Warum kannte die Generation nach Josua den HERRN nicht?

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    • Warum kannte die Generation nach Josua den HERRN nicht?

      Norbert Chmelar schrieb:

      Josua 2:

      10
      Als auch alle, die zu der Zeit gelebt hatten, zu ihren Vätern versammelt waren, kam nach ihnen ein anderes Geschlecht auf, das den HERRN nicht kannte noch das Werk, das er an Israel getan hatte.


      11 Da taten die Israeliten, was dem HERRN missfiel, und dienten den Baalen
      12 und verließen den HERRN, den Gott ihrer Väter
      14 So entbrannte denn der Zorn des HERRN über Israel, und er ... verkaufte sie in die Hände ihrer Feinde
      18 Wenn aber der HERR ihnen Richter erweckte, so war der HERR mit dem Richter und errettete sie aus der Hand ihrer Feinde, solange der Richter lebte. Denn es jammerte den HERRN ihr Wehklagen über die, die sie unterdrückten und bedrängten.
      Der Vers in Josua 2,10 bereitet mir ein gewisses Kopfzerbrechen. Warum kannten die Israeliten nach Josua JAHWEH (den HERRN) nicht? Die Väter der Generation des Josua werden doch wohl mündlich ihren Kindern von der Befreiung aus Ägypten erzählt haben! Und die schriftliche Thora des Moses wird auch schon vorgelegen haben. Darinnen lesen wir in 5Mo 32,46: „Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, dass ihr euren Kindern befehlt, alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun.” Haben die Väter dies versäumt? Oder haben die Kinder einfach nicht auf »die Worte der Väter« gehört?

      Und schon in 5.Mos. 4,9-10 sagte Moses: „Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun
      10 den Tag, da du vor dem HERRN, deinem Gott, standest an dem Berge Horeb, als der HERR zu mir sagte: Versammle mir das Volk, dass ich sie meine Worte hören lasse und sie mich fürchten lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden und ihre Kinder lehren.” ---> siehe auch 5.Mos. 6,6f.: „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen
      7 und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.” und 5.Mos.11,19: „und lehrt sie eure Kinder, dass du davon redest”

      Und in 5.Mose 31,9ff. lesen wir: „Und Mose schrieb dies Gesetz und gab's den Priestern, den Söhnen Levi, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen Ältesten Israels
      10 und gebot ihnen und sprach: Jeweils nach sieben Jahren, zur Zeit des Erlassjahrs, am Laubhüttenfest,
      11 wenn ganz Israel kommt, zu erscheinen vor dem Angesicht des HERRN, deines Gottes, an der Stätte, die er erwählen wird, sollst du dies Gesetz vor ganz Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren.
      12 Versammle das Volk, die Männer, Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen Städten lebt, damit sie es hören und lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun
      13 und dass ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören und lernen, den HERRN, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen.”

      Hat man diese 7 Jahres-Bestimmung des Moses nicht eingehalten? Hat man nach dem Tode des Josua es versäumt, seinen Kindern das 5. Mose-Buch vorzulesen? Oder wie ist es sonst zu erklären, dass dieses neue Geschlecht »den HERRN nicht kannte«? Was meint ihr?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Deswegen gibt es (nach dem Exil) im Judentum die wöchentlichen Lesungen übers Jahr verteilt. Aber das ist natürlich nur eine Auswahl, kein gründliches Studium.
      Der letzte Tag der Laubhütten (2./3.10.) ist der Tag der "Wasserquellen"/Gebet um Regen sowie der Freude über die Schrift.
      "Wer an mich (Jesus) glaubt, wie die Schrift sagt..." Joh. 7:38.
    • Ist dies der sogenannte Feiertag "SIMCHAT THORA" ?

      freudenboten schrieb:

      Der letzte Tag der Laubhütten (2./3.10.) ist der Tag der "Wasserquellen"/Gebet um Regen sowie der Freude über die Schrift.
      "Wer an mich (Jesus) glaubt, wie die Schrift sagt..." Joh. 7:38.
      Ist dies der sogenannte Feiertag "SIMCHAT THORA" - "DER FREUDENTAG DER SCHRIFT" vergleichbar dem christlichen "BIBELSONNTAG"?
    • Der achte Laubhüttentag (22. des siebten Neumonds) ist der Tag des Segens der "Wasserquellen".

      "Simchat Thora" wurde von den Rabbinen hinzugefügt als zusätzlicher Feiertag (23. des siebten Neumonds) im nichtjüdischen "Ausland".

      Eigentlich gehört die Thora-Freude "ursprünglich" und sinngemäß zum Pfingsttag. (7. Sonntag nach Passah, Tag des Horeb-Bundes Exodus 19:16.)
      Aber die Israeliten vergaßen nach Josua leider die Freude an der Thora, weil die Priester sie vernachlässigten.
      Eigentlich wäre die ganze Zunft der Pharisäer und Schriftgelehrten nach dem Exil überflüssig gewesen, hätten die Priester nicht ihre Pflichten (außer den Opfern) versäumt. Maleachi 2:7.
      Darin liegt auch der eigentliche für die Kritik mancher Propheten am Opferdienst. Nicht die von Gott gebotenen Opfer waren Ursache des Ungehorsams sondern mangelndes Interesse an der Thora.
      So sollte auch bei Christen das Opfer (Gedächtnis) Jesu und die Nachfolge ( Gebote) zusammengehen.
    • In Westeuropa kennt heutzutage auch niemand den Herrn. Der Unglaube geht auffällig einher mit erschreckender Ignoranz hinsichtlich der Bibelkenntnisse, der Theologie, Philosophie, des Wissens um die Person des Jesus Christus. Viele wollen gar nicht wissen. In der heutigen Zeit des Größenwahnsinns und der Selbstüberheblichkeit will mehr mit Gott irgendetwas zu tun, auch in den Wissenschaften nicht. Der Mensch macht sich selbst zu Gott und will sich selbst erlösen. Man setzt auf Heilsbringer wie künstlich Intelligenz und Gentechnik und moderne Medizin - aber die Realität sieht anders aus.