Der entartete Mensch

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    • Wenn man aber vergleicht wie wir in jungen Jahren 1970..gelebt und Sex hatten. Heute kannst Du mit der Lupe halbwegs intakte Beziehungen suchen..
      Es sind Filme aber so wie die Leben und Bezihungen pflegen als Polzisten die sind Gesetzeshüter und Vorbilder..? Zum Glück sieht es in der Praxis besser aus..



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    • Ghasel schrieb:

      .. und manchmal ist die 'moralische Verkommenheit' sogar die Grundlage eines großen Kunstwerks,
      Eigentlich eher immer statt manchmal. Oder kennst Du irgendeine große Kunst (in Literatur, Malerei, Schauspiel oder Musik), wo die "sittliche Harmonie" gepriesen wird? :D
      Das ist dann doch Aufgabe der geistlichen Lieder ...

      Das Christliche hat ja letztlich das "Verruchte" erfunden; vorher - bei den nackten Götterstatuen der Griechen - gab es das quasi nicht.
      Der Reiz kommt durch das Gewand, nicht durch das Fleisch. Wie Adam und Eva, die als sie sich selbst erkennen, Feigenblätter flechten.

      Für die großen Kunstwerke (welcher Gattung auch immer) braucht es den Abgrund; mit "Lauras Stern" schreibt man keine Weltliteratur.

      Letztlich gründet all dies in den drei Geheimnissen, die den Menschen umtreiben seit jeher: das Wunder des Lebens ansich, die Liebe und der Tod; das beschäftigt uns Menschen und ist ja auch verständlich.
      Auch alle Religion und Philosophie gründet darin.
    • Ghasel schrieb:

      Ich habe den besagten Film mit Otto übrigens auch gesehen, und mir schien er nicht geeignet, die Zuschauer auf unanständige Ideen zu bringen ..

      Zumal die befürchtete Zielgruppe ja wohl eher kein Fernsehen mehr guckt ,sondern Netflixserien und dies und das auf dem Smartie.

      Ich sag mal so , als weltlicher Mensch : das Privatleben von fremden Leuten geht mich nichts an , sofern es gesetzeskonform ist und kein öffentliches Ärgernis bereitet. In einer NDR oder HR Talkshow berichtete mal eine bekannte deutsche Schauspielerin gemeinsam mit ihrem Mann dass sie Partnertausch praktizieren.Wenn das für sie beide in Ordnung ist und funktioniert ....
      Die Verhältnisse sind heute andere , früher ist man vielleicht auch nur deswegen so lange zusammengeblieben weil die Rollenbilder , der Staat und die Kirche es von einem erwarteten.Und ob man als Paar unbedingt mehr an der eigenen Beziehung gearbeitet hat als heute , wage ich zu bezweifeln.

      Ich versteh auch nicht so ganz warum laut Herrn Ratzinger die 68 er schuld an den Mißbrauchsfällen in der Kirche sein sollten. ( oder hab ich ihn da falsch verstanden ? )
    • freudenboten schrieb:

      Psalm 14/53
      Du weisst schon, dass hier von Toren die Rede ist, von denen keiner Gutes tut nichts was Gott gefällt....nicht einer...und es deshalb vollkommen falsch ist, solcherlei Bibelstellen der Menschheit allgemein zu unterstellen, was vielleicht Du nicht, aber viele angeblich Bibeltreue Gläubige tun.

      Kinder,welche sich um ihrer Selbstwillen geliebt und verstanden wissen und im Verhalten vorbildliche Eltern haben, sind in der Regel auch als Jugendliche und junge Erwachsene dem Himmel nahe, in ständiger Gottverbundenheit.

      Wenn ihr nicht so werdet, wie diese Kinder, nicht Gottes Geist empfängt wie solche...sprach Jesus zu seinen Jüngern, werdet ihr ammReich Gottes keinen Anteil haben.

      Ich habe von meiner Tochter, als sie 9 Jahre alt war wahre, unvoreingenommene Vergebung gelernt. Ihre Logik, ihre Herzenswärme gegenüber der Lehrerin, die sich ihr gegenüber mal extrem herzlos verhielt, hat mich sehr beeindruckt.

      freudenboten schrieb:

      "In der Welt habt ihr Angst/Bedrängnis. Aber seid getrost, ich (Jesus) habe die Welt ÜBERWUNDEN." (Jh 17)
      Unsereins hat die von Jesus angesprochene "Welt" (so wie er jene geistige Welt damit meinte,wo dss Böse Überhand hat )auch überwunden. Vorausgesetzt, wir erweisen uns als glaubwürdige Christen,, Jünger Jesu und bleiben in der Liebe.

