Woher kommt das Leben ?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bogi111 schrieb:

      Warum nennt Gott manche Führer Blind?
      Weil es blinde Führer gab und gibt. Menschen, die rufen, man solle ihnen folgen und sie führten die Leute zu Gott, was sie aber nicht tun, sondern Macht und Prestige haben wollen, Geld und Unterwerfung,
      und also - wie ihre Gesinnung ist - nur auch zu dieser Gottheit führen können: ein schlechter Gott.

      Bogi111 schrieb:

      Ja er muss Gott selbst suchen,dabei wird er Fehler machen.
      Wenn er sie einsieht kann ihm Gott vergeben.
      Die Fehler, die man auf dem Lebensweg und bei der Suche nach Gott macht, sind nichts, was vergeben werden müsste, sondern ganz natürlicher Lernprozess.
      Fehler sind nichts schlimmes, sondern können einen lehren, Dinge richtig zu erkennen, Falsches aufzugeben oder etwas zu überdenken.

      Sünde wird vergeben. Es gibt aber keine Sünde gegenüber einer Theologie oder Lehrmeinung und Lesart, sondern nur gegenüber anderen Menschen, gegen sich selbst, ich würde auch sagen gegenüber Tieren (wenn man seinen Sadismus daran auslebt), und selbstverständlich gegenüber Gott, wenn man sich selbst zu Gott machen will, wenn man seine ganze Bosheit an ihm auszulassen versucht (wenn es auch ein Kampf gegen Windmühlen ist), was letztlich zu den vorher genannten Punkten führt, denn man greift Gott nicht an, indem man den Himmel anflucht, sondern wenn man seine Geschöpfe schändet.

      Bogi111 schrieb:

      Glauben müssen wir schon an die Bibel und uns vom Geist schenken lassen, was für uns gut und wichtig ist.
      Nun, ich bin wahrscheinlich nur kleinlich mit Worten.

      Ich würde sagen, man glaubt, dass in der Bibel uns Gott offenbart wird.
      Geschenkt wird da nichts, sondern das muss man alles lernen, und auf diesem Weg hilft er.

      Das schlichte, einfache Leben. Man muss diese Botschaft und Lehre ins reale Leben einflechten, denke ich.
      Aber wie gesagt, das ist nun wirklich Wortknauserei von mir.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Fehler sind nichts schlimmes, sondern können einen lehren, Dinge richtig zu erkennen, Falsches aufzugeben oder etwas zu überdenken.
      Das erzähle dann mal immer wieder Deinem Kind. Das wird Dir dankbar sein....

      Das lese ich nicht aus der Bibel heraus. Ungehorsam,Übertretung von Geboten werden bestraft, haben Folgen, können tödlich sein !

      Ich würde Dir empfehlen sich mit dem Leben Davids zu beschäftigen...

      Gnade einem Patienten dessen Arzt so denkt...."Fehler sind nichts schlimmes"
    • Bogi111 schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Fehler sind nichts schlimmes, sondern können einen lehren, Dinge richtig zu erkennen, Falsches aufzugeben oder etwas zu überdenken.


      Gnade einem Patienten dessen Arzt so denkt...."Fehler sind nichts schlimmes"
      Schlechter Vergleich!
      Ein Arzt der praktizieren/operieren darf, ist ausgebildet!
      Würde man ihn das schon während seiner Ausbildung machen lassen, würde er auch Fehler machen.
    • Hallo Norbert,

      Norbert Chmelar schrieb:

      (z.B. an die Propheten; diese haben dann bereits Kritik am Mosiaischem Opferkult geübt, weil Israel nicht mit dem Herzen dabei war, sondern diese Opfer als "Zwang" und "Ritual" betrachtet.
      Nicht mit dem "Herzen" beim Opferkult?
      Das liest man dann so oft: Ja, das Schlachtopfer bringt nichts, wenn man nicht mit dem Herzen dabei ist und wahrhaft bereut ...

      Wenn man wahrhaft bereut, braucht es das ganze Schlachtopfer nicht. Das wäre mein Gedanke dazu.
      Das ist aber natürlich nicht den Menschen von vor 3000 Jahren vorzuwerfen! Es war damals so. Nicht nur im Judentum, sondern in jeder Kultur herrschte der Gedanke vor, dass man die Gottheit so befrieden könne.

      Es ist kein Vorwurf an den alten Israelit, sondern der Hinweis darauf, dass es dort einen Prozess gab und man die Dinge nicht blind transferieren kann (ob symbolisch oder buchstäblich).
      Sondern man kam im Laufe einer Entwicklung zu anderen Betrachtungen.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Oder heute könnte man vorbringen, wie mir mein kath. Freund sagte (»Alle rennen bei der Eucharistie gedankenlos nach vorne!«) Der eigentliche theologische Grund des Sakraments wird gar nicht mehr wahrgenommen!
      Das liegt zum einen an der historischen Entwicklung und zum anderen an diesem Kultus selbst!

      Norbert Chmelar schrieb:

      Wenn wir AT und NT in der Gesamtzusammenschau betrachten, können wir es nicht anders ausdrücken als so, dass die blutigen Tieropfer eine "Vorschattung" auf das Liebesopfer unseres Herrn Jesus Christus waren!
      Ich denke, die blutigen Tieropfer waren blutige Tieropfer und Jesu Liebe und Hingabe für uns war seine Liebe und Hingabe für uns.
      Die theologische Linie dazwischen wurde später gezogen und man machte aus Jesus einen Opferkultus, der nicht anders war, als der Kultus zuvor, außer, dass er unblutig war.

      Norbert Chmelar schrieb:

      wenn sie fragen und kritisieren, warum Gott dieses blutige und abscheuliche Todesurteil über seinen Sohn nicht verhindert habe
      Diese Frage ist genauso wie jede Frage nach dem Leid in der Welt und dem Eingreifen Gottes. Er tut es nicht.
      Menschen haben ihn getötet und sie haben sich, obgleich dieser Gott durch den Sohn zu ihnen gesprochen hat, nicht berühren lassen, sondern festgehalten an dem bösen Sinn, und so wurden sie offenbar.

      Ebenso bis heute: Gott wirkt durch den Geist. Und leider lassen sich manchmal Menschen, obgleich er zu ihnen spricht, nicht rühren, sondern halten fest an ihrem bösen Sinn.
      Und so werden sie offenbar.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Mir fällt da nur der Vers aus dem Hebräerbrief zur Verteidigung ein : »Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung!« (Hebr 9,22).
      Diese Vers halte ich für eine Verirrung, sehe aber, dass der Autor den Hebräern Jesus am Kultus erklären wollte.
      Auch hier muss man sehen, was und für wen geschrieben wurde, entsprechend des Denkens und der Prägung der Adressaten.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Deinen Satz [„Dieses Buch ist eine Offenbarung des Menschen und seiner Gesinnung, und also Gottes (man kann das nicht trennen)] würde ich - im Sinne des soeben Gesagtem - umdrehen: Die Bibel ist eine Offenbarung Gottes, der diese dem Menschen durch seinen Heiligen Geist gegeben hat.
      Natürlich kann man das umdrehen. Ich sagte ja, man kann das nicht trennen. Du kannst von der einen Seite draufblicken wie von der anderen.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Der Satz "Das Wort sie sollen lassen stahn..." stammte immerhin von Martin Luther. Hätte er die Bibel nicht ins Deutsche übersetzt, ein wichtiger Bestandteil der Kultur Deutschlands würde fehlen! Mit der Heiligen Schrift haben die Schüler Lesen und Schreiben gelernt!
      Zweifelsohne. Es ging mir auch weniger um den Satz selbst, sondern den Satz im Kontext dieses Themas und des Gesprächsverlaufs hier.
      Zudem muss man aber auch sehen, dass es Luther selbst beim "stahn lassen" nicht belassen hat, sondern er hat gelesen, geforscht, ausgelegt, auch Ansichten geändert, verworfen, neue gewonnen, usw.
      Gerade Luther, so sehr ich ihn liebe, konnte sehr wankelmütig sein und hat das Wort "nit stahn lassen".

      Das ist in Ordnung, denn es ist ein lebendiges Buch.
      Zeilen, die ich vor 5 Jahren las, haben heute teilweise eine ganz andere Bedeutung und Tiefe. Das wächst ja mit einem.

      Wenn es aber nicht meine Geschichte, nicht mein Weg ist, sondern die stete Rezitation anderer bleibt, dann ist das nicht zuträglich, sondern blinder und dummer "Glaube".
      Einfalt kann wundervoll sein, nämlich wenn ein Mensch sagt: Herr, so wie du es mir widerfahren lässt, will ich es aus deinen Händen nehmen!
      Einfalt kann aber auch destruktiv sein, nämlich wenn man ständig am Rockzipfel seines Geistlichen oder Gemeindeleiters hängt.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Was ist davon heute noch in unserem Volk an Bewusstsein, wenn es immer weniger Bibelkenntnisse gibt?
      Tja, die haben das Wort anscheinend "stahn lassen" ... :huh:
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Yppsi schrieb:

      Schlechter Vergleich!
      Allerdings.

      Übrigens: ja, natürlich lernt auch mein Kind durch Fehler. Man nennt das Leben, glaube ich.
      Dass gewisse Fehler und Fehlverhalten Konsequenzen haben, ist vollkommen klar und gehört ebenfalls dazu.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Bogi111 schrieb:

      Ich würde Dir empfehlen sich mit dem Leben Davids zu beschäftigen...
      Der Mörder?

      Sprechen wir von den selben Kategorien? Vermutlich nicht.
      In diese krassen Dimensionen zu gehen, ist aber leider typisch.

      Genau das meine ich. Davon rede ich im Prinzip die ganze Zeit:
      diese vollkommen unverhältnismäßige Art.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Fach »Bibelkunde« einführen! ​

      Lieber Simon, Deinen letzten Beitrag NR. 68 verstehe ich jetzt überhaupt nicht...!?!


      Seele1986 schrieb:

      NCH schrieb: Der Satz "Das Wort sie sollen lassen stahn..." stammte immerhin von Martin Luther. Hätte er die Bibel nicht ins Deutsche übersetzt, ein wichtiger Bestandteil der Kultur Deutschlands würde fehlen! Mit der Heiligen Schrift haben die Schüler Lesen und Schreiben gelernt!


      Gerade Luther, so sehr ich ihn liebe, konnte sehr wankelmütig sein und hat das Wort "nit stahn lassen".

      NCH: Das stimmte bei Römer 3,28 als er das "allein" in den Satz : „ dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, XXXXX durch den Glauben.! ” einführte! Es stand NICHT im Urtext!!! "Das Wort stahn gelassen...?"

      Seele1986 schrieb:



      Norbert Chmelar schrieb:

      Der Satz "Das Wort sie sollen lassen stahn..." stammte immerhin von Martin Luther. Hätte er die Bibel nicht ins Deutsche übersetzt, ein wichtiger Bestandteil der Kultur Deutschlands würde fehlen! Mit der Heiligen Schrift haben die Schüler Lesen und Schreiben gelernt!

      Norbert Chmelar schrieb:

      Was ist davon heute noch in unserem Volk an Bewusstsein, wenn es immer weniger Bibelkenntnisse gibt?
      Tja, die haben das Wort anscheinend "stahn lassen" ... :huh:
      Deshalb fordere ich - wie in Israel! - bei uns in den Schulen das Fach »Bibelkunde« einzuführen! Ich vermute, dass der größte Atheist in Israel aber dennoch mehr Bibelkenntnis hat, als jeder "kirchenkritische" Evangelische, der wenn überhaupt, dann nur einmal im Jahr an Weihnachten in die Kirche geht! (Unser Diakon sagte, dass in heutigen Familien nicht mal mehr "das Vaterunser" noch auswendig aufgesagt werden könne!)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Lieber Simon, Deinen letzten Beitrag NR. 68 verstehe ich jetzt überhaupt nicht...!?!
      Ich sagte, die Fehler, die man im Leben bei der Suche nach Gott macht, seien nichts schlimmes, sondern das sei Lernen und schlichtweg das Leben.
      Bogi führte an, dass Ungehorsam und Übertretungen schlimme Folgen hätten und empfahl mir, David anzuschauen.

      Nun, David war beispielsweise ein Mörder.
      Es wird solcherart Vergehen gleichgesetzt mit dem, wovon ich sprach: nämlich, dass man im Leben lernen muss und Fehler macht.

      Und diese Sprache gibt es oft: die Verfehlungen, die Widrigkeiten und auch Dunkelheiten, die dem Menschen zueigen sind und ihn überhaupt zum Menschen machen und woran er lernen soll,
      sind direkt Auswüchse der Ursünde, die böse Feindschaft gegen Gott, usw.

      Dieses Bild herrscht hier im Forum allgemein vor, so meine Einschätzung.
      Ein letztlich vollkommen menschenfeindliches, lebensfeindliches und totes Bild.

      Ich spreche von Fehlern, er bringt mir David, einen Mann, der aus Begierde den Ehemann der Begehrten umbringen ließ ... vollkommen unverhältnismäßig.
      Das wird aber oft so gemacht. Man hat eigentlich immer direkt schon Jesus gekreuzigt (um die ganze Theologie mal etwas abzukürzen)
      Damit bedrängt man die Menschen und peinigt die Kinder (die sind zum ersten Mal auf der Welt - wie wir alle; man konnte nichts proben!)
      Und die Furcht und Verhaltenheit, die daraus erwächst, lobt man als Frommheit und Demut,
      und hat immernoch nicht begriffen, warum so viele Menschen von dieser "Lehre" nichts mehr wissen wollen und ein desulates Gottesbild haben??? Seltsam ist das.

      Man wird diesen Gott, den man erschaffen hat, bekommen. Alles das, was man anderen Menschen an den Hals hängt, wird man bekommen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Bei Gott ist es keine billige Gnade! ​

      Seele1986 schrieb:

      Ich spreche von Fehlern, er bringt mir David, einen Mann, der aus Begierde den Ehemann der Begehrten umbringen ließ ... vollkommen unverhältnismäßig.


      Damit bedrängt man die Menschen und peinigt die Kinder (die sind zum ersten Mal auf der Welt - wie wir alle; man konnte nichts proben!)
      Und die Furcht und Verhaltenheit, die daraus erwächst, lobt man als Frommheit und Demut,
      und hat immernoch nicht begriffen, warum so viele Menschen von dieser "Lehre" nichts mehr wissen wollen und ein desolates Gottesbild haben??? Seltsam ist das.
      Liegt es nicht daran, dass in unseren Kirchen keine Frohe Botschaft und kein Evangelium mehr gepredigt wird? Liegt es nicht auch an der Scheinheiligkeit von uns Christen? Haben nicht auch die Religionslehrer in Deutschland total versagt? Wie ist es möglich, dass bald 80 Jahre nach der Kristallnacht es immer noch Verrückte gibt, die den Hitlergruß machen? Wo ist hier die Erziehung zum Humanismus? Wo ist der Geist von 1989 geblieben?

      Die Reformation vor 500 Jahren war auch eine "Bildungsbewegung"! Das brauchen wir auch heute wieder und glaubwürdige Pfarrer und Religionslehrer! - Andernfalls besteht durchaus die Gefahr, dass wieder ein »zweiter Adolf« hochkommt!


      Den kleinen Kindern (bis 14!) kann man das Kreuz nicht zumuten! Denen sollte man schöne biblische Geschichten vom Gutestun Jesu vorlesen! Mit dem Konfi-Unterricht ist es für die früh genug sich mit der Kreuzestheologie zu befassen, die wir ja nie wirklich verstehen können!


      Ja David war ein Mörder! Sein Verhalten war total vollkommen unverhältnismäßig.

      Er wurde für dieses schwere Verbrechen auch sehr hart von Gott bestraft, einmal durch den Tod seines ersten Sohnes der Bathseba („Leben für Leben!”)
      und dann durch den Aufstand seines Sohnes Absalom!

      Merke: »Jede Schuld rächt sich auf Erden!« Gott richtet !

      ER hat auch David gerichtet! Aber die Bibel verschweigt uns diese dunklen Punkte im Leben dieses Königs nicht! ---> Deshalb ist sie auch ein ehrliches Buch, das uns in die Abgründe einer menschlichen Seele blicken lässt. Aber - wenn wir der Bibel glauben wollen - so hat David schließlich aufrichtig bereut und sich vor Gott in den Staub geworfen! Und durch seine "Metanoia" - durch seine Umkehr und Buße durfte er zu Gott zurückkehren von IHM wieder unverdiente Gnade und Vergebung erhalten. Und dann sogar auch den Königsthron wieder!

      Interessant ist auch, dass die 2. wichtige Person des Judentums - Moses - auch wie David zum Mörder wurde! Auch er wurde dafür von Gott hart bestraft! JAHWEH verweigerte ihm das 'Gelobte Land'!

      All diese Begebenheiten müssten klar machen, dass es bei Gott keine billige Gnade gibt! Es kostete den Eingeborenen Gottessohn das Leben! Er starb, damit wir das ewige Leben haben können! Diese Liebe geht weit, weit über unseren Verstand hinaus!
    • Die herrschende Meinung der Naturwissenschaftler nimmt an, dass das Leben ohne schöpferische Intelligenz aus toter Materie von selbst entstanden ist. Es ist nicht das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung, sondern eine Meinung, die aus der Weltanschauung des Materialismus entstanden ist.

      Es ist allerdings erstaunlich, dass man im Mainstream der Naturwissenschaften noch nicht einmal ansatzweise auf die Idee kommt, es könnte eine schöpferische Intelligenz geben. Insofern ist Naturwissenschaft auch mit einer geglaubten nicht beweisbaren Ideologie verknüpft, an der man hartnäckig festhält.

      Wenigstens hat man schon eingesehen, dass das Leben nicht von selbst aus toter Materie auf der Erde entstanden sein kann. Also nimmt man inzwischen an, dass das Leben über Asteroiden aus dem Weltall kam. Das Lebendige hat sich in der ganzen Milchstraße über Asteroiden im Zeitablauf verbreitet und ist irgendwann auf die Erde gekommen.
      Damit hat man nur das nicht lösbare Problem der Lebensentstehung ins Weltall verlagert. Weiter nichts. Geklärt ist dadurch gar nichts. Aber man weigert sich weiterhin strikt, eine schöpferische Intelligenz anzunehmen, obwohl diese Erklärung nach Ockhams Rasiermesser naheliegend ist. Man geht lieber davon aus, dass der Mensch sich selbst erlöst, indem er seine eigene Unsterblichkeit erschafft und selbst zu Gott wird, der Universen erschafft.

      Der finnische Biologieprofessor MATTI LEISOLA hat den Mut gehabt, öffentlich zu sagen, dass er eine schöpferische Intelligenz bei der Lebensentstehung annimmt und erntete einen fürchterlichen SHITSTORM. Die Reaktion des Mainstream auf seine mutigen Äusserungen legte er in einem aktuellen Buch nieder:

      LEISOLA, Matti. Evolution- Kritik unerwünscht. Erfahrungen eines Wissenschaftlers.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lothar60 ()

    • Da der Mensch im Allgemeinen selbst frei entscheiden will, wird ein höheres Wesen weg diskutiert, es ist nicht existent. Man(n) will sich nicht beherrschen lassen.
      Selbst der Christ will nicht alle Lebensbereiche Gott übergeben, Ehe, Finanzen, Hobbys, etc.

      Somit ist es für mich ein Stück weit in der Forschung nachvollziehbar.
      „Herr, du weißt, dass ich von Tag zu Tag älter werde – und eines Tages alt. Bewahre mich vor dem Drang, bei jeder Gelegenheit etwas sagen zu müssen. Erlöse mich von der Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre mich nachdenklich und
      hilfreich, aber nicht beherrschend zu sein . . . lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich.“ Theresa von Avila
    • Hallo Norbert,

      hierzu noch:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Aber die Aussagen aus dem Apostolischen Glaubensbekenntnis haben wir ja erst aus der Bibel, die wir deshalb nicht wie jedes andere Werk der Weltliteratur betrachten dürfen!
      Gleichsetzen kann man es nicht, weil es nicht gleich ist, schlicht und einfach.

      Aber es ist faszinierend und erweitert den Horizont, wenn man auch andere Schriften betrachten kann und schlicht das Gemeinsame sieht:
      nimm den Turmbau zu Babel und dann schaue Dädaus und Ikarus an: zwei ganz unterschiedliche Geschichten, aber mit sehr ähnlicher Essenz und Kernaussage;
      nimm die Geschichte vom Garten Eden und dann schaue dir die Prometheus-Sage an;

      dies kannst du weiterführen bis in die moderne Literatur hinein, denn derlei Grundelemente durchziehen alle Literatur, auch die Kunst, auch die Musik.
      Der Mensch, das Wesen, welches weiß, dass es sterben wird, fragt, was er eigentlich ist, woher er komme, wohin er gehe, was das Geheimnis von Leben und Tod, von Liebe, Leidenschaft, Sinnlichkeit, Zorn, Hass, Destruktivität und Dunkelheit sei ...

      Roosevelt sagte mal: "Die Bibel reicht zur Ausbildung eines ganzen Lebens vollkommen aus";
      das mag stimmen, aber auch nur so lange, bis man auch andere Dinge kennenlernt. Es wäre doch sehr einseitig, wenn es nur das wäre.
      Und so sind leider häufig auch jene Menschen, die in solchem Gepräge aufgewachsen sind.
      Zudem müsste man, um Roosevelt zu folgen, dann aber auch alles lesen und lehren: z.B. das Hohelied der Liebe auch - nicht der vergeistigten Bedeutung nach, sondern der sinnlichen Bedeutung nach - auf dass der Mensch gut ausgebildet werde.
      Das wird aber nicht getan.

      Jeder nimmt sich immer das, was er will.
      Also mag man sich von sowas ablösen und seinen eigenen Weg machen, finde ich.
      Oder man lässt es sich weiterhin vorkauen, wie die Vogelmütter, die ihren Küken das vorverdaute Essen in den Hals speien ... Wer damit glücklich ist ...
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Lothar60 schrieb:

      Es ist nicht das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung, sondern eine Meinung, die aus der Weltanschauung des Materialismus entstanden ist.
      Da stimme ich dir zu.
      Aber, wie gesagt, ist der Gedanke, dass in der Natur eine Intelligenz zu erkennen sei, längst wieder im Gespräch ("Das kreative Universum")
      Und es gibt nicht wenige Forscher, die solches erkennen. Vor allem Physiker tun sich damit wesentlich leichter als beispielsweise Biologen und Zoologen.

      Dass man daraus aber den "biblischen Gott" (am besten noch den "dreieinigen Gott") bekommt, wie er gemeinhin gedacht wird, ist eher unwahrscheinlich.

      freudenboten schrieb:

      Heute brauchen wir eine erneute Aufklärung über die atheistische Unterdrückung freien Denkens!
      Meine volle Zustimmung! Ja, die Geschichte hat sich dahin entwickelt, dass man nun von der anderen Seite vom Pferd fällt.
      Der Materialismus ist heute - zumindest psychologisch - so radikal, wie es damals die Kirche war.

      Man könne über Datenerhebung und Substanzen die Welt und den Menschen erklären, ist eine Illusion.

      jüngerjesu schrieb:

      Da der Mensch im Allgemeinen selbst frei entscheiden will, wird ein höheres Wesen weg diskutiert, es ist nicht existent. Man(n) will sich nicht beherrschen lassen.
      Ja, das rührt aber meines Erachtens daher, wie dieses "beherrschende höhere Wesen" jahrtausendelang dargestellt und indoktriniert wurde.

      Ist Gott ein "Beherrscher"?
      Ich habe nicht das Gefühl, von ihm beherrscht zu werden.
      Wenn man dies aber so gelernt hat und dieses Gefühl folglich hat, ja, dann bedrängt einen das.

      Nietzsches "Gottestötung" im Zarathustra bezog sich gar nicht auf den "christlichen Gott", sondern es bezog sich eigentlich auf die antike Vorstellung, die wir als das "Allsehende Auge" kennen:
      die Gottheit, die mich stets beobachtet.

      Das wurde ins Christentum erfolgreich transferiert: "Pass auf, kleines Auge, was du siehst! Pass auf, kleines Ohr, was du hörst!" - Jede natürliche Regung wird ein Bedrängnis, wird eine Anklage gegen das, was man ist (und was dieser Gott ja nunmal erschaffen hat!)
      Über sämtlichen Altären, sowohl in Synagogen als auch in Kirchen, thront das Dreieck mit dem Allsehenden Auge, das es dann auch auf die Dollarnote geschafft hat.

      Was früher die Gottheit war, somit ich also im Geiste noch in Auseinandersetzung treten konnte, ist heute der Computer geworden: das Allsehende Auge.
      Der Gott, von dem Jesus sprach und mit dem er einträchtig lebte, ist das nicht!
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Wenn Du damit das "Apostolische Glaubensbekenntnis" meinst, muss ich Dir widersprechen!
      Denn ich kann nicht erkennen, dass dieses die biblischen Glaubenslehren verfälscht! ----> siehe die biblischen Nachweise in Das Apostolische Glaubensbekenntnis und seine biblischen Begründungen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()