Der eigentliche Sinn und Zweck eines christlichen Gottesdienstes?

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    • Der eigentliche Sinn und Zweck eines christlichen Gottesdienstes?

      Angeregt durch die Lektüre im neuen "adventisten heute & Adventist Word" - Ausgabe Nr. 01/ 2020 - Januar
      möchte ich die folgende Frage stellen:

      Was ist der eigentliche Sinn und Zweck eines christlichen Gottesdienstes?


      Bin gespannt auf eure Meinungen ...
    • Hallo Norbert
      In meinem Leben findet der CHRISTLICHE GOTTES- DIENST im Alltag statt. Da stehe ich im Dienste Gottes. Da zeigt er mir den Sinn und den Zweck der mir von ihm in die Wiege gelegten Begabungen, da erkenne ich immer wieder mit innerer Freude und Zufriedenheit wozu ich überhaupt geschaffen wurde und bin dankbar, dass Gott mich in seinen Weinberg geholt hat.

      Doch das ist wohl nicht DIE von Dir gewünschte Antwort auf Deine Frage. Dir geht es wohl um die Predigt. Da sollte eigentlich immer wieder den Gläubigen ans Herz gelegt werden, vermehrt und konsequent mit ganzem Herzen Christsein zu leben statt Mitmenschen mit Dogmen und Bibelstellen zu bombadieren.

      Dies würde natürlich voraussetzen, dass der Prediger, Pastor, Pfarrer mit bestem Beispiel vorangegangen wäre, was nicht selten eben nicht der Fall ist.

      Gesegnete Grüsse renato
    • Sinnvoll ist auch das Lob Gottes in Danksagung, Psalmgebet und Gesang!

      freudenboten schrieb:

      Ich habe meine Meinung schon oft vertreten:

      "Gedenken" - "Verkünden" - "freies Beten"
      Danke! Ja, das sind gute „Gottesdienst-Formen”, die Sinn und Zweck eines Gottesdienstes festmachen. Im Einzelnen:
      • Gedenken - zum Gedenken an den Tod und die Auferstehung Jesu Christ feiern wir ja das Abendmahl. (Katholiken idR. jeden Sonntag, Evangelische idR. einmal im Monat, Adventisten idR. einmal im Vierteljahr).
      • Verkünden - zum Verkünden dient in erster Linie die Predigt, aber auch die Schriftlesung/ Schriftlesungen (in den katholischen Kirchen gibt es idR. 2 Lesungen [eine aus dem AT, die andere aus dem NT!]) aus der Bibel. Als „Verkünden” könnte ich mir auch vorstellen, dass im Gottesdienst einzelne Gläubige z.B. von ihren „Bekehrungserlebnissen” erzählen; auch das gehört mMn. zum Verkünden und einem sinnvollen Gottesdienst.
      • Freies Beten - kommt in den Kirchen eigentlich so gut wie nicht vor (auch bei den Adventisten gibt es eine »feste Liturgie«, wo leider wenig Platz für "freies Beten" bleibt. Eigentlich schade! Bei den evangelischen Christen gibt es freies Gebet in der Regel nur einmal im Jahr bei der Evangelischen Allianz und deren Gebetswoche, die dieses Jahr am Sonntag, 12. Januar 2020 beginnt.
      Was für mich persönlich noch zu einem sinnvollen Gottesdienst gehört, ist das Lob Gottes in Danksagung, Psalmgebet * und Gesang. Ein Gottesdienst ohne Gesang und Musik ist eigentlich kaum vorstellbar. Nicht umsonst hat Martin Luther die große Bedeutung der "Frau Musika" , die er neben die Wichtigkeit der Theologie stellte, hervorgehoben. Und Luther hat für den Gottesdienst viele neue Kirchenlieder geschrieben und vertont. Dann darf auch am Schluss des Gottesdienstes der (Aaronitische) Segen [---> siehe 4.Mose 6,24-26] nicht fehlen, den die Gemeinde mit einem singenden dreimaligem Amen beantwortet. Gerade dieser Segen fehlt mir bei den Gottesdiensten der Adventisten!
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      * Die "Gesänge Israels" - also die Psalmen haben wir Christen wohl aus den Synagogen-Gottesdiensten der Juden übernommen.
      Die Psalmlesung nach Eingangslied und Eingangsgebet vermisse ich übrigens auch bei den STA-Gottesdiensten.
    • Die nachkonstantinischen Kirchen haben leider alle drei Elemente "verändert"/verfälscht.

      Daher war die Reformation im Mittelalter nur ein erster Schritt zur Reformierung.

      Noch ist diese nicht abgeschlossen, weil die Wiederherstellung/Rechtfertigung des "Heiligen Bundes" (Dan. 11:28.ff) erst 1844 begann.
      (Offb. 10+11, "Siebte Posaune")
    • 7 Dinge die der Gottesdienst ist

      In der Januar - Ausgabe von "Adventisten heute" wird auf die Frage folgendes noch gesagt, u.a. im Artikel: »Miteinander Gott begegnen« ab Seite 8. (Seiten 8 - 13)

      • Gottesdienst ist eine Lebenshaltung der Hingabe an Gott (Röm. 12,1).
      • Gottesdienst ist, dass jeder gemäss seinen Gaben etwas beiträgt (1.Kor. 14, 26).
      • Gottesdienst ist „mit ungeteilter Hingabe und voller Vertrauen und Zuversicht zu Gott zu treten.” (Hebr.10, 22 - NGÜ).
      • Gottesdienst ist gegenseitige Stärkung.
      • Gottesdienst ist die Hoffnungsbotschaft Gottes weiterzugeben.
      • Gottesdienst ist Orientierung für den Alltag
      • Gottesdienst ist das, was Martin Luther über den Gottesdienst sagte: „Und es soll geschehen, wenn du in dieses Gotteshaus kommst, dass unser Herrgott zu uns durch sein heiliges Evangelium spricht und wir ihm darauf antworten mit Singen und Beten.”

      Bibelstelle

      „Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.” Römer 12, 1

      Bibelstelle

      „Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!” 1. Korinther 14, 26

      Bibelstelle

      „Deshalb wollen wir mit ungeteilter Hingabe und voller Vertrauen und Zuversicht vor Gott treten.” Hebräer 10,22a) - Neue Genfer Übersetzung
    • Ich denke, christlicher Gottesdienst ist Gemeinschaft von Gläubigen, die gemeinsam den Glauben bekennen, aus der Schrift hören und unterrichtet werden, Gott ihre Lieder singen und ihre Anliegen für sich und andere vor Gott bringen; zudem natürlich die Zeichen (Taufe und Abendmahl) vollziehen, die Jesus uns gegeben hat.
      Ganz bewusst fallen bei uns auch andere Sachen in den Rahmen des Gottesdienstes: Einsetzung, Trauung, Segnungen aller Art, auch andere Feiern.

      Darüber hinaus gibt es lauter andere Anlässe, Gründe oder Tage, an denen man sich treffen kann; das ist ja vollkommen frei.
      Aber das, denke ich, ist erstmal Sinn und Inhalt eines Gottesdienstes.
      Ein Christenleben ohne Gemeinschaft ist eigentlich unmöglich. Das etabliert sich zwar zunehmend, dass da Leute sagen "Ich habe meinen Glauben und lebe den selber für mich" (dann aber komischerweise trotzdem ein großes Mitteilungsbedürfnis haben ...), aber eigentlich geht das nicht zusammen: Vater unser ...

      renato23 schrieb:

      statt Mitmenschen mit Dogmen und Bibelstellen zu bombadieren.
      Ich kenne zwar keine Kirche, wo Menschen mit Dogmen und Bibelstellen bombadiert werden, außer vielleicht Gruppen, die ich ohnehin nicht als Kirche betrachte,
      aber aus der Schrift zu lehren gehört schon maßgeblich zum Gottesdienst dazu. Zum einen, dass man vertieft und erinnert, was wir glauben, zum anderen, dass diese Schrift für die Predigt leitend ist und nicht die eigenen Befindlichkeiten; womit wir zu einem wichtigen Punkt kommen:
      Predigt aus der Schrift.

      Es werden in einigen Gemeinden sehr häufig "Thema-Predigten" gemacht ("Was ist Heilung?" 1.0; "Leben wir in der Endzeit?" 2.3; "Wie die Ehe gelingt!" 4.6, usw.usw.)
      Da gehen auch die Teenies hin und das wird auf Youtube auch angeklickt, und das ganze heißt dann nicht mehr "Gottesdienst", sondern "MEHR", "Gospel irgendwas", oder sonstwie ...
      Alles okay, aber das ist natürlich keine Auslegung der Schrift. Sondern das ist Vermittlung der eigenen Moral und der eigenen Themen, welche mit Bibelstellen untermauert werden.
      Das ist ein himmelweiter Unterschied!
      Thema heute: "Heilung!", ist etwas ganz anderes als "Auslegung von Lukas 14,x-x"

      renato23 schrieb:

      Dies würde natürlich voraussetzen, dass der Prediger, Pastor, Pfarrer mit bestem Beispiel vorangegangen wäre, was nicht selten eben nicht der Fall ist.
      Und das weißt du woher? Das finde ich immer faszinierend, dass Leute wissen, dass der Prediger selbst kein gutes Beispiel ist.

      Davon abgesehen: man kann auch von der Predigt und den Worten eines Menschen etwas lernen und mitnehmen, der selbst daran vielleicht versagt.
      Der Mensch macht nicht die Wahrheit des Wortes, sondern die Wahrheit des Wortes macht den Menschen hoffentlich.
      Der Glaube ist ein Geschöpf des Wortes.
      Das Wort ist der Sohn Gottes.