Eifer für den Herrn

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    • Eifer für den Herrn

      Wenn der Eifer für den Herrn ein Selbstläufer wird oder sich der Mensch zum Verteidiger der Wahrheit macht, dann sehen wir, dass das ganz schön daneben gehen kann. Wo liegt der Fehler und was geht da eigentlich vor?
      Wir haben Themen, wie man das Böse erkennen kann oder Wirkung Gottes gegen Wirken des Satans, hier im Forum. Jeder weiß, dass oft nur ein ganz kleiner Unterschied zwischen Gut und Böse ist und dass es oft schwer ist Worte dafür zu finden, dass hinter einem freundlichen Umgang miteinander Lüge und Irrwege stehen können.
      Ganz besonders negativ berührt hat mich neulich die Geschichte aus Apostelgeschichte 23,12.
      Das ist ja nun das Ärgste, das Menschen tun können.
      Bei welchen Wurzeln fängt der falsche Eifer an und wie kann man das verhindern?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      ...Ganz besonders negativ berührt hat mich neulich die Geschichte aus Apostelgeschichte 23,12....Das ist ja nun das Ärgste, das Menschen tun können.
      Bei welchen Wurzeln fängt der falsche Eifer an und wie kann man das verhindern?
      Was meinst Du mit "neulich"? Wann und wo kam diese Stelle zur Sprache?
      Also zur Geschichte selbst: Da haben sich religiöse Juden zur Verdeidigung Gottes aufgerufen gefühlt und empfanden Paulus als Gotteslästerer. Ich denke, diese Juden, die zweifellos sehr fromm waren, dachten selbst, wie Paulus zuvor ja auch bei sich, sie würden Gott einen Gefallen tun und für ihn tätig werden. Aber traurig ist das natürlich schon, dass Gott es zulässt, dass Satans Geist sich hier in den Menschen so niederlassen darf. Aber auch das könnte er verhindern. Wenn er es zulässt, hat er wohl wieder seine Gründe.
      Wie schön, dass wir uns an Jesus orientieren dürfen und er meist so friedfertig war und keinen "mit Gewalt" überzeugen wollte. Und die wenigen Male, wo er "energischer" vorging, da müssen wir ihn nicht zum Vorbild nehmen, denn er war unfehlbar oder zumindest unfehlbarer als wir.
    • Rosen schrieb:

      Wie schön, dass wir uns an Jesus orientieren dürfen und er meist so friedfertig war und keinen "mit Gewalt" überzeugen wollte. Und die wenigen Male, wo er "energischer" vorging, da müssen wir ihn nicht zum Vorbild nehmen, denn er war unfehlbar oder zumindest unfehlbarer als wir.
      Und genau da ist wichtig die Grenze zu erkennen, wo wir als "Verteidiger" zum "Ankläger" der Schwestern und Brüder werden...
    • Pfingstrosen schrieb:



      Ganz besonders negativ berührt hat mich neulich die Geschichte aus Apostelgeschichte 23,12.
      Das ist ja nun das Ärgste, das Menschen tun können.
      Bei welchen Wurzeln fängt der falsche Eifer an und wie kann man das verhindern?

      Bibelstelle

      Als es aber Tag geworden war, rotteten sich die Juden zusammen, verschworen sich mit einem Fluch und sagten, dass sie weder essen noch trinken würden, bis sie Paulus getötet hätten.

      Rosen schrieb:


      Pfingstrosen schrieb:

      ...Ganz besonders negativ berührt hat mich neulich die Geschichte aus Apostelgeschichte 23,12....Das ist ja nun das Ärgste, das Menschen tun können.
      Bei welchen Wurzeln fängt der falsche Eifer an und wie kann man das verhindern?
      Was meinst Du mit "neulich"? Wann und wo kam diese Stelle zur Sprache?
      Dieses Kapitel haben wir am vorletzten Sonntag bei der Bibelstunde der APIS in Schorndorf behandelt.
    • Nicht akzeptabel, geschweige denn tolerierbar!

      Rosen schrieb:

      Also zur Geschichte selbst: Da haben sich religiöse Juden zur Verdeidigung Gottes aufgerufen gefühlt und empfanden Paulus als Gotteslästerer. Ich denke, diese Juden, die zweifellos sehr fromm waren, dachten selbst, wie Paulus zuvor ja auch bei sich, sie würden Gott einen Gefallen tun und für ihn tätig werden. Aber traurig ist das natürlich schon, dass Gott es zulässt, dass Satans Geist sich hier in den Menschen so niederlassen darf. Aber auch das könnte er verhindern. Wenn er es zulässt, hat er wohl wieder seine Gründe.
      Wie schön, dass wir uns an Jesus orientieren dürfen und er meist so friedfertig war und keinen "mit Gewalt" überzeugen wollte. Und die wenigen Male, wo er "energischer" vorging, da müssen wir ihn nicht zum Vorbild nehmen, denn er war unfehlbar oder zumindest unfehlbarer als wir.
      Immer dann, wenn "religiöse Eiferer" gegen die Grund - und Menschenrechte verstossen und andere umbringen/ töten wollen, ist dies nicht akzeptabel, geschweige denn tolerierbar, ganz egal ob das im AT war, bei den Juden, die Paulus ermorden wollten, oder bei den Terroristen des 11. September 2001...!
    • Rosen schrieb:

      Was meinst Du mit "neulich"? Wann und wo kam diese Stelle zur Sprache?
      Das sagen wir so, wenn wir Österreicher vor nicht allzu langer Zeit etwas gelesen haben;-)
      vor nicht langer Zeit, vor Kurzem, kürzlich....las ich....


      Zum Thema passt es, dass man sich die Videos von Johannes Hartl und seinen Kritikern ansieht.
      Ich finde es ist ein sehr interessanter Spiegel für den Konflikt, der zur Zeit überall statt findet.
      Oberflächlich gesehen ist es scheinbar nur möglich innerhalb einer Schnittmenge friedlich aber unsachlich miteinander umzugehen. Wenn aber nun wirklich jemand absolut davon überzeugt ist, dass etwas verkehrt läuft und gelehrt wird, dann macht die scheinbare freundliche Überlegenheit ganz andere Gefühle.
      Wie soll man eurer Meinung nach also umgehen, wenn nicht gleichgültiges Verhalten gleichzeitig Zustimmung
      bedeuten würde, könnte man sich jeder Konfrontation entziehen.
      Spricht Jesus nicht davon, dass er Lauheit nicht mag.....
      Wo also ist die Linie, wo fängt Gleichgültigkeit an und was ist Eifer in diesem Zusammenhang?
      Wobei es mir mehr um den passiven Teil geht, wo hört Passivität auf? Für das höhere Ziel Nichtchristen zu erreichen, soll ich mich mit Christen zusammen tun, deren Traditionen ich für heidnisch halte?Die von z.B. von Muslimen ebenso für "ungläubig " gehalten werden???
      So ein Verhalten soll zu Jesus führen?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Der frühere Bundespräsident Walter Scheel (FDP) forderte "streitbare Demokraten"! Ja das brauchen wir - und ich rechne auch die AFD zu den demokratischen Parteien.
      Heute kam in der ZDF-Heute-Nachrichten-Sendung um 19:00 Uhr ein interessanter Bericht von einer Diskussion zwischen ZDF und AFD; der ZDFler Frei verlangte vollkommen zu Recht von der AFD die Bejahung einer unabhängigen und FREIEN PRESSE! Und kritisierte die AFD, dafür, mit wem diese alle "ihre Reihen geschlossen" halte und mit welchen diese "mitmarschierten"...

      Die Rechtsaußen - Rassisten - Fraktion der AFD um den Thüringer Björn Höcke sehe ich als NPD-nah an und ist absolut inakzeptabel!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Pfingstrosen schrieb:

      Zum Thema passt es, dass man sich die Videos von Johannes Hartl und seinen Kritikern ansieht.
      Ich nehme Johannes Hartl mal als Aufhänger, um zu erläutern, wie ich das sehe, liebe Pfingstrosen:

      in der Diakonenausbildung war eine Engländerin in meiner Klasse, die einen charismatischen Hintergrund hatte.
      Wie du dir vielleicht denken kannst, wurde recht schnell klar, dass wir unterschiedliche Auffassungen haben. Einmal sogar ziemlich deutlich (von meiner Seite aus).
      Einmal kam sie in der Pause zu mir und fragte, ob ich Johannes Hartl kenne. Ich verneinte.
      Sie empfahl mir, ihn mal anzuhören; es sei ein junger, dynamischer Prediger, der die Dinge mal auf frischere Weise darlege ...
      Nun ist die Sache die: was ich alles schon gesehen, gelesen und durchforstet habe, kann sie nicht wissen. Sie dachte wohl, ich (ein junger Mann) würde durch sowas "Frischeres, Lebendigeres" angesprochen werden und vielleicht besser einsehen, was sie umtreibt und mich davon auch berühren lassen ...
      Diese Gedanken sind wohlwollend (von ihrer Warte aus) und das kann ich anerkennen. Das meine ich mit "den anderen Menschen und seine Beweggründe zu sehen".

      Ich habe mir dann irgendein Video mal angemacht:
      es war - wie erwartet - das typisch jugendliche "Hey Leute, seid ihr gut drauf!!! Was geht ab bei euch?!", usw. Wie auch immer ...
      Er predigte von Vergebung, ein ach so beliebtes Thema, und natürlich von "Männern & Frauen", was zum modernen, lebendigen Christsein mittlerweile auch als Thema gehört.
      Er erzählte, er habe seiner Frau Blumen bringen wollen (oder irgendwer wolle seiner Frau Blumen bringen, ich weiß es nicht mehr),
      dann ruft sie aber an und regt dich mit irgendwas auf und dann haust du den Blumenstrauß auf den Boden und *klatsch-klatsch", usw. ...
      Das machte er energisch vor, wie er den Blumenstrauß der "blöden Kuh" auf den Boden haut, die Zuhörer, junge Leute vorwiegend, lachten und gröhlten, usw., wie man das kennt heute ...

      Ich habe dann ausgeschaltet.
      Ich weiß nicht, was er des Weiteren noch gepredigt hat. Vielleicht kam wirklich noch das heraus, was er vermitteln wollte, das kann ich gar nicht beurteilen.
      Und vielleicht fasst das irgendwen wirklich an und er kommt dadurch weiter, auch das kann und habe ich nicht zu beurteilen.
      Es war schlicht und ergreifend nicht meine Welle, nicht mein Kanal, nicht meine Leitung, nicht mein Naturell ...
      Ist er deshalb falsch? Nein, kann ich nicht sagen. Anderen mögen die Ohren klingen durch sowas, mir jucken sie.

      Ich habe das meiner Mitschülerin nicht gesagt und sie hat auch nicht mehr gefragt, ob ich was geguckt hätte und wie ich das fand.
      Ich muss sie "davon" oder von anderem auch nicht weg-kriegen, sondern sie ist erwachsen und muss machen, was sie meint und sehen, was sie wird.
      Ebenso dieser Prediger, ebenso seine Zuhörer. Sie müssen selber schauen.

      Es gibt heute so unfassbar viel. Dort mit "aber die Wahrheit" zu kommen mag löblich sein, aber man tut nur noch eins hinzu zu dem, was diese Unzähligen bereits tun.
      Diesbezüglich ist mein "Eifer" versiegt. Ich äußere bei Themen meine Ansichten und gut ist es. Diese Ansichten sind meine und ich kann irren.
      Es hat für mich dann tatsächlich die eigene Redlichkeit den Vorrang.
      Ich habe diese Phase sehr stark gehabt: die "biblische Wahrheit" läge doch auf der Hand und das Bedürfnis, das andere es so sehen wie ich und ständig redet man eigentlich von anderen ...
      Ich habe mir selbst irgendwann darin nicht mehr gefallen.

      Man muss sich, denke ich, fragen, ob man stimmig ist in sich; was für einen Geist man da trägt. Wenn es ein fremder ist, sollte man sich Gedanken machen.
      Dort fängt es an. Nicht erst bei den Verstößen gegen Grund- und Menschenrechte, wie Norbert meint.

      Ich selbst habe bislang Leute, die sich ereifert haben für ihren Glauben, als eher unangenehm empfunden.
      Staunen und Faszination gefallen mir viel besser. Und Faszination ist auch das beste Mittel gegen Vorurteile.

      LG
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • P.S.:

      im Übrigen werden ständig falsche Gegensätze vorausgesetzt:
      das Gegenteil von Eifer ist nicht Gleichgültigkeit.

      Man kann auch ruhig und klar sagen "Ich sehe das anders" und dann seine Position darlegen.
      Dass der andere selbst sehen muss, welchen Weg er geht oder woran er festhalten will, ist keine Gleichgültigkeit, sondern Anerkennung dessen, dass er erwachsen und selbständig ist.

      Wenn ich eifere, dann will ich den anderen überzeugen, mehr oder weniger vehement.
      Seelenretter interessieren sich meiner Ansicht nach eigentlich gar nicht für den anderen Menschen, sondern sie wollen, dass jemand ihnen zustimmt.
      "Menschenfischer", also Menschen sind wie Fische, die man in einem Netz einholt,
      oder wie eine Bekannte gerne sagt "die Ernte einfahren" ...

      "Mensch" ist da eigentlich nur die Menge, die die Ansicht geändert hat, den "Glauben" angenommen hat, zum Club gehört.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      "Menschenfischer", also Menschen sind wie Fische, die man in einem Netz einholt,
      oder wie eine Bekannte gerne sagt "die Ernte einfahren" ...
      Man ist ja nicht immer allein im Dialog.
      Wer in Kirche ,und Verein sich einbringt,weiß das dort Spielregeln eingehalten werden müssen um eine gute Athmosphäre zu haben. (Siehe Fussballmanschaft)
      Die Kunst ist, die alleinunterhalter, extrovertierten und Quertreiber im Zaun zu halten und die anderen ermutigen und mitnehmen das alle sich wohlfühlen.

      Das mussten die Jünger bei Jesus lernen und nicht jeder hatte die gleiche Gabe...

      Offensichtlich muss man aus gan z bestimmten Holz geschnitzt sein wie Petrus um die Gemeinde/Gruppe zu weiden....

      Erst dann macht es Sinn, Neue hinzuzufügen... Ja sie sind wie Fische und schneller wieder raus, als man glaubt...
    • Seele1986 schrieb:

      Seelenretter interessieren sich meiner Ansicht nach eigentlich gar nicht für den anderen Menschen, sondern sie wollen, dass jemand ihnen zustimmt.
      "Menschenfischer", also Menschen sind wie Fische, die man in einem Netz einholt,
      oder wie eine Bekannte gerne sagt "die Ernte einfahren" ...
      Das liest sich, als würde Mission sich für dich von aktiver Verkündigung zu selbstzentriertem Ausleben von Grundsätzen und Glauben gewandelt haben....weil du selbst Leute als unangenehm empfindest, die dich auf christliche Themen ansprechen, um dich von irgendwas zu überzeugen und nicht"neutral" nur etwas zu behirnen.
      Mir geht es ähnlich.

      Im Beispiel aus der Apostelgeschichte, hätten wohl kaum "Gläubige"( für mich waren die ja nicht mit Gott verbunden) versucht Paulus zu ermorden, wenn er nur so von einem Thema gesprochen hätte...er bezeugte seine Erfahrung mit Jesus, das konnte er nicht zurückhalten.
      Ich denke man kann einen Menschen nicht überzeugen von einer Erfahrung, die man selbst gemacht hat, man kann ihm, wenn er sich würdig erweist;-) davon erzählen, sonst ist es Perlen vor die Säue werfen, wie das Sprichwort so schön sagt.

      Wir sollen Rechenschaft ablegen können, über die HOFFNUNG, die wir haben.
      Da erübrigen sich viele Streitgespräche über theologische Fragen von selbst.
      Ich hab noch nie jemanden erlebt, der eifert beim Erfahrung erzählen;-)

      Ich hab übrigens auch noch nie jemand getroffen, der meint, dass er Seelenretter wäre.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Das liest sich, als würde Mission sich für dich von aktiver Verkündigung zu selbstzentriertem Ausleben von Grundsätzen und Glauben gewandelt haben....weil du selbst Leute als unangenehm empfindest, die dich auf christliche Themen ansprechen, um dich von irgendwas zu überzeugen und nicht"neutral" nur etwas zu behirnen.
      Das könnte man so sagen. Das wird wohl auch eher an mir liegen. Ich kann mit Missionsunternehmungen nichts anfangen oder im Namen einer Gemeinschaft sprechen. Mir geht das ab.
      Dass man nur neutral etwas "behirnt" ist nicht meine Erfahrung aus Gesprächen, die ich mit Menschen hatte. Da waren sehr tiefe und sehr schöne Gespräche bei.

      Vor allem auf der Arbeit mache ich seit vielen Jahren die Erfahrung, dass Mitarbeiter oder Schüler und Schülerinnen (als ich im Ambulanten Dienst noch Schüler mit hatte)
      mich ganz von selbst auf derlei Fragen und Themen angesprochen haben, ohne dass ich irgendetwas dazu geäußert hätte.

      Gut, nun kann man sagen, im Pflegeberuf bietet sich derart auch eher an als beispielsweise in einem Malerbetrieb. Dafür kann ich nichts. Ich bin nunmal dort, wo ich bin.
      Ich habe aber kaum "Gottesgegner" kennengelernt, sondern Menschen, die suchen und etwas verstehen möchten.

      Natürlich gibt es auch die entschiedenen Gottesfeinde, die Spötter und Lästerer.
      Hier muss man sich aber fragen, wie sinnvoll die Auseinandersetzung ist.
      Ich schrieb das letztens Yppsi, der mir eine sehr fragwürdige Homepage zeigte und fragte, ob sowas wirklich ernst gemeint sei:
      Nicht alles, was ernst gemeint ist, muss man ernst nehmen. - Ja, es gibt sowas. Da investieren Menschen ihre frustrierte Energie rein. Das ist jämmerlich genug. Was soll man sich damit streiten?

      Solcher Spott ist doch letztlich Selbsthass. Man kann das nicht trennen: Gott ist ein Spiegel.
      Und solche Spötter werden vergehen wie ein Hauch. Das ist das Unerträglichste für sie: man führe ihnen vor Augen, dass sie sich selbst nicht zusammenhalten können und
      dass ihre Selbstgefälligkeit nur übelriechender Dunst ist.
      Nicht einfach nur der "Unglaube" ist das Übel der Welt, sondern das Ego ist es. Es ist eine Seuche, schlimmer als die Pest.

      Pfingstrosen schrieb:

      Im Beispiel aus der Apostelgeschichte, hätten wohl kaum "Gläubige"( für mich waren die ja nicht mit Gott verbunden) versucht Paulus zu ermorden, wenn er nur so von einem Thema gesprochen hätte...er bezeugte seine Erfahrung mit Jesus, das konnte er nicht zurückhalten.
      Aber genau gegen solche "Gläubigen" spreche ich mich ja aus.

      Pfingstrosen schrieb:

      Ich denke man kann einen Menschen nicht überzeugen von einer Erfahrung, die man selbst gemacht hat, man kann ihm, wenn er sich würdig erweist;-) davon erzählen, sonst ist es Perlen vor die Säue werfen, wie das Sprichwort so schön sagt.
      Das ist richtig.
      Die Sache mit der Erfahrung ist aber, dass ich erlebt habe, wie sowas teilweise vermittelt wird.
      Das führte dazu, dass Menschen meinten, sie müssten dergleichen Erfahrung auch machen, sonst seien sie nicht richtig "gläubig".

      Das unterstelle ich dir gar nicht, Pfingstrosen, ich "kenne" dich ja nun ein wenig - auch von unseren Gesprächen - aber du weißt, was ich meine, denke ich.

      Pfingstrosen schrieb:

      Wir sollen Rechenschaft ablegen können, über die HOFFNUNG, die wir haben.
      Absolut.

      Pfingstrosen schrieb:

      Ich hab übrigens auch noch nie jemand getroffen, der meint, dass er Seelenretter wäre.
      Echt? Das freut mich für dich.
      Ich habe sie kennengelernt. Natürlich nennen sie sich nicht "Seelenretter". Sie tun das nicht, das tut Jesus ...

      Simon Fischer: Ihr habt nicht getanzt
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Das Judentum im babylonisch-persischen Exil wandte sich leider vom barmherzig-gerechten Gott des Mose ab zu einem persisch verfremdeten, nur noch "eiferndernden" Gott des "Feuers" (Zarathustrischer Einfluss).
      Jesu wollte die "ursprüngliche" mosaische Gläubigkeit wiederherstellen, auch Paulus.
      Auch die augustinisch legitimierte Kirche verübte Gräuel im "Eifer" für Gott, ähnlich viele Anhänger Mohammeds.

      Die Haltung Josuas Numeri 11:27.-30.
      bot Anlass zur Kritik durch Mose:
      "Eiferst du um meinetwillen?..."
      Ebenso wies Jesus seine Jünger beim letzten "Passahmahl" zurecht, indem er ihnen die "Füße wusch", auch dem Verräter.
    • freudenboten schrieb:

      Ebenso wies Jesus seine Jünger beim letzten "Passahmahl" zurecht, indem er ihnen die "Füße wusch", auch dem Verräter.
      Und indem er Petrus im Garten sagte, er solle sein Schwert wieder in die Scheide stecken, und das Ohr des Soldaten wieder heilte.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Man ist aber auch berufen für Recht zu kämpfen.
      Ich denke an Simon Wiesenthal, der nicht für Rache , sondern Recht
      kämpfte und Täter zur Verantwortung brachte.
      Damit eiferte er auch für die "Rache des Herrn", die ja eigentlich auch
      eine Chance für jeden Verbrecher zur Buße und Reue war.
      Das Böse aus unsrer Mitte zu schaffen....irgendwo steht das....bedeutet für mich auch, dass man nicht
      ignoriert und sich wie ein Schaf behandeln lässt, wenn es einen Sinn macht und eine Veränderung herbei führen kann, dann muss man handeln.
      Die Handlungen Jesu machten Sinn, denn er verkörperte den gerechten Gott, der die Hand zur Vergebung reicht.
      Das nächste Mal kommt er als Richter.
      Das darf man auch nicht vergessen, wenn" Eifer" nicht falsch verstanden werden soll.
      Nicht wir sind die Richter.

      Eifer muss nicht Ehrgeiz( was für ein arges Wort eigentlich) sein....es darf wohl auch ruhig mit starkem Bemühen gleichgesetzt werden.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Man ist aber auch berufen für Recht zu kämpfen.
      Ja, da hast du Recht.
      Die Verhältnisse werden eigentlich gut dargestellt durch Jesus selbst, finde ich:

      zur eigenen Person ist zu lernen, die andere Wange hinzuhalten. Zur eigenen Person! Mitnichten sagt er, man solle zusehen, wenn anderen Leid angetan wird und sagen "Na, halte die andere Wange hin".
      Sondern für andere soll man zwischen sie und die Angreifer und Ankläger treten (die Szene ist bekannt, nehme ich an).

      Im Garten Gethsemani geht es jedoch um mehr: etwas, dass viele Christen bis heute machen. Sie verteidigen Gott.
      Darunter fällt vieles: man rechtfertigt ihn, man erklärt, was er meint, denkt und will, man übernimmt an Seiner Statt auch schonmal die Gerichtsurteile (dann hat er weniger Arbeit damit),
      man will ihn "retten", man will ihn beweisen, man will die besseren Argumente zu seinen Gunsten liefern, usw.

      Jesus sagt: Stecke dein Schwert weg. Er lässt sich gefangennehmen und wird großteils schweigen. Schweigen, das ist uns ungewohnt, hat eine ungeheure Aussagekraft.
      Die treuen Streiter hatten ihre größte Demütigung bereits: sie sind eingeschlafen, als er abseits ging und weinte. - Eine größere Demütigung und Beschämung gibt es wohl kaum;
      nur Petrus muss noch größere durchmachen.
      Als Jesus seinen Prozess kriegt, sind die Männer weg, die Verteidiger ... Die Frauen bleiben!

      Sehr oft zeigt sich der "Eifer für den Herrn" nämlich so. Das geht so weit, dass sich Atheisten und Evangelikale gegenseitig mit bedruckten Bussen hinterherfahren oder sonstiger Schwachsinn ...
      oder man bei jedem Gespräch, bei jeder Frage, bei jedem Zweifel meint, man kämpfe gegen den Satan (sieht man auch hier teilweise).
      Jesus hat seine ganze Passion hindurch kein Wort über den Satan verloren.

      Sondern er sagte: Vergib ihnen, Vater, denn sie wissen nicht, was sie tun.
      Diese Erzählungen loten menschliche Abgründe aus.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seele1986 ()

    • Ja schwierig. Was dem einen lächerlich erscheint, das ist einem anderen nützlich.
      Die Kinder Gottes werden auf vielerlei Aktionen aufmerksam, man merkt das, wenn die
      Werdegänge erzählt werden....Filme, Bücher , Musicals, Erlebnisse, Freundschaften, Sprüche an Häuserwänden,uf Plakaten,in Schaukästen...wer zu Gott gehört wird antworten...und auf das Angebot und die Botschaft reagieren.
      Erinnert mich an den Spruch: Das Ende wird gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!