Wodurch die religiöse Freiheit ausgehebelt wird......

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wodurch die religiöse Freiheit ausgehebelt wird......

      Ich habe gerade einen kurzen Artikel darüber gelesen, dass Angesichts einer schweren Masern-Epidemie, der US-Bundesstaat New York Ausnahmen von der Impflicht aufgrund religiöser Motive, abgeschaffen möchte. Manche sehen darin Schritte zu einer Abschaffung der Religionsfreiheit.
      Es verwundert mich, dass das Thema Impfung überhaupt seit Jahren immer mehr zum Streitpunkt wird. Warum wird nicht daran gearbeitet die Impfstoffinhalte offen zu legen und Mehrfachimpfungen zu unterlassen, wenn es doch selbst von völlig seriösen Ärzten als unvernünftig bezeichnet wird.
      Man hat doch immer Möglichkeiten etwas besser zu organisieren. Impfgegner gefährden nicht notgedrungen andere Menschen, da verursachen Entscheidungen von oben weit mehr Schaden und Millionen Tote durch unverantwortliche Wirtschaftsentscheidungen , diese werden unter den Teppich gekehrt.
      Welche "politischen" Entscheidungen würden denn unsere religiöse Freiheit einschränken oder abschaffen?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Das hatten wir schon einmal; Pfingstrosen. STA im deutschsprachigen Europa waren grundsatzgetreue Impfgegner, welche deshalb auch Haftstrafen auf sich nahmen

      Die Pocken sind nun so gut wie verschwunden - nicht dank Wasserkuren und Schweinefleischabstinenz, sondern - wegen des Impfzwanges.

      Es gab Opfer - so wie mich: Braver Adventisten braves Kind, am Kinderlager wohlwollende Blicke auf den rechten Oberarm - aha! Sehr schön! NICHT geimpft!! Und dann musste ich mit zehn Jahren wegen einer US - Reise nachgeimpft werden - die Hölle. ebenso, nur mit noch ärgeren Folgen, geschah es Hans Fichtberger (+) , der erst nach Lehre und Bogenhofen nach Afrika gehen wollte - und damit zum sehr späten Erstgeimpften wurde.

      Nach 1960 noch hatte Schwester Ingeborg Weiss ernste Schwierigkeiten mit der Leitung des Kinderlagers: Erdkontaminierte Schürfwunde, Versorgung auf der Chirurgie des nächsten Krankenhauses, dort lege artis Tetanusimpfung. Nachher heftiges Geschrei der Eltern - -

      Ich bin voll durchgeimpft; meine Söhne sind von kleinst auf voll durchgeimpft; meine Enkel ebenso. Und wir brauchen nicht unser schlechtes Gewissen zu fürchten, sollten milde Masern des einen Enkels bei einem nichtgeimpften Spielgefährten eine Masernenzephalitis zur Folge haben.

      post scriptum : Es ist natürlich eine hoch-komplexe ethische Frage - nur: Theologisch mit dem therapeutischen Feigenpflaster Hiskias oder einem EGW - Zitat wurde NICHT argumentiert - man war schlich dagegen, grundsatzgetreu. PUNKT
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Ich bin kein genereller Impfgegner....trotzdem:
      Masern waren früher nie ein Problem, als sie noch so gut wie alle Kinder im Kindergartenalter bekamen.
      Erst als man anfing zu impfen.
      Dann wurden sie seltener, aber weil nicht alle geimpft waren, bekamen die Ungeimpfen sie oft erst in einem kritischeren Alter.
      Meine Kinder sind auch geimpft. M.E. ist es heutzutage unverantwortlich, seine Kinder nicht mehr zu impfen.
      Wenn sie sie nämlich erst im Teeniealter bekommen, kann es böse Folgen haben.
    • Und auch nicht der der Evangelien mit Jesus als Vorbild einer "geselligen" Lebensführung - Wo überall war er eingeladen !

      freudenboten schrieb:

      Biblische Selbstbeherrschung wurde in methodistisch-pietistischen Kreisen eng-interpretiert als "Enthaltsamkeit", im Sinne eines ALLES beherrschenden Prinzips.

      Das entspricht nicht der Theologie/Anthropologie des Paulus oder des AT.

      Dazu kommt noch - sozusagen als Basis - die "Leibverneinung". : - "Wir klatschen ja nicht !" "wir brauchen für eine Konferenz ein gutes Sitzfleisch" - Und der Bewegungsdrang auf Rhythmisches - unwiderstehlich Wellesley Muir in "Adventists Affirm", Noltze in "Salvation &Service" , daher eben Sünde, der wir mit allen unsern Möglichkeiten zu begegnen haben - ist ein Vorwurf an den Schöpfer ! - - Dieses Reagieren auf Musik gibt es nämlich - neuestes Neurophysiologisches - bei Tieren nicht !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Yppsi schrieb:

      Ich bin kein genereller Impfgegner....trotzdem:
      Masern waren früher nie ein Problem, als sie noch so gut wie alle Kinder im Kindergartenalter bekamen.
      Erst als man anfing zu impfen.
      Dann wurden sie seltener, aber weil nicht alle geimpft waren, bekamen die Ungeimpfen sie oft erst in einem kritischeren Alter.
      Meine Kinder sind auch geimpft. M.E. ist es heutzutage unverantwortlich, seine Kinder nicht mehr zu impfen.
      Wenn sie sie nämlich erst im Teeniealter bekommen, kann es böse Folgen haben.
      Das, Yppsi, stimmt nicht! Na ja, man hatte halt Masern, als Kind. Oder auch nicht. Wie eine bessere Grippe. Der eine oder der andere bekam halt eine Masernenzephalitis.

      Nur: Du musst einmal einen Masernenzephalitiker erlebt haben! Der war dann schwachsinnig! Und hat so lustige Sachen gemacht wie im Altersheim den Lift "tiefer" zu stellen, damit die Alten in die Liftkabine hinein auf die Nase flogen.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Mein Thema war jetzt aber nicht wirklich das Impfen, sondern die Art wie damit umgegangen wird. Wir können nicht anfangen zuzustimmen, dass es einen "Zwang nach dem anderen und ein Verbot nach dem anderen gibt, denn ich denke alles wird missbraucht. Ein Beispiel.
      Nazi wird heute auch der beschimpft, der gar keiner ist, sondern nur ein Systemkritiker, der öffentlich über Themen spricht, die den Regierenden unangenehm sind.
      Es wird immer öfter ein Begriff negativ belegt und dann für ganz andere Zwecke missbraucht.
      Es wird eigentlich so ziemlich alles an Themen vorgegeben.....und dann so sehr mit Emotionen geladen, dass niemand wirklich nüchtern und kompetent informiert wird.
      Mein Thema war wodurch religiöse Freiheit ausgehebelt wird!
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pfingstrosen ()

    • philoalexandrinus schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Ich bin kein genereller Impfgegner....trotzdem:
      Masern waren früher nie ein Problem, als sie noch so gut wie alle Kinder im Kindergartenalter bekamen.
      Erst als man anfing zu impfen.
      Dann wurden sie seltener, aber weil nicht alle geimpft waren, bekamen die Ungeimpfen sie oft erst in einem kritischeren Alter.
      Meine Kinder sind auch geimpft. M.E. ist es heutzutage unverantwortlich, seine Kinder nicht mehr zu impfen.
      Wenn sie sie nämlich erst im Teeniealter bekommen, kann es böse Folgen haben.
      Das, yppsi, stimmt nicht. ! Na ja, man hatte halt Masern, als Kind. Oder auch nicht. We eine bessere Grippe. Der eine oder der andere bekam halt eine Maseernencephalitis.

      Möglich, angeblich? Nur mir ist nichts bekannt. Zumindest nicht von denen, die sie im Kleinkindalter bekamen. Und es bekamen sie eigentlich alle, die in den Kiga gingen.
      Muß natürlich nichts bedeuten, obwohl ich schon eine Menge Menschen kenne. ;)
    • Siehe meinen Beitrag 8 !
      Dass Dir nichts von / über eine Masernencephalitis bei denen, die Masern im Kindergartenalter bekommen haben, ist wahrlich keine Bildungslücke. Nur ist es Realität und ein von den Gesundheitsbehörden gesehenes Problem.. Dass ich in einem Fall die lebenslangen Folgen miterlebt habe, ist Zufall, entbindet mich aber nicht, davon zu wissen und dieses Wissen anzuwenden.


      Und das Thema stellt eine ethische Herausforderung dar ! Durchaus auch eine Frage der persönlichen und damit auch der religiösen Freiheit ! - seit Maria Theresia haben wir die Schulpflicht ab dem sechsten Lebensjahr. Dagegen kannst Du heftig mit einem EGW - Zitat ( - ab dem achten Lebensjahr) polemisieren, es nutzt nix !, Genies bringen ein Home Schooling (in Oesterreich) über die Bühne; Gemeindeschulen gibt es - - und den Rest der lieben Kleinen überlassen wir den modernen Schullehrplänen und Erziehungsideen der Achtundsechziger ! (welche auch in die Gemeindeschule und in das Home Schooling hineinschwappen und das Betreiben deren Tendenzen von den Schulbehörden genau beobachtet werden
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Pfingstrosen schrieb:

      Mein Thema war wodurch religiöse Freiheit ausgehebelt wird!

      Die islamistischen Schläfer und Terroristen die nach Deutschland hereingekommen sind hebeln unsere religiöse Freiheit aus! Die lachen sich ins Fäustchen darüber, was sie hier im "Freien Westen" alles dürfen! Laut Verfassungsschutz sind 165 islam. Gefährder "unauffindbar"! Wenn diese "zuschlagen" und Terroranschläge verüben wollen, dann Gnade uns Gott!

      PS: Auch so wird religiöse Freiheit ausgehebelt: Es gab schon Richter, die die moslemische Vielehen in der BRD genehmigt haben! Inklusive Sozialleistungen an beide Frauen, die arbeitslos waren....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • vat-ii_decl_19651207_dignitatis-humanae_ge.html
      ...
      Diese Forderung nach Freiheit in der menschlichen Gesellschaft bezieht sich besonders auf die geistigen Werte des Menschen und am meisten auf das, was zur freien Übung der Religion in der Gesellschaft gehört. Das Vatikanische Konzil wendet diesen Bestrebungen seine besondere Aufmerksamkeit zu in der Absicht, eine Erklärung darüber abzugeben, wie weit sie der Wahrheit und Gerechtigkeit entsprechen, und deshalb befragt es die heilige Tradition und die Lehre der Kirche, aus denen es immer Neues hervorholt, das mit dem Alten in Einklang steht.
      Fürs erste bekennt die Heilige Synode: Gott selbst hat dem Menschengeschlecht Kenntnis gegeben von dem Weg, auf dem die Menschen, ihm dienend, in Christus erlöst und selig werden können. Diese einzige wahre Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten. Er sprach ja zu den Aposteln: "Gehet hin, und lehret alle Völker, taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe" (Mt 28,19-20). Alle Menschen sind ihrerseits verpflichtet, die Wahrheit, besonders in dem, was Gott und seine Kirche angeht, zu suchen und die erkannte Wahrheit aufzunehmen und zu bewahren.
      In gleicher Weise bekennt sich das Konzil dazu, daß diese Pflichten die Menschen in ihrem Gewissen berühren und binden, und anders erhebt die Wahrheit nicht Anspruch als kraft der Wahrheit selbst, die sanft und zugleich stark den Geist durchdringt. Da nun die religiöse Freiheit, welche die Menschen zur Erfüllung der pflichtgemäßen Gottesverehrung beanspruchen, sich auf die Freiheit von Zwang in der staatlichen Gesellschaft bezieht, läßt sie die überlieferte katholische Lehre von der moralischen Pflicht der Menschen und der Gesellschaften gegenüber der wahren Religion und der einzigen Kirche Christi unangetastet. Bei der Behandlung dieser Religionsfreiheit beabsichtigt das Heilige Konzil, zugleich die Lehre der neueren Päpste über die unverletzlichen Rechte der menschlichen Person wie auch ihre Lehre von der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft weiterzuführen........
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Papstkirche hat Jahrhunderte lang Menschenrechte ignoriert!

      Pfingstrosen schrieb:

      vat-ii_decl_19651207_dignitatis-humanae_ge.html
      ...
      Diese Forderung nach Freiheit in der menschlichen Gesellschaft bezieht sich besonders auf die geistigen Werte des Menschen und am meisten auf das, was zur freien Übung der Religion in der Gesellschaft gehört. Das Vatikanische Konzil wendet diesen Bestrebungen seine besondere Aufmerksamkeit zu in der Absicht, eine Erklärung darüber abzugeben, wie weit sie der Wahrheit und Gerechtigkeit entsprechen, und deshalb befragt es die heilige Tradition und die Lehre der Kirche, aus denen es immer Neues hervorholt, das mit dem Alten in Einklang steht.

      ...


      Bei der Behandlung dieser Religionsfreiheit beabsichtigt das Heilige Konzil, zugleich die Lehre der neueren Päpste über die unverletzlichen Rechte der menschlichen Person wie auch ihre Lehre von der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft weiterzuführen........
      Das hat aber lange gedauert!
      Seltsam auch, dass ich in dem ganzen Dokument der RKK kein einziges Wort von »der Gottebenbildlichkeit des Menschen« aus Genesis 1,26 gefunden habe, mit der man theologisch seit Bestehens der Petrus-Kirche - also seit 67 n.Chr. (Tod des Petrus) - schon hätte argumentieren müssen!
      ----> Und wenn es erst Papst Johannes XXIII. war (Papst von 1958 - 1963) der die unverletzlichen Rechte der menschlichen Person erkannt hatte, so ist das ansich schon sehr, sehr traurig! ---> Haben denn alle Päpste seit der Französischen Revolution von 1789 komplett die Neuzeit und die Erklärung der Menschenrechte verschlafen? Leider war es so! Und da wollen diese Päpste uns weismachen, dass sie der Nachfolger des Heiligen Petrus seien? Schon von Anfang an, seit die "Petrus-Kirche" existiert - also seit 67 n.Chr. - hätte die RKK die »Würde des Menschen« aus Genesis 1,26 erkennen müssen!
      ----> Aber die RKK hat von 538 - 1798 die Menschenwürde mit Füssen getreten, was auch deren Blutspur durch die Geschichte mit ca. 50.000.000 Toten belegt!
      Es war allerhöchste Zeit, dass Papst Johannes (= Angelo Roncalli) 1962/1963 endlich diesen "Paradigmenwechsel" eingeleitet hatte!
      Fast 1.900 Jahre dauerte es, bis dich diese Erkenntnis im Vatikan durchsetzte!!! ===> Hätten die Päpste nur bereits Jahrhunderte vorher in die erste Seite der Bibel geschaut, viel Unheil (Kreuzzüge/ Inquisition/ Hexenverbrennungen usw) wäre der Menschheit erspart geblieben!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" gelesen. Er besagt, dass im 1. HJ 2018 41.000 Menschen an Masern erkrankt sind, 37 Menschen wären verstorben, darunter vor allem Säuglinge, weil sie noch nicht geimpft sind. Auch junge Erwachsene wären betroffen, da sie entweder nicht geimpft oder nur "teil geimpft" waren. Ich weiß nicht, lässt es sich sagen, dass Impfen auch eine soziale Komponente hat, insofern Impfungen solche Szenarien wie Beeinträchtigungen als Folgeerscheinung oder Todesfälle vermeiden können? Mir ist irgendwie unwohl bei dem Gedanken, wenn aus solchen Realitäten - ganz gleich in welche Richtung- Glaubensfragen gemacht werden. Freilich - Die religiöse Freiheit erscheint mir wichtig, unsere Gesellschaft ist vielfältig und facettenreich. Insofern jedoch das reale Szenario bestehen würde, dass sich z.B. ein Kind bei einem Kind ansteckt, dessen Eltern es (z.B. aus Glaubensgründen) nicht geimpft haben. wüsste ich nicht, in wie weit man die Eltern für die Infektion zur Verantwortung ziehen kann - Das eine Gefahr von einem nicht geimpften Kind ausgehen kann, kann man sagen, oder? Insofern es zutrifft: Stellt sich dann eigentlich die Frage, ob man es sich erlauben kann, das zu ignorieren und es im Kauf zu nehmen, dass vielleicht ein anderer Mensch -wenn auch ungewollt- zu Schaden kommen könnte? Ein Anstecken wäre somit eine denkbare Gefahr und das pochen auf die eigene Religionsfreiheit, könnte so wahrgenommen werden, als ob man seine eigene Befindlichkeit über die eines anderen Menschen stellt. Andererseits gibt es Menschen, die eine Impfung aus Glaubensgründen ablehnen, eine Impfpflicht kann also möglicherweise einen Eingriff in das Grundrecht der Religionsfreiheit darstellen, Der Eingriff in dieses Grundrecht könnte jedoch auch mit dem Verfassungsrecht "Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit Dritter" kollidieren. Schwierig, dass zu diskutieren, weil das Thema meist sehr emotional aufgeladen ist. Eine Abwägung dieser widerstreitenden grundrechtlichen Interessen müsste wohl für jede Impfung bzw.jede Krankheit getrennt erfolgen. Das Interesse an der Impfpflicht wird sich dabei wohl nur bei Krankheiten durchsetzen können, bei denen eine hohe Gefahr eines fatalen Verlaufs für das Leben oder die Gesundheit Dritter besteht oder wo eine hohe Ansteckungswahrscheinlichkeit besteht. Der Gesetzgeber könnte auch bei einer verfassungsrechtlichen zulässigen Impfpflicht Ausnahmeregelungen vorsehen, damit auch der Angemessenheit des Grundrechtseingriffs in die religiöse Freiheit in besonderen Einzelfällen Rechnung getragen werden kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Auch so wird religiöse Freiheit ausgehebelt
      Mir geht es weniger um Muslime, doch manchmal kann ich mich nicht des Eindrucks verwehren, dass die Gewichtung und Bewertung solcher Fälle nicht ganz frei von sachfremden Erwägungen und irrationalen Ängsten sind. Ein Kreuz im Kindergarten oder ein Tischgebet wäre nicht zumutbar, da die Kinder nicht entscheiden könnten. - Man müsse das Recht auf "Religionsfreiheit" wahren.

