Apg 10,34: Wer ist Gott angenehm?

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    • Apg 10,34: Wer ist Gott angenehm?

      Hallo zusammen,

      aus der heutigen Sabbatschulbetrachtung folgender Text zum Nachdenken:


      Apg. 10/34 Petrus aber tat den Mund auf und sprach: In Wahrheit begreife ich, daß
      Gott die Person nicht ansieht, 10/35 sondern in jeder Nation ist, wer ihn fürchtet
      und Gerechtigkeit wirkt, ihm angenehm.


      Es geht im Zusammenhang darum, dass Petrus ja wie viele seiner Judenchristenfreunde zu dieser Zeit immer noch dachte, dass der Umgang mit Heiden ihn rituell unrein machte. Niemals wäre er vor seiner Vision mit den unreinen Tieren in ein Haus eines Römers oder Samariters gegangen. Struktureller Rassismus, von Kindheit an gesagt bekommen: Diese oder jene sind unrein, mach dich mit denen nicht unrein. Ich will aber über Petrus hier jetzt keine Kritik ausgießen, weil es wohl sehr schwer ist aus so einer Denke selbst auszubrechen.

      Gibt's das heute bei uns auch noch, dass wir Angehörige einer bestimmten Volksgruppe beispielsweise kollektiv vom Himmelreich oder von jeglicher Missionsbemühung ausschließen? Ich sehe das nicht so. Wir schließen jeder für uns vielleicht Menschen aus dem Himmelreich aus, weil sie uns nicht zu Gesicht stehen oder weil wir sie (mglw. im wortwörtlichen Sinn) nicht riechen können. Aber kaum jemand wird das an der Hautfarbe oder an der Nationalität seines Gegenübers festmachen, sondern immer an persönlicher Antipathie. Schlimm genug, aber dem können wir oft auch nur schwer entkommen.


      Aber was meint Petrus mit demjenigen, "der Gott fürchtet und Gerechtigkeit wirkt" aus jeder Nation? Viele kennen Gott ja gar nicht, wie sollen sie ihn fürchten? Oder sie haben ein falsches Gottesbild (also eines, das der Bibel widerspricht) und von Gerechtigkeit sowieso nur einen Tau wenn es um Selbstgerechtigkeit geht. Muss man zwangsläuftig den biblischen Gott fürchten, oder geht das auch mit einem beliebigen Schöpferwesen, das man halt kulturell bedingt kennt und dem man sein natürliches Gewissen zuschreibt nachdem man handelt? Einfach aus Mangel an Wissen und Kontakt mit der Bibel kann es ja sein, dass man in seinem Leben NIE über den wahren Gott hört. Ich denke vor allem zu Zeiten, wo es noch keine weltweiten Medien gab und man bspw. in Südamerika wohnt oder in China. Oder sind die mit dem Text gar nicht gemeint?

      Wer ist es also, der konfessionslos ist und Gott fürchtet und Gerechtigkeit wirkt? Ein Humanist? Welche Art der Gerechtigkeit hat Petrus im Sinn? Das kann ja fast nur eine Form der Werksgerechtigkeit sein, oder? Eine Gerechtigkeit, die man wirkt.



      Ein bekannter Paralleltext aus Römer, der finde ich gut dazupasst:

      Rö 1,14 Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz,
      15 da sie ja beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen —
      16 an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium.


      Darüber haben wir im Forum schon gesprochen, aber es ist doch interessant, dass Paulus es vom Gesetz her angeht und Petrus von der Gerechtigkeit. Meinen beide das gleiche?


      viele Grüße

      Tricky
    • Mit »G e r e c h t i g k e i t« ist wohl nicht »Werksgerechtigkeit« gemeint!

      Also lieber Tricky, ich glaube nicht dass mit dem Wort »G e r e c h t i g k e i t« die Werksgerechtigkeit gemeint ist, sondern schlicht die normale Bedeutung von Gerechtigkeit, die sich gegen Ungerechtigkeit und Unrecht einsetzt und dagegen wendet! ---> Ich glaube schon, dass die wenigen Menschen, die heute noch nichts von Jesus ihrem Heiland gehört haben, von Gott + Jesus im Gericht gerecht beurteilt werden, eben danach ob sie in ihrem "unchristlichen" Leben Gerchtigkeit (Goethe: Tue Recht und scheue niemand!) geübt haben oder nicht.
    • tricky schrieb:

      es ist doch interessant, dass Paulus es vom Gesetz her angeht und Petrus von der Gerechtigkeit. Meinen beide das gleiche?
      Ja, sie meinen das gleiche! Denn das Ziel des Gesetzes ist die Liebe und Gerechtigkeit. Siehe Beispiel (von vielen):

      Jer 7.3 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Macht gut eure Wege und eure Taten, dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen! 7.4 Und verlaßt euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies! 7.5 Denn [nur] wenn ihr eure Wege und eure Taten wirklich gut macht, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander, 7.6 den Fremden, die Waise und die Witwe nicht unterdrückt, kein unschuldiges Blut an diesem Ort vergießt und nicht anderen Göttern nachlauft zu eurem Unheil, 7.7 dann will ich euch an diesem Ort, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe, wohnen lassen von Ewigkeit zu Ewigkeit. 7.8 Siehe, ihr verlaßt euch auf Lügenworte, die nichts nützen. 7.9 Wie? Stehlen, morden und Ehebruch treiben, falsch schwören, dem Baal Rauchopfer darbringen und anderen Göttern nachlaufen, die ihr nicht kennt! 7.10 Und dann kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, und sagt: Wir sind errettet, - um all diese Greuel [weiter] zu verüben!

      Damit sprechen Paulus und Petrus von demselben Ding, auch wenn die Betonung anders liegt. Man kann die Gerechtigkeit durch den Glauben und die Werke der Gerechtigkeit nicht trennen (Jakobus).

      (a) Wenn jemand Gott kennt und die Gerechtigkeit in Gott allein sucht, wird er in seinem Glauben (falls der Glaube ernst und ehrlich ist) auch die Werke der Gerechtigkeit vollbringen.

      (b) Wenn jemand - nicht aufgrund eigenen Verschuldens - Gott nicht kennt und damit nicht weiß, was "Glaube" ist, aber in seinem Gewissen gerecht lebt, ist von Gott genauso gerecht gesprochen, denn sein "beschränkter" Glaube ist in dem verfügbaren Rahmen absolut gross, lebendig und konsequent.

      Eigentlich ist die Relation zwischen Glaube und Werke ausschlaggebend: was mache ich aus dem, was ich weiß und glaube? Manche wissen und können viel, tun aber im Verhältnis wenig. Damit sind ihnen die "Huren und Zöllner" auf dem Weg ins Himmelreich voran (Mt 21,28-31). Wer ist also laut Apostelgeschichte 10,34 Gott angenehm? Offensichtlich derjenige, bei dem die Werke im entsprechenden Balance zu dem vorhandenen (von Gott geschenkten) Glauben stehen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Also lieber Tricky, ich glaube nicht dass mit dem Wort »G e r e c h t i g k e i t« die Werksgerechtigkeit gemeint ist, sondern schlicht die normale Bedeutung von Gerechtigkeit, die sich gegen Ungerechtigkeit und Unrecht einsetzt und dagegen wendet!
      Der Text spricht eigentlich von einer Wirkungsgerechtigkeit, wenn ich diese Bibelübersetzung (ELB) jetzt mal fix voraussetze:

      10/35 sondern in jeder Nation ist, wer ihn fürchtet
      und Gerechtigkeit wirkt, ihm angenehm.


      Es reicht also nicht eine theoretische Gerechtigkeit, sondern muss eine sein, die wirkt! Wir sprechen heute in der non-profit Welt oft von den Wirkungen, die NGOs in der Gesellschaft eben bewirken.

