Ist man ein Christ, wenn man Jesus nicht Gott nennt?

  • der Glaube an den lebendigen Gott, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist stellt die Grundlage einiger Christen dar?

    Ok, was soll ich dazu sagen ...

    Damit verkürzt Du. Vater, Sohn und Heiliger Geist ist die Grundlage aller Christen. Dieser Satz beinhaltet noch keine Deutung. Daher stritten die Christen der ersten Jahrhunderte darum wie dieser Satz zu verstehen ist. Manche Strömungen dachten an 3 Götter, andere an 3 Erscheinungen, manche an einen Gott in einer Person und manch andere an einen Gott in 3 Personen. Die Formeln wuchsen und wurden erneuert. Erst waren sie sehr griechisch-platonisch, später wieder biblisch. Was diese Christen einte war der Glaube an Gott-Vater, Jesus den Christus, Messias, und dem heiligen Geist. Mit den Konzilen kamen Dogmatisierungen und verschiedene Kirchen. Die DEL war umstritten und umkämpft. Der heilige Geist wurde konfessioniert, fortan bereicherte er nicht mehr jeden Gläubigen bei seinem Zugang zur heiligen Schrift, sondern er wurde von jeder Konfession beansprucht, zielgerichtet der eigenen Überzeugung die nötige Autorität zu verleihen. Was passiert dabei? Wenn alle Menschen, die etwas anders sehen, aus einer Konfession austreten, bleibt am Ende eine Einigkeit übrig.


    denn Antitrinitarier wollen doch mit Trinitariern ohnehin keine gemeinsame Kirche pflegen.

    Von daher weiß ich nicht, worin die Beschwerde besteht.

    Das stimmt nicht, das weißt Du. Unitarier haben die geringsten Probleme damit, im gemeinsamen Bekenntnis zu Gott Vater, Christus Jesus und dem heiligen Geist mit "Trinitariern", im gemeinsamen Geist der Nachfolge Christi, eine Kirche zu bilden. So wie "Christen" in der Bibel verstanden werden.

  • Lieber Memra,

    ich stimme dir zu, dass auch ich meinen Anteil daran habe, dass sich die Debatte hochgeschaukelt hat. Doch sämtliche Versuche, zu deeskalieren und zur Besinnung aufzurufen (was damit beginnt,dass man aufhört, den anderen als Gläubigen zu diffamieren) wurden bisher ignoriert oder in den Wind geschlagen. Manche spielen sich als "Herren" auf, die bestimmen könnten, wer oder was ein Christ ist, und dies auch anderen direkt so vorhalten, und da kann ich als Gläubiger nicht schweigen. Und einige, genauer gesagt einer, treibt es noch auf besonders abstoßende Weise auf die Spitze, indem er fortwährend von Liebe predigt, aber selbst jede Gelegenheit nutzt, um andere unterschwellig zu verurteilen.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Jesus dies getan oder gewollt hätte.

    Dann gebe ich dir den guten Rat, für die bestimmten Personen zu beten und sie zu segnen.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Das stimmt nicht, das weißt Du.

    Nö, das weiß ich nicht, memra.

    Unitarier haben, da sie diese Dinge anders sehen, eigene Gemeinden gegründet.

    Dort können Unitarier hingehen und sich pudelwohl fühlen.

    Wenn man zu Trinitariern geht und dort die Zusage finden möchte, dann kann zurecht gefragt werden: Warum?

    Wenn es darum geht, dass die christlichen Kirchen sich eingestehen sollen,

    dass man dies alles gar nicht genau erfassen kann, so ist dies bereits geschehen.

    Von daher weiß ich nicht, was genau der Punkt ist.

    Dann kommt doch in unsere Kirchen. Ihr seid herzlich eingeladen.

    Allerdings: So wie das hier läuft, nein, das wird nicht akzeptiert. Das stimmt.

    Und diese "Problemlosigkeit", die du da andeutest, scheint ja noch an einem ganz anderen Punkt zu kranken,

    nämlich bei der Frage, was das für eine Bedeutung hat, wenn Jesus allein ein Mensch war.

  • Und du bist der Ansicht, dass diese Tatsache wichtig sei ?

    Ich denke schon, dass das nicht ganz unwesentlich ist, ja.

    Bist du wirklich sicher, dass dasjenige, was die Christenheit

    weltweit da so glaubt, auch geglaubt werden solle ?

    Nicht blind und per se, aber das wurde ja auch von der Christenheit selbst oft genug durchgefochten,

    ob man noch auf dem richtigen Pfad ist.

    Aber es gibt gewisse Grundlagen, die halte ich schon für essentiell, ja.

    Mich interessiert nichts von dem, was "die Christenheit" da so glaubt.

    Mich interessiert einzig das WORT GOTTES.

    Ach, weißt du, der wievielte du bist, der mir begegnet ist, der sich einzig an das Wort Gottes hält?

    Diese Sätze sind für mich mittlerweile heiße Luft geworden.

    Ich halte Ausschau nach einer besonnenen und verständigen Lesart

    und nicht nach "einzig Wort Gottes" ... Das erzählt mir jeder Zweite hier und anderswo.

  • Mt 28,19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, ...

    Ich habe jetzt nicht viel in diesen Thread gelesen. Darum möchte ich ganz schlicht eine grundsätzliche Frage stellen:

    „Auf wen oder was habe ich mich taufen lassen?“

    Wenn ich die biblische Taufe empfangen habe, dann bin ich getauft auf den Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes.

    Ich glaube trinitarischer geht eine Formulierung nicht mehr! d.h. im Augenblick der Taufe sind diese 3 Zeugen und sie sind mein Gott.

    Egal wie verwirrend das für manche sein mag, die Probleme haben die Multidimensionalität Gottes auch nur ansatzweise zu verstehen.

    Außerdem ist es sinnvoll sich einmal mit dem hebräischen Begriff „im Namen des Herrn“ und ihren Verwandten Formulierungen zu beschäftigen. -> http://bibelarbeit.info/lexikon_im_namen_jesu.php in Jesu Missionsauftrag oder Taufbefehl werden eindeutig Vater Sohn und Geist gleichberechtigt nebeneinander Namen des oder im Sinne des… Genannt. Das bedeutet, sie sind auch sinngemäß gleichberechtigt. Sie sind gleichermaßen Gott.

    Außerdem sollten wir einmal darüber nachdenken, was es bedeuten würde, wenn Jesus ein Geschöpf wäre. Denn genau das muss er sein, wenn er nicht im vollumfänglich Sinne Gott ist.

    Fragen:

    1. Kann ein Geschöpf andere Geschöpfe erlösen? -> NEIN!

    2. Wäre es nicht verachtenswerter Missbrauch wenn Gott Jesus gezeugt oder geschaffen hätte um die Menschen zu erlösen? -> Das wäre schlicht pervers!

    3. Wer kann uns denn erlösen außer Gott selbst?

    4. Was bedeutet denn Jesu Titel „Immanuel“? -> Gott ist mit uns! Oder Gott ist mitten unter uns!

    5. Jesaja nennt den verheißenen Messias: „Gott ist mit uns“ und „ewig Vater“. Damit kündigt schon das alte Testament an das Gott selbst uns Menschen besuchen wird.

    6. In Johannes 8 wollen die Juden Jesus steinigen weil er sagt er Abraham ward „bin ich“. Die Juden haben Jesu Anspruch hier also eindeutig verstanden diese Aussage Jesu sagt nicht nur ich habe Abram kennengelernt und war schon vor ihm da sondern er benutzt die griechische Form des Titels SJHWH ewigen Gottes aus dem alten Testament Jesus sagt hier mehr als eindeutig: ich bin Euer Gott dieses Volkes aus dem Alten Testament. Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

    7. wir dürfen die Differenzierung Jesu zwischen seinem Vater selbst als Jesus auf der Erde lebte nicht für einen Dauerzustand halten. Denn die Bibel sagt klar dass Jesus Gott gleich war. Dass er sich aber um uns erlösen zu können dieser Gestalt entäußerte und uns gleich wurde.

    8. Joh 20,28 „Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ wenn Thomas Jesus hier als seinen Herrn und Gott bezeichnet, dann meint er das auch ganz genau so. Denn dieses „Herr“ oder „kyrios“ meint den JHWH, den Bundesgott des Alten Testamentes – und nichts anderes.

