(Vermeintliche) Widersprüche in der Bibel

  • "Die Aussage des Angeklagten wird AUCH im Prozess angehört"


    Das ist ja völlig klar.

    Die Frage war, ob die Aussage des Angeklagten / Verdächtigen auch als Zeugenaussage im Sinne des Gesetzes bzw. der Worte des Herrn Jesus "es braucht 2 oder 3 Zeugen" zählt oder nicht.

    Ich entnehme aus den bisherigen Antworten, dass dem nicht so ist.

  • Die Frage war, ob die Aussage des Angeklagten / Verdächtigen auch als Zeugenaussage

    Nein, und das war nie so und ist bis heute nicht so.

    Der Angeklagte verteidigt sich; Zeugen sprechen für oder gegen den Angeklagten, indem sie schildern, was geschehen ist.


    Was heute der Verteidiger tut, tat damals der Angeklagte selbst:

    der Verteidiger flüsterte ihm ins Ohr, was er sagen sollte, und er sprach selbst.

    Daher kommt: "Der Heilige Geist, unser Fürsprecher"; gemeint ist, er flüstert uns ins Ohr.


    Das biblische Gesetz meint, dass zwei Zeugen, die für den Angeklagten sprechen bzw. eine Sache schildern,

    vertrauenswürdig sind. Das dient als Absicherung.

    Wäre natürlich auch für die Katz, wenn ein einflussreicher Mensch dann zwei Zeugen herschafft, die zu seinen Gunsten sprechen.

    Mehr kann das Gesetz aber nunmal nicht: es müssen ja Regeln geschaffen werden, mit denen man möglichst sachlich etwas beurteilen kann.


    Ganz einfach. Nix "Angeklagter ist auch Zeuge" etc.

  • "Die Aussage des Angeklagten wird AUCH im Prozess angehört"


    Das ist ja völlig klar.

    Die Frage war, ob die Aussage des Angeklagten / Verdächtigen auch als Zeugenaussage im Sinne des Gesetzes bzw. der Worte des Herrn Jesus "es braucht 2 oder 3 Zeugen" zählt oder nicht.

    Ich entnehme aus den bisherigen Antworten, dass dem nicht so ist.

    Es ging ja um Jesus=Angeklagter nur in der Auseinandersetzung Jesu mit den Rabbinen/Pharisäern. Ihre Anklagen waren widersprüchlich/ungültig (Matth. 26:59.ff.)

    Bei der einfachen Wahrheitsfindung ohne Angeklagten sehe ich 1. Mose, 2. Jesus und 3. die "Leser"/Jünger als DREI Zeugen. (Vgl. Offb. 11/22:17.)

  • So weit mir bekannt braucht der Zeuge und niemand aus der Familie Aussagen,um sich nicht selbst zu belasten....

    Das ist richtig, man muss nicht.

    Das ist einer der Grundsätze in Demokratien: man muss nicht reden, man muss nicht schweigen, und niemand darf zum Reden oder Schweigen gezwungen werden.


    Allerdings darf darauf hingewiesen werden, dass man durch Schweigen wie auch durch Falschaussage den Prozess beeinträchtigt/ beeinträchtigen kann.

    Unsere Gerichtsverfahren sind Prozesse zur Wahrheitsfindung; das ist zumindest der erklärte Sinn dahinter.


    Deshalb auch diese Debatten zwischen Staatsanwalt und Rechtsanwalt und - bei Strafprozessen - Schöffen;

    die Idee dahinter ist, dass dieser Diskurs der bestmöglichen Wahrheitsfindung dient.

  • Allerdings darf darauf hingewiesen werden, dass man durch Schweigen wie auch durch Falschaussage den Prozess beeinträchtigt/ beeinträchtigen kann.

    Unsere Gerichtsverfahren sind Prozesse zur Wahrheitsfindung; das ist zumindest der erklärte Sinn dahinter. (Ich lach mich tot!)


    Deshalb auch diese Debatten zwischen Staatsanwalt und Rechtsanwalt und - bei Strafprozessen - Schöffen;

    die Idee dahinter ist, dass dieser Diskurs der bestmöglichen Wahrheitsfindung dient.


    Lieber Simon/Seele1986 – Dein idealistisches Geschreibe in allen Ehren! Aber den Glauben an den Rechtsstaat habe ich - lange vor dem Fall Mollath - schon verloren! Und nirgends wird soviel gelogen wie vor Gericht! Als zwei Zeugen vor dem Landgericht Stuttgart (Berufungsinstanz mit einer Richterin und 2 Schöffen) in meiner Sache gelogen haben, dass sich die Balken biegen, blieb die Wahrheit auf der Strecke und ich wurde wegen deren Falschaussagen zu Unrecht verurteilt! (Eine teure Revision zum Oberlandesgericht hätte ich mir nicht leisten können!)


    In der ersten Instanz vor dem Amtsgericht Schorndorf, blieben diese – warum wohl ? – der Befragung durch die Richterin fern! Einer dieser falschen Zeugen war übrigens der Sohn des Justizwachtmeisters vom AG Schorndorf ...!


    Wer genaueres über diese Sache erfahren will, kann mir hierzu gerne eine E-Mail senden, denn dieser Fall war schon einigermaßen ungewöhnlich, und hatte auch was mit Polizeiübergriffen gegen mich zu tun ...

  • In göttlichen Beweisverfahren gibt es zum Glück KEINE Lügen.

  • Lieber Simon/Seele1986 – Dein idealistisches Geschreibe in allen Ehren! Aber den Glauben an den Rechtsstaat habe ich - lange vor dem Fall Mollath - schon verloren! Und nirgends wird soviel gelogen wie vor Gericht! Als zwei Zeugen vor dem Landgericht Stuttgart (Berufungsinstanz mit einer Richterin und 2 Schöffen) in meiner Sache gelogen haben, dass sich die Balken biegen, blieb die Wahrheit auf der Strecke und ich wurde wegen deren Falschaussagen zu Unrecht verurteilt! (Eine teure Revision zum Oberlandesgericht hätte ich mir nicht leisten können!)

    In der ersten Instanz vor dem Amtsgericht Schorndorf, blieben diese – warum wohl ? – der Befragung durch die Richterin fern! Einer dieser falschen Zeugen war übrigens der Sohn des Justizwachtmeisters vom AG Schorndorf ...!


    Wer genaueres über diese Sache erfahren will, kann mir hierzu gerne eine E-Mail senden, denn dieser Fall war schon einigermaßen ungewöhnlich, und hatte auch was mit Polizeiübergriffen gegen mich zu tun ...

    Hallo Norbert,


    da kann ich natürlich nichts zu sagen. Natürlich ist das idealistisch.

    Das ist es ja immer. Wenn du nicht Menschen hast, die das auch umsetzen, dann hilft es alles nichts.


    Und jenes Gesetz der zwei Zeugen aus dem damaligen Israel war ebenfalls idealistisch.

    Aber darüber sprachen wir halt hier.


    LG