      Eine rein theoretische, also meist eine Selbstgerechtigkeit, reicht nicht aus. Sie muss wirken erst dann ist es Gott angenehm. Zumindest laut diesem Bibeltext.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Also lieber Tricky, ich glaube nicht dass mit dem Wort »G e r e c h t i g k e i t« die Werksgerechtigkeit gemeint ist, sondern schlicht die normale Bedeutung von Gerechtigkeit, die sich gegen Ungerechtigkeit und Unrecht einsetzt und dagegen wendet! ---> Ich glaube schon, dass die wenigen Menschen, die heute noch nichts von Jesus ihrem Heiland gehört haben, von Gott + Jesus im Gericht gerecht beurteilt werden, eben danach ob sie in ihrem "unchristlichen" Leben Gerchtigkeit (Goethe: Tue Recht und scheue niemand!) geübt haben oder nicht.
      Das irgendwann erfundene Wort "Werksgerechtigkeit" wird nun mal falsch angewandt. Aus Werken, welche durch teils Gesetze Mose damals gefordert wurden, war es ja dann unmöglich vor Gottes Geist in Jesus als Gerechter dazustehen. Es handelte sich dabei immer um lieblose Werke. Gute Werke gefallen Gott, Dies vorallem dann wenn sie unter Führung durch seinen Hl.Geist, also aus Liebe und uneigennützlig getan werden., einfach aus dem Herzen heraus.

      In der Lutherbibel steht übrigens nicht der Gerechtigkeit übt, sondern, der Recht tut.

      Petrus schrieb:

      Apg.10.34 Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahr ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht; ( 35 sondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm
      Ich bin auch überzeugt, dass es Gott egal ist, ob und welcher Religiion jemand angehört. Beim Schöpfer zählt doch sicherlich,wie seine Geschöpfe untereinander miteinander umgehen. Wer Recht tut ist Gott angenehm.


      Johannes schrieb:

      Kindlein, laßt euch niemand verführen! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. 1. Johannes 3.7
      Wer recht tut gehört ja nicht zu jenen die unrecht, also lieblos,/gottlos handeln.

      Gottes Segen renato23
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Damit sprechen Paulus und Petrus von demselben Ding, auch wenn die Betonung anders liegt. Man kann die Gerechtigkeit durch den Glauben und die Werke der Gerechtigkeit nicht trennen (Jakobus).

      (a) Wenn jemand Gott kennt und die Gerechtigkeit in Gott allein sucht, wird er in seinem Glauben (falls der Glaube ernst und ehrlich ist) auch die Werke der Gerechtigkeit vollbringen.

      (b) Wenn jemand - nicht aufgrund eigenen Verschuldens - Gott nicht kennt und damit nicht weiß, was "Glaube" ist, aber in seinem Gewissen gerecht lebt, ist von Gott genauso gerecht gesprochen, denn sein "beschränkter" Glaube ist in dem verfügbaren Rahmen absolut gross, lebendig und konsequent.

      1. Eigentlich ist die Relation zwischen Glaube und Werke ausschlaggebend: was mache ich aus dem, was ich weiß und glaube? Manche wissen und können viel, tun aber im Verhältnis wenig. Damit sind ihnen die "Huren und Zöllner" auf dem Weg ins Himmelreich voran (Mt 21,28-31). Wer ist also laut Apostelgeschichte 10,34 Gott angenehm? Offensichtlich derjenige, bei dem die Werke im entsprechenden Balance zu dem vorhandenen (von Gott geschenkten) Glauben stehen.

      Genau so sehe ich es auch. inetwa. Wer sich von Gottes Liebe leiten lässt, ob wissentlich oder intuitiv lässt sich von ihm zu nurmehr Guten Werken, Werken der Gerechtigkeit leiten.

      Zu. 1. fettgedruckt noch eine Ermahnung seitens Jakobus: Der da weiss Gutes zu tun und tut es nicht (aus Trägheit oder weil der allfällige Nutzniesser einem zu wenig wertvoll ist zu tun, was Gott eigentlich vorbereitet hat zu bewerkstelligen.) dem ist es Sünde. Jak.4.17

      Das Gleichnis von den ungleichen Söhnen passt sehr gut dazu, das du gewählt hast. Eine Bekehrung, die sich nur als Lippenbekenntnis erweist, jemand sich bereit erklärt seinen Beitrag im Reich Gottes, unter der Führung durch seinen Hl.Geist zu leisten, und dann Gott solchen immer wieder die Möglichkeit gibt, zu beweisen, dass es ihnen ernst war, Jesus fortan die Führung ihres Lebens zu übergeben, solche aber finden, sie hätten es eh nicht nötig gute Werke zu tun, sollen doch die andern, Andersgläubigen dies tun, sind doch wie der Sohn, der sagte er würde hingehen, aber es dann im entscheidenden Moment anders überlegt.

      Mit dem 2. Sohn verbinde ich ein wenig den barmherzigen Samariter. Der sich womöglich nicht zum Glauben bekennen wollte, jedoch im entscheidenden Moment -im Gegensatz zum gläubigen Geistlichen genau tat was die Situation erforderte, zum Wohl des überfallenen Nächsten diente und sicherlich Gott im Himmel freute.

      Gesegnete Grüsse renato23
    • tricky schrieb:

      Darüber haben wir im Forum schon gesprochen, aber es ist doch interessant, dass Paulus es vom Gesetz her angeht und Petrus von der Gerechtigkeit. Meinen beide das gleiche?
      Letztlich ja. Paulus thematisiert es stärker im geschichtlichen Kontext: dem Volk Israel wurde Gebot und Gesetz unmittelbar durch Gott gesagt, den Heiden ging es eher durch Nachsinnen, Ethik und Dichtkunst auf (mir die liebere Variante).
      Erstmal sind in diesem Beispiel die Griechen und Römer gemeint. Dort kommt die Philosophie her, die schon länger vom Götzendienst wegführte. Sokrates wurde angeklagt, weil er die Götter nicht richtig ehre, sondern vom Geist in sich selbst sprach, der ihn leite; das war Blasphemie gegen den Tempelkult. Bei den Griechen schlummerte auch schon länger der Gedanke des "Allvaters" oder "Urvaters", der letztlich Urheber und Schöpfer aller Dinge, auch des Götterpantheon, sei. ("Diesen Gott, den ihr ehrt aber nicht kennt, von dem spreche ich", sagt Paulus den Athenern)
      Andere Sippen und Kulturen sind wieder ganz anders gewachsen und geprägt, überall aber gibt es eine Ethik.

      Gott bzw. Jesus gehören keiner Religion. Jemand kann in der Liebe leben, hat aber das ganze theoretische Modell der christlichen Lehre gar nicht verstanden (kann man es verübeln?)
      Er lebt und tut aber, was im Geiste Jesu ist.

      Ja, auch Atheisten. Da ist jemand, der lebt voll Hingabe für andere, verleugnet sich selbst, ist dankbar für sein Leben. Wem er dankbar ist, weiß er nicht, er fühlt es einfach. Er nimmt die Schläge des Lebens ruhig hin, hadert nicht, sondern erträgt still, und das, was er ändern kann, ändert er. Er sieht die eigenen Verfehlungen und bemüht sich, sich zu bessern und zu lernen im Leben.
      Solche gibt es. Derlei "Atheisten" sieht man in den Debatten in Sendungen natürlich nicht. Man sieht Antitheisten, die Gott hassen und spotten.

      Wenn man wirklich an Gott glaubt als ein Geist, der wirkt, dann kann dieser Gott überall sein und wirken, selbst wenn Menschen "die Bibel" oder "die Lehre" nicht verstanden haben.
      Hinzu kommt heute, dass es derart viele Christentümer gibt, derart viele "wahre Gemeinden" und eine derart dunkle Christentumsgeschichte, dass mancher sich, wenn es Kirche, Bibel oder Jesus klingt, bereits umdreht und geht; wer will das verübeln bitte?

      Beim Weltgericht sagt Jesus: die einen wussten nicht, dass sie mir dienten, die anderen wussten nicht, dass sie mich verachtet haben.

      Was du getan hast einem diesen meiner geringsten Brüder, das hast du mir getan.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Gott bzw. Jesus gehören keiner Religion. Jemand kann in der Liebe leben, hat aber das ganze theoretische Modell der christlichen Lehre gar nicht verstanden (kann man es verübeln?)
      Er lebt und tut aber, was im Geiste Jesu ist.

      Ja, auch Atheisten. Da ist jemand, der lebt voll Hingabe für andere, verleugnet sich selbst, ist dankbar für sein Leben. Wem er dankbar ist, weiß er nicht, er fühlt es einfach. Er nimmt die Schläge des Lebens ruhig hin, hadert nicht, sondern erträgt still, und das, was er ändern kann, ändert er. Er sieht die eigenen Verfehlungen und bemüht sich, sich zu bessern und zu lernen im Leben.
      Solche gibt es. Derlei "Atheisten" sieht man in den Debatten in Sendungen natürlich nicht. Man sieht Antitheisten, die Gott hassen und spotten.

      Wenn man wirklich an Gott glaubt als ein Geist, der wirkt, dann kann dieser Gott überall sein und wirken, selbst wenn Menschen "die Bibel" oder "die Lehre" nicht verstanden haben.
      Hinzu kommt heute, dass es derart viele Christentümer gibt, derart viele "wahre Gemeinden" und eine derart dunkle Christentumsgeschichte, dass mancher sich, wenn es Kirche, Bibel oder Jesus klingt, bereits umdreht und geht; wer will das verübeln bitte?

      Beim Weltgericht sagt Jesus: die einen wussten nicht, dass sie mir dienten, die anderen wussten nicht, dass sie mich verachtet haben.
      äubigen
      Was du getan hast einem diesen meiner geringsten Brüder, das hast du mir getan.
      Du sprichst mir aus dem Herzen. Es gibt sicher unter Christen als auch unter Un- oder Andersgläubigen Menschen, welche tun was im Geiste Jesu ist.

      Unsereins hat es ja eigentlich auch leichter, als zu Zeiten Jesus Christus, wo dem Volk Israel auch solche Gesetze als göttlichen Willen vorgesetzt wurden, die ja an Lieblosigkeit nicht überboten werden konnten. Darum auch regte sich Paulus auf, dass jene, die durch ihn mit der heilsamen Lehre Jesus Christus vertraut gemacht wurden, wieder in die AT-Gesetzlichkeit verfielen.. Dies war eigentlich verständlich, da es Jahrhunderte lang an der Tagesordnung war für dies und das zu töten. Nun davon abzulassen war sicher für jene eine innige Freude, die sich im Innern im Herzen nie mit solch abscheulichen Handlung abfinden konnten,. Dann kam Jesus und lehrte, was er und somit der in und aus ihm wirkende wahre Geist Gottes darunter verstand.

      Wer liebt tut dem Nächsten nichts Böses, erkannte dann ja auch Paulus. Und jemanden gesetzmässig und überhaupt zu töten, ist ja wohl das schlimmste Verbrechen gegenüber Menschen und auch Gott im Himmel. Gott ist Liebe.

      Am Schluss zählt wirklich, wie wir mit unseren Mitgeschöpfen und der Schöpfung allgemein umgegangen sind. Da nützen all die folgenlosen Lippenbekenntnisse, vorformulierten Übergabegebete nichts, wenn man den Nächsten nicht so behandelt, wie man es von Herzen für sich wünscht. (=Erfüllung der Gesetze und Propheten im Sinne Jesus Christus) ,

      Auch wenn an christlichem Glauben Interessierten schmackhaft gemacht wird., also der Einlass in den Himmel sei nach dem einmaligen Bekehrungsritual solchen nun auf jeden Fall gesichert, Gott käme nun in ihr Leben und würde es entsprechend verändern. Wieviele warten noch nach Jahren, dass Gott in ihr Leben käme und sie zu demjenigen Menschen verändere, als den er gedacht war und einen wunderbaren Plan mit solchen hätte, aber selber immer wieder gegen seinen Willen handeln und meinen Gott müsse gerade bei ihnen gefälligst beide Augen zudrücken.

