10 Gebote

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die 10 Gebote haben eine solch ethische Kraft, dass sie über Israel hinaus gehen!

      Ursprünglich natürlich schon! -----> Und doch haben die 10 Gebote eine solch ethische Kraft, dass sie über Israel hinaus - so ist jedenfalls meine Meinung - gelten und für die gesamte Menschheit die sittliche Grundlage des Handelns sein sollten!
      Jesus hat ja m.E. die 10 Gebote bestätigt, ja diese in seiner Bergpredigt noch »sittlich verschärft«! (schon der „lüstene Blick”, der „böse Gedanke” verstosse gegen die 10 Gebote!)

      In der evangelischen Theologie wird bis heute darüber gestritten, ob mit Jesus bzw. v.a. mit Paulus die 10 Gebote abgetan seien.
      Luther verteidigte die Gültigkeit der 10 Gebote als auch für die Christenheit nachwievor geltend! *** Im »Doppelgebot der Liebe« („Gott lieben von ganzem Herzen und mit ganzer Seele und seinen Nächsten wie sich selbst!”) fasst Jesus die beiden Tafeln des Dekalogs quasi in einem Satz zusammen bzw. erklärt damit den Sinn dieser ewig gültigen 10 Gebote!

      PS: Gerade wegen dem 4. Gebot („Du sollst den Sabbat-Tag heiligen!”) argumentieren ja die Siebenten-Tags-Adventisten damit, dass alle 10 Gebote auch heute für die Christenheit gelten; denn das Sabbatgebot habe Gott schon nach bzw. bei der Schöpfung angeordnet (laut Gen. 1.Mose 2,3 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile) - gelte also nicht nur für Israel, sondern bereits der ganzen Menschheit! ----> Dies ist mMn. ein starkes biblisches Argument dafür, dass auch wir Christen auch den Sabbat heiligen sollten.

      *** Luther hat aber die Formulierung „Du sollst den Sabbat-Tag heiligen!” im katholischen Sinne in „Du sollst den Feiertag heiligen!” ersetzt! ---> Die Gültigkeit des Sabbatgebots hatte Luther noch nicht erkannt bzw. erkennen können, das haben erst 300 Jahre später die Adventisten als biblische Lehre wieder entdeckt!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Einerseits wude es den Israeliten gegeben, aber es gab ja die Möglichkeit, sich der Nation Israel anzuschließen. Rahab und Ruth waren ursprünglich keine Israelitinnen, heirateten aber ein. Es ist also keine Frage des Blutes. Das Mischvolk, das mit Israel aus Ägypten zog, hatte zwar kein Stammeserbe, aber es durfte trotzdem mit ihnen leben und von ihnen profitieren. Viele von ihnen waren Arme, Elende und Waisen. Für Leute ohne festen Grundbesitz, das Gott nach Stämmen zuteilen ließ, gelten natürlich andere Maßstäbe, als für Eigentumslose. Damit der Willkür nicht Tür und Tor geöffnet wurde, hat Gott das Beziehungsverhältnis zwischen Eigentümern und Besitzlosen klar geregelt. Die Eigentümer waren verpflichtet, die Besitzlosen mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen und konnten sie auch in ihre Dienste nehmen. Ein Dienstverhältnis war aber nicht die Bedingung für die Versorgung. Entgegen dem protestantischen Arbeitsethos galt hier nicht "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.", denn wer nicht isst, kann auch nicht arbeiten und verhungert. Die Grundversorgung gilt als Voraussetzung für die Arbeitsleistung. Die Erben der Landteile waren diesbezüglich natürlich von Grund auf in der vorteilhafteren Position, und das keineswegs, weil sie dafür irgendeine Vorleistung erbrachten haben, mit der sie sich dieses Recht und diese Gunst verdient hätten.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Die Zehn Gebote sind die Grundethik Gottes, ausgehend vom Volk Israel für alle Welt.
      Es war der Elementarstandard für das Volk.
      "Teile mit dem Hungrigen dein Brot" oder "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" steht dort nicht drin.

      Zuweilen wird ja die zweite Tafel mit Geboten wie "du sollst nicht töten/ morden", "du sollst nicht nehmen deines Nächsten Hab und Gut", "du sollst nicht falsches Zeugnis wider deinen Nächsten geben" mit der Nächstenliebe identisch gesetzt;
      die erste Tafel ist in dieser Logik "Gottesliebe" und die zweite Tafel "Nächstenliebe".
      Ich denke nicht, dass dem so ist.

      Als Jesus gefragt wird, welches das höchste Gebot ist, zitiert er nicht die Gesetzestafeln,
      sondern ja vielmehr das Glaubensbekenntnis Israels:
      Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, mit ganzer Seele, mit ganzem Gemüte und mit aller Kraft,
      und - dem gleich - Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
      Daran hangen das Gesetz und alle Propheten.

      Die Gesetzestafeln sind nicht = Gottesliebe & Nächstenliebe.
      Sie sind die Grundethik, das Mindestmaß.
      Der Glaube ist ein Geschöpf des Wortes.
      Das Wort ist der Sohn Gottes.
    • Seele1986 schrieb:

      Die Zehn Gebote sind die Grundethik Gottes, ausgehend vom Volk Israel für alle Welt.


      Es war der Elementarstandard für das Volk.
      "Teile mit dem Hungrigen dein Brot" oder "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" steht dort nicht drin.

      Zuweilen wird ja die zweite Tafel mit Geboten wie "du sollst nicht töten/ morden", "du sollst nicht nehmen deines Nächsten Hab und Gut", "du sollst nicht falsches Zeugnis wider deinen Nächsten geben" mit der Nächstenliebe identisch gesetzt;
      die erste Tafel ist in dieser Logik "Gottesliebe" und die zweite Tafel "Nächstenliebe". Anm. von mir: Sehe ich so!

      Ich denke nicht, dass dem so ist.

      Als Jesus gefragt wird, welches das höchste Gebot ist, zitiert er nicht die Gesetzestafeln,
      sondern ja vielmehr das Glaubensbekenntnis Israels:
      Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, mit ganzer Seele, mit ganzem Gemüte und mit aller Kraft,
      und - dem gleich - Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
      Daran hangen das Gesetz und alle Propheten.


      Die Gesetzestafeln sind nicht = Gottesliebe & Nächstenliebe.
      Sie sind die Grundethik, das Mindestmaß.
      Meiner Meinung nach stehen die Gesetzestafeln der 10 Gebote schon auch für Gottesliebe & Nächstenliebe.
      Es steht zwar ausdrücklich nicht drinnen "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - (das steht im Buch Levitikus= 3. Mose) - da hast Du schon Recht! - aber man kann doch wohl schon sagen: „Wer seinen Mitmenschen nicht tötet, ihn nicht bestiehlt, ihn nicht anlügt, ihm nicht neidisch ist" der handelt doch nach dem Grundsatz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - oder etwa nicht?
    • Die 10 Gebote geben Hinweise darauf, wie man die beiden Gebote Jesu auffassen soll. Sie sind aber wie alle Gesetze nie so allumfassend wie die Gebote Jesu, vor allem appelieren sie viel weniger an die Herzenseinstellung. Es sind letzten Endes Geobte, die den Juden und der Menschheit das etwas abstrakte Verständnis Gottes aufzeigen. Man kann daher lange über diese Gebote debattieren, man wird jedoch nie an die universellen Liebesgebote Jesu hinkommen, diese gehen viel weiter und sind deswegen auch viel wichtiger.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Lieber Marco,

