Der Mensch hilft sich selbst- Gott schaut zu ?

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    • Der Mensch hilft sich selbst- Gott schaut zu ?

      Hilft denn euer Gott ? War die Frage eines Zweiflers mit dem ich sprach.

      Bei Krankheiten hilft doch euer Gott gar nicht, sondern es sind Menschen, die Dir helfen, wenn Du krank wirst.

      Bei Naturkatastrophen hilft euer Gott auch nicht, sondern wieder sind es andere Menschen, die helfen.

      Über die letzten 2000 Jahre hinweg haben sich die Menschen immer wieder selbst weiter gebracht. Nicht Gott, sondern Wissenschaft und Forschung der letzten 400 Jahre haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir heute eine verbesserte Lebensqualität haben.

      Wozu ist euer Gott also gut ?

      Was sollte ich auf den Zweifler antworten ?
      Beispielsweise dass die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen von Gott geschenkt sind. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fortschritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in unserer gefallenen Welt sind letztlich Eingebungen Gottes und kommen von Gott.
      Was wir nicht vermögen ist beispielsweise die Erde auf eine fast kreisrunde Bahn um unsere wärmende Sonne zu halten und die Erde sich dabei drehen zu lassen. Zusätzlich haben wir täglich immer genug Luft zum Atmen. Auch dies können wir Menschen nicht beeinflussen.
      Letztlich hängt alles an Gott und von Gott ab.
    • Lothar60 schrieb:

      Was sollte ich auf den Zweifler antworten ?
      Erstens, dass seine Zweifel sehr verständlich sind,
      und zweitens, dass er leider vollkommen falsche Vorstellungen hat (wozu das Christentum zugegebenermaßen selbst beigetragen hat)

      Wenn wir sagen "Gott hilft!", dann denken die Leute an einen "Deus ex machina", den Gott aus der Maschine, der in einer Katastrophe oder einer Ausweglosigkeit vom Himmel herabschwebt, den Feind oder die Probleme weghaut und dann haben wir freie Bahn und singen "Großer Gott, wir loben Dich!",
      oder der den Krebs im Endstadium weghext, von den chronischen Rückenschmerzen befreit, den präfinalen Angehörigen wieder ins Leben ruft, oder dergleichen mehr.

      Moderne, evangelikale und charismatische Strömungen füttern dieses Bild leider sehr und haben starken Zulauf,
      was es immer mühsamer macht, diesem Fehlverständnis entgegenzustehen.

      Der Mensch erliegt dem Irrtum Hegels, Aufklärung, Forschung, Ethik und Moral seien natürliche Errungenschaften eines zur Vernunft erwachenden Weltgeistes.
      Das war nicht der Fall. Auf den enttäuschten Humanismus folgte nach dem Ersten Weltkrieg der Existenzialismus, der in eine "gottlose und absurde Welt geworfene Mensch".

      Die Frage "Wozu ist euer Gott denn gut?" ist falsch. Gott ist dann eine Zweckmäßigkeit, ein notwendiges Element (wie in den ganzen Gottesbeweisen).
      Wenn er das wäre, wäre es traurig.
      Petrus fasst es in einem wunderschönen Satz bezüglich Jesus, den ich gerne zitiere: "Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb."
      Über Gott ansich kann man das selbe sagen.

      Da hat etwas Feuer gefangen und man glaubt, und aus diesem Glauben heraus weiß man etwas.
      Da gibt es keine Notwendigkeit.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Hi

      Gott ist eben nicht dafür da, dass ein gläubiger Mensch weniger oft Krank wird, weniger Leid erfahren muss oder dass er mehr Karriere macht. Gott möchte uns auf ewig glücklich machen indem wir ins himmlische Paradies einziehen können. Es ist eine Komponente, die weit über unser irdisches Leben hinausgeht. Wer einmal den Segen Gottes erleben durfte, möchte dieses Gefühl immer wieder erleben und dafür ist Gott da. Das Leid auf dieser Welt wird durch den Menschen verursacht und Satan als Herrscher dieser Erde befeuert dieses Leid natürlich noch, aber so, dass wir es oftmals gar nicht merken. Gott hat ja den Menschen den freien Willen gegeben und den lässt er den Menschen auch mit allen Konsequenzen. Es wäre ihm möglich, einfach wieder alles aufzuräumen, aber das würde nicht dem kompletten freien Willen entsprechen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Das Leid auf dieser Welt wird durch den Menschen verursacht und Satan als Herrscher dieser Erde befeuert dieses Leid natürlich noch, aber so, dass wir es oftmals gar nicht merken.
      Sagst du das dem an Leukämie erkranktem Kind auch? Dass es dort Menschen waren, geht wohl schwer, also sagst du ihm, der Satan wolle es umbringen?
      Nein, machst du natürlich nicht, ich weiß.

      Es gibt sehr viel Leid, das durch Menschen verursacht wird, das stimmt. Aber es gibt auch viel Leid, für das der Mensch nichts kann, sondern das er ohne "Ableitung" auf sich nehmen muss.
      Kausale Erklärungen können manchmal ein stückweit helfen, aber sie sind leider oft falsch. Dann wird der Tsunami eine Strafe Gottes für das Rotlichtmilieu in Bangkok;
      das Problem dabei ist, dass das Rotlichtmilieu danach noch steht, aber hunderte Kinder und andere Unschuldige sind ungekommen, und das sei dann "Gott" gewesen ... Solche Rechnungen gehen nicht auf.
      Man kriegt all die Kräfte, denen wir hier unterworfen sind, nicht einfach immer mit dem "Sündenfall" oder dem Satan erklärt.

      Die Mathematik, die den Elektromagnetismus beschreibt, ist die gleiche, die dazu führt, dass ein Mensch an Leukämie erkrankt.
      Da ist etwas in die Natur eingeschrieben und freigegeben zu Möglichkeiten. Da gibt es keinen Sündenbock für, sondern so funktionieren Natur und Materie.
      In diese Gestaltung ist uns der Atem Gottes eingegeben, der uns Vertrauen gibt und uns die Verhältnisse richtig erkennen lässt.
      "Euer Schmuck sei nicht äußerlich wie Haarflechten, goldene Ketten oder prächtige Kleider, sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes: dies ist Gott lieblich." (1. Petr 3,3.4)
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Seele1986 schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Das Leid auf dieser Welt wird durch den Menschen verursacht und Satan als Herrscher dieser Erde befeuert dieses Leid natürlich noch, aber so, dass wir es oftmals gar nicht merken.
      Sagst du das dem an Leukämie erkranktem Kind auch? Dass es dort Menschen waren, geht wohl schwer, also sagst du ihm, der Satan wolle es umbringen?Nein, machst du natürlich nicht, ich weiß.

      Es gibt sehr viel Leid, das durch Menschen verursacht wird, das stimmt. Aber es gibt auch viel Leid, für das der Mensch nichts kann, sondern das er ohne "Ableitung" auf sich nehmen muss.
      Kausale Erklärungen können manchmal ein stückweit helfen, aber sie sind leider oft falsch. Dann wird der Tsunami eine Strafe Gottes für das Rotlichtmilieu in Bangkok;
      das Problem dabei ist, dass das Rotlichtmilieu danach noch steht, aber hunderte Kinder und andere Unschuldige sind ungekommen, und das sei dann "Gott" gewesen ... Solche Rechnungen gehen nicht auf.
      Man kriegt all die Kräfte, denen wir hier unterworfen sind, nicht einfach immer mit dem "Sündenfall" oder dem Satan erklärt.

      Die Mathematik, die den Elektromagnetismus beschreibt, ist die gleiche, die dazu führt, dass ein Mensch an Leukämie erkrankt.
      Da ist etwas in die Natur eingeschrieben und freigegeben zu Möglichkeiten. Da gibt es keinen Sündenbock für, sondern so funktionieren Natur und Materie.
      In diese Gestaltung ist uns der Atem Gottes eingegeben, der uns Vertrauen gibt und uns die Verhältnisse richtig erkennen lässt.
      "Euer Schmuck sei nicht äußerlich wie Haarflechten, goldene Ketten oder prächtige Kleider, sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes: dies ist Gott lieblich." (1. Petr 3,3.4)
      Ja, du hast Recht, gerade was Krankheiten betrifft kann man die Schuld sicherlich nicht dem Menschen zuschieben. Ich habe generell die Erfahrung gemacht, dass es sehr viele Dinge gibt, die wir nicht erklären können. Ich würde aber nie etwas als eine Strafe Gottes bezeichnen. Das ist erstens nämlich nicht wahr und zweitens dient es dem Opfer auch nichteinmal als Stärkung, im Gegenteil man tritt eigentlich noch auf jemanden, der schon am Boden liegt. Trotzdem wird auch viel Leid durch Menschen verursacht, ja auch wir Westeuropäer gehören mit unserem Lebensstandard dazu.

      Liebe Grüsse
      DonDomi