- Offizieller Beitrag
Hallo zusammen,
man findet leider nicht immer eine direkte biblische Anwendung für Fragen des Lebens, die heute vor uns stehen und uns herausfordern. So ist es auch mit Impfungen. Diese gibt es in mehr oder weniger brauchbarer Qualität erst seit 200 Jahren. Kann man also prinzipielle Fälle aus der Bibel ableiten um hier eine Richtschnur zu bekommen?
Ich möchte ein Beispiel nennen. Vor kurzem habe ich mit einem Prediger darüber gesprochen, der mir folgendes Beispiel aus der Apostelgeschichte brachte:
Apg 16/1 Er kam aber nach Derbe und Lystra. Und siehe, dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen jüdischen Frau, aber eines griechischen Vaters; 2 der hatte ein gutes Zeugnis von den Brüdern in Lystra und Ikonium. 3 Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen. Und er nahm ihn und ließ ihn beschneiden um der Juden willen, die in jener Gegend waren; denn sie wußten alle, daß sein Vater ein Grieche war. 4 Als sie aber die Städte durchzogen, übergaben sie ihnen zur Befolgung die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem gefaßten Beschlüsse. 5 So wurden nun die Gemeinden im Glauben gestärkt und nahmen an Zahl täglich zu.
Ich wandle den Vers 3 mal ab: "Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen. Und er nahm ihn und ließ ihn impfen um der Juden willen, die in jener Gegend waren, denn sie wußten alle, dass sein Vater ein Ungeimpfter war"
Paulus war ein Gegner von Handlungen, die heuchlerischen Charakter hatten. Petrus hat er kritisiert, weil dieser sich nicht zu den neuen, heidnischen Brüdern und Schwestern bekannte, wie es eigentlich sein hätte sollen:
Gal 2/11 Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war im Unrecht. 12 Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete. 13 Und auch die übrigen Juden heuchelten mit ihm, so daß selbst Barnabas von ihrer Heuchelei mit fortgerissen wurde. 14 Als ich aber sah, daß sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, was zwingst du die Heiden, jüdisch zu leben?
Zwei Begebenheiten und man fragt sich, warum Paulus den Timotheus "um der Juden willen" beschneiden lässt. Hätte er bzw. Timotheus nicht argumentieren können: "Wenn ich kein Jude bin, warum soll ich mich beschneiden lassen"? Ist es nicht der Juden Problem, wenn sie etwas von mir nicht annehmen oder mit mir Gemeinschaft haben wollen?
Wenn es nun bei uns die Aufforderung gibt, dass man gesundheitserhaltende Maßnahmen setzt, wenn man in Gesellschaft ist, also Maske trägt oder sich impfen lässt, entspricht man dann dem Narrativ, das Paulus aufstellt, wenn er mit Timotheus so vorgeht, dass er ihn in Form der Beschneidung vorbereitet auf das, was von den Juden als Bedingung aufgestellt wird um ernst genommen zu werden, um Teilhaber an der Gesellschaft zu sein? Um ernst und wahr-genommen zu werden. Also eine zweckdienliche Sache, die man auf sich nimmt um einem höheren Zweck dienen zu können.
Zusätzlicher Aspekt an Apg 16,3 und damit eine Korrelation mit der Impfung ist, dass es sich um einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit handelt. Die Beschneidung war ja keine Sache, die schmerzlos und ohne einschneidendes Erlebnis vollzogen werden konnte. Auch bei der Impfung bringt man etwas in den Körper ein, das diesen verändert. Auf einer anderen Ebene als die Beschneidung, aber im Charakter ähnlich...man tastet den Körper und dessen unversehrte Integrität an. Und wozu? "um der Juden willen". Bei der Impfung wäre das "um der Gesellschaft willen" - als zusätzliche Begründung neben dem Selbstschutz.
Sind wir, bin ich bereit "um der Gesellschaft willen" etwas zu tun, was mir grundsätzlich widerstrebt? Würde mich interessieren was ihr dazu denkt. Bitte keine allgemeine Diskussion dazu, sondern spezifisch zu dem Fall bzw. zu der Auslegung. Wir haben schon die Impfthematik als allgmeines Thema. Hier soll es ein biblisches Thema sein.
Andere Seite:
Was mir an der Impfsache nicht gefällt ist der Massendruck und der Druck sich anzupassen. Oben beschrieben habe ich den Prozess, dem man sich selbst stellen kann, wenn man will, freiwillig. Etwas nur zu machen, weil die Masse einen drückt finde ich nicht in Ordnung. Der Anpassungsdruck an eine Denkweise und eine vielleicht sogar medial unterstützte Einheitsmeinung erinnert mich an die Textstelle aus Offenbarung 13:
16 Und es bewirkt, daß allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, 17 und daß niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Wenn du nicht so tust, wie wir wollen, dann kannst du nichts mehr einfaufen oder verkaufen. In diesem Fall handelt es sich aber nicht um einen körperlichen Eingriff, sondern um eine Zugehörigkeit zu einem fremden Gott, dessen Malzeichen man annimmt. Du wirst wirtschaftlich fertig gemacht. Jetzt ist die Impfung ja kein Malzeichen, aber vom Prinzip her kann sie auch so verwendet/missbraucht werden. Als ein Abhalten von einfachsten Überlebensnotwendigkeiten, wenn man nicht so tut, wie diejenigen, die das sagen haben, wollen.
Das Thema hier ist als Sammlung und Diskussion solcher biblischer Textstellen gedacht. Allgemeine Diskussionen, die sich nicht daran ausichten werden in die passenden Themen verschoben. Textstellen mit dem entsprechenden Zusammenhang kann und soll man hier besprechen.
viele Grüße
tricky