Was ist Wahrheit?

  • Es stimmt: Wahrheit besteht in einer Person. Diese Person bedeutet die Beziehung zu Gott, denn er ist der Sohn.


    Bei der Eingangsfrage ging es aber tatsächlich um den Wahrheitsbegriff, den wir ständig verwenden und die Frage: Was ist das eigentlich? Wie Pilatus Jesus das auch fragt: Was ist Wahrheit? (Wenn du sagst, du seist gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis zu geben)

    Es ist eine philosophische Frage, die Pilatus als Römer stellt. Und von dorther verwenden wir auch meistens den Begriff: Wir haben das richtige Verständnis der Dinge (attraktiv ist das eigentlich nur, wenn andere das nicht haben).


    Von der Wahrheit, die in der Person Jesu liegt, hört man vergleichsweise wenig in der Christenheit (ich mein jetzt nicht die ständige Wiederholung des Satzes, Jesus ist die Wahrheit! Das hört man natürlich ständig)

  • Von der Wahrheit, die in der Person Jesu liegt, hört man vergleichsweise wenig in der Christenheit

    Außerhalb der Christenheit gar nicht.


    So einfach ist das auch nicht.

    In der Bibel taucht Wahrheit nicht nur bezüglich der Person Christi auf, sondern beispielweise als Gegensatz von Lüge.


    Hier im Thema wurde schon viel zum Thema Wahrheit gesagt, auch sehr Tiefsinniges. Gleich zu Beginn im 7. Beitrag tauchte die Frage auf, welche Wahrheit brauchen wir? Müssen wir anderen Menschen die Wahrheit immer unbedingt vor den Kopf hauen?


    Wahrheit ist ein Wert, der in Verruf gekommen ist und mit Intoleranz verknüpft wird.
    Wer sich mit seinen Thesen auf Wahrheit beruft und nicht schön brav die Ich-Form benutzt, "ich sehe das so"..., muss sich nicht über diesen Vorwurf wunderen. Dabei hat Gleichgültigkeit doch gar nichts mit Toleranz zu tun.


    Und trotzdem ist Wahrheit (wenn auch unausgesprochen/unreflektiert) nach wie vor ein sehr hoher Wert. Man merkt es an Parolen wie "Lügenpresse", die Entrüstung ausdrücken. Der Mensch will nicht belogen und damit betrogen werden. Der Mensch will die Wahrheit. Na ja, jedenfalls für sich selbst. Es gäbe schließlich keine Lüge..., wenn wir Menschen uns immer wünschen würden, dass dies auch für alle anderen gilt.


    Und offensichtlich ist Wahrheit nicht nur ein ideeller Wert, sondern etwas, was wir in ganz verschiedenen Kontexten immer wieder unbedingt brauchen:

    Wenn ich ein Haus bauen will, dann brauche ich niemanden, der das schön redet, sondern einen Sachverständigen, der mir sagen kann und will, was tatsächlich auf mich zukommt. Ich brauche die Wahrheit, Informationen, auf die ich bauen kann.

  • und da er Wahrheit in Person ist, kann ich auf Jesus bauen, mich voll und ganz auf ihn verlassen.

    Steht heute bei uns in der Lektion unter "Das ewige Leben"

    Hat aber sicher mit "Wahrheit" zu tun...

    1.Joh.5,12

    1 Joh 5,12 Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.

    Was meint Johannes mit hat..?

    Wie können wir IHN haben, wer er beim Vater ist?

    Was ist Wahr oder die Wahrheit?

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Was meint Johannes mit hat..?

    Das griechische Wort, das hier mit „hat“ übersetzt wurde, bedeutet auch bewahren und tragen. Tragen im Sinne von Kleidung, Christus anziehen.


    Wer den Sohn bewahrt, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht bewahrt, bewahrt das Leben nicht. (1. Joh 5,12)


    Zum Verständnis:


    Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben bewahrt in seinem Namen. (Joh 20,31)


    Abgelegt habe ich das Gewand des Friedens, angezogen das Bußkleid meines Flehens. Zum Ewigen will ich rufen, solange ich lebe. (Baruch 4,20)


    Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. (GAL 3,27)


    und habt den neuen Menschen angezogen, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen. (Kol 3,10)

    Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, den ihr als Siegel empfangen habt für den Tag der Erlösung! (Eph 4,30)

  • Das griechische Wort, das hier mit „hat“ übersetzt wurde, bedeutet auch bewahren und tragen. Tragen im Sinne von Kleidung, Christus anziehen.

    Danke für die Erklärung!

    Ich würde sogar so verstehen...das Haus renovieren,ein "Raum" vorbereiten in dem der HL.Geist wohnen und wirken kann...

    Aber wie passt dieser Bibelvers aus den Apokryphen dazu, das eine Gefangeschaft beschreibt!? (als Beispiel ok!)

    Abgelegt habe ich das Gewand des Friedens, angezogen das Bußkleid meines Flehens. Zum Ewigen will ich rufen, solange ich lebe. (Baruch 4,20)

    Die Übersetzung die in meiner Bibel steht und im Zusammenhang das aussagt:

    Baruch 4

    19 Zieht hin, liebe Kinder, zieht hin! Ich aber bin verlassen und einsam.

    20 Ich habe mein Freudenkleid ausgezogen und das Trauerkleid angezogen; ich will zu dem Ewigen schreien, solange ich lebe.

    21 Seid getrost, Kinder! Schreit zu Gott, so wird er euch aus der Gewalt und Hand der Feinde reißen.


    Da hat einer angepasst...


    Was hat uns Jesus zugesagt?

    Joh.16

    31 Jesus antwortete ihnen: Glaubt ihr jetzt?

    32 Siehe, es kommt die Stunde und ist gekommen, dass ihr euch zerstreuen werdet, ein jeder in seine Heimat und mich allein lassen werdet; doch ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.

    33 Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

    Einmal editiert, zuletzt von Bogi111 ()

  • Ich verstehe unter Wahrheit den Grad der Übereinstimmung zwischen unserer Vorstellung und der zugrundeliegenden Realität.

    ... was wäre dann, wenn die 'Realität' eine Frage des Glaubens wäre?

    Für mich ist Realität das, was auch dann da wäre, wenn es keine Menschen (mehr) gäbe. Also völlig unabhängig von menschlichen Glaubens- oder sonstigen Vorstellungen.

    ... dann wäre aber Wahrheit für Dich nicht erfassbar, weil Du die 'zugrundeliegende Realität' nicht wirklich erkennen könntest ...

  • Ich würde es so sehen: Wer Jesus Christus als seinen HERRN und Heiland aufgenommen und im Glauben an IHN [Iesous (griech.) = Jehoschua (aram./hebr.) = Jesus (latinisiertes Griechisch) – Heiland – Nazarener] angenommen hat, der hat das (EWIGE!) Leben! ----> siehe auch Johannes 3,16!


    Zur Frage: »Wie können wir IHN haben, wenn er beim Vater ist?« antworte ich so: Wir Christen können Jesus bei uns haben durch den Heiligen Geist, der bei uns ist seit dem ersten Pfingstfest! Dieser göttliche Heilige Geist will uns Jesus Christus gross machen! Und Christus selbst verwendet sich seit seiner Himmelfahrt für uns beim Vater als unser himmlischer Hohepriester, der sich stets für uns einsetzt und im Geiste (im Heiligen Geist!) bei uns ist! Und alles Volk soll sagen: A m e n !

  • Was ist Wahr oder die Wahrheit?

    ➡ Es gibt z.B. eine "mathematische Wahrheit" , z.B. dass 2 + 2 = 4 ist!

    ➡ Und es gibt die "Wahrheit der Bibel"! ----> Dass alles was in der Heiligen Schrift uns berichtet wird "wahr" ist, das dürfen wir als Christen "glauben" – also „für wahr halten” ...!

  • das klingt als hätte die Wissenschaft unrecht

    also alle Wissenschafter irren seit Hunderten von Jahren oder 100 Jahren egal

    Millionen gelernte Kräfte lügen und glauben das falsche weil sie nicht an Gott glauben nicht an die Existenz von Gott und haben alle falsche Theorien weil sie an den Zufall glauben und solche Sachen oder
    super erklärung.

  • das klingt als hätte die Wissenschaft unrecht

    also alle Wissenschafter irren seit Hunderten von Jahren oder 100 Jahren egal

    Millionen gelernte Kräfte lügen und glauben das falsche weil sie nicht an Gott glauben nicht an die Existenz von Gott und haben alle falsche Theorien weil sie an den Zufall glauben und solche Sachen oder
    super erklärung.

    Das „Problem“ mit Deiner Super Erklärung ist, dass nicht alle Wissenschaftler glauben, was Du ihnen unterstellst.

    Eine etwas fundiertere Polemik dürfen wir uns schon erwarten, falls Du ernst genommen werden willst.

  • Wahrheit ? Die Wahrheit hat viel mit jenem zu tun, dass sich der wissenschaftlichen Beweisbarkeit entzieht. Das Wichtigste im Leben bzw. die wichtigste Lektion im Leben ist Liebe und Liebe ist Teil der Wahrheit Gottes. Liebe ist nicht beweisbar und existiert dennoch. Die Liebe Gottes ist bedingungslos und grenzenlos.

  • ... dann wäre aber Wahrheit für Dich nicht erfassbar, weil Du die 'zugrundeliegende Realität' nicht wirklich erkennen könntest ...

    Das verstehe ich jetzt nicht: Das ist doch ein Widerspruch in sich. Wenn niemand eine behauptete Realität erkennen kann, dann kann auch niemand wissen, ob sie überhaupt existiert. Dann ist sie lediglich erfunden und niemand kann sich wirklich ein Bild davon machen.


    Man kann sich zwar Bilder dazu erdenken, die fußen dann aber nicht auf einer Realität, sondern allein auf menschlicher Phantasie. Das hat nichts mit Wahrheit zu tun

  • Man kann sich zwar Bilder dazu erdenken, die fußen dann aber nicht auf einer Realität,

    Hallo Holuwir ich weiß nicht was die Zeugen jehovas Dir für eine heile und perfekte Welt vermittelt haben,das Du zu solchen Theorien und Vorstellungen neigst. Nichts ist in der Welt perfekt und bis ins kleinste berechenbar. Dafür gibt es zu viele bekannte Unbekannte....

    Des halb beruhen fast alle Thesen auf Wahrscheinlichkeiten und annahmen.

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • ➡ Es gibt z.B. eine "mathematische Wahrheit" , z.B. dass 2 + 2 = 4 ist!

    ...

    ... auch diese Wahrheit gilt nur, wenn Du Dich zuvor mit den anderen auf ein gemeinsames Bezugssystem geeinigt hast,

    in diesem Falle wäre es das Dezimalsystem, im Ternärsystem jedoch wäre 2 + 2 = 11 ...

  • Das verstehe ich jetzt nicht: Das ist doch ein Widerspruch in sich.

    Darauf wollte Ghasel Dich hinweisen...

    Das waren meine Aussagen:

    Ich verstehe unter Wahrheit den Grad der Übereinstimmung zwischen unserer Vorstellung und der zugrunde liegenden Realität.


    Und:

    Für mich ist Realität das, was auch dann da wäre, wenn es keine Menschen (mehr) gäbe. Also völlig unabhängig von menschlichen Glaubens- oder sonstigen Vorstellungen.


    Unserer Vorstellungen und Annahmen sind immer subjektiv, die Realität hingegen objektiv. Beides gilt es einander anzunähern. Je besser das gelingt, desto eher kann man von Wahrheit sprechen. Das ist meine Definition von Wahrheit. Was meint ihr dazu?

  • Bezugnehmend auf Deine Aufzählung habe ich 2017 bereits eine längere Abhandlung (über 5 Posts) "Vom Nichts zum Alles" über die Grenzen von Wissenschaft geschrieben und darin einige Deiner Aussagen behandelt. Das, was Du über die Entstehung des Lebens schreibst, ist zwar gängige "Schullehrmeinung", aber wer nur etwas tiefer gräbt, stößt bald an die "Wissenschaftsgrenzen":

    Hallo Heidrich, ich freue mich über dein Eingehen auf meine Ausführungen und hoffe auf eine konstruktive Diskussion mit dir. Danke für die Zeit und Mühe, die du für deine Antwort aufgewendet hast. Ich will damit beginnen, auf einige der Punkte einzugehen, auf andere dann später.


    Holuwir: Ich liste einmal ein paar Punkte auf, von denen ich glaube, dass es wissenschaftlich anerkannte Tatsachen sind ... Die vier Grundkräfte: 1. Gravitation, 2. Elektromagnetische Wechselwirkung, 3. Schwache Kernkraft, 4. Starke Kernkraft

    Heidrich: => Problem: Das Standardmodell ist unvollständig, weil es in der Teilchenphysik nicht alles beschreiben kann, daher werden noch andere Kräfte angenommen.

    Holuwir: Mir geht es nur um die Frage: Ist das Universum erschaffen worden oder durch die von der Materie ausgehenden physikalischen Grundkräfte von selbst entstanden? Deswegen sollten wir uns in unserer Betrachtung auf die dafür wesentlichen Punkte konzentrieren.


    Holuwir: In der Vergangenheit gab es einmal nur Wasserstoff- und, in kleinerer Menge, Heliumatome. Sie waren durch die [4.] Starke Kernkraft entstanden

    Heidrich: => Problem: Kräfte wirken, sie bringen aber keine Teilchen hervor. (Natur-)Gesetze beschreiben das Verhalten, bringen aber selbst keine Teilchen hervor.

    Holuwir: Das ist klar. Atome bestehen u. a. aus Protonen, diese wiederum aus Elementarteilchen (Quarks), die durch die Starke Kernkraft aneinandergebunden werden.


    Heidrich: => Problem: Die Theorie der "starken Kernkraft" galt vor 1971 so, weil Physiker dachten, dass Protonen und Neutronen die kleinsten Teilchen sind, die "zusammenhalten"/"binden" und dazu benötigt es eine "starke Kraft". Seit die Quarks entdeckt wurden und es "bessere" Erklärungen brauchte, weiß man, dass diese Bindung nur ein Nebeneffekt ist, denn das Paradoxe ist, dass je näher die Quarks zueinander sind, desto "schwächer" wird ihre Bindung zueinender - im Gegenteil, sie stoßen sich wieder ab. (Es herrscht eine Anziehungs-Abstoßungs-Wechselwirkung.)

    Holuwir: Der Begriff "Starke Kernkraft" wurde gewissermaßen umgewidmet und beschreibt jetzt die Kraft, die von den Quarks ausgeht, nachdem man deren Existenz entdeckt hatte. Jetzt beschreibt der Begriff "Schwache Kernkraft" den Zusammenhalt der Protonen und Neutronen untereinander im Atomkern.


    Heidrich: => Problemfeld "Feinabstimmung" (anthropische Prinzip): Darunter werden die fein aufeinander abgestimmten Naturkonstanten verstanden, wie sie in unserem Universum beobachtet werden. Kleinste Abweichungen davon führen dazu, dass Atome nicht mehr binden, also Sterne erst gar nicht entstehen, oder so stark binden, dass Sterne binnen 2 Mio. Jahren ausbrennen würden oder eine DNA nicht zusammenhalten würde oder aber so fest zusammenhält, dass sie nicht mehr transkribiert (also zum Ablesen gelockert und kopiert) werden könnte.

    Natürlich haben Wissenschaftler versucht, andere mögliche Feinabstimmungen zu präsentieren. Aber entweder müssen sie so viele neue Dimensionen einführen, was zu einer Kausalitätsverletzung führen würde (d. h. nebend den drei Dimensionen des Raumes ist die vierte Dimension die Zeit [in die Zukunft]; sobald aber eine fünfte Dimension eingeführt wird, bedeutet das, dass Zeitreisen in die Vergangenheit möglich würden, was aber die Kausalität wiederum verletzen würde.

