2020/Q1/09 | Daniel | Von der Verunreinigung zur Reinigung

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    • Prophetische Tabellen zu Daniel 9,24-27 - Tabelle 1/2

      Prophetische Tabellen zu Daniel 9,24-27 - Tabelle 1/2


      In dem Buch "SERENDIPITY BIBEL - LEBENDIGE KLEINGRUPPEN" von
      Siegbert Riecker : DER VERHEISSENE RETTER - Jesus durch das Alte Testament kennen lernen, © 2012 BRUNNEN Verlag Gießen,
      2. Auflage 2015, 60 Seiten, stehen auf Seite 54/55 interessante Tabellen zu Die siebzig Jahrwochen aus Daniel 9,24-27:


      Datum ZeitspanneBeleg Ereignis
      605 v.Chr.*
      70 Jahre
      Dan.9,2
      „Land wird zu Trümmerfeld” (Jer.25,12)
      605 v.Chr.Erste Belagerung Jerusalems (Dan.1,1-7)
      597 v.Chr.*„bringe euch wieder ins Land” (Jer.29,10)
      597 v.Chr.1. Wegführung ins Exil (2.Kön.24,10-17)
      588/7 v.Chr.*Dan.9,25Befehl, Jerusalem wieder aufzubauen
      „wird Jerusalem aufgebaut” (Jer.30,18)
      586 v.Chr.
      49 Jahre
      (7 JW)
      Dan.9,25Zerstörung des Tempels (2.Kön.25,8-21)
      539/8 v.Chr.Dan.9,26Erster Messias tritt auf
      Gott „bewegte Kyrus” (Esra 1,1-4),
      „mein Hirte”, „Gesalbter” (Jes.44,28f)
      538 v.Chr.
      Ende 70J?
      Jer.25,11Erste Rückführung unter Serubabel
      516 v.Chr.Ende 70 J.Jer.30,18Vollendung des Tempelbaus (Esra 6,15)
      457 v.Chr.2. Rückführung unter Esra (Esra 7,1-10)
      444 v.Chr.Dan.9,25!Nehemias 1. Besuch Jerusalems (Neh.2)
      ca. 440 v.Chr.
      434 Jahre
      (62 JW)
      Dan.9,25Jerusalems Straßen sind gebaut
      vgl. Neh.6,15: 445 v.Chr.: Mauer fertig
      ca. 6 v.Chr.Geburt von Jesus Christus
      ca. 30 n.Chr.
      „danach”
      Dan.9,26Zweiter Messias wird hingerichtet
      70 n.Chr.
      „dann”
      Dan.9,26Zerstörung von Stadt und Tempel
      Der „fremde Machthaber” ist der römische Imperator Titus
      „bis ...zumEnde”Dan.9,26Krieg und Verwüstung



      * Datum der Verheißung durch Jeremia

      Die siebzig Jahrwochen aus Daniel 9,24-27 in ihrem zeitgeschichtlichen Zusammenhang orientiert an Gerhard Maier, Der Prophet Daniel.
      Wuppertaler Studienbibel. 4. Auflage, Wuppertal: R. Brockhaus, 1993, S. 354.


      „JW” = Jahrwoche, d.h. Zeitspanne von sieben Jahren.
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Daniel 10 - das nächste Thema in der Bibelgesprächsrunde vom 14.3.2020!

      Daniel 10 - das nächste Thema in der Bibelgesprächsrunde vom 14.3.2020:
      1. Der Bibeltext
      2. Das Studienheft zur Bibel (SH), Seiten 84 - 91
      3. Die Studienanleitung mit Lehrerteil (SA-L), Seiten 127 - 137 + 210 - 212


      1. Der Bibeltext: (in Auszügen!)

      Die letzte Offenbarung und die Versiegelung des Buches

      1 Im dritten Jahr des Königs Kyrus von Persien wurde dem Daniel ... etwas offenbart, was gewiss ist und von großer Not handelt.
      2 Zu der Zeit trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang.
      ...
      4 Und am 24. Tage des ersten Monats war ich an dem großen Strom Tigris
      5 und hob meine Augen auf und sah, und siehe, da stand ein Mann, der hatte leinene Kleider an und einen goldenen Gürtel um seine Lenden.
      6 Sein Leib war wie ein Topas, sein Antlitz sah aus wie ein Blitz, seine Augen wie feurige Fackeln, seine Arme und Füße wie helle, blanke Bronze, und seine Rede war wie ein großes Brausen.
      ...
      9 Und ich hörte seine Rede; und während ich sie hörte, sank ich ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde.
      ...
      12 Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel; denn ... deine Worte [wurden] erhört, und ich wollte kommen um deiner Worte willen.
      13 Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir 21 Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem Engelfürsten des Königreichs Persien.
      14 Nun aber komme ich, um dir Bericht zu geben, wie es deinem Volk gehen wird am Ende der Tage; denn das Gesicht gilt erst ferner Zeit.
      ...
      16 Und siehe, einer, der einem Menschen gleich war, rührte meine Lippen an. Da tat ich meinen Mund auf und redete und sprach zu dem, der vor mir stand: Mein Herr, meine Glieder bebten, als ich das Gesicht hatte, und es war keine Kraft mehr in mir.
      ...
      18 Da rührte mich abermals der an, der aussah wie ein Mensch, und stärkte mich
      ...
      20 Und er sprach: Weißt du, warum ich zu dir gekommen bin? Und jetzt muss ich wieder hin und mit dem Engelfürsten von Persien kämpfen; und wenn ich das hinter mich gebracht habe, siehe, dann wird der Engelfürst von Griechenland kommen.
      21 Doch zuvor will ich dir kundtun, was geschrieben ist im Buch der Wahrheit. Und es ist keiner, der mir hilft gegen jene, außer eurem Engelfürsten Michael.

      Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017


      Meine Auslegung:

      Vers 1: 3. Jahr des Königs Kyrus von Persien: 536/535 v.Chr. (siehe SH, S.85)
      V. 2: Weil es hier „um große Not” (die NEÜ übersetzt mit „großer Kampf” ---> siehe SH, S.84) - siehe V. 1 - geht, trauert Daniel 3 Wochen lang.
      V. 5 + 6: der Mann, den Daniel nun sieht (mit „goldenem Gürtel, Antlitz wie ein Blitz, Augen wie feurige Fackeln”) kann m.E. nur Jesus Christus sein! (---> siehe die // zu Offb.1,13f.!) Er wird daher unterschieden vom Erzengel Michael, der in den Versen 13 + 21 Jesus zu Hilfe kam (V. 13: „Michael ... kam mir zu Hilfe”) Daher kann ich der Gleichsetzung Michael = Christus im SH (S.88) und in der SA-L (S.136/ 211) nicht zustimmen!
      V. 9 + 12: Wenn Christus spricht ist das gewaltig! Aber er sagt zu Daniel: „Fürchte Dich nicht!” Dieser Ruf erschallt auch öfters im NT - den Hirten bei der Geburt Jesu, aus Jesu Munde selbst und bei der Auferstehung!
      V. 13: hier wird ein himmlischer Kampf geschildert, der sich hinter den irdischen Begebenheiten ereignet, die sich im Widerstand von Persischer Seite gegen den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem [---> siehe Esra 4,6-16.23-24 und SA-L, S. 210 + SH, S.85: „sodass der Wiederaufbau des Tempels für längere Zeit (536 - 522 v.Chr.) zum Erliegen kam (vgl. Esra 4,1-5).”] zeigen!
      V. 14: hier wird ein Bezug auf die Kap. Dan. 11 - 12 („am Ende der Tage; das Gesicht gilt erst ferner Zeit.”) gegeben sein - auf die letzte Endzeit!
      V. 16 + 18: hier ist wieder Jesus Christus gemeint.
      V. 20: weist wieder (s.oben!) auf den himml. Kampf hin. Dieser Vers (denn nach dem "Perser-Engel" kommt der "Griechen-Engel" deutet darauf hin, „dass Gott die Kontrolle über die Weltgeschichte innehat.” (SA-L, S. 130)
      V. 21: Israels Bundes-Engel Michael wird dem Heiland in seinem Kampf helfen und am Ende auch seine schützende Hand über Israel halten in der Schlacht von Harmagedon; das ist meine feste Überzeugung!


      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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    • Was das Studienheft zur Bibel zu Daniel 10 sagt

      2. Das Studienheft zur Bibel (SH), Seiten 84 - 91

      Die Prophezeiung der letzten drei Kapitel des Danielbuches gewährt uns entsprechende Einblicke. Gleich zu Beginn wird mitgeteilt, dass diese Vision von einem großen Kampf (Dan.10,1 NeÜ) handelt. Während Daniel 11 einige Details dieses Kampfes anführt, zeigt Daniel 10 seine geistlichen Dimensionen und offenbart, dass hinter den Kulissen der irdischen Schlacht ein geistlicher Konflikt von kosmischem Ausmaß tobt.
      „Kapitel 10 liefert die Einführung oder den Prolog; Kapitel 11 enthält die eigentliche Weissagung und Kapitel 12 bildet den Schluss bzw. den Epilog [das Nachwort]. Alle drei Kapitel gehören zusammen, was sich inhaltlich daran erkennen lässt, dass einzelne Elemente aus Kapitel 10 in Kapitel 12 wieder auftauchen” (William H. Shea, Daniel 7 - 12, Lüneburg 1998, 157). SH, S. 84


      Dan. 10-12 ... wird zeitlich in das [Achtung! Druckfehler!!! Nicht erste, sondern] dritte Herrschaftsjahr des persischen Königs Kyrus (536/535 v.Chr.) über Babylon eingeordnet. Zu diesem Zeitpunkt war Daniel vermutlich knapp 90 Jahre alt. Kurze Zeit zuvor waren jüdische Exilanten aus der babylonischen Gefangenschaft nach Israel zurückgekehrt, um Jerusalem und den Tempel Gottes wieder aufzubauen. Daniel blieb in Babylon, sein hohes Alter ließ eine Rückkehr nach Jerusalem wahrscheinlich nicht mehr zu.
      Allerdings sahen sich die Juden in ihrer alten Heimat starken Feindseligkeiten ausgesetzt, sodass der Wiederaufbau des Tempels für längere Zeit (536 - 522 v. Chr.) zum Erliegen kam (vgl. Esra 4,1-5). SH , S. 85


      Die Erscheinung eines übernatürlichen Wesens, das ab V. 5 beschrieben wird, führt zur Frage wen Daniel hier sieht. ... Ausleger sind sich allerdings nicht darüber einig, wer genau dieses übernatürliche Wesen ist. Was Daniel sieht, weist deutliche Ähnlichkeiten mit den Schilderungen der Gotteserscheinungen in Hesekiel 1 und Offenbarung 1 auf. Da Johannes in Offenbarung 1, 10 - 18 Jesus Christus sieht, liegt der Schluss nahe, dass Daniel ebenfalls der Messias (vor seiner Menschwerdung) gezeigt wurde. SH. S. 86


      Aus dem Text geht nicht klar hervor, wer genau ab V. 10 handelt und redet. Die V. 13 und 20 sprechen dagegen, die folgenden Worte der Erscheinung Christi zuzuschreiben.
      Adventistische Ausleger haben daher angenommen, dass der Engel Gabriel in Kapitel 10 ebenfalls anwesend ist und dem Propheten diese Botschaften überbringt, obwohl sein Name hier nicht genannt wird ... (Anm. von mir: ich halte diese Auslegung nicht für zielführend, da Gabriel sonst nur mit seinem Namen in der Bibel erwähnt wird!)

      Wie das persische Reich einen Oberbefehlshaber hat, eine geistliche Macht, die hinter seinem menschlichen Führer steht, so hat auch Gottes Volk in Michael einen Oberbefehlshaber, der den kosmischen Kampf führt.
      ... „Das Alte Testament macht über Michael nur bruchstückhafte Angaben. Um ein vollständiges Bild von ihm zu gewinnen, müssen auch die Aussagen des Neuen Testaments berücksichtigt werden. Dort ist beispielsweise vom Erzengel Michael die Rede, der mit Satan um die Auferstehung des Mose streitet (Jud. 9) ... Diese neutestamentlichen Hinweise können sich auf kaum jemand anderen als Christus beziehen. Das lässt darauf schließen, dass mit den altestestamentlichen Texten, in denen Michael genannt wird, ebenfalls Christus gemeint ist” (Shea, 168). SH S. 88
      Anm. von mir: Nein, diesen Schluss muss ich als Fehlschluss bezeichnen! Denn es ist m.E. immer noch ein "himmelweiter Unterschied" zwischen einem Erzengel - wovon es nach traditionell-christlicher Auffassung 3 oder 4 davon gibt! [Michael, Gabriel, Rafael - diese kommen in der Septuaginta vor, als 4. Erzengel gilt allgemein Uriel! ---> selbst Frau White erwähnt verschiedene Erzengel in ihren Schriften!] - und dem Heiland Jesus Christus! Wie ich unter NR. 62 bereits biblisch nachgewiesen habe werden durch die Verse 13 und 21 hier im 10. Kapitel von Daniel klar Jesus und Michael voneinander unterschieden! Mir ist nicht klar, warum hier die Adventisten den Zeugen Jehovas auf den Leim gegangen sind und auf deren Argumentation hereingefallen sind!???! Zudem sprechen auch Hebr.1,4-6.13 gegen eine Gleichsetzung Christus = Michael!

      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Anm. von mir: Nein, diesen Schluss muss ich als Fehlschluss bezeichnen! Denn es ist m.E. immer noch ein "himmelweiter Unterschied" zwischen einem Erzengel - wovon es nach traditionell-christlicher Auffassung 3 oder 4 davon gibt!
      Norbert,Du solltest Dich mal über die Aufgabe der Engel informieren...
      Engel: Aussehen und Aufgaben
      Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet :: bibelwissenschaft.de

      Wieder so ein Ärgerniss, Meldung beim zweiten Beitrag!!!

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    • Gleichung »CHRISTUS = MICHAEL« ist als Irrlehre zu bezeichnen und muss abgelehnt werden!


      Bogi111 schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Anm. von mir: Nein, diesen Schluss muss ich als Fehlschluss bezeichnen! Denn es ist m.E. immer noch ein "himmelweiter Unterschied" zwischen einem Erzengel - wovon es nach traditionell-christlicher Auffassung 3 oder 4 davon gibt! - und dem Heiland Jesus Christus!
      ... über die Aufgabe der Engel ...
      Engel: Aussehen und Aufgaben (1)
      Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet :: bibelwissenschaft.de (2)
      Lieber Bogi, ich danke für die beiden angegebenen Quellen, wo ich jedem Satz zustimmen kann, v.a. diesen Aussagen von Engel: Aussehen und Aufgaben ! Über den folgenden Satz habe ich mich besonders gefreut: „Selbst nach dem Tod haben die Engel die Aufgabe Menschen zu helfen, nämlich indem sie die Seele eines selig verstorbenen Menschen ins Totenreich (Abrahams Schoß - noch nicht der Himmel, da Gericht noch aussteht) bringen.

      Artikel (2) ist v.a. (bibel)wissenschaftlich geprägt!

      Und in Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet :: bibelwissenschaft.de steht: „Mehrfach wird Michael zusammen mit weiteren Namens-Engeln erwähnt: als Paar mit → Gabriel, als Trio mit Gabriel und Uriel und als zentrale Figur einer Siebener-Gruppe * (z.B. äthHen 87,2; 90,22).” ----> hier wurde aber noch der dritte biblisch (in der Septuaginta im Tobias- Buch!) benannte Engel, Raphael, vergessen! Michael (Donata Dörfel schreibt in (2): „Im Neuen Testament wird Michael als „Erzengel“ ἀρχάγγελος archangelos im Judas-Brief (Jud 9) genannt. Die Bezeichnung „Erzengel“ kommt in der ganzen Bibel nur an dieser einen Stelle vor.”), Gabriel, Raphael (diese 3 kommen auch in "Goethes FAUST" im "Prolog im Himmel" vor!) und Uriel werden in der christlichen Kirchen als »die 4 Erzengel« bezeichnet, meiner Meinung nach zu Recht! [* Im Judentum wird daher von 7 Erzengeln ausgegangen, analog zu den „7 Himmeln”; deren Namen {die 4 "christlichen" sind Teil davon (+ Phanuel, Raguel + Sariel)!} kommen im apopryphen Henoch- Buch vor.]

      Wie es auch immer sei - ob nun Michael der einzige Erzengel ist, oder ob es 3, 4 oder 7 (bei den Orthodoxen gibt es sogar noch einen 8. Erzengel!) Erzengel sind, nirgends wird in den beiden Internet-Artikeln, Michael mit Jesus Christus gleichgesetzt! Dies gibt die Bibel einfach nicht her! Daher ist die Lehre bzw. Gleichung »CHRISTUS = MICHAEL«, die übrigens Adventisten und Zeugen Jehovas identisch haben (!?!), - man muß das leider so in aller Deutlichkeit sagen! - als Irrlehre zu bezeichnen und muss abgelehnt werden!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wie es auch immer sei -
      Norbert,Du siehst wieviel Auslegungen es gibt.

      Eretten kann nur Jesus. Daran solltest Du alle Aussagen der Bibel messen,beim betrachten vom Michael.
      Klar muss Dir das Gefallen das die Engel bei den Toten zugegen sind.
      Denk daran Satan hat 1/3 der Engel auf seine Seite geschafft......
      Gabriel hat gegen solch einen Engel 3 Wochen gekämpft.... also sei vorsichtig mit der Beurteilung der "Engel" oder Geister!
    • Der große Kampf - eine geistlich-geistige Kontroverse!

      2. Das Studienheft zur Bibel (SH), Seiten 84 - 91

      Ergänzung zu NR. 63:


      Exkurs
      Der große Kampf

      Für Siebenten-Tags-Adventisten ist die Redeweise vom Großen Kampf zu einem feststehenden Ausdruck geworden ...
      Es geht also vor allem um eine geistlich-geistige Kontroverse über eine zentrale weltanschauliche und religiöse Streitfrage: Ist Gott wirklich ein Gott der Liebe und unser volles Vertrauen wert oder ist er ein „launisch-boshafter Tyrann” (Richard Dawkins)?
      Diese Kontroverse hat im Himmel zwischen Gott und Satan begonnen (Offb. 12) und setzt sich hier auf der Erde fort. ...
      Der Ausgang des Konflikts - Gottes Sieg - ist allerdings gewiss! ...


      Die Theologie des großen Kampfes (zum ersten Mal von [Joseph] Bates Mitte der 1840er Jahre ausgearbeitet) führte dazu, dass sich der Adventismus als eine prophetische Bewegung verstand und deshalb auch Missionare in alle Teile der Welt sandte, damit die Botschaft der drei Engel überall gehört wird, ehe der Tag der großen Ernte anbricht. Wenn diese Vision verblasst, verliert der Siebenten-Tags-Adventismus seine Einzigartigkeit. Statt einer dynamischen prophetischen Bewegung wäre er dann nur noch eine ziemlich unbedeutende *** Glaubensgemeinschaft mit ein paar merkwürdigen Sonderlehren” (George R. Knight, Es war nicht immer so, Lüneburg 2002, 195 f., Hervorhebung im Original). - SH, S. 89

      *** Anm. von mir: Immerhin ist die Kirche der STA die zur Zeit weltweit 5. größte christliche Kirche!

      Zusammenfassung
      Die Rückkehr des jüdischen Volkes in die Heimat hat begonnen, doch es gibt Widerstand. Der geistliche Kampf zwischen Gut und Böse, tobt nicht nur auf der Erde, sondern auch in der himmlischen Welt. Michael, der Himmelsfürst, wird alle Widersacher überwinden und sein Volk ans Ziel bringen. SH, S. 90

      Anm.von mir: um nochmals auf den Erzengel Michael (Judas 9) einzugehen: Michael ist für mich nicht der vorweltliche himmlische Jesus Christus, sondern als einer der obersten Engel, Christi Diener! Jesus Christus als der "Friedefürst" wird keinen Krieg führen, sondern Michael ist der Heerführer der himmlischen Heerscharen und wird bei Jesu Christi Wiederkunft die Himmelsheere anführen und den alten Drachen packen und in den Abgrund werfen! (Offb.20,1-3). Michael ist auch m.E. der Bundesengel Israels, der Juden Schutzengel, der laut diesem Bericht (---> siehe: Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet :: bibelwissenschaft.de ) Isaak vor dem Opfertod bewahrte (Gen 22), Laban hinderte, Jakob ein Leid anzutun (Pirke de Rabbi Eliezer c. 36) und war der ominöse „Mann“, der in Gen 32,23-33 mit Jakob rang und ihn dann segnete (Jalkut Schimoni I, 39.2).
      Michael machte den Einspruch Usas, des Schutzengels Ägyptens, gegen Israels Auszug zunichte (Jalkut Schimoni I, 241), ... schlug das Heer Sanheribs und der Assyrer (2Kön 19,35) vor Jerusalem (Schemoth Rabba, Par. 18 zu Ex 12,29) und verteidigte die Israeliten im Himmel, je mehr Haman sie auf Erden anklagte. Er erinnerte den König an Mordechai (Est 6,2-3), der dann zu großen Ehren erhoben wurde. Nach der Apokalypse des Mose verdankt Israel ihm die Vermittlung des Gesetzes. Nach dem Midrasch vom Tode Moses lehnt Michael es – aus Respekt vor Mose – ab, dessen Seele zu holen. (Zitat Ende)


      Ich bin auch überzeugt dass es Michael war der Israel gegen zum Teil 10fache Übermacht zum Sieg in den 4 Nahost-Kriegen (1948/1956/1967/1973) geführt hat!


      PS: Die 21 Tage Daniels könnten nach der prophet. Regel („Ein Tag = 1 Jahr”) auch für 21 Jahre stehen! 536 - 515 v.Chr. ----> 515 war der 2. Tempel wieder gebaut!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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    • Noch einmal:
      Im Grundtext der Bibel AT/NT gibt es keine "Engelfürsten".
      Das sind persisch-gnostische Ideen, welche jüdische Rabbinen im Exil übernahmen.

      Die entsprechenden Stellen in deutschsprachigen Bibeln sind mit "Engelfürsten" falsch übersetzt.
      Es gibt Mensche-Fürsten oder aber den Herrscher der Heerscharen/JHWH Zebaoth.
      In der dritten Versuchung (Matth.-Ev.) lehnte Jesus die Verehrung der Engel ab.
    • Lektion 11 - Vom Kampf zum Sieg

      freudenboten schrieb:

      Noch einmal:
      Im Grundtext der Bibel AT/NT gibt es keine "Engelfürsten".
      Das sind persisch-gnostische Ideen, welche jüdische Rabbinen im Exil übernahmen.

      Die entsprechenden Stellen in deutschsprachigen Bibeln sind mit "Engelfürsten" falsch übersetzt.
      Das stimmt so eben nicht!
      Denn in: Die Studienanleitung mit Lehrerteil (SA-L), Seiten 127 - 137 + 210 - 212 steht auf Seite 130 zum Begriff "Fürst" folgendes:
      „In einer Vision [Jos.5,13-14] sieht Josua den Obersten des Heeres des Herrn (vgl. EB). Interessanterweise ist das hebräische Wort, das hier mit „Oberster” (sar) übersetzt wird, dasselbe Wort, das in Daniel 10,21 in Bezug auf Michael mit „Fürst” (EB) übersetzt wird.Und im Lehrerteil auf Seite 211 wird hierzu weiter ausgeführt: „Aber ein stärkeres Argument für einen übernatürlichen Fürsten liegt in der parallelen Verwendung des Wortes für „Fürst” (sar) von Persien und Michael dem „Fürsten” (sar), der das Volk Gottes vertritt. Wegen dieses Kontrastes und dieser Opposition muss der Fürst von Persien also ein böswilliges Wesen gewesen sein, das Michael, dem himmlischen Fürsten, entgegenstand.

      Deshalb ist der hier beschriebene „große Krieg” ein Krieg zwischen Satan, dem Fürsten der Finsternis - der die Interessen der irdischen Feinde des Volkes Gottes vertritt - und Christus, dem großen Fürsten, der das Volk Gottes vertritt. Dieser Krieg steht im Mittelpunkt des großen Kampfes zwischen Gut und Böse, der sich in den politischen, sozialen und religiösen Übeln zeigt, die der Welt widerfahren. Während die dämonischen Kräfte jedoch ihren Widerstand gegen Gottes Engel verstärken und irdische Kräfte dazu bewegen, das Volk Gottes anzugreifen, greift Michael, der „große Fürst”, ein, um das Volk Gottes zu schützen und zu retten (Daniel 12,1 EB).”


      Zum Abschluss:

      Einige Fragen für das Bibelgespräch (am Sabbat, 14.3.) - Studienheft (SH), S.91

      1. Wie können wir angesichts einer aus den Fugen geratenen Welt begründen, dass Gott trotz allem die Fäden in der Hand hält?
      2. Wir lesen Daniel 10,1-3. Welche Bedeutung hat das Fasten und Beten in unserer Glaubenspraxis?
      3. Wir lesen Daniel 10,12-14. Was offenbart uns die biblische Prophetie über den Hintergrund der sichtbaren Wirklichkeit? Manche Christen sehen hinter allem das Wirken Satans, für andere spielt er praktisch keine Rolle. Wie können wir in dieser Frage zu einer ausgewogenen Haltung kommen? Was würdet ihr als „ausgewogen” betrachten? - SH, S. 91
      Meine Antworten:
      1. Weil Gott im Regimente sitzt! (Zitat von Karl Barth). Gott ist und bleibt der HERR DER WELTGESCHICHTE! Die biblische erfüllte Prophetie ist der Beweis, dass Gott alles in Händen hält!
      2. Ich faste jedes Jahr! 40 Tage vor Ostern beginne ich damit, für 40 Tage keinen Alkohol zu trinken! Beten sollte ein Christ doch wohl jeden Tag! Daniel, der dreimal pro Tag betete (---> Dan.6), könnte uns hier als gutes Beispiel dienen!
      3. Satan tobt (man sieht das z.Z. an all den terroristischen Grausamkeiten in aller Welt!) – aber am Kreuz hat ihn Christus entmachtet! Luther dichtete: „Der Fürst dieser Welt – wie sau'r er sich stellt – tut er uns doch nichts – das macht er ist gericht' – ein Wörtlein kann ihn fällen!”
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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    • Daniel , Kapitel 11

      Daniel , Kapitel 11:

      1.) Der Bibeltext

      Lutherbibel 2017 (in Auszügen!)
      1 Und ich stand bei ihm im ersten Jahr des Darius des Meders, um ihm zu helfen und ihn zu stärken. 2 Und nun will ich dir kundtun, was gewiss geschehen soll. Siehe, es werden noch drei Könige in Persien aufstehen, der vierte aber wird größeren Reichtum haben als alle andern. Und wenn er in seinem Reichtum am mächtigsten ist, wird er alles gegen das Königreich Griechenland aufbieten. 3 Danach wird ein mächtiger König aufstehen und mit großer Macht herrschen, und was er will, wird er ausrichten. 4 Aber wenn er emporgekommen ist, wird sein Reich zerbrechen und in die vier Winde des Himmels zerteilt werden, nicht auf seine Nachkommen, auch nicht mit solcher Macht, wie er sie hatte; ...
      5 Und der König des Südens wird erstarken; aber gegen ihn wird einer seiner Fürsten noch stärker werden und herrschen; dessen Herrschaft wird groß sein. 6 Nach einigen Jahren aber werden sie sich miteinander befreunden. Und die Tochter des Königs des Südens wird kommen zum König des Nordens, um ihr Bündnis zu festigen. Aber sie wird keinen Erfolg haben, und auch sein Nachkomme wird nicht bleiben. Und sie wird preisgegeben werden samt ihrem Gefolge, ihrem Kind und dem, der sie eine Zeit lang mächtig gemacht hat. 7 Es wird aber statt seiner ein Spross aus ihrem Stamm emporkommen; der wird gegen die Heeresmacht des Königs des Nordens ziehen und in seine Festung eindringen und wird an ihnen seine Macht zeigen. 8 Auch wird er ihre Götter samt den Bildern und den kostbaren Geräten aus Silber und Gold wegführen nach Ägypten und einige Jahre von dem König des Nordens ablassen. 9 Aber der wird eindringen in das Reich des Königs des Südens, jedoch dann wieder in sein Land zurückkehren. ...
      ...
      11 Dann wird der König des Südens ergrimmen und ausziehen und mit dem König des Nordens kämpfen.**
      ...
      20 Und an seiner statt wird einer emporkommen, der wird einen Steuereinnehmer das herrliche Land durchziehen lassen; ...

      21 Dann wird ... 22 ... vernichtet werden ... auch der Fürst des Bundes.
      ...
      27 Und beide Könige werden darauf bedacht sein, wie sie einander schaden können, und sie werden an einem Tisch verlogen miteinander reden. Es wird ihnen aber nicht gelingen, denn das Ende ist noch auf eine andere Zeit bestimmt.
      ...
      31 Und seine Heere werden kommen und Heiligtum und Burg entweihen und das tägliche Opfer abschaffen und das Gräuelbild der Verwüstung aufstellen.
      ...
      33 Und die Verständigen im Volk werden vielen zur Einsicht verhelfen; darüber werden sie verfolgt werden mit Schwert, Feuer, Gefängnis und Raub eine Zeit lang. 34 Während sie verfolgt werden, wird ihnen eine kleine Hilfe zuteilwerden; aber viele werden sich nicht aufrichtig zu ihnen halten. 35 Und einige von den Verständigen werden fallen, damit sie bewährt, rein und lauter werden für die Zeit des Endes; denn es dauert noch bis zur bestimmten Zeit. 36 Und der König wird tun, was er will, und wird sich überheben und großtun gegen jeden Gott. Und gegen den Gott aller Götter wird er Ungeheuerliches reden, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vollendet ist; denn es muss geschehen, was beschlossen ist. 37 ...denn er wird sich über alles erheben. ...
      40 Zur Zeit des Endes aber wird sich der König des Südens mit ihm messen, und der König des Nordens wird mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen gegen ihn anstürmen und wird in die Länder einfallen und sie überschwemmen und überfluten. 41 Und er wird in das herrliche Land einfallen und viele werden umkommen. Es werden aber seiner Hand entrinnen Edom, Moab und die ... Ammoniter. 42 Und er wird seine Hand ausstrecken nach den Ländern und Ägypten wird ihm nicht entrinnen, 43 sondern er wird Herr werden über die goldenen und silbernen Schätze und über alle Kostbarkeiten Ägyptens; Libyer und Kuschiter werden ihm folgen müssen. 44 Es werden ihn aber Gerüchte erschrecken aus Osten und Norden, und er wird mit großem Grimm ausziehen, um viele zu vertilgen und zu verderben. 45 Und er wird seine prächtigen Zelte aufschlagen zwischen dem Meer und dem herrlichen, heiligen Berg; aber es wird mit ihm ein Ende nehmen und niemand wird ihm helfen.

