Der Sabbat im Frühchristentum

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  • philoalexandrinus schrieb:

    Ich wäre so gerne eimal bei Aquila und Priscillla, bei der Purprhändlerin Lydia und bei dem Gerber Simon zu Gast,ein paar Tage,vieleicht zwei Wochen lang - - - .

    Genau DER Zugang zum frühen Christentum ist uns aber leider aufgrund der äußerst dünnen Dokumentenlage verwehrt.

    Da bleibt uns leider nur noch, im Rahmen der heutigen Möglichkeiten das Bestmögliche zu tun, um das Evangelium glaubhaft zu vertreten. Auch, wenn wir es nur noch sehr eingeschränkt am angeblichen "Original" messen können.
  • Babylonier schrieb:

    Da bleibt uns leider nur noch, im Rahmen der heutigen Möglichkeiten das Bestmögliche zu tun, um das Evangelium glaubhaft zu vertreten. Auch, wenn wir es nur noch sehr eingeschränkt am angeblichen "Original" messen können.
    Wie meinst Du das nun? Dass wir in der heutigen Form das Evangelium Jesu nicht mehr im Original haben? Klar fehlen immer noch die "original" Urfassungen von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes...! ----> aber die vorliegenden Handschriften / Abschriften sind doch wohl sehr genau und damit kaum vom Urtext zu unterscheiden!
    ----> oder bist Du der Meinung, dass die Evangelien wie sie uns heute vorliegen von der Kirche "verfälscht" wurden? (z.B. die trinitarische Formel im Missionsbefehl und der Schluss des Markus-Evangeliums (Markus 16,9 - 20) erst hunderte Jahre später hinzugefügt worden ?) UAWG!
  • Norbert Chmelar schrieb:

    Wie meinst Du das nun? Dass wir in der heutigen Form das Evangelium Jesu nicht mehr im Original haben?
    Wir wissen sehr wenig über das Alltagsleben der frühen Christen und damit u.a. auch so gut wie nichts über deren Feiertagspraxis. Das ist ja auch einer der Gründe warum einige, die sich innerhalb der eigentlich eh schon auserwählten Christenheit noch einmal für ganz besonders auserwählt halten müssen, da so viel hineinfantasieren können.
  • Babylonier schrieb:

    Norbert Chmelar schrieb:

    Wie meinst Du das nun? Dass wir in der heutigen Form das Evangelium Jesu nicht mehr im Original haben?
    Wir wissen sehr wenig über das Alltagsleben der frühen Christen und damit u.a. auch so gut wie nichts über deren Feiertagspraxis. Das ist ja auch einer der Gründe warum einige, die sich innerhalb der eigentlich eh schon auserwählten Christenheit noch einmal für ganz besonders auserwählt halten müssen, da so viel hineinfantasieren können.
    Mir scheint es, dass sich in diesem Forum nur sehr wenige für dieses Thema interessieren.

    Liebe Grüsse
    DonDomi
  • Norbert Chmelar schrieb:

    Babylonier schrieb:

    Da bleibt uns leider nur noch, im Rahmen der heutigen Möglichkeiten das Bestmögliche zu tun, um das Evangelium glaubhaft zu vertreten. Auch, wenn wir es nur noch sehr eingeschränkt am angeblichen "Original" messen können.
    Wie meinst Du das nun? Dass wir in der heutigen Form das Evangelium Jesu nicht mehr im Original haben? Klar fehlen immer noch die "original" Urfassungen von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes...! ----> aber die vorliegenden Handschriften / Abschriften sind doch wohl sehr genau und damit kaum vom Urtext zu unterscheiden!----> oder bist Du der Meinung, dass die Evangelien wie sie uns heute vorliegen von der Kirche "verfälscht" wurden? (z.B. die trinitarische Formel im Missionsbefehl und der Schluss des Markus-Evangeliums (Markus 16,9 - 20) erst hunderte Jahre später hinzugefügt worden ?) UAWG!
    Nach Plinius schaut es jedenfalls nicht so aus :Gebetsstunde Freitag abends, Sabbats mit Lied und Gebet und "wir kommen zum Dienstgabscnitt ",Lied GebetMissionsbericht, Gabensammlung, - -- - - - - - und dann bis Sabbatschluss möglichst nichts tun. Von wegen Lifestyle.
    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
  • Bogi111 schrieb:

    Für welche Einheit hat denn Jesus gebetet
    Für die Einheit unter einem Tag oder einem bestimmten Ritus? Ich denke nicht.
    Er hat für Eintracht und Gemeinsinn seiner Jüngerinnen und Jünger gebetet.

    Atze schrieb:

    ..Du bist in diesem Fall nicht repräsentativ.
    Das ist wohl wahr.
    Ich kenne heute jedenfalls niemanden, der den Sonntag so vertritt und sehe zudem den Sinn nicht, dass man es dann in die andere Richtung mit dem Sabbat genauso macht.
    Ich kann aus dem, wie Jesus vom Sabbat gesprochen hat, keineswegs eine solche Weise und solche Gewichtung erkennen.
    Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
    (Leonardo da Vinci)
  • freudenboten schrieb:

    Entscheidend ist aber das Zeugnis und die Praxis Jesu Christi, auch Apg. 15.
    Wir studieren jetzt im Virtel Esra /Nehemia.
    Wenn man sich anschaut, wie oft Gott das Volk warnte und die Gründe und Folgen waren allen bekannt, das Gott das Volk in die Gefangenschaft führen würde...
    3.Mose 26
    31 Und ich will eure Städte wüst machen und eure Heiligtümer verheeren und will den lieblichen Geruch eurer Opfer nicht mehr riechen.
    32 So will ich das Land wüst machen, dass eure Feinde, die darin wohnen werden, sich davor entsetzen.
    33 Euch aber will ich unter die Völker zerstreuen und mit gezücktem Schwert hinter euch her sein, dass euer Land soll wüst sein und eure Städte zerstört.
    34 Alsdann wird das Land seine Sabbate nachholen, solange es wüst liegt und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land ruhen und seine Sabbate nachholen.
    35 Solange es wüst liegt, wird es ruhen, weil es nicht ruhen konnte an euren Sabbaten, während ihr darin wohntet.

    Hier wird deutlich wie Ruhe mit Anbetung und rücksicht auf Mensch und die Natur zu tun hat!
    Es geht um eine Einstellung (rücksichtslose Ausbeutung), nicht nur um den Tag!
    Genau das hat Jesus versucht den Menschen zu vermitteln....

  • Die Bibel lässt eben auch einiges offen ...!

    DonDomi schrieb:

    Mir scheint es, dass sich in diesem Forum nur sehr wenige für dieses Thema interessieren.
    Lieber DonDomi! Es ist doch gerade andersherum!!!!!!!!! Über das Sabbatthema gibt's schon 194 Seiten (!!!) mit 3.878 Beiträgen (!!!), was für ein sehr reges Interesse spricht; und das ist doch kein Wunder, da wir ja hier es mit einem Forum der Siebenten-Tags-Adventisten zu tun haben, die ja einen großen Schwerpunkt auf den Sabbat in ihrer Lehre legen! ----> Und in diesem " neuen" Thema «Sabbat im Frühchristentum» sind wir auch schon auf Seite 3 mit nunmehr 54 Beiträgen angelangt.
    Ich wäre froh, wenn es noch andere als die bisher erwähnten frühchristlichen Zeugnisse geben würde! ---> Aber in der frühen Kirche wurde halt vieles auch nur rein mündlich weitergegeben...
    Z.B. wäre es meines Erachtens interessant zu erfahren welche frühchristliche Gemeinde eine "Synodalverfassung" - also Leitung durch mehrere "Ältesten" (griechisch: Presbyter) und welche eine "Monarchische Verfassung" - also Leitung durch einen Bischof (griechisch: Episkopos) gehabt haben.

    Und dann lesen wir ja im Römerbrief von weiblichen Diakonen und gar von einer "Apostelin" Junia...! ----> so wäre es interessant, festzustellen welche Rolle die Frauen in der frühen Kirche innegehabt hatten, auch in Bezug auf ihre heutige Situation (v.a. bei RKK + STA!)

    freudenboten schrieb:

    Es gibt sowohl Ersten-Tags- wie auch Siebten-Tags-Sabbatarier unter den "Freikirchlern".

    Entscheidend ist aber das Zeugnis und die Praxis Jesu Christi, auch Apg. 15.
    Es ist doch vollkommen unbestritten, dass Jesus von Nazareth als geborener Jude am Sabbat in der Synagoge gepredigt hatte was wir in den Evangelien berichtet bekommen! ----> insofern haben die Siebenten-Tags-Adventisten natürlich Recht, wenn sie sagen WIR sollten dem Beispiel Jesu nachfolgen! Was die Adventisten ja auch tun durch die Haltung des Sabbats am 7. Tag = Samstag.

    Wir wissen aber auch nicht, ob die Apostel und Jesus in den 40 Tagen zwischen Auferstehung und Himmelfahrt ausgemacht haben sich auch am Sonntage - neben dem Sabbat - zu versammeln, um SEINER AUFERSTEHUNG zu gedenken.
    Die Bibel lässt eben auch einiges offen und berichtet nicht jegliches Detail! Ist halt nun mal so....!

    PS:
    Seltsamerweise sagt Apg.15 kein Sterbenswörtlein davon, dass die Heidenchristen den Sabbat halten sollen ....schon seltsam oder nicht ...?
  • Babylonier schrieb:

    Da bleibt uns leider nur noch, im Rahmen der heutigen Möglichkeiten das Bestmögliche zu tun, um das Evangelium glaubhaft zu vertreten. Auch, wenn wir es nur noch sehr eingeschränkt am angeblichen "Original" messen können.
    Danke, Babylonier.

    Die Frage ist ja auch (wenn man durch den ganzen Wust an Auslegungen mal durch ist):
    - wenn man doch die Bibel als inspiriertes, faszinierendes Buch erkannt hat und
    - wenn man Jesu Lehre als gut und befreiend und ihn als den Weg zu Gott erkannt hat,

    was schert es dann eigentlich noch, ob da alles wirklich "ursprünglich" ist?
    Bibelkunde ist sicher interessant, aber man braucht darüber nicht ins Schwitzen zu kommen.
    Man kann das, was es da aus der Forschung gibt, zur Kenntnis nehmen, versteht vielleicht manche Aspekte, Begriffe und Hintergründe besser, aber Probleme braucht das nicht zu machen.

    Probleme hat jemand, der ein ganz bestimmtes Verständnis von "Heiliger Schrift" hat als "unfehlbares Gotteswort" und "absolute Autorität in allen Lebensfragen - und aspekten" (ähnlich manchen Muslimen bezüglich des Korans).
    Dann bekommt man Probleme: mit gewissen Aussagen der Forschung, der Wissenschaft, der Textkritik, der Philosophie, der Lebensrealität von Menschen heute!, mit gewissen Passagen und Widersprüchen (die unter allen Umständen wasserdicht, unfehlbar und geglättet sein müssen, weil die Bibel keine Widersprüche haben darf und weil Gott absolut kritikfrei behandelt werden muss - da kriegt man auch die brutalsten Stellen noch göttlich-gebügelt ... [wenn Muslime das machen, dann ist es teuflisch, nicht wahr])

    Eigentlich war verheißen: Niemand wird mehr den anderen lehren und sagen: Erkenne Gott!, denn alle werden ihn erkennen;
    denn er hat seinen Geist über uns ausgegossen.
    Eigentlich sollte man rechtes Verständnis von diesen Dingen haben können.
    Der Weg ist aber mühsam, vor allem heraus aus den eigenen, selbstgemauerten Häusern und Dogmen.

    Man nehme doch die wunderbare Botschaft an, die diese Schriften uns erzählen:
    Ich habe dich je und je geliebt, so habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.
    Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
    (Leonardo da Vinci)
  • Seele1986 schrieb:

    Man nehme doch die wunderbare Botschaft an, die diese Schriften uns erzählen:
    Ich habe dich je und je geliebt, so habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.
    Das dumme ist, das Liebe nicht einseitig funktioniert oder eine Einbahstrasse ist.....
    Schließlich hat uns Gott mit der Kraft seines Geistes ausgestattet!

    Die Jenigen,die mit Jesus einen Bund durch die Taufe geschlossen haben, sollten auch Jesus lieben!
    Das zeigt sich nur mal darin, das sie seinen Willen tun, (Gebote halten), ja es vorleben...