Christliche Grabgestaltung

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    • Christliche Grabgestaltung

      Mir ist auf einem Friedhof ein Grab aufgefallen, weil es im Gegensatz zur Trauer einmal die Freude der erhofften Auferstehung in den Vordergrund bringt:


      Wie findet Ihr das?
      (Die Namen der im Grabstein Aufgeführten hab ich im Bild unlesbar gemacht, weis ja nicht, ob das den Angehörigen sonst recht ist.)

      Abgesehen von der Sonnenverehrung durch das Kreuz in der Sonnenscheibe hinterm Kopf ginde ich gut, dass einmal die frohe Botschaft im Vordergrund steht bei einem Grab.
      Und die farbenfrohe Ausführung in dieser Größe mag zwar nicht jedermanns Geschmack sein, aber ich finde es gut, dass nicht alle Gräber so trist und vor allem so uniform aussehen. Zwar war der Maler nicht der allerbeste vom technischen Können her und der Gesichtsausdruck von Jesus wird ihm bestimmt nicht gerecht, aber es hätte auch schlimmer sein können.

      Etwas anderes ist die Handhaltung. Es gibt ja da verschiedene Handhaltungen und ich hab nur erst mal angefangen, mich mit deren Bedeutungen zu befassen. Ich denke, Jesus werden diese Handhaltungen unterschoben, denn die Bibel berichtet nicht davon. Aber das gehört eigentlich in ein anderes Thema. Gibt es so eines schon?
    • Das finde ich sehr gut ! - Vielleicht etwas weniger schön - aber mit einer klaren Aussage.

      Ich habe gestern für "mein Grab" die Kostenvoranschläge beim Steinmetz eingeholt : Den Grabstein möchte ich unbedingt erhalten - das erste !!!STA - Grab auf unserem Friedhof, bereits 1933 : "Wir warten auf ein Wiedersehn bei der Wiederkunft Christi." Den "Auferstandenen" , Skulptur in St. Stephan, Wien, bringe ich leider nicht unter - oder vielleicht doch, als Ätzung von einem Photo.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Eben, Der gesamte Grabstein müsste anders gestaltet werden, ist aber dann nicht mehr der "historische".

      aber : Ein bewusstes Zeugnis des Adventglaubens am Grabstein sollte man sich schon - - weit vor dem Trauerfall - - überlegen. wenn ich denke, wer vom Ort aller zu Allerheiligen durch die Grabeszeilen spaziert, die einzelnen Gräber Bekannter und Unbekannter "inspiozierend" - und - ehedem - den neuen Pelzmantel demonstrierend - so wäre ein gut überlegtes "letztes Zeugnis" wohl angebracht.

      Auf unserem Friedhof gibt es auch klare Aussagen der Freimaurer oder der Atheisten im Urnenhain aus den Dreissigerjahren !!!
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      Das finde ich sehr gut ! - Vielleicht etwas weniger schön - aber mit einer klaren Aussage.

      die aber so gut wie niemand versteht.
      Außer er schreibt oder fotografiert sie ab, und schaut zuhause was es heißt.

      Ja und die Malerei: Etwas weniger schön, ist wirklich sehr dezent ausgedrückt.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ich, als Nicht-Lateiner würde »EGO SUM RESURRRECTIO ET VITA« so übersetzen: »ICH BIN (DIE) AUFERSTEHUNG UND (DAS) LEBEN«.
      Ist es richtig, lieber Philo?
      Ich bin zwar nicht Philo, aber ja, ist richtig ;)

      Norbert Chmelar schrieb:

      Soll nicht der Grabstein der Ellen Gould White, geborene Harmon, ausgerechnet ein "Freimaurer-Symbol" - ein Obelisk - sein? Wie konnte so etwas sein? Warum kein Kreuz? War EGW womöglich verkappte Freimaurerin?
      Man muss wissen, dass in den USA eine ganze Weile lang sehr sehr viele Menschen Freimaurer waren oder der Freimaurerei nahestanden.
      Die USA ist voll von freimaurerischen (bzw. deistischen) Symbolen, die mehr oder weniger in anderen Symbolen oder Darstellungen wiederkehren.
      Und da die USA, das muss man ihnen lassen, in dieser Hinsicht ein sehr freiheitliches Land sind, kann man auch sehen, dass der größte Teil an neureligiösen Richtungen, Kulten und Sekten aus den Vereinigten Staaten kommt.

      Der Obelisk muss nicht heißen, dass sie selbst Freimaurerin war, sondern lediglich, dass Freimaurer ihr nahestanden. Dann kommt solch ein Grab unter Umständen auch zustande.
      Nach den Regeln der regulären Freimaurerei, also jene, die die Großloge von England zur Mutter haben, gibt es keine Frauen in der Freimaurerei.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Yppsi schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      Das finde ich sehr gut ! - Vielleicht etwas weniger schön - aber mit einer klaren Aussage.
      die aber so gut wie niemand versteht.
      Außer er schreibt oder fotografiert sie ab, und schaut zuhause was es heißt.
      Hihi, ja genau so hab ich's gemacht, Also auf deutsch wäre noch besser. Aber ich habe es trotzdem verstanden, obwohl ich nur mal in der Mittelstufe ein halbes Jahr Latein-AG freiwilllig hatte. Aber zur Sicherheit hab ich es nachgeschlagen.
      Das überleg ich mir mir, ob ich "anordne" dass das auf deutsch auf meinem Grab stehen soll. Wahrscheinlich dann auf einem Holzkreuz, ist "günstiger" als ein Stein...
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Schrecklich! =O
      Yppsi, »Geschmäcker sind halt verschieden!« .
      Ich, als Nicht-Lateiner würde »EGO SUM RESURRRECTIO ET VITA« so übersetzen: »ICH BIN (DIE) AUFERSTEHUNG UND (DAS) LEBEN«.
      Ist es richtig, lieber Philo?
      Richtig, "ehr gut, danke,. setzen !"

      Aber zu den Bedenken des Verwendung eines lateinischen Textes : Ich nehme einmal an, dass es sich um ein GRab in katholischen Ländern handelt - und man unteschätze nicht, wieviel Kirchenlatein, besonders bezüglich spezieller Begriffe, auch ein katholischer LAie versteht.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Soll nicht der Grabstein der Ellen Gould White, geborene Harmon, ausgerechnet ein "Freimaurer-Symbol" - ein Obelisk - sein? Wie konnte so etwas sein? Warum kein Kreuz? War EGW womöglich verkappte Freimaurerin?
      Man höre doch bitte auf, aus dem Grabstein vonm EGW alles Mögliche und Unmögliche herausdeuten zu wollen ! AUch aufWiener Friedhöfen (konkret einmal : Ottakringer Friedhof Maurer Friedhof - - ) findest Du Obelisken als Element des Grabsteines. bei biederen Hausbesitzers- und Fleischhauersgattinnen. , simpel, weil es erstens Mode war und zweitens man damit in die Höhe gehen konnte ! -
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      simpel, weil es erstens Mode war und zweitens man damit in die Höhe gehen konnte ! -
      Naja, das war auch Walter Veiths Begründung bei Ellen Whites Grabmal (der ja sonst stets bemüht ist, auf jegliche freimaurerische Symbole anderer hinzuweisen).
      "Es war halt damals so. Da hat man das so gemacht"

      Ist das so? Das hätte ich auch gerne! Wieviel kostet so ein Block?

      Das mag durchaus Mode gewesen sein. Dies Argument hinkt aber bei einer Person, die ganz konkret (und eigentlich permanent) auf den Okkultismus, die Falschlehre, die Widergöttlichkeit, den Katholizismus und das Unbiblische hingewiesen hat und bei niemandem ein gutes Haar dranlässt.
      Das ist einfach die Ironie der Sache, genauso wie die ganzen anderen - keineswegs "biblischen" Thesen - die da noch zusammenkamen.

      Kurz und knapp: Natürlich waren da Freimaurer in ihren Kreisen und sie hat Kontakt und Austausch mit Freimaurern gehabt.
      Ich kann das nicht nachweisen, aber für mich ist das sonnenklar.
      Das gleiche gilt für Charles Taze Russell, Mary Baker Eddy, L. Ron Hubbard, John Smith, usw.usw.usw.

      Welcome to America!
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • P.S.: zur Erläuterung noch, damit es nicht wieder falsch verstanden wird:

      es bedeutet nicht, dass das alles "böse" ist. Freimaurer sind nicht böse, sondern sie waren und sind halt in der us-amerikanischen Geistesgeschichte enorm prägend gewesen.
      Die Gründungsväter der USA waren Deisten und Unitarier.
      Und man mag heute über die USA denken, was man will, sie haben in ihren Anfängen einige der besten und fortschrittlichsten Grundlagen für die Gesellschaft niedergeschrieben.

      Die Pilgrim Fathers, die Deisten, die Unitarier und die Freimaurer waren maßgeblich daran beteiligt, dass wirklich jeder alles glauben und denken durfte,
      auch wenn es noch so unsinnig ist; das muss man anerkennen. Das ist der Grund, dass Adventisten und andere entstehen und sich entwickeln konnten.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Es gibt ja das Verbot im AT, irgendetwas Göttliches bildlich darzustellen. Manche sagen, darzustellen und sich davor niederzuwerfen bzw. es anzubeten. Aber ich bin mir da nicht sicher, ob es nicht doch auch so verstanden werden könnte, dass wir generell nichts Göttliches/Himmliches bildlich darstellen sollen. Es gibt ja auch im Islam das Bilderverbot und auch in der christlichen Geschichte gibt es die Zeit des sog. Bildersturms. Ich würde also nicht Jesus darstellen, ich bin auch sicher, dass es ihm nach der Auferstehung möglich war in unterschiedlich wirkenden Körpern zu erscheinen, denn Maria hat ihn zunächst nicht erkannt und auch die Emmaus-Jünger nicht.
      Also, ich würde zwar gerne den Auferstehungsgedanken auf dem Friedhof öfter sehen, weil es eben die frohe Botschaft ist, aber ohne Darstellung von Jesus.
    • Seele1986 schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      simpel, weil es erstens Mode war und zweitens man damit in die Höhe gehen konnte ! -
      Naja, das war auch Walter Veiths Begründung bei Ellen Whites Grabmal (der ja sonst stets bemüht ist, auf jegliche freimaurerische Symbole anderer hinzuweisen)."Es war halt damals so. Da hat man das so gemacht"

      Ist das so? Das hätte ich auch gerne! Wieviel kostet so ein Block?

      Das mag durchaus Mode gewesen sein. Dies Argument hinkt aber bei einer Person, die ganz konkret (und eigentlich permanent) auf den Okkultismus, die Falschlehre, die Widergöttlichkeit, den Katholizismus und das Unbiblische hingewiesen hat und bei niemandem ein gutes Haar dranlässt.
      Das ist einfach die Ironie der Sache, genauso wie die ganzen anderen - keineswegs "biblischen" Thesen - die da noch zusammenkamen.

      Kurz und knapp: Natürlich waren da Freimaurer in ihren Kreisen und sie hat Kontakt und Austausch mit Freimaurern gehabt.
      Ich kann das nicht nachweisen, aber für mich ist das sonnenklar.
      Das gleiche gilt für Charles Taze Russell, Mary Baker Eddy, L. Ron Hubbard, John Smith, usw.usw.usw.

      Welcome to America!
      Nur grundsätzlich : Wer hat EGWs Bestattung veranlasst ? Hat sie sich selbst den Grabstein schon vor ihrem Tod ausgesucht ? - - Ansonsten die Diskussion EGW > < unter Freimaurereinfluss simpel - obsolet ist.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Yppsi schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      Das finde ich sehr gut ! - Vielleicht etwas weniger schön - aber mit einer klaren Aussage.
      die aber so gut wie niemand versteht.
      Außer er schreibt oder fotografiert sie ab, und schaut zuhause was es heißt.

      Ja und die Malerei: Etwas weniger schön, ist wirklich sehr dezent ausgedrückt.
      Yppsi, bedenke bitte, dass es auch "gute Katholiken" gibt, welchen der Text der Messe - hier besonders des Credo -prräsent ist, und zwar in lateinischzer und deutscher Sprache !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -