1.Thessalonicher 5,21: Prüfet ALLES - Wirklich alles?

    • 1.Thessalonicher 5,21: Prüfet ALLES - Wirklich alles?

      Hallo zusammen,

      aufgrund von dem inflationär verwendeten Totschlagargument "Hilfe, ich muss ALLES prüfen, weil das steht so in der Bibel, ich muss ALLES prüfen, wirklich ALLES" folgender Versuch einer Textauslegung von 1. Thess 5,21



      Meiner Meinung nach ein eindringlicher Text zum Thema Weissagung (propheteia)

      1 Thess 5/12 Wir bitten euch aber, Brüder, daß ihr die anerkennt, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn und euch zurechtweisen, 5/13 und daß ihr sie ganz besonders in Liebe achtet um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander! 5/14 Wir ermahnen euch aber, Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle! 5/15 Seht zu, daß niemand einem anderen Böses mit Bösem vergelte, sondern strebt allezeit dem Guten nach gegeneinander und gegen alle! 5/16 Freut euch allezeit! 5/17 Betet unablässig! 5/18 Sagt in allem Dank, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. 5/19 Den Geist löscht nicht aus! 5/20 Weissagungen verachtet nicht, 5/21 prüft aber alles, das Gute haltet fest! 5/22 Von aller Art des Bösen haltet euch fern!

      Paulus warnt davor (manche meinen sogar er verbietet es) Weissagungen einfach außer Acht zu lassen. Achtet darauf, dass am Ende der Prüfung das "Gute" behalten und das Böse verworfen werden soll.

      Jedoch sollen alle Propheten und Prophezeiungen anhand der Bibel geprüft werden:

      1. Korinther 14, 29 – 33
      Überschrift über dem Abschnitt Geistliche Ordnung in den Gemeindezusammenkünften
      29 Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen es beurteilen.
      30 Wenn aber einem anderen, der dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so soll der erste schweigen.
      31 Denn ihr könnt alle einer nach dem anderen weissagen, damit alle lernen und alle ermahnt werden.
      32 Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
      33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Gemeinden der Heiligen.


      Ein wahrer Prophet wird niemals in Trance oder außer sich irgendwas Wildes daherlallen. Der Geist des Propheten dient dem Propheten. Das heißt, dass sich der Prophet immer unter Kontrolle hat und meiner Meinung nach klar und deutlich formuliert/spricht.


      2. Thessalonicher 2,2
      1 Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm: 2 Laßt euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch ein Wort, noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da.

      ruhig Blut bei jeder neuen Prophezeiung. In Ruhe studieren, prüfen, ... annehmen oder verwerfen.


      und schließlich Jesus selbst, der vor falschen Propheten warnt:
      Mt 7,15-20 gibt uns eine erste Antwort. Matthäus geht es vom Gegenteil an. Er definiert was ein falscher Prophet ist.

      Überschrift Warnung vor falschen Propheten.

      Mt 7/15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. 7/16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen eine Traube oder von Disteln Feigen? 7/17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. 7/18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte. 7/19 Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 7/20 Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

      ^wichtig bei diesem Text ist die Kombination mit 1. Thessalonicher 5,20:

      1 Thess 5/20 Weissagungen verachtet nicht, 5/21 prüft aber alles, das Gute haltet fest! 5/22 Von aller Art des Bösen haltet euch fern!
      Mt 7/17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. 7/18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte. 7/19 Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

      Es ist KEIN Rosinenpicken! Entweder die gesamte Botschaft und der gesamte Prophet ist in Ordnung, ODER böse = fauler Baum = fernhalten.



      Es gilt DEN Propheten zu prüfen, erst dann die Botschaft!
    • Rosen schrieb:

      Größtenteils, aber nicht nur. Wir dürfen aber prüfen und das Gute behalten. Und prüfen tue auch ich anhand der Bibel.

      hnitschke schrieb:

      Paulus folgend sollen wir ALLES prüfen (dazu gehören auch STA-kritische Quellen) und das Gute behalten.

      Yppsi schrieb:

      Man muß nicht alles prüfen!


      Es gehen die Meinungen dazu stark auseinander was man prüfen soll. Viele rechtfertigen ihren Medienkonsum auf dem Verschwörungsmarkt mit der Begründung "Ich muss das prüfen". Muss ich das wirklich?


      Jeder kann hier einen qualitativen Beitrag dazu leisten was er unter ALLES im Sinne von 1. Thess 5,21 versteht?

      Hier ein paar Auswahlhilfen:

      -) Die dritte Auslegung des Koran von Imam sowieso zum Thema Jesus im Koran - gehört das zu ALLES?
      -) Buddhistische Verhaltensregeln im Bereich Nächstenliebe - gehört das zu ALLES?
      -) Christliche Auslegung zum Thema "Ich muss mein Kind schlagen", weil es in Spr 13,24 steht - gehört das zu ALLES?
      ...
      bitte ergänzt diese Liste hier in diesem Thema!

      Ich kann natürlich zu jeder biblischen Thematik oder zu jedem Text diskutieren, auslegen, mich austauschen. Aber bin ich als Christ dazu verpflichtet, nur weil in 1. Thess 5,21 steht, dass ich Prophezeiungen (Weissagungen) prüfen soll?
    • Muss ich alles prüfen? Was bedeutet "Alles"?

      1Pe 3,15 ..Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert.

      Ein Christ muss seinen Glauben bezeugen, und bezeugen kann man gewissenhaft und überzeugend nur dann, wenn man versteht, was man glaubt. Aber: nur so weit prüfen, dass es für MICH überzeugend ist, nicht für meinen Nachbar. Wenn ich meine Überzeugung mit dem Nachbar teile, kann der Heilige Geist auf ihn so einwirken, dass meine Überzeugung auch Teil seiner Überzeugung werden kann. Wenn ich für meine Überzeugung den Koran nicht brauche, ist gut so. Wenn der Nachbar für seine Überzeugung den Koran zu prüfen braucht, sollte er das machen.

      Muss ich zuerst alle Prophezeiungen geprüft haben, um zu der Überzeugung zu kommen, dass es sich um einen wahren Propheten handelt(e)? ICH muss es nicht, mir reichen einige Prüfungen aus. Eine "vollständige" Prüfung ist auch nicht möglich, denn:

      (a) Zeit - Komponente. Solange ein Prophet lebt, kann er prophezeien. Wie kann ich HEUTE das prüfen, was der Prophet erst später prophezeien wird? Oder wenn sich die Prophetie auf einen Zeitpunkt bezieht, der weit in der Zukunft liegt?

      (b) Transparenz - Komponente. Für eine "vollständige" Prüfung müsste ich über einen Propheten "alles" wissen, was aber nicht möglich ist.

      (c) Unvollkommenheit- Komponente. Es könnte auch sein, dass meine Ansichten den Aussagen eines Propheten widersprechen. Bin ICH der Masstab, an dem ich einen Propheten prüfe? Was, wenn ich selbst falsch liege, ohne es aktuell zu erkennen?

      "Alles" prüfen bedeutet: für MICH persönlich das Nötigste, um zu einer Überzeugung zu kommen. Diese Prüfung soll unvoreingenommen und gewissenhaft sein.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Muss ich zuerst alle Prophezeiungen geprüft haben, um zu der Überzeugung zu kommen, dass es sich um einen wahren Propheten handelt(e)? ICH muss es nicht, mir reichen einige Prüfungen aus. Eine "vollständige" Prüfung ist auch nicht möglich, denn:

      (a) Zeit - Komponente. Solange ein Prophet lebt, kann er prophezeien. Wie kann ich HEUTE das prüfen, was der Prophet erst später prophezeien wird? Oder wenn sich die Prophetie auf einen Zeitpunkt bezieht, der weit in der Zukunft liegt?

      (b) Transparenz - Komponente. Für eine "vollständige" Prüfung müsste ich über einen Propheten "alles" wissen, was aber nicht möglich ist.

      (c) Unvollkommenheit- Komponente. Es könnte auch sein, dass meine Ansichten den Aussagen eines Propheten widersprechen. Bin ICH der Masstab, an dem ich einen Propheten prüfe? Was, wenn ich selbst falsch liege, ohne es aktuell zu erkennen?
      Das stimmt. Es ist ein großes Problem einen Propheten zu prüfen, den man ja selbst gar nicht mehr persönlich kennenlernen kann, der quasi für mich gar nicht greifbar ist.

      Der Maßstab kann nur die Bibel sein. Diese mit dem hl. Geist angewandt muss ein OK in der Prüfung ergeben.


      Jacob der Suchende schrieb:

      "Alles" prüfen bedeutet: für MICH persönlich das Nötigste, um zu einer Überzeugung zu kommen. Diese Prüfung soll unvoreingenommen und gewissenhaft sein.
      Wahrscheinlich ist das die pragmatische Herangehensweise.




      ungeklärte Frage:
      Was meinte Jesus, wenn er sagt, dass ein fauler Baum keine guten Früchte bringen kann? Für mich wirkt diese Aussage von Jesus so absolut. Ein bisschen wie: Nur ein perfekter Mensch kann ein Prophet sein. Aber wir wissen ja alle, dass die Propheten auch nur Menschen mit Sünden waren. Trotzdem waren sie Propheten, die für uns heute als geschriebenes Wort in der Bibel verbindliche Autorität haben. Wie löst man dieses Problem?
    • Rosen schrieb:

      Beitrag 3 kann ich ganz unterstützen. Dann rate ich Dir, wenn Du nach Deiner Prüfung zu dem Schluss kommst, dass Ellen White eine wahre Prophetin Gottes war (sie selbst nannte sich lieber Botin), sich näher mit dem zu beschäftigen, was sie den Omega-Abfall nannte.
      Was verstehst du unter ALLES prüfen in 1. Thess 5,21? Was ist für dich ALLES?
    • Man vergleiche "Appeal to Mothers" und "Solemn Appeal" da hat der Reakteur der zweiten Publikation eine Menge Gesichte herauseditiert.

      Man lese Reisebeschreibungen (zu Wasser stets in der Luxussuite des Dampfers) oder sehe sich das Prachthaus in Battle Creek und dann das in Elmshaven an: Laut einem Handout aus Bogenhofenn "Warum könenn wir sicher sein?" ist es ein Kriterium, aus dem prophetischen Dienst keinen Gewinn herauszuschlagen. Ach ja, die Fahrt von Köln nach Hamburg: I. Klasse, (So die präzise Beschreibung in ihrem Tagebuch) Conradi ging einmal zum Bahnschalter in Neandertal: "Einmal IV. Klasse Moskau und retour bitte!" (Pers Bericht von Oosterwal, der ihn zur Bahn begleiten durfte!)

      Hat man einen Blick für Stoffqualitäten, Stoff- und Schneiderinnenaufwand: Die Gewandung - auch die allerletzte, vor einem Jahr etwa durch ein gefundenes Photo bekannt geworden: Wow, das hätte auch auf den Corso der Winer Ringstrasse gepasst, gleich beim "Bristol".
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Tricky liefert eine jedenfalls für mich sehr interessante und bedenkenswerte Erklärung zu 1. Thess.5,21, indem er das "Prüfet alles" nur auf die Prophetien bezieht. Das kann man so sehen. Wenn ich es aber für mich überlege und entscheide, dann beziehe ich es nicht nur auf Prophetien. Das ganze 5. Kapitel ist zuvor voll von den verschiedensten guten Ratschlägen an die Thessalonicherund im weiteren Sinn an uns Heutige.

      Und deshalb würde ich NEBEN Trickys Auslegung den Gedanken stellen, dass wir ganz allgemein AllES prüfen sollen bzw. dürfen, nicht nur das Prophetische.

      Natürlich ist "alles" relativ. Jeder von uns hat seinen Glauben und seine christlichen Überzeugungen über die Kernaussagen des schriftlichen Glaubensfundamentes: der Bibel.
      Glaubensfremde Dinge (Beispiel: der Koran) gehören gewiss nicht hier hin. Aber dem einen ist vielleicht die Frage des Sabbats, dem anderen die DEL wichtig. Er findet Argumente für und auch gegen seine Überzeugung vor, z.B. hier in der Diskussion. Ein Dritter bietet ihm in diesem Zusammenhang ein Video an: warum sollte die "Prüfungsempfehlung" solches und anderes Material ausschließen?

      Zum Beispiel hat mir der Meinungsausausch mit Norbert und das Prüfen seiner Argumente einen Riesenschritt nach vorne beschert, die Gedankenwelt der "Trinitarier" zu verstehen - und Norbert würde ich nicht als Propheten bezeichnen.
      Noch nicht (aber er arbeitet daran)
      ;)

      p.s. für Rosen: Was meinte EGW mit dem Omega-Abfall?
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Rosen schrieb:

      ... sich näher mit dem zu beschäftigen, was sie den Omega-Abfall nannte.

      hnitschke schrieb:

      p.s. für Rosen: Was meinte EGW mit dem Omega-Abfall?
      Dieser Frage möchte ich mich anschließen ...!

      Einfach googeln, und schon wisst ihr's.
      Vorausgesetzt ihr schaut euch die Videos, die es natürlich dazu gibt, an.


      Ähmm ja, es hat nichts mit Omega3-Fettsäuren und Blutdruck-Abfall zu tun!
      Nicht daß ihr noch auf falschen Seiten landet. ;)
    • hnitschke schrieb:

      Wenn ich es aber für mich überlege und entscheide, dann beziehe ich es nicht nur auf Prophetien. Das ganze 5. Kapitel ist zuvor voll von den verschiedensten guten Ratschlägen an die Thessalonicherund im weiteren Sinn an uns Heutige.
      Die Frage ist wie gesagt, ob der Text aus Thessalonicher es hergibt, dass man sich damit entschuldigt "Hey, ich muss alles prüfen" bzw. damit einen Prüfungszwang an andere stellt: "Hey, du muss das anschauen, schließlich hat uns Paulus das aufgetragen".

      Gibt der Text sprachlich das her, wie du es auslegst?

      1 Thess 5/20 Weissagungen verachtet nicht, 5/21 prüft aber alles, das Gute haltet fest!

      Eigentlich sind ja Vers 20 und Vers 21 EIN Satz. Der vorige Satz endet mit einem Rufzeichen. Die Verszählung gab es wohl in Paulus Originalbrief noch nicht. Die Frage ist, inwieweit die griechische Grammatik es zulässt, dass man Vers 21 auf das ganze Kapitel anwendet, oder eben nur auf Vers 20 (eben die Weissagungen). Weiß jemand etwas über die Satzzeichen in Griechisch?



      hnitschke schrieb:

      Und deshalb würde ich NEBEN Trickys Auslegung den Gedanken stellen, dass wir ganz allgemein AllES prüfen sollen bzw. dürfen, nicht nur das Prophetische.
      Gern, aber nicht mit den Worten von Paulus quasi entschuldigt!

      hnitschke schrieb:

      Glaubensfremde Dinge (Beispiel: der Koran) gehören gewiss nicht hier hin.
      Erkläre mir warum. Wenn doch Jesus im Koran erwähnt wird und wenn es hier auch Weissagungen gibt, WARUM, gehört das nicht hierhin? Natürlich "muss" man es prüfen, wenn es sich um eine Weissagung handelt, die im Zusammenhang mit Jesus oder dem christlichen Glauben steht. Die Prüfung beim Koran hat ergeben: Nicht genügend! - Irrlehre! (das sieht man ja schon an der Ablehnung der DEL im Koran *feix*)
      Ein völlig dem christlichen und jüdischen Glauben abgewandtes Prophetentum, also aus dem Buddhismus, dem Hinduismus oä. - fällt aus meiner Sicht NICHT unter die Prüfungspflicht.



      Das hier ist ja eine total andere Sache:

      hnitschke schrieb:

      Aber dem einen ist vielleicht die Frage des Sabbats, dem anderen die DEL wichtig. Er findet Argumente für und auch gegen seine Überzeugung vor, z.B. hier in der Diskussion. Ein Dritter bietet ihm in diesem Zusammenhang ein Video an: warum sollte die "Prüfungsempfehlung" solches und anderes Material ausschließen?
      Wie gesagt, es geht darum, ob man die Beschäftigung mit etwas damit rechtfertigen kann/soll, dass Paulus gesagt hat "Prüfet..."

