Die Lehre von Marcion

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    • Der Gott Jahwe des Alten Testaments ist auch ein Gott des Friedens!

      renato23 schrieb:

      Sorry, aber wenn ich lese, dass Moses HERR und Gott, der himmlische Vater unseres Herrn Jesus ein und derselbe Gott sein soll, dann frage ich mich,, wie solche die Bibel lesen ...
      ... um ein Reich des Friedens in die Wege zu leiten.
      Renato, gerne will ich begründen, warum Moses JAHWEH und der Vater Jesu Christi ein und derselbe Gott ist!
      JAHWEH ist im AT derselbe FRIEDEFÜRST, wie Jesu Vater im NT in Jesus Christus dieser FRIEDEFÜRST ist!
      Gott wollte und will keinen Krieg! Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein!

      Nun wirst Du sicher einwenden und darauf hinweisen, dass JAHWE im AT doch der KRIEGSGOTT der Hebräer war, weil er die Ureinwohner in Kanaan für des Moses Volk ausgerottet hat. Darauf will ich im folgenden mit biblischen Argumenten eingehen:

      I.) Warum befahl JAHWEH die Ausrottung der 7 kanaanitischen Völker?
      Weil sie durch und durch verkommen und total satanisch waren und ihre Kinder im Feuer ihrem abscheulichen Götzen Moloch geopfert haben! Daher ist Gottes Zorn über die Kanaaniter gekommen und ER legte seinen Bannfluch auf sie. Das Volk Israel war nur ein Werkzeug in der Hand Gottes zur Ausführung dieses Vernichtungs-Befehls!
      Will man sich hier gegen Gott auflehnen? Ich halte das nicht für richtig! Es war nunmal GOTTES WILLEN. Wie aber kann man dies Dir lieber Renato verständlich klarmachen?


      II.) Im NT bringt die Feindesliebe Jesu nun eine ganz andere Richtung!

      Vergeben und Verzeihen und Gebet für die Feinde ist Jesu neuer Weg, der auch uns, seine Nachfolger zur Gewaltlosigkeit verpflichtet!

      Wann wird endlich all das sinnlose Blutvergießen, die Gewalttätigkeit und die vielen Kriege aufhören? Wann kommt endlich Jesus und macht dem Allen ein Ende?

      Zurück zu Dir, Renato: Du stellt Jahwe - des Moses Kriegsgott der Hebräer als Gegenspieler zu Jesu himmlischen Vater als Gegenpart von Böse (= Jahwe) und Gut (= Jesu Gott) dar und bezeichnet damit den Jahwe des AT als Diener Satans, was nicht OK ist!
      Du stellt damit folgende Gleichung auf:

      III.) KRIEGSGÖTZE JAHWEH ≠ FRIEDEFÜRST JESU!

      Aber dies ist so schon vom AT her falsch! Denn auch JAHWEH ist ein Feind des Krieges weil ER am Ende des Lebens von David zu ihm sagt: „Du hast zu viele Kriege geführt und zu viel Blut vergossen!” (1.Chr.22,8) Daher sorgte Jahwe dafür, dass Davids Sohn Salomo (= „der Friedliche”) 40 Jahre lang im Frieden regieren durfte! ---> somit ist Jahwe bereits schon im AT der »Friedefürst«! (---> siehe Jesaja 9,5 - auch 2.Chr.11,4/1.Kön.12,24 - wo JHWH den Bürgerkrieg zwischen Juda (König Rehabeam) und Israel (König Jerobeam) ausdrücklich verboten hatte!) ===> Damit ist bewiesen, dass Jahweh auch im AT ein Gott des Friedens ist! (Der Eroberungskrieg in Kanaan unter Josua war eine Ausnahme, aus den oben genannten Gründen!)

      IV.) JAHWEH DER FRIEDEFÜRST!

