Wenn ich Gottes Gebote übertreten habe, wie gehe ich damit um?

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    • renato23 schrieb:

      Gott hat Dir meines Erachtens damals vergeben, als er erkannte, dass Du den Fehler eingesehen hattest und es Dir leid tat. Gott ist barmherzig und verständnisvoll, Ich denke, das solltest Du nun auch mit Dir selber sein..
      Deshalb ist für mich der heutige Kalendertext so wertvoll, den Jesus uns gegeben hat.
      Math.21
      28 Was meint ihr aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh hin und arbeite heute im Weinberg.
      29 Er antwortete aber und sprach: Ich will nicht. Danach aber reute es ihn, und er ging hin.
      30 Und der Vater ging zum andern Sohn und sagte dasselbe. Der aber antwortete und sprach: Ja, Herr!, und ging nicht hin.
      31 Wer von den beiden hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr.
      32 Denn Johannes kam zu euch und wies euch den Weg der Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und obwohl ihr's saht, reute es euch nicht, sodass ihr ihm danach geglaubt hättet.
    • Bogi111 schrieb:


      Schlechtes Gewissen werde ich so lange haben,solange ich durch Christus nicht frei bin und
      mich Satan anklagen kann!
      Das mit dem Gewissen ist so eine Sache...
      Und wenn ich sehe das etwas daneben ist,dann wende ich auch mal den HL.Zorn an und haue auf den Tisch!
      Ähnlich wie Jesus die Wechsler aus dem Tempel getrieben hat.
      Manche Frommen ersticken fast in Ihrer "selbstauferlegten Opferrolle." und meinen dabei
      Gott zu gefallen.
      Durch beherztes, konsequentes Befolgen der Lehren Christi, somit das Ablegen aller Boshaftigkeit, gottferner (fleischlicher) Gesinnung im Sinne von Galater 5.19 und 20 hat der Satan bald nichts mehr anzuklagen und macht sich deshalb wütend aus dem Staub.

      Heiligen Zorn gibt es ebensowenig wie Heiliger Krieg gegen Andersgläubige. Man darf schon aufgebracht sein, wenn man von einer Ungerechtigkeit erfährt, oder wie Jesus sieht, dass unnützer Opfertierhandel im Tempel betrieben wird. Er hat sie lediglich schimpfend hinausgejagd, weder getötet noch töten lassen. Er war/ist ja schliesslich Sohn des Schöpfergottes.

      Was der vielfach einseitig zitierte Paulus hier sagte, was er von Zorn, zürnen hält. Er, der früher bis zu seiner erfolgreichen Bekehrung voller Zorn war gegenüber den Verbreitern Jesus Lehren und diese verfolgte, gefangennehmen liess und sich bei der Steinigung Stephanus innerlich freute.

      Paulus schrieb:

      Epheser 4.25 Darum leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. (Sacharja 8.16) 26 Zürnet, und sündiget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. 27 Gebet auch nicht Raum dem Lästerer. 28 Wer gestohlen hat der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen.29 Lasset kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen, sondern was nützlich zur Besserung ist, wo es not tut, daß es holdselig sei zu hören. ) 30 Und betrübet nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung.) 31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit. 32 Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch auch vergeben hat in Christo. (
      Jesus lehrte lediglich, nicht Böses mit Bösem zu vergelten was früher geboten war mit Auge um Auge Zahn um Zahn. Sachlich wehren darf man sich, wenn man zu unrecht für etwas beschuldigt wird, man muss nicht schweigen, sondern auch dann das Gegenüber so behandeln wie man von ihm behandelt werden möchte (Das ist laut Jesus das was das Gesetz und die Propheten will, wie es folgerichtig erfüllt werden kann.

      Gesegnete Grüsse renato23
    • renato23 schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      Schlechtes Gewissen : Es schmerzt mich heute noch, was ich - sehr verletzend - am Jugendkongress in München 1954 zu jemandem gesagt habe. Es schmerzt mich heute noch, dass ich aus Sentimentalität - nein , auch mit dem Gedanken im Hintergrund : DEN Kollegen mache ich nicht die Freude, Organtransplantate (22 - Jährige, zwei gesunde Nieren, eine gesunde Leben - - ) verhindert habe; Ich war frustriert, verärgert über Tarife - und werfe schliesslich zornig dem Gelegenheitsarbeite aus der untersten Schicht auf sein auftragsgemässes Drängen eine Handvoll Münzen vor die Füsse, welche er, dann da im Dreck herfumkrabbeld, aufklauben musste - - - -.


      Das nimmt mir niemand mit dem Abhaken der Zehn Gebote ab. Tot ist tot, die seelisch Verletzten sind für mich nicht (mehr) greifbar - - - -
      Ich hoffe, dass Du baldmöglich bereit bist, Dir selber zu vergeben, wie Gott Dir sicherlich vergeben hat, dass Du damals so gehandelt hast, verletzend und zornig und herablassend und im Nachhinein aufrichtig bereut hast.Wie wäre es, wenn Du den entsprechenden Personen, auf wenn sie nicht mehr leben? einen Brief schreibst, so ganz aus dem Herzen heraus gestehst, Worte nimmst, die darauf hinweisen, dass Du vollkommen unüberlegt gehandelt hast und es Dir leid tat, sie aufrichtig um Entschuldigung bittest? Ich könnte mir vorstellen, dass dies heilsam sein könnte für Deine Seele..

      Gott hat Dir meines Erachtens damals vergeben, als er erkannte, dass Du den Fehler eingesehen hattest und es Dir leid tat. Gott ist barmherzig und verständnisvoll, Ich denke, das solltest Du nun auch mit Dir selber sein..

      Gesegnete Grüsse, renato23
      Danke für den Zuspruch, insbesondere den Hinweis auf die Vergebung vor Gott. Was ich aber zeigen wollte - an den drei Beispielen - dass mein "Rechttun" (oder auch dessen schandhaftes Vermissen) nicht an den Zehn Geboten oder an "unseren Grundsätzen" der Kirch der Siebenten - Tags - Adventisten" abgehakt werden kann. (Wann wurde wo schon die Problematik des "Hirntodes" und der Organentnahme abgehandelt ? Und die kollegiale Rivalität gegenüber den Transplantations -Chirurgen ? - Welche mitbestimmend war, dass seine gesunde Leber, zwei gesunde Nieren - - - NICHT transplantiert werden konnten ? Wie soll ich mich bei den diese Organe für ihr Leben Benötigenden entschuldigen ? Die Opfer der Spannung zwischen Thorax - Chirurgie und Transplantationschirurgie - und unseres ach den Eltern der potentialen Organspenderin gegenüber so mildtätiges Herz wurden ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Pfingstrosen schrieb:

      Buße und Entschuldigungen,Wiedergutmachung,Erklärungen...alles besser als Selbstverteidigung,Rechtfertigungen,Gegenangriffe,Beleidigungen....
      Wie geht man mit Sünde um, wahrscheinlich so, wie man mit Fehlern umgeht.

      renato23 schrieb:

      Ich hoffe, dass Du baldmöglich bereit bist, Dir selber zu vergeben, wie Gott Dir sicherlich vergeben hat, dass Du damals so gehandelt hast, verletzend und zornig und herablassend und im Nachhinein aufrichtig bereut hast.Wie wäre es, wenn Du den entsprechenden Personen, auf wenn sie nicht mehr leben? einen Brief schreibst, so ganz aus dem Herzen heraus gestehst, Worte nimmst, die darauf hinweisen, dass Du vollkommen unüberlegt gehandelt hast und es Dir leid tat, sie aufrichtig um Entschuldigung bittest? Ich könnte mir vorstellen, dass dies heilsam sein könnte für Deine Seele..

      Gott hat Dir meines Erachtens damals vergeben, als er erkannte, dass Du den Fehler eingesehen hattest und es Dir leid tat. Gott ist barmherzig und verständnisvoll, Ich denke, das solltest Du nun auch mit Dir selber sein..

      Gesegnete Grüsse, renato23
      Nein, es ging mir darum, an Beispielen aus meinem Leben / Verhalten zu zeigen, wie wir Schmerz, Verletzung, schlaflose Nächte, - - bei unseren Mitmenschen verursachen - - und nicht so eifach abhaken können : "Gebote gehalten; alle STA - Grundsätze befolgt" - "Gott hat vergeben - ". Nein, um uns zu überlegen, was an Leid wir verursacht haben - und daraus untereinander zu lernen..
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Pfingstrosen schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      Nein, es ging mir darum
      Was hat das mit meinem Beitrag zu tun?Warum kopierst du den mit hinein?
      Ich gehe von Deiner Lösung aus : Busse und Entschuldigungen, Wiedergutmachung - - Dem gegenüber steht nun meine konkrete Erfahrung, aus Feigheit, Voreingenommenheit, kollegialer Rivalität - - - nur nicht aus sachlichen Gründen !! zwei gesunde Nieren, ein (trotz der Vorgeschichte und Todesursache) gesundes Herz, eine gesunde Leber - - denen vorenthalten zu haben, für welche eine Organtransplantation Weiterleben bedeutet hat oder hätte. So, bei wem soll ich mich entschuldigen ? Was soll ich wiedergutmachen ? Was heisst "Busse" in diesem Fall ? - Auch Renatos Vorschlag ist sehr gut gemeint - nur kann ich denen, welche die Organspende dringend gebraucht hätten (wer ??) keinen Brief schreiben. Und der von mir gezielt gedemütigte Leiharbeiter (bei der OeBB, geliehen von Mac Donalds, von diesem geliehen von einer Leiharbeiterfirma - - war für mich nicht mehr ausfindig zu machen.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Viktor Frankl hat eine gute Idee gehabt , über die ich oft nachdenke.
      Das Leben sei wie ein Buch, jeder Tag eine Seite. Dein Lebensbuch ist noch nicht fertig und so schreibt man mit dem Bedauern, dass man falsch gehandelt hat , auch wieder eine Seite.
      Wenn ich mich nicht irre, dann gibt Gott die Einsicht....sie ist wohl ein Geschenk, das wie ein Same in einen fruchtbaren Boden fällt oder eben nicht( wenn jemand sein Gewissen unterdrückt)
      Ich kann den Spruch, dass man sich selbst vergeben muss, nicht so leiden, weil er suggeriert, dass es möglich ist selbst zu vergessen, was misslungen ist. Ich glaube das nicht. Würde man es vergessen, dann hätte es auch nicht die positive Wirkung, dass man vorsichtiger, umsichtiger und treuer wird.
      Die grundsätzliche Hoffnung, dass mein gesamtes Lebensbuch in Jesus die Vollendung findet, ist tröstlich.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Ich kann den Spruch, dass man sich selbst vergeben muss, nicht so leiden, weil er suggeriert, dass es möglich ist selbst zu vergessen, was misslungen ist.
      Ich denke, das gälte nur, wenn vergeben und vergessen dasselbe wären.

      Wenn man aber vergisst (vergessen kann) dann ist Vergebung nicht notwendig. Ich muss gerade das vergeben, was unvergessen ist. Ob ich es dann einmal im Laufe der Zeit zusätzlich vergesse ist eine andere Sache.
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Wenn man aber vergisst (vergessen kann) dann ist Vergebung nicht notwendig. Ich muss gerade das vergeben, was unvergessen ist. Ob ich es dann einmal im Laufe der Zeit zusätzlich vergesse ist eine andere Sache.
      Weiß nicht, ob du meinst, dass das ,was man nicht vergessen kann nur Sünde ist, anderes nur ein Fehler?
      Ich denke dass die Bandbreite an Sünden in ihrer sichtbaren Folge oder Schaden sich auch unterscheiden...manche Menschen bereuen nur, was ihnen selbst geschadet hat und wenn sie Folgen ihres Tuns nicht am eigenen Leib nachvollziehen können, dann wird es vergessen, bleibt aber Sünde.
      Mir ging es eigentlich darum, dass "sich selbst zu vergeben" falsch verstanden wird. Hab jetzt aber keine Zeit es auszuführen, vielleicht später.....
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

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    • Vergeben - vergessen - - -

      gerade mit dem Vergessen ist es so eine Sache : Man denke an die von Anna Freud kodifizierten "Abwehrmechanismen" - es gibt auch ein Verdrängen und Verleugnen - nur schwelt der Konflikt dann im Untergrund und die "Wiederkehr des vedrängten schafft Unbehagen". Und es gibt sehr "Vergessliche" , welche aus den eigenen oder anderer geschenen Fehlern NICHTS lernen, ekine Weiterentwicklung zeigen - - - -.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Wenn einem jemand was (an)getan hat, und es eine einmalige Sache war, kann man vergeben, ohne daß der andere einen darum bittet, bzw sich entschuldigt hat.
      Wenn es aber wiederholt geschieht, und man immer wieder damit rechnen muß, dann muß vor einer Vergebung die Entschuldigung und Reue des anderen kommen.
      Man kann nicht jeden Tag oder jede Woche die Taten des anderen vergeben, obwohl man weiß, er tut es wieder.
      Es kommt natürlich auch darauf an, wie schwerwiegend die Verfehlungen des anderen sind.
      Über manche Sachen kann man einfach darüber hinwegsehen, aber eben nicht über alle.
    • Yppsi schrieb:

      Man kann nicht jeden Tag oder jede Woche die Taten des anderen vergeben
      Ja schon, das stimmt, aber hier denke ich zum Thema, was mache ich, wenn ich merke nicht in Gott zu sein...zu sündigen, was ja nichts anderes als das ist.
      Deshalb verstehe ich auch den Aufruf, dass man sich nicht von äußerlichen Sachen ein schlechtes Gewissen machen soll, wie es zum Thema Essen, Feiertage oder anderes oft behauptet wird. Menschengebote sind nunmal etws anderes als Gottes Gebote.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!