Wer oder was ist das »SIEGEL GOTTES«?

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    • Ja, dem kann ich weitgehend zustimmen. Ich würde aber nicht sagen, dass die Taufe eine symbolische Handlung oder ein performativer Akt wären, sondern quasi das von jemand anderem ausgehändigte Abschlusszeugnis.
      Ich muss ja in der Führerscheinprüfung zuerst auch meine Fahrtüchtigkeit erweisen, um den Führerschein zu bekommen, und bekomme nicht erst den Führerschein ausgehändigt und muss mich ihm dann würdig erweisen. Andererseits muss ich dann auch gemäß der bestandenen Prüfung mich entsprechend auch weiterhin so verhalten, und darf den Führerschein nicht als Freibrief für Geisterfahrerei missbrauchen.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Wenn heute z.B. Jüdinnen nach der Menstruation in die Mikwe steigen,
      dann ist das ein Untertauchen zwecks kultischer Reinigung;
      ebenso wenn ein Gojim (Fremder) zum Judentum konvertiert: das ist der Moment, wo ein Jude die Mikwe besuchen muss.
      Er wird kultisch gereinigt, denn ein Gojim ist kultisch nicht "kosher".

      Die Taufe Johannis war ein Zeichen der Umkehr zu Gott vor dem "nahenden Reich Gottes";
      sie war, so wie seine Predigt, die Stimme eines Rufers in der Wüste, der die Steige des Herrn bahnt;
      diese Taufe hatte nur damit zutun und mit sonst nichts.
      Auch Jesus lässt sich so taufen, wendet sich seiner Aufgabe zu und wird als der geliebte Sohn von seinem Vater bezeichnet.

      Die Taufe der Jünger Jesu wird zunächst einmal das selbe gewesen sein wie die Johannestaufe:
      der Ruf zur Umkehr angesichts des nahen Reiches Gottes.

      Mit dem Tod und der Auferstehung wird die Taufe etwas anderes:
      man wird in Christus getauft, in Tod und Auferstehung.
      Dadurch wird man nicht kultisch rein vor irgendeinem Tempel oder irgendeiner Gottheit.
      Dergleichen brauchen wir dank Jesus nicht mehr.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Zwei Zwischenbemerkungen :

      1. Das Familienleben spielte sich im Wohnzimmer ab, so auch die Bibelstunden .Mittendrinnen erleidet Grossvater einen Schlaganfall, nun steht sein Krankenbett auch im Wohnzimmer. Als es zur Frage der Taufe kommt, kann er nur mehr lallen "I aa! I aa!" Kurz darauf starb er. - -Ist er nun "getauft" ? Steht auf seinem Grabstein die Hoffnung auf die Auferstehung umsonst ?

      2. Der eine sündigt, der andere auch, ja,,mehrere, ja alle sündigen. Bei wem ist da die Wiederholung der Taufe gerchtfertigt ? Einerr wünscht es ausdrücklich für sich - gut. Aber der Prediger, die Gemeinde, der Vosteher wünscht es `Bei wem, bei wecher Sünde , unter welchem Titel ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • freudenboten schrieb:

      Bei der Waschung/Bad in Ex. 19 ging es nicht um "kultische" Reinigung sondern Herzensvorbereitung ohne Opferritus.
      Sicher?

      Und der HERR sprach zu Mose: Geh hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen
      und bereit seien für den dritten Tag; denn am dritten Tage wird der HERR vor allem Volk herabfahren auf den Berg Sinai.
      Und zieh eine Grenze um das Volk und sprich zu ihnen: Hütet euch, auf den Berg zu steigen oder seinen Fuß anzurühren;
      denn wer den Berg anrührt, der soll des Todes sterben. Keine Hand soll ihn anrühren, sondern er soll gesteinigt oder erschossen werden; es sei Tier oder Mensch, sie sollen nicht leben bleiben.

      Ob die Herzen da vorbereitet wurden, weiß ich nicht; bei einigen sicherlich.
      jedenfalls sollten sie sich reinigen, da der Herr zu ihnen kam, und das ist dort kultisch.
      Zugang hatten sie dann immernoch nicht; sie durften den Berg nicht antasten, auf dem Gottes Herrlichkeit ruhte.

      Übrigens: du sagtest doch, die Taufe sei auch Reinigung.
      Dann sagst bezüglich Exodus 19, das sei keine Reinigung ... Was denn jetzt?
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Die Taufe des Johannes WAR eine Umkehr-/Reinigungstaufe (wie Ex. 19).
      Die nahm Jesus auf sich und erweiterte sie/verbesserte sie mit "Feuer und Geist".
      Die Jesustaufe bekennt sich zusätzlich zur Tatsache des Todes/Auferstehung (Römer 6) Jesu.
      Die Jesustaufe bekennt sich zusätzlich auch zum DREIEINIGEN GOTT - zu Vater - Sohn und Heiligem Geist! (----> siehe Matth.28:19!)
      Jesus - DER SÜNDLOSE (!!!) - hatte diese "Umkehr/Metanoia/Busse" - Taufe des Johannes gar nicht nötig, deshalb diente diese Taufe - einerseits uns zum Vorbild - aber vor allem der Salbung Jesu zum Messias! Jesus wurde bei seiner Taufe zum Messias gesalbt und ER erhielt vom Vater die Kraft des Heiligen Geistes mit der ER, Jesus, Wunder vollbringen und vollmächtig predigen konnte! In dieser Kraft hat ER Tote auferweckt, Blinde sehend, Taube hörend, Lahme gehend und Stumme sprechend gemacht!

