Taufe im Namen Jesu - durch Katholische Kirche verändert?

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      Dort wo »im Namen Jesu« steht, ist immer »im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes« gemeint!
      So ist es. Unabhängig davon, was in Mt 28,19 steht:

      Wenn die Aposteln "im Namen Jesu" taufen und das reicht sowohl für die Juden als auch für die Heiden als Taufformel aus, um in die christliche Gemeinschaft aufgenommen zu werden, dann impliziert es doch, dass die Aposteln in das Taufbekenntnis auch mindestens den Gott Vater eingeschlossen haben. Es ist ja undenkbar, dass man mit der kurzen Taufformel den Gott Vater gänzlich "ausgeschlossen" hat! Logisch gedacht, ist das Vorkommen der kurzen Taufformel in der Apostelgeschichte gerade ein Beweis dafür, dass diese eine legitime Abkürzung für mindestens "im Namen des Vaters und des Sohnes" ist.

      Und warum ist die Abkürzung "im Namen Jesu" legitim und umfasst implizit auch die ganze Gottheit? Weil die Bibel es so definiert. Schaue dir einige Beispiele an:

      In Namen Jesu die Vergebung der Sünden:

      Apg 2.38 Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden.

      In Namen Jesu das Heil:

      Apg 4.12 Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name [gemeint: Name Jesu] unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir errettet werden müssen.

      Im Namen Jesu ein gottgefälliges Leben:

      Kol 3.17 Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn.

      Im Namen Jesu göttliche Macht erhalten:

      Mk 16.17 Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden...

      Hinter dem Namen steht Gott selbst:

      Spr 18.10 Ein fester Turm ist der Name des HERRN; zu ihm läuft der Gerechte und ist in Sicherheit.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wenn wir davon ausgehen, dass die Taufformel aus Matthäus 28,19 (Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!-HfA) Original-Worte von Jesus waren, so habe ich aber mit der folgenden Formulierung in der Apostelgeschichte 8 (Apg.8,12-17) so meine gewisse logische Schwierigkeiten!
      Apg 2.4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

      Apg 2.38 Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

      Diese zwei Stellen verdeutlichen den Unterschied zwischen zwei Prozessen: die Taufe und das Empfangen des Heiligen Geistes (in Form von Gaben). Beide Prozesse können sich zeitlich überlappen, müssen aber nicht: Hier sind verschiedene chronologische Beispiele:

      Taufe, und später Erfüllung mit Geist:

      Apg 2,4: Die Aposteln waren zunächst getauft, empfingen die Gaben des Heiligen Geistes jedoch später - erst am Pfingsten.

      Gleich verhielt es sich mit Apg 8,12-17. Philippus sagt:

      Apg 8.16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus.

      und meint unter "allein getauft", dass die Gläubigen noch keine Gabe des Geistes empfangen haben. Das Wort "allein" meint "nur" und hat mit der kurzen oder langen Taufformel nichts zu tun.

      Erfüllung mit Geist, und später Taufe:

      Apg 10,47
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Theologische Begründung der kath. Firmung

      Neu

      Jacob der Suchende schrieb:

      Apg 2.38 Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

      Diese zwei Stellen verdeutlichen den Unterschied zwischen zwei Prozessen: die Taufe und das Empfangen des Heiligen Geistes (in Form von Gaben). Beide Prozesse können sich zeitlich überlappen, müssen aber nicht: Hier sind verschiedene chronologische Beispiele:

      Taufe, und später Erfüllung mit Geist:

      Apg 2,4: Die Aposteln waren zunächst getauft, empfingen die Gaben des Heiligen Geistes jedoch später - erst am Pfingsten.


      Apg 8.16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus.

      und meint unter "allein getauft", dass die Gläubigen noch keine Gabe des Geistes empfangen haben.
      Wegen dieser Stellen hat dann ja die kath. Kirche damit theologisch das Sakrament der Firmung begründet, bei dem der Firmling mit dem Heiligen Geist "gesalbt" wurde!

      1316 Die Firmung vollendet die Taufgnade. Sie ist das Sakrament, das den Heiligen Geist verleiht, um uns in der Gotteskindschaft tiefer zu verwurzeln, uns fester in Christus einzugliedern, unsere Verbindung mit der Kirche zu stärken, uns mehr an ihrer Sendung zu beteiligen und uns zu helfen in Wort und Tat für den christlichen Glauben Zeugnis zu geben. (aus: Katechismus der Katholischen Kirche)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

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      Ja und Nein!

      Ja, weil wie Du schon geschrieben hattest, »der Geist weht wo ER (=JAHWEH) will!« (Joh.3,8)
      Nein, weil die Verleihung des Heiligen Geistes ein Gnadengeschenk Gottes ist und »Niemand Jesus Herr (= KYRIOS = JAHWEH) nennen kann, ohne durch den Heiligen Geist!« (1. Kor.12,3). ---> Insofern muss ER "verliehen werden"; ----> die typische dialektische Theologie des Paulus / und von Karl Barth!