnefeind.


    Zudem kann auch nicht jeder Kapitalist werden, ihre Zahl muss begrenzt bleiben, weil denen ja sonst die Arbeiter fehlen. Aufstieg durch Bildung, so wie FPD Lindner ständig davon redet, ist einfach Quatsch. Er selbst will ja die Weiterbildungen im Sozialstaat kürzen. Man kann sich fragen warum. Hält er Weiterbildung nun doch für sinnlos, oder gar für zu effizient, dass die Betreffenden sich nun selbständig machen und so den Unternehmen als billige Arbeitskräfte fehlen ?



    Ich könnte jetzt ein Modell der Expropriierten den Schneider in der Fabrik mit einer Hose pro Woche und den Schuster in der anderen Fabrik mit einem Paar Schuhe pro Woche - - die deren Wertschöpfung, den einbehaltenen Mehrwert und die Kaufkraft der beiden darstellen - die Kosten des Produktionsmittels einmal weglassend - -


    - -und de einbehaltenen Mehrwert der Kapitalisten darstellen - - von dem der Kapitalist ja nicht abbeißen kann - - sondern Kapaunen beim Bauern und Sekt bei der Sektkellerei für sein Luxusgabelfrühstück einkauft - - -

    Das ist ein fiktives Beispiel, was nichts mit unserer Realität zu tun hat. Das war vielleicht mal vor Jahrhunderten so, aber nicht bei uns, wo Werte sich auf Bankkonten befinden. Die Grundlage unserer Realwirtschaft ist die Finanzindustrie. Da ist natürlich ein Riesenluftschloss, dass irgendwann zusammenbrechen wird und es gab ja auch schon viele Vorbeben. Dass die Bibel damit den Untergang Babylons meint, halte ich nicht für ausgeschlossen.



    Die Reichen, das sind immer die Anderen :-)

    So einfach mache ich mir das sicher nicht. Man muss das alles immer in Relation setzen.

    International gesehen steht Deutschland auch an der Spitze, aber auch da muss man genauer hinschauen. Marx wiederum sagte ja schon, dass Nationalreichtum identisch mit Volkselend ist (Kapital Band I, Kapitel 25). Auch das muss in Relation setzen. Wie Reichtum, Vermögen und Grundbesitze in Deutschland verteilt sind, darüber gibt es ja Statistiken. Die Leute, die die Ungleichheit leugnen, sind komischerweise die gleichen, die sagen, es sei doch richtig so.

  • GEh bitte, sieh' einmal die Sache mit einigen historischen Fakten ! - Aus der uns noch halbwegs lebensnah stehenden <Vergangenheit - -


    Die ertsen deutschen STA - in Vohwinkel - waren -n un sagen wir - in Austerity lebende selbstständige Weber - meine Vorfahren mit dem eigenen Webstuhl inm Wohnziommer. Auf das enstehende Idustieproletariat blickzte man verachtend - und neidvoll ! (Virchows Sozialgesetze !) - herab. Daann ararangierte man sich - einer meiner Urgrossväter stellte von Produktion - auf Programmierung ( ! ) um, indem er die künstlerischen Enttwürfe in Lochkartenstreifen für die Industriewebstühle verwandelte - -und so eigentlich Kapitalistenknecht der Solinger Fabriksherren wurde - - (andere haben nur gejammert uind protestiert und Raktionäres gepredigt und staatliche Regelungen und Subvetionen verlangt - - rioinr Verhsltensweise,welche wir bis heute kennen - - - - )


    Mein MOoell vom Schusster und Schneider ist jenes, welches Karl Marx vor Augen hatte - - - wer beruft sich denn heute noch auf den Marxismus in der Wirtschaft ?


    Du lässt Dir, habe ich gehört - Deine Hemden von der Hemdennäherin ums Eck machen - die kosten pro Stück dann so viel, wie ein MAssanzug - Dreiteiler - aus Bangladesh - - - Deine Näherin muss nämlich auch die Sozialabgaben und die Lokalmite stemmen - -


    Der "Kapitalist" , welcher meines Vaters - meine - Firrma gekauft hat war simpel "vom Fach" und hatte eine Geschfätsidee, nämlich schrottreife Produktrionsautomaten zu erwerben - und zu reaktivieren, dies in seiner eigenen Handarbit auch nächtens, u die sio mit neuen, modernen Lagern und neuen, der jetzigen Technologie entsprechenden Schneidestählen Bestückten . mit doppleter Geschwinigkeit / doppelter STückzahl zu betreiben - - No, Kapital von der "Bösen Bank" - und Idee und Fleiss und er konnte vom Investitionskapital und derssen kKalkulatorischer Berücksoichtigung her billigst produzieren - - was ihm ja niemand nachgemacht hat !


    "Werte auf Bankkonten" - no na, no net - - Die finazieren Dir dann die Produktionsmittel, auch die Wandfarbe ür Dedien Start - Up - Kaffeelädchen - -

    Die Kredite musst dann du - und Deinevon dir bedienten Gäste ! - -zurückzahlen - - (Ja, ausser Du bekommst von Staat / Stadt was an Förderung - dann zahke ich mit - - )

  • Daann ararangierte man sich - einer meiner Urgrossväter stellte von Produktion - auf Programmierung ( ! ) um, indem er die künstlerischen Enttwürfe in Lochkartenstreifen für die Industriewebstühle verwandelte - -und so eigentlich Kapitalistenknecht der Solinger Fabriksherren wurde - -

    Wer selbst aus der Technik und Produktion kommt hat diese Werte, wie Fleiß, Fantasie, Verbesserung und Effektivität ganz anders verinnerlicht als zub. Beamte, Lehrer, Juristen oder andere Leute des "großen Wortes".....

    Leider sind diese mittlerweile diejenigen, die die Richtlinien der Politik,Theologie und Bildung beeinflussen....

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Natürlich gehts da nicht um das Vorhandensein von fachlichen Kompetenzen,

    Nein, Du irrst, es geht um die fachlichen Kompetenzen. Eher noch um die menschlichen Kompetenzen: Verantwortungsbewusstsein, Interesse an Lösungsfindung, Kooperationsfähigkeit, Einsatzwille etc.


    Die deutsche Fachkraft ist dem deutschen Unternehmer einfach zu anspruchsvoll. Die deutsche Fachkraft muss sich also in Konkurrenz zur migrantischen stellen oder sie geht ins Sozialsystem.

    Sorry, das ist "linkes Geschwätz", hat mit der Realität - vor allem in Klein- und Mittelbetrieben wenig bis nichts zu tun. Die "deutsche Fachkraft" git es oft nicht, denn die Leute haben Abitur gemacht und irgendetwas überlaufenes (wenig nützliches) studiert, statt eine Ausbildung zu einem Beruf zu machen.

    Es mag Ausnahmen geben, aber vor allem im Bereich der Klein- und Mittelbtriebe ist es keine Frage der individuellen Lohnforderungen, sondern der Verfügbarkeit einsatzbereiter, leistungsfähiger und -williger Fachkräfte (egal welcher Herkunft).


    Zudem kann auch nicht jeder Kapitalist werden, ihre Zahl muss begrenzt bleiben, weil denen ja sonst die Arbeiter fehlen. Aufstieg durch Bildung, so wie FPD Lindner ständig davon redet, ist einfach Quatsch.

    Auch das ist nur Phrasendreschen. Erstens stimmt es schon alleine deshalb nicht, weil um "Kapitalist" zu werden muss man Kapital "aufstellen" - aber statt zu sparen wird heute meist alles verprasst. Und Kredite werden überwiegend nicht aufgenommen um z.B. ein Kleinunternehmen zu finanzieren, sondern um ein Konsumgut zu kaufen oder den Urlaub zu finanzieren. Und wenn dann jemand gespart hat und Kapital aufgebaut (oder wenn es seine Eltern gemacht haben und er hat geerbt) dann schreit man nach Erbschafts- und Kapitalsteuern, um die "Ungerechtigkeit" zu beseitigen, dass da jemand (oder seine Vorfahren) hart gearbeitet und gespart hat, statt alles zu verkonsumieren.


    Und die Bildung ist genau eine gute Parallele - zur Zeit meiner Großeltern (ungelernte Arbeiter) war es Priorität Nummer 1 dass die Kinder eine gute Bildung erhalten. Das war die Aufgabe des Elternhauses - nicht ausgelagert an die Schule, die war nur das "Werkzeug". Auch in der Generation meiner Eltern war das noch weit verbreitet. Es gab kein "Lehrerbashing", auch kein "Systembashing", sondern die Kinder hatten etwas zu leisten und wenn sie versagten war nicht das Schulsystem schuld, sondern die Kinder selbst. Und wer nicht fähig war zu "höherer Bildung" hat eben eine andere Ausbildung gesucht. heute braucht jeder Abitur, und wenn er unfähig ist, dann ist der Lehrer schuld oder die Schule oder der Staat.

    Heute wird geduldet, das Lehrer bedroht werden und jeder der nicht lernen will wird irgendwie "durchgeschleust".


    Ich sehe daher den "Quatsch" weniger bei Herrn Lindner.

  • Zum Fachkräftemangel: Ich denke es kommt auch immer mehr der demografische Wandel zum tragen. Was vor 20 Jahren schon thematisierte wurde, wird jetzt allmählich Wirklichkeit.

    Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!

  • Daann ararangierte man sich - einer meiner Urgrossväter stellte von Produktion - auf Programmierung ( ! ) um, indem er die künstlerischen Enttwürfe in Lochkartenstreifen für die Industriewebstühle verwandelte - -und so eigentlich Kapitalistenknecht der Solinger Fabriksherren wurde - -

    Wer selbst aus der Technik und Produktion kommt hat diese Werte, wie Fleiß, Fantasie, Verbesserung und Effektivität ganz anders verinnerlicht als zub. Beamte, Lehrer, Juristen oder andere Leute des "großen Wortes".....

    Leider sind diese mittlerweile diejenigen, die die Richtlinien der Politik,Theologie und Bildung beeinflussen....

    Beispiel : DIe Stadt Wien lud den "Rechnungshof" (Bundesbeamte !) mit seinen Beamten ( sic ! ) ein, eines ihrer Grosskrankenhäuser zu überprüfen, diese statt des stadteigenen "Kontrollamtes". Etwa zeitgleich stocherten zwei spitznäsige, nickelbebrillet Soziologen mit Förderung irgendeiner linken Stiftung in diesem Bereich herum.


    Der Ärztliche Direktor lud mich ein, mich mit diesen Bundesbeamten zu unterhalten, es würde mich sicher interessieren - -



    So, die Bundesbeamten Beamten fanden in einer Woche das an Absurditäten, Fehllplanungen, Falschinvestitionen, Fehlabläufen , Leerläufen - - - - heraus - - wozu die beiden Soziologen ein halbes Jahr brauchten. Dafür ist heute einer von ihnen Universitätsprofessor . Welche Tendenzen diese vorgaben, diente dann den "Reformen" als Grundlage - Soziologen sind halt die Kokmpetenteren für die Politik - -

  • heute braucht jeder Abitur, und wenn er unfähig ist, dann ist der Lehrer schuld oder die Schule oder der Staat.

    Nein, Du irrst, es geht um die fachlichen Kompetenzen. Eher noch um die menschlichen Kompetenzen: Verantwortungsbewusstsein, Interesse an Lösungsfindung, Kooperationsfähigkeit, Einsatzwille etc.


    Heute wird geduldet, das Lehrer bedroht werden und jeder der nicht lernen will wird irgendwie "durchgeschleust".

    Der reaktionäre Hofrat Franz Grillparzer (1792 - 1872), Hofdichter ( auch der Republik) in "Ein Bruderzwist in Habsburg" (1872) . .


    "- - weil alles gleich - -

    - - -ei, gleicher noch als gleich, weil alles niedrig - "


    ist somit Prophet einer gesellschaftlichen und auch bildungsmässigen Entwicklung.


    (Ein alles besserwissender Schulmann, populärer Kolumnist in Tageszeitungen, beklagt bitter, dass bei der Abiturprüfung bundesweit xx% durchgefallen sind: Nun, das habe Prüfungen halt so an sich , Herr Oberstudienrat , im ganzen Leben! Und wie sind die Durchgefallenen überhaupt bis "Abitur" gekommen ? Mit wie vielen Einsprüchen der Eltern ( ! ) wegen Formfehler der Unterrichtenden / Prüfenden / Beurteilenden in der ganzen Oberstufenzeit ihrer Sprösslinge ???)


    Und lasse Dir einmal etwas erzählen von denen, welche Lehrlinge suchen, wenn da zuallererst dei Freizeitforderungen von dem Youngster samt der begeltenden Mutter vorgetragen werden - - - wenn dann diese - lässt man den Sprössling dieser, heftig bittend, als Freiwilligen bei einer Firmen - Fortbildung an einem Samstag teilnehmen - - - die Arbeiterkammer aufmarschieren lässt . "Samstag - Überstunden für einen Lehrling !!! VERBOTEN ! PÖNALE !!

  • Du lässt Dir, habe ich gehört - Deine Hemden von der Hemdennäherin ums Eck machen - die kosten pro Stück dann so viel, wie ein MAssanzug - Dreiteiler - aus Bangladesh - - - Deine Näherin muss nämlich auch die Sozialabgaben und die Lokalmite stemmen - -

    Da hast du falsch gehört oder man hat dir was falsches erzählt.



    Nein, Du irrst, es geht um die fachlichen Kompetenzen. Eher noch um die menschlichen Kompetenzen: Verantwortungsbewusstsein, Interesse an Lösungsfindung, Kooperationsfähigkeit, Einsatzwille etc.

    Nein es geht nicht um die fachlichen Kompetenzen, als würden sie den wesentlichen Unterschied ausmachen. Natürlich sind diese Voraussetzung, das schrieb ich dann ja auch weiter bezüglich Rückläufigkeit der Arbeitsteilung und übertriebene Anforderungen wie an Universalgenies. Wenn die Deutschen das schon nicht erfüllen, wir mit unseren hohen Standards, die wir über alles stellen, wie dann die, aus südlichen und östlichen Ländern ? Wohlgemerkt, nicht ich behaupte, dass die nichts drauf haben, das ist nicht mein Argument, sondern die deutschen Arbeigeberverbänder sind sich da einig und üben mit dieser Ansicht Einfluss auf die Sozialpolitik, dass die Jobcenter Menschen mit migrantischer Herkunft, gleich welchen Bildungshintergrund sie haben, sinnlose Maßnahmen aufdrängen. Ich hab es selber vor über 10 Jahren erlebt, dass eine gelernte Programmiererin aus dem Irak oder Iran, zusammen mit mit in diesen EDV Anfängerkurs gesteckt wurde, wo man erst mal lernt, wie man eine Maus bedient usw. Dort habe ich immerhin MS Office ein wenig gelernt, war nicht so schlecht, aber nachhaltig völlig nutzlos weil man danach nichts in der Hand hat. Die Dame aus dem fernen Osten allerdings kannte das alles schon. Einzig ihre Deutschkenntnisse ließen noch etwas zu wünschen übrig. So geht man in Deutschland also mit Fachkräften aus dem Ausland um. Nein, man wollte nicht, dass die Dame in Deutschland programmiert, man wollte, dass sie Regale einräumt oder sich ans Fließband stellt. Ähnliche Geschichte habe ich auch davor schon gehört und wollte es nicht glauben.


    Die "deutsche Fachkraft" git es oft nicht, denn die Leute haben Abitur gemacht und irgendetwas überlaufenes (wenig nützliches) studiert, statt eine Ausbildung zu einem Beruf zu machen.

    Es mag Ausnahmen geben, aber vor allem im Bereich der Klein- und Mittelbtriebe ist es keine Frage der individuellen Lohnforderungen, sondern der Verfügbarkeit einsatzbereiter, leistungsfähiger und -williger Fachkräfte (egal welcher Herkunft).

    Jetzt mal angenommen, das stimmt alles, was du sagst. Die Wahrheit liegt ja auch irgendwo dazwischen. Das eine wie das andere gibt es alles. Also mal angenommen das stimmt, dann halte ich es für moralisch verwerflich, die Fachkräfte aus dem Ausland abzuwerben. Die fehlen ja dann dort.

    Erstens stimmt es schon alleine deshalb nicht, weil um "Kapitalist" zu werden muss man Kapital "aufstellen" - aber statt zu sparen wird heute meist alles verprasst.

    Wer soll denn was sparen bitte ? Der Lohnarbeiter ? Um sich selbständig zu machen ? Lächerlich. Das gelingt vielleicht in Ausnahmefällen mit privater Rückendeckung, aber niemand schafft das einfach so aus dem Stegreif.

    Und Kredite werden überwiegend nicht aufgenommen um z.B. ein Kleinunternehmen zu finanzieren, sondern um ein Konsumgut zu kaufen oder den Urlaub zu finanzieren.

    Was auch verständlich ist bei dem ganzen bürokratischen Wust der auf einen zukommen würde und der ganzen Konkurrenz die schon den Markt beherrscht. Ich hab ja ganz gern Höhle der Löwen geschaut und fand die meisten Auftritte dort einfach nur jämmerlich.



    Und wenn dann jemand gespart hat und Kapital aufgebaut (oder wenn es seine Eltern gemacht haben und er hat geerbt) dann schreit man nach Erbschafts- und Kapitalsteuern, um die "Ungerechtigkeit" zu beseitigen, dass da jemand (oder seine Vorfahren) hart gearbeitet und gespart hat, statt alles zu verkonsumieren.

    Vielleicht hab ich den Faden verloren, aber ich verstehe gerade dein Argument nicht. Konsum ist innerhalb dieses Wirtschaftssystem nie verplempertes Geld, sondern auf die ein oder andere Weise eine Art Investition. Computerspiele zocken wird ja auch verunglimpft während aber die Programmierung der selben als stramme Leistung gewürdigt wird.


    Und die Bildung ist genau eine gute Parallele - zur Zeit meiner Großeltern (ungelernte Arbeiter) war es Priorität Nummer 1 dass die Kinder eine gute Bildung erhalten. Das war die Aufgabe des Elternhauses - nicht ausgelagert an die Schule, die war nur das "Werkzeug". Auch in der Generation meiner Eltern war das noch weit verbreitet. Es gab kein "Lehrerbashing", auch kein "Systembashing", sondern die Kinder hatten etwas zu leisten und wenn sie versagten war nicht das Schulsystem schuld, sondern die Kinder selbst. Und wer nicht fähig war zu "höherer Bildung" hat eben eine andere Ausbildung gesucht. heute braucht jeder Abitur, und wenn er unfähig ist, dann ist der Lehrer schuld oder die Schule oder der Staat.

    Heute wird geduldet, das Lehrer bedroht werden und jeder der nicht lernen will wird irgendwie "durchgeschleust".

    Vor Jahrzehnten waren die Verhältnisse bei uns auch noch andere. Der Ruf nach Bildung ist in sofern nicht verkehrt, wenn man das Gesamtniveau der Bevölkerung betrachtet, aber als Geheimtipp an Einzelne, sich dadurch ein Besseres Leben zu ermöglichen ist natürlich widersinnig, wenn dieser Geheimtipp für alle und jeden zu gelten hat. Ein bestimmtes Bildungsniveau kann man als systemrelevant sehen, aber über den persönlichen Wohlstand der breiten Masse sagt das noch nichts aus.


    Und auf diesem Niveau etwa ist Herr Lindner. Er meint, dass man jeden unterbezahlten Pfleger einfach zum Stationsleiter oder Klinikchef ausbilden könnte. Es braucht nun mal einen Haufen Leute der die Drecksarbeit erledigt und es wäre fatal, wenn alle aufsteigen würden und das keiner mehr macht. Achso, dann holt man sich einfach Kriegsflüchtlinge dazu heran.

  • Ad 1. : Satiren, welche der Zensor versteht, gehören verboten. (Karl Kraus) Und wenn der Addressierte sie nicht versteht - so ist das seine Sache !



    Ad 2. : Da liegt Herr Lindner ganz einfach - völlig falsch ! Da habe ich meine Erfahrungen mit gutgemeinten Förderungen von "Karrieren" in allen möglichen Bereichen - - es gibt mehr von Haus aus Unfähige für Leiterpositionen) - - im Krankenhaus, in der Wirtschaft - - -, in der "Gemeinde" - - etwa mit hochfähigen Stationsgehilfinnen, w elche, häten sie die entsprechenden, heutzutage geforderten Zusatzqulifiaktioen, durchaus Oberschwester oder Direktorin des Pflegedienstes sein könnten (solche gibt es, aber sehr selten !!) ( ja - Repekt ! - einige machen dann den "Zweiten Bildungsweg" im fortgeschritteneren Alter !) - zum Stationsdienst fähige Ärzte, als OA völlig ungeeignet (was, der soll tauglich zum "Klinichefposten" sein ?) Von zu Betriebsleitern aufgestiegene Hilfsarbeiter - und in irgend einer Planung völlig Versagende mit schönne Grossbuchstaben hinter den Namen - -



    Ad 3. : Der "Konsumverzicht" ist nun einmal schicht- , aber eben nicht einkommensspezifisch. Wer etwa aller, dem man am leibsten für eien warme Mahlzeit etwas Geld in die Hand gedrückt hätte, lief da nicht schon in den Siebzigerjahren mit Videaoutfit in Kroatien herum - - - die Stapeln an Videos solltest Du dann in den geförderten Sozialwohnungen im Wanddverbau sehen - - dort die Billigst - Braunelektronik überwuchernd - - -



    "Der seinem Dienst an der Gemeinde" ergebene Diakon, allsets beliebt, treu sorgend, Probleme gelöst habend, ist leider dann nicht der Gemeindeälteste mit den Qualifikatione des Leitens - - des Vorsitzes in einem Gemeindeauschuss - - -

  • Ad 2. : Da liegt Herr Lindner ganz einfach - völlig falsch !

    Lindner benutzt gar nicht solche Beispiele. Er hält sich da bei seinem Vorstellungen sehr bedeckt und benutzt das Schlagwort Bildung quasi nur für seinen Wahlkampf. Bildung klingt natürlich gut, ist auch wichtig, aber es ist nicht die Lösung für das Problem wie es sich stellt. Das Beispiel mit der Pflegekraft hab ich selber nur überspitzt dargestellt, um zu zeigen, worauf Lindners Populismus hinaus laufen würde. Das weiß er selber auch ganz genau. Er ist lediglich ein in Rhetorik und Manipulation geschulter Sophist.

  • Bevor wir uns jetzt hier in einer Armut-Reichtums-Diskussion verlieren,

    möchte ich noch mal ein Lob auf die Faulheit loswerden:


    Wie ginge es mir heute,

    wenn meine Vorfahren nicht zu faul geworden wären, mühsam irgendwelche Getreidekörner zu sammeln,

    wenn sie nicht irgendwann zu faul geworden wären, alles selbst zu tragen,

    wenn sie nicht zu faul zum Wasserholen geworden wären,

    wenn sie nicht zu faul zum Wäschewaschen geworden wären,

    wenn sie nicht lieber den Müßiggang gepflegt und nachgedacht hätten ...


    und wenn sie alle statt dessen ameisenfleißig alles wie immer erledigt hätten?

  • , Das Beispiel mit der Pflegekraft hab ich selber nur überspitzt dargestellt, um zu zeigen, worauf Lindners Populismus hinaus laufen würde. Das weiß er selber auch ganz genau. Er ist lediglich ein in Rhetorik und Manipulation geschulter Sophist.

    Gut, also LIndners Populismus - -


    Nur kenne wir hier in Oestereich dies schon seit den Siebzigerjahren, seit Bundeskanzler Kreisky : "Matura" - (Abitur) für alle !! - - UInd wir sehen die Folgen mit Massenanstürmen auf die als leichter angesehenen Modefächer dann der Universitäten - - und dann die arbeitslosen Absolventen - -


    Aber vordem musste zunächst einmal das Mittelschulniveau diesen Forderungen angepasst werden - -

  • - - - - und ein in der Presse Kolumnen schreibender "Schulmann" vergibt ein "Nicht genügend" in diesen der bundesweiten Schulverwaltung, weil xx oestererichweit bei der schriftlichen Matura "durchgefallen" seien - -


    Nun, das haben Prüfungen ein Leben lang so an sich - dass jemand eben NICHT besteht ! Und es erhebt sich die Frage, wieso diese xx überhaupt bis zur Matura kamen ? - Ehedem begann eine Sichtung schon in der fünften Mittelschulklasse - - un da konnte man ziemlich verlustarm den Ausbildungsweg wechseln - -