Was ist eigentlich »das Heiligtum« in Daniel 8,14?

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    • Was ist eigentlich »das Heiligtum« in Daniel 8,14?

      Was ist eigentlich unter »Heiligtum« in Daniel 8,14 zu verstehen? 3
      1.  
        6.) Heiligtum laut AT: die Stiftshütte bzw. der Tempel (2) 67%
      2.  
        3.) Himmlische Heiligtum (1) 33%
      3.  
        1.) Gott - Sohn - Heiliger Geist (0) 0%
      4.  
        2.) Das Himmelreich (0) 0%
      5.  
        4.) Königreiche (0) 0%
      6.  
        5.) Heiligtum = die Erde (0) 0%
      7.  
        7.) Sonstiges (0) 0%
      Heute habe ich mit meinem Freund das Kapitel 15 des Offenbarungs-Seminars »Gottes Gericht« durchgenommen!

      Dabei haben wir festgestellt , dass man die wichtige prophetische Stelle in Daniel 8,14 verschieden übersetzen kann! Allein die Lutherübersetzung 1984 und die von 2017 übersetzen verschieden. Insgesamt gibt es 5 (!!!) Übersetzungsmöglichkeiten:
      • a) "Wenn 2300 Abend- und Morgenopfer vergangen sind, wird die Ordnung des Heiligtums wiederhergestellt sein." (Neue evangelistische Übersetzung)
      • b) Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder sein Recht erhalten. (Lutherbibel 2017)
      • c) Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden. (Lutherbibel 1984)
      • d) Bis zu 2 300 Abenden und Morgen; dann wird das Heiligtum wieder gerechtfertigt. (Elberfelder Bibel)
      • e) »Es wird 2.300 Abende und Morgen dauern. Dann aber wird das Heiligtum wieder zu Ehren kommen.« (Neues Leben. Die Bibel)

        Nun stellt sich neben der Frage der richtigen Übersetzung aber auch die Frage, was man unter »Heiligtum« zu verstehen hat. Wir sind hierbei auf die folgenden 6 Möglichkeiten gekommen: Möchte hierüber die Forumsteilnehmer abstimmen lassen in der oben erwähnten Umfrage
      :greet:

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • "Kodesh" bedeutet NICHT "Heiligtum/Tempel" NICHT "Gemeinde" NICHT "Erde" sondern HEILIGER BUND (Dan. 8:9:24.27./11:22.28.ff.)

      "Tamid" bedeutet NICHT "Opferdienst" sondern "Beständiges", also auch "Gnadenbund/Erlösungsbund".

      "Shomem" bedeutet "Gräuel", sowohl hinsichtlich der Verurteilung/Hinrichtung Jesu als auch der "Tempelzerstörung" als auch der Veränderung/Ersetzung der Gedenkzeiten nach Christus sowie die Zertretung der Gemeinde des HErrn durch abgefallene "Kirchen".

      "Zadaq" bedeutet NICHT Reinigen sondern Rechtfertigen (siehe Offb. 11:11.ff.), Wiederherstellen (Jesaja 58:12.ff.).

      "Kapar" Reinigen/Entsühnen steht in Lev. 16. Es wird neutestamentlich ERST mit der Wiederkunft Jesu BEGINNEN.
    • Es geht dort um einen Fürsten, der Herrschaft im herrlichen Land (Israel) erlangt,
      den Opferkultus wegnimmt und die Wohnungen des Heiligtums (Tempels) verwüstet,
      sprich: der Tempel wird zerstört und die Israeliten können darin ihren Kultus nicht mehr zelebrieren.
      Es vergehen die zweitausenddreihundert Abende und Morgen, dann wird das Heiligtum wieder geweiht,
      sprich: der Tempel wird wieder errichtet und der Kultus kann darin wieder stattfinden.

      Ob man Heiligtum oder heiliger Bund übersetzt,
      Opferdienst oder Gnadenbund,
      Weihe, Bereinigung oder Rechtfertigung/ Rechtgebung
      ist letztlich egal.