      Gesegnete Grüsse renato23
    • freudenboten schrieb:

      Wer "Gott ehr-fürchtet", achtet auch seine geschriebene Offenbarung von Mose an.
      Ehre wem ehre gebührt......Soli deo gloria passt meines Erachtens nun mal zu demjenigen in der Bibel, der glaubwürdig wahrhaftiger Gott ist, und sich durch seinen Sohn Jesus so offenbarte, wie er in Wahrheit ist. (Johannes 17.3 ) Und genau bei diesem gnadenvollen, barmherzigen Gott ist es unwichtig, wessen Volk, welcher Religion jemand angehört, sondern wer EHRFURCHT vor seiner Schöpfung erkennen lässt und Recht tut (statt für dies und das zu töten) ist ihm angenehm. Moses "Gottesbildvertreter" kannten Jesus Vater im Himmel nicht, bezeugte ja Jesus.

      Jemand der tötet und töten lässt, ist für mich nicht, wofür er sich ausgibt. Du kannst ja glauben was Du willst, Ich halte mich an den von Jesus vermittelten Gottesglauben, genauso wie die Nachfolger Jesu in der Bibel.

      Gesegnete Grüsse renato23
    • Eine kleine Zusatzfrage hätte ich noch, weil ich mir da selbst noch nicht sicher bin:

      Wird derjenige, der Gott angenehm (gemäß Apg. 10,35) ist, sicher auch erlöst?

      Kann man das gleichsetzen? Wer also Gott angenehm ist und Gerechtigkeit wirkt, der wird (ist) erlöst?
    • Hallo Renato,

      wir haben noch nie miteinander gesprochen, aber ich habe deine Beiträge gelesen; und du sprichst mir auch häufig aus dem Herzen.
      Zu deiner Betrachtung des Alten Testaments wollte ich gerne etwas sagen:

      renato23 schrieb:

      Unsereins hat es ja eigentlich auch leichter, als zu Zeiten Jesus Christus, wo dem Volk Israel auch solche Gesetze als göttlichen Willen vorgesetzt wurden,
      So sehe ich es auch.
      Wir müssen berücksichtigen, dass diese Erkenntnis Gottes so noch nicht da war. Sie schimmert teilweise auch im Alten Bund durch (einige der schönsten Zeilen sind aus dem Alten Testament) und einige wenige erkennen es, aber im Großen und Ganzen wird es nicht erkannt. Ist das heute anders? Ich denke nicht.
      Zu sagen "Gott hat es geboten" ist doch keine Schwierigkeit; damit lässt sich seit Jahrtausenden besser durchsetzen, als dass man sagte "Ich habe eine Meinung".

      Man sollte aber, denke ich, es der Erkenntnis oder Verstockung der Menschen anlasten, und nicht etwa zwei Götter daraus machen.
      Wenn Jesus sagt "Ihr habt den Teufel zum Vater" lese ich eher: "Ihr seid verirrt und hartherzig" als "Euer Gott aus dem Alten Testament ist ein anderer Gott als ich ihn euch offenbare".
      Man müsste ständig switchen, denn in einer Passage kommen zuweilen wundervolle Zeilen eines liebenden Gottes, zuweilen brutale Androhungen.
      Vieles diente auch der Abschreckung. Die Forschung kennt beispielsweise bis heute keinen Beleg dafür, dass derlei Todesstrafen wirklich angewandt wurden.

      Die blutigen Opfer sind nicht originell jüdisch oder biblisch, sondern abgekupfert von anderen Bräuchen (ebenso wie die Beschneidung). Der Gottheit ein Tier zu opfern, um es Milde zu stimmen (zu seinem Wohlgeruch), das ist ganz archaischer Kultus, der uralt ist. Daran unser Denken heute anzulegen, wäre unfair.

      Wer und wie Gott ist, hat er uns gezeigt. Dafür dürfen wir dankbar sein und wissen, es ist der Geist, der auch hier richtig sehen lässt.
      Denn das berühmte "es muss sich mit der Bibel decken", was gerne zu Ellen White-Zitaten betont wird, ist problematisch. Aus der Bibel haben es all die Richtungen, die es so gibt.
      Es ist keine Schwierigkeit, mich mit der Bibel zu decken, ich muss ja nur rezitieren, was da drin steht.

      Töte die Zauberin, das ist biblisch. Also schlage ich der Kartenlegerin nebenan jetzt den Schädel ein?
      Gesetzeskonform ja - der Geist Jesu: nein.

      Liebe Grüße
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Hallo Seele1986.

      Du schreibst mir tatsächlich aus der Seele, respektive aus dem Herzen. Jesus bezog sich wohl auf Opferkritik-AT-Stellen von Hosea (6.6) oder Micha (6, 6-8) (auch gemäss Jeremia wollte Gott nie Opfer), wenn er Feinde seiner Gotteslehre ermahnte, Gehet hin und lernt was das sei, an Liebe und Barmherzigkeit habe ich wohlgefallen und nicht an Opfern oder desgleichen : Wenn ihr wüsstet was das bedeutet ich habe an Barmherzigkeit wohlgefallen und nicht an Opfern, so hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.

      Bezüglich Beschneidung, die ja auch gemäss dem vielfach einseitig zitierten Paulus bei Jesus nichts gilt fällt mir jene Stelle ein, wo Jesus ja wegen Heilen am Sabbat mit Todesdrohungen rechnen musste: dass einerseits die Beschneidung von den Vätern geboten worden seien (also nicht von SEINEM Vater im Himmel sondern traditionell mal eingeführt...... gleichzeitig sagt er dann. (wenn jemand am Sabbat beschnitten wird) damit das GESETZT MOSE nicht gebrochen würde,

      Man könnte übrigens die Frage umdrehen wenn es um den von Moses verbreiteten Gottesglauben geht, Wer ist diesem ein Greuel, wer kam für den Priesterdienst NICHT in Frage:, wer für NICHT für die unsinnige, nutzlose Tieropferung? Bei letzteren solche ,die irgend ein Gebrechen hatte, Also Diskriminierung statt Heilung von Menschen mit Behinderung. Vollkommen kontraäer zu Jesus Christus Gottesoffenbarung. Der Vater im Himmel ist weder ein Gott für nur ein Volk und vorallem würde er niemals Menschen auffordern für dies und das Leben auszulöschen, sei es durch Steinigung oder Verbrennung..

      Klar ist bezüglich Tötung von Zauberen, dass jener der die Tötung solcher gefordert hat, wohl etwas pikiert war, als er mittels Schlangenzauberei aus einem Stab vor dem Pharao und anderm Greuelzauber erkennen musste, dass solcherlei "Wunder" von Pharaos Zauberern ebenfalls bewerkstelligt werden konnten. . Er duldete womöglich keine Konkurrenz.

      Gesegnete Grüsse, und......schön dass Du da bist.....und mitschreibst....auch wenn wir mal oder in gewissen Glaubensgrundlagen NICHT die gleiche Meinung vertreten. :)

      Das hat mir besonders gefallen, sollten sich jene merken, die noch nicht erkannt haben, dass der Vater im Himmel allein wahrer Gott ist.
      Wer und wie Gott ist, hat er uns gezeigt. Dafür dürfen wir dankbar sein.......(dadurch hat er schon viele auch mich und insbesondere schon die Jünger und Apostel und viele jüdische Glaubensgeschwister von allfällig falschem Gottesglauben erlöst)
    • tricky schrieb:

      Eine kleine Zusatzfrage hätte ich noch, weil ich mir da selbst noch nicht sicher bin:

      Wird derjenige, der Gott angenehm (gemäß Apg. 10,35) ist, sicher auch erlöst?

      Kann man das gleichsetzen? Wer also Gott angenehm ist und Gerechtigkeit wirkt, der wird (ist) erlöst?
      Es kommt meines Erachtens darauf an, was man unter "erlöst" sein versteht. Wer nurmehr Recht tat/tut und somit Gott (also demjenigen, der Jesus Christus, seinen Sohn sandte um von ihm zu zeugen) angenehm ist, da gottgefällig handelnd ist, ist "erlöst" (vom Einfluss) des Bösen.

      Jesus lehrte seine Jünger zu beten....Unser Vater im Himmel....DEIN Wille geschehe, DEIN Reich komme, wie IM HIMMEL so AUF ERDEN.... ERLÖSE UNS VON DEM BÖSEN.


    • Apg. 10,34
      "Petrus aber fing an und sagte: Nun begreife ich erst in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht, 35 sondern wer sich in Ehrfurcht vor ihm beugt wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt, der ist ihm willkommen, zu welchem Volk er auch immer gehören mag" Bruns.

      Für mich ist "willkommen" eine Steigerung von "angenehm".
      Die Bedingungen dafür sind klar beschrieben.
      „Herr, du weißt, dass ich von Tag zu Tag älter werde – und eines Tages alt. Bewahre mich vor dem Drang, bei jeder Gelegenheit etwas sagen zu müssen. Erlöse mich von der Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre mich nachdenklich und
      hilfreich, aber nicht beherrschend zu sein . . . lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich.“ Theresa von Avila
    • jüngerjesu schrieb:

      Apg. 10,34
      "Petrus aber fing an und sagte: Nun begreife ich erst in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht, 35 sondern wer sich in Ehrfurcht vor ihm beugt wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt, der ist ihm willkommen, zu welchem Volk er auch immer gehören mag" Bruns.

      Für mich ist "willkommen" eine Steigerung von "angenehm".
      Die Bedingungen dafür sind klar beschrieben.
      Ja, willkommen finde ich hier auch okay......ich könnte mir sogar vorstellen dass willkommen auch bei IHM oder in IHM angekommen gleichgestellt werden könnte. Dies setzt natürlich voraus, wahrhaftig Gerechtigkeit -und Friedfertigkeit- zu üben, darin Meister zu werden und bleiben..

      Ebenso passend finde ich..., wer sich in Ehrfurcht vor ihm beugt. Doch dann noch zusätzlich....wer ihn fürchtet, finde ich eher die Sicht des Hebräerbriefschreibers als jene eines Jüngers Jesu. Ehrfurcht/ehrfürchten hat doch nichts mit fürchten /Angst vor Gott haben zu tun, sondern eher mit Bewunderung dafür, was Gott so wunderbar erschaffen hat und wie segensreich es ist mit IHM dank seinem Sohn Gemeinschaft haben zu dürfen.

      Wie sagte doch Johannes glaube ich. Furcht ist nicht in der Liebe. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nichtvöllig in der Liebe. 1. Johannes 4.18
    • freudenboten schrieb:

      Erlösung im NT geschah nur auf Grundlage des Selbst-Opfers Jesu, somit auf Grundlage des AT. Es gibt folglich einen heiligen Erlösungsbund von Adam an.
      Ach, dann hätten sich Jesus Christus und später seine Jünger ja all die Vefolgungen ersparen können, mit denen sie konfrontiert wurden, weil sie überall verbreiteten wie der wahrhaftige Gott wirklich ist und wer/wann/ womit /wie dem Vater im Himmel angenehm/willkommen ist.

      Man könnte wirklich annehmen sie alle hätten sich -fast- umsonst aufgeopfert, der Menschheit eine ebensolche innige Gottverbundenheit zu ermöglichen, durch entsprechendes Verhalten, wie sie im Sinne Jesus lehrten.

      Ich bin sicher, Jesus würde auch zu Dir sagen....gehe hin und lerne was das bedeutet (und im AT mehrmals vorkommt) ich habe an Liebe und Barmherzigkeit wohlgefallen und NICHT an Opfern.

      Gesegnete Grüsse renato23 (wer Recht tut ist Gott willkommen und nicht wer Unrecht tut....Unschuldige Hinzurichten war schon immer UNRECHT)