      ** Hier werden alle möglichen Kämpfe von irdischen Mächte zusammengefasst und Auseinandersetzungen bis in unsere Zeit, wie z.B. der "Kalte Krieg" zwischen westlicher NATO und östlichem kommunistischem Warschauer Pakt!

      Weitere Auslegung:
      • In Vers 3 ist Alexander der Große gemeint.
      • Verse 5 - 19 schildern versch. Ereignisse und Kämpfe zwischen Seleuziden von Syrien (Nordkönig) und Ptolemäern von Ägypten (Südkönig).
      • V.20 könnte die Steuereintreibung und Volkszählung z.Z. der Geburt Jesu sein.
      • V.22 könnte Jesu Tod bedeuten.
      • V.31 könnte Antiochus IV. Epiphanes meinen.
      • Verse 33-35 schildern die Christenverfolgungen.
      • Ab V.36 wird der Antichrist erwähnt.
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wie können wir angesichts einer aus den Fugen geratenen Welt begründen, dass Gott trotz allem die Fäden in der Hand hält?
      Ich hätte da mal eine Frage zu diesem Bibelabschnitt.
      Daniel 10
      15 Und als er das alles mit mir redete, neigte ich mein Angesicht zur Erde und schwieg still.
      Hier redete ja Gabriel mit Daniel

      16 Und siehe, einer, der einem Menschen gleich war, rührte meine Lippen an. Da tat ich meinen Mund auf und redete und sprach zu dem, der vor mir stand: Mein Herr, meine Glieder bebten, als ich das Gesicht hatte, und es war keine Kraft mehr in mir.
      Warum beschreibt er hier einen der einem Menschen gleich war? Beschreibt er hier den Gabriel oder jemanden anderen???

      17 Wie kann der Knecht meines Herrn mit meinem Herrn reden, da auch jetzt noch keine Kraft in mir ist und mir der Atem fehlt?
      Was und wen meinte er damit?

      18 Da rührte mich abermals der an, der aussah wie ein Mensch, und stärkte mich
      Wer stärkte Daniel?

      19 und sprach: Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebter!
      Wer sagte das?
    • 2020/Q1/13 | Daniel | Vom Staub zu den Sternen - Daniel 12

      Zum Abschluß von Daniel
      1. Bibeltext, Luther 1984
      2. Studienheft (SH)
      3. Studienanleitung m. Lehrerteil (SA-L)


      1. Bibeltext, Luther 1984:

      1 Zu jener Zeit wird Michael, der große Engelfürst, der für dein Volk eintritt, sich aufmachen. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen.
      2 Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.
      3 Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.
      4 Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle dies Buch bis auf die letzte Zeit. Viele werden es dann durchforschen und große Erkenntnis finden.
      5 Und ich, Daniel, sah, und siehe, es standen zwei andere da, einer an diesem Ufer des Stroms, der andere an jenem Ufer.
      6 Und er sprach zu dem Mann in leinenen Kleidern, der über den Wassern des Stroms stand: Wann sollen denn diese großen Wunder geschehen?
      7 Und ich hörte den Mann in leinenen Kleidern, der über den Wassern des Stroms stand. Er hob seine rechte und linke Hand auf gen Himmel und schwor bei dem, der ewiglich lebt, dass es eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit währen soll; und wenn die Zerstreuung des heiligen Volks ein Ende hat, soll dies alles geschehen.
      8 Und ich hörte es, aber ich verstand's nicht und sprach: Mein Herr, was wird das Letzte davon sein?
      9 Er aber sprach: Geh hin, Daniel; denn es ist verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit.
      10 Viele werden gereinigt, geläutert und geprüft werden, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; alle Gottlosen werden's nicht verstehen, aber die Verständigen werden's verstehen.
      11 Und von der Zeit an, da das tägliche Opfer abgeschafft und das Gräuelbild der Verwüstung aufgestellt wird, sind 1290 Tage.
      12 Wohl dem, der da wartet und erreicht 1335 Tage!
      13 Du aber, Daniel, geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du auferstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!

      Auslegung:
      V. 1: „jene Zeit” ist die »ENDZEIT« - seit 1948! (später mehr !)
      V. 2: Die Hoffnung auf Auferstehung wird hier deutlich ansgesprochen!
      V. 3: In der Endzeit werden die chrl. Lehrer das Evang. „zum Leuchten bringen" u. auf »die Gerechtigkeit aus Glauben« (Rö 3-5/ Phil 3,9) verstärkt hinweisen.

      V. 4: In Endzeit wird die Kenntnis über Daniels Prophetien zunehmen!

      V. 5: Die 2 himml. Wesen werden nicht genannt; vermtl. Jesus + Michael.
      V. 6: Warum der Eine Jesus ist, wird durch dessen „leinenen Kleidern” unterstrichen; so wird der Heiland öfters in der HS beschrieben (Hes 44,17/ Dan 10,5/ Off.1,13).
      V. 7: ist der Höhepunkt von Kp.12! Jesus spricht hier von 3½ Zeiten. Dies sehe ich als die letzten 3½ Jahre der in V. 1 genannten "Großen Trübsalszeit", die insg. 7 Jahre (Dan.9,27) dauert. Der Satz „wenn die Zerstreuung des heil. Volks ein Ende hat”, spricht klar für die Endzeit, die laut Bibelgelehrtem Dr. Liebi 1882 mit der 1. groß. Masseneinwanderung der Juden begonnen hat. Ja, ab 1882 hatte die weltweite Zerstreuung der Juden ein Ende gefunden und es begann »die Heimholung der Juden« in das Gelobte Land, wie in 48 AT-Prophetien angekündigt! Ein Höhepunkt war 1948 als der Staat Israel gegründet wurde! ---> Deshalb setze ich auch das Jahr 1948 als den Anfang der eigentlichen Endzeit (= „die letzten Tage”) an!

      V. 8: Es ist klar, daß es Daniel nicht verstanden hat, denn er konnte sich eine weltweite Zerstreuung der Juden nicht vorstellen, v.a. nachdem in den Jahren 538 - 535 v.Chr. ca. 50.000 Juden (---> siehe Esr 2 + SA-L, S.210) in ihre alte Heimat zurückgekehrt waren!
      V. 9: In der „letzten Zeit” werden die Prophetien Daniels verstehbar.
      V. 10: Sollte hier das von STA vertretene Untersuchungsgericht seit 1844 gemeint sein, weil hier steht, daß „Viele gereinigt, geläutert + geprüft werden” oder ist es nur ein Ausblick auf das " Endgericht"?
      V. 11: Nachdem der letzte Antichrist der Geschichte die „Opfer abgeschafft“ und nach 3½ Jahren »das Gräuelbild der Verwüstung« aufgestellt hat, dauert es dann 1290 Tage, einen Monat mehr als die 1260 Tage aus V.7.
      V.12: rätselhaft taucht nun noch eine weitere Zahl auf: 1335 Tage; das sind 45 Tage mehr als 1290 bzw. 75 mehr als 1260 Tage!
      [Exkurs: Nimmt man (prophet. Regel) die Tage für Jahre und zählt diese zusammen, so kommt man auf 2625 Jahre; würde man Anfang (Dan.1,1) + Ende (Dan.12,11f.) des Daniel-Buches miteinander verbinden, kommt man auf folgende Rechnung: 605 v.Chr. + 2625 Jahre = 2020/2021 n.Chr.]
      V . 13: hier wird wie schon in V. 2 die Auferstehung in Aussicht gestellt! Ja, daß „das Ende kommt” und Jesus sehr bald wiederkommen wird, ist gewiß! Hoffentlich noch zu unserer Lebenszeit! » Maranatha! Herr Jesus, komme bald!«o
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Bogi111 schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Wie können wir angesichts einer aus den Fugen geratenen Welt begründen, dass Gott trotz allem die Fäden in der Hand hält?
      Ich hätte da mal eine Frage zu diesem Bibelabschnitt.Daniel 10
      15 Und als er das alles mit mir redete, neigte ich mein Angesicht zur Erde und schwieg still.
      Hier redete ja Gabriel mit Daniel

      16 Und siehe, einer, der einem Menschen gleich war, rührte meine Lippen an. Da tat ich meinen Mund auf und redete und sprach zu dem, der vor mir stand: Mein Herr, meine Glieder bebten, als ich das Gesicht hatte, und es war keine Kraft mehr in mir.
      Warum beschreibt er hier einen der einem Menschen gleich war? Beschreibt er hier den Gabriel oder jemanden anderen???

      17 Wie kann der Knecht meines Herrn mit meinem Herrn reden, da auch jetzt noch keine Kraft in mir ist und mir der Atem fehlt?
      Was und wen meinte er damit?

      18 Da rührte mich abermals der an, der aussah wie ein Mensch, und stärkte mich
      Wer stärkte Daniel?

      19 und sprach: Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebter!
      Wer sagte das?
      Hallo @Bogi111
      Kapitel 10 ist nicht ganz einfach zu verstehen. Es gibt über die Personen in diesem Kapitel verschiedene Auffassungen. Interessant fand ich folgenden Artikel, der das Problem diesbezüglich für mich deutlich gemacht hat: Der Prophet Daniel und seine Botschaft – alter Titel: Notizen zum Buch Daniel (Ernst-August Bremicker) :: bibelkommentare.de
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Antwort auf Bogis Fragen in NR.71!

      Lieber Bogi,
      man kommt in Schwierigkeiten, wenn man annimmt dass die eine nicht namentlich genannte Person der (Erz-)Engel Gabriel ist! Was meines Erachtens nicht sein kann, da sonst wenn dieser auftritt - in Daniel 8 und Daniel 9 zum Beispiel, er immer mit Namen - Gabriel - genannt wird!Deshalb passt die in den Versen 6, 15, 16, 17, 18 und 19 beschriebene Person eindeutig auf Jesus Christus, oder etwa nicht? Die Siebenten-Tags-Adventisten sagen doch sonst immer, „die Heilige Schrift legt sich selber aus!” ----> ganz richtig! Und gerade in einem Kapitel - im Kapitel 10 - wird dieser Grundsatz außer acht gelassen? Das verstehe ich überhaupt nicht!?! Denn wenn man die Verse in Kapitel 10 miteinander vergleicht, so kann man nur zu dem Schluss kommen, dass es sich hier um Jesus Christus und den im Text genannten Erzengel Michael handelt; womit zugleich belegt ist, daß Jesus Christus nicht Michael sein kann ! (Wenn man den Text aufmerksam liest, muss das eigentlich jedem unbefangenen Bibelleser klar sein! ---> Daher muss man die Auslegungen von Frau Ellen Gould White und von SH und SA-L von hier her eindeutig zurückweisen und damit ablehnen!)

      Hier nochmals die entscheidenden Bibelstellen:

      A) Verse 5 und 6:
      5 und hob meine Augen auf und sah, und siehe, da stand ein Mann, der hatte leinene Kleider an und einen goldenen Gürtel um seine Lenden.
      6 Sein Leib war wie ein Topas, sein Antlitz sah aus wie ein Blitz, seine Augen wie feurige Fackeln, seine Arme und Füße wie helle, blanke Bronze, und seine Rede war wie ein großes Brausen. ----> man vergleiche doch bitte mal diese Beschreibung mit Offb. 1,13f.! Dann wird man feststellen können, dass beide Personen identisch sind! Also es ist hier eindeutig der Heiland beschrieben!

      B) Vers 13:
      13 Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir 21 Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem Engelfürsten des Königreichs Persien. ---> nachdem in den Versen 7 - 12 niemand sonst, keine weitere handelnde Person, erwähnt wird, muss es sich im Vers 13 daher um die Person aus Vers 6, also um Jesus Christus, handeln! Der Erzengel Michael kommt somit dem Heiland (beschrieben durch das Wort „mir”!) zu Hilfe! Denn auch der Heiland hat seine Diener, die ER einsetzen kann!

      C) Vers 16:
      16 Und siehe, einer, der einem Menschen gleich war, rührte meine Lippen an. ---> auch hier kann nur - von der Logik und dem Zusammenhang der vorherigen Verse her gesehen - nur unser Heiland Jesus Christus gemeint sein! Zudem erinnert dieser Vers 16 auch an Daniels 7. Kapitel, wo der Heiland auch als „Menschensohn” beschrieben wird! (---> siehe: „es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn” - Dan.7,13)Deine Frage „Warum beschreibt er hier einen der einem Menschen gleich war? Beschreibt er hier den Gabriel oder jemanden anderen???” lässt sich damit so beantworten: Es wird hier eindeutig nicht Gabriel , sondern ein anderer beschrieben: Jesus Christus!

      D) Vers 18:
      18 Da rührte mich abermals der an, der aussah wie ein Mensch, und stärkte mich ... ----> Auch in Vers 18 kann niemand anderes gemeint sein, als derjenige, der schon im Vers 16 (und in 5, 6 und 13) erwähnt ist! Das ist Jesus Christus! Deine Frage „Wer stärkte Daniel?” kann daher so beantwortet werden: Jesus Christus stärkte Daniel! Genauso sagte der Heiland in Vers 19 zu Daniel: „Fürchte dich nicht!” ---> das ist der eindeutige "Heilands-Ruf" (!) wie wir ihn später aus dem Munde Jesu im NT so oft schon gehört haben!

      FAZIT: Während Daniel in seiner Vision aus Daniel 7 den Heiland nur von ferne gesehen hat, so ERSCHEINT ER, CHRISTUS, ihm am Tigris laut Daniel 10 auch LEIBHAFTIG! Für Daniel ist das ganz gewiss der Höhepunkt seiner Erlebnisse, die er in seinem langen Leben hatte; er hat seinen geliebten HEILAND GESEHEN, ja Christus hat ihn angerührt und gestärkt! „Ich habe meinen Heiland gesehen!” kann Daniel voller Demut ausrufen. Halleluja! Gelobt sei Gott in Ewigkeit! Amen.
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Was das STUDIENHEFT ZUR BIBEL 1| 2020 | Daniel zum 11. Kapitel des Danielbuches sagt - Teil 1/2

      Was das STUDIENHEFT ZUR BIBEL 1| 2020 | Daniel zum 11. Kapitel des Danielbuches sagt:
      Im Studienheft (abgek.: SH) ist es Kapitel 12. Von Nord und Süd zum Gelobten Land - Seiten 92 - 99.

      Daniel 11 gehört zu den schwierigsten Kapiteln der Bibel, wenn es um die Auslegung der darin geschilderten Details geht. (SH, S. 92)

      I. Kampf zwischen Persien und Griechenland

      Auf Seite 93 wird die folgende Tabelle aufgeführt:
      ProphetieHistorische Erfüllung
      Weltmacht
      König 1Kambysses II. (530-522 v.Chr.)
      Persien
      König 2Gaumata / Smerdis (522 v.Chr.)Persien
      König 3Darius I.(522-486 v.Chr.)Persien
      König 4
      Xerxes I. (486-465 v.Chr.)Persien
      KönigAlexander d. Gr. (336-323 v.Chr.)Griechenland
      Andere
      Generäle Alexanders (Diadochen)
      Griechenland






      II. König des Südens vs. König des Nordens Daniel 11,5-45

      Die Vision handelt hauptsächlich von der permanenten Auseinandersetzung zwischen dem König des Südens und dem König des Nordens (von Israel aus gesehen), in die Gottes Volk ab einem bestimmten Zeitpunkt hineingezogen wird. Die Details sind schwer zu deuten. Allerdings gibt es einige Leitplanken, die die Auslegung von Daniel 11 in der Spur halten:
      Der König des Südens steht für Ägypten, dass Diadochenreich der Ptolemäer (V. 8.43).
      Der Fürst des Bundes (V. 22) verweist auf den „Messias - Fürsten”, der den „Bund für die Vielen” festigen würde (9,25-27 ELB). Hier ist die Zeitenwende anzusetzen.
      Der König des Nordens (V. 29-39) findet seine Entsprechung im „kleinen Horn” aus Kap. 7 und 8.
      ▶Jesus erwartete den verwüstenden Gräuel (V. 31) in der Zukunft (Mt.24,15). Dieser muss also zeitlich „n. Chr.” kommen bzw. gekommen sein.
      Darüber hinaus zeigen die Parallelen zu anderen Visionen des Danielbuchs ihren engen Zusammenhang:

      Kap.7Kap.8-9Kap.11Thema
      5.178,202Medo-Persien
      6.178,213-4aGriechenland
      6.178,8.224b-15Vier Reiche (Diadochen)
      7.23f.8,9.2316-21Neuartige Macht
      --8,916-41Einfall in Israel
      --9,25-2722Leiden des Messias
      --8,11-1231regelmäßiges Opfer
      --9,2731Verwüstender Gräuel
      21.258,10.2432-35Verfolgung der Heiligen
      8.258,11.2536-39Selbsterhöhung
      268,25; 9,2745Vernichtung der Macht

      SH, S. 94
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

      Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Was das STUDIENHEFT ZUR BIBEL 1| 2020 | Daniel zum 11. Kapitel des Danielbuches sagt - Teil 2/2

      Was das STUDIENHEFT ZUR BIBEL 1| 2020 | Daniel zum 11. Kapitel des Danielbuches sagt - Teil 2/2

      Der König des Südens und der König des Nordens handeln beide - unabhängig davon, wer sich im Einzelnen dahinter verbirgt - nach ganz bestimmten Verhaltensmustern.
      Das Ziel dieser Könige ist es, mächtig zu werden (V. 5.7.21 EB). Geprägt von Überheblichkeit (V. 12.14) ist ihnen auf dem Weg dorthin
      jedes Mittel recht: Aufrüstung (V. 10-13), Kampf (V.10.11.15.18), Rebellion (V. 14), Intrigen (V. 17.21), diplomatische Abkommen und Heiratspolitik (V. 6.17), Steuerlasten (V. 20) und Berufung auf Religion und Götter (V. 8). Sie handeln ganz nach Belieben (V. 16 EB). – SH, S. 95

      III. Exkurs - Daniel 11 in adventistischer Perspektive


      Die Auslegung der Vision in Daniel 11 in der adventistischen Tradition ist sehr viel uneinheitlicher als die der Visionen aus Kap. 2, 7 und 8. ... Im Hauptteil erkennt die Mehrheit der adventistischen Ausleger im großen Ganzen drei Phasen, die nur in den Details voneinander abweichen:
      • die Kriege zwischen den Diadochenreichen der Ptolemäer im Süden und der Seleukiden im Norden (V.5-15),
      • das Römische Kaiserreich (V. 16-22),
      • das päpstliche Rom bis 1798 n. Chr. (V. 23-34 bzw. V. 23-39) und der Atheismus/ die Französische Revolution (V. 36-39).
      Doch im Blick auf die die Zeit des Endes (V. 40-45) herrscht
      Uneinigkeit. Das liegt zum einen daran, dass diese Zeit teilweise noch
      in der Zukunft liegt. ...

      Einige adventistische Auslegungen von Daniel 11, 40 - 45:

      Bereits erfülltKönig des Nordens König des Südens
      Die Milleriten
      (bis 1844)
      England oder Syrien
      (gegen Napoleon I.)
      Spanien oder Ägypten
      (gegen Napoleon I.)
      John Loughborough
      (1867)
      Frankreich
      (gegen das päpstliche Rom)
      England
      (gegen Frankreich)
      Uriah Smith
      (1871)
      Osmanisches ReichÄgypten und Frankreich
      Noch zukünftig
      James White
      (1877)
      das päpstliche Rom
      (wegen der Parallelen zur Daniel 2, 7 und '8)
      nicht benannt
      M.C. Wilcox
      (1910)
      dittoAllianz gegen das
      päpstliche Rom
      William H. Shea
      (1996)
      das päpstliche Rom
      (nach 1798 n.Chr.)
      Humanismus, Atheismus, Agnostizismus
      Ekkehardt Müller
      (2017)
      das päpstliche Rom,
      Endzeit-Babylon
      Atheismus



      „Vielleicht wäre die beste und ehrlichste Antwort, dass wir diese zukünftigen Ereignisse erst dann richtig einordnen können, wenn sie sich vor unseren Augen erfüllen” (William H. Shea, Das Buch Daniel, Lüneburg 1998, Teil 2, 204). – SH, S. 97

      ===> Zu Daniel 11 ----> siehe auchhier ------> sehr ausführliche und ins Detail gehende Auslegungen zu allen Versen von Daniel 11! ----->
      Daniel 11
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • ​Was die STUDIENANLEITUNG MIT LEHRERTEIL zum 11. Kapitel des Danielbuches sagt - Teil 1

      Was die STUDIENANLEITUNG MIT LEHRERTEIL zum 11. Kapitel des Danielbuches sagt - Teil 1


      Die "Studienanleitung - Standardausgabe - Jan.-März 2020- MIT LEHRERTEIL - DANIEL" (abgek.: SA-L) hat dieses Thema unter NR. 12 so überschrieben: Von Norden und Süden zum wunderbaren Land - Seiten 139 - 149 und Seiten 214 - 217.

      „Kapitel 11 folgt 3 grundlegenden Punkten. 1. beginnt es mit den persischen Königen und spricht über ihr Schicksal und die Endzeit, wenn der König des Nordens den heiligen Berg Gottes angreift.
      2. wird eine Abfolge von Schlachten zwischen dem König des Nordens und des Südens und wie sie Gottes Volk betreffen beschrieben.
      3. schließt
      es mit einem guten Ende, da der König des Nordens vor seinem Untergang am „herrlichen heiligen Berg” steht (Dan.11,45). Ein derartig positiver Abschluss zeigt das Ende des Bösen und die Aufrichtung des ewigen Reiches Gottes an.” (SA-L, S.139)

      „Nach Kyrus herrschen 3 Könige in Folge über Persien: Kambyses (530-522 v.Chr.), ... Smerdis (522 v.Chr.) und Darius I. (522-486 v.Chr.). Der vierte König ist Xerxes, der im Buch Esther als Ahasveros erwähnt wird. Er ist sehr reich (Est.1,1-7) und befehligt eine große Armee, mit der er, wie in der Prophezeiung vorhergesagt, in Griechenland einmarschiert. Aber trotz seiner Macht wird er von einer kleineren Streitkraft beherzter griechischer Soldaten zurückgeschlagen.
      Es ist nicht schwer, Alexander den Großen als den mächtigen König zu identifizieren, wer sich in Dan 11,3 erhebt und zum absoluten Herrscher der antiken Welt wird. Im Alter von 32 Jahren starb er ohne einen Erben ... Daher wurde sein Königreich unter seinen 4 Generälen aufgeteilt: Seleukos herrschte über Syrien und Mesopotamien, Ptolemaios über Ägypten, Lysimachos über Thrakien und Teile Kleinasiens und Kassander über Mazedonien und Griechenland. ...

      Die Bibel zeigt jedoch, daß Gott ... das Rad der Geschichte nach seinen göttlichen Absichten* drehen wird, was schließlich zur Auslöschung des Bösen und der Aufrichtung des ewigen Reiches Gottes führen wird.” (SA-L, S. 140)
      -------

      * Anm. von mir: "Absichten" hatte und hat Gott auch mit seinem Volk Israel, das der Zeiger an der Weltenuhr Gottes ist: 1. 1882 veranlasste JHWH den Beginn der jüdischen Rückwanderung in das Heilige Land, 2. 1917 folgte die Balfour-Declaration, die den Juden eine Heimstatt in Palästina garantierte, was dann 3. 1947 zum UN-Teilungslan über Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Teil führte. 4. 1948 der jüdische
      Staat wurde ein Jahr später am 14. Mai 1948 von David Ben Gurion ausgerufen, womit sich die Prophetie aus Jesaja 66,8 erfüllt hatte. 5. 1967 Mit der Eroberung Jerusalems am 7.6.1967 erfüllte sich Jesu Prophezeiung aus Lukas 21,24. 6. 1993 45 Jahre (Dan.12,12-Dan.12,11) nach der Staatsgründung kam es zum Friedensvertrag zwischen Israel und der PLO, der aber zur Zeit auf Eis liegt. 7. 2033 (?) ist es durchaus möglich dass Gott ab 1993 die letzte (40-jährige ?) Phase der Weltgeschichte eingeleitet hat, die somit genau 2000 Jahre nach Jesu Himmelfahrt im Jahr 2033 enden könnte. Die Zukunft wird es weisen...
      ------

      „Die meisten Forscher, die sich mit der Bibel befassen, gehen davon aus, daß die Kriege zwischen dem König des Nordens und dem König des Südens, die in Dan 11,5-14 vorhergesagt wurden, sich auf die vielen Kämpfe zwischen diesen zwei Dynastien (Anm. Seleuziden + Ptolemäer) beziehen. Laut der Prophezeiung würde ein Versuch unternommen diese zwei Dynastien durch Eheschließung zu vereinen, aber eine solche Allianz wäre nur kurzlebig (Dan 11,6). Historische Quelle zeigen, dass Antiochus II. Theos (261 - 246 v.Chr.) Enkel von Seleukos I. Berenike, eine Tochter des ägyptischen Königs Ptolemaios II. Philadelphos heiratete. Doch die Übereinkunft hielt nicht und die Auseinandersetzung, die das Volk Gottes direkt betraf, wurde bald wieder aufgenommen. Somit beschäftigt sich Dan a11 mit einigen wichtigen Ereignissen, die das Leben des Volkes Gottes während der Jahrhunderte, nachdem der Prophet Daniel die Bühne verlassen hat, betreffen werden.” (SA-L, S. 142)
      ...


      „Es ist interessant, daß Martin Luther zumindest in Bezug auf Dan 11,29-39 den Gräuel der Verwüstung in Dan 11,31 als das Papsttum und seine Lehren und Praktiken identifizierte. Daß Dan 11 Dan 7 und 8 entspricht, unterstreicht die Sicht Luthers und vieler anderer protest. Kommentatoren ...” SA-L, S. 149
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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    • ​Was die STUDIENANLEITUNG MIT LEHRERTEIL zum 11. Kapitel des Danielbuches sagt - Teil 2/3

      Daniel 11 - Lehrerteil

      S. 214 - 217 = Lehrerteil im Heft "Studienanleitung Standardausgabe" zu Daniel

      TEIL I: ÜBERSICHT

      Einleitung
      Daniel 11 ist zweifellos das schwierigste Kapitel des Buches. Die Gesamtkonturen der Prophezeiung sind jedoch deutlich zu erkennen.

      Themen

      1. Der große Krieg
      Der vom Engelswesen in 10,1 erwähnte „große Kampf” (NeÜ) entfaltet sich im ganzen Kapitel 11 als eine Abfolge von Herrschern des Nordens und des Südens, die bis zur Zeit des Endes gegeneinander kämpfen.

      2. Die letzten Ereignisse
      Der letzte Abschnitt des Kapitels gipfelt in der Vernichtung der böse Mächte, die den letzten Angriff auf Zion, Gottes „herrlichen, heiligen Berg”, starten.

      Anwendung
      Hinter den vielen Schlachten zwischen den Herrschern des Nordens und des Südens steht nur ein großer Krieg. Es ist der große Kampf zwischen Gott und Satan ... Es ist ein Kampf von kosmischen Ausmaßen um das Herz und das Denken der Menschen. In diesem Kampf ist Neutralität unmöglich; wir müssen uns für eine Seite entscheiden.

      TEIL II: KOMMENTAR

      1. Der große Krieg

      So verstehen die meisten ... Bibelausleger den König des Nordens zunächst als Hinweis auf die in Syrien ansässige Seleukidenmacht und den König des Südens als Vertreter der Ptolemäer, die über Ägypten herrschten. In der Folgezeit wird die Rolle des Königs des Nordens vom heidnischen Rom und später vom päpstlichen Rom übernommen. In gleicher Weise wandelt sich später in der prophetischen Zeitlinie der Süden zum Repräsentanten des Atheismus, der von den Mächten, die die Französische Revolution auslösten, stark gefördert wurde und bis heute fortbesteht.
      Der genaue Zeitpunkt in Daniel 11, an dem ein Machtwechsel stattfindet, bleibt Gegenstand der Diskussion. Deshalb sollten wir uns auf die Dinge konzentrieren, die feststehen und klar sind, weil sie anderen prophetischen Linien im Buch Daniel entsprechen. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammenhänge von Kapitel 11 mit den anderen Prophezeiungen Daniels, insbesondere Kapitel 8. (Tabelle konnte wegen 5.000 Zeichen-Überschreitung hier nicht mehr gebracht werden! ----> siehe meinen nächsten Beitrag! Teil 3/3)

      2. Die letzten Ereignisse

      Der letzte Abschnitt (Dan 11, 40 -45) zeigt, wie der lange Krieg zwischen dem König des Nordens und dem König des Südens seinen Höhepunkt in der Endzeit erreicht. Bis dahin überwindet der König des Nordens den König des Südens und startet den letzten Angriff auf den Berg Zion. Da die meisten der hierin beschriebenen Ereignisse in der Zukunft liegen, bleibt ihre Deutung vorläufig; daher sollten wir Dogmatismus vermeiden. Dennoch ist es möglich, die groben Umrisse der Prophezeiung durch die Anwendung zweier Grundprinzipien der Deutung aufzuzeigen. Erstens müssen wir verstehen, dass die in der Prophezeiung vorhergesagten Ereignisse mit einer Sprache und Bildern dargestellt werden, die aus der Wirklichkeit des alttestamentlichen Israels und seiner Einrichtungen abgeleitet sind. Zweitens müssen derartige Bilder und eine solche Sprache als Symbole der universellen ekklesiologischen Realitäten, die von Christus herbeigeführt wurden, gedeutet werden.
      ...
      In der apokalyptischen Symbolik wurde Babylon zum Symbol für das heidnische und das päpstliche Rom. So symbolisiert Babylon/König des Nordens an dieser Stelle in der prophetischen Zeitlinie der Endzeit, das Papsttum und die es unterstützenden Kräfte. ...
      So steht neben anderen Möglichkeiten - wie das ehemalige Osmanische Reich - Ägypten höchstwahrscheinlich für Atheismus und Säkularismus.

      Meine Meinung: Atheismus als Nordkönig = das kommunistische Russland = UdSSR - neuer Nordkönig - da Russland ** nördlich von Israel liegt – und die USA/NATO als neuer Südkönig - seit 1945 // seit den Terroranschlägen auf die USA vom 11.9.2001 gestartet von dem Saudi-Araber (- Saudi-Arabien welches südlich von Israel iegt) Osama Bin Laden könnte der Südkönig auf die islamistischen Terror-Organisationen AL KAIDA und IS übergegangen sein!

      Edom, Moab und Ammon (Dan.11,41) das heutige Jordanien ist aus der Anti-israelischen arabischen Terrorfront ausgeschert und hat mit Israel 1994 einen Friedensvertrag geschlossen! -----> es stehen also nur noch 4 Verse in der bibl. Prophetie aus! ==> Deshalb: Maranatha - unser Herr komm(t)!
      ------------------------------------------------------
      ** Russland (= Rosch) wird gemäß Endzeit-Prophetie laut Hesekiel 38+39 auch noch in Israel einmarschieren!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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