Sabbat und unvermeidbare Jobs

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    • Sabbat und unvermeidbare Jobs

      Hallo liebe Leute.

      Als grundsätzlich Interessierter stellt sich mir folgende Frage zum Sabbat:

      Wie ist das bei einem Adventisten, der Rettungssanitäter, Behindertenpfleger, Feuerwehrmann, Polizist, etc. ist und am Sabbat arbeiten "muss"? Sündigt er, wenn er in seiner Arbeit Gutes tut - also Menschen das Leben rettet oder ihnen lebenswichtige Unterstützung bietet?

      Diese Frage stelle ich mir, weil in einer adventistischen Welt der Sabbat so zum Problem werden könnte.

      Vielen Dank für eure Antworten!
    • Hallo Maxwolf,

      natürlich sündigt mn nicht, wenn man Dienst in einem Beruf hat, der Menschen vor größerem Schaden bewahrt oder in der Pflege hat, das wäre ja ganz absurd.

      Ich denke gerade, dass eine Welt, in der alle den Sabbat halten würden, wahrscheinlich aber auch gar nicht viele Notfälle passieren würden;-)

      Ob es da eine Statistik aus Israel gibt, aus den Stadtteilen, in denen die Sabbathalter besonders ruhen;-)?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      natürlich sündigt mn nicht, wenn man Dienst in einem Beruf hat, der Menschen vor größerem Schaden bewahrt oder in der Pflege hat, das wäre ja ganz absurd.
      Hallo! Danke dir für deine Nachricht!

      Das bedeutet, dass ein Adventist, der bspw. Feuerwehrmann ist, oder eine Frau, die Krankenschwester ist, bricht den Sabbat nicht, wenn sie ab und an daran arbeiten muss aufgrund seines/ihres Berufsbildes?

      Ich frage, weil ich selbst in einem Pflegeberuf arbeite und dieser Beruf am Sabbat nicht "ruhen" darf. Deswegen würden mich adventistische Meinungen hierzu interessieren.
    • Als mein Mann und ich jung waren, haben wir überlegt welche Kriterien zur Familiengründung und Existenzsicherung zum Sabbat passen und fanden, dass es für Kinder gut ist am Land aufzuwachsen.....
      Krankenhäuser gab es bei uns auch überall, also machte mein Mann nochmal eine Ausbildung und
      wir konnten uns aussuchen wo wir leben wollten.
      Als er vorübergehend arbeitslos wurde, boten sich auch Arbeitsplätze an, die am Sabbat zu bedienen waren, aber er ging diesen Kompromiss nicht ein.
      Stattdessen nahm er vorübergehend einen Arbeitsplatz an einem anderen Krankenhaus in einer anderen Stadt an. Interessanterweise lernte er dort, was er später am bestbezahlenden Krankenhaus hier brauchte.
      Die Führung Gottes kapiert man oft erst im Nachhinein. Es war aber ganz klar, dass nur ein Beruf in Frage kam, der mit dem Kümmern um Menschen auch Sabbats kein Problem ist, ist der Sabbat ja für uns gemacht und nicht eine unsinnige Belastung und Einschränkung.

      Ich wünsch dir viel Weisheit von Gott, er hat ja versprochen, dass uns alles zufällt, wenn wir zuerst nach seinem Reich trachten.

      :thumbsup:
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Für manche ist die Pflege von Bedürftigen einfach nur ein Geschäft als Mittel zum Profit. Ein jeder muss da in sich gehen und sich selbst hinterfragen. Die Notwendigkeit der Pflege besteht unhinterfragbar auch am Sabbat. Man könnte dann theoretisch regeln, dass man am Sabbat nicht für seine Dienste bezahlt werden will, dafür aber die restlichen Werktage mehr bekommt. Könnte man.... ist aber blödsinnig. Das Geld, kann man einfach als Grundlage sehen, die einen zur nötigen Arbeit befreit, statt als Bezahlung für die Dienstleistung. Auch wenn dies vertraglich und gesetzlich im Sinne der Lohnarbeit geregelt und formuliert ist. Aber der Geist ist mächtiger als der Buchstabe. Auch Jesus hat nicht nur gefastet oder von Luft und Liebe gelebt. Er wurde von wohlhabenden Frauen versorgt.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Maxwolf schrieb:

      Diese Frage stelle ich mir, weil in einer adventistischen Welt der Sabbat so zum Problem werden könnte.
      Als Adventist hatte ich immer bei der Bewerbung gesagt wie wichtig mir der Sabbat ist! Bisher hatte ich nie Probleme gehabt (Konstrukteur im Maschinenbau)! Im Ausland musste ich alle 3 Wochen am Sabbat arbeiten (im Ausland). Ich habe mich fein Angezogen und nur das nötigte gemacht. Für mich sind alle Dienste am Menschen eine Ausnahme die jeder mit seinem eigenem Gewissen verantworten muss, wie oft und wie viel!
      Es gab auch Situationen, wo man wollte das ich auch Sabbats Überstunden mache.Das konnte ich aber auf Verweis auf die freie Glaubensausübung, vermeiden!

      Wir hatten in der Gemeinde auch Feuerwehrleute....Mein Cousin (Adventist) arbeitet beim roten Kreuz!
      Hab Mut Gott zu Vertrauen und den Sabbatsegen zu erleben. ;)
    • Seit eh und je bilden medizinische Dienste Ausnahmen für Adventisten am Sabbat. Soweit es aber möglich ist und in der eigenen Verantwortung liegt, sollte das beste daraus gemacht werden im Sinne des Sabbats. Die Schwester meiner Oma war Stationsschwester und hat es fast ausnahmslos geschafft, ihre Dienste am Sabbatmorgen zu tauschen um den Gottesdienst zu besuchen. Am Nachmittag ging sie dann wieder ins Krankenhaus. Im medizinischen Bereich sollte sich meiner Meinung nach keinen ein schlechtes Gewissen machen (lassen).
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • ..und die Prediger?

      Es ist eine Sache des angelernten Gefühls in der Beziehung zu Gott. Wir sollen uns in der Sache nicht fremde Köpfe zerbrechen, sondern immer nur die eigene Entscheidung anstreben. ... zusammen mit Gott.

      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Linda Beardsley , Alleroberste sämtlicher weltweiter Erziehungseinrichtungen, nannte einmal öffentlich die (gigantische !) Zahl von in diesen Sabbats Tätigen: Da gibt es jede Telefonzentrale, - - Das ist eine Seite.



      Ich kann nicht für eine entsprechende Personaldichte ab Freitag mittags - aus den beobachteten Unzukömmlichkeiten heraus - zwischen Freitag mittag und Montag früh auf Lösung drängen, aber selbst zu dieser Zeit nie da sein und auch nicht meinem politischen Mandat entsprechend auf auf ordentliche Bezahlung drängen.

      Bei der Berufswahr "Krankenschwester" rate ich ab - zu dieser Haltung ist auch schon Sepp Stöger, ehedem unser Jugendsekretär gekommen : Die Pyramide ist sehr flach, Ambulanzposten heiss begehrt, DIe Oberschwester geht Freitagmittags - aber bis man Oberschwester Ist ! - und im Radeldienst ist man nur selten - dann gar nicht mehr - in der Gemeinde.



      Was anderes : Da gab (/ gibt (?) es einen Fabrikanten für Bewässerungsanlagen in der Gemeine. Für diese und für die Mission spendete er - in letzterem Fall Sachspenden zur Bewässerung der kargen Felder in Afrika sehr viel.

      Nur musste er den für seine Produktion unabdingbare kleinen Hochofen zur Herstellung der Teile aus Eisenguss kontinuierlich 24 Stunden und 7 Tage die Woche durchheizen - was immer wieder hinter vorgehaltener Hand recht unschöne und völlig sachferne Diskussionen gab.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -