Welchen Zweck hat das Sabbatgebot?

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    • HeimoW schrieb:

      Bedauerlich ist in meinen Augen dabei aber vor allem, dass der Sabbat in erster Linie als "Gebot" definiert, verstanden und auch missbraucht wird, und nicht als eine Gabe Gottes an uns Menschen - von der Schöpfung an - gesehen bzw. erlebt.
      Als junger Mensch empfand ich den Sabbatgebot als eine Last,weil er nur mit Verboten überfrachtet war.

      Heute, wo Jesus mein Freund und Heiland ist, ist für mich der Sabbat eine Oase, Quelle, Freude und Segen!
    • freudenboten schrieb:

      Für die Israeliten bedeutete Sabbat=Exodus aus der Unfreiheit (Deut. 5).
      Ja,

      Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott,
      dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm.
      Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. (Deut 5,15)

      Wenn aber gesagt wird, es sei etwas der Israeliten, dann wird ja gesagt, dem sei nicht so ...

      Im Hebräerbrief wird das "Heute" als Einkehr zur Ruhe Gottes genannt: Heute, wenn ihr der Stimme hören werdet und eure Herzen nicht verschließt.

      Dies ist der verheißene Neue Bund:
      Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen,
      nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm,
      um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR;
      sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR:
      Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.
      Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: "Erkenne den HERRN",
      sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR;
      denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
      (Jer 31,31-34)
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • “Seele1984“ schrieb:

      Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott,dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm.Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. (Deut 5,15)

      Wenn aber gesagt wird, es sei etwas der Israeliten, dann wird ja gesagt, dem sei nicht so ...
      Für uns als Christen gilt auch dies ganz genauso. Wir (Christen) sind das geistliche Israel.
      Dazu kannst Du mal in Hebr. 11, 24-27 und Offenbarung 11, 8 nachlesen wofür Ägypten (heute wie damals) steht was wir (als Christen) hinter uns gelassen haben.
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • "Gedenken" bedeutet "Erinnern".

      Der wöchentliche Sonntag ist "schlechte" Erinnerung, der biblische Sabbat ist "Erinnerung" des Guten (Augustinus) und Sehr Guten - des EWIGEN Schöpfung und Erlösung durch das WORT/JESUS CHRISTUS.

      Von Rückkehr zum Opferbund (Dan. 9/Hebräer 9) ist beim "Sabbat-Gedenken" KEINE Rede.
    • DonDomi schrieb:


      Also die Hebräer verse sagen, was durch den Glauben möglich ist, aber nichts über den Zweck des Sabbates. Ehrlich gesagt finde ich nicht einmal eine Verbindung zum Sabbat.
      Und Du sagst mir ich sei „anstrengend“…… :tired:

      Seele stellte Zitate ein um zu zeigen, dass der Sabbat eine Erinnerung für die Israeliten an den Auszug aus Ägypten ist…..womit er u.a. mit seinem Kommentar sagen wollte dass uns (als Christen) der Sabbat heute nichts mehr angeht….(lediglich für Israeliten). Daraufhin habe ich aus Hebräer 11 und Offenb. 11 zitiert was darlegt wofür Ägypten in der Schrift steht. Für die Knechtschaft im Atheismus (Unglauben)…..von dem wir (als Christen) von Gott befreit wurden (ausgezogen sind). Für uns Christen als das geistliche Israel hat der Auszug aus Ägypten dieselbe Bedeutung wie für die genetischen Israeliten mit demselben Aufruf zum Gedenken am Sabbattag nach 5 Mo 5.
      Jetzt angekommen?
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Das Sabbatgebot hat mit dem Exodus nichts zu tun. Man sollte Sabbat nicht mit Passah verwechseln. Ägypten steht für handfeste Sklaverei durch falsche Götter und menschenunwürdige Ideologien. Die Ägypter waren keine Atheisten. Auch die heutigen Atheisten beherrschen nicht die Welt, sie sind eine unwesentliche Minderheit. Fest im Griff gehalten wird die Welt durch die Irrlehren der Ökonomie mit ihrer falschen Gottheit des Marktes, die mit Hilfe der Kirchen die Menschen in der Sklaverei fest hält.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Atze schrieb:

      .....da ist weder Jude noch Grieche.....
      In Jesus Christus, richtig.
      Ich meinte auch nicht, dass Juden bei diesen Dingen bleiben sollen oder müssen.
      Wenn jemand frei wird, dann wird er frei.

      Auch sagte ich übrigens nirgendwo, Jesus habe den Sabbat abgeschafft; das wird dann immer so verstanden.
      Er hat ja aufgeklärt, was der Sabbat (die Ruhe) sei. Das deckt sich mit gesetzlichen Sabbatvorstellungen keineswegs.
      Freudenboten sagt oft "Gedenken"; gut, sagen wir Gedenken. Das kann man dann tun, in der Ruhe.
      Diese Ruhe haben wir in Gott heute. Hat man die Ruhe nicht, dann hat man sie nicht, da hilft kein Tag was ...

      Der Sonntag - nur nochmal als Hinweis, damit es nicht falsch aufgefasst wird - ist NICHT der Sabbat oder Sabbatersatz.
      Der Sonntag ist der Tag der Auferstehung Jesu, erster Tag der Woche, uns ein Zeichen für die neue Schöpfung bzw. Verheißung der neuen Welt, und wird vollkommen frei und ohne Verordnung gefeiert (nicht ge-halten).
      Puritaner und andere haben den Sonntag wie einen "christlichen Sabbat" kultiviert; das ist abzulehnen!


      Atze schrieb:

      Für uns Christen als das geistliche Israel hat der Auszug aus Ägypten dieselbe Bedeutung wie für die genetischen Israeliten mit demselben Aufruf zum Gedenken am Sabbattag nach 5 Mo 5.
      Das magst du so sehen. Ich würde mir das niemals anmaßen. Das ist die große Befreiungsgeschichte des Volkes Israel, welche ich mit Faszination und großer Bewunderung lese, aber es ist doch nicht meine Geschichte.
      Natürlich kann ich mir das geistlich übersetzen auf uns Christen. Allerdings sollte man da nüchtern bleiben.
      Bei dieser Vergeistlichung kommt erstens häufig ziemlicher Blödsinn raus, zweitens nimmt man sich da oft etwas zueigen, was einem nicht gehört.

      Sage heute mal zu einem Juden "Du bist kein wahrer Israelit! Ich bin aus dem wahren, geistlichen Israel!"
      Ein Paulus, der selbst Israelit war, der kann sowas schreiben. Ebenso ein Johannes mit seinen teilweise doch sehr heftigen Äußerungen gegen "Juden" (dort wird ja in den Texten nicht differenziert); er war selbst Jude.
      Man sollte da doch etwas vorsichtig sein.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)