Jungfrauengeburt ?

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    • freudenboten schrieb:

      "Heimlich" bedeutete eben KEINEN Scheidebrief, oder doch?
      Richtig, heimlich bedeutet kein Scheidebrief. Ein Scheidebrief war und ist bis heute eine aufwendige Sache; das macht man nicht mal eben so.

      Wenn Josef sie heimlich verlassen hätte, hätte er die Schuld auf sich gezogen: er schwängert sie und macht sich dann aus dem Staub, hätte es dann geheißen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Das Wort ist griechisch, weshalb sollte es den mosaischen Scheidebrief meinen, wenn es nur ein "Eheversprechen/Verlobung" war.
      Josef hätte Maria anzeigen können wegen Hurerei. Aber es ändert nichts, weil Josef Maria liebte und Gottes Wort folgte.

      Weshalb sollte ein Scheidebrief "heimlich", nicht-öffentlich sein?
    • freudenboten schrieb:

      Weshalb sollte ein Scheidebrief "heimlich", nicht-öffentlich sein?
      Ein Scheidebrief geht nicht heimlich. Er muss auf einem bestimmten Rindsleder niedergeschrieben werden und dem Bet Din vorgelegt werden, der es bestätigt.
      Man kann sich im Judentum nicht mal eben so scheiden lassen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • (jewiels apolysai mit biblion apostasiou( -weil apolysai etwa in Matth. 5, 31., 19,7. und Mk. 10,4. ganz klar für den von Mose gestatten Scheidebrief spricht.

      Schon um 1960 habe einige brave, stille Mädchen (die gab es damals noch !) in unserem Sabbartschulkreis gemeint : "Sehr nett, der fromme Mann, der sie nicht in Schande bringen wollte, will sich heimlich davonmachen !" (
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • freudenboten schrieb:

      Bei Josef/Maria war es ein "Grenzfall". Heimlich entlassen, vor der Eheschließung (ohne offiziellen Scheidebrief), wäre die Auflösung der Verlobung im beiderseitigen Einvernehmen. Was würde aber dann aus dem Kind?

      Daher der Auftrag des Engels Gabriel.
      Ja, nach unseren heutigen Verständnissen. Nur: die Verlobung - samt Brautgeld an den Brautvater- war damals von anderer Bedeutung und Gewichtigkeit (siehe 5. Mose 22, 22. - 29.)
      "Verlassen" (Luther) kommt im NT öfter vor, apolysai in Matth. 19 mit dem "biblion apostaseou" (Scheidebrief). So einfach war es vor ein paar Jahrzehnten nicht einmal bei uns, sich aus einer Verlobung "heimlich" davonzumachen (zivilrechtlich: "Kranzelgeld"). Man verkündete sie zunächst mit um teures Geld gedruckten Verlobungsanzeigen, es wurden schon Geschenke und Zuwendungen ausgetauscht (die man im Auflösungsfall zurückfordern konnte).
      "heimlich": Da wollte Joseph (anhr !)eben den ganzen gesellschaftlichen Zirkus (siehe 5.Mose 22 - lebensgefährlich!) vermeiden und sich von Maria ""lathra" zurückziehen. In Vers 20 sagt der Engel ihm, er möge sie ruhig zur gynh (Ehefrau) nehmen - - wobei in Vers 18 Maria schon als mhthr = Mutter Josephs ( ! ) bezeichnet wird, obwohl, es noch nicht erfunden war, dass sie zusammengekommen waren (synerchesthai)

      - letzteres offensichtlich und auch nach Bauer auch "Eheschließung".
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Seele1986 schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Weshalb sollte ein Scheidebrief "heimlich", nicht-öffentlich sein?
      Ein Scheidebrief geht nicht heimlich. Er muss auf einem bestimmten Rindsleder niedergeschrieben werden und dem Bet Din vorgelegt werden, der es bestätigt.Man kann sich im Judentum nicht mal eben so scheiden lassen.
      Na ja,man muss das aber sicher nicht der ganzen Community bekanntmachen - eben sowenig wie die Eheschließung, das synerchesthai. Trotz des be uns kirchlich und standesamtlich vorgeschriebenen "öffentlichen" Aufgebotes kann man dieses auch "vernebeln" oder hinausposaunen. Der bürgerliche k.&.k.General Galgoczy ließ zu seinem - von der Kanzel zu verkündigenden - Aufgebot einer späten Hochzeit drei Ulanen in die leere Kirche kommandieren - welche nur "Bahnhof" verstanden.

      Und zum Beth Din wird man doch noch durch die Hintertür kommen können und Stillschweigen vereinbaren - - Das ist ja kein Ostracismus !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      Na ja,man muss das aber sicher nicht der ganzen Community bekanntmachen -
      Ich denke, du kannst die Tage an deinen beiden Händen abzählen, die es dauern wird, bis das die Runde gemacht hat.
      Wir reden hier von einer schwangeren israelitischen Frau.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Dass sie sich trenen, - apolysai rechtmässig,mit Schheidebrief - biblion apostasiou - wäre m itoder ohne Tamtam gegangen, sich mehr oderweniger schnell herumsprechend (baer :die Fremden in Bethlehem?) Und ob die Velobten mit oder ohne synerchensthai - mit oder ohne Neugeborenes nach Nazareth zurückgekommen wären - ichweiss ncht, ob man dort den Gemeindeausschuss zusammengrufenn und auf einer Heimtrauung mit "Korrigierender Seelsorge" bestanden hätte. eineHochzeit wie die zu Kana konntesich das Paar sowieson nich leisten -und in 2. .Mose 22, 15 sowie 5.,Mose 22,,28., 29. gibt bman es billiger .
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • DonDomi schrieb:

      Hi

      Die Tatsache, dass Josef Maria verlassen wollte, deuten darauf hin, dass er nicht der leibliche Vater Jesu ist.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
      WIr lesen so darüber hinweg,aber machen wir uns je bewusst, was in Maria vorging, als sie Joseph die Schwangerschaft gestand Was bei ihren ersten Worten in Joseph vorging ? WIwe um die Chance, der Vater des Erstgeborenen gebracht zu werden, gebracht wurde ? (Pinchas Lapide weis auf dies tiefe Demütigung eines Israeliten hin !) - Dass er die Verbindung legal - apolysai - lösen wollte und zunächst nicht nach den Richtern im Tore rief ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      Dass sie sich trenen, - apolysai rechtmässig,mit Schheidebrief - biblion apostasiou - wäre m itoder ohne Tamtam gegangen, sich mehr oderweniger schnell herumsprechend (baer :die Fremden in Bethlehem?) Und ob die Velobten mit oder ohne synerchensthai - mit oder ohne Neugeborenes nach Nazareth zurückgekommen wären - ichweiss ncht, ob man dort den Gemeindeausschuss zusammengrufenn und auf einer Heimtrauung mit "Korrigierender Seelsorge" bestanden hätte. eineHochzeit wie die zu Kana konntesich das Paar sowieson nich leisten -und in 2. .Mose 22, 15 sowie 5.,Mose 22,,28., 29. gibt bman es billiger .
      Ich weiss nicht genau, was Du damit sagen willst. Aber ich erlaube mir mal ein paar Gedanken meinerseits Kund zu tun.
      Ich könnte mir gut vorstellen, dass es nichts Aussergewöhnliches war, dass Frauen damals sehr jung, wie heute in vielen 3. Welt Ländern auch noch, schwanger wurden und man den Erzeuger dann heiratete resp. heiraten musste. Wenn also Josef der leibliche Vater von Jesus wäre, so hätte er nie über das Verlassen nachdenken müssen. Immerhin waren sie ein Paar und es wäre nichts als normal gewesen, wenn die Freundin, in dem Fall Maria, von ihm schwanger geworden wäre. Ob er sich eine Hochzeit hätte leisten können oder nicht, tut wenig zur Sache, ich kann mir gut vorstellen, dass sich die meisten keine grosse Hochzeit leisten konnten. Man sieht in den ersten paar Wochen einer Frau sowieso kaum an, wenn sie schwanger ist, von dem her, wäre das ein völlig normaler Akt gewesen. Daher darf man getrost darauf schliessen, dass Josef nicht der leibliche Vater von Jesus ist. Versuche mal dich in die Lage von Josef zu versetzen: Er hat eine Freundin, die er liebt und sie teilt ihm mit, sie sei schwanger und Josef weiss genau, dass er nicht der Vater sein kann. Das Vertrauen ist doch dahin und die persönliche Schmach muss enorm sein. Wer würde da nicht daran denken, dass er seine Freundin dafür verlässt. Noch ungeheuerlich wird es, wenn einem die Freundin mitteilt, sie sei vom Heiligen Geist schwanger geworden. All diese Gedankengänge bewegen mich dazu zu glauben, dass Jesus nicht von einem Menschen gezeugt wurde.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Das, DonnDomin, habe ich im Post 34 schon angesprochen : Man vergegenwärtige sich diese gespannte situatiojn zwischen den beiden : Was wird er sagen , wie wird sie reagieren ??

      Das habe ich einmal anlässlich einer Weihnachtspredigt unter dem Titel "Die Passion der kleine Leute" der Gemeinde ins Bewusstsein gerufen : Da brach doch schlagartuig zunächsteinmal alles an Träumen der gemeinsamen Zukunft zusammen!
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • DonDomi schrieb:

      Versuche mal dich in die Lage von Josef zu versetzen: Er hat eine Freundin, die er liebt und sie teilt ihm mit, sie sei schwanger und Josef weiss genau, dass er nicht der Vater sein kann. Das Vertrauen ist doch dahin und die persönliche Schmach muss enorm sein. Wer würde da nicht daran denken, dass er seine Freundin dafür verlässt. Noch ungeheuerlich wird es, wenn einem die Freundin mitteilt, sie sei vom Heiligen Geist schwanger geworden. All diese Gedankengänge bewegen mich dazu zu glauben, dass Jesus nicht von einem Menschen gezeugt wurde.
      So ist es! Weil der menschliche Verstand des Josef von Nazareth dies nicht fassen konnte, war es daher notwendig dass Gott dem Josef im Traum durch einen Engel mitteilte, was geschehen war und dass er seine Verlobte = Ehefrau (denn mit der Verlobung war man im Judentum quasi bereits "verheiratet"!) Maria von Nazareth nicht verlassen sollte!

      Siehe die Bibelübersetzung "Die Gute Nachricht - Bibel in heutigem Deutsch": Matthäus 1, 18ff.(- 25)
      18 Mit der Zeugung von Jesus Christus verhielt es sich so: Seine Mutter Maria war mit Josef schon rechtsgültig verheiratet,4 aber sie hatten die Ehe noch nicht vollzogen. Da stellte sich heraus, dass Maria ein Kind erwartete – durch die Wirkung des Heiligen Geistes.
      19 Josef, ihr Mann, war großmütig5 und wollte sie nicht vor Gericht bringen. Deshalb hatte er vor, sich stillschweigend von ihr zu trennen.
      20 Während er noch hin und her überlegte, erschien ihm im Traum der Engel des Herrn und sagte zu ihm: »Josef, du Nachkomme Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen! Denn das Kind, das sie erwartet, kommt vom Geist Gottes.
      21 Sie wird einen Sohn zur Welt bringen; den sollst du Jesus nennen. Denn er wird sein Volk von aller Schuld befreien.«6
      22 Dies alles geschah, damit in Erfüllung ging, was der Herr durch den Propheten angekündigt hatte:7
      23 »Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den werden sie Immanuël nennen.« Der Name bedeutet: »Gott steht uns bei«.
      24 Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
      25 Er hatte aber keinen ehelichen Verkehr mit ihr, bis sie ihren Sohn geboren hatte. Und er gab ihm den Namen Jesus.

      4: rechtsgültig verheiratet: wörtlich verlobt.
      5: Wörtlich gerecht. Der Begriff schließt Verantwortung für den Mitmenschen, Liebe und Barmherzigkeit ein; siehe Sacherklärung »«.
      6: Zur Bedeutung des Namens Jesus siehe die Sacherklärung »«.
      7: Unter Voranstellung dieses oder eines ähnlichen Satzes wird Matthäus immer wieder alttestamentliche Stellen zitieren, die er in Jesus Christus erfüllt sieht (»Erfüllungszitate«; vgl. 2,15-18.23; 4,15-16; 8,17; 12,18-21; 13,35; 21,5; 27,9-10).