Leid und ein gütiger Gott - ein Widerspruch ?

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    • Leid und ein gütiger Gott - ein Widerspruch ?

      Meines Erachtens gibt es in dieser Welt grob eingeteilt zwei Arten des Leidens:
      Erstens das vom Menschen selbst verursachte Leiden, das vermeidbar ist wie beispielsweise Kriege und Kriminalität oder Verkehrsunfälle.
      Zweitens, das nicht vom Menschen verursachte Leiden, das unvermeidbar ist wie beispielsweise Naturkatastrophen wie Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Meteoriteneinschläge oder Erbkrankheiten wie den Defekt auf Chromosom 4 bei Morbus Huntington, Alzheimer usw. Zum unvermeidbaren Leiden gehört auch der jedem Menschen bevorstehende Sterbeprozess, der beispielsweise bei einer Krebserkrankung Jahre andauern kann.

      In der unmittelbaren Gegenwart des Jesus Christus von Nazareth verschwand das Leiden. Kranke wurden wieder gesund, auch Jahrzehnte lang Erkrankte und Aussätzige. Selbst der Tod wurde wieder rückgängig gemacht wie beispielsweise bei Lazarus. Sogar gefährliche Naturereignisse wie ein Sturm auf See wurde von Jesus Christus gestillt. Jesus Christus hätte auch Erdbeben und Vulkanausbrüche gestoppt.
      Was bedeutet dies ? Es bedeutet, dass das Leid, die Krankheiten, der Tod, die Naturkatastrophen, die Menschen leiden lassen nicht von Gott kommen und nicht von Gott gewollt sind.
      Wenn beispielsweise ein Kind bei einem Verkehrsunfall stirbt oder ein Mensch an einer Krebserkrankung oder Erbkrankheit leidet, so ist dies nicht Gottes Wille. Es kommt nicht von Gott, sondern es ist Teil des Bösen in dieser Welt, das seinen Ursprung nicht in Gottes Willen hat. Gott versucht niemand zum Bösen und Gott will nicht, dass Menschen leiden und sterben. Aber dazu muss Gott "alles neu machen". So wie diese Welt ist wird Gott ihr ein Ende setzen, weil Gott das Leiden des Menschen nicht will.
    • Mein Gedanke dazu ist, dass wir ein Ende haben müssen, weil hier auf diesem Planeten das Böse
      auch ein Ende haben muss.

      Es ist schwer zu ertragen, dass man das so viele Jahre mitansehen oder eben auch selbst erleiden muss, aber es tröstet, dass es die Verheißung (ungen) gibt

      2Kor 4,17 Denn unsre Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit,

      Es wäre schön, wenn ein bisschen von dem Trost und einer liebevollen Umgebung gelebt würde.

      Lothar60 schrieb:

      In der unmittelbaren Gegenwart des Jesus Christus von Nazareth verschwand das Leiden. Kranke wurden wieder gesund, auch Jahrzehnte lang Erkrankte und Aussätzige.

      Den Aufruf hierzu lesen wir in Philipper2

      1 Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid1 und Erbarmen,
      2 so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid,
      3 nichts aus Eigennutz2 oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst;
      4 ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen!
      5 Habt diese Gesinnung in3 euch, die auch in Christus Jesus war4,
      6 der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt5, Gott gleich zu sein.
      7 Aber er machte sich selbst zu nichts6 und nahm Knechtsgestalt7 an, indem er den Menschen gleich geworden ist8, und der Gestalt nach9 wie ein Mensch befunden,
      8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.
      9 Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen10, der über jeden Namen ist,
      10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen,
      11 und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Lothar60 schrieb:

      Zum unvermeidbaren Leiden gehört auch der jedem Menschen bevorstehende Sterbeprozess, der beispielsweise bei einer Krebserkrankung Jahre andauern kann.

      1. Früher hat der nicht Jahre gedauert.
      Früher ist man gestorben, wenn man todkrank war.
      Heute wird mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln versucht, noch ein paar Jahre oder Monate rauszuholen.
      Vielleicht ist das gar nicht Gottes Wille?

      2. Ansonsten, wir kennen Gottes Gedanken nicht.
      Wir wissen nicht, warum er dieses oder jenes Kind sterben, bzw krank zur Welt kommen lässt.

      3. .Manche Naturkatastrophen sind vom Menschen verursacht.

