Der Sinn des Buches Prediger

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    • Der Sinn des Buches Prediger

      Hallo zusammen,
      mich beschäftigt momentan die Bedeutung des Buches Prediger.
      Es scheint ja von Salomo im Alter geschrieben worden zu sein. Er kommt zur Erkenntnis, alles hier im irdischen Leben (im Fleisch) ist nichtig.
      Welche Lehren zieht er daraus:
      Immer gottesfürchtig sein, auch wenn wir Gott nicht verstehen können.
      Sich zu mäßigen in allem
      Trotzdem immer fleissig sein.

      Einerseits schreibt er, dass man alles hier tun muss, weil man im "Scheol" nichts mehr tun kann.
      Andererseits frage ich mich, ob er als Davids Sohn denn nicht an eine Wiedergeburt nach dem Tod des Fleisches geglaubt hat.
      Nett von ihm ist ja, dass er für uns die Quintessenz seiner Studien am Ende des Buches Prediger festhält, so dass wir uns den Buckel nicht allzu krumm machen sollten mit zuviel Studieren und Bücher lesen.
      Aber was will er uns eigentlich sagen? Was ist denn der Sinn des Lebens?
      Findet Ihr bei ihm einen Glauben an eine Auferstehung? Wenn ja, wo?
      Wenn ich nicht an eine Auferstehung glaube, macht ja alles keinen Sinn. Wenn ich aber an eine Auferstehung glaube kann ich das irdische Leben im Fleisch als Bewährungszeit betrachten. Das tut Salomo ja auch. Aber er scheint nicht von einem Leben nach dem Tod überzeugt zu sein. Oder?
      Als Indiz, dass er ein Leben nach dem Tod für möglich hält ist dies:
      "Denn wer wird ihn dahin bringen, hineinzusehen in das, was nach ihm sein wird?"
      Aber er scheint keine "Heilsgewissheit" zu haben, um mal mit modernem Jargon zu kommen.
    • »Der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt!« (Prediger 7,1)

      Rosen schrieb:

      Hallo zusammen,
      mich beschäftigt momentan die Bedeutung des Buches Prediger.

      Einerseits schreibt er, dass man alles hier tun muss, weil man im "Scheol" nichts mehr tun kann.
      Andererseits frage ich mich, ob er als Davids Sohn denn nicht an eine Wiedergeburt nach dem Tod des Fleisches geglaubt hat.

      Was ist denn der Sinn des Lebens?

      Findet Ihr bei ihm einen Glauben an eine Auferstehung? Wenn ja, wo?
      Wenn ich nicht an eine Auferstehung glaube, macht ja alles keinen Sinn. Wenn ich aber an eine Auferstehung glaube kann ich das irdische Leben im Fleisch als Bewährungszeit betrachten. Das tut Salomo ja auch. Aber er scheint nicht von einem Leben nach dem Tod überzeugt zu sein. Oder?
      Als Indiz, dass er ein Leben nach dem Tod für möglich hält ist dies:
      "Denn wer wird ihn dahin bringen, hineinzusehen in das, was nach ihm sein wird?" Anm. von mir, NCH: steht in Pred. 3,22 (ELB.)
      Aber er scheint keine "Heilsgewissheit" zu haben, um mal mit modernem Jargon zu kommen.
      Was ist denn der Sinn des Lebens? Dass wir uns als geliebte Kinder Gottes sehen und anerkennen, dass es Gott, den Schöpfer und Erhalter allen Lebens gibt, und dass wir Jesus Christus als Sinn, Weg und Wahrheit unseres Lebens erkennen, das ist so ganz spontan gesagt in meinen Augen der Sinn des Lebens! ----> Und die Fragen nach dem »Woher? - Wozu? - Wohin? ... führt unser Leben ?« Antwort: Hin zu Gott oder wie es in einem Lied heißt: „Näher mein Gott zu Dir! Näher zu Dir!”

      Wenn Salomo nicht von einem Leben nach dem Tode ausgegangen wäre, hätte er dann folgenden wichtigen Satz in Prediger 7,1 geschrieben? »Der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt!« (Prediger 7,1) Ich glaube nicht...
    • Vom Sinn des Lebens

      Norbert Chmelar schrieb:

      Rosen schrieb:

      Was ist denn der Sinn des Lebens?
      Was ist denn der Sinn des Lebens? Dass wir uns als geliebte Kinder Gottes sehen und anerkennen, dass es Gott, den Schöpfer und Erhalter allen Lebens gibt, und dass wir Jesus Christus als Sinn, Weg und Wahrheit unseres Lebens erkennen, das ist so ganz spontan gesagt in meinen Augen der Sinn des Lebens! ----> Und die Fragen nach dem »Woher? - Wozu? - Wohin? ... führt unser Leben ?« Antwort: Hin zu Gott oder wie es in einem Lied heißt: „Näher mein Gott zu Dir! Näher zu Dir!”
      Habe hier beim Durchstöbern im Adventisten Forum dieses schöne Gedicht zum Sinn des Lebens gefunden:

      Vom Sinn des Lebens

      Fragst du mich nach dem Sinn des Lebens,
      Als Mensch in dieser unsrer Zeit?
      Gott sagt dein Leben war vergebens,
      hat´s nicht als Ziel die Ewigkeit!

      Fragst du mich nach dem Wert des Lebens,
      was dir am Ende noch verbliebe?
      Gott sagt dein Leben war vergebens,
      ohn' eine Tat der Nächstenliebe!

      Wenn dort bei ihm im Buch des Lebens,
      dein Name dann steht schon geschrieben.
      So war dein Leben nicht vergebens,
      weil du nur Jesus treu geblieben!

      ---> siehe hier: Gedicht vom Sinn des Lebens



    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wenn Salomo nicht von einem Leben nach dem Tode ausgegangen wäre, hätte er dann folgenden wichtigen Satz in Prediger 7,1 geschrieben? »Der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt!« (Prediger 7,1) Ich glaube nicht...
      Danke für Deine Gedanken und Antworten zum Thema.
      Ja sicher, an ein mögliches Leben nach dem Tod hat er sicher geglaubt, und gottesfürchtig war er sehr. Aber die ganze Grundstimmung von Prediger ist nicht so recht freudig, als ob Salomo selber nicht sicher gewesen wäre, ob auch er nach dem fleischlichen Tod ein Leben bei Gott erwarten darf! Das kann ich natürlich nicht als Tatsache behaupten, aber die ganze Grundstimmung des Textes scheint mir so.
      Um es mal etwas trivial zu formulieren: Er kommt zu dem Schluss: "Gott lässt sich nicht in die Karten kucken".
      Daher scheint es mir seltsam, wenn manche so sicher sind, dass sie meinen, sie hätten "Heilsgewissheit".
      David hat mir irgendwie besser gefallen als Salomo, David macht auch mich einen lebendigeren und freudigeren Eindruck., nicht so "abgeklärt". Wahrscheinlich ist Abgeklärtheit der Preis für Weisheit, vermute mich mal so als jemand, der die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen hat. Dafür, dass einen dann nichts mehr aus der Ruhe bringt, kann man dann vielleicht auch keine so große Freude mehr empfinden??
      Aber Salomo muss schon sehr weise gewesen sein, wenn er sogar die Suche und das Erlangen von Weisheit als nichtig bezeichnet!! Wo er sich doch bei Amtsantritt Weisheit gewünscht hat, was Gott ja gefallen hat. Schließlich hatte sich ja auch Elisa vom auffahrenden Elia Weisheit in doppeltem Maße gewünscht.
      Dann sollte man sich im Gebet vielleicht gar nicht unbedingt Weisheit wünschen sonderen lieber Demut und eben ein "Werkzeug" für Gott sein zu dürfen, mit dem er zufrieden ist?
    • Da ist eine Facette des "Predigers", am Anfang (1, 2.) festgelegt :" Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel"


      aber auch eine andere Seite : 2, 24. - 3, 13., - 5, 17.,- 9, 7. - 9.

      Das Leben auf Erden ist oft und vielfach hart genung, man muss es nicht noch miesreden . Und 11, 9. - 10. ? - - - - - -

      Diese Texte des "Preiger2 gehören eigentlich in den anderen Thread "Wilde Ehe" - dieses element vermisse ich weitgehend seit eh unj d jeh i Hochzeitspredigten ! :"Habt Spass miteinander, springt Hand in Hand in das kalte Wasser ! Teilt den Genuss des Sommerabends oder auch des Sommernachnittags ! Oder auch der Novembernebel ! - - etc. etc .
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Prediger porträtiert ja überzeugend die Nichtigkeit und Verworrenheit des Lebens – ohne Verbindung mit Gott. In 3:11 steht jedoch "Alles hat Er schön gemacht für seine Zeit, er hat auch die Ewigkeit in des Menschen Herz gegeben, ohne daß der Mensch das Werk, das Gott getan hat, von Anfang bis Ende zu begreifen vermag.“ Das Wort "Ewigkeit", im Hebräischen »et ha_olam«; Das kann man mit Ewigkeit (und wird meistens so zitiert), aber auch mit "Weltzeit" übersetzen. Eine englisch–jüdische Übersetzung schreibt demnach »He also placed the love of the world in men´s hearts / Er hat auch die Liebe zur Welt in der Menschen Herz gelegt«, so daß man sich hier nicht mal auf eine Qualität ausserhalb der Dimension von Raum und Zeit festlegen könnte. Aber ein Vers läßt mich aufhorchen: 12:11 »Die Worte der Weisen sind wie Treibstacheln und eingeschlagenen Nägeln gleich die Meister der gesammelten Sprüche; sie sind von EINEM HIRTEN gegeben.« Ich habe bewußt mit Kapitalbuchstaben hervorgehoben, was hier im Hebräischen steht: EINEM (echad), also nicht der unbestimmte Artikel, sondern die Zahl EINER. Johannes 10:11 legt das von Salomon vielleicht unbewußt prophetisch geschriebene klar aus: Jesus ist der gute (EINE) Hirte!