Haben die ersten Christen die Ansicht vertreten, Jesus sei dem allmächtigen Gott gleich?

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    • Anstatt Einsetzungs-Theorie "Bestätigungs-Theorie" sagen!

      DerEwigeStudent schrieb:

      Es wurden schon ein paar Bibelstellen genannt, die uns Aufschluss darüber geben können, wer "Jesus" war, wer er ist und wer er werden wird.
      Wenn Pfingstrosen Phil.2,6 zitiert, sagt der Text, dass er Gott gleich war. Das ist mathematisch betrachtet eine Formel: Er = Gott, durch das "WAR" wird eine Zeitform hinzugefügt. Das heißt, wenn er WAR, dann ist er es jetzt (zumindest als Paulus das schrieb) nicht.
      stellt sich die Frage wer er Jetzt (zu Pauli Zeit) ist.


      Bleiben fürs erste nur noch zwei Fragen zu klären:

      [b]1. Wann wurde er "Sohn"? und

      [b]2. Wenn dem so ist, wer war er vorher?

      zur 1. Frage können wir die Apostelgeschichte zu Rate ziehen Apg.2,34-36 34 Denn nicht David ist in den Himmel aufgefahren, sondern er sagt selbst: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 35 bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße.«[i] 36 So soll nun das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott Ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt! -[/i] der Text legt nahe, das Jesus durch Kreuzigung und Auferstehung zum Herrn und Christus gemacht wurde. Zumindest sagt das Petrus in seiner Pfingstpredigt so. Paulus ergänzt in Antiochia vor den Juden: Apg.13,32 + 33 32 Und wir verkündigen euch das Evangelium, dass Gott die den Vätern zuteilgewordene Verheißung an uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte,33 wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«. An dieser Stelle sagt er eindeutig, das Christus nach der Auferstehung zum Sohn Gottes gemacht worden ist.
      Auf die Frage, wer Jesus jetzt ist? ER ist der AUFERSTANDENE! (seit Ostern!) ER ist der HIMMLISCHE HOHEPRIESTER + FÜRSPRECHER! (seit seiner Himmelfahrt!)
      Was war Jesus seit seiner Geburt durch den Heiligen Geist? ER war WAHRER MENSCH + WAHRER GOTT!
      Was war Jesus seit seiner Taufe durch Johannes den Täufer? ER war der (jüdische) MESSIAS!

      Zur Frage: Seit wann war Jesus Sohn? Antwort: ER war, ist und bleibt Sohn seit EWIGKEIT! ===> Also Sohn war / ist Christus schon immer !
      Die dargestellten Verse sprechen für die - meiner Meinung nach unhaltbare - Einsetzungs-Theorie! Diese besagt, dass mit/ durch die Auferstehung Jesu ER zum Sohne eingesetzt wurde! Denn, wenn Jesus, schon immer existiert hatte („von Ewigkeit her”!), dann war ER Sohn schon immer! ---ER ist der EINGEBORENE SOHN! (Johannes.3,16) und wird es immer bleiben! ---> Allenfalls könnte man m.E. theologisch zur "Einsetzungs-Theorie" folgendes sagen: Durch die Auferstehung Jesu/Auferweckung durch den Vater bestätigte der Vater Jesu Gottessohnschaft! ----> Daher würde ich theologisch präziser statt Einsetzungs-Theorie lieber "Bestätigungs-Theorie" sagen!

      PS: Was oder wer ist Jesus noch, außer, dass ER unser Herr, Heiland und Erlöser ist? Jesus ist...
      • KÖNIG - RICHTER + PROPHET!
      • ER ist - wie es auf vielen Kirchenfenstern steht: I H S : IESUS - HEILAND - SELIGMACHER!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Was war Jesus seit seiner Taufe durch Johannes den Täufer? ER war der (jüdische) MESSIAS!
      Messias (Gesalbter) wird er eigentlich durch die Salbung der Maria erst ;)

      Norbert Chmelar schrieb:

      Seit wann war Jesus Sohn? Antwort: ER war, ist und bleibt Sohn seit EWIGKEIT! ==
      Nun, das muss man sich überlegen.
      Wenn man nämlich sagt, er sei der Logos, das Wort Gottes - was ja damit begründet wird, dass man sagt, Gott habe bei der Schöpfung "gesprochen", also war das Wort dabei -
      dann ist das kein "Sohn" und keine "Person", sondern etwas abstraktes.

      Der Punkt ist, dass die ganzen Begründungen intellektuell kein Stück halten. Man redet aber so, als begründe man philosophisch, intellektuell.
      Das Christentum tat sich mit der philosophischen Begründung der Gottheit keinen Gefallen und tut sich keinen Gefallen damit.

      Du und andere schreiben hier, als sei das wirklich etwas, was durchdacht werden kann.
      Es wird aber einfach nur etwas geglaubt und dementsprechend Bibelverse aneinandergereiht und ausgelegt.

      Vor allem Bibelstellen, Bibelstellen, Bibelstellen ...
      Hat niemals ein gelehrter Christ gesagt: "Bitte nur dann Bibelstellen zitieren, wenn es wirklich Basis hat!" ?
      Egal, wo und was man liest, man wird überschüttet mit Bibelstellen und gibt sich damit das Gewand besonderer Bibelfestigkeit und Gottestreue.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Vor allem Bibelstellen, Bibelstellen, Bibelstellen ...
      Hat niemals ein gelehrter Christ gesagt: "Bitte nur dann Bibelstellen zitieren, wenn es wirklich Basis hat!" ?
      Egal, wo und was man liest, man wird überschüttet mit Bibelstellen und gibt sich damit das Gewand besonderer Bibelfestigkeit und Gottestreue.
      Seltsamer "Vorwurf....ohne die Bibel gäbe es keine andere Informationen als die Selbsterlösungversuche durch Gutsein.
      Wo soll ich denn lesen, wer der Erlöser ist?Wer er ist? Wo er war und wann ich ihn sehen werde......
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Seltsamer "Vorwurf....ohne die Bibel gäbe es keine andere Informationen als die Selbsterlösungversuche durch Gutsein.
      Das denke ich zwar nicht, aber darum ging es mir auch nicht.

      Pfingstrosen schrieb:

      Wo soll ich denn lesen,
      Das meinte ich nicht, Pfingstrosen, und ich denke, das geht aus meinem Text hervor, was ich meinte.
      Mach nicht immer aus allem ein Schwarz oder Weiß. Ich habe weder gesagt, es solle die Bibel nicht geben, noch sagte ich, man solle in ihr nicht lesen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Der Punkt ist, dass die ganzen Begründungen intellektuell kein Stück halten. Man redet aber so, als begründe man philosophisch, intellektuell.
      Das Christentum tat sich mit der philosophischen Begründung der Gottheit keinen Gefallen und tut sich keinen Gefallen damit.
      Weil man immer in diese Falle tappt und die Gebote Gottes nicht ernst nimmt!
      2.Mose 20
      1 Und Gott redete alle diese Worte:
      2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
      3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
      4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
      5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,
      6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
    • Pfingstrosen schrieb:

      Wenn die Basis der Geist Gottes wäre ......
      Genau.
      Dann könnte man frei sprechen und bräuchte nicht für jeden Milimeter nen Vers.
      Das ist eine unangenehme Kehrseite des "sola scriptura" und der "ernsten Bibelforschung", finde ich.
      Dass einem die Bibel nicht noch die Kleidung rauslegt, die Haare kämmt und das Essen kocht, ist fast schon alles ...
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Dass einem die Bibel nicht noch die Kleidung rauslegt, die Haare kämmt und das Essen kocht, ist fast schon alles ...
      die Kopftücher umbindet,die Gebetsriemen anlegt,den Bart wachsen lässt, die Haare schneidet oder auch nicht...
      das Wasser in Wein verwandelt :D
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • WAHRE CHRISTLICHE PHILOSOPHIE!

      Seele1986 schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Was war Jesus seit seiner Taufe durch Johannes den Täufer? ER war der (jüdische) MESSIAS!
      Messias (Gesalbter) wird er eigentlich durch die Salbung der Maria erst ;)

      Norbert Chmelar schrieb:

      Seit wann war Jesus Sohn? Antwort: ER war, ist und bleibt Sohn seit EWIGKEIT! ==
      Das Christentum tat sich mit der philosophischen Begründung der Gottheit keinen Gefallen und tut sich keinen Gefallen damit.