      4. Wir wissen nicht, wie oft Gott schon die Erde von z.B. einem Meteoriteneinschlag bewahrt hat.

      5. Wir wissen nicht, wie oft Gott schon Menschen vor noch viel Schlimmerem bewahrt hat, als vor Krankheit, vor frühem Tod.

      Wir Menschen sehen immer das Böse, wenn etwas für unser Empfinden Schlimmes passiert.
      Aber das ist es vielleicht gar nicht, sondern Gottes Wille, Gottes Eingreifen?
    • Es ist der gleiche Himmel, der wunderschönes Morgenrot, herrliches Blau, ein Sternenmeer oder Sturm, Gewitter, Hagel und Schnee zeigt. Es gibt keinen Dualismus.

      Allem Geschaffenen ist ein Werdegang eingestiftet (natura, nasci: geboren sein, und folglich sterben), der durch Wechselkräfte gehalten wird (Anziehung und Abstoßung); vom Atom bis zum Orkan.
      Sonst wäre alles ein Standbild, tot und unbewegt.

      Das geschieht in der Natur und ebenso in uns Menschen, die wir auch Natur sind, aber Geist haben und der eigenen Sterblichkeit gewahr werden.
      Und alldas hat Gott geschaffen, natürlich. Er hat es so gemacht, weil das die Prinzipien von geschöpflichem Leben sind, wie die Naturwissenschaften zeigen.

      Anders bei Wesen, die aus Licht und Geist geschaffen werden, wie die Engel oder wie wir ja glauben, dass wir einmal sein werden: aus Geist, der lebendig macht.
      In der Genesis steht aber nicht, dass wir aus Geist gezeugt sind, sondern dass wir aus Erde sind und uns Geist eingehaucht wurde. Wir sind Natur.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Anders bei Wesen, die aus Licht und Geist geschaffen werden, wie die Engel oder wie wir ja glauben, dass wir einmal sein werden: aus Geist, der lebendig macht.
      In der Genesis steht aber nicht, dass wir aus Geist gezeugt sind, sondern dass wir aus Erde sind und uns Geist eingehaucht wurde. Wir sind Natur.
      Ein bisschen davon muss aber jetzt schon beginnen....
      1Joh 4,7 Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott.
      1Joh 5,1 Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der aus ihm geboren ist.
      1Joh 5,4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
      1Joh 5,18 Wir wissen: Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer aus Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Anders bei Wesen, die aus Licht und Geist geschaffen werden, wie die Engel oder wie wir ja glauben, dass wir einmal sein werden: aus Geist, der lebendig macht.
      In der Genesis steht aber nicht, dass wir aus Geist gezeugt sind, sondern dass wir aus Erde sind und uns Geist eingehaucht wurde. Wir sind Natur.
      1Joh 5,18 Wir wissen: Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer aus Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.
      von hinten: »Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht« = Damit kann nur Jesus Christus gemeint sein, denn Christus wurde aus Gott - aus dem Heiligen Geist geboren, Christus, der selber Gott war und daher auch nicht sündigen konnte! ----> Der Mensch kann nicht gemeint sein, weil der im irdischen Leben niemals nicht sündigen kann. Er schafft es einfach nicht, weil er seine Gefühle und Emotionen nicht immer im Griff hat - leider! ---> Darum brauchen wir immer wieder die Gnade und Vergebung Jesu!
      Allerdings wurde selbst Christus vom Bösen, der Satan ist, angetastet, der den Heiland durch die antichristliche Macht der Römer ans Kreuz gebracht hatte! Aber der Tod des Jesu von Nazareth war nicht der Sieg des Bösen, sondern dessen größte Niederlage aller Zeiten, denn der Tod Jesu hat uns das (ewige) Leben gebracht! Und der Tod konnte den Heiland nur wenige Stunden im Tode halten! Und am Auferstehungs-Tage wurde dem Tode seine endgültige Macht genommen! ---> Seit Ostern gilt: der Tod hat ausgespielt! Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort! Halleluja - Dank sei Gott dem HERRN , der uns in Jesus Christus das Leben wiederbracht! Amen!

      Wir sind Natur nur mit unserem Leibe, der reine Chemie ist - Erdenstaub! Aber doch sind wir durch unsere Geist-Seele mehr als nur Natur. Mit unserer unsterblichen Geist-Seele sind wir Teil Gottes des Allmächtigen geworden, den der EWIGE uns in der Tat eingehaucht hat! Bei unserem Tode wird dieser Lebens-Geist-Hauch wieder abgezogen und kehrt zu Gott zurück! (Pred. 12,7)
    • Es gibt in der Bibel keinen Mann Gottes, welcher nicht durch Leid gegangen ist.