      freudenboten schrieb:

      Im Idealfall markiert die Taufe mit Bekenntnis den BEGINN des Glaubensweges im NT.
      Ihr Freikirchler sagt doch genau das Gegenteil! Dass die Taufe erst am Ende des Glaubensweges stehen könne, dass also der richtige Weg, der ist, den Jesus in Markus 16,16 („Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.”) vorgezeichnet habe: Erst der Glaube (- hervorgerufen durch den Heiligen Geist!) - dann die Taufe !
    • Die Taufe ist nicht nur ein Zeichen, sondern auch ein Sakrament!

      freudenboten schrieb:

      Die Taufe ist nur ein "Zeichen", Bekenntnis zum Wirken des Gott-Geistes, kein "magisches Werk", kein "Sacramentum", sondern Antwort des Gläubiggewordenen auf das Gnadenangebot in Tod und Auferstehung Jesu.
      Der Inhalt der Johannestaufe ist inklusive.
      Nein, die Taufe ist nicht nur ein Zeichen, sondern nach evangelischer Auffassung auch „ein Sakrament, das heißt ein »göttlich Wortzeichen«, womit Gott, der Vater, durch Jesus Christus, seinen Sohn, samt dem Heiligen Geist bezeugt,

      dass er dem Getauften ein gnädiger Gott wolle sein und verzeihe ihm alle Sünden aus lauter Gnade um Jesu Christi willen und nehme ihn auf an Kindes Statt und zum Erben aller himmlischen Güter.” (zitiert aus: „Mein Konfirmandenbuch”, Quell Verlag Stuttgart, 2. veränderte Auflage 1978, Seite 9/52)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Die Jesustaufe bekennt sich zusätzlich auch zum DREIEINIGEN GOTT
      Die jesuanische Taufe bekennt das wunderbare Geheimnis, das Gott ist, in dem Harmonie und Eintracht lebt.
      Die Verbindung dieser drei ist in der Bibel eigentlich unmissverständlich:
      der Geist weist auf den Sohn ("er wird nicht von sich selber reden" - Hinweis an die Pfingstler!)
      der Sohn weist auf den Vater ("ich rede nichts aus mir, sondern aus dem, der mich gesandt hat")

      dass Gott wieder sei Alles in Allem.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Jesus - DER SÜNDLOSE (!!!) - hatte diese "Umkehr/Metanoia/Busse" - Taufe des Johannes gar nicht nötig, deshalb diente diese Taufe - einerseits uns zum Vorbild - aber vor allem der Salbung Jesu zum Messias!
      Es ist doch wundervoll, dass da nicht ein Halbgott rumrannte, der sagte "Ich hab das nicht nötig!",
      sondern einer, der uns Brüder nennt und dort sagt: "Vater, ich kehre mich jetzt zu dir, wie du dich zu mir wendest, denn dein Reich ist nahe!"

      Norbert Chmelar schrieb:

      Nein, die Taufe ist nicht nur ein Zeichen,
      sacrament bedeutet doch "Zeichen"; sichtbares Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit.
      Eigentlich heißt es dort "mysterion": Geheimnis. ;)
      Das sollte uns mal bewusster werden, die wir alles immer wissen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Die Taufe ist nur ein "Zeichen", Bekenntnis zum Wirken des Gott-Geistes, kein "magisches Werk", kein "Sacramentum", sondern Antwort des Gläubiggewordenen auf das Gnadenangebot in Tod und Auferstehung Jesu.
      Der Inhalt der Johannestaufe ist inklusive.
      Nein, die Taufe ist nicht nur ein Zeichen, sondern nach evangelischer Auffassung auch „ein Sakrament, das heißt ein »göttlich Wortzeichen«, womit Gott, der Vater, durch Jesus Christus, seinen Sohn, samt dem Heiligen Geist bezeugt,
      dass er dem Getauften ein gnädiger Gott wolle sein und verzeihe ihm alle Sünden aus lauter Gnade um Jesu Christi willen und nehme ihn auf an Kindes Statt und zum Erben aller himmlischen Güter.” (zitiert aus: „Mein Konfirmandenbuch”, Quell Verlag Stuttgart, 2. veränderte Auflage 1978, Seite 9/52)
      Ein lutherischer Pfarrer fragte in einem Hauskreis "Was ist das erste "Sakrament" Gottes?"

      Richtige Antwort: "Gen. 1:3. Und Gott sprach: Es werde Licht!" "Wenn er spricht, so geschieht es..." (Psalm 33:9.)

      Das "Wortzeichen" der Taufe ist NUR menschliche ANTWORT auf das "Wort vom Kreuz". ("... alle Gerechtigkeit zu erfüllen. " Matth. 3:15.)

      Daher ist die "römisch-katholische" Form der Säuglingstaufe auch UNNÖTIG und wird als AUSREDE benutzt. Zu Luthers Zeit war er selbst noch nicht bereit zur Reform in dieser Frage, damit tat er der Gerechtigkeit Gottes "aus Glauben in Glauben" (Röm. 3-5) keinen guten Dienst.