Die Lehre von Marcion

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wenn jede Glaubensgemeinschaft ihre Religion . f r i e d l i c h . in ihren Gebäuden (Kirchen, Moscheen, Synagogen etc.) im Rahmen der deutschen GESETZE und des GRUNDGESETZES und der allgemeinen Menschenrechte ausübt, . k a n n . ein gedeihliches Zusammenleben gelingen!
      Joa, sicher, das wird ja versucht.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Du bist mir da gerade zu pessimistisch!
      Ich bin vor allem verwirrt :D
      Meine Beiträge finden sich jetzt unter "Die Lehre von Marcion und Gnosis" ... Wird immer schlimmer hier
    • Seele1986 schrieb:

      Es wird aber an einigen Stellen kein "Totschlag" geboten, sondern Mord. Außerdem ist diese moderne juristische Unterscheidung bei diesen Texten ziemlich hinfällig, glaube ich.
      Sehe ich auch so. Wie sagte doch Jesaja klar und deutlich:

      Jes 5,20 Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse, die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis, die Bitteres süss machen und Süsses bitter!
      Jemandem vorsätzlich das Leben nehmen war und ist immer Mord, und wenn jemand dies von andern fordert, wie Jahwe laut Mose, das Abstechen von Freunden Brüdern , Nachbarn als vermeintlicher "Treuebeweis" Jahwe gegenüber, dann war und ist es nachweislich Anstiftung zu Mord.

      Unter diese Kategorie fiel auch die Aufforderung Menschen für dies und das zu Steinigen, Verbrennen. Wer dies tat handelte Böse. Der wahrhaftige Gott, so wie auch Jakobus von Jesus gelernt hat, der ja der Vater des Lichts ist, von dem nur GUTE Gaben kommen, versucht niemandem zu Bösem (Töten) und kann selber auch nciht dazu versucht werden.


      Jak 1,13 Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand.
      Christen sollten sich meines Erachtens, wie die Jünger und Apostel damals taten, sich in der Bibel nurmehr an dem von Jesus Christus offenbarten Gottesglauben halten. Sei es im NT wie auch natürlich im AT. Dort finden wir in Psalmen, Sprüchen, Jesus Sirach, Weisheiten wahrhaft göttliche Charakteren, Weisungen vor.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Renato, gerne will ich begründen, warum Moses JAHWEH und der Vater Jesu Christi ein und derselbe Gott ist!
      JAHWEH ist im AT derselbe FRIEDEFÜRST, wie Jesu Vater im NT in Jesus Christus dieser FRIEDEFÜRST ist!
      Gott wollte und will keinen Krieg! „Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein!”

      Nun wirst Du sicher einwenden und darauf hinweisen, dass JAHWE im AT doch der KRIEGSGOTT der Hebräer war, weil er die Ureinwohner in Kanaan für des Moses Volk ausgerottet hat. Darauf will ich im folgenden mit biblischen Argumenten eingehen:

      Wo erwies sich JAHWEH in der Wüstengeschiichte als Friedefürst? Hast Du nicht gelesen, gegen wen alles das Volk Israel in den Krieg ziehen musste? Und sinnigerweise führte sie JAHWEH nicht auf direkten Weg nach Kanaan scndern schickte sie erst mal in die Wüste, damit sie nicht gleich nach Aegypten umkehren würden, wenn sie sich schon da kriegerisch hätten betätigen müssen


      2Mo 13,17 Als nun der Pharao das Volk hatte ziehen lassen, führte sie Gott (Jahwe, der HERR) nicht den Weg durch das Land der Philister, der am nächsten war; denn Gott (Jahwe, der HERR)dachte, es könnte das Volk gereuen, wenn sie Kämpfe vor sich sähen, und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.


      Gott, so wie er sich in und aus Jesus Christus unmissverständlich offenbarte und die Jünger und Apostel übernahmen, weiterleiteten (obwohl sie von Kindern JAHWEHs dafür verfolgt und getötet wurden) ist Liebe. Johannes lehrte deshalb folgerichtig:

      1Joh 4,7 Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott.1Joh 4,16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

      JAHWEH, der ja nur bei Mose auftrat, aber von Vielen gesehen wurde, auch wie er beinahe Mose getötet hätte 2. Mose 4,24 war ein Herzverstocker.


      Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll es vor dem Pharao reden, damit er die Israeliten aus seinem Lande ziehen lasse.

      3 Aber ich will das Herz des Pharao verhärten und viele Zeichen und Wunder tun in Ägyptenland.

      Und jetzt hier für Alle, die noch immer nicht erkannt haben, dass der allein wahre Gott, den die Anhänger Jahwes ja nicht kennen konnten, sogar ablehnten, Jesus gar als Gotteslästerer zum Tode verurteilt haben wollten, weil er lehrte, dass er der Sohn des allein wahren Gottes sei, folgende markante Stelle.

      J
      Johannes 16,2 Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst.3 Und das werden sie tun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von renato23 ()

    • freudenboten schrieb:

      Kleine Anregung zum Nachlesen/Studieren betr. nachristl. "Gnostiker".
      Allerdings als Hinweis: Marcion war kein Gnostiker im klassischen Sinne.
      Der Gnostiker erlöst sich durch Erkenntnis seiner eigenen Gottheit, die in böser Materie verschlossen ist.
      Marcion glaubte, dass der Mensch allein durch Gnade und Glaube errettet werde.
    • renato23 schrieb:

      Wo erwies sich JAHWEH in der Wüstengeschiichte als Friedefürst?
      Er erweist sich als Friedefürst für die, die ihm glauben. Was glaubst du, macht er mit denen, die seine Anhänger antasten ? Auch mit denen ist er geduldig. Aber nur eine Zeitlang. Wenn sie nicht hören und umkehren, wird er sein Volk beschützen bis in letzter Konsequenz. Jesus wendete keine Gewalt an und ließ sich umbringen. Aber er stand auch wieder von den Toten auf. Das war ein Wunder, aber das wäre keine dauerhafte Maßnahme um die Feindschaft auszusitzen. Den Gott, den du im AT kritisierst, den findest du auch in der Offenbarung wieder. Dass es ohne Gewalt nicht gänzlich gehen wird, das liegt leider an den Götzendienern. Das AT zeigt nur ein Vorgeschmack dessen, was laut Offenbarung noch kommen wird.


      renato23 schrieb:

      Paulus, ein einstiger Geistgenosse der Kinder Jahwes erkannte ja, als er sich der Gemeinde Gottes um Jesus Christus anschloss: Römer 13, 8-10. Dass wer liebt weder tötet !!! noch stiehlt etc. und erklärte deshalb die gelebte Liebe als Erfüllung der Gesetze.
      1. Wenn du mit "Kinder Jahwes" eine Anspielung auf die Kinder des Teufels meinst, wie Jesus die Juden in Johannes 8 schimpft, dann liegst du falsch. Er nennt sie Kinder des Teufels, weil sie eben nicht den Jahwe zum Gott haben, der mit Abraham einen Bund schloss und den er auch Vater nennt.

      2. Wer liebt, der stiehlt und tötet nicht etc. Ja, aber das ist die Logik des Gesetzes, von der Jesus uns frei machte. Deswegen sind wir nicht befreit zum Töten und Stehlen.
      Aber das Gesetz Mose ist kein allgemeines Prinzip, sondern auf das Volk Israel zugeschnitten. Wer ein Stück Land geerbt hat, von dem er leben kann, und dem Besitzung und Nutzung garantiert wird, von dem kann man auch erwarten, dass er weder stiehlt noch töten muss, um seinen Besitz zu verteidigen. Gleiches von einem völlig Mittellosen zu verlangen ist völlig widersinnig und starre Dogmatik. Das Gesetz Mose bezieht solche Menschen mit ein, aber nicht als verantwortliche Subjekte. In der Geschichte der christlichen Gemeinden hat sich eine widersinnige Verschiebung der Anforderungen der Gesetze auf sämtliche Menschen ergeben ohne Rücksicht auf ihre Biografie und ohne Rücksicht auf den Kontext, in dem diese Gesetze ursprünglich gegeben wurden.

      Das Volk Israel hatte auch ein Recht zur Verteidigung, wie man sehr gut im Buch Esther erkennen kann. Die Nazis verdrehten die Geschichte zu Ungunsten der Juden und stellten sie als willkürliche Mörder hin. Nachzulesen im Wochenblatt "Der Stürmer" von 1934 : Aus dem nationalsozialistischen Hetzblatt "Der Stürmer"

      Mit deiner Kritik bewegst du dich leider auf ähnlichem Niveau, da sie vom selben antisemitischen Geist inspiriert ist, auch wenn dir das weder bewusst, noch deine Absicht ist.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Seele1986 schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Kleine Anregung zum Nachlesen/Studieren betr. nachristl. "Gnostiker".
      Allerdings als Hinweis: Marcion war kein Gnostiker im klassischen Sinne.Der Gnostiker erlöst sich durch Erkenntnis seiner eigenen Gottheit, die in böser Materie verschlossen ist.
      Marcion glaubte, dass der Mensch allein durch Gnade und Glaube errettet werde.
      Marcions Kritik an der Sinai-Offenbarung ist gnostisch beeinflusst: "Kanon im Kanon" statt "Tota scriptura".
      Wer Mose ablehnt, versteht auch Jesus nicht.
    • freudenboten schrieb:

      Marcions Kritik an der Sinai-Offenbarung ist gnostisch beeinflusst: "Kanon im Kanon" statt "Tota scriptura".
      Wer Mose ablehnt, versteht auch Jesus nicht.
      Ich befürworte auch nicht Marcions Lehre, ebensowenig Renatos Lehre hier, aber ich kann nachvollziehen, wie man zu solchen Gedanken kommt.
      Die Unterschiede in der Gottesdarstellung zwischen Mose und Jesus sind teilweise derart gravierend, dass man da schwerlich drumrum kommt.

      Der Punkt ist, dass man den Prozess nicht sieht, der da stattfindet. Gott hat dies alles gewirkt und gewährt, damit sich die Geister daran scheiden und die Wahrheit erkannt werde.
      Wenn das Samenkorn nicht in die Erde geht und erstirbt, so bringt es keine Frucht; was Jesus da über den Menschen sagte, gilt auch für die Weltzeitalter.
      Es geht alles so, wie es gehen soll.

      Wenn man Gott erkannt hat, wie der Sohn ihn offenbarte, dann braucht man doch keinen Jahwe mehr.
      Diese gewaltigen Zeichen und Werke, die im Alten Bunde geschehen, sind doch für Unmündige. Das Volk hat Todesangst und nahen kann sich nur der Priester Mose, und muss sich sogar bedecken, wenn er zurück zum Volk geht, weil sie seinen Anblick nicht ertragen können; sie sind mit der Decke bedeckt, diese ist uns abgetan.
      Die Wahrheit ist im Alten Testament verborgen als Verheißung der Erkenntnis Gottes.
      Der Gott bzw. der Engel des Herrn (oder die Engel), der sich am Sinai offenbarte, musste sich durchsetzen gegen alle Götterbilder und Götzen.
      Das musste so sein, damit der Mensch sich und Gott erkennt: die vollkommene Unmöglichkeit, jemals zu Gott zu kommen und gut zu werden vor ihm, es sei denn, man ist aus Gott geboren.
      Fürwahr, Du bist ein verborgener Gott, Du Gott Israels!
      Dunkelheit ist um ihn her, heißt es in den Psalmen.

      Das alles ist auch wahr. Es gehört auch dazu. Der gleiche Himmel, der wunderschönes Morgenrot zeigt, schickt Blitze und Hagel, Tornados und Orkane.
      Aber wenn man sein Sohn ist, oder seine Tochter, dann erkennt man dies ganze Bild, das er zeichnet, um uns zu lehren, und man folgt dann doch keinem israelitischen Kriegsgott nach.
      Es ist dies alles zur Lehre und Erkenntnis der Menschen bzw. der Erwählten geschehen und geschrieben.

      Alle Schrift, eingegeben von Gott, ist nützlich zur Lehre und Unterweisung.
      Das war es, was ein Marcion nicht verstanden hat.
    • Ich wiederhole noch einmal:

      Der Segen Abrahams, welcher letztlich in dem EINEN Nachkommen (so Galater 3:16.) Jesus erfüllt wird, schließt im AT AUCH den ALLMÄCHTIGEN "Kriegsgott" mit ein. "... verfluchen den, der dich verflucht..." (Gen. 12:3.) Sogar die gewaltsame Befreiung der Kinder Abrahams aus Ägypten wurde Abraham schon vorausgesagt.

      Zuletzt wird auch Jesus in seinem Zweiten Kommen "die Gottlosen umbringen durch den Hauch seines Mundes."

      Also kein "Friede, Freude, Eierkuchen"