      ich kann mich Seele1986 nur anschließen. Ich sehe die 10 Gebote auch als ein gutes "Mindestmaß. Man könnte sagen, sie sind eine konzentrierte Form der Offenbarung Gottes an Moses. Viele, darunter zähle ich mich auch, interpretieren die 10 Gebote im Sinne der Worte Jesu, wie Seele1986 schon sagte: "Als Jesus gefragt wird, welches das höchste Gebot ist, zitiert er nicht die Gesetzestafeln,sondern ja vielmehr das Glaubensbekenntnis Israels:" Im neuen Testament, vor allem bei einigen Worten des Paulus kann man den Eindruck gewinnen, dass es so sei, als ob die Gebote "aufgehoben" wären. Meine persönliche Meinung ist, dass sie nicht aufgehoben im Sinne von "ungültig" wurden. Ich glaube, mit "aufgehoben" meint Paulus, dass es mit dem Kreuzestod und der Auferstehung Jesus nicht mehr geboten ist, diese aus eigener menschlichen Anstrengung zu halten, und das das Halten der Gebote nicht darüber entscheidet, ob ein Mensch "gerettet" ist oder wo ein Mensch die Ewigkeit nach seinem Tod verbringen wird. Wir sind nicht mehr aus dem Halten der Gebote "gerechtfertigt", sondern alleinig durch das Werk Jesu am Kreuz. Die Gebote erfüllen sich in und durch die Liebe, die Jesus uns gibt, nicht mehr aus eigener menschlichen Anstrengung, sondern durch eine gelebte, aktive Gottesbeziehung. In dieser Beziehung entwickelt sich Liebe von selbst, und diese Liebe ist es, die in Freiheit nicht durch Zwang die Gebote erfüllen möchte. Liebe kann man nicht erzwingen, genauso wenig wie man sich zwingen kann Gott zu lieben - Die Gesetze erfüllen sich quasi durch Freiheit, nicht aus "Zwang" oder "Muss", sondern in und durch Liebe. Wenn Du einen Menschen liebst, dann möchtest Du ihm ja nicht schaden...
    • Norbert Chmelar schrieb:

      aber man kann doch wohl schon sagen: „Wer seinen Mitmenschen nicht tötet, ihn nicht bestiehlt, ihn nicht anlügt, ihm nicht neidisch ist" der handelt doch nach dem Grundsatz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - oder etwa nicht?

      Das sind die einfacheren Dinge, die die man einfach sein lassen kann.
      Die anderen sind die, bei denen man aktiv werden müßte. Z.B. jemandem helfen, der in Not ist.
      Du möchtest doch sicher auch, daß dir geholfen wird, wenn du in Not bist?
    • Ein ständiger Kampf ... !

      James Gabriel schrieb:

      Im neuen Testament, vor allem bei einigen Worten des Paulus kann man den Eindruck gewinnen, dass es so sei, als ob die Gebote "aufgehoben" wären.
      Da hast Du vollkommen Recht! ---> Und das macht deshalb die Paulusbriefe auch oft kompliziert und nicht einfach, was schon der Apostel Petrus so sah.
      Um "klarer zu sehen" sollte man daher zwischen Sittengesetz/Moralgesetz (= die 10 Gebote) und Zeremonialgesetz (Beschneidung, Opfergesetze (= Tieropfern) und sonstige ATliche typisch jüdische Gesetze) unterscheiden! Ersteres = ewig gültig! / Letzteres = durch Jesu Tod aufgehoben und daher nur zeitlich bedingt gültig gewesen! = Gültig bis zum Kommen des Gottessohnes!

      Im übrigen stimme ich dem zu was Du gesagt hast:

      James Gabriel schrieb:

      Meine persönliche Meinung ist, dass sie nicht aufgehoben im Sinne von "ungültig" wurden. Ich glaube, mit "aufgehoben" meint Paulus, dass es mit dem Kreuzestod und der Auferstehung Jesus nicht mehr geboten ist, diese aus eigener menschlichen Anstrengung zu halten, und dass das Halten der Gebote nicht darüber entscheiden, wo ein Mensch die Ewigkeit nach seinem Tod verbringen wird.

      Die Gebote erfüllen sich in und durch die Liebe, die Jesus uns gibt
      Die 10 Gebote, welche wir leider immer mal wieder übertreten, und daher nicht in der Lage sind sie zu halten, sind uns wie ein Spiegel in welchen wir hineinsehen und unsere Unvollkommenheit und Erlösungsbedürftigkeit erkennen können!
      Weil aber Jesus uns liebt, vergibt er uns immer wieder gern, wenn es uns von ganzem Herzen leid tut, dass wir wieder gegen Gottes Ordnung verstossen haben! So lange wir leben ist dies ein ständiger Kampf zwischen der in uns wohnenden Sünde (---> siehe Römer 7,17ff.) und dem Bestreben dem Willen Jesu nachzueifern, der ja gesagt hatte: „Geh hin und sündige hinfort nicht mehr!”

      Beitrag von Jacob der Suchende ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Norbert Chmelar schrieb:

      aber man kann doch wohl schon sagen: „Wer seinen Mitmenschen nicht tötet, ihn nicht bestiehlt, ihn nicht anlügt, ihm nicht neidisch ist" der handelt doch nach dem Grundsatz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - oder etwa nicht?
      Es sind Unterlassungsgebote: "Du sollst/ wirst nicht ..."
      Sie sollen das Zusammenleben im Stamm, in der Sippe, im Volk und im Staat regeln.
      Damit verbunden war im Volk Israel noch mit der ersten Tafel die Religion: Hier bei uns ehrt man nur den einen wahren Gott!
      Eine Trennung von Religion und Gesellschaft, wie das heute verfasst ist, war undenkbar.

      Der ethische Standard offenbart dem Menschen seine Verfehlung: "Durch das Gesetz kommt die Erkenntnis der Sünde"
      In Zaum halten und Nächstenliebe ist etwas vollkommen anderes.
      Natürlich hat Gott dies aus Liebe gestiftet, damit alle gut zusammenleben können. Aber gleichzusetzen ist es nicht.
      Der Glaube ist ein Geschöpf des Wortes.
      Das Wort ist der Sohn Gottes.
    • Seele1986 schrieb:

      Die Gesetzestafeln sind nicht = Gottesliebe & Nächstenliebe.
      Sie sind die Grundethik, das Mindestmaß.
      Römer 13,8 Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.
      9 Denn das: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren", und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
      10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe.

      Wenn die Zehn Gebote nicht das Liebesgebot verkörpern, Jesus aber die Liebe das höchste Gebot nennt, warum befanden sich gerade die Zehn Gebote in dem Allerheiligsten der Stiftshütte, geschrieben von Gott selbst?

      Gott hat alle Welten auf dem Prinzip der Liebe geschaffen. In einer gefallenen Welt, die ihren Schöpfer und das universale Prinzip nicht mehr kannte, musste wieder gelernt werden, was Liebe bedeutet. Gott gab am Sinai nicht bloß eine Sammlung judischer/christlicher Ethik, sondern offenbarte Seinen Charakter: die Zehn Gebote sind ein sichtbarer Ausdruck der Liebe.

      Jesus legte in die Zehn Gebote nicht einen völlig neuen Sinn hinein, den es vorher nicht gab. Jesus machte deutlich, dass das wirkliche Einhalten der Zehn Gebote nicht eine Formsache ist, sondern tief aus dem Herzen eines Neugeborenen kommt, dem die Gebote ins Herz geschrieben sind. Nur wer wirklich liebt, wird fähig sein, dem Nächsten kein böses Wort zu sagen (Du sollst nicht töten). Umgekehrt bedeutet das Gebot "nicht töten" : liebe deinen Nächsten.

      Die Zehn Gebote machen zugleich sehr deutlich, dass es sinnlos ist, die Quelle der Liebe (Jesus) gering zu schätzen und gleichzeitig versuchen, die Gebote einzuhalten. Das wird nur im Pharisäertum enden - in einer Welt voll christlicher Ethik, wo aber das Herz davon weit entfernt ist.

      Ohne Jesus können wir kein Gebot halten. Mit Jesus lebt das Gebot in unserem Herz.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • freudenboten schrieb:

      Die 10 Worte Ex. 20/Deut. 5 für sich sind Verheißungen.
      Ja, weil der Rechtschaffene Gottes Sohn ist. Das ist die Verheißung.

      freudenboten schrieb:

      Erst durchs Übertreten kommt die Sünde/Strafe
      Ja, sagte ich. Das Gesetz offenbart die Sünde.
      Kein Gesetz, keine Übertretung, keine Sünde.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Wenn die Zehn Gebote nicht das Liebesgebot verkörpern, Jesus aber die Liebe das höchste Gebot nennt, warum befanden sich gerade die Zehn Gebote in dem Allerheiligsten der Stiftshütte, geschrieben von Gott selbst?
      Weil das so geboten war und weil dieses Gesetz heilig ist.
      Der ethische Maßstab ist im Allerheiligsten untergebracht.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Gott gab am Sinai nicht bloß eine Sammlung judischer/christlicher Ethik, sondern offenbarte Seinen Charakter:
      Natürlich offenbart das seinen Charakter. Wer sagte etwas dagegen?

      Jacob der Suchende schrieb:

      die Zehn Gebote sind ein sichtbarer Ausdruck der Liebe.
      Die Liebe erfüllt alles Gesetz.
      Die Zehn Gebote sind vielmehr sichtbarer Ausdruck von Gottes Maßstab.
      Das dies auch seinen Charakter offenbart und aus Liebe geschah, ist vollkommen richtig. Wurde aber ja auch gesagt.
      Es ist eine Heilsgeschichte.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Jesus legte in die Zehn Gebote nicht einen völlig neuen Sinn hinein, den es vorher nicht gab.
      Ne. Sagte auch niemand.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Die Zehn Gebote machen zugleich sehr deutlich, dass es sinnlos ist, die Quelle der Liebe (Jesus) gering zu schätzen und gleichzeitig versuchen, die Gebote einzuhalten.
      Nein, das macht die Bergpredigt deutlich. Die Zehn Gebote machen das selbst nicht deutlich.
      Die Zehn Gebote sind die Zehn Gebote. Die stehen da niedergeschrieben; die machen selbst noch gar nichts deutlich, außer die Übertretung und damit die Erkenntnis der Sünde.
      Der Glaube ist ein Geschöpf des Wortes.
      Das Wort ist der Sohn Gottes.
    • Seele1986 schrieb:

      Die stehen da niedergeschrieben; die machen selbst noch gar nichts deutlich, außer die Übertretung und damit die Erkenntnis der Sünde.
      Ja, da bin ich ganz bei Dir. Sie wurden gegeben, um uns zu überführen. Sie sollen uns überzeugen, dass wir tatsächlich Sünder sind: "Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde" (Römer 3,20). Man braucht eine gerade Linie, um eine krumme Linie zu entlarven. Die Gebote sind Gottes gerade Linie, man stellt sich daneben und sieht, wie krumm man selbst ist. So gesehen, ist das Gebot auch ein ersterer Schritt auf dem Weg zur Errettung, weil der Weg "im neuen Bund" direkt zum Kreuz (über)führt. Man könnte sagen, die Gebote sind wie ein Spiegel, man sieht Schmutz, aber er wäscht den Schmutz nicht weg.

      Jesus fasste wie Du schon gesagt hast, die 10. Gebote zusammen, als Er sagte: "Gott über alles lieben und unseren Nächsten wie uns selbst." Niemand außer Jesus, hat dieses "Gebot" je gehalten.
    • Letztlich ist jedes Gesetz zwecks des Übertreters da.
      Oder hast du schonmal eine Belohnung bekommen, weil du bei Rot gehalten hast?

      Im Gesetz Israels erkennt man zahlreiche Gebote, die aus der Lebensrealität heraus entstanden sind:
      "Wenn ein Rind eine schwangere Frau stößt und ihr geht ihre Frucht nicht verloren ..."
      "Wenn ein Rind aber eine schwangere Frau stößt und ihr geht die Frucht verloren ..."
      "Wenn zwei sich raufen und dabei wird einem dritten der Zahn ausgeschlagen ...", usw.
      Das sind Sachen, die wurden niedergeschrieben, weil sowas passiert ist. Im Prinzip hat Israel das erste umfängliche Rechtssystem entwickelt.

      Die Zehn Gebote sind keine solchen Gesetze, sondern göttliche Ethik und Grundlage.
      Wenn diese Basis nicht da ist, braucht man über alles andere gar nicht erst sprechen.
      Man sieht, wo es hinführt, wenn diese Ethik nicht die Basis ist, sondern es dem Ermessen und der Willkür von Herrschern anheimgestellt ist, über das Recht zu verfügen.
      Der Glaube ist ein Geschöpf des Wortes.
      Das Wort ist der Sohn Gottes.
    • Seele1986 schrieb:

      Oder hast du schon mal eine Belohnung bekommen, weil du bei Rot gehalten hast?
      Ja, ich durfte am Leben bleiben, weil mich kein Auto bei der Ampelkreuzung über den Haufen fahren konnte.
      Deine Frage war 'ne Steilvorlage. :P

      Seele1986 schrieb:

      Im Prinzip hat Israel das erste umfängliche Rechtssystem entwickelt.
      Ja, der Ausschnitt aus 2. Mose 21 zum Beispiel trägt es gut erkennbar im Namen: Zivilrecht, Sklavenrecht, Todestrafe. Die 10 Gebote quasi eine Einleitung zu dem eigentlichen Gesetz, zum Rechtssystem, dass Zivilrecht, genauso wie Verordnungen für die Priester enthält oder "Hygiene-Gesetze". Mose schließt für den "Bündnispartner Israel" als Vertreter des Volkes mit dem Gesetzgeber Gott einen Vertrag, mit einem gültigen Rechtssystem. Jesus hat einen neuen Bund geschaffen, der Alte bleibt davon unberührt, weil er sich auch nicht durch Jesus reformieren kann. Der Neue Bund sollte den Alten Bund ersetzen. Die 10 Gebote bleiben davon unberührt - Warum? ,Es sind moralische Grundwerte.

      Meinst Du, dass man das blaue Ibiza auf Ibiza auch moralisch verwerflich fand?
      Warum halten die Brasilianer genauso wie die entlegensten Eskimo-Völker Diebstahl für eine moralisch-verwerfliche Tatsache?
      Warum verkloppen die Hindus nicht die Buddhisten, weil es. o.k. für sie ist - Sie haben ja nix mit dem Alten Bund am Hut.
      Durfte Israel vor dem Bündnis lügen, stehlen, töten, weil es (noch) nicht in einem Text geschrieben steht?

      Moralische Grundwerte sind ja nicht durch irgendeinen Bund, Religion, Kultur, Sprache, etc... aufgehoben, diese gelten für alle Menschen, unabhängig von irgendwelchen Bündnissen, unabhängig von Kultur, Sprache oder Herkunft. Dadurch haben die Menschen Erkenntnis von den grundsätzlichen moralischen Werten und sind mit ihrem Gewissen verantwortlich für ihr Handeln. Gemäß dem eigenen Wissen und Gewissen wird Gott die Menschen richten, unabhängig davon, ob sie die Bibel als ihren Maßstab anerkannt haben oder nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Historisch gesehen wurde der Bund von Ex. 19/20 durch Jesus fortgesetzt und erweitert. Der Opferbund Ex. 24 rituelle Beschneidung sowie die Landes-/Staatsgesetze sind durch Jesus beendet. (Daniel 9)

      Der neue Bund ist KEINE ERSETZUNG für den vorigen.
      Das gilt für alle Erlösungsbündnisse von Adam an.