    Ich begreife die Multidimensionalität Gottes nur ansatzweise. Aber ich kann das nehmen, was Gott uns in der Heiligen Schrift offenbart hat.

    Wem das alles zu kompliziert und zu unverständlich ist, der kann vermutlich durchaus erlöst werden, aber er wird viele der komplexen Zusammenhänge in der Bibel nicht verstehen können.

  • Außerdem sollten wir einmal darüber nachdenken, was es bedeuten würde, wenn Jesus ein Geschöpf wäre. Denn genau das muss er sein, wenn er nicht im vollumfänglich Sinne Gott ist.

    Lieber Stephan das ist ein netter Versuch. Aber diese Menschen sind schon seit Jahren hier unterwegs mit Ihrer Mission,

    sie kennen sich sehr gut mit der Bibel aus. Sie müssten auch diese Bibelstellen kennen!

    Wenn Dämonen Jesus als Gott respektieren, was glaubst Du was dazugehört, als Mensch Jesus als Gott abzulehnen....

    Matth.12

    25Jesus kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das mit sich selbst uneins ist, wird nicht bestehen.

    26Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so muss er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen?

    27Wenn ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.

    28Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.

    29Oder wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und ihm seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken fesselt? Und dann wird er sein Haus ausrauben.

    30Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

    Diese Antichristen hier spalten,bringen unfrieden und zerstreuen..!!!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Nö, das weiß ich nicht, memra.

    Unitarier haben, da sie diese Dinge anders sehen, eigene Gemeinden gegründet.

    Dort können Unitarier hingehen und sich pudelwohl fühlen.

    Es gibt keine unitarischen Gemeinden. Was heute unter Unitarismus läuft ist eher freireligiös, teilweise sind auch Atheisten und Agnostiker Mitglieder.

    Wenn man zu Trinitariern geht und dort die Zusage finden möchte, dann kann zurecht gefragt werden: Warum?

    Mein Ansatz war, dass eine gemeinsame Gemeinde kein Problem ist, wenn es um die Nachfolge Christi geht. Problematisch wird es erst wo "Trinitarismus" oder "Anti-Trinitarismus" explizit als Glaubensfokus anstelle der Nachfolge Christi formuliert werden. Dort kommt man sicher nicht zusammen.

  • 1. Kann ein Geschöpf andere Geschöpfe erlösen? -> NEIN!

    Du glaubst, Jesus habe uns unabhängig von Gott-Vater erlöst? Ein großes Missverständnis. Jesus hat sich als freiwilliger Opfer hingegeben und Gott unser Vater hat dieses Opfer angenommen und den Menschen die Sünde erlassen.

    2. Wäre es nicht verachtenswerter Missbrauch wenn Gott Jesus gezeugt oder geschaffen hätte um die Menschen zu erlösen? -> Das wäre schlicht pervers!

    Deswegen heißt es in der Schrift, dass Jesus ein freiwilliges Opfer geleistet hat. Pervers wäre es davon auszugehen, Gott hätte Jesus quasi zum Opfer determiniert. Die Menschen haben Jesus ans Kreuz gebracht und Gott hat Jesus wieder auferstehen lassen. Dieses Opfer erfolgte freiwillig. Er gab sich ganz hin.

    3. Wer kann uns denn erlösen außer Gott selbst?

    Siehe 1.

    4. Was bedeutet denn Jesu Titel „Immanuel“? -> Gott ist mit uns! Oder Gott ist mitten unter uns!

    In Christus Jesus war Gott für die Menschen gegenwärtig. Er ist ihnen im Messias begegnet.

    5. Jesaja nennt den verheißenen Messias: „Gott ist mit uns“ und „ewig Vater“. Damit kündigt schon das alte Testament an das Gott selbst uns Menschen besuchen wird.

