Eine evangelische Pastorin als Antidemokratin

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    • Eine evangelische Pastorin als Antidemokratin

      Evangelische Pfarrerin rief im "Wort zum Sonntag" dazu auf die Parlamente zu stürmen


      Nun redet sie sich raus, sie sei eine lupenreine Demokratin und habe aus reiner Menschenliebe so gesprochen. Solch fahrlässiger bornierter Wortgebrauch sollte Konsequenzen haben: Diese Frau sollte sofort aus dem Kreis jener entfernt werden, die beim das "Wort zum Sonntag" sprechen. Außerdem wäre eine disziplinarische Maßnahme der Kirche angemessen. Im Wiederholungsfall von mir aus Aberkennung des Predigtrechts.

      Es muss aufhören, dass Pfaffen ihre persönlichen politischen Mindereinsichten, nüchterner ausgedrückt: ihre subjektiven politischen Ansichten, als die christliche Botschaft verkaufen. Die evangelische Kirche dient schon lange Typen, die sich für eine andere Arbeit zu schade sind oder die Ochsentour politischer Parteiarbeit scheuen, dazu, ihre ideologischen Ansichten unter die Leute zu bringen. Die evangelischen Pfaffen sollen die Bibel lehren und nicht politisieren oder sie sollen so ehrlich sein, ihr Kreuz abzulegen!
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Harte Worte!
      Die Pfarrerin sagte: „Als Europäerin und Christin bin ich von der parlamentarischen Demokratie überzeugt...”. Ich nicht! Denn unsere 1. parlamentarische Demokratie , die Weimarer Republik hat sich durch die Parteien kath. Zentrum (Vorläufer der CDU!), Deutsche Staatspartei (Vorläufer der FDP!) und BVP = Bayrische Volks-Partei (Vorläufer der CSU!) durch die Zustimmung zu Hitlers Ermächtigungsgesetz mit 2/3 - Mehrheit selbst entmachtet und Hitler, der in freien Wahlen in Deutschland nie die absolute Mehrheit erhalten hat (!!!), kampflos die Macht überlassen! Nur die Sozialdemokraten der SPD haben zu Hitlers Diktatur Nein gesagt!


      Wegen diesem Staatsvesagen der bürgerlichen Weimarer Parteien haben die Mütter und Väter des deutschen Grundgesetzes der BRD 1949 nicht nur eine parlamentarische Demokratie sondern auch eine direkte Demokratie gleichberechtigt in Artikel 20 Absatz 2 nebeneinander gestellt! Diese BRD-Demokratie ist verfassungswidrig mittlerweile nach mehr als 70 Jahren schon zu einer GG-widrigen Parteiendiktatur verkommen! Die im Artikel 20 vorgesehenen „Abstimmungen des Volkes” hat die Legislative - also das Parlament, der Bundestag bislang nicht eingeführt, obwohl sie Verfassungsauftrag sind! Es braucht dazu nur die Verabschiedung eines "Bundesabstimmungsgesetzes" analog zum "Bundeswahlgesetz"! Solange dies nicht erfolgt, bin ich - im Gegensatz zur besagten Pfarrerin - von der parlamentarischen Demokratie nicht (voll und ganz) überzeugt! Dass die AFD diesen Missstand aufgegriffen hat und gemäß Art. 20, Abs.2 GG die Einführung der direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild fordert, erklärt mit unter anderem deren stetige Wahlerfolge seit 2015 (natürlich auch bedingt durch die illegale Grenzöffnung im Sept. 2015!)[/size]
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Daniels schrieb:

