Schwieriges Geschenk?

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    • Schwieriges Geschenk?

      Ich bin gerade dabei, bei der Bücherstube Dillenburg ein paar Bücher zu bestellen, für mich aber auch eines für eine junge Frau. Dass sie mich nach der Bibel gefragt hat, ist der Anlaß meiner Bestellung. Sie ist die Freundin des Sohnes (beide ca. 30) eines meiner ältesten und engsten Freunde. Als ich ihn zuletzt besuchte, und auch sie wieder dort war, fragte sie mich nach der Bibel Ich habe ihr ein paar einfache Antworten gegeben und Vanheidens Neue evangelistische Übersetzung empfohlen.

      Nun werde ich bei meinem gar nicht dem Christentum zugetanen Freund in Verruf kommen, dass ich missionarische Neigungen hätte. Das liegt mir, anders als vermutlich anderen hier im Forum, allerdings recht fern; aber es drängt mich ihre Wissbegier zu befriedigen. Ich weiß nicht, ob ich noch an Gott glaube, aber ich bin sicher, dass es sinnlosere Beschäftigungen gibt, als ein wenig mehr über die Bibel zu erfahren. Ich habe eine recht hübsche Ausgabe mit einem Cover gefunden, dass einer jungen Frau gut gefallen müßte, schließlich gefällt es mir auch. Die NeÜ, den Inhalt, kenne ich sowieso, und ich vertraue Vanheidens Arbeit.

      Sieht doch sehr nett aus. Oder?

      www.cb-buchshop.de/neu-bibel-heute-nt-mit-psalmen-motiv-blatter.html

      Für mich bestelle ich unter anderem endlich die komplette NeÜ, inklusive AT. Als Verteilbibel irre preiswert.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Daniels schrieb:

      Nun werde ich bei meinem gar nicht dem Christentum zugetanen Freund in Verruf kommen, dass ich missionarische Neigungen hätte.
      Warum denn? Eine Bibel recht gelesen bewirkt ja auch, dass man dem gängigen "Christentum" skeptisch gegenüber wird...nur kann man es dann auch begründen.
      Ich wünsche der Freundin des Sohnes deines Bekannten die Leitung Gottes beim Lesen! <3
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Ich kenne keine Vanheiden-Übersetzung.
      Ein Geschenk-Bibel ist KEINE KIRCHE/KONFESSION.
      Aber ich kenne die Elberfelder Bibel, die ist sehr texttreu. Die Lutherbibel ist mehr literarisch.

      Von "Übertragungen" halte ich nicht viel, weil sie zu viel menschliche Meinungen (Konfessionen) transportieren.
    • Wer sich einen "schnellen" Überblick über den Inhalt der Bibel verschaffen will und wer dazu noch in einfachen Worten und modernem Deutsch die Bibel lesen will, dem empfehle ich die Bibel-Ausgabe der "Hoffnung für Alle". 2013 hatte ich das gesamte Alte Testament in der HFA in weniger als 2 Monaten durchgelesen!
      Besonders für Einsteiger/ Konfirmanden ist diese Bibel hervorragend geeignet, weil sie sehr leicht und flüssig zu lesen ist, besser noch als "Die Gute Nachricht - Bibel in heutigem Deutsch" wie ich finde -----> siehe: Moderne Bibelübersetzungen: Erfahrungen, Vorlieben

      Für "Profis" und Fortgeschrittene Bibelleser empfiehlt sich in der Tat die Elberfelder Bibel und für das Neue Testament die Elberfelder Bibel mit Sprachschlüssel. Für ein intensives Bibelstudium ist diese Ausgabe fast unverzichtbar, weil man bestimmte Begriffe im griechischen Urtext im Sprachschlüssel nachlesen kann.

      PS: Die Vanheiden-Übersetzung heißt offiziell "Neue Evangelistische Übersetzung". Eine moderne Übersetzung, die allgemein sehr gelobt wird, die ich aber daheim nicht habe. Die nächste Bibelübersetzung, die ich mir anschaffen werde, wird die Zürcher Bibel von Zwingli sein. Ich habe zu Hause folgende 9 Bibelausgaben: Luther 1956/1964 (Konfirmations-Bibel)/ Luther 1984/ Luther 2017/ Elberfelder NT 1905/ Revidierte Elberfelder NT mit Sprachschlüssel/ NT - Neue Genfer Übersetzung/ Gute Nachricht / Hoffnung für Alle/ Neue Induktive Studienbibel mit dem Text der Schlachter 2000- Bibel.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Ich würde eine kommunikative Bibelübersetzung (z.B. Genfer oder Hoffnung für alle) wählen, die unserer Sprache angepasst und flüssiger zu lesen ist, wenn du willst, daß sie, bzw darin, gelesen wird.
      Das soll jetzt nicht heißen, daß die Luther/Schlachter/Elbersfelder nicht gelesen wird, aber sie sind zumindest für Neulinge schon schwieriger zu lesen.
    • Norberts Hinweis stimmt: die Übersetzung von Karlheinz Vanheiden heißt "Neue evangelistische Übersetzung", kurz NeÜ.

      Deinen Hinweis, Norbert, auf die "Hoffnung für alle" kann ich nachvollziehen, und tatsächlich ist sie in gewisser Weise sehr eingängig. Ich gönne jedem damit seine Freude, es mag auch eine Geschmacksfrage sein, persönlich habe ich gegen die "Hoffnung für alle" Vorbehalte; sie ist mir zu tendenziös und zu absichtsvoll.

      Vanheiden hat sich redlich bemüht. Eine seiner Absichten war es, eine Übersetzung vorzulegen, die auch von Menschen gut verstanden werden kann, die nicht von Klein auf in christliche Sonderbegriffe eingeführt wurden, Im Gegensatz zu anderen Bibelübersetzern hat er sich aber allem Anschein nach auch sehr darum bemüht, die Aussagen der Bibel nicht zu verfälschen. Ursprünglich habe er sich angeblich insbesondere an der NGÜ, der "Neuen Genfer Übersetzung" orientiert.

      Ich habe das NT der Neuen evangelistischen Übersetzung vor einigen Jahren ein paar sehr gläubigen und bibelkundigen Christen gegeben, und sie um ihre Meinung gebeten. Alles Leute, die in ihren Gemeinden sehr engagiert sind und dort fast alle eine herausragende Rolle spielen, sowohl durch ihre kirchlichen Aufgaben als auch durch ihre vorbildlichen Persönlichkeiten und ihre Glaubenstreue. Kein einziger hat die Übersetzung von Karlheinz Vanheiden inhaltlich abgelehnt, Es gab einzig eine leicht ablehnende Bemerkung eines älteren Christen, der so an der ihm von Jugend an vertrauten Lutherbibel und ihren Formulierungen hing, dass er sie immer vorgezogen hätte. Aber auch dieser Mann, der in seiner Baptistengemeinde Bibelstunden abhielt, hatte inhaltlich an Vanheidens Übersetzung nach einer kurzen Prüfung nichts auszusetzen.

      Dieses Bild aus einem anderen Zusammenhang zeigt den bibelkundigen Herrn, der so besonders an der Lutherbibel hing. Er ist leider vor einigen Jahren verstorben. Wirklich kein schlechter Kerl, Klaus Dahm war ein vorbildlicher Christ.

      Wikipedia über die Laufbahn des Karlheinz Vanheiden
    • freudenboten schrieb:

      Ich kenne keine Vanheiden-Übersetzung.
      Ein Geschenk-Bibel ist KEINE KIRCHE/KONFESSION.
      Aber ich kenne die Elberfelder Bibel, die ist sehr texttreu. Die Lutherbibel ist mehr literarisch.

      Von "Übertragungen" halte ich nicht viel, weil sie zu viel menschliche Meinungen (Konfessionen) transportieren.
      Nenne mir einfach ein oder zwei -- kurze -- Stellen aus dem Neuen Testament, bei denen Du eine inhaltliche Verfälschung für besonders naheliegend oder problematisch halten würdest, dann schlage ich die NeÜ-Fassung nach, so dass Du selber schauen kannst, ob sie Dir akzeptabel erscheint.
    • Johannes 1:1.2.14.17.18

      Bibelstelle

      Im Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, ja das Wort _war_ Gott. Von Anfang an war es bei Gott. [...] Er, das Wort, wurde Mensch und wohnte unter uns. Und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit wie sie nur der Eine und Einzige vom Vater hat, erfüllt mit Gnade und Wahrheit. [...] Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, aber durch Jesus Christus kamen die Gnade und die Wahrheit in die Welt. Niemand hat Gott jemals gesehen. Nur der Eine und Einzige, der an der Seite des Vaters selbst Gott ist, hat ihn uns bekannt gemacht.


      Kolosser 2:16-19

      Bibelstelle

      Lasst euch deshalb von niemand verurteilen, nur weil ihr bestimmte Dinge esst oder trinkt oder weil ihr bestimmte Feste oder Feiertage oder Sabbate nicht beachtet. Denn das alles sind nur Schattendinge von dem, was in Christus leibhaftige Wirklichkeit geworden ist. Lasst euch durch niemand davon abbringen, durch keinen, der sich in Demutsübungen gefällt und Engel verehrt und das mit Visionen begründet, die er gesehen haben will. Solche Menschen haben eine ungeistliche Gesinnung und sind ganz ohne Grund stolz und aufgeblasen. Sie halten sich nicht an das Haupt, von dem doch der ganze Leib zusammengehalten und durch Gelenke und Bänder gestützt wird und nach Gottes Willen wächst.


      Hebräer 9:12

      Bibelstelle

      [...] und hat das eigentliche Heiligtum ein für alle Mal betreten. Er kam auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut, und hat uns eine Erlösung gebracht, die für immer gilt. [...]
    • Gut, wie er das Vulgata "unigenitus" vermeidet.
      Nur die Übersetzung des Kolossertextes ist kirchenväterlich verfälscht, im Sinne der Ersetzungstheologie.
      Der griech. Grundtext lautet etwas anders.
      Aber jede Bibelübersetzung hat ihre Schwachstellen.
      Insgesamt mehr deutsche Wörter als im Grundtext, also Kommentar IN DER ÜBERSETZUNG.