      So wie der FRIEDENSKÖNIG Salomo im AT als Vorschattung des Königs Jesus für 40 Jahre im Frieden regiert hat, so wird auch der FRIEDENSKÖNIG Jesus Christus für 1.000 Jahre im Frieden regieren im Millenium - dem FRIEDENSREICH auf Erden! ---> damit erfüllen sich die Friedensprohezeiungen des Jesaja aus Jesaja 2 („Schwerter zu Pflugscharen”) und Jesaja 11! ===> Damit wird bestätigt, dass der FRIEDEFÜRST JAHWE des AT ein und derselbe FRIEDEFÜRST JESUS des NT ist! „Denn DER EWIGE IST UNSER FRIEDEN!” Amen
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • freudenboten schrieb:

      Eben, das ist "gnostische" Verwirrung.
      Jesus ist derselbe JHWH, der damals Moses und Israels Feinde bekämpfte.
      Und Jesus wird als "Israel" = Gottes Sieger wiederkommen.
      Selig sind die Frieden stiften, denn diese werden Kinder Gottes heissen. Sagte Jesus Christus der Sohn des allein wahren Gottes aller Menschen auch Israels. Jesus war unmöglich Sohn oder gar JHWH selber, der behauptete Gott Israels zu sein, und das Volk Israel ins Elend stürzte, sie aus Aegpyten holte um sein eigenes Kriegsvolk befehligen zu können.

      Moses hätte eigentlich intervenieren müssen als JHWH ihn beauftragte die Leviten dazu zu bringen, ihre Brüder, Freunde zu ermorden, abzustechen so quasi als Treuebeweis gegenüber dessen der zugab, das Herz des Pharaos zu verstocken, damit dieser das Volk nicht ziehen lassen, damit er viele seiner Schreckenswunder präsentieren konnte. Du sollst NICHT töten und....Ihr sollt töten, widerspricht sich.

      Woran erkennt Jesus seine Getreuen? Wohl daran dass sie Liebe untereinander haben. Dass sie IHM glauben, wie Gott in Wahrheit ist (was der Sohn lehrte und wirkte, wurde ihm von Gottes Geist in IHM aufgetragen der Menschheit zu offenbaren . Glaubst Du Jesus nicht,dass niemand ausser ihm den wahren Gott kannte.?

      Johannes Erkenntnis in 1. Johannes 5,20, dass Gott Liebe ist, zeigt, dass er schon vor 2000 Jahren die Wahrheit über Gott erkannte, die zu verbreiten Jesus vor Pilatus bezeugte geboren worden zu sein.

      Unbegreiflich dass Du Jesus von Nazareth, der weder Tod noch Teufel gescheut hat, Kreuzigung in Kauf nahm (weil er wusste, dass der Schöpfergott, sein geistlicher Vater ihn wieder auferwecken würde) die Israeliten mit längst fällig gewesenen wahren Gottverständnis vertraut zu machen und gar aufzuzeigen, wie man (durch nurmehr gelebte Liebe, Barmherzigkeit) selber zu einer innigen segensreichen Gottverbundenheit gelangen kann aufgrund Deiner Worte für all die Gräueltaten die JHWH tat, respektive forderte verantwortlich zu machen scheinst.

      Niemand gelangt zu inniger Gottverbundenheit mit dem Vater im Himmel, ausser durch beherzigen dessen was Jesus als schmalen Weg erklärte und vorlebte

      Vor 2000 Jahren gab es einen Bund mit dem allein wahren Gott. Wer von aller Bosheit abkehrte, damals bis heute und Jesus glaubt, dass niemand ausser ihm den Vater im Himmel kennt und der Weg nur über Jesus Wegweisungen zu einer innigen GottverBUNDenheit führt, kann wohl wie Jesus Jünger erkennen, dass Gott in Wahrehit Liebe ist und ein Gott des Friedens und absolut nicht wesensgleich mit dem Gott/Vater der Schrftgelehrten die als Jünger Mose nur jenen als Gott anerkannten, der mit Mose von Angesicht zu Angesicht gesprochen habe.

      Schon vor 2000 Jahren erkannten Anhänger und Verbreiter von Jesus Gotteslehre, dass Gott, Vater des Lichts ist, der niemandem zu Bösem versucht und selbst auch nicht Böses im Sinn hat. Das kannst Du von Deinem JHWH nicht sagen..

      Diesem wahren Mensch und Tier mit irgendwelcher Behinderung ein Gräuel, Nachkömmlinge Aarons durften deswegen kein Priesteramt ausführen. Warum heilter JHWH nicht solche, wie Jesus Christus mit Gottes Heilkraft in sich alle Gebrechlichen, Aussätzigen heilte und sogar tote auferwecken konnte? Weil JHWH zu 90 % nur Zerstörungswunder erwirken konnte.

