Überlieferungen und Traditionen in der Bibel

  • Mich hat sowas schon als Kind genervt: Klassenfeind und Klassenkampf, antifaschistischer Schützwall (die Grenze), "wir wollen auf Erden glücklich sein", "den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen" (Heine), "dein Arbeitsplatz, Dein Kampfplatz für den Frieden" - die Guten im Osten, die bösen faschistischen Kriegstreiber im Westen.

    Ja, Christel, ich bin in einem Dorf ("Marktgemeinde Mauer bei Wien" )aufgewachsen. Kriegszeit, dann Russen - und zuerst unterschwellig, dann offen der Kampf mit der RKK - der Herr Katechet hat uns Protetstanten in der vierten Klasse einmalals "die affen Gottes " hinausgejagt.


    So, Mittelschule. Bei der Aufnahmsprüfung verteilte ein katholischer Priester ( oooh mein Schreck !) die Mathe - Aufgaben - - - Dann hat mnich das Bundesgymnasium Wien XIII, Fichtnergasse, acht Jahre anderes gelehrt - die Professoren und die ganze Klasse mit ein paar werdenden Priester, ein paar engagierten Katholiken, einem Marxisten, einem echten Kommunisten, ein paar Sozialisten , ja, einem "AltNAZI - - - - und ein bisserl schäme ich mich noch heute, als Teen meine "Proof Text Mtehode" - - die natürlich ganz meine Haltung bestätigte ! - heimlich, aber konsequent kultiviert zu haben. - - - - - Lange Jahre später habe ich auch mit Hilfe des Monsignore S - dessen schriftliche Griechisch - Matura ich vor der Abgabe auf Fehler durchgesehen hatte (strengst verboten, aber von unsren Professoren gezielt so arrangiert) - einen Passus aus dem entstehenden "Psyhotherapie - Gesetz " entfernen können. Ihm, dem Leiter des Pastoralamtes, konnte ich leider keinen Anstaltsseelsorger für mein Spital stellen, wohl abere zusagen, dass ich den von ihm Gestellten persönlich auf allen Stationen einführen würde. Und mit dem Oberlandesgerichtsrat in Ruhe, aktiver Sozialist und aktives Glied seiner Pfarre, sass ich auf seine Initiative noch zusammen in unsere Bnemühung, "Und führe uns nicht in Versuchung" eine Klärung zufinden. Vor ein paar wochen war ich bei seiner Seelenmese - - -

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Also: Das Wort hatte göttliche Natur, war göttlich. Es ist damit aber nicht JHWH als Vater gemeint. Und die Göttlichkeit ist eher mit einem Herrscher zu vergleichen

    "Natur" - ZweiNaturenLehre göttlicher und menschlicher Natur.

    Nur Gott ist von göttlicher Natur.

    In einem Herrscher, der nicht Gott ist, was gõttliches zu sehen, das ist Götzendienst.

    Warum nannte dann Jehova Menschen Götter gegen die sein Ausspruch gerichtet war? Denn das hat auch Jesus den Pharisäern gestellt

    Bist Du ernsthaft der Meinung, dass alle Worte in der Bibel, egal wo sie stehen, exakt dieselbe Bedeutung haben?

    Ich halte dieses methodische Vorgehen für falsch, denn es führt zwangsläufig zu falschen Ergebnissen:

    Zitat


    Diese Bibelforscher wandten eine Methode an, die für uns heute noch richtungsweisend ist. Sie nahmen sich verschiedene Themen vor und untersuchten, was die Bibel dazu sagt. Stießen sie dabei auf eine schwer verständliche Passage, suchten sie nach Textstellen, die Licht darauf warfen. Wenn sie dann zu einem Ergebnis kamen, das mit anderen Aussagen der Bibel übereinstimmte, schrieben sie es auf.
    https://www.jw.org/de/bibliothek/…htig-verstehen/

    Ein Wort erklärt sich immer nur aus dem Kontext in dem es steht!

    Aber ich habe für Deine Frage eine schöne Antwort gefunden:

  • So sehe ich das nicht, denn es gibt Dinge im Kontext die nicht näher erklärt werden, daher muss man des öfteren nach Stichworten suchen die des öfteren auf Parallelen im Nt wie auch im AT verweisen und so bringen sie einem mehr Verständnis. Ganz besonders in der Offenbarung gibt es Definitionen die wir in Jesu Aussagen wiederfinden , bei den Christen oder im AT. Sonst würde man gar nichts verstehen denn die Offb ist hoch kompliziert geschrieben.

  • Grundsätzlich kann das hilfreich sein. Beim 1. Johannesbrief habe ich auch ins Johannesevangelium geschaut, denn beides gehört zum Corpus Johanneum. Doch gerade, wenn es um Wortbedeutungen geht, hat immer der jeweilige Kontext Vorrang. Und wie gesagt, auf andere Textstellen schauen, das kann auch sehr in die Irre führen.

    Auch wenn wir die Bibel als "Wort Gottes" ansehen, so waren die Empfänger dieses Wortes nicht völlig außer vor, sie konnten nur niederschreiben, was sie in der Lage waren aufzunehmen und sie taten es entsprechend ihrem Verständnis, in ihrer eigenen Sprache. Zudem ist beispielsweise ein Psalm, ein Gebet etwas andere als eine Erzählung oder ein Zeugnis. Und es sind Texte zwischen deren Abfassung Jahrhunderte liegen.

    Selbst, wenn ich was schreibe, erschießt sich die Bedeutung eines Wortes immer nur im jeweiligen konkreten Beitrag. Ich hoffe, Du schaust nicht in anderen Beiträgen von mir nach, wenn Du ein von mir verwendetes Wort nicht verstanden hast oder Du schaust beispielweise sogar in einem Beitrag von Bogi111 nach, wie ich ein Wort gemeint habe.

  • Noch eine Ergänzung für Robo und Norbert Chmelar:

    Hebräisten stellten aber fest, dass es zu der Zeit als Mose die Thora (1. bis 5. Buch Moses) geschrieben hatte,

    Zitat

    Mit diesem Vers beginnt der Schöpfungsbericht, den man in den Kapiteln 1 und 2 von 1. Mose (Genesis) nachlesen kann. Von 1. Mose 1:1 bis 2:4 werden kurz die einzelnen Schritte beschrieben, die Gott unternahm, um die Erde und alles, was darauf existiert, zu erschaffen, wozu auch der erste Mann und die erste Frau gehörten. Anschließend folgt ein Bericht mit weiteren Einzelheiten über die Erschaffung der ersten beiden Menschen (1. Mose 2:7-25). https://www.jw.org/de/biblische-l…0Seite%C2%A0272

    Ich halte beides für falsch!

    Robo, ist Dir schon mal aufgefallen, dass in dem ersten Teil der "Name" Jehova nicht vorkommt?

    https://www.jw.org/de/bibliothek/bibel/nwt/bibelbuecher/1-mose/1/

    Dieser taucht erst ab Vers 2,4b auf:

    Zitat


    Er handelt von der Zeit, als sie erschaffen wurden, dem Tag, an dem Jehova* Gott Erde und Himmel machte.+
    https://www.jw.org/de/bibliothek/…echer/1-mose/2/

    Grund: 1. Mose Vers1,1- 2,4a ist ein jüngerer Text, der unabhängig von den anderen Schöpfungstexten entstand und davorgesetzt wurde:

    Zitat

    Als Schöpfungsgeschichte der Priesterschrift wird die Erzählung bezeichnet, mit der die Bibel beginnt (Genesis 1,1–2,3(4a)). Auch der Ausdruck Schöpfungsbericht (statt -geschichte) ist üblich. https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6…riesterschrift)

    Priesterschrift, da sind wir zeitlich hier:

    Zitat

    Und damit ist auch Norberts schöne Argumentation futsch:

    dass es zu der Zeit als Mose die Thora (1. bis 5. Buch Moses) geschrieben hatte, es überhaupt noch keinen Majestäts-Plural im Hebräischen gegeben habe!