    Holuwir: Den Begriff "Feinabstimmung" finde ich unangebracht, denn er bringt unzulässigerweise eine teleologische und damit weltanschauliche Komponente in die Physik, für die es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Natürlich wäre es alles ganz anders gekommen, wenn sich die Anfangsparameter auch nur geringfügig verändert hätten. Na und? Dann gäbe es dieses Universum nicht, zumindest nicht in dieser Form und mit Sicherheit keine Menschen irgendwo in dieser riesigen Materiewüste. Aber wir sollten uns nicht zu wichtig nehmen, als dass wir diese Möglichkeit ausschließen wollten.


    Holuwir: Riesige Wasserstoffwolken ballten sich aufgrund der Schwerkraft oder [1.] Gravitation, zu Himmelskörpern zusammen

    Heidrich: => Problem: In einer Gaswolke stoßen sich Gasmoleküle ab und bewegen sich frei. Auch wenn die Gaswolke eine "große" Masse hat, bleiben aufgrund der Abstoßungskräfte die Moleküle auf Distanz. - Die sogenannte Coulombbarriere wird beobachtet. - Die Initialzündung für Fusionsprozesse benötigt aber immens dicht gedrängte Gasmolküle. Die herkömmliche Gravitation reicht dazu nicht aus, diese Dichte zu schaffen, weswegen dann weitere Kräfte (z. B. die Gravitation einer anderen Sonne in der Nähe - die reicht aber dennoch nicht aus - oder eine Supernova eines anderen Sternes presst diese Wolke zusammen, was aber die Wolke mit vielen Atomen höherer Ordnung kontaminieren würde - oder auch starke Turbulenzen) postuliert werden (ohne zu erklären wie DIESE Sonne entstanden ist oder die starken Turbulenzen).

    Holuwir: Hier möchte ich mit einem Zitat antworten, das meiner Vorstellung entspricht und diese auch gut begründet.

    Zitat: In einer Wolke, die im Wesentlichen aus Wasserstoffatomen oder -molekülen, ein paar anderen Gasen und Staubpartikeln besteht, gibt es zwei widerstrebende Tendenzen. Zum einen die thermische Bewegung der Gasteilchen, die eine allmähliche Ausdehnung und Zerstreuung der Gaswolke befördert und zum anderen die internen Gravitationskräfte, die auf eine Kontraktion der Wolke hinauslaufen.

    Je geringer die Temperatur und je größer die Massendichte der Gaswolke ist, desto eher „siegen“ die Gravitationskräfte über die Tendenz zur Zerstreuung der Wolke.

    Fazit: Dichte interstellare Gaswolken sind kalt und dicht genug, um Sternentstehung zu ermöglichen. Die Gravitationskräfte sind größer als der innere Druck der Gaswolken und bewirken eine Kontraktion der Wolke.

    Holuwir: Auch z. B. den entsprechenden Wikipedia-Artikel finde ich sehr gut.


    Heidrich: Auch kann nicht diese hohe Temperatur von "allein" sich bewegenden Gasmolekülen in einer Gaswolke erzeugt werden, um einen Fusionsrozess in Gang zu setzen. Eine Fusion benötigt 15 Mio. °C. (Bemerkung: Um eine Fusion auf Erden zu initiieren benötigt es 150 Mio. °C.)

    Holuwir: Die hohen Temperaturen kommen anfangs durch Umwandlung von Gravitationsenergie der sich zusammenballenden Gasmoleküle zustande (so wie jedes Wasserkraftwerk Energie aus der Gravitationsenergie des herabstürzenden Wassers gewinnt). Im Zentrum der Sonne z. B. soll der Druck allein durch die Schwerkaft der zusammengeballten Wasserstoffatome 200 Mrd. bar betragen. Dadurch wurde die Kernfusion gezündet, die dann durch die dabei freigesetzte Energie in Gang gehalten wird.


    An dieser Stelle will ich erst einmal unterbrechen, denn das sind bereits viele Punkte, bei denen wir Konsens suchen und hoffentlich finden können. Danach gehe ich auf deine weiteren Einwände ein. Ok?