Die verschiedenen Bundesschlüsse Gottes

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    • Epafroditus schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Das "Nicht wie..." bezieht sich laut Kontext Vers 32. "diesen meinen Bund haben sie gebrochen..."
      Noch einmal der Text (hier aus dem Häbr. Brief. Der Ursprungstext be Jeremia ist sinngemäss identisch).
      Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen.
      Häbr.8;8-9.


      ...ein klar formulierter selbsterklärender Satz.

      Gott handelt zwar souverän, aber hier begründet er nachfolgend in einem Nebensatz seine Entscheidung:

      Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr.
      Häbr.8;9.


      Für mich ist unmöglich den Hinweis "Nicht wie..." mit dem erklärenden Nebensatz zu verbinden - schon gar nicht auf Grund des Kontexts.
      Lies Dir selbst vor, was Du da schreibst! Du widersprichst Dir selbst, indem Du, was Du erst abstreitest, nachher bestätigst.

      Also, Du gibst zu, dass die "Jakobskinder" den Bund Gottes brachen, wiederholt, obwohl Gott langmütig war. Gott hat an seinen Bündnissen nichts auszusetzen. Das gilt auch für die Bündnisse vom Sinai.

      Jeremia 31:33./Hesekiel 37:26. sagt, dass der neue Bund die Torah "in ihr Inneres", "auf ihr Herz" schreibt, so wie der Ewige es in Exodus 19 schon meinte. (Deut. 6:5.). Paulus sagt: 2. Kor. 3:3. "nicht auf Tafeln aus Stein" sondern "auf fleischerne Tafeln des Herzens". (Hes. 11:19.).

      Genau das tat auch Jesus in seiner Bergpredigt Matth. 5:17.ff. "Nicht ein Jota wird geändert."

      Warum spricht Hebräerbrief von einem "besseren" Bund? Weil er an HEBRÄER gerichtet war, die zum Tempelopfer gingen, obwohl Jesus schon gestorben, auferstanden und entrückt war. Der Hebräerbrief befasst sich ausschließlich mit dem Bund der Opferungen und Steintafeln Exodus 24ff. Der Pfingstbund Ex. 19 hingegen bestätigte nur den Bund Abrahams "Segen für alle Völker" und wurde in Jerusalem am Tag nach dem Siebten Sabbat nach Jesus Auferstehung bestätigt.

      Galaterbrief 3:5.ff. "damit der Segen Abrahams zu den Nationen komme..." Das "Gesetz, welches wegen der Übertretungen hinzugefügt wurde..." ist der levitische Opferbund Exodus 24ff.

      So konnte der Messias (Daniel 9:27.) den heiligen "Bund stark machen für die Vielen" und zugleich "Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen/beenden".

      Die "Sieben Zeiten" Daniel 4 waren schon zur Zeit Daniels erfüllt. Die 70 Jahre Jeremias (Daniel 9) waren schon in Esra 7 erfüllt 457 vor Chr. Was rechnest Du da?

      Wolltest du sagen, dass der biblische Kontext für Dich keine Bedeutung hat?
    • freudenboten schrieb:

      GOTT HAT DEN BUND VOM SINAI NICHT BEENDET
      Freudenboten, mir gefällt diese deine Ausdrucksweise nicht, weil diese Formulierung nicht biblisch ist und auch schnell verwirrt.

      Du erinnerst mich an Uriah Smith, der das Gesetz im Kontext des Galaterbriefes in Moralgesetz und Zeremonialgesetz teilte und zugleich behauptete, es gehe im Galaterbrief auschließlich um Zeremonialgesetz.

      Heb 8.13 Indem er von einem `neuen [Bund] spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber alt ist und sich überlebt hat, ist dem Verschwinden nahe.

      2Kor 3.7 Wenn aber [schon] der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit geschah, so daß die Söhne Israels nicht fest in das Angesicht Moses schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die [doch] verging.. 3.11 Denn wenn das Vergehende in Herrlichkeit war, wieviel mehr [besteht] das Bleibende in Herrlichkeit!

      Ga 3.19 Was [soll] nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt - bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung galt -, angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. 3.20 Ein Mittler aber ist nicht [Mittler] von einem; Gott aber ist [nur] einer. 3.21 Ist denn das Gesetz gegen die Verheissungen Gottes? Das ist ausgeschlossen. Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte, [dann] wäre wirklich die Gerechtigkeit aus Gesetz. 3.22 Aber die Schrift hat alles unter [die] Sünde eingeschlossen, damit die Verheißung aus Glauben an Jesus Christus den Glaubenden gegeben werde. 3.23 Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. 3.24 Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. 3.25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister;

      Es wird nicht getrennt in Moral- oder Zeremonialgesetz, sondern das ganze Gesetz ist "veraltet", "dem Verschwinden nahe", "vergehend", "hinzugefügt - bis der Nachkomme käme" und "Zuchtmeister", wobei wir nicht mehr "unter einem Zuchtmeister" sind.

      Wo ich dir aber völlig Recht gebe (was ich aus deinen Beiträgen herauslese):

      Warum ist z.B. auch das Gebot "du sollst nicht töten" veraltet? Das ewig gültige Prinzip ist das Prinzip der Liebe, wo das Töten keinen Raum hat. Das Gebot wurde also "der Übertretung wegen hinzugefügt" und diente als Zuchtmeister uns zu lehren, was es bedeutet, zu lieben. Der Geist dagegen macht lebendig und verändert einen Menschen so, dass er das Gebot in Form eines Zuchtmeisters nicht mehr nötig hat, da er die Liebe als solche erkennt und in seinem Herzen trägt. Diese lebendige Veränderung des Herzens war auch in vorchristlicher Zeit möglich. Aber gerade durch das Beispiel Jesu ist der Begriff "Liebe" in seiner umfassenden Bedeutung verständlich geworden. Wir brauchen keinen Zuchtmeister in Form eines Gebotes mehr - wir haben ein lebendiges Beispiel Jesus Christus, dessen Wege wir nachahmen sollten.

      Das Moralgesetz Mose ist veraltet, und es bedeutet, dass die Form, wie die ewigen Prinzipien uns präsentiert wurden, veraltet sind.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Dann nimm die "Form", die Jesus vertrat Matth. 5:17.ff.

      "Der Übertretung/Sünde=Tod wegen" Levitikus/Galater 3:17.-20. wurde der Opferbund Exodus 24ff ZUSÄTZLICH eingeführt.

      Jesus hat letzteren durch SEIN Opfer/Priestertum ABGELÖST. (Daniel 9:27.)

      Psalm 89:35. "Nicht ändern.."

      Der Gott der Bibel, der EWIGE ist barmherzig UND gerecht (Exodus 34:5.ff.)

      Hast du die "alten" Bündnisse verstanden, das "neue" auch?

      Was ist für Dich Rechtfertigung aus Glauben?

      Der "an die Hebräer" gerichtete Hebräerbrief handelt vom Aufhören des levitischen Opferbundes/Sacrificial-Gesetze (Ex. 24ff/Levitikus...) und dem neuen Opferpriestertum Jesu Christi.

      SO steht es im Text des Briefes.

      Der "Paidagogos" (Galater 3:24.) des AT ist das Opfersystem, welches schon bei Adam und Eva nach dem Sündenfall eingeführt wurde, vom BARMHERZIGEN Gott.

      Christus hingegen zeigte uns in den Evangelien, WIE die KEINESWEGS veraltete Torah für alle Menschen gemeint und zu halten sei.
    • Sind die 10 Gebote - ist das Moralgesetz »veraltet«?

      freudenboten schrieb:

      Epafroditus schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Das "Nicht wie..." bezieht sich laut Kontext Vers 32. "diesen meinen Bund haben sie gebrochen..."

      Gott handelt zwar souverän, aber hier begründet er nachfolgend in einem Nebensatz seine Entscheidung:

      Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr.
      Häbr.8;9.


      Für mich ist unmöglich den Hinweis "Nicht wie..." mit dem erklärenden Nebensatz zu verbinden - schon gar nicht auf Grund des Kontexts.
      Lies Dir selbst vor, was Du da schreibst! Du widersprichst Dir selbst, indem Du, was Du erst abstreitest, nachher bestätigst.
      Also, Du gibst zu, dass die "Jakobskinder" den Bund Gottes brachen, wiederholt, obwohl Gott langmütig war. Gott hat an seinen Bündnissen nichts auszusetzen. Das gilt auch für die Bündnisse vom Sinai.

      Jeremia 31:33./Hesekiel 37:26. sagt, dass der neue Bund die Torah "in ihr Inneres", "auf ihr Herz" schreibt, so wie der Ewige es in Exodus 19 schon meinte. (Deut. 6:5.). Paulus sagt: 2. Kor. 3:3. "nicht auf Tafeln aus Stein" sondern "auf fleischerne Tafeln des Herzens". (Hes. 11:19.).

      Genau das tat auch Jesus in seiner Bergpredigt Matth. 5:17.ff. "Nicht ein Jota wird geändert."

      Galaterbrief 3:5.ff. "damit der Segen Abrahams zu den Nationen komme..." Das "Gesetz, welches wegen der Übertretungen hinzugefügt wurde..." ist der levitische Opferbund Exodus 24ff.

      Die "Sieben Zeiten" Daniel 4 waren schon zur Zeit Daniels erfüllt. Die 70 Jahre Jeremias (Daniel 9) waren schon in Esra 7 erfüllt 457 vor Chr. Was rechnest Du da?
      Lieber freudenboten,

      Allem, was Du in NR. 21 geschrieben hattest, kann ich zustimmen, bis auf den vorletzten Satz, wo Du ja wohl mich und nicht Epafroditus gemeint hattest.
      Nur wenn man die 7 Zeiten rein auf Nebukadnezar bezieht, waren sie vorbei, nicht aber wenn man in Dan. 4 eine doppelt prophetische Bedeutung sieht. Und diese doppelt prophetische Bedeutung sehe ich hier sehr wohl; wo wenn nicht in dem prophetischsten Buch der ganzen Bibel, also im Propheten Daniel kann man seine Aussagen auch doppelt prophetisch deuten, wenn nicht hier?
      Und auch "der Baum" in Dan.4 kann sehr wohl - wie auch bei dem "Feigenbaum" - symbolisch für Israel stehen!

      Und was die 70 Jahrwochen von Dan.9,24ff. betrifft, so hatte ich hier schon mehrmals gesagt, dass es für mich zwischen der 69. und der 70. Woche (33 n.Chr - ????) eine "Lücke" geben muss; und zwar die Lücke des "Aions des Gemeindezeitalters", also der Kirche. Wenn dieser "dazwischen geschobene" Zeitabschnitt beendet sein wird (mit der Entrückung), wird sich das Heilsgeschehen wieder voll und ganz Israel zuwenden. So sehe nicht nur ich es, sondern auch viele andere evangelikalen Christen.

      Jacob der Suchende schrieb:

      freudenboten schrieb:

      GOTT HAT DEN BUND VOM SINAI NICHT BEENDET
      Freudenboten, mir gefällt diese deine Ausdrucksweise nicht, weil diese Formulierung nicht biblisch ist und auch schnell verwirrt.
      Du erinnerst mich an Uriah Smith, der das Gesetz im Kontext des Galaterbriefes in Moralgesetz und Zeremonialgesetz teilte und zugleich behauptete, es gehe im Galaterbrief auschließlich um Zeremonialgesetz.

      Heb 8.13 Indem er von einem `neuen [Bund] spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber alt ist und sich überlebt hat, ist dem Verschwinden nahe.

      2Kor 3.7 Wenn aber [schon] der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit geschah, so daß die Söhne Israels nicht fest in das Angesicht Moses schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die [doch] verging.. 3.11 Denn wenn das Vergehende in Herrlichkeit war, wieviel mehr [besteht] das Bleibende in Herrlichkeit!

      Ga 3.19 Was [soll] nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt - bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung galt -, angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. 3.20 Ein Mittler aber ist nicht [Mittler] von einem; Gott aber ist [nur] einer. 3.21 Ist denn das Gesetz gegen die Verheissungen Gottes? Das ist ausgeschlossen. Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte, [dann] wäre wirklich die Gerechtigkeit aus Gesetz. 3.22 Aber die Schrift hat alles unter [die] Sünde eingeschlossen, damit die Verheißung aus Glauben an Jesus Christus den Glaubenden gegeben werde. 3.23 Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. 3.24 Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. 3.25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister;

      Es wird nicht getrennt in Moral- oder Zeremonialgesetz, sondern das ganze Gesetz ist "veraltet", "dem Verschwinden nahe", "vergehend", "hinzugefügt - bis der Nachkomme käme" und "Zuchtmeister", wobei wir nicht mehr "unter einem Zuchtmeister" sind.

      Wo ich dir aber völlig Recht gebe (was ich aus deinen Beiträgen herauslese):

      Warum ist z.B. auch das Gebot "du sollst nicht töten" veraltet? Das ewig gültige Prinzip ist das Prinzip der Liebe, wo das Töten keinen Raum hat. Das Gebot wurde also "der Übertretung wegen hinzugefügt" und diente als Zuchtmeister uns zu lehren, was es bedeutet, zu lieben. Der Geist dagegen macht lebendig und verändert einen Menschen so, dass er das Gebot in Form eines Zuchtmeisters nicht mehr nötig hat, da er die Liebe als solche erkennt und in seinem Herzen trägt. Diese lebendige Veränderung des Herzens war auch in vorchristlicher Zeit möglich. Aber gerade durch das Beispiel Jesu ist der Begriff "Liebe" in seiner umfassenden Bedeutung verständlich geworden. Wir brauchen keinen Zuchtmeister in Form eines Gebotes mehr - wir haben ein lebendiges Beispiel Jesus Christus, dessen Wege wir nachahmen sollten.

      Das Moralgesetz Mose ist veraltet, und es bedeutet, dass die Form, wie die ewigen Prinzipien uns präsentiert wurden, veraltet sind.
      Lieber Jacob,

      diese Deine Meinung, die eigentlich eher "evangelisch-progressiv" statt "adventistisch" klingt, hat mich doch sehr überrascht! -----> Aber immerhin zeigt das, dass es auch unter Adventisten verschiedene theologische Auffassungen gibt!

      Deine Auffassung ist somit durchaus somit argumentativ zu diskutieren und ich danke Dir für deine Argumente!

      Das was Du sagst, wird in weiten Teilen so auch von evange!ischen Theologen gesehen, die behaupten das Gesetz (Also alle 613 Mosaischen Gesetze invlusice der 10 Gebote!) sei im Grunde genommen im NT aufgehoben bzw. „veraltet” und abgetan.

      Dass - wie schon beim Advent-Pionier Uriah Smith, der das Gesetz in Moralgesetz und Zeremonialgesetz teilte, diese Teilung aber sinnvoll erscheint, ist geltende adventistische und allgemein anerkannte christliche Lehre!
      Denn wenn man nicht zwischen (immer noch gültigem) Moralgesetz und (nicht mehr geltendem) Zeremonialgesetz unterscheidet, kommt man mMn. theologisch in ungeheure Schwierigkeiten! Denn wie will man dann des Paulus Aussagen, wie z.B. „das Gebot ist heilig, gerecht und gut.” in Röm 7,12 mit den von Dir erwähnten Stellen in Gal.3,19-25 in Einklang bringen?

      Zwar hast Du insofern Recht, wenn Du sagst, dass die Liebe Jesu das Größte im Leben eines Christen ist und der Christ deshalb keine Gebote im Sinne eines Zuchtmeisters brauche, was aber dennoch m.E. damit die 10 Gebote und das Moralgesetz nicht veraltet macht!

      Ich verweise nur mal auf Jesu Satz in der Bergpredigt aus Matth.5,17f. wonach Jesus das Gesetz (also den Dekalog) nicht aufgehoben habe.
      Und gerade in Sachen Liebesgebot (Gott lieben und seinen Nächsten lieben) zitiert Jesus ja wohl nicht grundlos zwei Bibelverse aus dem Moralgesetz, nämlich 5. Mose 6,5 und 3. Mose 19,18!

      Fazit:

      Also deshalb halte ich die 10 Gebote und das göttliche Moralgesetz *** aus dem AT nicht für veraltet, sondern für heute noch gültig.
      So sah es - zumindest was die 10 Gebote betrifft - auch der Reformator Martin Luther. Wenn Du mit Deiner Meinung Recht hâttest, bräuchte man auch nicht mehr den Sabbat einhalten, sondern könnte mit dem Liebesgebot Jesu sagen: „Aus Liebe brauche ich nicht den Sabbat zu halten, ich halte aus Liebe lieber den Sonntag, denn der alte Bund ist ja veraltet!”

      -------------------------------------------------------------------------

      *** Unter dem "Moralgesetz" verstehe ich persönlich nicht nur die 10 Gebote, sondern auch das Nächstenliebe-Gebot (Lev.19,18), aber auch z.B. alle Gebote des AT, wie man ethisch richtig leben soll - also z.B. das Verbot homosexuell zu leben (3Mo 18,22/ Röm.1,26ff.), nicht jedoch die Todesstrafen-Bestimmungen und das Zehnten Gebot!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Lieber Jacob,

      diese Deine Meinung, die eigentlich eher "evangelisch-progressiv" statt "adventistisch" klingt, hat mich doch sehr überrascht! -
      Ich glaube lieber Norbert, Du hast den Beitrag von Jacob falsch bis gar nicht verstanden. Bitte lies noch einmal durch was er schreibt, ich zitiere einen wichtigen Abschnitt daraus:

      Jacob der Suchende schrieb:

      Warum ist z.B. auch das Gebot "du sollst nicht töten" veraltet? Das ewig gültige Prinzip ist das Prinzip der Liebe, wo das Töten keinen Raum hat. Das Gebot wurde also "der Übertretung wegen hinzugefügt" und diente als Zuchtmeister uns zu lehren, was es bedeutet, zu lieben. Der Geist dagegen macht lebendig und verändert einen Menschen so, dass er das Gebot in Form eines Zuchtmeisters nicht mehr nötig hat, da er die Liebe als solche erkennt und in seinem Herzen trägt. Diese lebendige Veränderung des Herzens war auch in vorchristlicher Zeit möglich. Aber gerade durch das Beispiel Jesu ist der Begriff "Liebe" in seiner umfassenden Bedeutung verständlich geworden. Wir brauchen keinen Zuchtmeister in Form eines Gebotes mehr - wir haben ein lebendiges Beispiel Jesus Christus, dessen Wege wir nachahmen sollten.

      Das Moralgesetz Mose ist veraltet, und es bedeutet, dass die Form, wie die ewigen Prinzipien uns präsentiert wurden, veraltet sind.
      Genau so sehe ich auch die Rolle der 10 Gebote. Bist Du sicher, dass Du verstehst was er hier schreibt?

      Ich möchte das noch mit einigen Gedanken ergänzen - ob Jacob der Suchende damit einverstanden ist weiss ich natürlich nicht.

      Gott holte sein Volk aus der langen Gefangenschaft aus Egypten heraus. Sie wurden als Sklaven missbraucht, über Gott hatten sie nur noch ganz wenig Ahnung, ganz geschwiegen über das göttliche Prinzip der Liebe.

      Gott wollte dieses Volk "in Griff" bekommen und regieren. Dazu schloss er ein Bündnis mit dem Volk ab. Dieses Bündnis/Bund ist die "Zehn Worte" (10 Gebote) oder "Worte des Bundes". Gott hat seinen Segen versprochen, wenn das Volk die 10 Gebote hält. Zusätzlich versichert er, wenn jemand die 10 Gebote hält, wird von Gott als "gerecht" betrachtet.

      Wenn Jemand sein Leben an Gott übergibt - ein "Kind Gottes" wird - sowohl im AT als im NT Gott regiert diesen Menschen durch sein Gewissen durch den Heiligen Geist (die Bedeutung des Gewissens ist im neuen Bund allerdings viel grösser als im AT - vergleiche mit der Prophezeiung von Jeremia). So lesen wir in den Psalmen:

      Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. Seid nicht wie Rosse und Maultiere, die ohne Verstand sind, denen man Zaum und Gebiß anlegen muß; sie werden sonst nicht zu dir kommen.
      Ps.32;8-9.


      Ist "Zaum und Gebiss" schlecht? Das sein ferne... aber viel besser ist, wenn Gott mich mit seinen Augen leiten kann.

      Es wird immer wieder Mt.5;17. erwähnt im Zusammenhang mit der 10 Gebote. Das ist m.M.n. ein Dauermissverständnis unter Christen. Hier redet Jesus nicht über die 10 Gebote das ist gar nicht möglich aus mehreren Gründen! Er fangt erst ab dem Vers 20. an über die 10 Gebote zu reden ("Gerechtigkeit der Schriftgelehrten").

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Epafroditus schrieb:

      Gott hat seinen Segen versprochen, wenn das Volk die 10 Gebote hält. Zusätzlich versichert er, wenn jemand die 10 Gebote hält, wird von Gott als "gerecht" betrachtet.



      Es wird immer wieder Mt.5;17. erwähnt im Zusammenhang mit der 10 Gebote. Das ist m.M.n. ein Dauermissverständnis unter Christen. Hier redet Jesus nicht über die 10 Gebote das ist gar nicht möglich aus mehreren Gründen! Er fangt erst ab dem Vers 20. an über die 10 Gebote zu reden ("Gerechtigkeit der Schriftgelehrten").
      Schon seltsam, wenn behauptet wird , dass Jesus in Matthäus 5,17 die 10 Gebote nicht gemeint haben könne?!!!!????
      Was steht dort in der in heutiger deutscher Sprache abgefassten Bibelübersetzung 'Hoffnung fur Alle'?

      Bibelstelle

      »Meint nur nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Worte der Propheten aufzuheben. Nein, ich will sie nicht aufheben, sondern voll zur Geltung bringen!



      Nach allgemein übereinstimmender Aussagen der Ausleger ist wenn Jesus vom Gesetz spricht immer die Thora gemeint! Was ist die Thora? Das sind die 5 Bücher des Moses, der erste Teil - oft auch mit "Gesetz" gleichgesetzt - der hebräischen Bibel! Und dort finden wir zweimal die 10 Gebote abgedruckt! (In 2.Mose 20 und in 5. Mose 5!)
      Jesus bringt durch seine Worte der Bergpredigt gerade die 10 Gebote zur vollen Geltung!
    • Das Missverständnis bezüglich des Galaterbriefs lässt sich aufklären.

      Der Galaterbrief ist gegen Beschneidungs-Forderer gerichtet.

      Die Beschneidung geht auf den ZWEITEN/ebenfalls "nebeneingekommenen" Bund der Beschneidung Abrahams (Gen. 17) zurück. Zu dem zählte auch Ismael. Auf diesen beriefen sich die Irrlehrer, wie Jahrhunderte später auch Mohammed.

      Der ERSTE Bund Abrahams (Gen. 12) war ohne Beschneidungszeichen/Opfer. Hier gab es weder Ismael noch Isaak als Erben.

      Die Beschneidung wurde auch später ausdrücklich zur Voraussetzung für die Teilnahme am Passah/Opferdienst (Ex. 4:25./12:42.ff.).

      Auch bei den "Ismaeliten"/Mohammedanern gibt es daher die Tradition des "Opferfestes" (ohne die von Gott erwählte Jahres-Zeit und -Ordnung des Exodus). Allerdings ging das Erbe der Erlöserverheißung über Isaak, nicht Ismael, auf Jesus, "den Nachkommen - Singular" (Galater 3/4).

      Somit galt die Beschneidung als Erinnerung/Zeichen des Opfersystems, der "Hingabe" Abrahams/Isaaks und schließlich für Jesu Tod/Auferstehung (Hebräer 11:17.-19.)

      Das Letztgenannte hebt die Verpflichtung zu Beschneidung und Opferdienst auf ("neuer" Bund Jesu), so auch der Apostelbeschluss Apg. 15.

      Das Problem bei den Galatern war also nicht nur das "Zeichen" der Beschneidung sondern die "Botschaft": Jesus ist für uns NICHT GESTORBEN/AUFERSTANDEN. Daher wurde Paulus so scharf gegenüber den Beschneidungs-Forderern.

      Das "nebeneingekommene" Gebot in Galater 3:17. betrifft also nicht den Verheißungsbund Gen. 12, nicht den Pfingstbund vom Sinai Ex. 19, sondern den Beschneidungs-/Opferbund Gen. 17/Ex. 24.

      Der Erzieher/Paidagogos war also das (exklusive) Opfersystem, welches in der Torah geschrieben war, nicht die ganze Torah.

      Vergleiche auch Daniel 9:27.

      So gesehen bedeutet Nachfolge Jesu in der Tat auch Anerkennung der Torah als gültige Gottesoffenbarung. (Matth. 5 ff.).

      "Wenn eure Gerechtigkeit nicht BESSER ist als die der Schriftgelehrten/Pharisäer..." (Matth. 5:17.-20.)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Schon seltsam, wenn behauptet wird , dass Jesus in Matthäus 5,17 die 10 Gebote nicht gemeint haben könne?!!!!????
      Was steht dort in der in heutiger deutscher Sprache abgefassten Bibelübersetzung 'Hoffnung fur Alle'?

      Bibelstelle
      "Meint nur nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Worte der Propheten aufzuheben. Nein, ich will sie nicht aufheben, sondern voll zur Geltung bringen!

      Nach allgemein übereinstimmender Aussagen der Ausleger ist wenn Jesus vom Gesetz spricht immer die Thora gemeint! Was ist die Thora? Das sind die 5 Bücher des Moses, der erste Teil - oft auch mit "Gesetz" gleichgesetzt - der hebräischen Bibel! Und dort finden wir zweimal die 10 Gebote abgedruckt! (In 2.Mose 20 und in 5. Mose 5!)
      Jesus bringt durch seine Worte der Bergpredigt gerade die 10 Gebote zur vollen Geltung!
      Stimmt, Jesus meinte die Thora, wenn er über Gesetz sprach. Aber nicht immer die ganze Thora. In dieser stelle redet er über etwas, was er "voll zur Geltung bringen" (in anderen Übersetzungen "erfüllen") wird. Genau das zeigt u.a., dass Jesus hier NICHT über die 10 Gebote redet. Warum?

      Gott brachte die 10 Gebote voll zur Geltung schon seinerzeit. Er schrieb sie auf die Steintafeln genau so, wie er sie meinte. In der Thora steht genau, wozu Gott die zwei Steintafel gab. "Die Worte des Bundes" braucht keine Ergänzung oder "Vergeistlichung" oder was ähnliches. So etwas verbot Gott ausdrücklich und Jesus hielt sich daran. Gott sagt im Bezug auf die 10 Gebote:

      Und nun höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, dass ihr sie tun sollt, auf dass ihr lebt und hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der HERR, der Gott eurer Väter, gibt. Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.
      5.Mos4;2.

      Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Du sollst nichts dazutun und nichts davontun.
      5.Mos.12;32.

      Als Jesus in der Bergpredigt (Mt.5.) ab dem Vers 21. aus der 10 Geboten zitiert, betont er selbst, dass seine Worte NICHT irgendeine ergänzende Lehre über die 10 Gebote sind. Er spricht das deutlich aus, eindeutiger geht nicht mehr: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: ... Ich aber sage euch: ...".

      Ja, Jesus berührte die 10 Gebote NICHT, veränderte NICHT, "vergeistlichte" NICHT, brachte NICHT "voll zur Geltung", sondern machte er einen Vergleich zw. alt und neu.

      Es ist nicht zu übersehen, dass in dieser Stelle Jesus über eine Prophezeiung redet aus dem Gesetz:

      Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.
      Mt.5;18.


      Dann spricht er über "kleinsten Geboten" - in der 10 Geboten gibt es nur gleichwertige Gebote.

      Weiters wissen wir, dass im Himmelreich wird niemand klein oder gross sein je nach dem, ob er/sie die 10 Gebote hält oder bricht.

      Worüber redet denn Jesus in Mt.5;17-19.?

      Wir müssen nicht lange darüber spekulieren, er erklärt uns selbst, was er hier meint. Gleich nach seiner Auferstehung sagt Jesus:

      Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.
      Luk. 24;44.


      Ein von den Aufzeichnungen über die Worte Jesu "als ich noch bei euch war" ist hier in der Bergpredigt, Mt. 5;17-19. Hier redet er also nicht über die 10 Gebote, sondern er verkündigt seine Entscheidung darüber, dass er bereit ist zu erfüllen (oder voll zur Geltung bringen) was über sein Erlösungswerk im Gesetz und in den Propheten vorhergesagt wurde.

      So sind seine Worte schon verständlich. Auch die Aussage über klein und gross im Himmelreich...

      Über die 10 Gebote redet er erst ab dem Vers 20.

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Das ist etwas undifferenziert.

      Die Zehn Gebote sind veraltet, wenn sie erfüllt werden. Die Liebe erfüllt alles Gebot.

      Der Mensch erfüllt aber gemeinhin das Gesetz Gottes nicht durch Liebe, sondern muss durch´s Gesetz bezähmt werden,
      denn auf ihn ist kein Verlass.
      Jeder Rechtsstaat weiß darum und richtet deshalb Gesetze und Regeln ein, die ja allesamt mehr oder minder die Zehn Gebote als Mutterboden haben.

      Der Christenmensch, so Luther, ordnet sich den Gesetzen unter, braucht sie aber eigentlich nicht, weil die Nächstenliebe die natürliche Frucht des Glaubens sei. - Das ist alles schön, wenn es so ist ...

      Eigentlich, so Chrysostomos, bräuchte es das gesamte Neue Testament nicht, denn es war prophezeit - wenn der Gottessohn kommt - dann hätten wir Erkenntnis und keiner würde mehr sagen "Erkenne Gott!" und keiner würde mehr fragen, sondern wir wären Brüder und Schwestern.
      So war es aber nicht. Es musste wieder gelehrt, wieder geschrieben, wieder mühsam unterrichtet, wieder revidiert werden, usw. Wieder wurde pervertiert, wieder wurde ein neues Joch umgebunden, wie Jesus prophezeit hat ...

      Das Gesetz ist gegeben wegen der bösen menschlichen Natur und ist darin keineswegs veraltet, sondern nötig, weil sonst die Gesellschaft den Bach runter geht.
      Es war Mose und dem Volk Israel gegeben, dieses allgemeingültige Gesetz in die Welt zu tragen.
      Zwar ist es manchen ins Herz geschrieben - manchen von der Wiege an, manchen von Jugend an, manchen durch Studium und Einsicht - aber das sind sehr sehr wenige Leute. Der Großteil braucht Gesetze mit klaren Sanktionen, damit sie bezähmt sind.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • @freudenboten

      Erstmals danke für die ausführliche und präzise Historische Aufzeichnungen und Analysen.

      All das überzeugt mich aber nicht, dass der neue Bund sich ausschliesslich auf die Änderung des Opferdienstes bezieht - wenn ich dich richtig verstehe. Die Vorhersage bei Jeremia (und der ganze Hebräerbrief) sagt schon einiges mehr aus. Die apostolische Lehre (ich meine alle) zeigt für mich eindeutig eine qualitative Änderung der Vermittlung des Willens Gottes.
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Seele1986 schrieb:

      Das ist etwas undifferenziert.


      .
      .
      .

      Der Großteil braucht Gesetze mit klaren Sanktionen, damit sie bezähmt sind.
      Niemand will - hoffentlich - das Gesetz aus der Bibel auslöschen. Paulus sagt:

      Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht gebraucht, weil er weiß, daß dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern, den Unheiligen und Ungeistlichen, den Vatermördern und Muttermördern, den Totschlägern, den Unzüchtigen, den Knabenschändern, den Menschenhändlern, den Lügnern, den Meineidigen und wenn noch etwas anderes der heilsamen Lehre zuwider ist, nach dem Evangelium von der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut ist.
      1.Tim.1;8-10.
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Seele1986 schrieb:

      Der Großteil braucht Gesetze mit klaren Sanktionen, damit sie bezähmt sind.
      Vielleicht hat Paulus deshalb auch vom Gesetz als "Zuchtmeister" (Gal.3,24f.) gesprochen....?

      Epafroditus schrieb:

      @freudenboten

      Erstmals danke für die ausführliche und präzise Historische Aufzeichnungen und Analysen.

      All das überzeugt mich aber nicht, dass der neue Bund sich ausschliesslich auf die Änderung des Opferdienstes bezieht - wenn ich dich richtig verstehe. Die Vorhersage bei Jeremia (und der ganze Hebräerbrief) sagt schon einiges mehr aus. Die apostolische Lehre (ich meine alle) zeigt für mich eindeutig eine qualitative Änderung der Vermittlung des Willens Gottes.
      Könntest Du bitte näher ausführen, was Du unter „einer qualitativen Änderung der Vermittlung des Willens Gottes” genau meinst? Danke!
      Hat es mit „ins Herz schreiben” zu tun?
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Könntest Du bitte näher ausführen, was Du unter „einer qualitativen Änderung der Vermittlung des Willens Gottes” genau meinst? Danke!
      Hat es mit „ins Herz schreiben” zu tun?
      Gerne, aber jetzt - und in der kommenden Tagen - habe ich keine Zeit mehr, ich möchte dazu zurückkommen.
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • Man sollte auch bedenken: dieses Gewicht, das wir auf die Zehn Gebote legen, kommt aus dem Christentum.
      Im Judentum wird das so beispielsweise gar nicht gesehen.

      Die Zehn Gebote sind ethisches Grundmaß, Mindestmaß.
      Wie Siegfried Zimmer mal in einem Vortrag sagte: "Brich dem Hungrigen dein Brot, steht dort nicht!";
      ferner: Pflege den Kranken, kleide den Nackten steht dort auch nicht.
      Das sind Liebeswerke. Die Liebe hält alles Gebot von sich aus.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Alles, was Epafroditus und Seele zuletzt geschrieben haben, kann ich von meiner Seite bestätigen.

      Zunächst muss Folgendes ganz klar differenziert werden: es gibt GESETZ und Gesetz. Beides ist nicht identisch. So wie es ein himmlisches Heiligtum gibt und das irdische Heiligtum ein Abbild des Himmlischen ist, so gibt es auch ein himmlisches GESETZ, und das Gesetz Mose ist nur ein Abbild dessen.

      Dieses himmlische GESETZ ist keine Sammlung von Regeln, sondern - ähnlich wie die Naturgesetze - eine Art vorherschendes Prinzip und Macht, die da ist und alles automatisch regelt. Dort wird nicht geliebt, weil geliebt werden muss, sondern es ist "ins Herz geschrieben" und die ungefallenen Geschöpfe Gottes leben nach diesem Naturgesetz völlig selbstverständlich. Genau von diesem GESETZ (sie gerbaucht das Wort "Gesetz") schreibt permanent Ellen White, wenn sie von ewigen himmlischen Prinzipien spricht.

      Das Gesetz Mose ist unser Zuchtmeister für das GESETZ (gewesen). Für gefallene Geschöpfe, insbesondere die Gott und Seinen Charakter noch nicht kannten, musste das GESETZ in sehr einfacher Form verständlich gemacht werden. Am Anfang war das Gesetz bloss ein Spiegel und ein äußeres Regelwerk, denn die Menschen harten Herzens mussten erst erfahren, was überhaupt Liebe ist und wie sie schmeckt. Für jemanden mit verhärtetem, ungeheiligtem Herz ist die Anwendung des Gesetzes im Neuen Testament als Spiegelfunktion völlig legitimiert und auch notwendig.

      1Ti 1.9 indem er dies weiß, daß für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose...

      Auch für Christen ist dies oft keine Ausnahme. So sollte es aber nicht sein! Das Alte Testament lehrt uns, sich vom Geist Gottes verändern zu lassen, damit das GESETZ "ins Herz geschrieben" wird und die Liebeswerke des Gesetzes - soweit es die gefallene menschliche Natur zulässt (d.h. die Heiligkeit, wie sie in Christus war, können wir sowieso nicht erreichen) - eine Selbstverständlichkeit wird . Im Leben Jesu wurde das GESETZ in all seiner Vollkommenheit und Vollständigkeit verständlich gemacht. Das Gesetz Mose hat das GESETZ stückweise (vgl. 1Kor 13,12) schriftlich beschrieben, durch Jesus wurde es lebendig, an praktischen Taten und Gleichnissen viel umfassender demonstriert. Aus diesem Grund ist das Gesetz Mose als Regelwerk nicht mehr nötig, denn wir haben einen weit besseren Lehrer und Vorbild: wir sollten Jesus nachfolgen!

      Ga 5.18 Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter Gesetz. 5.19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches... die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden. 5.22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. 5.23 Gegen diese ist das Gesetz nicht [gerichtet].

      Rö 6.1 Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme? 6.2 Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben? 6.3 Oder wißt ihr nicht, daß wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? 6.4 So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln. 6.5 Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der [seiner] Auferstehung sein, 6.6 da wir dies erkennen, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, daß wir der Sünde nicht mehr dienen... Rö 6.15 Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne! 6.16 Wißt ihr nicht, daß, wem ihr euch zur Verfügung stellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? Entweder [Sklaven] der Sünde zum Tod oder [Sklaven] des Gehorsams zur Gerechtigkeit? 6.17 Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid! 6.18 Frei gemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Epafroditus schrieb:

      Mt. 5;17-19. Hier redet er also nicht über die 10 Gebote, sondern er verkündigt seine Entscheidung darüber, dass er bereit ist zu erfüllen (oder voll zur Geltung bringen) was über sein Erlösungswerk im Gesetz und in den Propheten vorhergesagt wurde.
      Ich bin der Meinung: Beides!

      Das Gesetz Mose in seiner beschränkten Form ist veraltet, weil:
      - wir als Christusnachfolger der Sünde abgestorben sein sollten, und damit das Gesetz Mose mit seiner Spiegel-Funktion obsolet ist
      - wir als Christusnachfolger - wie das Wort bereits sagt - den Christus selbst als unser Regelwerk und Vorbild nehmen sollten.

      Der ewige Inhalt und das Ziel (das GESETZ) hinter dem Gesetz Mose war, ist und bleibt für immer beständig, weshalb Jesus in Mt 5,17 sagte, es sei nicht aufgehoben oder vergangen. In weiteren Versen konkretisiert er diese Gebote, indem er jeweils den Sinn eines Gebots Mose aus dem Dekalog vertieft und ihm universale Deutung gibt (das GESETZ).

      Warum scheint Paulus dem Jesus auf ersten Blick zu widersprechen? Paulus ist "schwer zu verstehen", wenn man den Unterschied in den Sachverhalten nicht berücksichtigt. Jesus weist auf die ewige Gültigkeit der ewigen Prinzipien hin, die hinter dem Gesetz Mose stehen. Paulus dagegen lehnt den Legalismus ab, den Versuch, sich an dem Gesetz Mose als Regelwerk der Gerechtigkeit zu orientieren, statt Jesus nachzufolgen.

