Johannes 15: Die Stellung des Sohnes zum Vater

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  • Johannes 15: Die Stellung des Sohnes zum Vater

    Ich weis wirklich nicht, ob nun hier die richtige Stelle für mein Anliegen ist, weil ja ich ja die ganze Bibel, nicht zur einen einzigen Textabschnitt heranziehen möchte.
    Aber der Auslöser meiner Gedanken war das Gleichnis vom Weinstock im Johannesevangelium
    Jesus ist darin eine vom Vater gepflanzte Pflanze,
    Ich finde, man kann daraus herleiten, dass Jesus etwas substantiell anderes ist als Gott der Vater. Der Vater ist lt. Jesus der Gärtner bzw. der Besitzer des Weinberges. Und eine Pflanze und ein Gärtner sind was Verschiedenes.
    Nunja, mag sein, dass meine Schlussfolgerung unzutreffend ist, weil eben jeder Vergleich hinkt und ein Gleichnis immer nur ein Gleichnis ist, mit dem etwas Bestimmtes ausgesagt werden soll, etwas anderes aber nicht.
    Nun hat an anderer Stelle jemand das Gleichnis vom Hirten angesprochen. Auch da hat der Hirte eine andere Stellung als der Besitzer der Herde.
    Fallen Euch noch andere Gleichnisse ein, die auf die Stellung von Sohn zum Vater schließen lassen?
    Nocheinmal zurück zum Weinstock, Jesus ist ja "DER" Weinstock, nicht einer von vielen, in ihn müssen wir lt. Gleichnis eingepropft werden. Diese Einzelstellung die diese Pflanze, dieser Weinstock einnimmt, lässt mich auch an den Baum des Lebens im Paradies denken. Davon gab es ja wohl auch nur einen. Und Jesus sagt ja auch: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ist er also auch der Baum des Lebens. Oder ist seine Lehre, die Lehre, die zum Leben führt, Und NUR seine Lehre und keine andere?
    Ich bin an Euren Gedanken hierzu interessiert.
  • Es ist immer hilfreich, wenn man den Bibeltext auch miteinstellt in so einem Thema. Ich hole das hier nach.

    Rosen schrieb:

    Jesus ist darin eine vom Vater gepflanzte Pflanze,
    Wie kommst du darauf, dass Gott den Weinstock gepflanzt hat? Wo steht das im Text?

    Aus der Schlachter Übersetzung:
    Joh 15
    1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.
    2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
    3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.
    4 Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.
    5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
    6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.
    7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden.
    8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.
    9 Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibt in meiner Liebe!
    10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.
    11 Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.


    Wo steht hier konkret, dass Gott Vater den Weinstock gepflanzt hätte?

    Wir finden ja auch eine Analogie bei Jesu Tod. Hier sagt er: Ich selbst habe das Leben gegeben und mir wieder genommen.(Joh 10,18) Wenn Jesus sich selbst wieder ins Leben zurückbringen kann, warum kann er sich nicht auch selbst pflanzen als Weinstock in dem Garten?

    Ich kann ja beispielsweise einen Garten pflanzen und dann einen Gärtner anstellen, der sich um den Garten kümmert. Deshalb muss ich nicht auch gleichzeitig den Gärtner erschaffen haben!


    Rosen schrieb:

    Ich finde, man kann daraus herleiten, dass Jesus etwas substantiell anderes ist als Gott der Vater. Der Vater ist lt. Jesus der Gärtner bzw. der Besitzer des Weinberges. Und eine Pflanze und ein Gärtner sind was Verschiedenes.
    Da das, was du hier sagst so nicht im Text steht, sind die Schlußfolgerungen nicht zwingend richtig!
  • Öh, seltsam, dass sich ein Weinstock von allein pflanzt, nicht wahr??
    Der wilde Wein, der geht "von alleine" auf, aber die edlen Reben, von denen auch an anderer Stelle in der Bibel die Rede ist, die sind kein wilder Wein.
    Und dass Jesus sich selbst das Leben wieder gibt, nachdem er es freiwillig gelassen hat, das ist in der Tat eine knackige Stelle. Aber es gibt auch andere Stellen, wo es heißt, der Vater habe ihn wieder auferweckt.
    Hier zum Beispiel:
    Apg 2,24 Den hat Gott auferweckt...
    oder 1. Korinthter, 6.14: Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Macht.


    Interessant besonders:
    Joh 5,21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.


    Jesus kann also auch Tote auferwecken, wie z.B. den Lazarus, aber sich selbst? War das nicht eher der Vater?


    Wenn man natürlich als Trinitarier zu dem Schluss kommt, dass der Vater sowieso auch der Sohn ist, ist es eh egal.
    Aaber: Wenn der Mensch Jesus Tote auferweckt hat, mit Hilfe seines Vaters, dann passt es auch, dass auch Paulus den Fensterstürzler wieder aufgeweckt hat, denn auch ihm hat Gott geholfen. So könnten sogar wir Tote auferwecken mit Gottes Hilfe!!!
  • Handelt es sich bei diesen Versen um:
    1. eine Typologie?
    2. ein Gleichnis?
    3. eine Allegorie?
    4. eine Parabel?
    5. eine Beispielerzählung?
    Um welche Literaturgattung handelt es sich hier? Die Antwort auf diese Frage ist sehr wichtig, da sie direkt mit der Auslegung und der anschließenden Anwendung zusammenhängt.

    Des Weiteren sollte man den ganzen Abschnitt lesen. In der Regel wird das erzählte von Jesus selbst gedeutet. Wieso sollte man noch eine eigene Deutung hinzufügen (dürfen) ?. Reicht es nicht aus bzw. ist es nicht wichtiger, über die Auslegung Jesu zu diskutieren und welche Konsequenzen sie für mich hat - anstelle "unwichtige" Details auszuschmücken?
    Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
  • Was heißt irren? Ich meine nur, dass man prinzipiell vorsichtig sein sollte, was man aus dem, was Jesus gesagt hat, macht. Ich wäre von daher sehr vorsichtig Johannes 15,1-11 als eine Allegorie weiter zu spinnen.

    Rosen schrieb:

    Jesus ist darin eine vom Vater gepflanzte Pflanze,
    Ich finde, man kann daraus herleiten, dass Jesus etwas substantiell anderes ist als Gott der Vater. Der Vater ist lt. Jesus der Gärtner bzw. der Besitzer des Weinberges. Und eine Pflanze und ein Gärtner sind was Verschiedenes.
    Ich glaube nicht, dass dieser Gedankengang die Absicht des Autors war. Ihm ging es doch im Kern um etwas ganz anderes, oder? Wenn ich deine Auslegungsmethode konsequent auf alle Gleichnisse und Erzählungen Jesu übertragen würde - ich würde mich auf ganz vielen Nebenkriegsschauplätzen verlieren, die mit dem von Jesus eigentlich gesagten und beabsichtigen nichts zu tun haben.
    Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
  • Deshalb will ich diese Fragen ja auch auf andere Gleichnisse und andere Bibelstellen ausdehnen, ausgehend von diesem Gleichnis. Denn wenn Jesus IMMER nur solche Gleichnisse nimmt, in denen er eine andere "Natur" hat als der Vater, kann man aus allem zusammengenommen wohl doch etwas ableiten? Und wo hat sich denn Jesus dem Vater "gleichgestellt"?! Er wurde vom Vater erhöht und darf, weil der Vater es (temporär?) erlaubt, mit auf seinem Thron sitzen und herrschen, richten, schalten und walten. Aber doch nur, weil der Vater es so wünscht, nicht wahr?

    Liebe Geschwister, ich möchte nur, dass wir alle daran arbeiten, dass wir Gottes Wort richtig verstehen!
  • Dogmatische Formel?

    Bemo bemerkt es richtig: der allgemeine Kontext, die literarischen Mitteln und der allgemeine Zweck des Gesprochenen sind entscheidend bei der Auslegung. Es fällt mir permanent auf, dass die Antitrinitarier an vielen Stellen (auch hier im Eingangsbeitrag) versuchen, die Aussagen `dogmatisch` auszulegen. Hat Jesus etwa versucht, mit seinem Gleichnis eine dogmatische antitrinitarische Formel einzuführen? Ist wohl nicht so.

    Und ich finde es sogar irrelevant, ob Vater nun der Weingärtner ist oder nicht. Wenn der Vater der Weingärtner und Jesus der Weinstock ist, versinnbildet dies eine gewisse Beziehungs- und Aufgabenrelation zwischen Vater und Jesus, wobei Jesus hier nur im Kontext Seiner Erlöser-Rolle (von Seiner eigentlichen Natur erniedrigt und Mensch geworden) verstanden werden darf.
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
  • Ich halte die Beispielerzählungen und Gleichnisse Jesu für untauglich um daraus etwas "handfestes" über Jesu "himmlische" Beschaffenheit ableiten zu können - zu spekulativ. Das ist meine persönliche Meinung und die soll hier nicht die Diskussion stoppen.
    Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
  • Ja, Deine Formulierung "Jesu himmlische Beschaffenheit" über die zerbreche ich mir sehr oft den Kopf!!! Und auch da will ich nicht menschlich spekulieren sondern mich eng an die Bibel halten.
    Was können wir aus der Bibel über Jesu himmlische Beschaffenheit erfahren?
    Als er auferstanden war, also schon seinen unverweslichen Leib angezogen hat, ist er den Jüngern erschienen und hat Honig und Fisch gegessen!!
    Ist das Euer Meinung nach so, dass Jesus im Himmel ein Geist ist, und kein Essen zu sich nimmt und als er den Jüngern nach der Auferstehung erschien und gegessen hat, nocheinmal sich kurz körperlich manifestiert hat, wie er es mehrere Male tat, auch den Emmaus-Jüngern z.B. ist er ja in körperlicher Form erschienen? Oder wie versteht Ihr das? Dass alle, die Jesus nach der Auferstehung gesehen haben, "nur" eine Vison hatten? Wie passt dann dazu, dass Thomas Jesus angefasst und gespürt, seine Wunde ertastet hat? Falls das jemand für eine Vision hält, sollten wir mal darüber reden, was eigentlich eine Vision ist.

    Gibt es hier schon irgendwo ein Thema, wo Bibelstellen über Jesu himmlische Beschaffenheit (und auch über die (spätere) Beschaffenheit auferstandener Menschen) gesammelt und besprochen sind?

    Ich habe den Eindruck, hier bei dem von mir gestarteten Thema geht es ja um die Stellung auch des auferstandenen Sohnes zum Vater. Und da Jesus sagt; Verherrliche mich wieder mit der Herrlichkeit, die ich bei Dir hatte, scheint also die Natur des auferstandenen Jesus die gleiche zu sein, wie die, die er hatte, bevor er als Mensch hier wirkte. Und wenn er der Erstling der Auferstandenen ist und sich bei seiner Auferstehung gleich noch eine Reihe von Gräbern geöffnet haben, dann gibt es ja jetzt schon nach Jesus andere ebenfalls Auferstandene. Welcher Natur sind den sie? In welchem Verhältnis stehen sie zum Vater?

    Liebe Mods, ich habe den Eindruck dass mein Thema besser in eine andere Rubrik gehören würde, Wollt Ihr das Thema vielleicht verschieben in die Rubrik: "Gott Vater, Jesus Christus und Heiliger Geist/Allgemeine Themen"?