      Den Israeliten war das Heiligtum nicht einfach nur Kultstätte, sondern darin besteht ja ihre Geschichte des heiligen Bundes mit Gott.
      Ebenso war ihnen der Opferdienst nicht einfach nur Ritual, sondern darin bestand ja ihr Bündnis (Gott Opfer zu geben für die eigene Verfehlung und Sünde).
      Ebenso ist ihnen Weihe nicht die Vernebelung von Räumen durch eine Priesterschaft, sondern dieser verwüstete Tempel - ihr Kontakt mit Gott - wird wieder errichtet und somit gerechtfertigt, ihm wird Recht gegeben.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Das ist dispensationalistischer Irrtum/falsche Prophetie.
      Eigentlich ist es einfach nur die Wiedergabe dessen, was da im Text steht :yeah:

      freudenboten schrieb:

      Der für uns Nichtjuden wichtige Teil des "Gräuels" kam erst NACH DEN APOSTELN . 2. Thess.2/Offb. 11
      Von einem für "Nichtjuden wichtigen Teil des Gräuels" ist nirgendwo die Rede,
      sehr wohl aber von der Verfolgung und Bedrängnis, die die Jünger Jesu ereilen wird, davon dann eben Jesus, Paulus oder Johannes reden und schreiben.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Die Bibel kann man "wörtlich" nehmen oder ernst.
      Nimmt das, was ich da oben geschrieben habe, die Schrift Daniels nicht ernst?
      Wo habe ich den Text platt oder wörtlich genommen? Was soll man dort wörtlich nehmen, es ist ein Chiffrentext ...
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Eine »Vers-für-Vers-Auslegung« von Daniel 8 und der Vision von den 2.300 Abend-Morgen aus Dan.8,14!

      Quelle:

      Seele1986 schrieb:

      Es geht dort um einen Fürsten, der Herrschaft im herrlichen Land (Israel) erlangt,
      den Opferkultus wegnimmt und die Wohnungen des Heiligtums (Tempels) verwüstet,
      sprich: der Tempel wird zerstört und die Israeliten können darin ihren Kultus nicht mehr zelebrieren.
      Es vergehen die zweitausenddreihundert Abende und Morgen, dann wird das Heiligtum wieder geweiht,
      sprich: der Tempel wird wieder errichtet und der Kultus kann darin wieder statstattfinden.


      Den Israeliten war das Heiligtum nicht einfach nur Kultstätte, sondern darin besteht ja ihre Geschichte des heiligen Bundes mit Gott.
      Ebenso war ihnen der Opferdienst nicht einfach nur Ritual, sondern darin bestand ja ihr Bündnis (Gott Opfer zu geben für die eigene Verfehlung und Sünde).
      Lieber Simon, das was Du hier so schön geschrieben hast, passt sehr gut zum Seleukiden/Syrer)-Herrscher Antiochus IV. EPIPHANES (König von 175 - 163 v.Chr.), der auch über Israel geherrscht hatte. Am 6.12.167 v. Chr. hatte dieser Vorläufer des Antichristen JAHWEHS Altar entweiht und hat einen ZEUS-ALTAR mit SEINEM BILDNIS errichten lassen und dann am 16.12.167 v.Chr. hat er ein Schwein dort geschlachtet. ----> das war der Anlasss zum Aufstand der ✡ Makkabäer ✡, die nach 1.150 Tagen (Ausleger - wie z.B. Dr. R. Liebi - sehen in den Abenden und Morgen das Abend + Morgen - Opfer und kommen so auf 1.150 Tage!) den Tempel vom Unrat gereinigt und wieder JAHWEH geweiht hatten (nach 1.098 Tagen!) am 8.12.164 v.Chr. / Die 1.150 Tage endeten dann am 29.1.163 v.Chr. mit der Befestigung der Tempelanlage (so schreibt es der Bibelgelehrte Dr.Liebi in seinem Buch "Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel")

      Zerstört worden ist der Tempel nicht vom Seleukiden-König Antoichus Epiphanes [höchstens im "geistigen" Sinne!], sondern vom Römer Titus 70 n.Chr. !

      Hier die Verse aus der leichter verständlichen Hoffnung für Alle - Bibelübersetzung in heutigem Deutsch:
      9 Aus einem von ihnen brach noch ein weiteres Horn hervor. Zuerst war es sehr klein, aber dann wuchs es immer mehr nach Süden, nach Osten und in Richtung Israel, des herrlichen Landes.
      10 Ja, es erreichte sogar die Mächte des Himmels, warf einige von ihnen und von den Sternen auf die Erde hinunter und zertrat sie.
      11 Selbst den Herrn des Himmels forderte es heraus, denn es schaffte die regelmäßigen Opfer ab, die ihm dargebracht wurden, und entweihte seinen Tempel.
      12 Es setzte ein ganzes Heer ein, das die täglichen Opfer mit Gewalt unterbinden sollte. 1 So trat es die Wahrheit mit Füßen, und was immer es unternahm, gelang ihm.
      13 Dann hörte ich, wie ein Engel einen anderen fragte: »Wie lange wird all das dauern, was in der Vision zu sehen war? Wann wird man Gott wieder die regelmäßigen Opfer darbringen können? Wann hat die Auflehnung gegen den Herrn des Himmels und die schreckliche Entweihung des Tempels ein Ende?«
      14 Der andere Engel antwortete: »Erst nach 2300 Tagen 2 wird das Heiligtum wieder neu geweiht werden
      15 Ich dachte noch über das Gesehene nach, als plötzlich jemand vor mir stand, der wie ein Mann aussah.
      ---------------------------------------------------------------
      1: Der hebräische Text ist nicht sicher zu deuten.
      2: Wörtlich: 2300 Abend-Morgen. – Es ist möglich, dass diese Angabe sich auf die täglichen Opfer bezieht, die morgens und abends dargebracht wurden. Dann könnte man auch übersetzen: nach 1150 Tagen. Ebenso in Vers 26.

      16 Gleichzeitig hörte ich, wie eine Stimme vom Ulai-Kanal ihm zurief: »Gabriel, erkläre du ihm die Vision!«
      17 Der Engel trat ganz nahe an mich heran. Ich erschrak und fiel vor ihm zu Boden. Er aber sagte zu mir: »Du Mensch, hör genau zu: Dir wurde vor Augen geführt, was in der fernen Zukunft geschehen wird.«

      19 Dann sagte er: »Ich will dir erklären, was sich ereignet, wenn Gottes Zorn losbricht und das Ende kommt. Die Zeit dafür ist schon festgelegt.

      Auslegung der Verse 17 + 19: Wenn hier von „ferner Zukunft” die Rede ist, so kann hier nur die ENDZEIT - also unsere Zeit (!) gemeint sein! Also eine Zeit, die weit über die Zeit des Antiochus um 163 v.Chr. und weit über 1844 n.Chr. hinausreicht! Denn Vers 19 präzisiert ja nochmals genau und spricht von der Zeit „wenn Gottes Zorn losbricht ”! ----> Dann wird „das Ende kommen”! ! ! Diese Zeit ist aber schon festgelegt, d.h. DER EWIGE hat diese Zeit schon bestimmt - vor aller Ewigkeit - , als DER DREIEINE seinen Heilsplan konzipiert und aufgestellt hatte! Dieser Zorn werden die im Buche der Offenbarung beschriebenen sieben Plagen ( Offb.6 - 18) seinl

      Die Verse 20 - 23 a) erklären die ersten Verse aus Kapitel 8 - also Meder und Perser (= Widder / Schafbock) und das Reich der Griechen (= Ziegenbock) und die Diadochen des ersten Königs (= Alexander der Grosse)


      23 b) Dann kommt ein rücksichtsloser und hinterhältiger König
      24 und erlangt große Macht, wenn auch nicht aus eigener Kraft. Schreckliches Verderben richtet er an, und was er unternimmt, das hat Erfolg. Er schaltet mächtige Herrscher aus, sogar Gottes heiliges Volk stürzt er ins Verderben.
      25 Weil er so schlau und gerissen ist, gelingt es ihm, die Menschen zu täuschen. In seinem Größenwahn bringt er viele ohne jede Warnung um. Selbst dem höchsten Herrn stellt er sich entgegen, doch schließlich wird er ohne menschliches Zutun vernichtet.

      Auslegung: Diese Verse sprechen m.E. nun klar und eindeutig von dem letzten WELTDIKTATOR - dem ANTICHRISTEN! Vers 24 sagt, dass
      er „nicht aus eigener Kraft” an die Macht kommt. Ich vermute, dass dieser charismatische zukünftige Weltführer mit Hilfe des Papstes und der Weltbank („Könige und Kaufleute” - Offb.18) ans Ruder kommt! ---> die Adventisten sprechen ja von der politisch-religiösen Weltregierung; und in der Tat wird der Antichrist diese Weltregierung anführen! „Gottes heiliges Volk" - also die Juden - wird dieser Mann auf den die Zahl 666 zutreffen wird - „ins Verderben stürzen", indem er eine der schlimmsten Judenverfolgungen einleiten wird. Am Anfang der letzten Jahrwoche (Dan.9,27) „gelingt es ihm, die Menschen zu täuschen". Mit Israel wird er einen Friedensvertrag („ein Bündnis schließen,” in Dan.9,27), dieses aber dann nach 3½ Jahren brechen und die Periode der Grossen Trübsalszeit (Matthäus 24,21) einleiten!

      26 Hör zu, Daniel! Alles, was du über die 2300 Tage erfahren hast, wird eintreffen. Behalte die Vision genau im Gedächtnis! Denn es dauert noch lange, bis sie sich ganz erfüllt hat.«

      Auslegung: Die Vision des Erzengels Gabriel hat verschiedene Zeiträume zum Inhalt; das sagt dieser letzte Vers 26 in aller Deutlichkeit durch die Formulierung „bis sie sich ganz erfüllt hat” ----> teilweise Erfüllungen haben wir bereits feststellen können: in zweifacher Hinsicht:
      1. Der 29. Januar 163 v. Chr. (----> siehe oben!)
      2. Der 22. Oktober 1844 (----> siehe oben!)
      3. Vielleicht wird nächstes Jahr - Anno Domini 2020 n.Chr. - der Zeitpunkt sein, wo sich diese Vision dann ganz erfüllt haben wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Zerstört worden ist der Tempel nicht
      Ich meinte hier mit zerstört eher den Umstand, dass Israel in diesem Tempel nicht wirken konnte.

      Zudem noch eine Frage in die Runde (ich mag das eigentlich nicht, weil ich immer drauf warte, dass man vielleicht selbst darauf kommt):

      ist man vielleicht mal darauf gekommen, dass Begriffe wiederholt werden? Passiert doch in der Bibel öfters, oder nicht?

      Im Mittelalter gab es Holocaust an Juden / Im Dritten Reich gab es Holocaust an Juden
      - ist der Holocaust des Dritten Reiches der Holocaust aus dem Mittelalter?
      Nein. Es ist der selbe böse Geist, die gleiche böse Gesinnung, aber es ist nicht das gleiche Ereignis bzw. die gleiche historische Einheit.

      Daniel fließt wie ein Fluss in einen anderen (Johannes).
      Sie haben die gleiche Sprache, die gleiche Symbolik (deswegen hat freudenboten auch Recht, wenn er sagt, man versteht Johannes nur durch die alttestamentliche Symbolik des Heiligtums), viele deckungsgleiche Zeilen,
      sie sind aber nicht austauschbar.

      Aus der chiffrierten, irdischen Beschreibung Daniels dann plötzlich an einem Punkt ein geistliches Moment zu setzen, das allein im Himmel stattgefunden habe, ist mir schleierhaft.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Ein paar Quellen :

      2. Makkabäer 6,1 Nicht lange danach sandte der König einen alten Mann von Athen, daß er die Juden zwingen sollte, daß sie von ihrer Väter Gesetz abfielen und Gottes Gesetz nicht mehr hielten, 2 und daß er den Tempel zu Jerusalem sollte verunreinigen, und ihn heißen des Jupiter Olympius Tempel, und den zu Garizim des Jupiter Xenius Tempel, dieweil fremde Leute daselbst wohnten.

      2.Makkabäer 6,1-2 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile



      Josephus Flavius - Der Jüdische Krieg

      Buch I, Kapitel 1,31-47 - de.wikisource.org/wiki/Juedischer_Krieg/Buch_I_1-9



      Buch V, Kapitel 9, 394 - https://de.wikisource.org/wiki/Juedischer_Krieg/Buch_V_5-9
      Ein anderes Beispiel! Als Antiochus, mit dem Beinamen Epiphanes, nach vielen maßlosen Freveln gegen die Gottheit sich zuletzt vor dieser Stadt lagerte, da stürzten sich unsere Vorfahren mit den Waffen in der Hand gegen ihn, um zu erreichen, dass sie selbst im Kampfe hingemetzelt, überdies die Stadt von den Feinden vollständig ausgeraubt, und das Heiligthum für drei Jahre und sechs Monate verödet wurde. Wäre es da noch nothwendig, die weiteren Ereignisse zu berühren?

      Buch VII, Kapitel 3,44 - https://de.wikisource.org/wiki/Juedischer_Krieg/Buch_VII_1-6
      Antiochus, mit dem Beinamen Epiphanes, hatte freilich Jerusalem verwüstet und den Tempel geplündert, aber seine Nachfolger auf dem Throne gaben alle Weihegeschenke, soweit sie aus Erz bestanden, den Juden in Antiochien wieder zurück und ließen sie in der dortigen Synagoge aufstellen. Auch räumten sie den Juden gleiche Bürgerrechte mit den Griechen der Hauptstadt ein.

      Das rot markierte verödet (gr. ἠρημώθη) in Buch V, 9,394 entspricht den Versen Daniel 8,11 + 13 in der griechischen Fassung der LXX ερημωθησεται (nach Elberfelder: "das Heiligtum wurde niedergeworfen" bzw. ερημωσεως (nach Elberfelder : verwüstender Frevel). Das griechische ερημοω bedeutet verwüsten, im Sinne von vereinsamen und veröden, und nicht zerstören, zu Staub pulverisieren etc.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Seele1986 schrieb:

      Aus der chiffrierten, irdischen Beschreibung Daniels dann plötzlich an einem Punkt ein geistliches Moment zu setzen, das allein im Himmel stattgefunden habe, ist mir schleierhaft.
      Wenn ich Gott und die Bibel recht verstehe geht es von Anfang an um die Erlösung!
      Dieser Erlöser ist Jesus.
      Der Tempeldienst der Jeden ging doch nur bis Jesu Tod,dann zeriss der Vorhang!
      Jesu gab seinen Nachfolgern einen Klaren Auftrag,seine Botschaft in der Welt zu verkündigen.
      Sehr schnell hat sich seine Kirche den weltlichen Regeln angepasst!
      Erst nach den 2300 Jahren wurde das Wort Gottes in aller Welt so verkündigt und umgesetzt,
      das Jesus als Erlöser, Mittler, Hoher Priester verkündet wird.
      Wer sich mit der Bibel von Anfang an beschäftigt, wird vieles in der Offenbarung verstehen, das seinen Glauben stärkt!

      Die Offenbarung ist nicht geschrieben um sich in der Erkenntnis zu überbieten und zu spekulieren!
      Dieser Erlöser ist bei uns alle Tage durch seinen HL.Geist bei uns und wird persönlich bald kommen.

      Was braucht es mehr an Wissen?
    • Seele1986 schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Die Bibel kann man "wörtlich" nehmen oder ernst.
      Nimmt das, was ich da oben geschrieben habe, die Schrift Daniels nicht ernst?Wo habe ich den Text platt oder wörtlich genommen? Was soll man dort wörtlich nehmen, es ist ein Chiffrentext ...
      Jesus selbst hat, genau wie Daniel, eine Wiedererrichtung eines Opfertempels AUSGESCHLOSSEN. (Dan. 9/Matth. 24).

      Deswegen bezieht Dan. 8:14. "Heiliges" sich weder auf den AT-Tempel noch auf die NT-Gemeinde. Der Kontext (Dan. 9-12) zeigt, das mit "Tamid" und "Kodesh" der "heilige Bund" sowie die Erlösungsverheißung aus Gen. 3:15. gemeint sind.

      Weder die Epiphanes-Theorie noch ein "Land und Tempel Israels" stimmen mit der Erfüllung durch Jesus Christus überein.
    • Bogi111 schrieb:

      Der Tempeldienst der Jeden ging doch nur bis Jesu Tod,dann zeriss der Vorhang!
      Naja, genau genommen ging der Tempeldienst so lange, bis es keinen Tempel mehr gab, nämlich 70 n. Chr.
      Den Christen bedurfte es keinen Tempeldienst mehr, da sie die Wahrheit Gottes erkannt hatten, ja,
      aber Tempeldienst gab es bei den Juden ja weiterhin.

      Bogi111 schrieb:

      Erst nach den 2300 Jahren wurde das Wort Gottes in aller Welt so verkündigt und umgesetzt,
      das Jesus als Erlöser, Mittler, Hoher Priester verkündet wird.
      Bei Daniel steht das nicht, lieber Bogi, sondern dort steht, dass der verwüstete Tempel wieder geweiht wird.
      Die Rede ist dort vom Tempel in Jerusalem.

      Das Wort Gottes wurde seit Jesus immer wieder und überall rein verkündigt, denke ich.
      Mit welchem Sinn soll das nach irgendwelchen 2300 Jahren (?) erst geschehen sein
      und mit welchem Recht maßt man sich an, dies zu behaupten?

      Bogi111 schrieb:

      Die Offenbarung ist nicht geschrieben um sich in der Erkenntnis zu überbieten und zu spekulieren!
      Sehr gut, und warum wird es hier dann ständig getan? z.B. Du im Beitrag oben?

      freudenboten schrieb:

      Jesus selbst hat, genau wie Daniel, eine Wiedererrichtung eines Opfertempels AUSGESCHLOSSEN. (Dan. 9/Matth. 24).
      Die Rede war hier von Daniel 8, oder nicht?
      Du bist nun in Daniel 9.

      Daniel 9 spricht nicht von Daniel 8.
      In Daniel 9 kommt ein Fürst - nachdem ein Gesalbter ausgerottet wurde - und zerstört die Stadt und das Heiligtum (70 n. Chr.)
      In Daniel 8 wurde der Tempel verwüstet und das tägliche Opfer weggenommen.

      Das sind zwei Dinge, in meinem Verständnis.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Weder die Epiphanes-Theorie noch ein "Land und Tempel Israels" stimmen mit der Erfüllung durch Jesus Christus überein.
      Welche Erfüllung durch Jesus Christus ? Daniel 8 redet doch davon nicht. Da geht es um die persische und hellenistische Herrschaftszeit. Der Knacktpunkt ist die Definition der 2300 Abende und Morgen. Bedeutet Abende und Morgen je ein Tag, also dann die Hälfte von 2300 und/oder sind diese Tage dann nach dem Tag-Jahr Prinzip zu deuten ?

      Ich bevorzuge die Deutung von 1150 regulären biblischen Kalendertagen. Dann hat man auch kein Problem mit dem Umrechnen des 365/360 Tage je Jahr, was Adventisten für gewöhnlich hartnäckig ignorieren. Auch braucht man dann keinen Umweg über Daniel 9 gehen, womit dann auch der Streit über eine einzige Vokabel entfällt (Daniel 9,24 נחתך).
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Epiphanes passt in keiner Weise, auch rechnerisch nicht. Ich neige dazu, von Epiphanes-Illusion zu sprechen.

      Der Gesalbte/Fürst des Heeres ist die wichtigste vorhergesagte Person in Daniel 8 bis 12. Jesus selbst bezieht sich in Matth. 24 darauf.
      Die Berechnung von Daniel 9 sollte klar sein: 457 vor bis 34/44 nach Null.
      Beginn Esra 7.
      Die jüdisch-rabbinische Auslegung mit Antiochus-,Epiphanes ist historischer "Betrug". Mindestens zwei persische Königs-Herrschaften wurden darin geleugnet.
    • freudenboten schrieb:

      Epiphanes passt in keiner Weise, auch rechnerisch nicht. Ich neige dazu, von Epiphanes-Illusion zu sprechen.
      Es gibt da in Bezug auf Daniel 8 gar nichts zu rechnen. Es reicht die Information über Aufstieg und Fall der hellenistischen Herrschaft (mit Schwerpunkt auf die Herrschaft über Gottes Volk).
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Seele1986 schrieb:

      Naja, genau genommen ging der Tempeldienst so lange, bis es keinen Tempel mehr gab, nämlich 70 n. Chr.
      Lieber Simon,unter Tempeldienst verstehe ich das Tier- Opfer bringen.

      Jesus ist der neue Tepel geworden,der abgerissen und nach nach 3 Tagen wieder aufgebaut wurde.
      Gottes Wohnort (04) - Jesus Christus - www.bibelstudium.de

      Was haben die Christen aus dem Gottesdienst gemacht???

      Der Tempel war nicht mehr der Leib des Gläubigen, wo der HL.Geist wohnen sollte,sondern die Kirche mit dem Mittlerdienst des Priesters und
      seiner "Macht" in der Eucharestie die Hostie umzuwandeln....
      Der Gläubige wurde zu Bittsteller der Priester und der Kirche!

      Wie waren noch die Verhälltnisse vor dem 2 Vatikanischen Konzil...?

      Seele1986 schrieb:

      Mit welchem Sinn soll das nach irgendwelchen 2300 Jahren (?) erst geschehen sein
      und mit welchem Recht maßt man sich an, dies zu behaupten?
      Ganz einfach es geht um Anbetung, um eine persönliche Beziehung zwischen Jesus und dem Gläubigen.

      Der Tempel/ Kirche hat als Mittler ausgedient, deshalb spricht die Bibel von Gemeinden.
      Hier geht es um Gemeinschaft, daran werdet ihr erkennen....

      Seele1986 schrieb:

      Bei Daniel steht das nicht, lieber Bogi, sondern dort steht, dass der verwüstete Tempel wieder geweiht wird.
      Die Rede ist dort vom Tempel in Jerusalem.
      Nach der Gefangenschaft sollte er wieder aufgebaut werden.

      Seele1986 schrieb:

      Das Wort Gottes wurde seit Jesus immer wieder und überall rein verkündigt, denke ich.
      Es waren Gemeinden,die unterschiedlich verfolgt wurden...ja das machte Eindruck auf die Menschen.

      Seele1986 schrieb:

      Sehr gut, und warum wird es hier dann ständig getan? z.B. Du im Beitrag oben?
      Weil es Sinn macht sich mit Ihr immer wieder zu beschäftigen, weil viel Fragwürdiges im Umlauf ist.
    • Bogi111 schrieb:

      Lieber Simon,unter Tempeldienst verstehe ich das Tier- Opfer bringen.
      Ja, das ist mir klar, Bogi.
      Diese Tieropfer wurden im Tempel ja aber weiter dargebracht, bis er zerstört wurde.
      Wer Gott erkannt hatte, brauchte dergleichen nicht mehr.

      Heute wird es symbolisch übersetzt: die Synagoge ist sinnbildlich für den Tempel (deshalb wird immer eine Stelle Putz offen gelassen, um den zerstörten Tempel darzustellen), die Gebete sind sinnbildlich die Opfergaben im Judentum.

      Bogi111 schrieb:

      Ganz einfach es geht um Anbetung, um eine persönliche Beziehung zwischen Jesus und dem Gläubigen.
      Und diese gab es nicht vor Miller und den Adventisten?
      (Denn du schriebst ja, erst nach den 2300 Jahren sei dem so, was bei eurer Rechnung ja 1844 ist)

      Doch, ich denke sehr wohl.
      Ich könnte all die Namen gar nicht aufzählen, bei denen ich überzeugt bin, dass sie eine tiefe Beziehung zum Vater und zum Sohn hatten.

      Bogi111 schrieb:

      Weil es Sinn macht sich mit Ihr immer wieder zu beschäftigen, weil viel Fragwürdiges im Umlauf ist.
      wie zum Beispiel die Lehre der Siebenten-Tags-Adventisten.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Und diese gab es nicht vor Miller und den Adventisten?
      Die gab es natürlich,aber welche große Freiheit hatte der einzelne seinen Glauben frei zu leben?

      Seele1986 schrieb:

      wie zum Beispiel die Lehre der Siebenten-Tags-Adventisten.
      Die Adventisten sind nach der RKK eine gemeinsame Kirche auf der ganzen Welt. Diese Einheit zu bewältigen bedarf es bestimmter Glaubenspunkte! Diese sind aber kein Dogma sondern werden nach neuer Erkenntnis revidiert. Leider kommt das bei einigen Gläubigen nicht an.....Veränderung ,neue Erkenntnis und Wachsamkeit ist nicht jedemanns Sache....
      Deshalb eine Adventistische Lehre, ist mir nicht bekannt.... Ich Lebe mit der Gegenwärtigen Wahrheit (Jesu) und lasse mich mit neuen Erkenntnissen beschenken.... ;) Jesus ist für mich der Weg....