5.Mose 6,4: Der HERR allein ist unser Gott

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    • 5.Mose 6,4: Der HERR allein ist unser Gott

      Es wird im Forum nach meinem Empfinden ziemlich lange und intensiv darüber diskutiert, ob das Wort "echad" in 5.Mose 6,4 "einzig" oder "einig" bedeutet. Manche finden darin eine starke Bestätigung ihrer Pro- oder Contra- trinitarischen Überzeugung.

      Nach meinem Verständnis ist weder "einzig" ein Argument gegen die Trinität, noch ist "einig" ein Argument dafür.

      Mose hatte gar keine genaue Vorstellung davon, wie Gott beschaffen ist. Ebenso wenig können wir uns das vorstellen. Manche proizieren menschliche Vorstellung von "einzig" auf Gott und denken, Gottes Wesen wäre "numerischer" Art, dass man hier "irgendetwas" zählen könnte? In der Mathematik ist nur das abzählbar, was auch rational ist. Ich bin mir sicher, kein einziger demütiger Mensch käme zu dem Gedanken, Gott rational erfassen zu können.

      Worum geht es Mose hier? Lediglich um die Abgrenzung: der HERR ist wahrer Gott, und die Götzen der Welt sind keine Götter. Deshalb ist Gott der HERR allein.

      Habe ich etwas übersehen?
      Können wir endlose Gespräche um "einzig" oder "einig" zu Ende führen?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • DIE BITTE DES MOSES WURDE IN CHRISTUS ERFÜLLT!

      Jacob der Suchende schrieb:

      Es wird ... darüber diskutiert, ob das Wort "echad" in 5.Mose 6,4 "einzig" oder "einig" bedeutet.


      Mose hatte gar keine genaue Vorstellung davon, wie Gott beschaffen ist. Ebenso wenig können wir uns das vorstellen.


      Worum geht es Mose hier? Lediglich um die Abgrenzung: der HERR ist wahrer Gott, und die Götzen der Welt sind keine Götter. Deshalb ist Gott der HERR allein.
      I. DER GLAUBE AN NUR EINEN GOTT GEGEN DEN MEHR-GÖTTER-GLAUBEN DER ÄGYPTER

      Ja, darum geht es: Mose will seinem Volk, die hier in den 5 Mosebüchern erstmalig "Hebräer" genannt werden, klarmachen dass JHWH (= JAHWEH bzw. JEHOWAH = der HERR) der wahre und damit auch einzige (= hebr. "echad") GOTT ist; dass dieser EWIGE (= JHWH) damit der alleinige und einzige Gott ist - und eben nur JHWH GOTT im VOLL-SINN ist, während die „andern” Götter der Ägypter gar keine Götter, sondern nur Götzen sind. Und damit gar nicht leben, es diese Vielzahl von ägyptischen GOTTHEITEN also gar nicht gibt und sie somit "Nichtse" sind! Diese also inexistent sind.

      Man muss sich aber mal klar machen, dass die Nachfolger und Nachkommen von Jakob und Joseph über 400 Jahre lang in Ägypten lebten und damit auch mit dem religiösem POLYTHEISMUS der Ägypter konfrontiert wurden, die sicher aufrichtig an ihre vielen Götter geglaubt haben. Überall standen Statuen dieser Götter herum, die SPHINX genoss auch göttliche Verehrung. Deshalb kann man es verstehen - darf es aber dennoch nicht entschuldigen! - daß sich die Hebräer ein 'Goldenes Kalb' machten, nachdem Mose 40 Tage lang auf dem Horeb-Sinai einem unbekannten und unsichtbaren Gott begegnet war. Und das obwohl die Juden doch eindeutig Gottes Stimme aus dem Feuer des Berges Sinai gehört hatten (2.Mose 19) und damit erkennen müssten, dass GOTT EXISTIERT UND LEBT!

      Und auch später haben sich die Juden immer wieder Aschera und Baals-Statuen gebaut und sind vom einzigen Gott abgefallen; was ja letzen Endes auch der Grund für den Untergang des Nordreiches (722 v.Chr.) und dann auch von Juda (609- 586 v.Chr.) war und als STRAFE GOTTES die 70jährige Babylonische Gefangenschaft (606 - 536 v.Chr.) zur Folge hatte.