      Wer meint dies sei gelogen beweise mir das Gegenteil. Dass man den Sohn und den Vater dermassen verunglimpfen kann geht mir echt zu Herzen, DAS hat Jesus weiss Gott nicht verdient.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von renato23 ()

    • renato23 schrieb:

      Moses hätte eigentlich intervenieren müssen
      Renato solange Du im AT nicht Jesus suchst, der kommt einige male vor, solange läufst Du in die Irre und verbreitest falsches!!!
      2.Mose 32
      9 Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe dies Volk gesehen. Und siehe, es ist ein halsstarriges Volk.
      10 Und nun lass mich, dass mein Zorn über sie entbrenne und sie verzehre; dafür will ich dich zum großen Volk machen.
      11 Mose wollte den HERRN, seinen Gott, besänftigen und sprach: Ach, HERR, warum will dein Zorn entbrennen über dein Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand aus Ägyptenland geführt hast?
      12 Warum sollen die Ägypter sagen: Er hat sie zu ihrem Unglück herausgeführt, dass er sie umbrächte im Gebirge und vertilgte sie von dem Erdboden? Kehre dich ab von deinem glühenden Zorn und lass dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk bringen willst.
      13 Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheißen hast: Ich will eure Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel, und dies ganze Land, das ich verheißen habe, will ich euren Nachkommen geben, und sie sollen es besitzen für ewig.
      14 Da gereute den HERRN das Unheil, das er seinem Volk angedroht hatte.

      Und hier noch etwas ganz wichtiges!!!

      4 Mose12

      1 Da redeten Mirjam und Aaron gegen Mose um seiner Frau willen, der Kuschiterin, die er genommen hatte. Er hatte sich nämlich eine kuschitische Frau genommen.
      2 Und sie sprachen: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? Und der HERR hörte es.
      3 Der Mann Mose war sehr demütig, mehr als alle Menschen auf Erden.
      4 Und sogleich sprach der HERR zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zu der Stiftshütte! Und sie gingen alle drei hinaus.
      5 Da kam der HERR hernieder in der Wolkensäule und trat in den Eingang der Stiftshütte und rief Aaron und Mirjam und die gingen beide hin.
      6 Und er sprach: Hört meine Worte: Wenn unter euch ein Prophet ist, dann will ich, der HERR, mich ihm kundmachen in Gesichten oder mit ihm reden in Träumen.
      7 Aber so steht es nicht mit meinem Knecht Mose; ihm ist mein ganzes Haus anvertraut.

      8 Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, offen und nicht in dunklen Worten, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt.

      Hoffendlich bist Du nicht auf dem Weg wie Miriam und Aaron...


    • Bogi111 schrieb:

      Renato solange Du im AT nicht Jesus suchst,
      Naja, Bogi ... Ich les mir das hier immer so durch und man muss schon drüber nachdenken und es mal nüchtern betrachten.

      Renato sagt auch, dass im Alten Testament stellenweise Jesus bzw. der "gute Gott" (ich nenn das jetzt mal so) zu ersehen ist; er zitiert ja auch die Propheten zum Beispiel.
      Aber viele andere Stellen lehnt er eben ab.

      Jetzt mal ehrlich: wir machen doch im Prinzip dasselbe. Wenn diese grausamen Sachen angesprochen werden, dann sagt man: "Aber jetzt haben wir Jesus und einen Neuen Bund!", usw.
      Natürlich erklärt man dann, dass der Neue Bund trotzdem mit dem Alten zusammenhängt, bzw. der Alte ein Typos war, und dass alles damals trotzdem noch genauso Recht und Göttlichkeit habe heute,
      aber leben tun wir das ja nicht; wir leben ganz anders.
      Würden wir so leben und gehorchen, wie damals, dann wären wir wie islamistische Terroristen; da ist keinerlei Unterschied. Es ist KEINERLEI Unterschied, es ist identisch. Ob Du den einen Jahwe nennst und den anderen Allah, spielt zwar kulturimmanent eine Rolle, aber von den Taten und der Gesinnung, die es gebiert, ist es vollkommen identisch.

      Aber trotzdem muss das Alte noch irgendwie richtig und göttlich sein, denn es ist ja Gott, der dort spricht, nicht wahr?
      Und das ist dann eben nur noch eine Sache von Rhetorik, mehr ist das letztlich ja nicht.