      Noch eine kleine Anmerkung: Die Beschneidung wurde eindeutig zu einem Regelwerk im Rahmen des mosaischen Gesetzes. Obwohl die fleischliche Beschneidung etwas Wichtiges gelehrt hat, ist sie an sich kein ewiggültiges Prinzip. Aus diesem Grund wurde sie in NT abgelehnt, und diese Praxis mit dem Rückfall ins Gesetz Mose assoziiert (siehe Brief an Galater). Anders verhält es sich mit dem Sabbatgebot: seine Grundlage hat es in der (auch noch ungefallenen) Schöpfung Gottes und daher ewiggültig, und wurde im Rahmen des Gesetzes Mose lediglich wiederholt (2Mo 20,11). Natürlich hat das Sabbatgebot auch die erweiterte Bedeutung - der Befreiung aus der Knechtschaft, vor allem aus der Sünde - erhalten (5Mo 5,15), aber das schafft die erste Bedeutung nicht ab!
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Es gibt kein "himmlisches Gesetz" ohne historische Gottesoffenbarung (Sinai/Jesus).

      "Als die Zeit erfüllt war..."

      Ohne das Prot-Evangelium (Gen. 3:15) gäbe es kein "3-Engel-Evangelium".

      Daher bedarf jeder historische Offenbarungsschritt Gottes sorgfältiger Interpretation, ohne "das Kind mit dem Bade auszuschütten".

      Fortschreitende Offenbarung macht frühere Offenbarungen nicht überflüssig. Jesus bestätigt dieses Prinzip an der Torah.

      Sein "Ich aber sage euch..." bezieht sich auf Auslegungstradition, nicht auf inspirierte EINHEIT der Torah und Propheten.

      E. White hat eine besondere Art des "Hineininterpretierens", welche nicht in allem von der Schrift gedeckt ist.
    • 10 Gebote auch für Christen noch als Spiegel notwendig!

      Jacob der Suchende schrieb:

      Das Gesetz Mose in seiner beschränkten Form ist veraltet, weil:
      1. - wir als Christusnachfolger der Sünde abgestorben sein sollten, und damit das Gesetz Mose mit seiner Spiegel-Funktion obsolet ist
      2. - wir als Christusnachfolger - wie das Wort bereits sagt - den Christus selbst als unser Regelwerk und Vorbild nehmen sollten
      3. .Der ewige Inhalt und das Ziel (das GESETZ) hinter dem Gesetz Mose war, ist und bleibt für immer beständig, weshalb Jesus in Mt 5,17 sagte, es sei nicht aufgehoben oder vergangen. In weiteren Versen konkretisiert er diese Gebote, indem er jeweils den Sinn eines Gebots Mose aus dem Dekalog vertieft und ihm universale Deutung gibt (das GESETZ).



      Meine Antwort:
      1. Da wir nach Luther Sünder und Begnadigte zugleich sind, kann man m.E. nicht sagen, dass das Gesetz Mose (also die 10 Gebote) mit seiner Spiegel-Funktion obsolet ist! Nein, es gilt auch uns Christen immer noch als Spiegel, in welchem wir unsere Sündhaftigkeit erkennen! Wir wollen die 10 Gebote zwar (geistlich) halten, können es aber oft (fleischlich) nicht tun. ----> Wie sagte doch Paulus so zutreffend: „Das Böse, das ich nicht will, das tue ich...” (Röm 7,19) Paulus spricht in Römer 7 von »die Sünde, die in mir wohnt.« (Verse 17 + 20) Und weil in uns die Sünde wohnt, uns die Sündhaftigkeit vererbt worden ist von Geschlecht zu Geschlecht (= Erbsünde), deshalb brauchen wir einen Heiland, der unsre Sünde an das Kreuz getragen hat! (Kol 2,14)
      2. Ja, Christus soll unser ethisches Vorbild sein! Ihm sollen wir nachfolgen und tun, was er uns gesagt hat. (Joh 2,5 ) Jesu Willen erkennen wir brennglasmässig am besten in seiner Bergpredigt (Mt.5-7), wo er uns auffordert, Buße zu tun, Gott, unsern Nächsten und unsere Feinde zu lieben und andere so zu behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen (= die goldene Regel).
      3. Jesus hat die 10 Gebote, gerade in der soeben zitierten Bergpredigt nicht nur erwähnt und bestätigt, er hat diese ja geradezu noch verschärft! Z.B. das Ehebrecher-Verbot: Schon der begehrliche Blick verstößt gegen das Gebot! Oder: Das Tötungs-Verbot: Nicht erst die Tötung verstößt gegen das Gebot, sondern bereits der Zorn! ----> Dies ist ja das total Neue in der Lehre des Rabbi Jesus! Was ER als Gesandter seines himmlischen Vaters seinen Zeitgenossen und auch uns Heutigen gesagt hat, ist "göttlich revolutionär"!: Buße tun, Umkehr (= Metanoia), Feindesliebe und ständige Vergebungsbereitschaft!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Das Missverständnis lässt sich aufklären:

      Die Torah als Ganzes war als Segen und Fluch (Deuteronomium) zugleich angelegt.

      Der "Sündenspiegel"=Erzieher auf Christus war das Opfersystem (Ex. 24) . Das ist beendet durch Jesus Tod/Auferstehung. Dan. 9 sagt, dass es "bis zum Ende des Streites" nicht wieder eingeführt werden wird.

      In den Sieben Siegeln der Joh.-Offenbarung wird deutlich, dass Segen/Verheißung und Verweigerung/Gericht auch im "neuen" Bund gelten. Gott ist IMMER barmherzig UND gerecht.

      Wir entscheiden selbst: Lebensbuch des Lammes=Glaube Jesu oder Versuchte Selbsterlösung=Buch der eigenen "Werke".
    • DER EWIGE BUND MIT ABRAHAM + DER "BESCHNEIDUNGS-BUND"

      Norbert Chmelar schrieb:

      2. Der Abrahams-Bund: 1Mo 17,9: „Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und deine Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht.”
      Gestern in der APIS Bibelstunde ging es um Genesis 17: Hier der Text :

      Der ewige Bund mit Abraham
      1 Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.
      2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir schließen und will dich über alle Maßen mehren.
      3 Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach:
      4 Siehe, ich habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden.
      5 Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker.
      6 Und ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir Völker machen und Könige sollen von dir kommen.
      7 Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei, sodass ich dein und deiner Nachkommen Gott bin.
      8 Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz und will ihr Gott sein.
      9 Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und deine Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht.
      10 Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinen Nachkommen: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden;
      11 eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.
      12 Jeden Knaben, wenn er acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. Desgleichen auch alles, was an Gesinde im Hause geboren oder was gekauft ist von irgendwelchen Fremden, die nicht aus eurem Geschlecht sind.
      13 Beschnitten soll werden alles Gesinde, was dir im Hause geboren oder was gekauft ist. Und so soll mein Bund an eurem Fleisch zu einem ewigen Bund werden.
      14 Ein Unbeschnittener aber, der nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, soll ausgerottet werden aus seinem Volk; meinen Bund hat er gebrochen.
      15 Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst Sarai, deine Frau, nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein.
      16 Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker.
      17 Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, gebären?
      18 Und Abraham sprach zu Gott: Ach dass Ismael möchte leben bleiben vor dir!
      19 Da sprach Gott: Nein, Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen, und ich will meinen Bund mit ihm aufrichten als einen ewigen Bund für seine Nachkommen.
      20 Und für Ismael habe ich dich auch erhört. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und über alle Maßen mehren. Zwölf Fürsten wird er zeugen und ich will ihn zum großen Volk machen.
      21 Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara gebären soll um diese Zeit im nächsten Jahr.
      22 Und er hörte auf, mit ihm zu reden. Und Gott fuhr auf von Abraham.
      23 Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die in seinem Hause geboren, und alle, die von ihm gekauft waren, alle Männer im Hause Abrahams, und beschnitt ihre Vorhaut an eben diesem Tage, wie ihm Gott gesagt hatte.
      24 Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als er seine Vorhaut beschnitt.
      25 Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, als seine Vorhaut beschnitten wurde.
      26 Eben auf diesen Tag wurden Abraham und sein Sohn Ismael beschnitten.
      27 Und alle Männer seines Hauses, im Hause geboren und gekauft von Fremden, wurden mit ihm beschnitten.


      I.) GOTTES EWIGER VERHEISSUNGS-BUND MIT ABRAHAM UND SEINEN NACHKOMMEN

      • Vers 1: ERscheinen Gottes! Gott redet (+ in Vers 3) + Gott redet viel! (Vers 5). GENESIS 17,1: »Ich bin der allmächtige Gott = EL SCHADDAI!« Pfr.Braun sagte dass es im 2. Mose eine Stelle gäbe, wonach JAHWE gesagt habe: „Ich bin Gott, den ihr früher (also zur Zeit Abrahams wie hier in Genesis 17!) EL SCHADDAI genannt hattet!”. Eine Frau sagte sie könne mir dem Namen "ICH BIN DER ICH BIN!" nichts anfangen, wohl aber mit dem Namen EL SCHADDAI = DER ALLMÄCHTIGE schon. Die Frau von Pfr.Braun entgegnete darauf: „Der Name Gottes soll auch ein Geheimnis bleiben! ---> Denn GOTT BLEIBT EIN GEHEIMNIS!”
      • Vers 2+4+7+9+10+19+21: Gott will einen Bund schließenVers 3: Demutshaltung Abrahams! ----> Niederfallen aufs Angesichts = wie die Moslems! Exkurs: Die zentrale Rolle des Abraham im Koran: In 22 Kapiteln des Koran wird Abraham erwähnt. Ihm kommt damit eine zentrale Rolle unter den Propheten zu. Der Koran sagt: „Folge Abraham , der kein Götzendiener war!” ----> zur Rolle des Islams fürs Christentum später mehr

      • Vers 4: Vater vieler Völker
      • Vers 5: Der neue Name: Abraham und nicht mehr Abram. ----> Der Name macht die Person! Gott gibt hier den Namen! „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, Du bist mein!” (Jes 43,1) sagte die Frau von Pfr. Braun.
      • Vers 8: Land Verheißung! ----> Das ganze Land (vom Nil bis zum Euphrat!)? [Und was ist mit den Palästinensern?] Ja, nach dem Bibeltext hat Gott das ganze Land versprochen!
      II.) DER "BUND DER BESCHNEIDUNG"
      • Verse 10 - 14 : Das neue Bundeszeichen der Beschneidung
      • Vers 12: auch Fremde sollen beschnitten werden - also nicht nur Juden! ----> Dieser Vers 12 hat mich sehr überrascht, da ich bisher der Meinung war, dass die Beschneidung nur den Juden gegolten habe. ----> Kommt daher auch die Forderung der Pharisäer in nachchristlicher Zeit auch die Nichtjuden beschneiden zu lassen? Exkurs: zur Beschneidung: Wir haben Galater 5 hierzu kurz betrachtet. Und Gal.2,3 („ Aber selbst Titus, der bei mir war, ein Grieche, wurde nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen.”)---> hier habe ich aber mit Apg.16,3 erwidert, wo Paulus bei Timotheus nicht so konsequent war und diesen wegen der Juden beschnitten hatte!
        ---> Das Zeichen dieses Bundes: = einseitiger Bund ----> Gott bestimmt wie es gehen soll und Abraham willigt ein. ---> Vers 23: Abraham tut was Gott befohlen hat ohne langes Diskutieren! Nun kam Bruder Löbell: Bundeszeichen der Beschneidung: es geht vielmehr um eine demütige 'Beschneidung des Herzens'. ----> Und doch ist es ein „einschneidendes” Erlebnis im wahrsten Sinne des Wortes. ----> Es soll eine Beschneidung von aller Sünde und Unreinheit sein!
      • Exkurs zum Islam: Gott will, dass es den Islam (= Ismael) gibt. Aber das Heil der Welt liegt auf Isaaks Nachkommen! (---> siehe Joh.4,22: »Das Heil kommt von den Juden!«). „Abraham hat Ismael als 1. beschnitten und ihn damit in den Bund aufgenommen!” sagte Bruder Löbell. Der Islam werde gebraucht, um uns zum Glauben zurückzubringen. Dass unsere Liebe zu Jesus echt ist, darum fordert uns der Islam heraus. ----> Der Islam ist also = Herausforderung für unseren Glauben. Der Islam hat uns zuzusetzen, bis wir stark im Glauben sind!
      • Vers 17: Abraham lachte, dass er mit 99 Jahren noch einen Sohn zeugen sollte.
      • Vers 18: Abraham erbittet auch Segen für Ismael!
      • Vers 20: und tatsächlich: Gott hat auch einen Segen für Ismael („ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen”)! Aber !!!! ----> Der ewige über alles gesegnete Bund geht nur über die Linie des Isaak (Vers 21!) und später des Jakobs, welcher dann den Namen Israel von Gott bekam!
      • Vers 22: Erscheinung ist/ wird beendet!

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