Ist eine Wiedervereinigung mit unseren Geschwistern in den Reformgemeinden denkbar?

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    • Ist eine Wiedervereinigung mit unseren Geschwistern in den Reformgemeinden denkbar?

      Hallo zusammen,

      wahrscheinlich ist es ein relativ internes Thema unserer Gemeinschaft.
      Aber ich habe seit vielen Jahren die Frage: Gibt es keinen Weg wieder zurück zusammen zu kommen?

      Ich denke hier nicht primär über eine Wiedervereinigung im Sinne der BRD+DDR= BRD sondern eher ein BRD+DDR=neues Deutschland. Oder eine Art Freundschaftsvertrag?

      Was denkt ihr können wir von Reformadventisten grundsätzlich lernen?
      Habt ihr euch damit auch schon einmal auseinander gesetzt?


      Viele Grüße
      Baptist
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Hallo Adventist
      Ein spannendes Thema! Besuchte jüngst eine solche Familie, mit Leitungsaufgaben betraut bei den Reformadventisten. Da gibt es viele Gemeinsamkeiten. Meine Frage ist, gab es eigentlich schon einmal eine richtig offizielle Entschuldigung von seiten unserer Gemeinschaft / Kirche hinsichtlich dessen, was da in Kriegszeiten schieflief??? Schreibt Jahannes Hartlapp da was drüber?
      Wiedervereinigung ist nicht leicht. Selbst bei Konsens in vielen Fragen steht auch bei den "getrennten Brüdern und Schwestern" mittlerweile eine ganze Organisation dahinter - mit eigener Generalkonferenz usw.
      Würde mich aber freuen, wenn du in dieser Richtung weiterdenken und -suchen würdest! Gottes reichen Segen!
      LG Siegeskranz
    • Hallo Baptist freut mich sehr wieder von Dir zu hören……sei gegrüßt und für den Sabbat gesegnet. :sonne3:
      Über Deine Frage habe ich bereits oft spekuliert und nachgedacht, da ich bereits längere Zeit in einer Gemeinde war in der wir uns mit den Reformern eine Räumlichkeit teilten. Die Reformer hatten da alle 14 Tage eigenen Gottesdienst und waren dazwischen immer bei uns. Manchmal wenn sich kein Prediger für uns in der sehr kleinen Gemeinde fand hat sogar ein Prediger von ihnen bei uns mal gepredigt. Das hat an sich sehr gut funktioniert….besser als in manchen Gemeinden wo sich alle zu den „offiziellen“ STA bekennen. Es gab lediglich zwei Punkte wo wir öfter mal in Diskussion gerieten……Dreieinigkeit und das Verständnis von Babylon.

      „Wiedervereinigung“ finde ich dennoch mit diesen beiden Dingen ohne sie aus der Welt zu räumen recht schwer….,allerdings, wenn man bedenkt, dass man sich innerhalb der STA einer Gruppe in ein und derselben Gemeinde gegenübersieht die zu allen Glaubenspunkten ehrlich und offen ja sagen können während die andere Gruppe die Heiligtumslehre, das Verständnis der Übrigen und ihr Auftrag sowie die Schriften von EGW verflucht ist das wie man es im Liberalismus aktuell so gerne ausspricht „alles relativ“. :zwinkern2:
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Was man von den Reformadventisten lernen kann...

      Baptist schrieb:

      Was denkt ihr können wir von Reformadventisten grundsätzlich lernen?
      Ich denke, dass man von den sogen. Reformadventisten vor allem lernen kann, was es heißt: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!” (Apg 5,29).

      Damals zu Beginn des I. Weltkrieges haben die Reformadventisten das Gebot Gottes (»Du sollst nicht töten!«) über das ebenfalls biblische Gebot (»Jedermann sei Untertan der Obrigkeit!« (Röm 13,1) gestellt! Und sie haben deshalb den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, weil sie nicht auf Menschen schießen wollten! Sie haben damit dem Befehl der Obrigkeit - in diesem Falle des deutschen Kaisers, Wilhelm II. (»Zu den Waffen!«) widersprochen und die Folgen dafür (Gefängnis!) auf sich genommen. Im II. Weltkrieg führte das auch zu vielen Todesurteilen unter den Reformadventisten!
      Die alte STA-Kirche aber hat dem Befehl des Kaisers (»Zu den Waffen!«) Folge geleistet und für ihre Mitglieder den Kriegsdienst genehmigt und die Reformadventisten aus der STA-Kirche - leider! - ausgeschlossen! Wer war hier näher dran an Gottes Gebot?
    • Hallo Atze und ihr Anderen alle.

      das klingt ja nach einer sehr guten Ausgangslage mit euren Reformern.
      Wieweit offiziell hier gearbeitet wurde weiß ich nicht genau. Dass es Gespräche und Erklärungen gab ist bekannt aber nicht alle Einzelheiten habe ich noch im Kopf.

      Ich kenne aus unserem Bezirk keine Strömungen die das Heiligtum ablehnen, Ellen White und ihre Botschaften verfluchen oder verwerfen.
      Bei meiner Taufe habe ich den Geist der Weissagung auch noch komplett verworfen.
      Man lernt aber mit dem Alter dazu und wird weiser :)

      @Siegeskranz34 , kein Problem ich dachte mir schon sowas. Alles in Ordnung.

      Einen schönen Sabbat euch allen noch.
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Wenn beide Seiten aufeinander zugehen und Barrieren beseitigen wollen, ist das die Wiedervereinigung mit der Hilfe Jesu möglich.
      Religion ist das Bemühen des Menschen, seinem Gott zu gefallen: Aus sich selbst heraus.
      Echter und lebendiger Glaube an Jesus, ist Leben in seinem Geist und aus seiner Kraft.
    • freudenboten schrieb:

      So lange E. White als unfehlbar gehalten wird, gibt es KEINE biblische Erweckung oder Reformation.
      War Petrus unfehlbar? Nein, sprach er Gottes Wort? Ja

      Es kann nur eine biblische Erweckung geben wenn wir Gottes Wort ernst nehmen.
      Was Gottes Wort ist bestätigt Gott.
      Bestätigt er es nicht, ist es nicht Gottes Wort.

      Dieses Thema ist aber kein Ellen White Thema.
      Es wäre hilfreich hier beim Thema zu bleiben.
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Atze schrieb:

      Das hat an sich sehr gut funktioniert….besser als in manchen Gemeinden wo sich alle zu den „offiziellen“ STA bekennen. Es gab lediglich zwei Punkte wo wir öfter mal in Diskussion gerieten……Dreieinigkeit und das Verständnis von Babylon.
      In den 1970 hatte ich eine Ref.-Gemeinde in der Nähe von Frankfurt besucht.
      Auffallend war, das EGW mehr Vorbild war als Jesus. Frauen trugen lange Haare und Röcke, alle waren Vegetarier,Männer haben den Gottesdienst dominiert.

      Für mich epfand ich Zwang,Krampf und Werksgerechtigkeit.

      Die Worte Jesus, frei zu werden ,hatte keinen Raum sich zu entwickeln.

      Wer so Fromm ist brauch keinen Gott. Gott wohnt in reumütigen und zerschlagenen Herzen...
      Jesja 57
      15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.
      16 Denn ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen; sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten und der Lebensodem, den ich geschaffen habe.

      Wer in diesem Weltbild aufwächst der sich von anderen Sabbathaltern distaziert, kann nicht Jesu Botschaft verstanden haben.

      Gerade Du Atze müsstest Dir ganz besondere Gedanken machen,wohin Ausgrenzung,Werksgerechtigkeit,Dogma und Fanatismus
      führen.

      Das sich dort etwas wesentlich verändert hat,habe ich meinen Zweifel.

      Auf der anderen Seite habe ich auch Gemeinden erlebt die komplett zur STA-Freikirche gewechselt sind.

      Wenn ich mir die Haltung eines Paulus anschaue wie er mit "Heiden" umgegangen ist,
      dann haben wir noch einiges an unserer Herzeneinstellung zu tun....
    • Hier zeigt sich das Vorbild der "frühen" Ellen White.
      Lernen hingegen ist jederzeit möglich. E. White vertrat, je älter sie wurde, das Motto: "Educate...!"
      Die Reformer halten sich zu lange mit der frühen E. White auf. Daher der "Antitrinitarismus". Warum GEGEN etwas sein, ohne es zu "kennen"?
      Die Identfikation von Babylon mit christlichen Kirchen war ein Fehler der Milleriten, der eigentlich hätte mit der Erfahrung 1844 korrigiert weden sollen. Leider versäumt.
      Babylon wird erst mit der Wiederkunft Christi verlassen, so war die Erwartung der Milleriten 1844. Eigentlich hätte das Ausbleiben der Wiederkunft auch Anlass zur Korrektur der Babylon-Interpretation geben sollen.
    • Bogi111 schrieb:

      Atze schrieb:

      Das hat an sich sehr gut funktioniert….besser als in manchen Gemeinden wo sich alle zu den „offiziellen“ STA bekennen. Es gab lediglich zwei Punkte wo wir öfter mal in Diskussion gerieten……Dreieinigkeit und das Verständnis von Babylon.
      In den 1970 hatte ich eine Ref.-Gemeinde in der Nähe von Frankfurt besucht.Auffallend war, das EGW mehr Vorbild war als Jesus. Frauen trugen lange Haare und Röcke, alle waren Vegetarier,Männer haben den Gottesdienst dominiert.

      Für mich epfand ich Zwang,Krampf und Werksgerechtigkeit.

      Die Worte Jesus, frei zu werden ,hatte keinen Raum sich zu entwickeln.

      Wer so Fromm ist brauch keinen Gott. Gott wohnt in reumütigen und zerschlagenen Herzen...
      Jesja 57
      15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.
      16 Denn ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen; sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten und der Lebensodem, den ich geschaffen habe.

      Wer in diesem Weltbild aufwächst der sich von anderen Sabbathaltern distaziert, kann nicht Jesu Botschaft verstanden haben.

      Gerade Du Atze müsstest Dir ganz besondere Gedanken machen,wohin Ausgrenzung,Werksgerechtigkeit,Dogma und Fanatismus
      führen.

      Das sich dort etwas wesentlich verändert hat,habe ich meinen Zweifel.

      Auf der anderen Seite habe ich auch Gemeinden erlebt die komplett zur STA-Freikirche gewechselt sind.

      Wenn ich mir die Haltung eines Paulus anschaue wie er mit "Heiden" umgegangen ist,
      dann haben wir noch einiges an unserer Herzeneinstellung zu tun....
      Na ja, das einzelne Glied ? Die GK der Reformadventisten ? -


      Vor wenigen Jahren war ein Symposion der Leitung der Reform-Gemeinde mit den Friedensauern und Repräsentanten der "Klassischen" STA. Mehr als sich in aller Form wegen des Ausschlusses der "Reformer" 1914-18 zu entschuldigen, wird wohl nicht zu erbringen sein.

      Mein Eindruck :
      1. Die klammern sich an 1914 - 18 - an die Zeit ihrer Großväter- Urgroßväter. Das lassen sie sich nicht nehmen. Davon leben sie heute noch - glauben sie. Präsident ihrer GKK und dessen Sekretär waren zudem in einmaliger, mein Erschrecken erweckender Art steif, bockig, rigide, situativ nicht angepasst: Wenn schon das Herbeischaffen eines Rednerpultes zur Justamentsache wird - ohne dieses könne der Sekretär nicht reden - - also, wo ist so ein Pult, her mit dem Pult- - und dann hält er ein aus wohleinstudierten Phrasen bestehendes, gut einstudiertes, offensichtlich schon mehrfach gehaltenes Referat - über die Zuhörer hinweg - - am gegebenen Anlass vorbei
      2. Sie kam von den Reformern. Dr. med. gut, unter den Sabbatschullehrern in unserer Gemeinde. Mühsam ob ihres selektiven Literalismus: "Da steht es, wenn ihr meine Gebote halten werdet - - der Krankheiten keine - - also: Halten wir seine Gebote, dann sind wir gesund! Bibel zugeklappt. - - Wir hatten eine durch Multiple Sklerose - Querschnittform seit seinem 22. Lebensjahr Rollstuhlgebundenen in der Klasse ! Sie hat jetzt eine Allgemeinpraxis in einer der verrufendsten Gegendender Stadt. Mit allen Kassen..Wie es ihr dort geht - weiss ich nicht.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • freudenboten schrieb:

      Die Reformer halten sich zu lange mit der frühen E. White auf. Daher der "Antitrinitarismus". Warum GEGEN etwas sein, ohne es zu "kennen"?
      Die Reformer sind „ keine" „Antitrinitarier“, ich glaube eher, dass Du gegen etwas bist, was Du nicht wirklich kennst. Reformer halten E. G. White auch nicht für „unfehlbar“, denn sie hat ja selbst geschrieben, dass sie das nicht ist. Sie halten aber ihre (zu ihren Lebzeiten veröffentlichten) Schriften, als genauso wahr, wie die Schriften der Bibel, weil sie als Botin bzw. Prophetin Gottes (siehe 18. Glaubenspunkt der STA: Die Schriften dieser Botin [E. G. White] des Herrn sind eine fortwirkende, bevollmächtigte Stimme der Wahrheit ...“) tatsächlich anerkannt wird.
      Dass sie das Kommen Jesu Christi früher erwartet hat, sehen sie nicht als „Fehler“, sondern, dass Gott – aufgrund eines Abfalls im Adventismus – das was er voraussagte zurückzog. So wie in Jeremia 18,7-10 geschrieben steht, kann Gott auch von ihm gegebene Voraussagen zurückziehen, wenn er es will – der Prophet ist dafür nicht verantwortlich.

      Ich kann auch nicht nachvollziehen, wo ATZE – als E. G. White Vertreter – ein Problem bei der Babylonfrage mit den Reformern hatte, sie sehen das Papsttum als die Mutter Babylon und die protestantischen Kirchen als das Babylon der Töchter, ganz nach Ellen White.

      Ich kenne eine Reformationsbewegung seit über 20 Jahren und auch ihre Gottesdienste. Eine Wiedervereinigung zwischen STA und den beiden gespaltenen Reformbewegungen halte ich für ausgeschlossen, weil sie – obwohl sie die STA nicht als Babylon ansehen (auch wenn Einzelne so laut denken) – die STA als in einem "starken" Verfallsprozess sehen, dem sie sich niemals anschließen könnten, ohne selbst dabei massiven Schaden zu nehmen. Das würde kein Reformationsführer seinem Volk antun wollen.
      In Gemeinden zu gehen, wo man sich beim Gottesdienstgebet nicht einmal mehr niederkniet, wo Ellen Whites Schriften ungöttliche Aussagen (von nicht sofort entlassenen Gemeindetheologen) zugeschrieben werden, wo Frauen predigen, wo man sich mit einer babylonischen Ökumene angefreundet hat und man es dem persönlichen Gewissen überlässt Menschen im Krieg zu töten, von einer Kontextualisierung von Lebensstilfragen noch zu schweigen: Undenkbar!


      Allein die Wiederverheiratungsfrage reichte im Grunde schon, dass eine Trennung zwischen den beiden Reformationsgruppen geschah, die bis heute nicht mehr gekittet werden konnte. Wie sollte man dann die Reform mit den STA vereinen können, wo so vieles anders ist?
      Es gibt aber auch in der Reformationsbewegung liberale Strömungen, z. B. was die Frauenfrage betrifft, was sich da in Zukunft tut wird sich zeigen. Die Schilderung von philoalexandrinus „steif, bockig, rigide, situativ“ erinnert mich stark an den ehemaligen GK-Präsidenten Wilhelm Volpp, an dem haben sich viele die Zähne ausgebissen, auch in der Reformationsbewegung. Er sollte aber nicht als Maß für die "heutige" Reformationsbewegung gelten.

      Liebe Grüße, Junker
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • Ergänzend bzw. zusammenfassend dazu: Die Reformationsbewegungen haben nicht das nötige Maß an Toleranz um mit der recht heterogenen Adventgemeinde in Deutschland vernünftig umzugehen. Von daher sehe ich keine Chance für eine offizielle Wiedervereinigung.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • freudenboten schrieb:

      Die Reformer halten sich zu lange mit der frühen E. White auf. Daher der "Antitrinitarismus".

      Die Identfikation von Babylon mit christlichen Kirchen war ein Fehler der Milleriten, der eigentlich hätte mit der Erfahrung 1844 korrigiert weden sollen. Leider versäumt.
      Babylon wird erst mit der Wiederkunft Christi verlassen, so war die Erwartung der Milleriten 1844. Eigentlich hätte das Ausbleiben der Wiederkunft auch Anlass zur Korrektur der Babylon-Interpretation geben sollen.
      Wie Junker schon schrieb, sind die Reform-Adventisten keine Anti-Trinitarier! Es gibt aber - wie Rosen uns mitgeteilt hatte - auch dort wie bei den STA, Gemeinden, die Probleme mit der Dreieinigkeit haben.

      In Sachen Aussage der STA: „Alle christlichen Kirchen sind Babylon!” stimme ich Dir zu. Das sollte korrigiert werden. Nach 1844 sind ja viele Milleriten wieder in ihre Kirchen zurückgekehrt, bzw. hatten sie diese ja eigentlich nie verlassen! Miller sagte meines Wissens nicht: „Gehet aus von Babylon!”. Die erste Adventbewegung (ca. 100.000 Anhänger) bestand aus allen möglichen Konfessionen der Amerikanischen Christenheit. Nur einige Dutzend Milleriten blieben übrig, die dann auf das himmlische Heiligtum kamen, in das Jesus 1844 eingegangen sei. Selbst Ellen White, die wegen Miller aus ihrer Methodisten-Gemeinde ausgeschlossen wurde, wollte bei ihrer Heirat mit James White 18XX gerne diese in einer Kirche halten. (Dies wird sehr schön in dem Film "TELL THE WORLD" dargestellt!). 1863 erfolgte dann die Gründung der Kirche der STA, die aber die RKK als Hure Babylon und die protestantischen Kirchen als Hurentöchter bezeichnet hatte, ganz im Gegensatz zu Miller.

      Junker schrieb:

      .

      freudenboten schrieb:

      Die Reformer halten sich zu lange mit der frühen E. White auf. Daher der "Antitrinitarismus". Warum GEGEN etwas sein, ohne es zu "kennen"?
      Die Reformer sind „ keine" „Antitrinitarier“, ich glaube eher, dass Du gegen etwas bist, was Du nicht wirklich kennst.

      >Dasss sie das Kommen Jesu Christi früher erwartet hat, sehen sie nicht als „Fehler“, sondern, dass Gott – aufgrund eines Abfalls im Adventismus – das was er voraussagte zurückzog. So wie in Jeremia 18,7-10 geschrieben steht, kann Gott auch von ihm gegebene Voraussagen zurückziehen, wenn er es will – der Prophet ist dafür nicht verantwortlich.


      Das würde bedeuten, dass der 22.10.1844 der tatsächliche Wiederkunfts-Termin Jesu gewesen war, den aber Gott aus Gründen, die wir nicht kennen - verschoben hatte. („Der Herr verzog...!”) Wann in der Zeit von 1818 - 1843 soll dann dieser "Abfall im Adventismus" stattgefunden haben und was war konkret dieser Abfall? Oder ist ein späterer Abfall (Hinwendung zum ACK/ Relativierung der Schriften von EGW) gemeint, den Gott vorhergesehen hatte und ER deshalb den Termin 22.10.1844 abgesagt hat? Also ich glaube das nicht, sondern allein der Vater hat mMn. den Termin der Wiederkunft Jesu vor aller Zeit und Ewigkeit ganz genau auf einen nur IHM allein bekannten konkreten Tag gelegt! Womit sich die Milleriten eben , wie später auch die Zeugen Jehovas mit den Terminen 1874, 1914, 1925 und 1975, geirrt haben! Denn von »Tag und Stunde [der Wiederkunft Jesu] weiß allein der Vater!«. Wie sollten dann Menschen diesen genauen Tag jemals kennen?!?

      Junker schrieb:

      Ich kann auch nicht nachvollziehen, wo ATZE – als E. G. White Vertreter[/u] – ein Problem bei der Babylonfrage mit den Reformern hatte, sie sehen das Papsttum als die Mutter Babylon und die protestantischen Kirchen als das Babylon der Töchter, ganz nach Ellen White.


      Ich kenne eine Reformationsbewegung seit über 20 Jahren und auch ihre Gottesdienste. Eine Wiedervereinigung zwischen STA und den beiden gespaltenen Reformbewegungen halte ich für ausgeschlossen, weil sie – obwohl sie die STA nicht als Babylon ansehen (auch wenn Einzelne so laut denken) – die STA als in einem "starken" Verfallsprozess sehen, dem sie sich niemals anschließen könnten, ohne selbst dabei massiven Schaden zu nehmen
      . Das würde kein Reformationsführer seinem Volk antun wollen.

      [/quote]
      Ja, die Reformer werden wohl im Großen und Ganzen die konservativere Gruppierung sein. Die RKK und der Papst sind und bleiben für alle Zeit die Hure Babylon und die anderen prot. Kirchen bleiben deren "Töchterkirchen", weil sie den römisch-katholischen Sonntag nicht abgeschafft haben. Dass es jetzt unter denen auch liberalere Richtungen in Sachen Frauenordination gibt, ist in der Tat sehr interessant.