      Man macht im Prinzip dasselbe wie Renato, man argumentiert das Ganze nur anders.

      Du weißt sicher, dass bei 2. Samuel 24 Gott der HERR es ist, der David reizt, das Volk zu zählen,
      und in 1. Chronik 21 ist es Satan, der das tut.
      Die gleiche Erzählung, einmal ist es Gott der HERR, einmal ist es Satan.

      Öffnet die Augen.
    • Weil im AT der "Verkläger der Brüder, der sie verklagte Tag und Nacht" (Offb. 12) noch nicht vom Himmel/Thron Gottes "verworfen" war... (Siehe auch Hiob)
      Außerdem waren im AT die Menschen außerhalb des Abrahams-/Sinaibundes Gottesfeinde.
      Am Ende wird Jesus auch "seine Feinde umbringen mit dem Hauch seines Mundes."
    • Seele1986 schrieb:

      Aber trotzdem muss das Alte noch irgendwie richtig und göttlich sein, denn es ist ja Gott, der dort spricht, nicht wahr?
      Und das ist dann eben nur noch eine Sache von Rhetorik, mehr ist das letztlich ja nicht.
      Es ist natürlich immer eine Sache des Betrachters!

      Ich versuche aber zu Jesus und Gott zusammenzuführen und versuche den Geist eines Moses, Jesus...usw. zu leben!

      Trotz seiner besonderen Stellung bei Gott hat auch Mose gefehlt und durfte das Gelobte Land nur aus der Ferne sehen.

      Ich bin mir sehr bewusst meiner Fehlbarkeit! Trotzdem hat ER uns Sündern einen Auftrag gegeben!!!
      Das zu bekennen was wir von IHM gelernt haben!
    • freudenboten schrieb:

      Weil im AT der "Verkläger der Brüder, der sie verklagte Tag und Nacht" (Offb. 12) noch nicht vom Himmel/Thron Gottes "verworfen" war... (Siehe auch Hiob)
      Ist die Erklärung für was?

      freudenboten schrieb:

      Außerdem waren im AT die Menschen außerhalb des Abrahams-/Sinaibundes Gottesfeinde.
      Ja, mir ist die Auslegung klar, freudenboten.
      Es ist aber eine Sache zu sagen, dass es Gottesfeinde gibt (Jesus macht ja klar, dass jene, die den Menschen nicht lieben, auch Gott nicht lieben)
      und dass Gott einst seine Feinde zerstören wird, so wie ja auch die Tage jedes Herrschaftsreiches alle längst gezählt sind.
      Es ist eine ganz andere Sache, derartige Gräueltaten direkt zu befehlen, wie sie sich da teilweise finden, und zudem noch zu proklamieren, dass der Gestank der Leichen ein Wohlgeruch in Gottes Nase sei ...
      ich bitte Dich ...

      An solch einen Gott glaubt hier niemand, aber weil es die Bibel ist, muss man das irgendwie in sich unterbringen, was auch relativ gut geht, weil es alte Texte sind.
      Im Mittelalter sah das noch ganz anders aus: da wurde das GEMACHT, was da steht, wie Gott es befohlen hat.
      Und wenn der IS es heute tut, dann schimpfen wir alle und finden, dass dies kein Gottesdienst sei, sondern ein falscher Gott.

      Dies alles hat er gewährt, damit wir Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
    • Zur "Abwertung" des AT gegenüber dem NT folgendes:

      Wenn man die Anwesenheit/"Präexistenz" Jesu, des "Ewigen Wortes" in JHWH im TaNaCh leugnet ist man "Gnostiker"/Antichrist und verleugnet der Apostel Lehre. (1. Joh. 2:18.ff./4:1.ff./2. Joh. 7.)

      Beide Testamente enthalten verschiedene geschichtliche "Offenbarungsstufen" DERSELBEN Gottheit. Die Menschen lebten in anderen Gesellschaftsordnungen als wir heute. Gott geht immer auf die Grenzen des menschlichen Verständnisses ein, ohne sich anzupassen. "Das Wort (vom TaNaCh) wurde Mensch/Fleisch und zeltete/wohnte unter uns" (Jh. 1:14.) "Und ich sah einen andern Engel..., zweiter... , dritter... jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache..." (Offb. 14:6.ff)

      Daher brauchen wir BEIDE Zeugen (Offb. 11), sowie die "Erkenntnis" (Da. 12:4.) über die "Zeit des ENDES", um bereit zu werden für das Zweite Kommen Jesu.
    • Seele1986 schrieb:

      Es ist eine ganz andere Sache, derartige Gräueltaten direkt zu befehlen, wie sie sich da teilweise finden, und zudem noch zu proklamieren, dass der Gestank der Leichen ein Wohlgeruch in Gottes Nase sei ...ich bitte Dich ...

