Ist eine Wiedervereinigung mit unseren Geschwistern in den Reformgemeinden denkbar?

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    • freudenboten schrieb:

      Ich hätte verweigert, falls ich hätte eingezogen werden sollen.
      Ich habe die 18 Monate gemacht.Sehr wichtige Lektionen für mein Leben gelernt.
      So manch einem Theoretiker würde ich diese Lehre empfehlen, 18 Monate mit 8 Leuten auf der Bude, Gehorsam,Respekt, Kameradschaft und Geduld zu lernen..
      Als alternative kamen 2 Jahre Ersatzdienst....
    • freudenboten schrieb:

      Bei Gewissens-Verweigerung geht es aber um grundsätzlich moralische Entscheidungsfragen über Leben oder Tod.
      Und das ist immer eine Gewissensfrage und nicht der Entscheid einer Kirche!

      Leider habe Kriegstdienst und Verweigerung oft mit druck zu tun.
      Wer gegen Kriegstdienst ist, müsste kosequenterweise auch gegen die Polizei sein....
      und den Staat den Verbrechern überlassen...
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Was mich interessieren würde, ist die Frage an die STA, wie sie es mit der Wehrdienst-Frage in der BRD gehalten haben, als es den Wehrdienst der Bundeswehr noch gab?
      Könnte mir vorstellen, dass es Adventisten gab die den Wehrdienst ableisteten und solche die ihn aus Gewissensgründen verweigerten.
      Wer kann dazu bitte etwas sagen?
      Auszug aus dem Bericht „Siebenten-Tags-Adventisten und Militärdienst“, Seite 27:

      8.4 Ergänzender Beschluss der Mitteleuropäischen Division (1968)

      Nachdem einige Jahre Erfahrung mit dem Wehrpflicht- und Zivildienstgesetz vorlagen und die Bundeswehr für Kriegsdienstverweigerer keinen waffenlosen Dienst anbot, traf die Mitteleuropäische Division der Siebenten-Tags-Adventisten am 25. April 1968 einen ergänzenden Beschluss:
      „In Ergänzung des Beschlusses vom 1.12.1950 wird beschlossen: Da die Bundesrepublik Deutschland bis jetzt den Wehrpflichtigen keine Möglichkeit gibt, einen waffenlosen Sanitätsdienst abzuleisten, empfehlen wir unseren wehrpflichtigen Glaubensbrüdern den zivilen Ersatzdienst. Wenn der Sanitätsdienst waffenlos abgeleistet werden kann, ist auch dieser zu empfehlen.“68

      Auch diese Ergänzung entspricht der Haltung der weltweiten Freikirche, denn erinnern wir uns: Waffenlosen Sanitätsdienst akzeptieren die Adventisten schon im Amerikanischen Bürgerkrieg. Der Ergänzungsbeschluss galt allerdings nur für die Adventisten in der Bundesrepublik. Fast alle der dortigen wehrpflichtigen Mitglieder entschieden sich für den Zivildienst aus Gewissensgründen.69
      _____________________

      67 1968 fand dann auch der Artikel 12a zur Regelung von Wehrpflicht und Ersatzdienst Eingang ins Grundgesetzt.
      68 Ebd., S. 147.
      69 Nach Aussetzung der Wehrpflicht im Juli 2011 haben sich vereinzelt Adventisten freiwillig zur Bundeswehr gemeldet.

      Liebe Grüße, Junker
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • Bogi111 schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Bei Gewissens-Verweigerung geht es aber um grundsätzlich moralische Entscheidungsfragen über Leben oder Tod.
      Und das ist immer eine Gewissensfrage und nicht der Entscheid einer Kirche!
      Leider habe Kriegstdienst und Verweigerung oft mit druck zu tun.
      Wer gegen Kriegstdienst ist, müsste kosequenterweise auch gegen die Polizei sein....
      und den Staat den Verbrechern überlassen...
      deshalb inzwischen freiwillig
    • freudenboten schrieb:

      Übrigens weder Joh. d. Täufer noch Jesus riefen Soldaten zur Verweigerung auf.

      Heidrich und Siegeskranz34 gefällt das.
      Dass sich das von Christus hochgehobene Nächstenliebegebot auch auf unsere Feinde (z. B. im Krieg) bezieht, und dass es ein "du sollst nicht töten" beinhaltet, hat Jesus zum Glück nie gesagt (oder doch?). Und was das "liebet eure Feinde" für einen gut bewaffneten Christsoldaten bedeutet, zeigt er seinen Feinden am Schlachtfeld sehr genau. Dass es keinen einheitlichen Gottesstaat "Israel" mehr gibt, den die Krieger Gottes beschützen müssten (heute geht es auch Adventist gegen Adventist), oder wo man noch steinigen dürfte, ist zudem auch klar.

      Es liegen daher schon recht gute theologische Gründe vor, warum die Kirchenleitung der STA den Nichtkämpferstandpunkt seinen Gliedern "eng" ans Herz legt und das Gewissen sollte man an Hand der Bibel sehr genau überprüfen, denn unser Herz ist trügerisch. Die STA-Theologie meint hier sicher keine Leichtfertigkeit, im Sinn "wir sind ja niemanden mit unserem Gewissen verpflichtet - auch Gott und seinem Wort nicht", sondern wir sollten - wie unsere Entscheidung auch ausfallen mag - dem Bild Jesu Christi dabei gleichen. Der Befehl, die Propaganda oder der persönliche Druck eines Staates auf uns darf dabei nicht der Maßstab für unser Handeln sein. Eine Gewissensfreiheit bedeutet auch nicht, dass Gott unseren Gewissensentscheid dabei immer rechtfertigen muss oder kann.

      Liebe Grüße, Junker
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • Kuriosa :

      In Friedensau referierten Delegierte aus verschiedenen Ländern den Wehrdenst mit der Waffe.

      Der Argntinier berichtete, man habe das Thema beiseitegelassen, denn : Wer soll schon gegen Argentinien Krieg führen. - - Dann gab es auf einml den Kriegum die Falkland - Inseln.

      Der eine Grossvaterwar vier Jaher lang im WW I in den Schützengräben Flanderns. Er habe - glaubhaft - als Infanterist nie auf einen Feind geschossen - dazu muss man nämlich zielen.

      Der Vater war wegen seine kriegsnotwendigen Betriebes freigestellt und hat Bleipole für Panzerbatterien und U- Boot - Batterien sowie Speziaschrauben für Flugmotoren produziert.

      Ich war untauglich.

      Nur : Die Weigerung mancherorts, keine Faustfeuerwaffe als Sanitäter zur Selbstverteidigung zu tragen - (Hasel als Pionier!) no, man kann doch das Magazin herausnehmen ! Deswegen würde ich keinen Baum aufstellen. Siehe unker mit seinem Zitatdes waffenlosen Sanitätsdienstes..

      Was glaubt ihr, wieviele Noncombattants es gemeinsam ermöglichen, dass ein paar Jets auf einem Flugzeugträger starbereit stehen können, mit eingespeicherten Zielkoordianten ? War mein Vater am Krieg aktiv beteiligt ? Welche nicht top funktionierende Volkswirtschaft - die Kriegswirtschaft Deutschlands in WW II - kann eine Krieg führen ?

      Wer trautsich hierschon zu agen, die einzige Llogische Konsequenz im WW II wäre - Sabotage gewesen ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • freudenboten schrieb:

      Manchem tut die Disziplin/Verbindlichkeit beim Wehrdienst sehr gut!
      Bei Gewissens-Verweigerung geht es aber um grundsätzlich moralische Entscheidungsfragen über Leben oder Tod.
      Es ist ein grosser Unterschied, ob man Militàrdienst leistet mit dem Wissen, dass es kaum zum Ernstfall kommt oder ob ein Krieg vor der Türe steht. Ersteres finde ich unproblematisch, vor der zweien Situation stand ich glücklichereise nie.

      Liebe Grüsse
      DonDomi