      Wenn z.B. christliche Eltern ihren Kindern keinen Sexualkundeunterricht zumuten wollen, dann wohl weniger wegen der Religionsfreiheit - Sie möchten ihre Kinder von gewissen Aspekten des Lebens
      schützen, weil sie denken, dass dadurch der Glaube ihrer Kinder verunsichert werden könnte. Mir fällt auf, dass der Begriff "Religionsfreiheit" signifikant oft in Rechtsverfahren gebraucht wird, welche von Personen angestrengt wurden, die sich selbst als "glaubenslos" oder atheistisch bezeichnen, gerade deshalb in keinster Form mit Religion zu tun haben wollen. Um solche Kläger hat es sich auch in der "Kruzifix-Frage" gehandelt. Das Urteil kann ich nur schwer bis gar nicht verstehen, nicht weil ich gläubig bin, sondern weil ich keine Relevanz für ein Verstoß gegen ein Menschenrecht oder die Religionsfreiheit sehe. Mal von der Frage abgesehen, wie religiöse Gefühle verletzt werden können, wenn man bekundet nicht religiös zu sein... Wenn der Kläger sagt, von ihm wird nichts geringeres verlangt, als etwas in seinen Augen Überflüssiges zu tun, indem er eine Unsinnigkeit (das Kreuz) an der Wand ertragen muss, so kann das vielleicht ein Grund sein, eine Verletzung seiner eigenen Handlungsfreiheit zu sehen. Von einer Verletzung der eigenen Religionsfreiheit oder von einer Verletzung der menschlichen Würde kann man hier wohl nicht sprechen, denke ich. Den Eindruck des "verwöhnten Kindes" kann ich mich nicht ganz verwehren, wenn Toleranz für die eigene Abstinenz oder Intoleranz(?) gefordert wird, egal ob von "religiöser" oder "nicht-religiöser" Seite. Mir scheint, dass "Religionsfreiheit" häufig in Stellung gebracht wird, wenn es um eine Art "missionarischen Glaubenskrieg" zwischen "Nicht-Religiösen" und "Religiösen" Kombattanten geht, egal von welcher Richtung ausgehend. Erinnert mich irgendwie stark auf das 19. Jahrhundert...

      Religion und die Freiheit zum religiösen Leben gehören für mich zu den Bedingungen einer menschenwürdigen Existenz jeder einzelnen Person. Im Interesse einer (säkularen) und pluralistischen Gesellschaft, ist es gut, wenn Menschen das Sakrale nicht verdrängen, es kann schädliche Einflüsse im Bereich des Sozialen haben. Andererseits ist das Sakrale auch wieder schwierig; Durch den Monotheismus ergeben sich für einige Christen Argumente gegen andere Glaubensrichtungen, gegen andere Christen, gegen andere Weltanschauungen - Auch davon könnten sich Menschen verletzt fühlen oder eine Herabwürdigung ihrer religiösen Lehre sehen, Man könnte Religion z.B. mit Familie vergleichen: Beides ist Privatsache, doch die Gesellschaft trägt auch ihren Teil dazu bei, dass beides funktioniert. Ich denke, Religionsfreiheit sollte nicht in Anspruch genommen werden, wenn es darum geht, die Welt zu verstehen, zu kontrollieren, zu gestalten. Es wäre nicht gut, dass lehrt die Geschichte, wenn man sich auf Religion oder Glaubensvorstellungen beruft, um die eigene Religion oder Glaubensvorstellung als "absolut wahrer und einziger Weg" darzustellen oder um politische, wissenschaftliche oder private Herrschaftsansprüche geltend zu machen, wenn es um die Gestaltung der Welt geht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • freudenboten schrieb:

      Ich denke, die Religionsfreiheit im Sinne von "Gesinnungsfreiheit" würde erst dann verletzt, wenn von jemandem verlangt würde, dem Kreuzeszeichen "Ehrerbietung" zu erweisen oder zu dem Zeichen zu beten.
      Ich finde Religionsfreihet,Meinungsfreiheit kann nur funktionieren wenn ich den Respekt,Würde ja Liebe gegenüber dem anderenversuche zu praktizieren!

      Wenn eine andere Meinung "verteufelt",negativ besetzt wird,wiederspricht es der göttlichen Vielfallt. Wir berauben uns dann der Fantasie,Kreativität ja der Schöpfung neues zu entwickeln.

      Jesus hat immer die Werte der Liebe,der Freiheit und des Glücks betont, Dazu bedarf es des Brückenbauens und der Feindesliebe.

      Jeder der Macht und Vielfalt mit Gesetzen beschneiden will, ist ein Totengräber der freien Gesellschaft im Sinne Gottes. Wer andere Tötet wegen anderer Meinung, Glauben oder Werten... der ist des Teufels Kind, oder nur ein Verbrecher!