      An solch einen Gott glaubt hier niemand, aber weil es die Bibel ist, muss man das irgendwie in sich unterbringen, was auch relativ gut geht, weil es alte Texte sind.
      Im Mittelalter sah das noch ganz anders aus: da wurde das GEMACHT, was da steht, wie Gott es befohlen hat.
      Und wenn der IS es heute tut, dann schimpfen wir alle und finden, dass dies kein Gottesdienst sei, sondern ein falscher Gott.

      Dies alles hat er gewährt, damit wir Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
      Ja, die RKK im finsterstem Mittelalter hat zum Beispiel den Satz des AT - „Du sollst die Zauberinnen nicht am Leben lassen!” (2.Mose 22,17 - Luther 1984) - wörtlich genommen und damit die grausamen Hexenverbrennungen begründet!
      Man mag ja zur Historisch-Kritischen-Methode, die im Zuge der Aufklärung innerhalb der Evangelischen Theologie aufkam, stehen wie man will, aber hätte es "die Aufklärungs-Theologie" nicht gegeben, so hätte man diesen Satz nicht historisch einordnen können. Der Fehler dieser Theologie war, dass man damit leider auch die göttlichen Wunder und Gott und »die Bibel als Gottes Wort« selbst mit in Frage gestellt hatte! Wie sagte schon Luther so zutreffend: „Der Deutsche fällt entweder rechts vom Pferd oder links vom Pferd!”.

      Die theol. Aufklärung war zwar notwendig, ist aber über das Ziel hinausgeschossen, was soweit ging (bis in die allerjüngste Zeit!), dass evang. Professoren (mir fallen da die Namen Rudolf Bultmann, Dorothee Sölle, und Gerd Lüdemann ein!) eine leibliche Auferstehung Jesu ablehnten und hier nur von Phantasien der Apostel faselten/fabulierten!
      Dagegen hat die islamische Theologie bis heute noch keine Aufklärung erfahren, um die grausamen Vorschriften des Koran kritisch zu hinterfragen (manche fortschrittlichen Theologen des Islam beginnen nun aber im Zuge des interreligiösen Dialogs innerhalb der sogen. "Abrahamitischen Religionen" (Judentum - Christentum - Islam) nun endlich damit! Es wäre höchste Zeit um ein friedliches Zusammenleben der Religionen - ohne Gewalt - zu ermöglichen!)
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Dagegen hat die islamische Theologie bis heute noch keine Aufklärung erfahren, um die grausamen Vorschriften des Koran kritisch zu hinterfragen
      das halte ich unter anderem wegen der Ahmadiyya Muslim Jamaat und der Aleviten, die ich kenne,
      für eine gewagte Behauptung,
      aber es ist hier natürlich auch nicht Thema, die 'aufklärerischen' Bemühungen anderer Religionsgemeinschaften zu beurteilen,

      deshalb sollten wir zum ursprünglichen Thema zurückkehren und uns an die eigene Nase fassen:
      welchen Freiraum der Bibelinterpretation wollen wir eigentlich theologischen Reformatoren zugestehen,
      bevor wir behaupten, dass sie eine 'Irrlehre' vertreten?
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ja, die RKK im finsterstem Mittelalter hat zum Beispiel den Satz des AT - „Du sollst die Zauberinnen nicht am Leben lassen!” (2.Mose 22,17 - Luther 1984) - wörtlich genommen und damit die grausamen Hexenverbrennungen begründet!
      Das ist ja eben so ein Beispiel: heute sagen viele Christen ganz schnell: "Sowas durfte ja auch nicht sein, denn Jesus hat ja das Gesetz der Liebe begründet!"
      Das ist eben eine recht verklärte Sicht, die wir heute haben, denn ganz streng genommen hat Jesus niemals auch nur eines dieser Gesetze abgeschafft; er hat einfach nur selbst ganz anders gelebt und gezeigt, wie Gott ist.
      Von Jahwe aus gesehen ist Jesus sozusagen eine Gnadenfrist, die Menschen noch gesetzt wird, und dann kommt das große Gemetzel.