      II. DIE BITTE DES MOSES AN DEN HERRN „LASS MICH DEIN ANGESICHT SEHEN!”

      Gerade weil Mose gar keine genaue Vorstellung davon hatte, wie Gott beschaffen ist, war es des Moses sehnlichster Wunsch Gott in seiner Gestalt erfahrbar und sehbar vor sich zu haben.
      Das erste Mal als Mose Gott begegnet ist, war am brennenden Dornbusch (2.Mose 3); hier offenbarte DER EWIGE ihm seinen NAMEN: „ICH BIN, DER ICH BIN!”
      (Exkurs als Anmerkung von mir, wo ich mich mal in die Situation und Argumentation der Antitrinitarierer hineinversetzen möchte: Diese Eigen-Bezeichnung und Eigenbezeugung des Gottesnamens im Singular („Ich”) begründete somit religionsgeschichtlich und religionssoziologisch den ›jüdischen Mono-Theismus‹. Wenn DER EWIGE (JHWH) wirklich ein dreipersönlicher Gott gewesen wäre, warum hat er sich dann nicht dem Mose als „Ich bin der dreipersönliche Gott" oder „Wir sind, die wir sind da!” (Pluralform) offenbart? Und weil das eben nicht der Fall war, kann es somit auch keine Trinität Gottes geben.)

      Doch diese Namensbekundung Gottes hat aber Mose noch nicht genügt, wenn er später zum HERRN sagte: „Lass mich dein Angesicht schauen!” (2.Mose 33,18: „Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!”). Aber dieser Wunsch wurde Mose nicht erfüllt - er durfte nur hinter Gott hersehen.


      III. IN JESUS CHRISTUS IST DIE HERRLICHKEIT GOTTES SICHTBAR GEWORDEN!

      Erst im Neuen Testament wurde der Wunsch des Mose erfüllt, indem nämlich in Jesus Christus die Herrlichkeit Gottes sichtbar geworden ist im Kind in der Krippe in Bethlehem! Und dann erschien Gottes Herrlichkeit auf dem Berge der Verklärung und in der heiligen Auferstehung am Ostersonntag morgen!
      Und Jesus selbst erklärt seinen Aposteln: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen!” (Elberfelder Bibel - Johannes 14,9) -----> siehe auch hier aus der Lutherbibel 2017: Joh 12,45: „Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.” Joh 14,9: Jesus spricht zu ihm: »So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater.«.

      So wurde im EINGEBORENEM Sohn Gottes des Mose Wunsch nach 1.500 Jahren Wirklichkeit! Gott ist wirklich in Jesus von Nazareth sichtbar geworden. Mit Jesus kam Gottes Herrlichkeit auf Erden. Das feiern wir in diesen Tagen und deshalb loben wir unseren großen Gott auch heute (6.1.) an Epiphanias am Erscheinungsfest der Heiligen Drei Könige.
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Die "Deutung" in den Wörterbüchern (Kardinalzahl) stimmt LEIDER nicht ganz mit den Kontexten vom "Echad" in der Torah überein.

      Primär-Bedeutung: (Gen. 1-3) GANZ/Zusammen/gemeinsam (z. B. kol echad).

      Sekundär-Bedeutung: Eins VON einer Grundgesamtheit.

      Eine "abstrakte" EINS (mathematische) gab es in der Antike nicht. Auch der Begriff "Null" wurde hebräisch "tohu" = "Leere" bildlich beschrieben. Die abstrakten Zahlbegriffe wurden erst in nachchristlicher Zeit entwickelt.

      In Gen. 1:5. steht im Gegensatz zu den folgenden Schöpfungs-Zeiten NICHT "erster Tag" (Rishon) sondern EIN GANZER TAG/GANZE ZEIT bestehend aus finster/Abend und hell/Morgen.

      Ebenso Gen. 2:24. "ein Fleisch" Matth.19:5.6.

      In Joh. 17:3 benutzt der Apostel das griech. "monos" ausnahmsweise anstelle "henos", welches dem hebr. "echad" entspricht.

      Somit stimmt Matth. 28:19 "Im Namen..." damit überein.
    • freudenboten schrieb:

      Die "Deutung" in den Wörterbüchern (Kardinalzahl) stimmt LEIDER nicht ganz mit den Kontexten vom "Echad" in der Torah überein.
      Leider doch ...

      freudenboten schrieb:

      Primär-Bedeutung: (Gen. 1-3) GANZ/Zusammen/gemeinsam (z. B. kol echad).
      Im Hebräischen gibt es keine Primärbedeutungen. Bring mal ein Grammatikbuch des Hebräischen der von einer Primärbedeutung spricht! Eine Quelle bitte! In semitischen Sprachen gibt es immer eine Bedeutungsspanne, nie aber eine "primäre" Bedeutung weil die Wurzelderivate die Bedeutungen trennen. Es kann natürlich ein allgemeiner Bedeutungsstrang vorhanden sein, es kommt ja aus derselben Wurzel. ABER: Wurzelderivate haben auch völlig verschiedene Bedeutungen wie zB "allein" und "Stange" die dieselbe Wurzel haben. Doch keines der beiden Wörter steht dabei "höher/sind primär"


      freudenboten schrieb:

      In Gen. 1:5. steht im Gegensatz zu den folgenden Schöpfungs-Zeiten NICHT "erster Tag" (Rishon) sondern EIN GANZER TAG/GANZE ZEIT bestehend aus finster/Abend und hell/Morgen.
      Schau mal du baust hier einen riesen Fehler rein. Du sagst dass Echad hier meint dass Abend und Morgen ein "ganzer" Tag werden. Dafür gibt es das Wort "Jachad" NICHT "ECHAD!". Der Text will hier aber rhetorisch sagen, wie man es im Deutschen sagt:

      "und es wurde Abend und es wurde Morgen. Ein Tag. "

      Achte hierbei rhetorisch das "UND es wurde", es wird ganz klar, dass Rhetorik eingebaut wurde. Du kannst das nicht einfach leugnen.

      Wie man im Deutschen sagen kann:

      und es wurde Abend und es wurde Morgen. Ein Tag.

      Es wurde Abend, dann Morgen, der erste Tag.

      Kann man es auch im Hebräischen sagen. Willst du das leugnen?

      freudenboten schrieb:

      Ebenso Gen. 2:24. "ein Fleisch" Matth.19:5.6.
      Nach dieser Logik können Adam und Eva auch Ehebruich begehen wenn sie sich nur "einig werden"! Du verfremdest das Argument Jesu!


      In Johannes 17:3 kommt "monon" vor. Du hast kein Recht daran zu drehen.
    • Wenn Du schon mit Wörterbüchern gearbeitet hast, dann sind sie klar strukturiert 1, 2. 3. u. s. w.

      Ich habe mich bei "Echad" an der HÄUFIGKEIT und an der zeitlichen Reihenfolge (Genesis) orientiert.

      "Jachad" ist übrigens der "Beweis" der Wortwurzel (qal) von, "echad" typisch semitisch!

      "Jachid" hingegen ist (hifil) einzeln/einzig/allein sein, wie Isaak (Gen. 22:2.)

      Wenn Du diesen Unterschied verstanden hast, dürfte die "GANZE" Bedeutung von "Echad" klar werden.

      Das Argument mit der "Rethorik" ist nicht haltbar, weil es sich um ein Schöpfungswerk des Schöpfers handelt, wie in den Werken 2 -7.

      Es muss heißen: AUS finster/abend und hell/morgen BESTEHT die Zeit/der (ganze Tag).

      Es handelt sich nicht um abstrakte "Zählung" von Tagen sondern um sieben "Schöpfungswerke/-Einheiten.

      Wenn man Deiner Argumentation folgte, müsste wie in den folgenden Werken bei Gen. 1:5. die Ordinalzahl stehen.

      Das steht aber nicht so, aus gutem Grund, weil "Echad" die EINHEIT/GANZHEIT bedeutet.

      Somit ist die Luther-Übersetzung "der erste Tag" (ungewollt) grammatisch falsch.
    • freudenboten schrieb:

      "Jachad" ist übrigens der "Beweis" der Wortwurzel (qal) von, "echad" typisch semitisch!
      Das hilft dir nicht weiter dass die Worte verwandt sind, sie sind immer noch nicht dasselbe das habe ich dir schon mehrfach erklärt dass du Wurzelderivate nicht einfach miteinander vermengen kannst.

      freudenboten schrieb:

      Das Argument mit der "Rethorik" ist nicht haltbar, weil es sich um ein Schöpfungswerk des Schöpfers handelt, wie in den Werken 2 -7.
      Willst du mir jetzt wirklich erklären dass Gott in wörtlich 7 Tagen einfach so alles erschaffen hat? Dann gehen unsere Meinungen da weit auseinander zumal man dort klar Rhetorik durch das zweifache "und" rausliest. Wenn du das auch noch leugnest dann bin ich soweit mit meinem Latein am Ende bei dir.