    Im Originaltext wird der Begriff, den Du mit Vater übersetzt, auch im Sinne von Stammvater verstanden. Das ganze biblische Denken basiert auf der Idee der Stammväter. Wie im Stammvater Adam alle sündige Menschen präsent sind, ist Christus Jesus der kommende ("ewige") Stammvater für die Menschen, die in ihm neu geboren werden. Im Stammvater-Motiv im biblischen Denken sind alle Menschen gegenwärtig, die zu ihm gehören. Der Stammvater ist das Haupt seines Volkes. Christus Jesus ist das Haupt der neuen Schöpfung und der Menschen, die in ihm neu geboren werden.

    6. In Johannes 8 wollen die Juden Jesus steinigen weil er sagt er Abraham ward „bin ich“. Die Juden haben Jesu Anspruch hier also eindeutig verstanden diese Aussage Jesu sagt nicht nur ich habe Abram kennengelernt und war schon vor ihm da sondern er benutzt die griechische Form des Titels SJHWH ewigen Gottes aus dem alten Testament Jesus sagt hier mehr als eindeutig: ich bin Euer Gott dieses Volkes aus dem Alten Testament. Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

    Christus Jesus hat unmissverständlich klar gemacht, dass er höhere Autorität genießt als die Schriftgelehrten. In der biblischen Geschichte haben wir ein ähnliches Geschehnis: Moses wurde von Jahwe für den Pharao zum Gott erklärt. Der Pharao galt in Ägypten als der von Gott bevollmächtigte. Jahwe hat Moses für dem Pharao zu Gott gemacht und ihm damit Autorität verliehen, die über dem Pharao stand. Mose hatte die Autorität von Gott bekommen, daher war er "Gott für die Menschen" In dieser Autorität sprach auch Christus Jesus, der sich damit anmaßte, über den Schriftgelehrten zu stehen, eine höhere Autorität als sie zu haben. Er beanspruchte, im biblischen Sinne "Gott für die Menschen" - von Gott das Wort bekommen zu haben - zu sein. Natürlich passte das den damaligen Gelehrten nicht, da er ihre Lehren und ihre Autorität im Volk infrage stellte. Es geht hier nicht um die Behauptung, dass Jesus der "unsichtbare Jahwe" ist, sondern um eine Autoritätsfrage unter den Menschen. Denn hätten sie ihn wirklich für Jahwe gehalten, wäre ihre Reaktion eine andere gewesen. Sie sahen nur, dass hier einer höhere Autorität als sie beanspruchte.

    8. Joh 20,28 „Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ wenn Thomas Jesus hier als seinen Herrn und Gott bezeichnet, dann meint er das auch ganz genau so. Denn dieses „Herr“ oder „kyrios“ meint den JHWH, den Bundesgott des Alten Testamentes – und nichts anderes.

    Er hat Jesus als Autorität erkannt. In der Bibel gelten Menschen als Götter, an die das Wort Gottes ergangen ist. Diese Autorität hat Thomas erkannt. "Mein Herr und mein Gott".

    7. wir dürfen die Differenzierung Jesu zwischen seinem Vater selbst als Jesus auf der Erde lebte nicht für einen Dauerzustand halten. Denn die Bibel sagt klar dass Jesus Gott gleich war. Dass er sich aber um uns erlösen zu können dieser Gestalt entäußerte und uns gleich wurde.

    Die Bibel besagt auch, dass der Mensch von seinem Ursprung her "Gott gleich" - Gottes Ebenbild - war. Christus Jesus zeigte uns die Herrlichkeit des Vaters, der war sündlos und in ihm die Ebenbildlichkeit Gottes sichtbar, die der ursprüngliche Adam verloren hatte.

  • Es gibt keine unitarischen Gemeinden. Was heute unter Unitarismus läuft ist eher freireligiös, teilweise sind auch Atheisten und Agnostiker Mitglieder.

    Nein, die meine ich nicht. Die kenne ich natürlich auch, aber ich meine tatsächlich christliche unitarische Gemeinden.

    Es gibt sie in den USA, in Großbritannien und in Siebenbürgen/ Rumänien.

    Ob es in Deutschland welche gibt, weiß ich nicht.

    Dann muss man eine gründen. Ist ja nicht meine Sache, ich habe meine Gemeinde.

    Mein Ansatz war, dass eine gemeinsame Gemeinde kein Problem ist, wenn es um die Nachfolge Christi geht.