      Lagen die so falsch damals, als sie sagten: "Das hat Gott ja geboten! Klar, wir haben Jesus jetzt, aber das ändert ja am Gesetz nix!" ?
      Wir sagen HEUTE, dass das nicht richtig war. Sagen wir das wegen Jesus oder sagen wir das vielleicht wegen unserem Humanismus, der im Prinzip ja alles eingenommen hat, ob wir das merken oder nicht?
      Das sind so Fragen, die man sich mal stellen sollte, denke ich.
      Wir alle, behaupte ich, hätten, wenn wir vor 500 Jahre geboren wären, auch die Zauberin verbrannt bzw. auf dem Marktplatz gestanden und zugesehen.
      Wir hätten das so lange mitgemacht, bis der Verdacht vielleicht auf unsere Frau oder unsere Tochter gefallen wäre; dann sieht die Sache anders aus.
      Wir sind doch letztlich alle einfach nur Menschen und uns interessiert nix, bis es uns oder unseren Liebsten selbst an den Kragen geht.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Die theol. Aufklärung war zwar notwendig, ist aber über das Ziel hinausgeschossen,
      Ich denke, das war auch unvermeidbar.
      Zum einen hatte man eine Jahrhundertelange Dominanz einer Machtkirche und die Schnauze gestrichen voll, auf gut deutsch gesagt. Man konnte alldas fromme und geistliche Gerede nicht mehr hören, und ich kann sowas zuweilen verstehen; mir geht es auch manchmal so. Dann hängen mir meine eigenen heiligen Worte zum Hals raus und die der anderen auch.
      Zum anderen: Das Wissen nahm immer mehr zu, und "wo viel Wissen ist, da ist viel Grämen"; die Freiheit nahm zu und das bedeutet immer Verantwortung. Sehr sehr viele Menschen können mit der Freiheit, die sie haben, gar nicht umgehen.
      Des Weiteren der starke Eindruck, dass dieser Gott, der so aktiv und handelnd in der Bibel dargestellt wird, irgendwie überhaupt nichts tut.
      Daher kamen Gedanken wie die Natürliche Theologie oder der Deismus auf.
      Und wenn Du das logisch-denkend weiterspinnst, dann musst Du irgendwann zum Atheismus kommen; vorher vielleicht noch zu einem Pantheismus, aber letztlich ist das nur ein gepimpter Atheismus.

      Denn - so der Eindruck beim Blick in die Welt - es passiert nichts. Die Welt nimmt ihren Lauf und man kann natürlich alles aus dem Weltenlauf dann symbolisch deuten oder auch in der Offenbarung wiederfinden, wenn man will, aber an und für sich passiert irgendwie ... nix. Es geht immer weiter und wir Menschen tun eben unsere merkwürdigen, manchmal guten, oftmals schrecklichen Sachen ...

      Ich denke, das sind alles so Aspekte. Es gibt sicher noch mehrere.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Es wäre höchste Zeit um ein friedliches Zusammenleben der Religionen - ohne Gewalt - zu ermöglichen!)
      Und wie?
      Wenn dann in Berlin ein "House of the One" gebaut wird und ein Pastor Latzel dagegen schimpft, dann stimmt der evangelikale Christ ihm doch irgendwie gerne zu, denn irgendwie hat er ja doch nicht Unrecht.

      Wie willst Du es machen? Was bedeutet "friedlich" und was bedeutet "zusammenleben"?
      Was machen wir zusammen? Beten, Gottesdienste, Hochzeiten, Feiern?

      Bogi111 schrieb:

      Hier eine interessante Ausarbeitung.
      Ja, interessant, vor allem die Auflistung und Gegenüberstellung am Anfang.
      Und wie oft habe ich das im Forum schon gesagt, Bogi?
      Wie oft habe ich gesagt, es ist eine "fortschreitende Geschichte"?
      Wie oft habe ich gesagt, "Wahrheit" ist nicht statisch, sondern progressiv?
      Wie oft habe ich gesagt, die Texte sind mehrdimensional, nicht monoton?, usw.
    • Seele1986 schrieb:

      freudenboten schrieb:

      "Das Wort (vom TaNaCh) wurde Mensch/Fleisch
      Das Wort vom Tanach wurde ja nicht Fleisch, sondern Gottes Logos.Zweifelsohne ist Gottes Sohn auch im Alten Bund angedeutet und verborgen.
      Siehe hier : -----> 400 Messianische Prophetien.doc.