      Es muss aufhören, dass Pfaffen ihre persönlichen politischen Mindereinsichten, nüchterner ausgedrückt: ihre subjektiven politischen Ansichten, als die christliche Botschaft verkaufen. Die evangelische Kirche dient schon lange Typen, die sich für eine andere Arbeit zu schade sind oder die Ochsentour politischer Parteiarbeit scheuen, dazu, ihre ideologischen Ansichten unter die Leute zu bringen. Die evangelischen Pfaffen sollen die Bibel lehren und nicht politisieren oder sie sollen so ehrlich sein, ihr Kreuz abzulegen!
      Interessant, dass hier ausgerechnet von jemanden mehr Sachlichkeit in der Ausdrucksweise gefordert wird, der in seinem Beitrag wiederholt das abwertende Wort "Pfaffen" benutzt...
    • Babylonier schrieb:

      Interessant, dass hier ausgerechnet von jemanden mehr Sachlichkeit in der Ausdrucksweise gefordert wird, der in seinem Beitrag wiederholt das abwertende Wort "Pfaffen" benutzt...
      Auf solche scheinheiligen Reden wie die dieser Frau, reagiere ich gelegentlich mit angemessener Schärfe. Lückenlose Höflichkeit haben nur Leute verdient, die sich mindestens ansatzweise redlich verhalten. Diese Frau hat ihr Rederecht für die evangelische Kirche grob mißbraucht, ich halte sie für eine selbstgerechte Zicke.

      Im Übrigen fordere ich nicht einfach Sachlichkeit oder seichte Wortwahl, sondern vor allem Ehrlichkeit und Richtigkeit von Aussagen. Ansichten sollten außerdem faktisch belegt werden können. Diese Pfäffin kann privat jeden Mist reden, aber nicht in ihrer Funktion als exponierte Repräsentantin der evangelischen Kirche und nicht mit dem Anspruch, damit das Evangelium zu verbreiten.

      Der folgende Link führt zu einer detaillierteren Kritik an der heuchlerischen Rede dieser Frau, die ihre persönlichen Antipathien und subjektiven politischen Einschätzungen und ihre geballte Feindseligkeit hinter der Bibel zu verstecken versucht. Ich bleibe dabei, jemand, der in dieser Weise für die evangelische Kirche und den christlichen Glauben auftritt, darf nicht mehr das "Wort zum Sonntag" sprechen. Eine Zurechtweisung und eine disziplinarische Maßnahme halte ich ebenfalls für angebracht.


      Pfarrer Achijah Zorn: Das Unwort zum Sonntag – eine christliche Bankrotterklärung


      Pfarrer Achijah Zorn schrieb:

      Das jüngste "Wort zum Sonntag" in der ARD von Pfarrerin Behnken war weder demokratisch, noch menschlich, noch vernünftig. Und vor allem war es nicht evangelisch. Es war rigoroser Moralismus, der keine Gnade und keinen Trost kennt.

      [...]


      Fünf fundamentale Einwände gegen das „Unwort zum Sonntag“ vom 7.3.2020, das in meinen Augen eine christliche Bankrotterklärung ist: Undemokratisch, unmenschlich, unvernünftig, unevangelisch, unbiblisch.
      Und das ganze öffentlich-rechtlich hinausposaunt in alle deutschen Wohnzimmer.

    • „Ein höflich Recht will gar nichts heissen, es muss derb vertreten werden!”

      Daniels schrieb:

      Auf solche scheinheiligen Reden wie die dieser Frau, reagiere ich gelegentlich mit angemessener Schärfe. Lückenlose Höflichkeit haben nur Leute verdient, die sich mindestens ansatzweise redlich verhalten. Diese Frau hat ihr Rederecht für die evangelische Kirche grob mißbraucht, ich halte sie für eine selbstgerechte Zicke.
      Wie sagte schon Deutschlands Dichterfürst, Johann Wolfgang von Goethe: „Ein höflich Recht will gar nichts heissen, es muss derb vertreten werden!- diesen "Goethe-Spruch" zitierte immer gern der für seine deutliche Sprache bekannt gewordene schwäbische (der „württem- bergische Strauss”!) Politiker und Bürgerrechtler, "Remstal-Rebell" Helmut Palmer (1930-2004), wenn man ihm in Wahlkämpfen vorwarf, er sei zu derb und zu direkt gewesen, selbst wenn er ja im Grunde genommen Recht habe; man könne doch das auch "diplomatischer" ausdrücken! Dann sagte Palmer immer: „Verehrteste(r), es ist Wahlkampf, kein Kirchgang! Ein höflich Recht will gar nichts heissen, es muss derb vertreten werden! sagte schon Goethe!”
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Zorn ? Ist das sein Künstlername ?
      Die letzte Meldung in Sachen AFD war ja heute , dass der Flügel nun offiziell unter Beobachtung steht.

