Am Sonntag zusätzlich in eine andere Gemeinde gehen?

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  • Am Sonntag zusätzlich in eine andere Gemeinde gehen?

    Ich habe in meiner Vorstellung ja angesprochen, dass ich mich für den Sabbat und die Speisegebote interessiere. Ich habe nun schon einiges gelesen, manchmal sind die Threads durch ihre Größe ziemlich unübersichtlich, Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, wenn ich Fragen stelle, die schon x-mal beantwortet worden sind :)
    Ich habe bei youtube auch die Videos vom Hope BibelStudien-Institut gefunden und finde die recht gut, wie dieses hier:



    Ich lerne immer mehr, dass Sabbat halten bedeutet, Gottes Gebote zu halten. Die anderen Gebote, die Gott uns schriftlich gegeben hat, sind ja noch genauso gültig.
    Die Schwierigkeit für mich ist jetzt, wie setze ich das um? Ich schätze meine Gemeinde und meine Geschwister sehr, auch wenn sie nicht den Sabbat halten. Gibt es ein Argument, warum ich nicht beides tun kann? Wir sind ja in der glücklichen Lage, Samstag und Sonntag frei zu haben, also könnte ich den Sabbat halten - wie genau wäre eine weitere Frage - und ich könnte trotzdem am Sonntag in den Gottesdienst gehen.
    Wie seht ihr das generell?

    LG, Damaris
  • Für mich ist der Gedanke, dass man Sabbat halten kann und trotzdem sonntags in den Gottesdienst gehen könnte, einfach neu. Ich habe beides bisher immer als Gegensatz gesehen, also entweder hältst du den Sabbat oder die feierst den Sonntag.
    Deshalb würde mich einfach interessieren was andere dazu zu sagen haben. Wenn es dazu nichts zu sagen gibt, dann ist das auch gut, auch dann habe ich was gelernt.
    Bisher kam bei mir immer an: Wenn du den Sonntag als Tag des Herrn begehst, dann folgst du heidnischen Bräuchen.

    "wie genau wäre eine weitere Frage" war nur so ein gedanklicher Einschub, der Frage gehe ich dann noch nach - danke für die Hinweise, wo ich Antworten finden kann.

    LG Damaris
  • Damaris schrieb:

    Bisher kam bei mir immer an: Wenn du den Sonntag als Tag des Herrn begehst, dann folgst du heidnischen Bräuchen.
    Was denkst du denn selbst?
    Du schreibst bislang, was alles an Ansichten mehr oder weniger bei dir angekommen ist. Ja, da gibt es viele Ansichten.

    Du solltest für dich selbst finden, was du denkst, durch eigenes Nachsinnen.
    An Meinungen - keine Sorge - gibt es alles, was man sich nur ausdenken kann.
    Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
    (Leonardo da Vinci)
  • Nein, ich denke nicht, dass es heidnisch ist am Sonntag Gottesdienst zu feiern. Es ist ja kein Gottesdienst für einen heidnischen Götzen, sondern eine Versammlung von Geschwistern zum Loben und Danken und um eine hoffentlich gute Predigt zu hören.
    Ich weiß natürlich schon, was ich denke, ich suche halt Meinungen von anderen dazu, und ich dachte, die finde ich in einem STA Forum am ehesten..Wenn es viele Ansichten dazu gibt - na, prima, her damit ;)
  • Nach fremden Wünschen richten? Der ist gut - mein armer Mann kann ein Lied davon singen, dass ich DAS nie tue. ^^
    Ich wurde vor einigen Wochen getauft und seitdem hat sich für mich einiges geändert, Dazu gehört auch eine neue Sicht auf die Schrift und Gottes Gebote. Mein Ziel ist egal, die Frage ist doch, was ist Gottes Ziel.
  • Damaris schrieb:

    Mein Ziel ist egal, die Frage ist doch, was ist Gottes Ziel.
    Den Menschen ins Herz zu geben, dass er sie liebt, dass er sich ihnen hingegeben hat und Beziehung mit ihnen haben und in ihnen lebenig sein möchte.
    Woraus folgt und gelernt wird, allen Menschen in Liebe zu begegnen, sanftmütig und barmherzig zu sein, klare Worte zu sprechen, zu helfen, zu trösten, zu mahnen, und vieles mehr.

    Und das wird doch wohl auch dein Ziel sein, nehme ich an :)
    Dein Ziel ist nicht egal.
    Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
    (Leonardo da Vinci)
  • Seele1986 schrieb:

    Den Menschen ins Herz zu geben, dass er sie liebt, dass er sich ihnen hingegeben hat und Beziehung mit ihnen haben und in ihnen lebenig sein möchte.
    Woraus folgt und gelernt wird, allen Menschen in Liebe zu begegnen, sanftmütig und barmherzig zu sein, klare Worte zu sprechen, zu helfen, zu trösten, zu mahnen, und vieles mehr.

    Und das wird doch wohl auch dein Ziel sein, nehme ich an
    Dein Ziel ist nicht egal.
    Na, ja, einigen wir uns darauf, dass mein Ziel ist, Gottes Geboten zu folgen und sein Ziel zu meinem Ziel zu machen? :)
  • Damaris schrieb:

    Na, ja, einigen wir uns darauf, dass mein Ziel ist, Gottes Geboten zu folgen und sein Ziel zu meinem Ziel zu machen?
    Es ist interessant, dass du zu dem, was ich schrieb "Na ja" sagst. Ich sehe, wohin es geht. Du wirst deinen Weg schon machen.

    Gottes Segen.
    Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
    (Leonardo da Vinci)
  • Damaris schrieb:

    Deshalb würde mich einfach interessieren was andere dazu zu sagen haben. Wenn es dazu nichts zu sagen gibt, dann ist das auch gut, auch dann habe ich was gelernt.
    Bisher kam bei mir immer an: Wenn du den Sonntag als Tag des Herrn begehst, dann folgst du heidnischen Bräuchen.
    Liebe Damaris.

    Der Kaiser Konstantin d. Gr. hat die Sonntagsfeier angeordnet, um ein für seine Staatsfinanzen kostenloses einigendes Band im Reich zu haben. Roms Finanzen waren zu seiner Zeit total zerrüttet, im Reich ging es "drunter und drüber", die schwere Christenverfolgung seines Vorgängers Diokletian hatte das Reich an den Rand des Ruins gebracht.

    Viele Christen hielten damals immer noch regelmäßig am Sabbat Gottesdienst fest, gedachten aber zum Sonnenaufgang am Sonntag morgen auch der Auferstehung Jesu und gingen dann danach an ihre tägliche Arbeit. Das Arbeitsverbot am Sonntag traf sie schwer. 2 Tage ohne Erwerbsarbeit waren damals kaum zu verkraften.. Als der römische Bischof das kaiserliche Gebot nun vollständig übernahm, haben sie es ihm nach gemacht. Eine Bibel hatten die meisten Christen ja nicht, und deshalb verließen sie sich auf ihren Bischof. Der musste es ja wissen.

    Nach meinem Wissen ist die Feier des Sonntags kein heidnischer Gebrauch, sondern die Übernahme eines Gebotes eines heidnischen Kaisers Wenn die Bischöfe damals dem Kaiser nicht auf den Leim gegangen wären, würden heute noch alle Christen Sabbat feiern. So äußerte sich jedenfalls der Pastor der reformierten Gemeinde in der Nachbar-Stadt auf die Sabbat-Sonntag Frage eines seiner Gemeindeglieder in meiner Gegenwart..

    Ellen White empfiiehlt den Adventisten, für ihre Nicht-STA-Mitbürger am Sonntag einen Gottesdienst ein zu richten, natürlich neben dem Sabbat Gottesdienst für die Gemeinde. Gottesdienst kann man an jedem Wochentag feiern, dafür gibnt es keine Regel. Wenn Du also am Sabbat zur Advent Gemeinde gehst und am Sonntag zur bisherigen Gemeinde, so ist das in meinen Augen nichts Verwerfliches.

    Ein Bekannter von mir besuchte mit seinem Hausherrn den Gd. der Baptisten und spielte dort auch gerne in der Band mit. Dann forderte die Gemeinde ihn auf, Mitglied bei den Baptisten zu werden. Das wollte er aber nicht, er wollte STA bleiben. Daraufhin stellten ihm die Baptisten ein Ultimatum: Entweder Baptist werden und weiter mitspielen dürfen, oder er dürfe die Gemeinde nicht mehr betreten.

    Ich weiß nicht, ob Deine Gemeinde auch so handeln würde (vielleicht aus Angst, Du würdest für die STA Reklame machen), aber möglich wäre so etwas schon. In meiner Ortsgemeinde jedenfalls wärest Du herzlich willkommen.

    Liebe Grüße von benSalomo.
  • freudenboten schrieb:

    Es geht beim SABBAT nicht um Gemeinde
    ?(

    3Mo 23.3 Sechs Tage soll man Arbeit tun; aber am siebten Tag ist ein ganz feierlicher Sabbat, eine heilige Versammlung.

    Jes 66.23 Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
  • Sabbat und Sonntag halten ist ganz OK!

    Damaris schrieb:

    Ich lerne immer mehr, dass Sabbat halten bedeutet, Gottes Gebote zu halten.
    Gibt es ein Argument, warum ich nicht beides tun kann? Wir sind ja in der glücklichen Lage, Samstag und Sonntag frei zu haben, also könnte ich den Sabbat halten - wie genau wäre eine weitere Frage - und ich könnte trotzdem am Sonntag in den Gottesdienst gehen.
    Wie seht ihr das generell?

    LG, Damaris
    Nein, es gibt kein Argument, warum Du nicht beides tun solltest! Ganz im Gegenteil, Du befändest Dich sogar in guter Gesellschaft, denn die irische Heidenchristen haben bis ins 6.Jahrhundert sowohl Sabbat als auch Sonntag gehalten, was Dir jeder Kirchenhistoriker bestätigen kann!

    Damaris schrieb:

    Für mich ist der Gedanke, dass man Sabbat halten kann und trotzdem sonntags in den Gottesdienst gehen könnte, einfach neu. Ich habe beides bisher immer als Gegensatz gesehen, also entweder hältst du den Sabbat oder du feierst den Sonntag.
    Wie oben schon gesagt, dieser Gedanke war nicht neu, die irischen Christen haben Sabbat gehalten und sind trotzdem sonntags in den Gottesdienst gegangen!
    Die frühen Adventisten (STA) haben als anti-katholische protestantische Gruppierung das Kinde mit dem Bade ausgeschüttet und zwischen Sabbat und Sonntag einen Gegensatz konstruiert, der so nicht hätte sein müssen, weil sie den Sonntag als das »MALZEICHEN DES ANTICHRISTEN=DES PAPSTES« diskriminiert hatten und den Sabbat im Gegensatz dazu zum »SIEGEL GOTTES« hochstilisiert hatten!

    Andersherum machte die Römisch-Katholische Kirche den gleichen Fehler, als sie auf einem Konzil in Laodicea 364 nach Christi Geburt zwar den Sonntag wie schon 200 Jahre vorher gehalten hatte als wöchentlichen Gedenktag der Auferstehung Jesu, gleichzeitig aber gebot am Sabbat-Tag zu arbeiten, womit diese damit faktisch das 4.Sabbat-Gebot aufgehoben hatte! Und zwar wandte man sich gegen die "Judaisierer" unter den Christen; dadurch sah man den schlimmen antisemitischen zunehmenden Einfluss auf die Christen einströmen, besonders durch die Judenfeindschaft Augustinus und Chrysostomus - die beide schlimme antisemitistische Hetzer waren! ===> Gleichzeitig hatte sich durch diesen Beschluß von 364 dadurch Daniels Prophezeiung aus Daniel 7,25 erfüllt („Er - das kleine Horn = der Antichrist = der Papst! - wird sich unterstehen Festzeiten und Gesetz (also die 10 Gebote) zu ändern”)! ===> Dies war genauso falsch wie die spätere Verteufelung des Sonntags durch die STA!
  • Warum dieser Thread? M.E: sollte er in den Sabbat-Thead verschoben werden


    Solange aber nicht, wäre anzumerken:

    Gott hat den 7. Tag (den ER weder Sabbat noch Samstag nannte) aus 2 Gründen eingesetzt. Einmal um der Schöpfung zu gedenken und einmal, um sich an die Befreiung aus der Knechtschaft des Paraos zu erinnern.
    Mit Jesu Tod und Auferstehhung entstand ein NEUER Bund (im Grunde sogar eine neue "Schöpfung""). Sonntags gedenkt man daher ces Schöüfers und der neuen UND der alten Schöpfung. Und man erinnert sich an die Befreung aus der Knechtchaft dder Sünde

    Wer nur und ausschließlich den Samstag als heilsentschidend sieht und dem Sonntag jeden Segen abspriciht, der hat m.E. 2 Möglichkeiten:

    Entweder er hält bestimmte, von Gott selbst an das 4. Gebot geknüpfte Ausführungsregeln ein,", isst nur kosichere Speisen,, feiert auch die jüdischen Festtage und Neumonde und tritt für die Beschneidung ein -

    oder er fühlt sich darin frei und gesteht dieselbe (Gewissens-)Feiheit auch den Sonntagsheiligern zu., will er nicht auf einem Auge bllind sein

    Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass, alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden ...

    Nicht der Sabbat, ob Sa oder So, rettet uns, sondern der Glaube an Jesus, der übrigens das sagte, was er den Vater sagen hörte: der Sabbat ist für den MENSCHEN da

    (Anm.: GOTT braucht iden Sabbat nicht, er kommt auch ohne ihn aus, aber WIR brauchen - in regelmäßgen Abständen - die besondere, heiligende Ruhe)

    und der die Gebote zusammenfasste: Gott zu lieben uund seinen Nächsten wie sich selbst. Wo das geschieht, ist man als Christ gut aufgehoben, egal, ob dort der Sa oder So geheiligt wird.
  • Damaris schrieb:

    Nach fremden Wünschen richten? Der ist gut - mein armer Mann kann ein Lied davon singen, dass ich DAS nie tue. ^^
    Ich wurde vor einigen Wochen getauft und seitdem hat sich für mich einiges geändert, Dazu gehört auch eine neue Sicht auf die Schrift und Gottes Gebote. Mein Ziel ist egal, die Frage ist doch, was ist Gottes Ziel.
    Frage: Wie wurdest Du getauft? Durch Untertauchen? Oder nur symbolisch mit Wassertropfen? Danke für eine ehrliche Antwort!