      Du und andere schreiben hier, als sei das wirklich etwas, was durchdacht werden kann.
      Es wird aber einfach nur etwas geglaubt und dementsprechend Bibelverse aneinandergereiht und ausgelegt.

      Vor allem Bibelstellen, Bibelstellen, Bibelstellen ...
      Hat niemals ein gelehrter Christ gesagt: "Bitte nur dann Bibelstellen zitieren, wenn es wirklich Basis hat!" ?
      Egal, wo und was man liest, man wird überschüttet mit Bibelstellen und gibt sich damit das Gewand besonderer Bibelfestigkeit und Gottestreue.
      Es wird ja auch gesagt dass eventuell Jesus 3 (4) mal zum Messias wurde:
      1. Bei seiner Geburt durch die Jungfrau Maria - im Heiligen Geist.
      2. Bei der Taufe durch Johannes den Täufer, als eine Stimme vom Himmel sprach: „Dies ist mein lieber Sohn!” ---> diese These vertrete ich.
      3. Bei besagter Salbung durch Maria kurz vor seiner Passion (wobei auch nicht eindeutig klar ist, welche Maria es war - entweder Maria Magdalena oder Maria aus Bethanien, die Schwester von Martha und Lazarus)
      4. Bei seiner Auferstehung
      ===> Da Jesus ja auch der »Davidssohn« ist, könnte es daher durchaus sein,dass Jesus - wie David - zweimal zum Messias gesalbt worden ist.

      Erst durch die Philosophie des Jüngers und Apostel Johannes („Am Anfang war das Wort - und das Wort war Gott / göttlichen Wesens” - Joh.1:1) wurde das Christentum richtig geadelt. ===> Daher gehört zu einem wahren Glauben - mMn. auch wahre christliche Philosophie , wie sie z.B. auch die frühen Kirchenväter ( Irenäus von Lyon/ Origenes/ Athanasius/ Augustinus etc...) vertreten hatten.

      PS: Wenn das zitierte Joh.1,1 oder auch Phil.2:5 („Jesus war Gott gleich”) keine Basis hat , dann weiß ich auch nicht...
    • Norbert Chmelar schrieb:

      DerEwigeStudent schrieb:

      Es wurden schon ein paar Bibelstellen genannt, die uns Aufschluss darüber geben können, wer "Jesus" war, wer er ist und wer er werden wird.
      Wenn Pfingstrosen Phil.2,6 zitiert, sagt der Text, dass er Gott gleich war. Das ist mathematisch betrachtet eine Formel: Er = Gott, durch das "WAR" wird eine Zeitform hinzugefügt. Das heißt, wenn er WAR, dann ist er es jetzt (zumindest als Paulus das schrieb) nicht.
      stellt sich die Frage wer er Jetzt (zu Pauli Zeit) ist.


      Bleiben fürs erste nur noch zwei Fragen zu klären:

      [b]1. Wann wurde er "Sohn"? und

      [b]2. Wenn dem so ist, wer war er vorher?

      zur 1. Frage können wir die Apostelgeschichte zu Rate ziehen Apg.2,34-36 34 Denn nicht David ist in den Himmel aufgefahren, sondern er sagt selbst: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 35 bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße.«[i] 36 So soll nun das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott Ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt! -[/i] der Text legt nahe, das Jesus durch Kreuzigung und Auferstehung zum Herrn und Christus gemacht wurde. Zumindest sagt das Petrus in seiner Pfingstpredigt so. Paulus ergänzt in Antiochia vor den Juden: Apg.13,32 + 33 32 Und wir verkündigen euch das Evangelium, dass Gott die den Vätern zuteilgewordene Verheißung an uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte,33 wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«. An dieser Stelle sagt er eindeutig, das Christus nach der Auferstehung zum Sohn Gottes gemacht worden ist.
      Auf die Frage, wer Jesus jetzt ist? ER ist der AUFERSTANDENE! (seit Ostern!) ER ist der HIMMLISCHE HOHEPRIESTER + FÜRSPRECHER! (seit seiner Himmelfahrt!)Was war Jesus seit seiner Geburt durch den Heiligen Geist? ER war WAHRER MENSCH + WAHRER GOTT!
      Was war Jesus seit seiner Taufe durch Johannes den Täufer? ER war der (jüdische) MESSIAS!

      Zur Frage: Seit wann war Jesus Sohn? Antwort: ER war, ist und bleibt Sohn seit EWIGKEIT! ===> Also Sohn war / ist Christus schon immer !
      Die dargestellten Verse sprechen für die - meiner Meinung nach unhaltbare - Einsetzungs-Theorie! Diese besagt, dass mit/ durch die Auferstehung Jesu ER zum Sohne eingesetzt wurde! Denn, wenn Jesus, schon immer existiert hatte („von Ewigkeit her”!), dann war ER Sohn schon immer! ---ER ist der EINGEBORENE SOHN! (Johannes.3,16) und wird es immer bleiben! ---> Allenfalls könnte man m.E. theologisch zur "Einsetzungs-Theorie" folgendes sagen: Durch die Auferstehung Jesu/Auferweckung durch den Vater bestätigte der Vater Jesu Gottessohnschaft! ----> Daher würde ich theologisch präziser statt Einsetzungs-Theorie lieber "Bestätigungs-Theorie" sagen!

      PS: Was oder wer ist Jesus noch, außer, dass ER unser Herr, Heiland und Erlöser ist? Jesus ist...
      • KÖNIG - RICHTER + PROPHET!
      • ER ist - wie es auf vielen Kirchenfenstern steht: I H S : IESUS - HEILAND - SELIGMACHER!

      Lieber Norbert

      Wenn wir das Prinzip Sola Skriptura anwenden, steht in der Zukunftsform: "Ich werde sein Vater sein; er wird mein Sohn sein" Heb.1,5; Luk.1, 32 " Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben;" -nur zwei Beispiele das der den wir Christus nennen nicht immer Sohn war.
      Ein anderes logisches Beispiel: Ich war nicht immer Vater, und R. nicht immer mein Sohn, sondern erst in dem Moment, als ich ihn mit meiner Frau gezeugt habe.
      Vorher hatte der den wir Christus nennen andere Aufgaben, siehe oben - Jesaja sagt außerdem: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. Jes. 9,5 ,das sind doch die Bibelverse die du entkräften musst. Ich glaube auch viele Sachen, von denen manche richtig und wieder andere falsch sind, aber der Maßstab ist das Wort Gottes, nicht meine Vorstellungen mit der "rosa Brille". Das ist der Punkt, denke ich, an dem auch Seele 1986 scheitert, was er intellektuell nicht verstehen kann, gibt es für ihn nicht (ich hoffe ich tue ihm kein Unrecht damit). Es gibt viele Sachen die wir nicht unbedingt verstehen und trotzdem sind sie da, oder funktionieren. lG DeS
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Daher gehört zu einem wahren Glauben - mMn. auch wahre christliche Philosophie ,
      Da stimme ich dir vollkommen zu, denn ich bin ein begeisterter Philosoph.
      Allerdings gehört zum "Streben nach Weisheit" auch, die Grenzen zu erkennen.

      Die Philosophie meint gemeinhin, es sei "Erkenntnis und Weisheit", wenn man alles gänzlich durchleuchtet und verstanden hätte, und daher kommen dann diese kalten Konstrukte.
      Das ist falsch. Es ist ein großes Maß an Weisheit, wenn man erkennt, was einem verborgen bleibt.

      Ich möchte einfach möglichst die Konstruktion vermeiden und finde, wie gesagt, mit der systematischen Erklärung der Dreieinigkeit hat man sich keinen Gefallen getan.
      Das gleiche gilt für Arianer oder die strikte Singularität im Islam; es verfehlt die Sache. Daher gefällt mir freudenbotens Hinweis auch so, dass es keinen "Mono-Theismus" gibt.

      Jesus erklärt "Gott" kurz und knapp: Gott ist Geist.
      Gott kann gleichzeitig als "Vater" im Himmel sein und im Sohn auf Erden; er kann gleichzeitig als Heiliger Geist den Sohn leiten und im Wort in das Herz und den Geist eines Menschen hineingehen ...
      Das geht alles. Er hat keine Grenzen, er ist Geist.

      Paulus suchte in seiner Ausdrucksweise die Griechen und Philosophen anzusprechen, wodurch dann teilweise sehr komplexe Sätze zustandekommen, die eigentlich ganz simpel sind, wenn man sie auf das Wesentliche bringt.

      Ein trinitarisches Modell findet man im Neuen Testament nicht. Es wird von Gott gesprochen, in dem Vater und in dem Sohn und in dem Heiligen Geist, in uns und wir in ihm, aus ihm und durch ihn und mit ihm ...
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Du neigst also zu einem philosophischen "Modalismus" bezüglich der Gottheit.
      Diese Haltung ist schon überholt und entspricht nicht den (ganzen) biblischen Texten.

      In Johannes 4 spricht Jesus von Vater, Geist und Wahrheit. Das sind nicht Modalitäten eines einzigen Gottes sondern drei ewige Wesen (Mose: "Jhwh Elohim") welche sich in ihren "Aktivitäten" unterscheiden.


    • DerEwigeStudent schrieb:

      Lieber Norbert
      Wenn wir das Prinzip Sola Skriptura anwenden, steht in der Zukunftsform: "Ich werde sein Vater sein; er wird mein Sohn sein" Heb.1,5; Luk.1, 32 " Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben;" -nur zwei Beispiele das der den wir Christus nennen nicht immer Sohn war.
      Ein anderes logisches Beispiel: Ich war nicht immer Vater, und R. nicht immer mein Sohn, sondern erst in dem Moment, als ich ihn mit meiner Frau gezeugt habe.
      Vorher hatte der den wir Christus nennen andere Aufgaben, siehe oben - Jesaja sagt außerdem: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. Jes. 9,5 ,das sind doch die Bibelverse die du entkräften musst. Ich glaube auch viele Sachen, von denen manche richtig und wieder andere falsch sind, aber der Maßstab ist das Wort Gottes, nicht meine Vorstellungen mit der "rosa Brille". Das ist der Punkt, denke ich, an dem auch Seele 1986 scheitert, was er intellektuell nicht verstehen kann, gibt es für ihn nicht (ich hoffe ich tue ihm kein Unrecht damit). Es gibt viele Sachen die wir nicht unbedingt verstehen und trotzdem sind sie da, oder funktionieren. lG DeS
      Man kann den komplexen und UNERFORSCHLICHEN EWIGEN GOTT in Sachen Gott-Vaternund Gott-Sohn gewiss nicht 1 zu 1 mit der Zeugung eines menschlichen Vaters, der seinen Sohn zeugt vergleichen. Ich nehme an lieber "Der Ewige Student", dass Du mir hierin zustimmst. Alles Reden und "Dogmatisieren" über Gott sind »nur "Annäherungen" an die Gottheit (= JAHWEH ELOHIM).

      Wenn Jesus vor seiner Menschwerdung (=Inkarnation) „andere Aufgaben” hatte und es in Jesaja 9,5 heißt, dass ER "Ewig-Vater" genannt wurde, wie soll und will man das dann verstehen? Ist GOTT DER VATER geteilt?
      Das sind alles schwierige Dinge, die unseren Verstand überfordern - und deshalb ist hier nun ja eben Gott Gott und wir sind Mensch, soviel niedriger, „uneinsichtig” und auch unwissend. Gott kann von unserem Verstand nur "erahnt" werden. Um aber diesen UNERFORSCHLICHEN GOTT in seinem wahren Wesen "kennenzulernen", war es notwendig, dass Gott in Christus Mensch wurde! ---> Das ist auch »das Geheimnis von Weihnachten«, das wir in 10 Tagen bedenken.
      Und insofern stimme ich Seele1986 zu als

      Seele1986 schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Daher gehört zu einem wahren Glauben - mMn. auch wahre christliche Philosophie ,
      Da stimme ich dir vollkommen zu, denn ich bin ein begeisterter Philosoph.Allerdings gehört zum "Streben nach Weisheit" auch, die Grenzen zu erkennen.

      Die Philosophie meint gemeinhin, es sei "Erkenntnis und Weisheit", wenn man alles gänzlich durchleuchtet und verstanden hätte, und daher kommen dann diese kalten Konstrukte.
      Das ist falsch. Es ist ein großes Maß an Weisheit, wenn man erkennt, was einem verborgen bleibt.

      Ich möchte einfach möglichst die Konstruktion vermeiden und finde, wie gesagt, mit der systematischen Erklärung der Dreieinigkeit hat man sich keinen Gefallen getan.
      Das gleiche gilt für Arianer oder die strikte Singularität im Islam; es verfehlt die Sache. Daher gefällt mir freudenbotens Hinweis auch so, dass es keinen "Mono-Theismus" gibt.

      Jesus erklärt "Gott" kurz und knapp: Gott ist Geist.
      Gott kann gleichzeitig als "Vater" im Himmel sein und im Sohn auf Erden; er kann gleichzeitig als Heiliger Geist den Sohn leiten und im Wort in das Herz und den Geist eines Menschen hineingehen ...
      Das geht alles. Er hat keine Grenzen, er ist Geist.

      Paulus suchte in seiner Ausdrucksweise die Griechen und Philosophen anzusprechen, wodurch dann teilweise sehr komplexe Sätze zustandekommen, die eigentlich ganz simpel sind, wenn man sie auf das Wesentliche bringt.

      Ein trinitarisches Modell findet man im Neuen Testament nicht. Es wird von Gott gesprochen, in dem Vater und in dem Sohn und in dem Heiligen Geist, in uns und wir in ihm, aus ihm und durch ihn und mit ihm ...
      Deinem Zitat „Er hat keine Grenzen, er ist Geist.” stimme ich unbedingt zu! Was Gott aber noch hat - und was mir ganz besonders wichtig ist - das ist seine grenzenlose Liebe zu den verlorenen und gebundenen Sündern, seine grenzenlose Liebe zu allen Menschen! Denn »GOTT IST LIEBE!« (1.Joh.4,8+16)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Denn »GOTT IST LIEBE!« (1.Joh.4,8+16)
      Übrigens ein einzigartiger Satz. Es gibt keine einzige Religion oder Lehre auf der Welt, in der es heißt: Gott IST die Liebe (soweit ich weiß).

      Aristoteles nannte ihn Beweger, aber nicht im Sinne von Kinetik (also Bewegung von Materie),
      sondern wie bei Geliebten: "Er bewegt, wie etwas Geliebtes die anderen sich bewegenden Dinge bewegt"

      Wenn die Philosophie solche Sätze hervorbringt, dann ist sie wunderschön.
      Es ist vollkommen verständlich, dass man die Dinge verstehen und erkennen will. Das treibt uns Menschen ja an.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Bei besagter Salbung durch Maria
      Ich denke, dass es auch die vielleicht nicht so ankam. Wohl eher auf die Salbung mit Freudenöl durch den Vater.

      Seele1986 schrieb:

      finde, wie gesagt, mit der systematischen Erklärung der Dreieinigkeit hat man sich keinen Gefallen getan.
      Nein, wirklich nicht, diese war "unnötig wie ein Kropf", ja schlimmer, sie hat nur Spalterei und Streiterei gebracht.

      Seele1986 schrieb:

      Ein trinitarisches Modell findet man im Neuen Testament nicht.
      Sehe ich auch so.

      freudenboten schrieb:

      In Johannes 4 spricht Jesus von Vater, Geist und Wahrheit. Das sind nicht Modalitäten eines einzigen Gottes sondern drei ewige Wesen
      Wie, wo denn? Ich finde das dort nicht. Wenn Du solche Sachen behauptest, begründe es bitte auch.
    • Bei der Taufe Jesu waren gemäß den Evangelien dieselben drei "Wesen" beteiligt wie bei Erschaffung der Welt in der Tora.
      Die Übereinstimmung von Mose und Evangelien führt unweigerlich zu einer Gottheit aus drei Ewigen Wesen: Dem allgegenwärtigen Geist, dem allmächtigen Wort sowie dem allwissenden Vater.
      Das ist NICHT athanasische Trinität und auch nicht arianische Hierarchie.
      Jesu Auftrag lautete so zu taufen, ubd die Apostel haben sich daran gehalten (Apg. 19:2.ff.)
    • Rosen schrieb:

      freudenboten schrieb:

      auch.In Johannes 4 spricht Jesus von Vater, Geist und Wahrheit. Das sind nicht Modalitäten eines einzigen Gottes sondern drei ewige Wesen




      Wie, wo denn? Ich finde das dort nicht. Wenn Du solche Sachen behauptest, begründe es bitte


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