      freudenboten schrieb:

      Wenn man Deiner Argumentation folgte, müsste wie in den folgenden Werken bei Gen. 1:5. die Ordinalzahl stehen.
      Nein das stimmt nicht. Die Kardinalzahl kann da so auch stehen. Auch die Ordinalzahlverse sind nicht einfach wörtlich gemeint.
    • Lieber freudenboten, im Prinzip stimme ich dir ja zu!

      freudenboten schrieb:

      Darum ist der "himmlische Vater" Jesu Christi auf gar keinen Fall "ALLEIN" Gott.

      Der Begriff "Vater" ist dem "Bild Gottes" Gen. 1:26.-28. entlehnt, und das ist PLURALISCH.
      Es wäre aber vieles - v.a. für die Juden - deutlicher geworden, wenn sich DER EWIGE JAHWEH (= JHWH) JEHOWAH dem Mose im brennenden Dornbusch klipp und klar als DER DREIEINE offenbart hätte!
      Hier daher ein kritisches Zitat von mir aus einem anderen Thread: -------> 5.Mose 6,4: Der HERR allein ist unser Gott

      (Exkurs als Anmerkung von mir, wo ich mich mal in die Situation und Argumentation der Antitrinitarierer hineinversetzen möchte:

      Diese Eigen-Bezeichnung und Eigenbezeugung des Gottesnamens im Singular („Ich”) begründete somit religionsgeschichtlich und religionssoziologisch den ›jüdischen Mono-Theismus‹. Wenn DER EWIGE (JHWH) wirklich ein dreipersönlicher Gott gewesen wäre, warum hat er sich dann nicht dem Mose als „Ich bin der dreipersönliche Gott" oder „Wir sind, die wir sind da!” (Pluralform) offenbart? Und weil das eben nicht der Fall war, kann es somit auch keine Trinität Gottes geben.)
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • freudenboten schrieb:


      Somit ist die Luther-Übersetzung "der erste Tag" (ungewollt) grammatisch falsch.
      Das verstehe ich jetzt nicht! Bitte erläutern!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Es wäre aber vieles - v.a. für die Juden - deutlicher geworden, wenn sich DER EWIGE JAHWEH (= JHWH) JEHOWAH dem Mose im brennenden Dornbusch Klipp und klar als DER DREIEINE offenbart hätte!
      Das war dort aber noch nicht dran. Dort wurde der alleinige Gott offenbart, der Ewige, der über allem steht.
      Es ist auch im Alten Testament sehr selten vom Vater die Rede, 12 oder 13 Mal.
      Das hat seinen Grund: der "Vater" war in der Antike keine angenehme Figur.
      Vater war entweder Hausvater oder Stammesvater, oder eben der König des Volkes. Der Pharao war ein "Vater". Er entschied wohlwollend oder nicht über Personen.
      Ebenso taten es die Kaiser in der Arena später: Daumen hoch oder runter.
      Der Hausvater tat es auch so: nach der Geburt des Nachwuchses wurde dem Hausvater das Kind präsentiert:
      war ihm das Kind - am besten ein Knabe - schön und wohlgefällig, dann lächelte er (daher kommt: Er lasse sein Angesicht leuchten über dir);
      war es ihm nicht gefällig oder ein Mädchen zuviel, dann schaute er grimmig und das Kind wurde entsorgt.

      DAS war der "Vater" in der Antike.
      Deshalb redet Israel kaum vom "Vater Gott", sondern ganz anders: Gott ist der Befreier, der Mitstreiter, der Herr der Krieger, der Rechtsprecher, das brennende Feuer, der Kriegsherr, der Ausrotter gegnerischer, heidnischer Völker, der Vergelter, der Heimsucher, der Gesetzgeber des Prinzips von Saat & Ernte, der ewige Geist, der in allen Dingen bei einem ist (selbst im Todesreich und in der Hölle), usw.