    Das mag sicher so sein, denn wir haben auch in unseren Kirchen Menschen,

    die sich bei genauer Nachfrage sicher nicht als Trinitarier erklären würden.

    Wopros hat darauf auch schon hingewiesen, dass es ja viele gibt, die das keineswegs so sehen.

    Das ist richtig, und wir fragen das ja auch nicht ab.

    Aber man wird bei uns allsonntäglich eben jene Formulierungen hören und jene Bekenntnisse sprechen.

    Wenn der Pfarrer dann sagt "Im Namen des Dreieinigen Gottes",

    und man hört das und kann damit (zweigleisig) leben, obwohl man das gar nicht glaubt,

    dann ist das halt so. Das muss doch jeder selber wissen, memra.

    Wenn jemand sagt "Im Sinne der Nachfolge Christi habe ich da kein Problem mit und möchte Teil dieser Kirche sein", dann solls doch gut sein.

    Ich habe das doch weder zu entscheiden noch zu richten.

    Ich wies lediglich darauf hin - und dabei bleibe ich - dass diese Lehre sehr wohl "Grundlage des Christentums" ist, und nicht bloß eine Idee von "einigen" Christen, wie Wopros hier weismachen will.

    Das ist doch vollkommen realitäts- und geschichtsfern.

    Siehe dazu bspw. den Ökumenischen Rat der Kirchen oder den Arbeitskreis Christlicher Kirchen.

    Dass in dieser ganzen Masse auch viele Menschen sind, die das im Detail ganz anders sehen,

    das wird sicher stimmen. Vermutlich gehöre ich selbst zu jenen aus der Masse, die manche Sachen ganz anders sehen als das Gros.

    Aber solche Sachen werden nicht einfach umformuliert oder gar über Bord geworfen, weil da irgendwelche Einzelpersonen gewisse Sachen anders sehen, ausdrücken oder auffassen.

    Ich möchte nicht, dass meine Kirche alles so formuliert, wie ich das tue, sondern ich möchte in dieser Kirche mit dem, was ich zu geben habe, mich einbringen.

    Und bislang scheint das den meisten recht gut zu gefallen, wenn ich den Rückmeldungen glauben darf.

    Da ist dann mal einer, der drückt die Dinge anders aus und das gefällt den Menschen und es bringt ihnen etwas auf andere Weise näher.

    Die Kirche mit ihren Texten und Liturgien soll ruhig so bleiben.

    Das hat seinen Wert und ich habe nicht vor, das Rad neu zu erfinden.

    Das Trinitätsdogma rührt aus einer ganz anderen Zeit und Debattenlage.

  • Ach, weißt du, der wievielte du bist, der mir begegnet ist, der sich einzig an das Wort Gottes hält?

    Diese Sätze sind für mich mittlerweile heiße Luft geworden.

    Da hast du recht.

    Veiel sagen: "wie glauben der gesamten Bibel", "Alles was in der Bibel seht, ist wahr"

    Und wenn ich dann nachsehe und etwas nachfrage, stimmt dies keineswegs.

    Ich sage was anderes. Ich sage:

    Ich glaube an GOTT, den Konstrukteur von Raum, Zeit, Materie, Physik, Astophysik,

    Geologie, Chemie, Biologie, Pflanzen Tiere Menschen und alles andere was es da so gibt.

    GOTT ist Wahrheit und sein WORT ist Wahrheit: Die Lehre der Bibel ist durchwegs wahr !

    Und harmonisch konsistent zu allen korrekten Naturwissenschaften.

    Ich glaube nicht, dass du dies schon irgendwo anderswo auf diese Art gehört hast.

    Also, in jungen Jahren, wenn mir jemand sagte; "Ich glaube der gesamten Bibel",

    "Alles was in der Bibel seht, ist wahr", hat mich dies amüsiert.

    Und ich war dann keineswegs nett zu denen:

    Ich fragte nach : "Sicher ?" - "Ja" - "Ganz ganz sicher ?" - "Ja" - "Wunderbar !

    Dann sag mal - glaubst du, dass Mose da was korrektes sagte ?

    3Mo 11,6 Der Hase wiederkäuet auch,

    aber er spaltet die Klauen nicht; darum ist er euch unrein.

    Und nun, Seele 1986 , was sagt du dazu ?

    Wie hättest du dies gerne in deiner persönlichen privaten Bibel ?

    wie sollte da dann so harmonisiert tönen ?

    Wer mir dazu etwas sagen oder fragen möchte : QQK@GMX.NET

  • Doch. Macht es aber nicht besser.

    Und nun, Seele 1986 , was sagt du dazu ?

    Wozu? Zu 3. Mose 11,6?

    Was soll ich dazu sagen?

    Wie hättest du dies gerne in deiner persönlichen privaten Bibel ?

    Also in meiner Bibel steht das ja drin.

    Ich verstehe jetzt nicht ganz, worauf du hinauswillst?

  • Mt 25,31 Kommt her, Gesegnete, erbt das Reich !
    Denn ihr habt Hungrigen, Durstigen, Nackten, Wohnungslosen, Kranken, Gefangenen geholfen !
    Wenn jemand, egal welcher Religionsrichtung, dies tut, dann gehört er in den Himmel.

    auch dann, wenn er das Evangelium kennt, aber bestreitet, dass Jesus

    der von Gott gesandte Erlöser ist

    und NICHT vom Tod auferstanden ist?

    OK, kein Streit darüber, ob er "in den Himmel" GEHÖRT.

    Wohl aber die Frage, was wir GLAUBEN: K O M M T er "in den Himmel"?

    Um Hungrige, Obdachlose, Kranke usw kümmern sich vorbildlich bis zur Selbstaufgabe Viele, auch Atheisten.

    (Ich wünschte, diese - grundsätzliche - Frage würde nicht bereits im Ansatz recht überheblich klingen, aber es ist wie es ist)

    Das magst du so sehen, aber es stellt die Grundlage des christlichen Glaubens dar. Das ist ein Fakt seit fast 2000 Jahren, sorry.

    abgesehen davon, dass diese Grundlage m.E. nicht die DEL, sondern die Bibel ist:

    u n d ?

    ch verstehe auch nicht, warum man trotzdem zu den Christen gehören möchte, wenn man die Göttlichkeit Jesu nicht akzeptiert.

    GÖTTLICHKEIT ist nicht GOTT.

    ICH verstehe nicht, warum man denen das Christsein absprechen möchte, die Jesus zwar als Gottes (göttlichen) Sohn, aber nicht als Gott akzeptieren

    Ich verstehe einfach nicht warum es für dich so wichtig ist, dass du dich Christ nennen "darfst"

    und warum ist es für Manche so wichtig, Andere NICHT Christ nennen zu dürfen

    Den Namen vergeben aber nicht wir sondern der wird automatisch generiert, wenn man einen neuen Thread eröffnet.

    Áber den TITEL hat die Administration formuliert. UNd der suggeriert, HNitschke leugne Jesu Göttlichkeit (und erhoffe sich Rückendeckung durch viele Ja-Stimmen)

    Jesu Göttlichkeit zu leugnen, fällt mir indessen im Traum nicht ein (wie oft muss ich noch den Vergleich bemühen, ein messianischer Jude sei nicht der Messias?)

    Bisher fühle ich mich ( und Gleichgesinnte) unbeabsichtigt in die Ecke des "bösen Buben" gedrängt, daher nochmal die Bitte, den Thread umzubenennen in das, um was es geht, z.B "Ist man noch Christ, wenn man Jesus nicht Gott nennt?"

    Danke

    • Offizieller Beitrag

    Bitte, den Thread umzubenennen in das, um was es geht, z.B "Ist man noch Christ, wenn man Jesus nicht Gott nennt?"

    Done.

  • Mt 25,31 Kommt her, Gesegnete, erbt das Reich !
    Denn ihr habt Hungrigen, Durstigen, Nackten, Wohnungslosen, Kranken, Gefangenen geholfen !
    Wenn jemand, egal welcher Religionsrichtung, dies tut, dann gehört er in den Himmel.

    auch dann, wenn er das Evangelium kennt, aber bestreitet, dass Jesus

    der von Gott gesandte Erlöser ist

    und NICHT vom Tod auferstanden ist?

    Ja.

    Und Umgekehrt. Wer das nicht bestreitet, ist dadurch noch lange kein Gesegneter Gottes.

    Eine korrekte Religion, Ideologie ... soll dazu führen, zu tun, was Mt 25,31 sagt.

    Führt eine Religion, Ideologie ... nicht dazu, zu tun, was in Mt 25,31 sagt ist sie falsch.

    Denn:

    Mt 25,41 Geht weg, Verfluchte, ins ewige Feuer, ! Denn ihr habt

    Hungrigen, Durstigen, Nackten, Wohnungslosen, Kranken, Gefangenen nicht geholfen !

    ----------------------------

    Wer Mt 25,31 ohne Religion oder mit falscher Religion tut, muss ein Gesegneter Gottes sein.

    Auch wenn er theoretisch ein Durcheinander in seinem Kopf hat.

    Offb 7,9 Nach diesem sah ich: und siehe, eine große Volksmenge, welche niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, und sie standen vor dem Throne und vor dem Lamme, bekleidet mit weißen Gewändern, und Palmen waren in ihren Händen.

    Wenn du bedenkst, dass viele Stämme und Sprachen ausgestorben sind, bevor sie etwas von der Bibel hörten, zeigt dies, dass Gott Menschen fördert und segnet und ihnen den Weg zeigt, auch wenn sie keine gute Religion haben.

    Und noch etwas: Die Frommen sind oft derart vorheuchelt und verlogen, dass ihre Kinder - wenn diese die Wahrheit und das Ehrlich sein lieben - die Heuchelei ihrer Eltern und den ihnen aufgezwungene vorheuchelte Religionsunterricht ihrer Kirche derart ankotzt, dass sie sich angeekelt wegwenden und Atheisten werden.

    Weil sie Atheisten wurden, weil sie ehrlich sind und die Wahrheit lieben, sind sie dann oft auch sehr edel. Und wenn sie das Gute suchen und Erbarmend sind, wird Gott sie führen und segnen. Und er wird ihnen nicht sagen, sie wären da falsch, weil sie nun alles Fromme und Christliche hassen.

    Wer mir dazu etwas sagen oder fragen möchte : QQK@GMX.NET

    • Offizieller Beitrag

    ICH verstehe nicht, warum man denen das Christsein absprechen möchte, die Jesus zwar als Gottes (göttlichen) Sohn, aber nicht als Gott akzeptieren

    Weil sie einen zentralen Punkt des Glaubens leugnen.


    Jesu Göttlichkeit zu leugnen, fällt mir indessen im Traum nicht ein (wie oft muss ich noch den Vergleich bemühen, ein messianischer Jude sei nicht der Messias?)

    Mit dem Vergleich wird implizit bestritten, dass Jesus Gott wäre.

    Eigentlich wird damit geradezu ein Mehrgötterglaube induziert. Es gibt Gott (selbst) und (einen oder mehrere) andere, die "göttlich" sind. Eine Art Götterhierarchie, wie z.B. in der griechischen Mythologie.

    Tut mir leid, das ist weit ausserhalb dessen, was meiner Meinung nach christlich ist, jedenfalls im theologischen, dogmatischen Sinn. Das ist keine Aussage über das jeweilige Leben, ob sich das Jesus zu Vorbild nimmt.

  • Das Tun kommt nicht von verstehen.

    Natürlich kommt das Tun aus dem Verstehen,

    denn wenn man nicht versteht was man tun soll, dann kann man es nicht tun.

    Sorry - dem ist nicht so.

    Sehe dich hier im STA-Forum um . . .

    Dies hier vorherrschende "Verstehens"-Hickhack-Wirrwarr

    kommt daher, dass das hier dargebrachte "Verstehen" nicht aus Werken kommt,

    Sondern aus übernommenen und geglaubten Dogmatik-Varianten.

    Da es deren viele gibt, ist das Durcheinander groß.

    Wenn du aber nur dasjenige glaubst, von dem du aus eigenen Erlebnissen

    und Erfahrungen weißt, dass es wahr ist, dann ist jegliche Dogmatik überflüssig.