      Denn wer sich von ALLER Bosheit bekehrt hat und nurmehr Gott dient, wird von Gott mit seinem Heiligen Geist beschenkt. der uns vor Versuchungen seitens Teufel und seinen ihm dienenden Menschen warnt und beschützt.
    • Lothar60 schrieb:

      Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Ermittler spüren potenziell 30.000 Verdächtige auf
      Wir haben Corona. Aber der Kindesmissbrauch ist die größere Seuche.
      30 000 Spuren zu Verdächtigen wurden inzwischen in NRW ermittelt. Speiübel wurde dem Minister, als er die Zahl verkündete.
      Ja, wir müssen unsere Welt vor Corona schützen. Aber den meisten Schutz brauchen unsere Kinder.
      Wo sind die Täter? Sie befinden sich im Darkroom des Internets. In den dunklen Welten des Internets. Sie vergehen sich an Kindern. Zwei Monate alte Babys werden vergewaltigt.
      Wir brauchen Cyber-Polizisten, die in diese Darkrooms, in diese verborgenen Verstecke des Bösen, eindringen.
      Kinder sind die Blumen unseres Lebens. Wir dürfen sie den Schweinen nicht preisgeben.
      Herzlichst
      Ihr Franz Josef Wagner

      Post von Wagner - Betrifft: die größte Seuche -
      Politik -
      Bild.de

    • Seele1986 schrieb:

      renato23 schrieb:

      Ich habe von meiner Tochter, als sie 9 Jahre alt war wahre, unvoreingenommene Vergebung gelernt. Ihre Logik, ihre Herzenswärme gegenüber der Lehrerin, die sich ihr gegenüber mal extrem herzlos verhielt, hat mich sehr beeindruckt.
      In geistlichen Dingen sind Kinder unsere Lehrmeister.
      Ja das sehe ich auch so. Es ist mittlerweile 20 Jahre her, dass ich diese Lektion durch sie erhielt. Es war nicht die Einzige.

      Sie ist, wie ihr älterer Bruder sehr mitfühlend, engagiert und haben das Herz am rechten Fleck. Sie bezeichnen sich beide als areligiös. Jesus, sein Verhalten und sein wertschätzender Umgang mit allerlei Menschen ist (auch)für sie das grösste Vorbild für wachsenden Weltfrieden.
    • Bogi111 schrieb:

      30 000 Spuren zu Verdächtigen wurden inzwischen in NRW ermittelt.
      30 000 Spuren hätte es sicher auch in früheren Zeiten gegeben,
      wenn es genug engagierte 'Spurensucher' gegeben hätte,
      die bereit gewesen wären, in den pädophilen Sumpf einzudringen,
      die allgemeine Sensibilisierung für dieses Verbrechen ist aber eigentlich erst in unserer heutigen Zeit entstanden.

      Deshalb kann ich auch hier eigentlich keinen Zuwachs an 'ruchlosem' Verhalten wahrnehmen,
      nur eine Änderung im allgemeinen Umgang damit, und diese Änderung halte ich für durchaus positiv.
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • freudenboten schrieb:

      Psalm 14/53 werden im NT/Römerbrief auf die GANZE MENSCHHEIT angewendet.

      "Alle Menschen sind Lügner/Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.. "
      Das ist sicher richtig, aber ich denke, dass es Lothar60 um mehr ging, als er schrieb:

      Lothar60 schrieb:

      Ich vertrete die These, dass Menschen durch die langfristige Trennung von Gott und den Widerstand dagegen entarten können. ...

      Heute nimmt diese Entartung zu. Skrupellosigkeit und moralische Verkommenheit sind heute normal.
      meiner Meinung nach ist das Thema hier also:
      "Sind die Menschen heute tatsächlich sündhafter als früher, weil ihre Gottesferne heute größer ist als früher?"

      nachtrag:
      Ich habe den Begriff 'Entartung' durch das altmodische Wort 'Sündhaftigkeit' ersetzt,
      weil er mir auf Grund seiner Wortgeschichte nicht gefallen mag,
      und der Mensch, der sündigt, ist ja keineswegs aus der Art geschlagen,
      wie Freudenbotens Zitat auch zeigt ...
      Eine modernere Beschreibung könnte vielleicht auch 'Verbrechen wider die Menschlichkeit' lauten,
      das wäre dann der Ausdruck für Leute, die mit dem Begriff 'Sünde' heute nicht mehr so viel anfangen können,
      weil sie diesen Begriff schon zu sehr ausgeweitet haben durch Worte wie 'Diätsünde' u.ä. ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ghasel ()

    • freudenboten schrieb:

      Psalm 14/53 werden im NT/Römerbrief auf die GANZE MENSCHHEIT angewendet.

      "Alle Menschen sind Lügner/Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.. "

      Daher bedürfen ALLE der Gnade Jesu Christi.
      Also die wahrhaft Gerechten, Guten zählten bei Jesus garantiert nicht dazu wie sie es auch im AT nicht taten und auch heute nicht tun.

      Paulus drückte sich ja gemäss Petrus manchmal so kompliziert aus, dass es schwierig war zu erkennen, was er wohl meinte und darum auch wie hier missverstanden wird.

      Paulus war ein Sünder als er Jesus Anhänger verfolgte. Von sich auf alle Andern zu schliessen ist falsch, lässt es an Objektivität ermangeln.

      Paulus unterschied ja zwischen geistlich Gesinnten und fleischlich Gesinnten. Letzteres bedeutet Feindschaft gegenüber Gott, ersteres weist auf geistliche Gottverbundenheit hin.

      Entartet waren und sind jene, welche durch Werke des Fleisches(Gal, 5, 19 -21) sich der Gefahr aussetzen dem Teufel dienstbar zu werden.
    • renato23 schrieb:

      Entartet waren und sind jene, welche durch Werke des Fleisches(Gal, 5, 19 -21) sich der Gefahr aussetzen dem Teufel dienstbar zu werden.
      ... die 'Verbrechen',
      um die es da geht (Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen),
      sind also Deiner Meinung nach eine 'Entartung' des Menschen?
      Hinter dieser Sicht steckt meiner Meinung nach aber ein sehr idealistisches Menschenbild,
      das keineswegs der 'Art des Menschen' entspricht ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Ghasel schrieb:

      .. die 'Verbrechen',
      um die es da geht (Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen),
      sind also Deiner Meinung nach eine 'Entartung' des Menschen?
      Hälst du das denn für erstrebenswert?

      Natürlich ist das "idealistisch". Die Vorstellung ist, dass wir aus Gott eine Natur haben, die dies nicht tut. Das kann man Idealismus nennen.
      Und dadurch werden Menschen zuweilen maßlos überfordert (oder bekommen so ein bisschen Größenwahn, weil sie sich einbilden, sie seien perfekt);
      die Kehrseite ist aber auch nicht besser, wenn Menschen sagen, das sei alles Unsinn, wir Menschen sind halt letztlich auch nur Tiere und lasst uns alldas einfach ausleben (heute mit der Fußnote: "Solange man niemandem schadet") ...
      Das wird dann als "Natürlichkeit" vermittelt, aber so wirklich natürlich und gesund ist es nicht, und das merken Menschen dann auch irgendwie.

      Das befriedigt alles nicht, oder um es mit Salomo zu sagen: "Es ist alles eitel und hinfällig".
      Der hat eigentlich, in diesen lethargischen Texten, das beste geschrieben. Ich stelle mir vor, wie er da in seiner Kammer oder dem Garten seines Palastes sitzt und sich klar wird: Dieses ganze Büchermachen, dieses ganze Gerede, diese ganze Weisheit, die Gelehrten, Theologen und Wissenden, dieses ganze Lesen, Studieren und Predigen ... alles eitel ... Ich bin Staub und verwehe im Gehag` ...
    • Seele1986 schrieb:

      Hälst du das denn für erstrebenswert?
      Darum geht es doch hier gar nicht,
      das war meine Antwort auf Renatos Definition des Begriffes 'Entartung' des Menschen,
      weil im Eröffnungsbeitrag dieses Themas die Behauptung aufgestellt wurde,
      dass die 'Entartung' des Menschen in der heutigen Zeit zugenommen habe.