      Seele1986 schrieb:


      Von Jahwe aus gesehen ist Jesus sozusagen eine Gnadenfrist, die Menschen noch gesetzt wird, und dann kommt das große Gemetzel.


      Wir sind doch letztlich alle einfach nur Menschen und uns interessiert nix, bis es uns oder unseren Liebsten selbst an den Kragen geht.

      Sehr sehr viele Menschen können mit der Freiheit, die sie haben, gar nicht umgehen.
      NCH: Das hat man aktuell an den Randalierern in Stuttgart gesehen!
      Des Weiteren der starke Eindruck, dass dieser Gott, der so aktiv und handelnd in der Bibel dargestellt wird, irgendwie überhaupt nichts tut.


      Und wenn Du das logisch-denkend weiterspinnst, dann musst Du irgendwann zum Atheismus kommen; vorher vielleicht noch zu einem Pantheismus, aber letztlich ist das nur ein gepimpter Atheismus.

      Denn - so der Eindruck beim Blick in die Welt - es passiert nichts. Die Welt nimmt ihren Lauf und man kann natürlich alles aus dem Weltenlauf dann symbolisch deuten oder auch in der Offenbarung wiederfinden, wenn man will, aber an und für sich passiert irgendwie ... nix. Es geht immer weiter und wir Menschen tun eben unsere merkwürdigen, manchmal guten, oftmals schrecklichen Sachen ...
      NCH: Das hat man aktuell an den Randalierern in Stuttgart gesehen!
      Ich denke, das sind alles so Aspekte. Es gibt sicher noch mehrere.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Es wäre höchste Zeit um ein friedliches Zusammenleben der Religionen - ohne Gewalt - zu ermöglichen!)
      Und wie?Wenn dann in Berlin ein "House of the One" gebaut wird und ein Pastor Latzel dagegen schimpft, dann stimmt der evangelikale Christ ihm doch irgendwie gerne zu, denn irgendwie hat er ja doch nicht Unrecht.

      Wie willst Du es machen? Was bedeutet "friedlich" und was bedeutet "zusammenleben"?
      Was machen wir zusammen? Beten, Gottesdienste, Hochzeiten, Feiern?
      Man sollte . m e n s c h l i c h . - so wie unser Vorbild Jesus - miteinander umgehen! Christen brauchen ja nun nicht zwangsläufig auch die Moscheen besuchen; aber ein regelmäßiger "runder Tisch" und Gespräche zwischen Christen, Moslems, Juden und evtl. anderen auf kommunaler Ebene könnte dem gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen dienlich sein.
      Wenn jede Glaubensgemeinschaft ihre Religion . f r i e d l i c h . in ihren Gebäuden (Kirchen, Moscheen, Synagogen etc.) im Rahmen der deutschen GESETZE und des GRUNDGESETZES und der allgemeinen Menschenrechte ausübt, . k a n n . ein gedeihliches Zusammenleben gelingen!

      Du bist mir da gerade zu pessimistisch! Es ist doch insbesondere unsere christliche Hoffnung, dass eben die Welt nicht immer so bleiben wird wie sie ist, dass es nicht immer so sinnlos weitergeht - und es nicht so bleiben wird wie es zur Zeit ist und dass irgendwie Gott überhaupt nichts tut.
      Doch, Gott wird - hoffentlich bald (!!!) - eingreifen und in Jesus Christus die Welt und uns zur Vollendung bringen! Wenn wir diese Adventhoffnung nicht hätten, könnten wir uns gleich aufhängen!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Das Vorurteil, bei orth. Judentum und Mohammedanismus handle es sich um "abrahamitische" Religionen, stammt aus der gnostisch-atheistischen Religions-"Evolution".
      Paulus spricht von dem EINEN Nachkommen, Jesus Christus.
      Leider haben die konstantinischen Staatskirchen den Jesus des NT durch einen "Sonnengott" ERSETZT.