    Ich kenne da Ahred, eine arme Frau aus dem Slum. Die ging nie zur Schule. Kein Geld. und hat keine Bibel. Sie lebt im katholischen Kulturkreis. Sagt aber nie etwas katholisches. Nix Maria und so. Sie erzählt mir oft von sich und ihrem Glauben an Jesus und Beten zu Jesus. Nicht ich bete mit ihr. Sondern sie betet vor mir. Mein Beitrag ist bloß, dass ich zuhöre und dann AMEN sage.

    Ihren Glauben hat sie von ihrer Mutter, die nie in die Kirche ging : "Ich bin viel zu dreckig und zu Verlumpt. Ich gehöre nicht dorthin". Womit sie durchaus recht hatte.

    Also, diese Arme Frau kennt die Gebote Jesu nicht und kann keines dieser Gebote zitieren.

    Was mich bei ihr immer wieder in hohes Erstaunen versetzt, ist, dass sie exakt nach und in Jesus Geboten denkt, fühlt und handelt. Sie erzählt mir auch oft Dinge, die so, wie sie es erzählt, in der Bibel stehen.

    Doch, das weiß sie nicht. Sie kennt die Bibel nicht. Sie sagt, "ich denke so".

    Natürlich hat sie all die Probleme die ihr da habt - "Ist Jesus Christus Gott ?" "Gibt es eine Freigebigkeit" und dergleichen - nicht.

    ich selber, ich habe hohen Respekt und Hochachtung vor dieser ungebildeten armen Frau. Denn ich sehe, dass diese viel heilige und Gott wohlgefälliger lebt als ich. In meinen Augen ist sie, die ungebildete, nicht Bibel-kennende Frau oben, und ich unten.

    Komisch ist, dass es hier - im STA-Forum - allgemeines Schimpfen auslost. wenn ich hier Gebote Jesu zitiere, welche diese Frau ganz selbstverständlich lebt.

    Nun, diese Frau hat ihr Kennen über Jesus und seinen Geboten aus ihrem Tun !

    Und - sie weis nicht mal, dass sie exakt nach den Geboten Jesu handelt.

    Wer mir dazu etwas sagen oder fragen möchte : QQK@GMX.NET

  • Aber man wird bei uns allsonntäglich eben jene Formulierungen hören und jene Bekenntnisse sprechen.

    Wenn der Pfarrer dann sagt "Im Namen des Dreieinigen Gottes",

    und man hört das und kann damit (zweigleisig) leben, obwohl man das gar nicht glaubt,

    dann ist das halt so. Das muss doch jeder selber wissen, memra.

    Eben. Es wäre wohl eine zutiefst unehrliche Spiritualität, hier mitzuziehen. Du vertrittst gerade eine Art "katholische Ökumene": 'können doch alle zu uns kommen'.

    Nein, von solchen unehrlichen zweigleisigen Situationen halte ich gar nichts. Was ich meinte ist eine Gemeinde, die sich im gemeinsamen Bekenntnis zu Jesus Christus als Messias und Sohn Gottes vereint, ohne philosophische Deutungen als einen Schwerpunkt zu setzen.

    Ich wies lediglich darauf hin - und dabei bleibe ich - dass diese Lehre sehr wohl "Grundlage des Christentums" ist, und nicht bloß eine Idee von "einigen" Christen, wie Wopros hier weismachen will.

    Du hast auf die Taufformel hingewiesen. Ich habe ergänzt, dass diese Formel gar keine Lehre ist. Weshalb man in den ersten Jahrhunderten erstmal überlegen wollte, was unter dieser Formel zu verstehen ist. Dann kam man zu Ergebnissen, während gleichzeitig eine Vielzahl verschiedener Betrachtungsmöglichkeiten ausgeschlossen wurden - teilweise blutig, teilweise dogmatisch.

    • Offizieller Beitrag

    ohne philosophische Deutungen als einen Schwerpunkt zu setzen.

    Dass Jesus Gott ist ist keine "philosophische Deutung", sondern (zumindest weit überwiegend) Konsens in der Landschaft der christlichen Kirchen.
    Warum tust Du mehrheitlich stark verankerte Lehrpunkte so salopp ab? Ich schreibe ja auch nicht, der Sonntag wäre eine historische Spekulation - nur weil ich von der Sabbatheiligung überzeugt bin.