      Warum gilt die Schweiz eigentlich immer so als Vorbild in Sachen Demokratie ? Wie ich jetzt verwundert am Weltfrauentag vernahm , war sie eins der letzten europäischen Länder welches das Frauenwahlrecht eingeführt hat.
    • Daniels schrieb:

      Nein, aus der Richtung weht der Wind: "Achijah Zorn – Wir sind Mitmenschen"

      Das scheint mir ein leicht psychopatischer Wirrkopf zu sein, der überall, wo etwas anderes als seine Meinung erzählt wird, gleich "Selbtzerstörung" sieht.


      Sehr bezeichnend finde ich das Zitat auf
      Jesus Christus, der Grenzenschützer


      "Genau bei diesem Wunsch nach Abgrenzung kommt mir mein über alles geliebter Jesus Christus zur Hilfe. Der weiß von grenzensloser Liebe. Aber nur gegenüber Gott! "
    • Babylonier schrieb:

      Das scheint mir ein leicht psychopatischer Wirrkopf zu sein, der überall, wo etwas anderes als seine Meinung erzählt wird, gleich "Selbtzerstörung" sieht.
      Mit dem Wort "psychopathisch" würde ich vorsichtiger umgehen. Der Mann schätzt manches anders ein als offenbar Du, aber deswegen ist er noch nicht psychisch krank oder geistig verwirrt.
    • Achijah Zorn : " Aber gegenüber unseren Nächsten begrenzt Jesus die Liebe: „Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST.“

      Was zur Frage führt : Wie stark darf man sich selber lieben , wenn nicht grenzenlos ? Und wenn man den Nächsten genauso liebt wie sich selber , ist dieser dann nicht ein Teil von einem selbst ?
    • Schwertwal schrieb:

      Achijah Zorn : " Aber gegenüber unseren Nächsten begrenzt Jesus die Liebe: „Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST.“

      Was zur Frage führt : Wie stark darf man sich selber lieben , wenn nicht grenzenlos ? Und wenn man den Nächsten genauso liebt wie sich selber , ist dieser dann nicht ein Teil von einem selbst ?
      Ich bin nicht Achaija Zorn, versuche nur auf Schwertwals Fragen zu antworten.

      Wenn ich die Stelle, die Du aus Herrn Zorns Text wiedergegeben hast, richtig verstehe, dann meint er, dass Selbst- und Nächstenliebe in einem Gleichgewicht stehen sollen. Die Selbstliebe, das könnte gemeint sein, darf nicht so grenzenlos sein, dass der Nächste darunter schwer leidet; umgekehrt darf die Liebe zum Nächsten nicht so weit gehen, dass man sich selber ernsthaft schadet.

      Du fragst, ob der Nächste, wenn man ihn genauso liebe wie sich selber, dadurch nicht ein Teil von einem selbst werde. Ein in esoterischen oder spirituellen Weltanschauungen nicht seltener Gedanke. Ich kenne den Urtext nicht und kann leider weder Alt-Griechisch noch biblisches Hebräisch, daher kann ich nur von deutschen Übersetzungen ausgehen. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." bedeutet genau genommen etwas anderes als "Liebe deinen Nächsten als dich selbst."

      Anderes Thema
      Ich möchte das jetzt nicht apodiktisch konstatieren, aber mir ging bei dem zitierten "Liebe deinen Nächsten" auch gelegentlich durch den Kopf, ob der reale Jesus nicht falsch verstanden wird, was das Wort "deinen Nächsten" angeht. Die parteigrün bewegten Menschenfreunde in Kreuzberg und Prenzlauer Berg -- und auch Christen in Gemeinden -- engagieren sich, scheint mir, oft lieber für Menschen in Afrika oder Kinder in Rumänien als für irgendwen, dem es in Deutschland und in ihrer Nachbarschaft nicht ganz gut geht. Mit sauberen Fingern oder heroischem Gefühl wird am Leid der Entferntesten gearbeitet, so dass man das Leid oder die Armut unter seinen Nachbarn oder von Menschen, die vielleicht in nur einem Fußmarsch Entfernung leben, wunderbar relativieren und alltäglich verdrängen kann. Ich will damit nicht ein Leid gegen ein anderes aufrechnen; aber tun nicht genau das viele demonstrative Gutmenschen und Christen, wenn sie sich für jedes rumänische Kind und jeden nordafrikanischen Kleinkriminellen oder gar Serienvergewaltiger sehr, sehr viel mehr engagieren als als für einen hilfsbedürftigen Nachbarn oder gar einen schwierigen alten weißen Mann, der in ihrer Gemeinde lebt?
    • Daniels schrieb:

      engagieren sich, scheint mir, oft lieber für Menschen in Afrika oder Kinder in Rumänien als für irgendwen, dem es in Deutschland und in ihrer Nachbarschaft nicht ganz gut geht

      Nur komischerweise fingen viele Leute sich erst dann an für ihre Nachbarschaft zu "interessieren", als 2015 die vielen Flüchtlinge zu uns kamen. "Für die Flüchtlinge sind Wohnungen da, für Obdachlose nicht" . Als ob sich vorher (oder jetzt) je jemand von denen für Obdachlose je interessiert hätte... Heuchlerei pur, AfD-Niveau!
    • Babylonier schrieb:

      Daniels schrieb:

      engagieren sich, scheint mir, oft lieber für Menschen in Afrika oder Kinder in Rumänien als für irgendwen, dem es in Deutschland und in ihrer Nachbarschaft nicht ganz gut geht
      Nur komischerweise fingen viele Leute sich erst dann an für ihre Nachbarschaft zu "interessieren", als 2015 die vielen Flüchtlinge zu uns kamen. "Für die Flüchtlinge sind Wohnungen da, für Obdachlose nicht" . Als ob sich vorher (oder jetzt) je jemand von denen für Obdachlose je interessiert hätte... Heuchlerei pur, AfD-Niveau!
      Ich habe 11 Jahre ehrenamtlich für eine Ausgabestelle der Berliner Tafeln gearbeitet, zeitweise an drei Tagen in der Woche. Solche billigen, pauschalen Retourkutschen scheinen mir daher inhaltlich unzureichend.
    • Daniels schrieb:

      Die Selbstliebe, das könnte gemeint sein, darf nicht so grenzenlos sein, dass der Nächste darunter schwer leidet; umgekehrt darf die Liebe zum Nächsten nicht so weit gehen, dass man sich selber ernsthaft schadet.

      Ja ich meinte das jetzt mehr in Bezug zur grenzenlosen Liebe gegenüber Gott.
      Was das Gleichgewicht angeht , so neigt man wohl von Natur aus immer dazu mehr an sich zu denken als an andere, insofern seh ich da nicht gleich einen Schaden , außer vielleicht wenn man sich in staatlichen Dimensionen bewegt . Aber man bedenke , nationale Staaten gibt es auch erst verhältnismäßig kurz.

      Daniels schrieb:

      Du fragst, ob der Nächste, wenn man ihn genauso liebe wie sich selber, dadurch nicht ein Teil von einem selbst werde. Ein in esoterischen oder spirituellen Weltanschauungen nicht seltener Gedanke

      Nun , ist nicht jede Religion spirituell ? Ich meinte das auch eher bildlich. Wie vielleicht beim Abendmahl/ Eucharistie. Also " Teil von einem selber " im Sinne von " lasse ihm alles Gute zukommen was du auch für dich in Betracht ziehst " .

      Pauschalisierungen verbieten sich dann wohl auch gegenüber Grünen und Nordafrikanern , oder ?
      Ich glaube nicht , dass wenn man Empathie gegenüber Flüchtlingen entwickelt , diese dann bei der regionalen Nachbarschaft aufhört. Nur häufig ist das eben am Nächsten , was man am Fernseher oder Internet sieht. Und vieles bei uns ist denk ich schon Jammern auf hohem Niveau. Wir ertrinken nicht , verhungern nicht , wir flüchten nicht vor Bomben , gut jetzt haben wir Corona , aber alle anderen auch.
      SPD und Grüne haben so weit ich weiß nichts gegen eine fairere Bezahlung von Frauen und pflegenden oder ähnlichen Berufen.
    • Schwertwal schrieb:

      Daniels schrieb:

      Die Selbstliebe, das könnte gemeint sein, darf nicht so grenzenlos sein, dass der Nächste darunter schwer leidet; umgekehrt darf die Liebe zum Nächsten nicht so weit gehen, dass man sich selber ernsthaft schadet.
      Ja ich meinte das jetzt mehr in Bezug zur grenzenlosen Liebe gegenüber Gott.
      Was das Gleichgewicht angeht , so neigt man wohl von Natur aus immer dazu mehr an sich zu denken als an andere, insofern seh ich da nicht gleich einen Schaden , außer vielleicht wenn man sich in staatlichen Dimensionen bewegt . Aber man bedenke , nationale Staaten gibt es auch erst verhältnismäßig kurz.

      Daniels schrieb:

      Du fragst, ob der Nächste, wenn man ihn genauso liebe wie sich selber, dadurch nicht ein Teil von einem selbst werde. Ein in esoterischen oder spirituellen Weltanschauungen nicht seltener Gedanke
      Nun , ist nicht jede Religion spirituell ? Ich meinte das auch eher bildlich. Wie vielleicht beim Abendmahl/ Eucharistie. Also " Teil von einem selber " im Sinne von " lasse ihm alles Gute zukommen was du auch für dich in Betracht ziehst " .
      Dass in einem höheren, spirituellen Sinnen alles und alle eins sind, würde ich auch sagen. Nur kann das kein Anlass zur bedingungslosen Selbstaufgabe sein. Schließlich wird auch eine ältere Rentnerin den Enkeltrick nicht einfach deswegen frohlockend akzeptieren, weil alle eins sind und sie damit jemandem etwas Gutes tut, wenn sie sich ausnehmen lässt.
    • Schwertwal schrieb:

      Ich glaube nicht , dass wenn man Empathie gegenüber Flüchtlingen entwickelt , diese dann bei der regionalen Nachbarschaft aufhört. Nur häufig ist das eben am Nächsten , was man am Fernseher oder Internet sieht.
      Dass viele Menschen hierzulande ein engeres Verhältnis zu ihrem Fernseher und Internetzugang haben als zu ihrer Nachbarschaft, stimmt, scheint mir.



      Schwertwal schrieb:

      [...] vieles bei uns ist denk ich schon Jammern auf hohem Niveau. Wir ertrinken nicht , verhungern nicht , wir flüchten nicht vor Bomben [...].
      Obwohl an diesem Argument etwas dran ist, stehe ich ihm skeptisch gegenüber. Ich habe schon von Hartz IV gelebt und bin nun wieder stellenlos, weil die Abteilung eines britischen Konzerns, in der ich gearbeitet habe, in Polen neu aufgebaut wurde. Die allermeisten Leute, die nie oder nur kurz unter solchen Bedingungen gelebt haben, begreifen nicht, wie eingeschränkt auch hier die Möglichkeiten vieler Bürger sind.


      Schwertwal schrieb:

      Pauschalisierungen verbieten sich dann wohl auch gegenüber Grünen und Nordafrikanern , oder ?
      Einzelne Grüne oder Nordafrikaner kann man individuell beurteilen; aber eine Partei wie die Grünen, kann ich nicht gutheißen, weil es in ihr auch einige vernünftige Leute gibt. Einzelne Leute kann man kaum wählen; sondern die Listen der Parteien und Parteininterna entscheiden, wer ein Amt einnimmt.

      Die Grünen sind für mich inzwischen unwählbar, weil diese Partei sich mit Mitteln gegen angebliche oder echte Benachteiligungen von Frauen wendet, die männerdiskriminierend sind. In den Arbeitsstellen, die ich bisher hatte, gab es keine einzige Frau, die wegen ihres Geschlechts weniger verdient hätte als ich, nie, nirgends. Im Radio höre ich von Topmanagerinnen, die weniger verdienten als ihre männlichen Kollegen. Luxusproblem.

      Als ich mich vor Jahren als Webmaster für Sites der EKD bewarb, stand in der Stellenanzeige, dass sie gerne eine Frau einstellen würden. Mir war klar, dass ich keine Chance habe, sobald sich eine irgend qualifizierte Frau bewirbt. Das Klima für solche Vorurteile haben die Grünen mitgeprägt und forcieren es bis heute. Alle Lippenbekenntnisse, dass es ihnen um "echte" Gleichberechtigung gehe, überzeugen mich nicht. Die Grünen sind in meinen Augen eine stark männerfeindliche Partei. Quotenregelungen halten manche gar für grundgesetzwidrig.


      Was Nordafrikaner angeht, waren manche (statistische) Aussagen recht klar, auch von unverdächtiger staatlicher Seite, es handelt sich demnach bei vielen aus Marokko oder Algerien gekommenen Männern anscheinend nicht um arme liebe Flüchtlinge, sondern oft um egoistische Glücksritter. Ich erinnere mich an einen Mann aus der marokkanischen oder algerischen Oberschicht, der sein Erstaunen darüber äußerte, wen -- Ich sage: die zaudernde -- Frau Merkel in unser Land gelassen hat, es handele sich überwiegend um Kleinkriminelle und fragwürdige Personen. Man kann das alles relativieren und wegreden, nur lebt man dann irgendwann geistig in einem pseudohumanistischen Fantasialand.

      Zudem gelingt Integration nicht durch wenige Monate Unterricht. Peter Hahne interviewte den Therapeuten und Psychiater Christian Peter Dogs, der erklärte, man könne die vielen jungen Männer nicht gut integrieren. Sein Argument: Die grundlegende Persönlichkeitsentwicklung sei ab einem gewissen Alter weitgehend abgeschlossen und im wesentlichen nicht mehr zu ändern. Junge Männer, die 20 Jahre oder länger in einem Umfeld sozialisiert wurden, in dem sie sich mit Gewalt durchzusetzen gelernt haben, könne man nicht durch einen Sprachkurs und ein wenig weiteren Unterricht integrieren, man werde deren grundlegende Art zu agieren letztlich überhaupt nicht ändern können. Alles andere sei psychologisch gesehen im Großen und Ganzen ein Irrglaube.



      Schwertwal schrieb:

      SPD und Grüne haben so weit ich weiß nichts gegen eine fairere Bezahlung von Frauen und pflegenden oder ähnlichen Berufen.
      Hat das überhaupt irgendwer?

      Die SPD hat meines Erachtens lange Zeit nur noch eine Politik gemacht, die in aller erster Linie darauf abzielt, Posten für SPDler und Macht für die SPD zu erhalten, indem andere Parteien (erst die PDS/Linke, jetzt die AfD) diffamiert oder gemieden werden oder indem die SPD die Große Koalition eingegangen ist. Um krampfhaft ihre Geltung zu bewahren, verhindert die SPD Demokratie fast nur noch.
    • Daniels schrieb:

      Dass viele Menschen hierzulande ein engeres Verhältnis zu ihrem Fernseher und Internetzugang haben als zu ihrer Nachbarschaft, stimmt, scheint mir.
      Sich zu informieren hat noch nie geschadet.Das fing ja damals mit Karl Heinz Böhm bei " Wetten Daß " glaub ich an.In der Anonymität der Großstadt teilt man vielleicht auch automatisch weniger Sorgen mit seinen Nachbarn als auf dem Dorf oder in der Kleinstadt.
      Gut man kann der Ansicht sein Harzt 4 ist ungerecht oder zu gering beziffert. Bei den Konservativen und Marktliberalen von der FDP hat Gerhard Schröder dafür doch aber ordentlich Beifall bekommen.

      Nordafrikaner :

      Tja , ich kenn den Herrn aus der Oberschicht jetzt nicht , aber das Bundeskriminalamt kam vor 2 Jahren zu dem Schluß , dass die stärkere Kriminalität an den schlechteren Bleibechancen liege , die man als junger männlicher " Glücksritter " habe. Also wird vielleicht umgekehrt ein Stiefel draus. Weiß nicht mit welcher Gewalt man sich in Marokko durchschlagen muss. Bisher galt das Land ja noch als TUI-Musterreiseland.
      Die Menschen im Lager Moria auf Lesbos ( wie kommt man auf so einen Namen ? ) und im Westen der Türkei die Erdogan loswerden will , sind aber denk ich eher keine Nordafrikaner.
      Männliche Jugendliche und junge Männer gehören in allen Ländern übermäßig zu den Gewaltverbrechern.

      SPD :

      Wo hat sie denn die Linke diffamiert ? War es nicht in Sachsen Anhalt wo sich eine SPD Regierung von der PDS tolerieren ließ ? Oder spielst du auf Frau Wagenknechts Äußerungen zur Flüchtlingspolitik an ? Die war glaub ich in ihrer Partei ziemlich isoliert.
      Dass man sich im politischen Wettbewerb bekämpft ist denk ich nicht ungewöhnlich.Und Koalitionen sind das Normalste der Welt in einer Demokratie.Ich wünschte in Bayern hätte es das früher gegeben.
      Wir wählen keine Koalitionen sondern Parteien.


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    • Adenauer (CDU) sagte einmal: „Wir wählen die Freiheit!” ---> dies ist der einzige Satz von Adenauer dem ich zustimmen kann! Immerhin brachte er für viele zehntausende Kriegsgefangene in der UdSSR 1955 die Freiheit als er Chruschtschow unter den Tisch soff!

      Aber den Saarländern wollte er die Freiheit verwehren und sie zu Frankreich schlagen! = Vater- landsverrat! Aber die Saarländer zeigten ihm die "Rote Karte", schmetterten ihre Saar-Hymne: „Deutsch bleibt die Saar! Deutsch immerdar!” Adenauer entgegen und stimmten in der Volksabstimmung 1955 mit 67,7% für den Anschluss an die BRD, der dann 1957 vollzogen wurde! Dies war übrigens, wenn man so will die "erste deutsche Wiedervereinigung" im kleinen!

      Und durch Nicht-Eingehen auf die Stalin-Note 1952 (Freies und Neutrales wiedervereinigtes Gesamt-Deutschland!) hat er 16 Millionen Ostdeutschen in der DDR ebenfalls die Freiheit vorenthalten! Dass die Stalin-Note Ernst gemeint war, zeigte sich 3 Jahre später, als die deutsche Republik Österreich 1955 die immerwährende Neutralität und Souveränität von Moskau erhielt!


      PS: FREIHEIT war sowohl 1972 als auch 1976 die Wahlkampf-Parole der CDU/ CSU welche lautete: »FREIHEIT STATT SOZIALISMUS ---> damit ist die UNION krachend gescheitert, denn 1972 holte die SPD mit Bundeskanzler Willy Brandt ihr bestes Ergebnis aller Zeiten und 45,8 %! (Das waren noch sozialdemokratische Glanz-Zeiten!)
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!