      Man kann über alles Biblische diskutieren, reden, schwätzen, sich endlos wiederholen. Gerade was die Schrift betrifft gilt doch die Aussage in der Apg über die Beröer:

      Apg 17,11: Diese waren freundlicher als die in Thessalonich; mit großer Bereitschaft nahmen sie das Wort auf und forschten Tag für Tag in den Schriften nach, ob sich dies wirklich so verhielte.


      Genau das machen wir doch alle hier im Forum, oder? Wir forschen in der Schrift, ob es sich wirklich so verhält. Gut so.




      Aber keiner entschuldige sich selbst mit den Worten "Ich muss alles (Schwachsinnige) prüfen - Paulus hat es mir befohlen". Denn dieser Prüfauftrag gilt für Weissagungen und diese allein. Zumindest habe ich noch keine bessere Erklärung für 1. Thess 5,20 gehört.
    • Kommt es nicht darauf an, dass man sich zu einem Thema hingezogen fühlt?
      Wie soll der Geist Gottes leiten, wenn wir nicht generell mal offen sind? Dann kommen die persönlichen Interessen dazu, das spielt sicher auch eine Rolle, um bestimmte Themen zu prüfen.
      Die Weissagungen der Offenbarung sind ja nun für viele der Grund, warum man sich dafür interessiert, wie sie sich erfüllen könnten.
      Auf welchem Weg es gelingt im religiösen Bereich zu verführen, dass selbst die Gotteskinder verführt werden könnten, das findet man jedenfalls nicht in der Sendung mit der Maus.
      Es steht auch nicht direkt in der Bibel. Geschichte und "Politik", Machtgefüge und Kirchengeschichte...alles wiederholt sich auf eine Weise, die uns ja auch etwas beibringt.
      Deshalb ist das "Alles prüfen" auch Teil adventistischen Denkens, finde ich.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • tricky schrieb:

      Genau das machen wir doch alle hier im Forum, oder? Wir forschen in der Schrift, ob es sich wirklich so verhält. Gut so.
      Und nicht nur hier im Forum. Meinst Du, die anderen, die in Foren, Videos, Schriften usw. ihre Auslegung der Bibel kundtun, hätten nicht in der Schrift geforscht? Haben sie alle die Bibel falsch verstanden, nur Ihr hier habt alles richtig verstanden? Nur die heutigen Glaubensätze der Adventisten geben die richtige Auslegung der Bibel wieder? Und alles andere brauchen wir gar nicht mehr zu prüfen? Gerade die heutigen Glaubenssätze der Adventisten würden verhindern, dass viele ihrer Pioniere aufgenommen werden könnten!!!

      Wenn ich sehe, dass bei WLC speziell einzelne "Vorfälle" aus der Adventgeschichte besprochen werden, warum sollte ich das nicht zu prüfen versuchen!? Ich halte es sehr wohl für relevant, zu wissen, ob die Kirchenleitung 1926 so abgestimmt hat in Sachen Jesuiten, wie das in dem strittigen Video gesagt wird. Keineswegs halte ich das für egal, auch wenn es schon fast 100 Jahre her ist. Es gehört zur Geschichte des Adventismus, in der man nicht unter den Teppich kehren sollte, was vielleicht unlöblich war. Das wäre keine richtige Geschichtsforschung sondern tendenziös.

      Und auch die andernorts in diesem Forum zitierten Texte betreffend ACK/Ökumene, auf die "man" sich geeinigt hat, dass alle, die Jesu Lehre hochhalten, gut wären (sinngemäß) ist in meinen Augen so nicht in Ordung. Es kommt darauf an, wie man Jesu Lehre hochhält! Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel wie (früher, nur früher?) bei den Jesuiten. Das wird Jesus nicht gerecht, wenn man seine Lehre mit Verfolgung, Folter, Druck und Zwang durchsetzen will.
    • Mich fordert die Tetstelle zur Grundhaltung eines Infragestellens auf : Tausende meiner Fragen haben Altvordere auf Bibelgrund schon beantwortet. Die Frage des "Kriegsdienstes" kam erst mit dem US Bürgerkrieg in das Bibelgespräch. Die FRage der Flüchtlingsströme aus fremden Kulturen - haben wir so richtig erts jetzt.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -