Woher kommt das Leben ?

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    • Es geht hier wohl um das Unterthema:
      "Wissenschaft und Glaube an Gott" - ein Widerspruch ?
      Autoren wie JOHN LENNOX, WERNER GITT oder beispielsweise die Physikerin und Theologin LYDIA JAEGER (Paris) haben deutlich aufgezeigt, dass es keinen Widerspruch gibt, sondern stringente naturwissenschaftliche Forschung und der Glaube an Gott sich optimal ergänzen. Das Motiv zur Naturwissenschaft entstammt dem Glauben an Gott. Denn hat Gott die Welt erschaffen, muss es Regelmäßigkeiten (Naturgesetze) und eine Mathematik geben, die diese beschreiben.

      Im übrigen haben sich Religionen so sie ihren Ursprung in Gott haben niemals gegen den Menschen gerichtet. Schon die 10 Gebote verbieten das Töten.

      Denn grössten Schaden allein im 20. Jahrhundert haben atheistische Gesellschaftssysteme wie der Nationalsozialismus, der Stalinismus und der Maoismus oder z.B. die Roten Khmer Pol Pots in Kambodscha angerichtet, die sich alle durch einen Hass gegen die Bibel und gegen Gott auszeichneten und deshalb kläglich scheiterten.
    • Lothar60 schrieb:

      Autoren wie JOHN LENNOX, WERNER GITT oder beispielsweise die Physikerin und Theologin LYDIA JAEGER (Paris) haben deutlich aufgezeigt, dass es keinen Widerspruch gibt, sondern stringente naturwissenschaftliche Forschung und der Glaube an Gott sich optimal ergänzen.
      Das wird dann häufig angeführt, aber es hinkt natürlich, denn sie möchten die Naturwissenschaft zur Bekräftigung der Genesis und des biblischen Gottes nutzen.
      An diesem "Gott", den man zugestehen würde, hängt dann noch ein ziemlich langer Rattenschwanz dran an Bekenntnissen, die eingefordert werden.

      Kommt beispielsweise jemand durch die Vorträge eines Werner Gitt zu dem Gedanken "Ja, es gibt einen Schöpfer", so ist das ja nicht ausreichend! Jene Kreise wollen ja was anderes hören.
      Und deshalb hinken diese "Naturwissenschaftler". Es geht bei dieser Naturwissenschaft nicht darum, zu Erkenntnissen zu kommen, sondern die eigene Religion zu untermauern.

      Einen Widerspruch zwischen Naturwissenschaft und Glaube (wohlgemerkt: Glaube!) muss es keineswegs geben. Es gibt zahlreiche Naturwissenschaftler, die an Gott glauben.
      Hier in Deutschland mag das vielleicht nicht zur Etikette des Wissenschaftlers gehören, in anderen Ländern sieht das vollkommen anders aus. Wir sind hierzulande auch ziemlich beschränkt, was dieses Thema angeht (auf beiden Seiten) und deshalb gibt es diese unsinnigen Debatten.

      Lothar60 schrieb:

      Denn grössten Schaden allein im 20. Jahrhundert haben atheistische Gesellschaftssysteme wie der Nationalsozialismus, der Stalinismus und der Maoismus oder z.B. die Roten Khmer Pol Pots in Kambodscha angerichtet, die sich alle durch einen Hass gegen die Bibel und gegen Gott auszeichneten und deshalb kläglich scheiterten.
      Richtig, und diese Systeme waren strukturiert und aufgebaut wie Religionen. Der Nationalsozialismus war übrigens keineswegs atheistisch. Das ist eine verbreitete Fehlbetrachtung, wo irgendwie auch keiner weiß, woher sie stammt.

      Die Strukturen waren bei allen religiös und sakral: es gab einen Messias, heilige Bücher, Propheten, Priester und Lehrer, eine ganzheitliche und geschlossene Lehre, der nicht widersprochen werden durfte, es gab Sündenböcke und "Teufel", die fürs eigene Ungemach verantwortlich waren und bezwungen und vernichtet werden mussten ... alldas.

      Das sind religiöse Kategorien, bzw. (um fair zu bleiben) ideologische Kategorien.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Wer sich öffentlich gegen das vorherrschende Evolutionsparadigma und das im Hintergrund stehende naturalistische Weltbild äußert, muss mit Desinteresse am Beweismaterial, mit Ablehnung einer offenen Diskussion, mit hartnäckigen Vorurteilen, Herabwürdigungen, Verunglimpfungen, Zensurversuchen und sogar Hass rechnen.
    • freudenboten schrieb:

      Wenn man die Genesis "allumfassend" liest, (Kolosserbrief 1:15.ff.) kann man auch die Natur erforschen soweit wie möglich.
      Natürlich kann man das. Es wird erst problematisch, wenn man die Wissenschaft der Genesis einverleiben will.
      Wenn Forschungen errechnen, dass Gestein 50 000 Jahre alt ist und man dann einwendet: "Das geht nicht, denn die Erde wurde vor 10 000 Jahren erst erschaffen!", dann muss man verstehen, dass das bestenfalls Kopfschütteln verursacht. Mit sowas kann die Wissenschaft nicht arbeiten.

      Es liegt eigentlich an einem anderen Problem und das ist philosophischer Natur, nämlich die Rechengrundlage.
      Man betrachtet nämlich den Ablauf von Zeit an Materie und schlussfolgert von dort aus zurück; inzwischen sind wir schon bei Milliarden von Jahren. Berechnen kann man das nicht, denn es gibt gar keine Messgeräte für sowas. Es sind logische Schlussfolgerungen, ausgehend von dem, was man sieht.
      Das Problem ist, dass Alterung nicht identisch abläuft.

      Eine Schöpferhand kann man nicht so einfach dazutun, denn das ist keine wissenschaftliche Größe; es bleibt dem einzelnen überlassen.
      Ein Harald Lesch beispielsweise, nun wirklich ein berühmter Physiker, glaubt an Gott. Er kann diesen Gott aber nicht als wissenschaftliche Größe in die Forschung einbauen, denn es ist keine.
      Und vermutlich würde es auch zu Fehlschlüssen führen, zumindest nach den allgemeinen Regeln der Physik.
      Hier gibt es eine Grenze, die die Natur bestimmt, denn Naturgesetze gelten. Es ist eine Illusion, dass sie einfach unterbrochen werden.
      Alles, was wir hier in Raum und Zeit erfahren, ist immanent, das muss uns klar sein.
      Es gibt nur einen Bereich, der das vermeintlich übersteigen kann, und das ist unser Geist. Selbst mit dem Gehirn zwar auch immanente Materie, aber unser Denken kann die Grenzen übersteigen.
      Es ist Geist, der das tut, nicht die Materie.
      Deshalb nannte Kierkegaard Jesus den "Gott, der in die Zeit gekommen ist".

      Es gibt, sehr vereinzelt und sehr langsam, auch wieder Naturwissenschaftler, die die Vernunft des Kosmos sehen und das nicht einfach mehr mit "Zufall" abheften können, weil ein solcher Zufall extrem schwer nachzuvollziehen ist.
      Aber wie gesagt hat das noch lange nichts mit dem biblischen Gott zutun, den Kreationisten bestätigt haben wollen. Sondern es geht dann eher in Richtung Aristoteles`, des Unbewegten Bewegers, oder Parmenides` , der sozusagen als erster so etwas wie den Energieerhaltungssatz formuliert hat: das Sein alles Seienden, das sich zwar wandelt, aber niemals erzeugt oder verlorengehen kann ...

      In diese Richtungen geht es eher und das befriedigt den pseudo-wissenschaftlichen Kreationisten keineswegs, denn er will letztlich Religion; er will keine Naturwissenschaft und naturwissenschaftliche Erkenntnisse.

      Lothar60 schrieb:

      Wer sich öffentlich gegen das vorherrschende Evolutionsparadigma und das im Hintergrund stehende naturalistische Weltbild äußert, muss mit Desinteresse am Beweismaterial, mit Ablehnung einer offenen Diskussion, mit hartnäckigen Vorurteilen, Herabwürdigungen, Verunglimpfungen, Zensurversuchen und sogar Hass rechnen.
      Welches Beweismaterial hast du denn?
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Gott ist in der Tat das Sein alles Seienden!

      Seele1986 schrieb:


      Lothar60 schrieb:

      Denn grössten Schaden allein im 20. Jahrhundert haben atheistische Gesellschaftssysteme wie der Nationalsozialismus, der Stalinismus und der Maoismus oder z.B. die Roten Khmer Pol Pots in Kambodscha angerichtet, die sich alle durch einen Hass gegen die Bibel und gegen Gott auszeichneten und deshalb kläglich scheiterten.
      Richtig, und diese Systeme waren strukturiert und aufgebaut wie Religionen. Der Nationalsozialismus war übrigens keineswegs atheistisch. Das ist eine verbreitete Fehlbetrachtung, wo irgendwie auch keiner weiß, woher sie stammt.
      Die Strukturen waren bei allen religiös und sakral: es gab einen Messias, heilige Bücher, Propheten, Priester und Lehrer, eine ganzheitliche und geschlossene Lehre, der nicht widersprochen werden durfte, es gab Sündenböcke und "Teufel", die fürs eigene Ungemach verantwortlich waren und bezwungen und vernichtet werden mussten ... alldas.

      Das sind religiöse Kategorien, bzw. (um fair zu bleiben) ideologische Kategorien.

      KategorienNationalsozialismusStalinismusMaoismus
      MessiasAdolf HitlerJosef StalinMao Tse Tung
      heilige Buch»Mein Kampf«Kommunistische ManifestMao-Bibel
      ProphetenAlfred Rosenberg / Friedrich NietzscheKarl Marx/ Wladimir LeninKarl Marx/ Wladimir Lenin
      PriesterJosef Goebbels/ Rudolf Hess/ Julius StreicherLeo Trotzki/ Lew KamenewMaoisten
      LehreFaschismus/ Sozial-Darwinismus/ NationalsozialismusMarxismus-Leninismus/ Diktatur des ProletariatsMarxismus-Leninismus/ Maoismus
      Sünden-böcke /
      "Teufel"
      Die Juden/ Die "Untermenschen"/ Die
      Nichtarischen Rassen/ Politische Gegner
      Die Adligen/ Die Christen / Politische GegnerDie Unangepassten/ Die Tibeter/ Die Christen

      Seele1986 schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Wenn man die Genesis "allumfassend" liest, (Kolosserbrief 1:15.ff.) kann man auch die Natur erforschen soweit wie möglich.
      Das Problem ist, dass Alterung nicht identisch abläuft.

      Ein Harald Lesch beispielsweise, nun wirklich ein berühmter Physiker, glaubt an Gott. Er kann diesen Gott aber nicht als wissenschaftliche Größe in die Forschung einbauen, denn es ist keine.

      Hier gibt es eine Grenze, die die Natur bestimmt, denn Naturgesetze gelten. Es ist eine Illusion, dass sie einfach unterbrochen werden.

      Sondern es geht dann eher in Richtung Aristoteles`, des Unbewegten Bewegers, oder Parmenides` , der sozusagen als erster so etwas wie den Energieerhaltungssatz formuliert hat: das Sein alles Seienden, das sich zwar wandelt, aber niemals erzeugt oder verlorengehen kann ...
      Lieber freudenboten! Wie liest man die Genesis "allumfassend" ?

      Möglicherweise täuscht uns die Natur die Jahrmillionen von Jahren nur vor? Ich will aber die Forschungen der Astrophysik nicht bestreiten und auch nicht, dass der sog. "Urknall" vor 13,7 Milliarden Jahren stattgefunden hat!

      Man muss unbedingt Gott als wissenschaftliche Größe anerkennen, als Schöpfer, der diesen Urknall und die Entstehung von Raum und Zeit bewerkstelligt hat!

      Naturgesetze gelten - und da würde ich eine Einschränkung machen - und können in der Regel nicht unterbrochen werden! Aber als Gott in Jesus Mensch wurde, da gelang dies: seine Wunderheilungen, seine Totenauferweckungen, dass er aus 5 Fischen und 2 Broten mehr gemacht hat - all das hat die Naturgesetze unterbrochen! Auch als Gott die Zeit angehalten hat (---> siehe Josua 10,12ff.) und sie 10 Striche an der Sonnenuhr zurückgesetzt hatte (---> 2.Könige 20,10f.) Übrigens hat gerade die Astrophysik festgestellt, dass in der Weltzeit tatsächlich ein Tag in der Berechnung fehlt! ==> Das beweist damit auch die einzigartige Inspiration der Heiligen Schrift!

      Gott ist in der Tat das Sein alles Seienden! Dieser Satz muss als wissenschaftliches Axiom (unhinterfragbarer feststehender Grundsatz, der keines Beweises bedarf!) unterstellt werden!
      Zu diesem gesamten Komplex passt das folgende Zitat von Werner Heisenberg:
      „Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch! Aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott!”

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Was heißt das konkret, dass vor der Sintflut ein anderer (???) Kalender galt?

      Das verstehe ich nun nicht ganz! Wir können doch, wenn wir die Bibel als wahr auch in der Chronologie betrachten, zurückrechnen bis zur Erschaffung von Adam, die im Jahre 4.114 v.Chr. war! Oder hat sich die Erde in einem Jahr nicht in 365,2422 Tagen = in einem Jahr = Anno Domini - um die Sonne gedreht? Oder dauerte dies länger, was somit auch die Methusalemitischen langen Lebensdaten der ersten 20 Generationen bis Abraham erklären würde?
      Fest steht, dass der jüdische Kalender, der die Erschaffung Adams auf das Jahr 3.761/3.760 v.Chr. berechnet hatte (seit dem 9.9.2018 hat nach jüdischer Auslegung mit dem 1. Tischri = dem 7. jüdischen Monat das bürgerliche Jahr 5.779 (= 2019 n.Chr.) mit dem Neujahrsfest Rosch-Ha-Schana = dem Posaunentage begonnen!), nach biblischer Chronik auf gar keinen Fall stimmen kann, da er 354 Jahre zu früh angesetzt hatte! Wenn man dieses Datum annehmen würde, könnten sämtliche chronologischen Daten niemals untergebracht werden!

      Lieber freudenboten, ich bitte daher um detaillierte und ausführliche Erklärung, wie Du das gemeint hast, dass »vor der Sintflut Genealogie war , und nicht gleicher Kalender wie heute.« !

      PS: Wir wissen ja, dass sich der Mönch Dionysios mit dem ANNO DOMINI = DEM JAHR DER GEBURT DES HERRN um 4-7 Jahre verrechnet hatte und wir somit - bei Jesu Geburt 4 v.Chr. bereits im Jahre 2022 nach Christi Geburt - bei Jesu Geburt 7 v.Chr. aber schon im Jahre 2025 nach Christi Geburt leben würden! Mit Schreiben an die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. hatte ich bereits gefordert eine Kalenderreform einzuführen, welches auch das ständige Schwanken des Ostertermins beseitigen würde (was übrigens sogar im II.Vatikanischem Konzil vorgesehen war!) Durch die wissenschaftlichen Untersuchungen des Oxford-Professors Colin J. Humphreys ist nun mit ziemlicher Sicherheit bewiesen, dass Jesu Geburt im Jahre 5 vor unserer Zeitrechnung stattgefunden hat, wir also statt im Jahre 2018 n.Chr. bereits im Jahre 2023 n.Chr. leben! ----> Siehe hierzu u.a. : Colin J. Humphreys: >>The Star of Bethlehem - a Comet in 5 BC - and the Date of the Birth of Christ<<, in: Quarterley Journal of the Royal Astronomical Society32/1991, S.389 - 407. und Siehe auch
      C.J. Humphreys: >>The Star of Bethlehem, a Comet in 5 BC and the Date of Christ's Birth<<, in: Tyndale Bulletin, 43.1/1992, S. 31 - 56.
      Humphreys hat auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass Jesus am Freitag, 3. April 33 = dem 14. Nisan 33 u.Z. im jüdischen Jahr 3.793 gestorben ist und demzufolge am Sonntag, 5.April 33 (=16. Nisan 33) vom Tode auferstanden ist. ===> Somit wären die christlichen Feiertage festgelegt: Karfreitag wird immer am 3.4. eines Jahres begangen, Ostern am 5./6.4, Himmelfahrt am 14.5. und Pfingsten am 24./25.5. ! -----> siehe: Colin J. Humphreys: Die letzten Tage Jesu und das Geheimnis des Abendmahls, Deutsch von Michael Stehle, Verlag Urachhaus, erschienen 2012, Preis: 29,90 Euro, 336 Seiten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Detailliert fehlt mir die Zeit zum Schreiben.
      Soviel zunächst:
      Das Todesjahr Jesu leitet sich von Daniel ab auf etwa 31 nach Null.
      Die jüdischen Berechnungen des Weltalters sind nicht zuverlässig.
      Die Jahreszeiten vor der Sintflut waren andere als danach, das sagt schon der Text.
      Der biblische Kalender basiert auf dem Exodus, damit ist Jahresbeginn der "Frühlingsneumond" Abib. Die persischen/rabbinischen Kalenderbezeichnungen sind nicht immer übereinstimmend mit Mose.
      Die Auslegung der Daniel-Chronologie wurde von den Rabbinen vorsätzlich gefälscht!
    • Hat es nicht immer schon Frühling, Sommer, Herbst und Winter gegeben?

      freudenboten schrieb:

      Die Jahreszeiten vor der Sintflut waren andere als danach, das sagt schon der Text.

      Der biblische Kalender basiert auf dem Exodus, damit ist Jahresbeginn der "Frühlingsneumond" Abib.

      Die Auslegung der Daniel-Chronologie wurde von den Rabbinen vorsätzlich gefälscht!
      Das kann ich nicht erkennen! Oder meinst Du das Verbot der Rabbinen Daniel 9,25 zu berechnen, da man dadurch unweigerlich auf die Zeit des Messias so um 30 n.Chr. hingewiesen worden wäre?

      Der biblisch-religiöse Kalender beginnt - abweichend vom bürgerlichen der bei den Juden mit dem 1. Tischri [= der 7. Monat] beginnt (so wie auch im Christentum der religiöse Kalender (der mit dem 1. Advent [Ende November/Anfang Dezember] beginnt, vom bürgerlichen (Jahresbeginn am 1.1.) abweicht), mit dem 1. Nisan (März/ April).

      Warum sollten die Jahreszeiten vor der Sintflut anders gewesen sein wie nach der Sintflut? War die Umdrehung der Erde um die Sonne nicht immer gleich? Hat es nicht immer schon Frühling, Sommer, Herbst und Winter (Gen.8,22) gegeben? Woran -- und an welchem biblischen Text -- kann ich das erkennen?

      Oder bist Du der Meinung, dass wegen dem Wasser oberhalb der Erde (welche nach kreationistischer Auffassung eine "Schutzhülle" für die Erde war, welche für immer gleiches Klima in allen Teilen der Erde gesorgt habe!), welches bei der Sinflut "ausregnete", erst dann deswegen es die 4 Jahreszeiten gegeben habe? Du hast Dich doch seither, wenn ich Dich Recht verstanden habe, immer Kreationisten-kritisch geäußert!?!
    • Genesis 8:22. legt nahe, dass es vor der Flut keine Unterscheidung Sommer/Winter gab, wie lang die Tagesrotation war, ist auch nicht gesagt.
      Wie genau die "Unterscheidung" der "Zeiten" vor dem Sündenfall bis zur Sintflut geschah, wissen wir nicht.
      Ich denke, dass das Vorhandensein von Sabbat-Jahren und Hallel-Jahren (Ex.23:10.ff./Lev. 25) im biblischen Kalender zum Nachdenken (siehe auch Jahr-Tage der Geschichtsprophetie) anregt. (Lukas 4:18.19./Jes. 61:1.2.)
      Interessant ist, dass der Wochensabbat zwischen Schöpfung und Exodus nicht erwähnt wird.
      Sabbat erscheint in Lev. 23:2.3. als OBERbegriff für eine umfassende Art der "Zeitrechnung".
      Auch die Sieben Zeiten (jamim) Gen. 1 sind NICHT NUR Wochentage, auch wenn sie als Vorbild für die Wochen-Tageszählung Exodus 16 dienen.
    • freudenboten schrieb:

      Genesis 8:22. legt nahe, dass es vor der Flut keine Unterscheidung Sommer/Winter gab, wie lang die Tagesrotation war, ist auch nicht gesagt.
      Wie genau die "Unterscheidung" der "Zeiten" vor dem Sündenfall bis zur Sintflut geschah, wissen wir nicht.
      Deshalb sollten wir die Naturgesetze Sonne und Mond (Tag,Woche Jahr) sowie bestimmte Sterne nicht in Frage stellen,

      die für Navigation wichtig sind.

      Die Begrenzung des Lebensalters kam ja erst nach dem Turmbau zu Babel....
    • hi
      Wozu soll eigentlich die ganze Kalenderdiskussion gut sein. Man streitet sich ja unter anderem schon darüber, ob die Genesis nicht erst im babylonischen Asyl grschrieben wurde. Eigentlich ist das nur für die Kreationisten wichtig, alle andern haben wohl nur ein müdes Lächeln dafür übrig.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • freudenboten schrieb:

      Die Genesis ist von Mose, nicht im Exil von Rabbinern.
      Letzteres ist historische Fiktion.
      Die These kommt auch daher, dass Gott sich gegenüber Noah wohl nicht entscheiden kann, ob es von allen Tieren "je ein Paar" sein soll, oder von den "reinen Tieren je sieben Paar" und den "unreinen Tieren je ein Paar" ...
      und dass im ersten Schöpfungsbericht, einem religiösen Lehrtext zum Auswendiglernen, der Sabbat betont wird, während das im zweiten Bericht (der vermeintlich ältere) gar keine Erwähnung findet, usw.

      Die Bücher Mose sind nicht von Mose geschrieben und es heißt auch nirgends, dass sie von ihm seien.
      Im Hebräischen gibt es diese Überschriften nicht, bzw.: es gibt überhaupt keine Überschriften der biblischen Bücher (auch im Neuen Testament nicht)!
      Die Überschriften wurden bei der Kanonisierung festgelegt.
      Bedeutet: "Das Evangelium nach Markus", (etc.) gibt es in den Grundtexten nicht, weshalb sich auch diese Debatten erübrigen, ob es "Zeitzeugen" waren. Wenn man nicht mal den Autor weiß, ist die Frage überflüssig.

      Man will eine "Irrtumslosigkeit" durchhalten, die die Texte gar nicht brauchen und die es übrigens auch nicht gibt.
      Es ist eine Illusion, die dann dazu führt, dass man ernsthaft meint, es habe vor der Sintflut keine Jahreszeiten gegeben ...
      Das sei jedem belassen, aber dann spreche man doch bitte nicht von den "Gegnern der Gläubigen" und "der Welt", die "Feind Gottes und seiner Kinder" sei.

      Alle Regeln, aufmerksam und nüchtern einen Text zu lesen, Dinge zu unterscheiden, Erzählung von Historie zu trennen (aber dennoch den Wert einer Erzählung zu sehen),
      all die Regeln, die auf jede Lektüre angewendet werden, werden hier außer Kraft gesetzt, weil man ein falsches Verständnis von "der Heiligen Schrift" über Jahrhunderte eingeimpft bekommen hat.
      Was anderswo sofort, wegen Erzählweise und Bilderwelt, als Mythos erkannt wird, hat hier nicht zu gelten.

      Es ist ein gewollt anderer Maßstab; das sollte man einfach nur wissen, denke ich.

      Würde man wirklich lesen, was die Erzählungen uns mitteilen wollen (dem Sinn nach), dann wäre das fruchtbringend.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Würde man wirklich lesen, was die Erzählungen uns mitteilen wollen (dem Sinn nach), dann wäre das fruchtbringend.
      Wie kommst du darauf, dass das eine ("Bericht") das andere ("Sinn") ausschließt?

      Wenn ich ein Gedicht über meinen Urlaub schreibe, welches sowohl präzise Angaben als auch persönliche Gefühlswelten enthält - ich möchte in wenigen Zeilen das Erlebte auf den Punkt bringen - hat dann der Urlaub deswegen nicht stattgefunden? Ist er deswegen nun ein Mythos, weil ich mich bestimmter sprachlicher Mittel bedient habe?

      Die Erzählung über die Rettung der Hure Rahab ist chiastisch aufgebaut - gab es sie deshalb nicht? Lief die Rettung mit den im Text geschilderten Details nicht so ab?

      Der Hebräer hat viel ganzheitlicher gedacht als wir Griechen. Wir tröseln alles auf in Einzelteile ("Bericht" oder "Gedicht"), statt alles zusammen zudenken ("Bericht" und "Gedicht") - des widerstrebt uns irgendwie, schade.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!