      Wer sich demütig unter das Leid stellt, wird Frieden, Geborgenheit und Kraft zum Durchhalten von Gott bekommen.
      Religion ist das Bemühen des Menschen, seinem Gott zu gefallen: Aus sich selbst heraus.
      Echter und lebendiger Glaube an Jesus, ist Leben in seinem Geist und aus seiner Kraft.
    • jüngerjesu schrieb:

      Es gibt in der Bibel keinen Mann Gottes, welcher nicht durch Leid gegangen ist.
      Das ist richtig! --->
      • Adam musste das Leid des Brudermordes seines Sohnes Kain an Abel verkraften. (Gen.4)
      • Abraham wurde in leidvolle Kämpfe zur Befreiung seines Neffen Lot verwickelt. (Gen.14)
      • Isaaks leidvolle Erfahrungen mit den Philistern, die Brunnen verstopften (Gen.26,12ff.)
      • Jakob musste doppelt so lang für die geliebte Rea dienen. (Gen.29)
      • Joseph musste 2 Jahre das Leid im Gefängnis des Pharao, indem er unberechtigt sass, durchmachen. (Gen.39f.)
      • Moses musste während der 40 Jahre Wüstenwanderung viel Leid mit dem Volke Israel erleben! (Exod./Levitik./Num./Deut.)
      • Eliah, dem die Königin Isebel - die Frau Königs Ahabs von N-Israel viel Leid antun wollte. (1.Kön.19)
      • Die drei großen Propheten Jesaja, Jeremia + Hesekiel starben alle drei den Märtyrertod! ----> siehe im Blog:DER MÄRTYRER-TOD DER 3 GROSSEN PROPHETEN
      • Daniel musste um 606 v.Chr. das Leid der Verschleppung nach Babylon mitmachen. (Dan.1)
      • Johannes der Täufer musste unter dem König Herodes Antipas leiden, der ihn schließlich um 30 n.Chr. töten ließ. (Mk.6,14ff.)
      • Der Apostel Jakobus Zebedäus, der unter Herodes Agrippa zu leiden hatte und schließlich 44 ermordet wurde. (Apg.12)
      • Der Apostel Paulus der auf seinen Missionsreisen viel Leid erfahren hatte und der dann unter Nero um 65 n.Chr. enthauptet wurde.
      • Der Apostel Petrus der unter Nero leiden musste und der schließlich mit Kopf nach unten um 67 n.Chr.in Rom gekreuzigt wurde.
      • Der Apostel Johannes, der unter der Christenverfolgung des Domitian auf der Gegangenen-Insel Patmos leiden musste. (Offb.1)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • »Des Menschen Jahre währen 70 Jahre und wenn's hochkommt so sind's 80 Jahre!« Psalm 90,10

      Gestern haben wir eine Verwandte zu Grabe getragen, die vor 7 Tagen in den Sessel gesessen war, deren Herz einfach aufgehört hatte zu schlagen. Sie war nicht krank, hat sich aber immer gewünscht beim Sterben nicht leiden zu müssen! Und doch kam der Tod - der Feind ! - für Sohn und Tochter vollkommen überraschend! Solch einen “sanften Tod" - ohne Leid wünscht sich von uns sicher jeder! Ihr Alter: 92 Jahre.

      Luther betete: „Schenke mir einen gnädigen Tod!”...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      von hinten: »Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht« = Damit kann nur Jesus Christus gemeint sein, denn Christus wurde aus Gott - aus dem Heiligen Geist geboren, Christus, der selber Gott war und daher auch nicht sündigen konnte! ----> Der Mensch kann nicht gemeint sein, weil der im irdischen Leben niemals nicht sündigen kann. Er schafft es einfach nicht, weil er seine Gefühle und Emotionen nicht immer im Griff hat - leider! ---> Darum brauchen wir immer wieder die Gnade und Vergebung Jesu!Allerdings wurde selbst Christus vom Bösen, der Satan ist, angetastet, der den Heiland durch die antichristliche Macht der Römer ans Kreuz gebracht hatte! Aber der Tod des Jesu von Nazareth war nicht der Sieg des Bösen, sondern dessen größte Niederlage aller Zeiten, denn der Tod Jesu hat uns das (ewige) Leben gebracht! Und der Tod konnte den Heiland nur wenige Stunden im Tode halten! Und am Auferstehungs-Tage wurde dem Tode seine endgültige Macht genommen! ---> Seit Ostern gilt: der Tod hat ausgespielt! Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort! Halleluja - Dank sei Gott dem HERRN , der uns in Jesus Christus das Leben wiederbracht! Amen!

      Wir sind Natur nur mit unserem Leibe, der reine Chemie ist - Erdenstaub! Aber doch sind wir durch unsere Geist-Seele mehr als nur Natur. Mit unserer unsterblichen Geist-Seele sind wir Teil Gottes des Allmächtigen geworden, den der EWIGE uns in der Tat eingehaucht hat! Bei unserem Tode wird dieser Lebens-Geist-Hauch wieder abgezogen und kehrt zu Gott zurück! (Pred. 12,7)
      Nein lieber Norbert, damit sind all jene Menschen gemeint, welche Jesus Christus ernst genommen haben, seine Lehren getreulich umsetzten von damals bis heute und in alle Ewigkeit. Das lehrten auch seine damaligen Jünger und Apostel jeder auf seine Weise., also den Weg zur künftigen Sündlosigkeit, Vollkommenheit in Sache gelebte Liebe, Barmherzigkeit, Versöhnungsbereitschaft etc,

      Wer sein Fleisch noch immer nicht gekreuzigt hat, respektive noch immer nicht vollkommen im Geiste wandelt, sich nicht reinigte wie Jesus rein war, also hin und wieder mal boshaft handelt und dadurch kontinuierlich Vergebung von Gott respektive Jesus beansprucht, sollte die Bibel auch dort mal studieren, wo nun mal allfälliger Gesinnungswandel empfohlen wird um geistlich neu aus Gott geboren zu gelten.

      Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, daß er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat. 1. Johannes 3.24
      Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer da sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. 1. Johannes 3.6
      Wer da sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat. 1. Johannes 2.6
      Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 1. Johannes 4.16

      Der Tod des Jesu von Nazareth war der vermeintliche Sieg des Bösen, also des Vaters Jesus Feinde, inbesondere des Hohepriesters Kaiphas (du scheinst auszublenden, dass der römische Pontius Pilatus die Hinrichtung Jesus mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern wollte) , dauerte aber dank Jesus Auferweckung durch den allein wahren Gott nur 3 Tage. (was Jesus ja schon im Vornherein wusste und auch seine Jünger damit zu trösten versuchte.)
    • renato23 schrieb:

      also den Weg zur künftigen Sündlosigkeit
      Das Thema war Leid und ein gütiger Gott, in diesem Zusammenhang interessiert mich von dir, was du meinst, wozu Leid existiert?

      Norbert Chmelar schrieb:

      Luther betete: „Schenke mir einen gnädigen Tod!”...
      Das hat meine gläubige Nachbarin gebetet, dann hat sie Amyotrophe Lateralsklerose bekommen und ist letztendlich erstickt. Mich hat das bis heute traumatisiert. Wenn dem Mensch nicht schlüssig ist wozu er leidet, dann ist es nur eine Qual.
      @Seele1986

      Die Macht des Bösen, die du ansprichst, gibt es für mich nur unter Gottes Duldung, nicht als Gegner auf "Augenhöhe".

      Ich muss mich dem Bösen stellen, das in mir ist. Die bösen Kräfte über
      mir, vor denen werde ich bewahrt. Der Herr wird sie ausblasen mit dem
      Hauch seines Mundes, sagt Paulus.


      Was sagst du zu Krankheit....machen wir uns selbst krank?
      Meine Nachbarin bekam ein Muskelrelaxierendes Mittel über Jahrzehnte verschrieben, ob es dem Körper signalisiert hat, das man die Muskeln nicht braucht???
      Duldet Gott nur dann Krankheiten, wenn sie uns nützen?
      Wenn man nicht erkennt wozu es dienen soll, wo bleibt ein positives Zeugnis des Glaubens?

      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pfingstrosen ()

    • Pfingstrosen schrieb:

      Was sagst du zu Krankheit....machen wir uns selbst krank?
      Manchmal machen wir uns natürlich selbst krank. Du meinst aber wohl eher die Krankheit, die uns ohne unser Dazutun trifft.

      In der Natur sind Störungen und Fehlformationen möglich. Alles ist, wenn wir die Natur anschauen, aus mehreren Kräften und Stoffen zusammengeflochten und grundlegend nach einer bestimmten Codierung und in einem bestimmten Rahmen auf Entwicklung und Abbau gesetzt. Die Codierung kann Störungen haben, der Rahmen kann gestört sein oder stören (Umwelt- und Fremdeinflüsse), etc.

      Pfingstrosen schrieb:

      Duldet Gott nur dann Krankheiten, wenn sie uns nützen?
      Das kann man so nicht sagen, denn erstmal nützt nicht die Krankheit, sondern wie wir eine Krankheit und ein Leiden betrachten, das kann uns tatsächlich schulen und "nützen".
      Es gibt gewisse Kinderkrankheiten, die das Immunsystem überhaupt erst richtig aufbauen und stärken, aber das kann man nicht generell auf Krankheiten anwenden.

      Was wir darin sehen ist immer Deutung und daran zeigt sich der Charakter. Ein allgemeines Gesetz kann man daraus nicht machen.
      Es ist gefährlich, in Krankheit allgemein Sinn hineinzuinterpretieren. Manche sehen es als Prüfung, manche als Strafe, manche führt es zu Hader und manche festigt es im Glauben und im Vertrauen.
      Was ich darin sehe, entscheide ja ich, sofern mein Geist noch gesund ist.
      Bei jenen, dessen Geist in Mitleidenschaft gezogen ist, fehlt die eigene Betrachtung, aber als Außenstehender kann ich Gedanken dazu haben.

      Ich schrieb mal über eine Patientin, die mittlerweile gestorben ist (was mich für sie gefreut hat):
      Was macht´s, wenn Du im Wind vergehst? Der Lebensabend hat Dich bereits unterrichtet, dass es nicht die eigene Kraft ist, die Dich hier zusammenhält.
      So auch dann wird es nicht Deine Kraft sein, die Dich verwandelt und Dich bewahrt, dass nichts verlorengeht.


      Zudem, und das ist wichtig, geht es nicht immer nur darum, was der Erkrankte in der Krankheit erkennt, sondern auch darum, was aus anderen wird:

      sich um Leidende und Kranke kümmern zu müssen ist nämlich auch eine Charakterschule. Man sehe zum Beispiel Geschwisterkinder, die mit körperlich oder geistig behinderten Geschwistern großgeworden sind. Sie haben meiner Erfahrung nach oft eine Reife, die man anders nicht lernt.

      So ist, uns bekannt und einsichtig oder nicht, alles miteinander zusammengebunden. Das große ganze Uhrwerk können wir nicht erkennen, Pfingstrosen.
      Wir können bei uns selbst und an unseren direkten Mitmenschen etwas lernen. Auch das richtige Denken!
      Denn natürlich gibt es falsches und destruktives Denken und es gibt richtiges und förderliches.

      Pfingstrosen schrieb:

      Wenn man nicht erkennt wozu es dienen soll, wo bleibt ein positives Zeugnis des Glaubens?
      Wie gesagt, das ist alles Deutung. Ich deute meine Krankheit und ihren Dienst. Ich glaube kaum, dass man "den Grund" erkennt, wozu es dienen soll.
      Man fechtet das durch und sieht, wie man sich unter dem Leiden verändert bzw. verändert hat, und das ist dann "der Grund".

      Charakterschule, Glaube und Vertrauen. Wir müssen auch ausharren. Auch das ist ein Zeugnis.
      Das findet nicht so viel Beachtung wie die "Wunderheilungen" durch die Heilig-Geist-Durchströmten, aber in meinen Augen ist es Zeugnis genug.

      Meine Mutter hat eine Mitarbeiterin (sie machen Fortbildungen zum Thema Demenz). Ihre Tochter hat seit vielen Jahren Multiple Sklerose.
      Sie ist ein kompletter Pflegefall. Es kommen Leute zu ihr zu Besuch, die auch die Diagnose MS bekommen haben, denn sie ist als ein leuchtendes Beispiel an Lebensfreude bekannt.
      Sie hilft, aus ihrem Pflegebett heraus, Menschen, mit diesem Schicksal umzugehen.

      Ich habe sie noch nicht persönlich kennengelernt, aber sie muss ein unglaublich toller Mensch sein, was ich gehört habe. Da leuchten aus einem zerfallenen Leib Augen, die Freude und Hoffnung haben; woher auch immer, vielleicht ist das wirklich nur das Naturell von ihr.

      Bei anderen dagegen ist es ein Drama. Es ist so unterschiedlich, wo willst du da die Regel finden? Es offenbart sich einfach immer, was der Mensch eben ist.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)