1.Korinther 11: Der Mann ist das Haupt der Frau

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 1.Korinther 11: Der Mann ist das Haupt der Frau

      Neu

      Ist der Mann das Haupt der Frau? Kann man dies heute in Zeiten der Gleichberechtigung überhaupt noch vertreten?

      1. Korinther 11:
      3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.
      ...
      7 Der Mann aber ... ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. 8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann. 9 Und der Mann wurde nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.
      ...
      11 Doch im Herrn ist weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau; 12 denn wie die Frau von dem Mann, so ist auch der Mann durch die Frau; aber alles von Gott.

      Vers 3: »der Mann aber ist das Haupt der Frau ---->
      widerspricht dies nicht der Schöpfungsordnung Gottes aus Genesis 1? Und hat Gott Mann und Frau nicht gleichberechtigt angesehen? Und ist dieser Satz in der heutigen Zeit wo die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau groß geschrieben wird, wirklich noch als christliche Tradition aufrechtzuerhalten? Fundamentalisten werden hierzu wohl Ja sagen! Wir haben es hier damit zu tun dass wir »Christus gegen Paulus treiben« müssen!

      Vers 7: Auch hier wieder relativiert Paulus Gottes Schöpfungsordnung, wo sowohl Mann als auch Frau gleichberechtigte Abbilder Gottes sind!

      Vers 8: Paulus wird hier, dass „die Frau aus der Rippe des Mannes geschaffen wurde” wohl allzu wörtlich genommen haben. Tatsächlich ist es ja gerade andersherum: jeder Mann wird aus der Frau - aus seiner Mutter heraus geboren!

      Vers 9: Hier greift Paulus das ATliche Motiv auf, wonach Gott die Frau als Hilfe / Gehilfin des Mannes geschaffen hat; was so aber erst im 2. Schöpfungsbericht vorkommt: 1. Mose 2,18: „Und Gott der HERR sprach: »Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.«

      Verse 11-12: ----> siehe bei Vers 8 – Paulus kommt in der Realität an, dass der Mann durch die Frau (= Mutter) geboren wird. Man kann jetzt hierzu den Vers Genesis 2,24 („sie werden sein ein Fleisch.”) zitieren.
      Mann und Frau sind jeweils der Mensch.

      Also, welches Bild ist das richtige?
      • das von Jesus Christus, der die göttliche Schöpfungsordnung betonte, nach der Mann und Frau gleichberechtigt sind? – oder
      • das von Paulus, wonach der Mann das Haupt der Frau ist, und somit im Rang über der Frau steht?
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Neu

      Ich glaube nicht, dass Genesis 1 und 2 miteinander kollidieren. Wenn man rein nach Genesis 1 geht, dann passt dort auch kein Christus zwischen Mann und Gott. Paulus rechnet die hierarchische Beziehung als eine Folge des Sündenfalls (1. Timotheus 2,11-15). Seine Worte müssen hier aber etwas "freier" ausgelegt werden, weil Adam kann man definitiv nicht als Unschuldigen hinstellen. Viel mehr hatte er ja die Verantwortung. Macht sollte übrigens weniger als Privileg verstanden werden, denn viel mehr als Verantwortung und Bürde. Von daher ist sie nicht immer erstrebenswerter. Aber auch wenn Paulus die Frauen lieber still und schweigend haben möchte, wie es scheint, so spricht er an anderer Stelle doch wie selbstverständlich davon, dass Frauen auch in der Gemeinde weissagen können, dürfen, sollen. Weissagen (prophetisch reden) definiert er als Rede zur Erbauung, Ermahnung und Trost (1. Korinther 14,3) und nicht als Visionen und Hellseherei. Offenbarungen erwähnt er gesondert. Das Weissagen ist also eine kommunikative Beziehung zwischen den Mitgliedern. Sie mag intim und im persönlichen Rahmen stattfinden, aber Gemeinde darf hier dennoch nicht missverstanden werden als Gemeindesaal.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Neu

      Norbert Chmelar schrieb:

      Kann man dies heute in Zeiten der Gleichberechtigung überhaupt noch vertreten?
      Welche Gleichberechtigung?

      Das Missverhältnis zwischen Mann und Frau ist eindeutig als Fluch ausgesprochen in der Genesis und hat ja genug Elend gebracht.
      Wie Jesus mit Frauen umging, wird uns ja erzählt, und ferner wird uns gesagt, dass in Christus weder Mann noch Frau ist, sondern ein einträchtiger Geist.
      Es ist aber um der Sünde willen trotzdem eine Ordnung gegeben durch Paulus an die Gemeinden und in dieser Ordnung bleibt - entsprechend der Zeit und letztlich aller Welt - der Mann das Haupt.
      Man stellt sich darunter dann immer einen frommen Tyrannen vor und das ist der Fehler.
      Wenn Paulus sagt, dass wir unsere Frauen lieben sollen, wie Christus uns geliebt hat, dann sollten da eigentlich keine Fragen offen sein;
      dass das der Welt und dem Zeitgeist nicht gefällt, ist klar, aber auch egal letztlich.

      Wir sollen unsere Frauen beschützen. Das ist richtig so und kein Chauvinismus, und ich glaube, die meisten Frauen wünschen sich das nach wie vor.
      Das alles hat überhaupt nichts damit zutun, dass die Frau "auf eigenen Beinen stehen kann", einen wichtigen und verantwortungsvollen Beruf ausüben kann, Ämter ausfüllen kann und auch etwas zu sagen hat, und dergleichen mehr.
      Es hat überhaupt nichts damit zutun, dass ich der dicke Macker bin und mein Heimchen hat die Schnauze zu halten ... Das sind alles Klischees.
      Sowas gibt es, natürlich, aber das gibt es ja in der weiten Welt gleichermaßen.
    • Neu

      Seele1986 schrieb:

      Wir sollen unsere Frauen beschützen. Das ist richtig so und kein Chauvinismus, und ich glaube, die meisten Frauen wünschen sich das nach wie vor.
      Wenn man sich die Statistiken anschaut, dann kommt man schon ins Grübeln...
      Gewalt gegen Frauen: Was ist Gewalt gegen Frauen - bff Frauen gegen Gewalt e.V.
      Gewalt gegen Männer | WEISSER RING e. V.
    • Neu

      In der Welt ist das normal.
      Bei Christen soll es nicht so sein, eigentlich.

      Wie schon geschrieben: Wenn der Mann nach Gottes Willen lebt und mit ihm eng verbunden ist, dann bleiben Frau und Kinder (auf Augenhöhe behandelt) nicht ungesegnet.
      Der Mann wird dann das Haupt sein und bleiben, wie es die Bibel beschreibt.
      Satan hat vor nichts mehr Angst, als vor Anbetung. Lilo Keller
    • Neu

      Die gegenseitige Abhängigkeit (Interpendenz) spricht Paulus nicht nur in 1. Korinther 11 schon an, sondern auch dort, wo er die Gemeinde und ihre Mitleider mit einem Körper und seinen Gleidern vergleicht. Deswegen nennt man es auch den Leib Christi. Das ist ein Bild, das es schon im AT und auch schon bei den Griechen gegeben hat. Goy (Nation) bedeutet eigentlich Körper/Körperschaft. Es bezieht sich immer auf gemeinsame Identität. So gab es ja auch den Leib Mose. Aus diesem Blick werden auch die Königreiche, wie auch die Kerubim als symbolisiert durch Tierkörper verständlich.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.