Gedanken zu Vergebung und Versöhnen

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    • Pfingstrosen schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Man muss Gott mehr ins Leben einbetten. Wir denken meist an die "handelnde Figur", die im Himmel auf dem Thron sitzt und Bestrafung oder Belohnung durch-führt; das ist weniger das biblische Verständnis, sondern Gott ist Lebensquelle.
      deshalb mag ich auch die Trennung der Person Gott Vater und Heiliger Geist nicht....schließlich ist hier der Geist Gottes(ungetrennt vom "Vater) in allen wirksam. Veränderung, Unterstützung, Leitung,Liebe wird so auch nicht vom Vater getrennt, zu dem wir im Vater unser beten.
      In der "Drei-Einigkeit" gibt es keine "Trennung" (Sünde) sondern Liebe.
      "Gott ist Liebe" (Johannes).

      Gericht bedeutet nicht nur Zurechtbringen sondern auch ENTSCHEIDUNG. (Krisis).
    • freudenboten schrieb:

      n der "Drei-Einigkeit" gibt es keine "Trennung" (Sünde) sondern Liebe.
      So war es auch nicht gemeint. Ich habe das auf die Handhabung bezogen, dass der Mensch den Vater ( als alten Mann), den Geist Gottes getrennt handelnd darstellen....daraus
      kann man erst diese seltsamen falschen Gottesbilder, ein wütender Vater, ein vermittelnder Sohn, eine fürsprechende "Gottesmutter"(unbiblisch ohne Ende) kreieren.

      Das macht keinen Sinn, wenn der Geist Gottes das Wirken Gottes ist, wie jetzt meine Finger uch nur schreiben, was ich denke. Meine Finger handeln nicht unabhängig von mir, sondern immer an mir dran....aber das ist ein anderes Thema.....

      Zu Versöhnen.....wie nett, dass es schon so klingt,als ob ein Sohn (söhnen) wichtig ist. Kommt dieses Wort aus dem religiösen Bereich in den normalen Sprachgebrauch?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Deswegen habe ich schon, im Gegensatz zum athanasischen "Gleichdreieck" oder zur arianischen "Hierarchie/Befehlskette" ein Modell "konzentrischer Kreise" vorgeschlagen:

      Der allwissende Vater ist das Zentrum, der allmächtige Sohn der Kreis darum, und außen ganz offen, der allgegenwärtige Geist.
    • Es ist ein Beziehungsverhältnis. Kein Modell.
      Ebenso wie wir Menschen in uns, mit anderen und mit Gott ein Beziehungsverhältnis sind, und kein Modell.

      Ausgedrückt wird es durch die Verschachtelungen, die Paulus in seinen Sätzen zuweilen macht:
      ihr seid im Sohn, der Sohn ist im Vater, so seid ihr im Vater, wie der Sohn, durch den Geist ... usw.

      Solcherlei Sätze, die man Paulus ja gerne mal vorwirft, weil er so kompliziert schreibt, versuchen dieses Geheimnis zu fassen (zumindest etwas).

      Alles weitere an Konzepten, Modellen und Strukturtheorien ist fruchtlos - auch mehrfach bewiesen hier in diesem Forum - und dabei belasse ich persönlich es.

      Dein Modell sagt, soweit ich das verstanden habe:
      der Vater ist allwissend - aber nicht allmächtig und allgegenwärtig,
      der Sohn ist allmächtig - aber nicht allwissend und allgegenwärtig,
      der Geist ist allgegenwärtig - aber nicht allwissend und allmächtig ...

      Das kann ich so - im Modell beschrieben - nicht sehen.

      Aber anderes Thema.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Eben, und deshalb wurde der Streit durch die beiden grafischen Modelle/Gleichnisse sowohl des Athanasius wie auch des Arius bis heute befeuert, nicht aufgelöst.

      Erst, wenn die drei Aussagen des konzentrischen Modells biblisch belegt und verstanden werden, entsteht "verstehendes" Vertrauen anstatt "blinden Glaubens" oder "vernünftiger Ablehnung".
    • freudenboten schrieb:

      Erst, wenn die drei Aussagen des konzentrischen Modells biblisch belegt und verstanden werden, entsteht "verstehendes" Vertrauen
      Nein, Vertrauen entsteht durch eine Beziehung und die Selbstoffenbarung Gottes, wie sie im Sohn zu erkennen ist.
      Es gibt kein konzentrisches Modell und auch kein athanasisches oder arianisches.

      Das sind Theorien, mit denen sollen sich jene (seien es Adventisten, seien es Zeugen Jehovas, oder wer auch immer) rumschlagen;
      es sollte einen Christen nicht bekümmern, denke ich.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Ich meinte den Glauben=BEKENNTNIS Jesu, wie er sich in seiner Taufe (Matth. 3:13.-17.) sowie im Missionsauftrag (Kap. 28:16.ff.) zeigte. Selbstoffenbarung der Gottheit des Mose (JHWH Elohim) sind jene Drei in EINHEIT. Der Sohn ist "nur" der Allmächtige/Wort/"Logos", der Mensch wurde (Johannes 1:1.-3.14.)

      Auch der Glaube Abrahams ZEIGTE sich in seinem AUSZUG (Gen. 12) Darum wurde (Gen. 15:6.7.) er "gerecht" und "Freund Gottes" genannt.

      Glaube an Jesus oder den "Namen" Jesus beinhaltet IMMER alle Drei.
    • Wessen Herz durch den Geist Gottes bewegt wird, der sieht, daß nichts Gutes in ihm ist; er erkennt, das alles, was er bisher getan hat, von Sünde und vom eigenen Ich durchsetzt war. Gleich dem armen Zöllner bleibt er von ferne stehen, wagt auch nicht, seine Augen aufzuheben gen Himmel, und sagt: „Gott, sei mir Sünder gnädig“ (Lukas 18,13), und er empfängt Segen. Der Bußfertige wird Vergebung erlangen; denn Christus ist „Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt“.


      Bezogen auf die ursprünglichen Geschichten und Gedanken zur Vergebung, die Tricky am Anfang beschrieben hat......
      Es ist beim Menschen irgendwie doch anders, wenn er sich befreien muss vom Rachegedanken, dann braucht er etwas Höheres, eine andere Ebene, als das natürliche Gerechtigkeitsgefühl.
      Wenn man sich seiner eigenen Schuldhaftigkeit bewusst ist...egal ob vor Gott bewusst oder unbewusst gefehlt wird, dann hat man gegenüber dem Schuldner schonmal eine ganz andere Haltung.
      Aber auch ein Mensch, der nicht gottgläubig ist, kapiert den psychologischen Akt, dass die Schuld des anderen nicht als unangenehmes Gefühl an einem haften bleiben darf. Man kann das nicht erklären und findet kaum Antworten auf das Handeln von "Tätern". Man findet auch Schuld in der Politik und kann gegen Irrsinn nichts machen.

      Gegenüber Gott ist die ganze Menschheit Täter. Wenn uns schon Ungerechtigkeit beschäftigt, wie muss das erst für Gott sein.
      Man ist auf jeden Fall nicht passiv, wenn man nicht selbst Rache nimmt , sondern auch aktiv.
      Aktiv im Vertrauen darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht.

      Mt 5,6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • freudenboten schrieb:

      Glaube an Jesus oder den "Namen" Jesus beinhaltet IMMER alle Drei.
      Deshalb finde ich den letzten Satz am Ende der Einführung..in der Lektion für diese Woche. (Der (ganz) andere Jesus.)
      Zitat:
      Soviel wir auch über Jesus wissen-letztendlich bleiben er und sein Handeln für uns unbegreiflich. Uns bleibt nur,ihm zu vertrauen und von ihm zu lernen.
    • Ich schreibe mit blau hinein:

      Seele1986 schrieb:




      Dein Modell sagt, soweit ich das verstanden habe:
      der Vater ist allwissend - aber nicht allmächtig und allgegenwärtig, - Der Vater ist sowohl allwissend, als auch allmächtig! Allgegenwärtig ist JHWH nicht, da ER im Himmel gegenwärtig ist! Aber im Heiligen Geist ist ER auch allgegenwärtig!

      der Sohn ist allmächtig - aber nicht allwissend und allgegenwärtig, -:Der Sohn ist allmächtig (---> siehe Mt.28,18!), aber nicht allwissend (Jesus weiß nicht den Tag seiner Wiederkunft! ---> siehe Mk. 13,32!) und auch nicht allgegenwärtig, da Jesus seit seiner Himmelfahrt „zur Rechten Gottes sitzt” (---> siehe Mk 14,62/ Kol 3,1); aber im Heiligen Geist ist Jesus auch allgegenwärtig - ebenso im Abendmahl!

      der Geist ist allgegenwärtig - aber nicht allwissend und allmächtig ... - Der Geist ist allgegenwärtig - ob DER PARAKLETOS allwissend ist (Er also den Tag der Wiederkunft Jesu weiß?!) weiß ich nicht. Vermutlich weiß diesen Tag nur JAHWEH DER VATER! Aber selbstverständlich ist der Geist auch allmächtig, so wirkte er allmächtig bei der Schöpfung (---> siehe Gen.1,2!), bei der Zeugung des EWIGEN GOTTESSOHNES bei der Jungfrauen-Geburt, bei der Taufe Jesu, bei allen Wundern Jesu wirkte der Geist allmächtig mit und auch bei Jesu Auferstehung zeigte sich das allmächtige Wirken des Heiligen Geistes mehr als deutlich!
    • freudenboten schrieb:

      Laut konzentrischen Modell wirken alle Drei ZUSAMMEN, auch in der Genesis1:2.-4.

      freudenboten schrieb:

      Diese Verteilung ist biblisch belegt,
      Nein, diese Verteilung beruht auf Rückschlüssen, die du machst. Belegt ist da gar nichts.
      Im Übrigen machst du das selbe wie Athanasius: du machst aus einem offenbarten Geheimnis ein Persönlichkeitsmodell.
      Der Geist weist auf den Sohn und der Sohn weist auf den Vater, und was dort offenbart wird, ist eine Beziehung, ein Verhältnis und eine Harmonie, keine Verteilung.

      Der Vater erweckt seinen Sohn vom Tode. Weil er der Herr über Leben und Tod ist.
      Später wird dieser Sohn, der Auferstandene, der Johannes auf Patmos erscheint, sagen: Ich bin das Alpha und das Omega, und er hält die Schlüssel des Lebens und des Todes in seiner Hand, weil sein Vater ihm alles unter seine Füße getan hat.

      Rom machte eine Hierarchie daraus, du machst eine Aufgabenverteilung daraus,
      es ist aber von einem Liebesverhältnis die Rede, von Eintracht und Harmonie.
      Man verfehlt, wenn man dies Geheimnis Gottes erfassen will.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Einheit in Vielfalt, auch das ist "in der LIEBE"

      Die Sätze, die Du zitiert hast, stimmen: siehe Genesis 1:2.-4.

      Nirgendwo in der Bibel steht, dass Gott-Vater (allein) allmächtig oder allgegenwärtig sei, nur allwissend.

      Nirgendwo in der Bibel steht, dass der Sohn (allein) allwissend oder allgegenwärtig sei, nur allmächtig.

      Nirgendwo in der Bibel steht, dass der Geist Gottes (allein) allwissend oder allmächtig sei, nur allgegenwärtig.

      Gott ist ein Gott der ORDNUNG. (1. Kor. 14:33.)