      Der "Vater" gewinnt erst später, auch im Austausch mit der römischen Umwelt, an Bedeutung: das Neue Testament ersetzt ja lauter römische Aspekte und Vokabeln und legt sie auf Christus.
      Jesus erst spricht in dieser Art und Weise vom Vater, sogar mehr noch von "Abba", das heißt verzärtlicht "Väterchen"; darauf wäre so ohne weiteres kein Jude gekommen: so redet man nicht von Gott.
      Anderes - aus dem Heidentum - wird auf Jesus gelegt:
      das "Evangelium" war ursprünglich die Geburt oder Einsetzung eines römischen Kaisers;
      der "Sohn Gottes" war bei den Römern ebenfalls der Kaiser (und nicht etwa ein Volk, wie bei Israel);
      die Gemeinde als "Leib Christi" ersetzt ebenfalls die römische Vorstellung, dass der Staat bzw das Volk ein Organismus sei;
      Christus zugleich als König, Hohenpriester, Herr, großer Bruder, Sohn des Höchsten und selbst "wahre Sonne", usw ist eine Mischung als israelitischen, griechischen und römischen Aspekten;
      die Waffenrüstung des Glaubens und den "Marathon", den man gut laufen muss, um den Siegeskranz zu erringen, sind Bilder aus den Griechen und Römern;
      der Sohn als der Logos bezieht sich auf die hellenische Philosophie ...

      kurzum: es wird alles - aus welchem Kontext auch immer - auf Christus bezogen.
    • Das Problem war, dass die meisten Israeliten gar nicht lesen konnten, was Mose nach dem "Dornbusch"/Exodus von Elohim offenbart erhielt und geschrieben hatte. Sie waren angewiesen auf die Auslegung/Unterweisung der Priester und nach dem babyl. Exil der "Ältesten".
      Daher ist es nicht Moses/des Textes Schuld, dass erst Jesus in aller Deutlichkeit den wahren, dreieinen Elohim Jhwh lehrte, im Widerspruch zu den "Schriftgelehrten". (Unter persischem Einfluss, siehe "Monatsnamen")

      Die Frage nach dem "ersten" Schöpfungswerk ist so zu verstehen:

      Die Werke 2-7 sind mit Ordnungszahlen versehen, das erste aber NICHT. Dieses grammatische Detail wird von der Luther-Bibel u. a.
      missachtet.
      Daher bedeutet das "echad" dasselbe wie im "Schma Jisrael":
      volle Einheit/Ganzheit/
      Mathematisch ausgedrückt: 1/1 und nicht eine einzelne "Eins".
      Dasselbe gilt für die EHE/Familie in Genesis und bei Jesus.
    • Echad ist den genannten Genesis-Texten KEINE Kardinalzahl.

      Den Kontext zu genannten Stellen willst Du doch wohl nicht leugnen?

      Leider hast Du nur einen unzusammenhängenden Satz von mir zitiert. Die tatsächliche Aussage aber ignorierst Du. Ich bin übrigens auf Deine Argumente eingegangen!
      Wie wäre es umgekehrt auch?
    • freudenboten schrieb:

      Echad ist den genannten Genesis-Texten KEINE Kardinalzahl.
      Echad ist IMMER eine Kardinalzahl. Jeder der ein Grammatikbuch aufschlägt, wird das bestätigen müssen. Du erfindest dir eine neue Sprache, lehnst Wörterbücher ab. Wörterbücher sind ein Prozess die mit Bildung der Sprache einhergeht. Du kannst das nicht einfach ablehnen. Du kannst Wörter der Bibel nicht einfach nur durch den Kontext erschließen. Mach mal folgendes: Lerne nur die erste - und nicht alle - Bedeutungen einer Wurzel und versuche die Bibel damit zu verstehen, du kommst nicht eine Seite weit mein lieber! Die Wörterbücher sind ein Pflichtkriterium für die Bibel. Wenn ein Wort mehrere Bedeutungen hat und fraglich ist welche Bedeutung gemeint ist in einem Vers, kann man diskutieren. Was du aber machst ist ein eindeutiges Wort in eine andere Wurzelbedeutung zu verschieben (in jachad). Wenn man einig sagen wollte, hätte man jachad gesagt und nicht echad.
    • Das Grammatikbuch ist nicht die Bibel und auch nicht göttlich "inspiriert".

      Außerdem ist Grammatik keine "abgeschlossene" Wissenschaft.

      ICH LEHNE WÖRTERBÜCHER/GRAMMATIKEN NICHT AB! Sie sind NUR WERKZEUGE. Aber versuche nicht, die Wörterbücher über den Textgehalt entscheiden zu lassen, indem man den Kontext ignoriert.

      Die Wortbedeutungen erschließen sich aus dem ZUSAMMENHANG des Textes.
      Und da liegt Dein hermeneutisches Problem. Hast Du auch mit der Konkordanz gearbeitet? Vgl. die Methode Jesu (Lukas 24:27.)

      Du legst aufgrund einer bestimmten menschlichen Wörterbuch-Meinung fest, mit welchem Sinn ein hebräischer Begriff zu übersetzen sei, ohne Rücksicht auf unterschiedliche Kontexte.
      Dabei lässt Du den zentralen, ursprünglichen Sinn einer Wortwurzel, welcher in den Flexionsformen weiter entfaltet wird, außer acht.

      Du meinst, Dir das Textstudium dadurch zu erleichtern.

      Ich habe nicht gesagt, dass ich "echad" verschoben habe zur Bedeutung von "jachad" (Deine Behauptung!).

      Ich habe gesagt, dass "jachad"/=zusammen, miteinander ABGELEITET ist von "echad/achath"/ = GANZ/Einheitlich.

      Diese Grundbedeutung: Ein ganzes Teil von Mehreren oder ein Ganzes aus mehreren Teilen habe ich mit Belegstellen aus der Torah und von Jesus angeführt. Warum gehst Du auf die nicht ein? Bist Du voreingenommen?
    • Ohne Grammatik und Wörterbuch kannst du den Text nicht verstehen. Du kannst mit der Bibel nichts anfangen. Deine gnostisch-markionische Verzerrung von echad ist weder biblisch haltbar (oder kann Adam doch eine offene Beziehung führen in seiner Ehe mit Eva? Nee oder?) noch wird es der Sprache selbst gerecht, die klar vorgibt was "einig" und was "einer" bedeutet.

      Das ist als ob ich mit dir auf Deutsch diskutiere dass die Zahl eins auch "einig" bedeutet, jeder der halbwegs Deutsch kann wird sich an den Kopf fassen, genauso ist es auch im Hebräischen.

      Wörterbücher /Grammatikbücher sind genauso wichtig wie die Bibel, sie sind ja gerade dafür da das Wort besser verstehen zu lassen. Hätte Gott "einig" sagen wollen hätte er "yachad" genannt und keine KARDINALZAHL! MAN MAN MAN! hahahaha oh man! Das wird auch kein Hebraist oder Theologe anerkennen. Oh man. Womit ich mich runmschlagen muss!

      Aber was soll ich sagen? Du widersprichst dem NT je nach Lage, die Rabbiner hätten unter persischem Einfluss den tanach verzerrt - wunderbar! Mit welcher Grundlage willst du dann über die Bibel diskutieren?

      Jesus hat den "verfäslchten" Tanach anerkannt, es steht:



      Joh 10,35 Wenn er jene Götter nannte, an die das Wort Gottes erging - und die Schrift kann nicht aufgelöst werden -,
    • Wenn Du nur Wörterbücher/Kommentare liest anstatt der Bibel selbst, wenn möglich im Grundtext, dann wirst Du nur das verstehen, was ANDERE "vorgekaut" haben.
      Die Einser-Philosophie der Monotheisten mit "Kardinalzahl Eins"
      ist leider mathematisch nicht zutreffend, da es sich um RATIONALZAHL EINS handelt.

      Die "echad" BIBEL-Texte, die Du Dich weigerst, zur Kenntnis zu nehmen, haben genau die Bedeutung EIN GANZES.
      Noch einmal: Gen. 2:18.24./Matth. 19:5.6.

      Sogar die Sieben Schöpfungswerke/-Zeiten sind ZUSAMMENGEFAẞT IN EINER SCHÖPFUNGSZEIT Gen. 2:4.

      Die Sieben "Geister" Gottes (Offb. 5:6.) sind ZUSAMMEN IN EINEM GOTTESGEIST (Jh. 16/20:22./1. Kor. 12:4.ff.)
      EIN Licht der Sieben Leuchter/Menorah (Offb. 1).

      Viele Glieder - EIN "Leib" der "Sieben" Gemeinden (Offb. 2+3/1. Kor. 12:12.)

      Jeder Kaufmann/Kauffrau müsste wissen, dass es rationale Zahlen gibt und die "Dreisatzrechnung"/Proportionalrechnung.
      Leider ließ sich Kaufmann Mohammed von der persischen Philosophie ("Großkönigtum") verführen, über die Gottheit Israels zu spekulieren, wie schon die jüd. Pharisäer vor ihm.

      Drei geteilt durch gleich Eins!