Leid und ein gütiger Gott - ein Widerspruch ?

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    • Jacob der Suchende schrieb:


      die Hauptursache des Elends sehe ich in dem Satan, der einen Krieg mit Gott und Seiner Schöpfung führt.

      Das würde bedeuten, daß Satan in den meisten afrikanischen Ländern, in vielen asiatischen, mittel- und südamerikanischen Ländern, die Oberhand hätte, in Mittel- und Nordeuropa z.B. wäre Gott dagegen stärker?
      Es gibt keinen Kampf zwischen Gott und Satan!
      Wenn es diesen gäbe, dann wäre er innerhalb einer Minute zu ende, und der Sieger stünde fest!
      Außer es wäre ein Kampf, in dem einer der Gegner (Satan) mit vollster Inbrust kämpfte, der andere (Gott) nur halbherzig.
      Wie wahrscheinlich wäre das?
    • Wann sieht man denn mal ein, dass die Generalantworten alle verfehlen?

      Jesus wird von seinen Jüngern mal nach den Kausalitäten gefragt:
      "Warum, Herr, leidet dieser da so? Haben er oder seine Eltern (sprich Vorfahren) gesündigt?"
      Und er antwortet ihnen: Nein, weder er noch seine Eltern haben gesündigt. Sondern an ihm wird heute die Herrlichkeit Gottes offenbar.

      Sagen die Engel zu Lots Frau nicht: Gehe voran und drehe dich nicht um! - Als sie sich wendet, erstarrt sie zu Tränen (Salz).

      Jesus sagt seinen Jüngern: Welche Kausalitäten wollt ihr wissen? Weder er noch seine Eltern haben irgendwas getan, was dieses Leid "begründen" würde. Er ist jetzt, heute hier und heute wird Gottes Herrlichkeit an ihm offenbar werden.

      Hiobs Freunde erweisen zuerst einen guten Dienst: sie sind anwesend und schweigen. Sie harren mit ihrem Freund aus (Schiwa-Sitzen ist heute ein Brauch im Judentum).
      Als sie anfangen, zu begründen, verfehlen sie alle. Obwohl in ihren Reden auch sinnige und nachdenkenswerte Dinge stehen - deshalb sind sie uns auch geschrieben - aber sie verfehlen allesamt.

      Gott sagt nicht "das ist alles wegen dem Sündenfall",
      sondern er sagt "Bis hierher sollst du kommen. Hier sollen sich legen deine stolzen Wellen!"

      Die Erzählung vom Sündenfall schildert uns das Menschheitsgeschick;
      sie erklärt überhaupt nicht das individuelle, konkrete Leiden oder Sterben des einzelnen Menschen - so kann man damit nicht arbeiten.
      Bereits Kain kann für diesen "Sündenfall" überhaupt nichts (siehe Hesekiel 18); trotzdem ist die ganze Natur und jedes Wesen davon durchdrungen seit Geburt (vom Tod) und bösen Herzens von Jugend an.

      Das Problem ist, dass dieses Denken in unseren Köpfen förmlich installiert ist.
      Wenn man in seinem dunklen Zimmer sitzt, dann fragt man allenfalls, warum Er das alles zulassen konnte. Das heißt übersetzt: Warum hast du mir das angetan!
      Man kommt nicht auf den Gedanken, dass er bei uns in diesem dunklen Zimmer sitzt, schweigt und weint, weil wir leiden, aber bereits auch das "Ende des Weges" sieht und weiß; denn er ist eben der ewige Gott und alle Geschichte hat in ihm bereits stattgefunden.

      Solange dem so ist, ist die Beziehung angeschlagen. Man spricht mit ihm wie das mit den Politikern gemacht wird, wie mit einem Dienststellenleiter oder einem formellen Regenten.
      Wer redet mit seinem Vater oder seiner Mutter so? Hoffentlich keiner.
      Er hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben,
      dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden.
      Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.
      (Jesaja 50,4)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Wir wissen nicht warum einem Menschen besser geht als dem Anderen, warum oft ein Gerechter mehr leidet als ein Ungerechter. Die Antworten werden wir haben.
      So lange wir hier auf Erden leben werden, wird es Krankheit, Leid und Tod, Ungerechtigkeit geben.

      Noch ist die Erde das Fürstentum Satans! Gott ermöglicht uns aber in Schutzräumen der Liebe und Einheit ein Leben nach seinen Geboten zu gestalten.

      Der kleine Unterschied liegt bei denen, die die Liebe Gottes annehmen, sie haben durch den Glauben in Jesus Trost und Hoffnung!.

      Dann bekommt das Leben auch in diesem Lebens-Kampf Sinn!
    • Ursache des "Kampfes" war und ist der UNGLAUBE der ersten Menschen im Paradies und unter den Nachkommen Adams (Johannes 16:8.9.).

      "Denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder...
      ... Wehe der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat große Wut, da er weiß, dass er nur geringe Zeit hat." (Offb. 12:9.ff.)

    • Wenn der Satan 1913/1914 endgültig aus dem Himmel geworfen worden ist [wofür die schlimmen Ereignisse des 20. Jahrhunderts sprächen (I. und II. Weltkrieg/ Holocaust / 140 Millionen Tote durch den Kommunismus/ Atombomben/ über 200 Kriege seit 1945 usw)] und sein Wüten seitdem „nur geringe Zeit” andauern würde, so kann man hoffen, dass es bald zu Ende geht! Vielleicht nach 120 Jahren im Jahre 2033? ---> Das wären dann genau 2.000 Jahre seit der Himmelfahrt Jesu Anno 33 n.Chr. ---> Das 'Zeitalter' (= griech.: Aion) der Gemeinde Jesu wäre dann genau 2.000 Jahre lang!
      ---> was nach christlicher Dispensationalistischer Auffassung folgende Heilzeiten ergeben würde:
      1. Zeit von Adam bis Abraham: 2.000 Jahre (~ 4.000 - 2.000 v.Chr.)
      2. Zeit von Abraham bis zum Erscheinen seines Nachkommens: 2.000 Jahre ( ~ 2.000 v.Chr. - Jahr 0)
      3. Die Zeit des Erdendaseins Jesu: ca. 40 Jahre (~ 7/ 4 v.Chr. - 33 n.Chr.)
      4. Zeit der Gemeinde Jesu: 2.000 Jahre ( ~ 33 - 2.033 n.Chr.)


      Ich hoffe sehr, dass es so sein möge und der EWIGE dem Satan nicht nochmals 100 Jahre "Herrschaft dieser Welt"(Joh 14,30) zugesteht!
    • Menschliches Versagen ist auch folgender fürchterlicher Fall:

      Die Unfallstelle in Köln: Ein Siebenjähriger ist dort von einem Müllwagen erfasst und tödlich verletzt worden, obwohl der Junge mit seinem Fahrrad auf dem Fahrradweg fuhr. Der Müllwagenfahrer hat den Jungen beim Abbiegen übersehen und mit den Hinterreifen des LKW zu Tode zerquetscht.
      Die Verantwortung und Schuld trägt der LKW-Fahrer. Er hat ein Kind getötet.
      Immer wieder sind es Menschen, die tagtäglich unsägliches Leid verursachen, weil sie sich ihrer Verantwortung für das Leben nicht bewusst sind.

      Das gilt auch global: Die Verantwortlichen und Herrschenden dieser Welt interessieren sich eher für Ihre Profite und Aktienkurse als für die weltweite Umweltverschmutzung und das rasant schnell voranschreitende Sterben allen Lebens auf der Erde.

      Es ist vermeidbares menschengemachtes Leid und Elend.
    • Lothar60 schrieb:

      Menschliches Versagen ist auch folgender fürchterlicher Fall:

      Die Unfallstelle in Köln: Ein Siebenjähriger ist dort von einem Müllwagen erfasst und tödlich verletzt worden, obwohl der Junge mit seinem Fahrrad auf dem Fahrradweg fuhr. Der Müllwagenfahrer hat den Jungen beim Abbiegen übersehen und mit den Hinterreifen des LKW zu Tode zerquetscht.
      Die Verantwortung und Schuld trägt der LKW-Fahrer. Er hat ein Kind getötet.
      Immer wieder sind es Menschen, die tagtäglich unsägliches Leid verursachen, weil sie sich ihrer Verantwortung für das Leben nicht bewusst sind.

      Das gilt auch global: Die Verantwortlichen und Herrschenden dieser Welt interessieren sich eher für Ihre Profite und Aktienkurse als für die weltweite Umweltverschmutzung und das rasant schnell voranschreitende Sterben allen Lebens auf der Erde.

      Es ist vermeidbares menschengemachtes Leid und Elend.
      Sorry, irgendwann ist einfach genug mit solchen irrwitzigen Gedanken. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sterblich ist, nicht weil irgendein LKW-Fahrer ein Fehler gemacht hat. Ganz viele Unfälle geschehen durch Fehler und die meisten davon haben nichts mit mangelnder Verantwortung zu tun, wir Menschen machen nunmal Fehler, mir ist noch kein einziger Mensch begegnet, der keine Fehler macht. Es grenzt an Diffamierung, wenn man diesem LKW-Fahrer mangelnde Verantwortung unterjubelt, ich würde im Gegenteil vermuten, er wird noch viel mehr an dem Tod des Kindes leiden als man es sich vorstellen kann. Ich wünsche so was niemandem, aber eine solche Person benötigt ganz viel Trost und sicherlich keine Unterstellung, wie Du es tust. Sorry, aber das ist eines Christen unwürdig.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Lothar60 schrieb:

      Das sind keine irrwitzigen Gedanken. Solche kranken Beleidigungen sind eines Christen unwürdig. Wie kann man nur so kalt und herzlos dem Unfalltod eines Kindes gegenüber sein. Abscheulich !
      Wenn man dem Fahrer des LKW keine Mutwilligkeit unterstellt hat das nichts mit Kälte oder Herzlosigkeit des Unfallopfers zu tun. Es ist tragisch, wenn Menschen und speziell Kinder bei Unfällen sterben aber daraus kann man noch lange nicht auf die Absicht, Unvorsichtigkeit oder Fahrlässigkeit des Unfallverursachers schliessen.
      Du kannst Dir ja selbst die Frage beantworten, wie Jesus gegenüber den Eltern des Unfallopfers aufgetreten wäre und wie er mit dem Unfallverursacher umgegangen wäre. Ich bin gespannt, wie dann Deine Antwort ausfällt.
      Jesus ist nämlich auch in diesem Fall die beste Richtschnur, die es gibt.

      Liebe Grüsse
      DonDomi