• Für Nachbarstaaten wirkt die Lage spiegelverkehrt: Russlands eigene Kriege (Georgien 2008; Annexion der Krim 2014; Vollinvasion der Ukraine seit 24.02.2022) sind für sie der Hauptgrund, sich durch Russland bedroht zu fühlen und die NATO-Ostflanke zu stärken.

    Das kann man meiner Meinung nach der NATO nicht vorwerfen!

    – während viele westliche Analysen die russische Bedrohungsdarstellung als überzogen bzw. vorgeschoben bewerten.

    Das furchtbare Wort von der "Kriegstüchtigkeit" – seither sprach man in der BRD jahrzehntelang ja immer von der "Verteidigungsfähigkeit" der Bundeswehr – brachte die Behauptung hervor, dass Russland spätestens 2029 die Fähigkeit erlangt habe, ein NATO-Land (vermutlich im Baltikum) anzugreifen! Deshalb müsse nun um Teufel komm raus aufgerüstet werden! Obwohl bereits ganz objektiv die militärische Überlegenheit der NATO und der USA gegenüber Russland schon enorm ist.

    1994 – Budapest-Memorandum: Ukraine gibt die sowjetischen Atomwaffen ab; Russland, USA, UK geben Sicherheitszusagen bzgl. Souveränität und Grenzen. Security Council Report+1

    Im Nachhinein betrachtet, war dies der schlimmste geostrategische Fehler der Ukraine! Aber damals glaubte man halt noch dem Wort von Putin! 1994 war Boris Jelzin das Staatsoberhaupt von Russland. Er war von 1991 bis 1999 der erste Präsident Russlands.

    1997 – NATO-Russland-Grundakte: Kooperation ja; keine „permanente Stationierung substantieller Kampftruppen“ im „aktuellen und absehbaren“ Sicherheitsumfeld –

    Nach einem hoffentlich bald kommenden Friedensvertrag zwischen Russland und der Ukraine, der diesen nun schon bald 4 Jahre grausamen "Abnützungskrieg" (den keine Seite tatsächlich gewinnen kann!) hoffentlich endlich beenden wird, sollte diese NATO-Russland-Grundakte wiederbelebt werden! Im Sinne von Gorbatschows Wort vom „gemeinsamen Haus Europa”!

    2002 – USA steigen aus dem ABM-Vertrag aus → russische Sorge um strategisches Gleichgewicht. The American Presidency Project+1

    Sehr bedauerlich! Gerade diese Abrüstungsverträge (wo man auch die Atommacht China 🇨🇳 miteinbeziehen sollte!) sollten nach dem Ende des Russland-Ukraine-Krieges unbedingt wieder aufgenommen werden, mit der Vorgabe (einer kurzfristigen und einer langfristigen Komponente!) und Zielsetzung:

    1. Reduzierung der Atomwaffen um die Hälfte
    2. Komplette Abschaffung aller Atomwaffen

    2019 – INF-Vertrag kollabiert (US-Austritt wegen russischer Verstöße)

    Vertrag zur Beseitigung der Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite. Dieser sollte unverzüglich wieder aufgenommen werden, damit neue US-Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden verhindert werden und die Aufrüstungsspirale endlich gestoppt werden kann!

    Feb 2022 – Vollinvasion der Ukraine; Folge: massiver NATO-Aufwuchs an der Ostflanke, Beitritt Finnlands (04. Apr 2023) und Schwedens (07. Mär 2024).

    Dass die seit Jahrzehnten einer Neutralität huldigenden skandinavischen Staaten Finnland 🇫🇮 und Schweden 🇸🇪 der NATO beitreten, damit hatte Putler (Kombi von Putin + Hitler) nicht gerechnet! Der Wladimir wollte doch immer eine Osterweiterung der NATO verhindern, durch seinen Ukraine-Krieg hat er sie nun erst recht bekommen!

    Aus Sicht der Nachbarn entsteht das Gegenteil: Gerade Russlands Kriege (2008, 2014, 2022) erzeugen das Sicherheitsbedürfnis und treiben sie in die NATO.

    So war es in der Tat mit Schweden und Finnland!

    Putin ... sein sicher längst gehegte Traum von einem durch ihn regierten Grossrussland, inkl. Ukraine ... Er bildet sich ein, die Ukraine, Belarus und Russland seien eine "Dreieinigkeit" gehörten zusammen. Deshalb hat er die Ukraine nie als eigenständigen Staat akzeptiert.

    Schlimmer russischer Größenwahn, der ausgerechnet auch noch durch die Russisch-Orthodoxe Kirche angestachelt wurde!

  • ist ein Punkt, der alles überragt: Russland hat einen Krieg vom Zaun gebrochen, ohne angegriffen oder auch nur bedroht worden zu sein

    Was ich an dieser Argumentation nicht verstehe, das ist doch die Tatsache, dass sich Russland sehr wohl bedroht gefühlt hat und das auch früh genug gesagt hat. Was uns dieser Hochmut des Westens kostet, vor dem Helmut Schmidt schon deutlich in einem seiner Bücher gewarnt hat...hab ich zufällig gelesen....ist doch unglaublich.Klar kann man sagen, es darf nicht sein, aber auch die Russen hätte man mit Diplomatie doch gar nicht erst so weit "reizen" müssen? Kein Streit, kein Krieg, nichts ist einseitig und was du hier schreibst ist ja polemisch

    Und wer das umdeutet ist ein Revisionist, wie die Leute, die die Untaten der Nationalsozialisten leugnen.

    Ereignisse ohne Entstehungsgeschichte zu betrachten, ist doch auch eine Umschreibung des Geschehens.

    So wie ich es mitbekommen habe, haben die Russen immer vorher gesagt, was sie als nächstes Tun werden....jedenfalls erinnere ich keine Lüge?So wie die Lügen, die die Amerikaner z.B. benutzt haben, um im Irak einzufallen.

    Es geht ja auch gar nicht darum, dass man irgendeinen Krieg rechtfertigt, aber mich stört, wenn auf der einen Seite so vehement überall die Hassrede gesucht und vermieden werden soll und gleichzeitig man in einer viel gefährlicheren Weltlage der geopolitischen Interessen nur das kriegsfördernde Feindbild gelten lässt.

    Wenn du mit solchen Sätzen auch noch anfängst Kritiker mundtot machen zu wollen, dann ist das schon hart am Limit.

    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

  • Was ich an dieser Argumentation nicht verstehe, das ist doch die Tatsache, dass sich Russland sehr wohl bedroht gefühlt hat und das auch früh genug gesagt hat.

    Gesagt wurde kremlseits schon, dass man sich bei einem etwaigen Beitritt der Ukraine bedroht fühlen würde. Doch warum begründete Putin den kriegerischen Einmarsch (Spezialoperation) in die Ukraine damit, die Regierung entnazifizieren zu wollen?

    Das was dann folgte und bis heute andauert zeigt doch klar, dass Putin sicher gehen wollte, die Ukraine einnehmen zu können, was bei einem Beitritt der Ukraine zur NATO verunmöglicht worden wäre.

    Putin rechnete ja mit einem Sieg in wenigen Tagen, was seine Worte, bezüglich angeblicher Bedrohung bei allfälligem NATO-Beitritt der Ukraine als erfundene Lüge erkennen lässt.

  • dass sich Russland sehr wohl bedroht gefühlt hat und das auch früh genug gesagt hat.

    Und dieses subjektive "Gefühl" rechtfertigt einen Krieg? Wenn ich meine jemand bedroht mich, dann erschieße ich ihn? Weil sich Herr Putin und seine Generäle bedroht "gefühlt" haben gibt es ca. 1 Mio. russischer Getöteter oder schwer Verletzter Männer (und da sin der demographischen Situation Russlands!)? Dazu noch ca. halb soviele Männer in der Ukraine (Soldaten) plus ungezählte Gefolterte, Ermordete (Zivilisten)?

    Alles wegen eines "gefühlt"?

    Russland hat sich nicht bedroht gefühlt, sondern hat sich aufgemacht seine Hegemonialansprüche umzusetzen.

    Ereignisse ohne Entstehungsgeschichte zu betrachten, ist doch auch eine Umschreibung des Geschehens.

    Ich kenne die Entstehungsgeschichte - nicht zuletzt aufgrund persönlicher Erfahrungen mit russischen Ukrainern in meinem Berufsleben. Abgesehen davon, das ich die Situation hinter dem "eisernen Vorhang" auch aus eigenem Erleben kenne.

    So wie ich es mitbekommen habe, haben die Russen immer vorher gesagt, was sie als nächstes Tun werden...

    Stimmt doch auch einfach nicht, sie sprachen von einem Manöver und sind dann in der Ukraine einmarschiert - vorher haben sie mit undeklarierten Soldaten die Krim überfallen etc.


    Ich denke es gibt Situationen, wo man den Aggressor klar erkennen und benennen muss, jede "Begründung" ist indirekt eine Rechtfertigung für eine inakzeptable Vorgangsweise.

    Liebe Grüße, Heimo

  • Stimmt doch auch einfach nicht, sie sprachen von einem Manöver und sind dann in der Ukraine einmarschiert - vorher haben sie mit undeklarierten Soldaten die Krim überfallen etc.

    Verdeckte Kriegsbeteiligung ist auch "gelogen", das Ganze ist sowieso ein Desaster, da sind wir uns ja einig.

    Wenn alles so ist, wie du es sagst, dann ist es aber auch noch unverständlicher, dass man sich so viel Zeit lässt und den Ukainern dann offensichtlich nur die Aufgabe des Hinhaltens zuteilt. Hast du keine grundsätzlich kritische Haltung gegenüber dem Wahn zu glauben, dass man militärisch eine Lösung bekommt ohne dass alles eskaliert. Was hätten sich die Altpolitiker angestrengt, um eine diplomatische Lösung zu finden.Da bin ich sehr sicher.

    Putin rechnete ja mit einem Sieg in wenigen Tagen,

    Eine Einigung, nehme ich an. Wer so in ein Land schleicht, so lahm, obwohl er ganz anders könnte, das sieht man jetzt auch, der will doch nicht militärisch erreichen, was ihm vorschwebt....

    Im Grunde geht es mir darum bei diesen ganzen Entwicklungen trotzdem grundsätzlich zuzuhören, wenn auch verschiedene Sichtweisen eben nicht immer richtig sind, weder hier noch dort, es wird laufend um Wahrheit gerungen, wenn Journalismus nicht mehr "nur informiert".

    Ich denke es gibt Situationen, wo man den Aggressor klar erkennen und benennen muss, jede "Begründung" ist indirekt eine Rechtfertigung für eine inakzeptable Vorgangsweise.

    Ja, aber wenn du so denkst, wie kannst du dann den Amerikanern so neutral gegenüber sein?Das müsste dann ja für alle gelten.

    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

  • Eine Einigung, nehme ich an. Wer so in ein Land schleicht, so lahm, obwohl er ganz anders könnte, das sieht man jetzt auch, der will doch nicht militärisch erreichen, was ihm vorschwebt....

    Liebe Pfingstrosen! Was schreibst Du da für einen hanebüchenen Unsinn! „Wer so in ein Land schleicht, so lahm, ...” – Putler ist mit voller Aggressivität und brutal (siehe die Grausamkeiten von Butscha ----> https://www.google.com/url?sa=t&sourc…3YBa3usTIBFVd64) in die Ukraine einmarschiert und hat das ganze Land und die ukrainische Hauptstadt Kiew unter dauerendem Raketen-Beschuss genommen! Das war weder "lahm" noch "hineingeschlichen"!!!

  • Liebe Pfingstrosen! Was schreibst Du da für einen hanebüchenen Unsinn!

    Das klingt jetzt vielleicht so für dich, aber damit habe ich meine Eindrücke beschrieben, als ich die Aufnahmen sah.

    Russland startete einen Angriff auf mehreren Fronten gleichzeitig ,ohne ausreichende Nachschublinien.

    Es gabTreibstoffmangel bei Panzern im Norden.Offensichtlich waren die Luftwaffe und Bodentruppen gar nicht gut koordiniert.Dann gab es da den Konvoi vor Kiew, der tagelang fest steckte, der mir auch den Eindruck von "Langsamkeit" gab.Da blieben die Fahrzeuge liegen und die Straße war vielleicht überlastet und die ukrainischen Drohnen und Artellerie schoss ohne Probleme die Russen ab. So agiert doch niemand, der ein Großrussenreich im Kopf hat.Ohne Benzin, Munition und Ersatzteile kann keine Armee schnell vorrücken. Das hat für mich mehr nach " Es reicht , ich kann auch anders" ausgesehen. Wie auch immer.

    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

  • Spannend ist ja: Von in der Blase lebenden Menschen wie mir siehst du unter der Rubrik: "Was schaust du gerade" kein einziges Video, warum Putin und Russland die Schuldigen sind. Aber von den Russland-Befürwortern werden immer wieder Videos gepostet.

  • Liebe Pfingstrosen! Was schreibst Du da für einen hanebüchenen Unsinn!

    Das klingt jetzt vielleicht so für dich, aber damit habe ich meine Eindrücke beschrieben, als ich die Aufnahmen sah.

    Russland startete einen Angriff auf mehreren Fronten gleichzeitig ,ohne ausreichende Nachschublinien.

    Es gabTreibstoffmangel bei Panzern im Norden.Offensichtlich waren die Luftwaffe und Bodentruppen gar nicht gut koordiniert.Dann gab es da den Konvoi vor Kiew, der tagelang fest steckte, der mir auch den Eindruck von "Langsamkeit" gab.Da blieben die Fahrzeuge liegen und die Straße war vielleicht überlastet und die ukrainischen Drohnen und Artellerie schoss ohne Probleme die Russen ab. So agiert doch niemand, der ein Großrussenreich im Kopf hat.Ohne Benzin, Munition und Ersatzteile kann keine Armee schnell vorrücken. Das hat für mich mehr nach " Es reicht , ich kann auch anders" ausgesehen. Wie auch immer.

    Wenn du erwartest, dass du von einer jubelnden Bevölkerung empfangen wirst, dann gehst du unter Umständen genau so vor.

  • Des US-Präsidenten Donald Trump's "28 Punkte–Friedensplan" zur Beendigung des Russland-Ukraine-Kriegs und für einen "Friedensvertrag" sieht u.a. vor:

    • Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland: Die Provinzen Donezk und Luhansk (beide überwiegend bewohnt durch russisch-sprachige Ukrainer) sollen an Russland abgetreten werden.
    • Die anderen von den Russen besetzte Gebiete der Provinzen Cherson und Saporischschja (die sich zu unabhängigen nur von Russland anerkannten "Volksrepubliken" ausgerufen hatten) sollen wohl entlang des Frontverlaufs ebenfalls an Russland abgetreten werden.
    • Die Armee der Ukraine wird auf eine Höchstgrenze von 600.000 Soldaten begrenzt.
    • Die Ukraine erhält keine Atomraketen.
    • Die Ukraine legt in der Verfassung fest, dass sie niemals der NATO beitreten wird.
    • Ein Beitritt der Ukraine zur EU bleibt möglich.
    • Die Halbinsel Krim bleibt russisches Staatsgebiet.
    • Die USA geben der Ukraine Sicherheitsgarantien, welche die Ukraine vor einem erneuten Angriff der Russen schützt.

    ===> Das sind eigentlich alles zu 99,9 % Forderungen die auch Russlands Präsident Wladimir Putin gestellt hat für einen Frieden. Bis Donnerstag soll der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj dem 28-Punkte-Plan der USA zustimmen, der von der Ukraine große Zugeständnisse verlangt. Selenskyj spricht von "einem der schwersten Momente" in der Landesgeschichte.

    Meiner Meinung nach kommt die Ukraine um Gebietsabtretungen nicht drum herum, wenn es endlich Frieden geben soll in diesem Krieg, der nun schon fast vier Jahre lang dauert! Was die Gebiete Cherson und Saporischschja betrifft, wäre ich dafür dass die Bevölkerung dieser beiden Provinzen in einer unter UNO und OSZE-Aufsicht stehenden Volksabstimmung darüber entscheidet, ob sie zu Russland oder zur Ukraine gehören wollen. An der Abtretung der Provinzen Donezk und Luhansk wird die Ukraine wohl nicht herumkommen, wenn es in diesem Krieg je Frieden geben sollte.

  • Meiner Meinung nach kommt die Ukraine um Gebietsabtretungen nicht drum herum, wenn es endlich Frieden geben soll in diesem Krieg, der nun schon fast vier Jahre lang dauert! Was die Gebiete Cherson und Saporischschja betrifft, wäre ich dafür dass die Bevölkerung dieser beiden Provinzen in einer unter UNO und OSZE-Aufsicht stehenden Volksabstimmung darüber entscheidet, ob sie zu Russland oder zur Ukraine gehören wollen. An der Abtretung der Provinzen Donezk und Luhansk wird die Ukraine wohl nicht herumkommen, wenn es in diesem Krieg je Frieden geben sollte.

    Ich hätte diese Abstimmungslösung auch sehr befürwortet. Aber leider kann man die Zeit nicht zurückdrehen. Mittlerweile und unter russischer Besatzung sind leider keine freien Abstimmungen mehr möglich, ganz abgesehen davon, dass die Russifizierung hier rasch voranschreitet. Es wäre auch wünschenswert gewesen, dass man den Personen, die eben für die eine oder andere Seite abstimmen dann auch die Möglichkeit haben im Fall dass die Abstimmung gegen das eigene Wahlverhalten ausgeht eine Umsiedlungsmöglichkeit geschaffen wird. Es gibt sicher im Osten der Ukraine viele Menschen, die nicht darauf stehen in einer Putindiktatur zu leben...andererseits gibt's wahrscheinlich auch Russlandfreundliche in der Ukraine, die dann dorthin ziehen können wo das System herrscht, das sie bevorzugen.

    Ich hoffe wirklich, dass dieser Friedensplan jetzt endlich greift und dass man Putin mit diesem Vorschlag aus Genf zum Frieden zwingen kann. Ich hoffe auch, dass die Sicherheitsgarantien nur Garantien bleiben.

  • Ich hoffe wirklich, dass dieser Friedensplan jetzt endlich greift und dass man Putin mit diesem Vorschlag aus Genf zum Frieden zwingen kann.

    "Die Hoffnung stirbt zuletzt" - ich halte es nicht für realistisch.

    Im Übrigen sollten wir uns nicht von jeder Zeitungsmeldung (-ente?) aufstacheln oder aufregen lassen. Weder die "berichtenden" Journalisten, noch wir wissen was tatsächlich Verhandlungsstand bzw. politische Strategie ist.

    Was wir als Gläubige wissen: Letztlich ist alles (auch das) in Gottes Hand. (Jesus Christus; er ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde ... - Offb 1,5)

    Liebe Grüße, Heimo

  • das eigene Wahlverhalten ausgeht eine Umsiedlungsmöglichkeit geschaffen wird.

    Abgesehen davon, dass Menschen in der Regel nicht gern ihre Heimat verlassen... , ich denke, es geht nicht um die Menschen.

    Wer, wie Putin einen Krieg anzettelt und dabei gewissenlos, nicht nur die Menschen eines fremden Landes umbringt, sondern auch die eigene Bevölkerung verheizt (Soldaten sind auch Menschen), dem geht es wohl kaum darum Menschen zu retten. Das ist ein Vorwand!

    Zitat

    Die Bedrohung des autokratischen politischen Regimes in Russland, das sich vor allem aus Rohstoffeinnahmen speist, ist in Rechnung zu stellen, will man die Rohstoffkomponente in Russlands Eroberungskrieg gegen die Ukraine verstehen. Denn die Energiewende und die beabsichtige Defossilisierung der globalen Wirtschaft würde die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes bereits mittelfristig erheblich verschlechtern – und dann liegt es nahe zu versuchen, diese abzuwenden, solange die eigene Machtposition dies noch erlaubt.

    Zitat

    Die regionale Verteilung der ukrainischen Bodenschätze

    Die Karten 1 und 2 zeigen die räumliche Verteilung der Bodenschätze. In Karte 1 findet sich eine Übersicht über die fossilen Energieressourcen. Deutlich wird der Schwerpunkt der Kohle im Donbas; für Erdgas sind die Krim und das angrenzende Schwarze Meer wichtige Regionen. Viele Lagerstätten liegen überwiegend in derzeit besetzten bzw. strategisch gefährdeten Gebieten, was ihre Ausbeutung durch den ukrainischen Staat bzw. internationale Investoren unmöglich macht bzw. erschwert.

    Quelle und mehr dazu: https://www.bpb.de/themen/europa/…sche-bedeutung/

  • Ich hätte diese Abstimmungslösung auch sehr befürwortet. Aber leider kann man die Zeit nicht zurückdrehen.

    In meinen Augen gibt es da nichts abzustimmen!

    Die Ukraine ist entstanden aus dem Zerfall der UDSSR!

    Diese ist entstanden aus einem Zwang die Russland schon seit Zarenzeiten betrieben hat!

    Es war logisch wer die Russen kennt , das diese Politik weiter betrieben werden würde!

    Putin hat es schon sehr früh signalisiert! Natürlich musste erst mal wieder ein Feindbild erschaffen werden, nachdem wir den Russen geholfen haben nach der Pleite des Kommunismus wieder auf die Beine zu kommen!

    Wer in Oberschlesien gelebt hatte musste das Land verlassen wie meine Eltern 1958!

    Damals wurde es den Menschen schwer gemacht weil man die Arbeiter für die Kohlengruben gebraucht hatte!

    Meine Eltern sind schon früher nach Mittelschlesien gezogen, weil es sich rumgesprochen hatte das dort die Leute früher eine Ausreise bekommen!

    Das hätten die unzufriedenen Russen in der Ukraine auch machen können!

    Diese Umsiedlung wäre billiger und Menschenfreundlicher ,als das was die Russen betreiben...

    Zu was sie fähig sind und um was es wirklich geht, wissen wir es mittlerweile!

    Es geht um Bodenschätze und Fertigungsstätten! Nicht umsonst hatten die Ukrainer die A-Bombe und viele gute Technologiefirmen!

    Diese Friedensverhandlungen sind in meinen Augen nur Augenwischerei...

    Hätten die Russen die Raketen in Moskau und Petersburg genau so gespürt, wie die Ukrainer, wäre ein Nachdenken eher möglich gewesen...

    So wie die Menschen Jahrzehnte durch Angst (KGB/ Polizei) gegängelt wurden, haben sie ein ganz dickes Fell, was Nächstenliebe und Menschenwürde angeht....

    Das wird sich kaum in der Zukunft ändern.

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Man muss sich auch klarmachen, dass das alles in der Tat ein "ganz normales Verhalten" ist:

    1. Stämme wollen Territorium für Platz, Ressourcen und die Besiegten als Arbeiter.

    2. Stämme fühlen sich von anderen bedroht und flüchten oder greifen an.

    3. Stämme schließen Bündnisse miteinander, um Ressourcen zu tauschen oder gegen andere Feinde zusammen anzutreten.

    Das ist uralt. Auch diese ganze Militärdarstellung, wenn jemand auf Staatsbesuch kommt, ist wie damals, wenn man seine Krieger und seine Waffen und Insignien zeigte, um zu beeindrucken und gleichzeitig einzuschüchtern.

    Auch Rassismus ist "normal", wie der sehr umstrittene Autor Akif Pirincci mal sagte. Er hat recht damit. Es ist normales, uraltes Verhalten: die gehören nicht zu uns!


    Das Evangelium soll eigentlich das Ende von solchem, uralten Denken sein. Es funktioniert aber nur, wenn das Herz eines Menschen wirklich verändert wird, sonst wird das nichts. Auch ein Tertullian hat sich in seiner Schrift gegen Marcion erstmal breit darüber ausgelassen, dass Marcion aus Pontus komme und von dort sowieso nur Schund käme usw. Alles vollkommen unsachliche Kommentare, die mit dem Inhalt und dem Gegenstand der Kritik gar nichts zu tun haben, sondern einfach nur Polemik und Beleidigungen sind.

    So ist das, wenn man von "Blutlinien" und Abstammung her denkt. Normal ist es, weil Menschen so sind, aber die Lehre Gottes ist es nicht.

  • Wenn das normales Verhalten ist, dann gibt es keinen "Weltethos", welcher einfach von Natur aus und irgendwie von selbst entsteht.

    Zitat

    kein globales Ethos ohne Bewusstseinswandel von Religiösen und Nicht-Religiösen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Weltethos

    Zitat

    „Diese eine Welt braucht ein Ethos; diese eine Weltgesellschaft braucht keine Einheitsreligion und Einheitsideologie, wohl aber einige verbindende und verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele.“
    – Hans Küng: Das Projekt Weltethos (1990)

    Ist dieser durch Menschen erreichbar? Wenn ja auf welcher Grundlage?

  • Man muss sich auch klarmachen, dass das alles in der Tat ein "ganz normales Verhalten" ist:

    1. Stämme wollen Territorium für Platz, Ressourcen und die Besiegten als Arbeiter.

    2. Stämme fühlen sich von anderen bedroht und flüchten oder greifen an.

    3. Stämme schließen Bündnisse miteinander, um Ressourcen zu tauschen oder gegen andere Feinde zusammen anzutreten.

    Das ist uralt. Auch diese ganze Militärdarstellung, wenn jemand auf Staatsbesuch kommt, ist wie damals, wenn man seine Krieger und seine Waffen und Insignien zeigte, um zu beeindrucken und gleichzeitig einzuschüchtern.

    Wenn man es soweit runterbrechen und vereinfachen will, dann sehe ich das auch so.

    In diesem Zusammenhang frage ich mich aber was ein "Stamm" damals und heute ist. Damals wurden diese Stämme autoritär geführt von Wenigen. Hätte man damals die "breite Masse" gefragt, hätte diese nicht genauso ungern ihre Söhne im Krieg geopfert? Wäre die einfache Bevölkerung nicht genauso gegen Krieg gewesen, wie wir heute? Wer will denn eigentlich Krieg? Von daher sind es nicht prinzipiell die autoritären Systeme, in denen einige Wenige das Sagen haben, die leichtfertiger einen Krieg beginnen? Und sind demokratische Systeme, in denen das einfache Volk politischen Einfluss hat, nicht weniger anfällig dafür einen Krieg zu beginnen?

    Wir sehen aber auch heute, dass demokratische Systeme Kriege und sogar Angriffskriege führen. Demokratie scheint auch keine Garantie zu sein? Wenn die Mehrheit des Volkes Krieg führen will oder sich nicht dagegen wehrt, dann ist es eben so. Dennoch würde ich sagen, dass demokratische Systeme tendenziell friedlicher sind, weil sie das friedliche Interesse der Bürger besser abbilden und nicht von der Willkür einiger Wenigen abhängen, die im Ernstfall garnicht mitkämpfen würden.

    Das Problem heute (und damals) ist auch, dass verschiedene Systeme (demokratisch vs. autoritär) in Konkurrenz zueinander stehen. Wenn ein autoritäres System aus welchen Gründen auch immer ein demokratisches System angreift, dann kann letzteres nicht einfach sagen: "Nö, ich mach da nicht mit". Dann hat sich nämlich das demokratische System selbst erledigt, quasi Selbstmord begangen. Die Dummheit siegt, weil der Klügere nachgibt. Die Frage, die mich da auch bewegt: Würde ein konsequenter, staatlicher Pazifismus nicht am Ende zu noch mehr Krieg und Gewalt führen, weil man sich nicht wehrt? Es weiß ja keiner, was dann kommt. Wenn ich als privates Individuum auch die zweite Wange hinhalte, dann ist das erstmal mein persönliches Problem. Dann leide ich und niemand anderes, für den Verantwortung trage - also wie ist das dann aber als Gemeinschaft? Lässt sich das dann noch übertragen? Wenn in einer Demokratie 66% sagen, wir verteidigen uns als ganzes System nicht, schicken sie dann nicht genauso Menschen in den Tod, die sich hätten wehren wollen? Das sind Fragen, die mich gerade beschäftigen. Bismarck und später Helmut Schmidt sagten wohl mal: "Mit der Bergpredigt kann man keine Politik machen." Wenn dem so ist, dann bleibt diese Erde sündig bis zum Ende...

    Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!