      @Seele1986 Den Rest meines Beitrags hättest Du ruhig auch noch zitieren können,
      der hieß nämlich

      Ghasel schrieb:

      Hinter dieser Sicht steckt meiner Meinung nach aber ein sehr idealistisches Menschenbild,
      das keineswegs der 'Art des Menschen' entspricht .
      zur Frage, ob ich das für 'erstrebenswert' halte:

      Wenn ich bedenke, welche Greueltaten in der Geschichte bisher begangen wurden,
      um dieses Menschenbild einzufordern, dann kann ich nur mit 'nein' antworten.

      Darüberhinaus halte ich den Begriff 'Entartung' für äußerst problematisch,
      weshalb ich ihn im Diskussionsverlauf ja auch schon durch den neutralen Begriff des 'Verbrechens wider die Menschlichkeit' ersetzen wollte,
      da es im Eröffnungsbeitrag meiner Meinung nach genau darum ging.
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Der entartete Mensch ist der Antitypus zum Menschen im Bilde Gottes. Diese Sorte Mensch wird im Hebräischen Enosch genannt, was meist auch relativ unreflektiert mit Mensch oder Mann übersetzt wird. Er bezeichnet nicht den Gegensatz Mensch-Tier oder Mann-Frau, sondern eher Mensch-Unmensch. Diese Sorte Mensch ist geprägt von einem utilitaristischen pragmatischen Denken, seine Moral ist das Zählen und Rechnen, zu unterscheiden zwischen gut (nützlich) und böse (überflüssig), aber ohne den Geist Gottes. So wird die Fähigkeit des Unterscheidens pervertiert. Er ist ein Kind (im Geiste) der Schlange. Das hebräische Wort für Schlange steht vom Wortstamm her für Weissagen und Rechnen (lateinisch vaticina). Diese beiden Tätigkeiten, so unterscheidlich sie auf den ersten Blick scheinen, liegen sehr nah beieinander. Das Berechnen ist eine Form des Blickes in die Zukunft. Aber eine statische, mechanische. Was die z.T. kulturchristlich geprägten Ökonomen in den letzten paar Jahrhunderten mit dem Menschenbild vom "homo oeconomicus" etabliert haben, dass man bei politischen und wirtschaftlichen Planungen mit dieser Sorte Mensch rechnen muss, das entspricht diesem zweckorientierten Charakter des Enosch. Die christdemokratischen Parteien Deutschlands geben nicht vor, christlich orientiert zu sein. Sie berufen sich nur auf ein sogenanntes christliches Menschenbild. Dieses Menschenbild haben sie aber nicht aus der Bibel, auch wenn es dem Enosch entspricht. Sie missverstehen und verdrehen hier den Mensch im Bilde Gottes mit dem Enosch. Sie haben ihr Menschenbild übernommen von den kulturchristlich geprägten Ökonomen.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Ghasel schrieb:

      Den Rest meines Beitrags hättest Du ruhig auch noch zitieren können,
      Zum "idealistischen Menschenbild" hatte ich ja aber was geschrieben ... Es zwar nicht zitiert, aber bin darauf eingegangen.

      Ghasel schrieb:

      zur Frage, ob ich das für 'erstrebenswert' halte:

      Wenn ich bedenke, welche Greueltaten in der Geschichte bisher begangen wurden,
      um dieses Menschenbild einzufordern, dann kann ich nur mit 'nein' antworten.
      Meine Frage war nicht, ob du das idealisierte Menschenbild für erstrebenswert hälst,
      sondern ob du Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen für erstrebenswert hälst.
      Da es nämlich so klang, als seien diese keine "Entartung" des Menschen, sondern eben Art des Menschen, was durch die Religion unterdrückt worden sei.

      So hörte sich dein Beitrag an, deshalb fragte ich.


      Ghasel schrieb:

      Wenn ich bedenke, welche Greueltaten in der Geschichte bisher begangen wurden
      Ja, aber diese Greueltaten kamen ja aus Götzendienst, Feindschaft, Eifersucht, Zorn, Zwietracht usw.; das ist genau dasselbe. Ob es religiös verbrämt ist, ist egal.
    • Noch ein Beispiel zum Thema:

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