    Mir ist es egal, wo es steht, Hauptsache Ihr verschiebt es nicht in den OT-Bereich, wo keiner mehr drankommt! Dazu ist es zuwichtig!
  • Rosen schrieb:

    Und dass Jesus sich selbst das Leben wieder gibt, nachdem er es freiwillig gelassen hat, das ist in der Tat eine knackige Stelle. Aber es gibt auch andere Stellen, wo es heißt, der Vater habe ihn wieder auferweckt.
    Hier zum Beispiel:
    Apg 2,24 Den hat Gott auferweckt...
    oder 1. Korinthter, 6.14: Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Macht.
    Da ja Jesus Gott IST, kann er sich auch selbst auferwecken ;) bzw. das Leben sich wieder zurück nehmen, nachdem er es gegeben hat, so wie er es !SELBST! sagt. Aber passt schon...


    Rosen schrieb:

    Öh, seltsam, dass sich ein Weinstock von allein pflanzt, nicht wahr??
    Ja, seltsam, dass da NICHT steht, dass Gott den Weinstock gepflanzt hat. Eisegese!

    Irgendwie fühle ich mich von dem Gleichnis gepflanzt, wenn man es so auf Einzelteile, die zur wichtigen Aussage des Gleichnisses genau gar nichts beitragen, zerlegt.
  • Was sind das nur für Auffassungen!?
    Da wird ernsthaft behauptet,

    Jesus habe sich als Gott selber von den Toten auferweckt;

    Nichttrinitarier würden dogmatisch argumentieren;

    Gleichnisse wie das vom Weinstock würden falsch verstanden, wenn mn daraus den Schhluss von Rangabstufungen ziehe.


    Hier wird die Bibel ganz neu geschrieben.
  • hnitschke schrieb:

    Hier wird die Bibel ganz neu geschrieben
    Vielleicht wird sie auch nur ausgelegt, ohne aus einem Gleichnis eine Allegorie abzuleiten.

    Es geht doch im Gleichnis in keiner Weise um das Verhältnis Vater / Sohn, sondern um ein Bild für die Verbindung, die Gläubige zu Jesus haben sollen. Und wie gesagt: ein BILD, wie auch das Bild: "Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst."
    Liebe Grüße, Heimo
  • Wir können Jesus Gleichnisse nicht nur da akzeptieren, wo es uns passt, sondern in allen Punkten, auch dort, wo es nicht zu unserer Überzeugung passt.
    Wenn Jesus in Joh 15,1 sagt, er sei der Weinstock und sein Vater der Gärtner des Weinstockes, dann will er damit m.E. keinesfalls nur auf die Reben zu sprechen kommen, sonst hätte er sich den Hinweis auf den Vater ja ersparen können. So aber beginnt er mit dem, was ihm als Grund für fast seine gesamte Botschaft am wichtigten ist: er ist der Weinstock, aber ein Anderer, ein noch Größerer, hat es in der Macht, ihn zu pflanzen. Rosen hat das m.E. richtig gesehen
    LG Hajo
  • Jesus ist mit dem Vater Wesensgleich (=Gott!) / Jesus hatte keine andere Natur als der Vater!

    Rosen schrieb:

    Ich finde, man kann daraus herleiten, dass Jesus etwas substantiell anderes ist als Gott der Vater. Der Vater ist lt. Jesus der Gärtner bzw. der Besitzer des Weinberges. Und eine Pflanze und ein Gärtner sind was Verschiedenes.

    Nunja, mag sein, dass meine Schlussfolgerung unzutreffend ist, weil eben jeder Vergleich hinkt und ein Gleichnis immer nur ein Gleichnis ist, mit dem etwas Bestimmtes ausgesagt werden soll, etwas anderes aber nicht.

    Diese Einzelstellung die diese Pflanze, dieser Weinstock einnimmt, lässt mich auch an den Baum des Lebens im Paradies denken. Davon gab es ja wohl auch nur einen. Und Jesus sagt ja auch: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ist er also auch der Baum des Lebens. Oder ist seine Lehre, die Lehre, die zum Leben führt, Und NUR seine Lehre und keine andere?

    Ich bin an Euren Gedanken hierzu interessiert.
    Nein, Jesus ist substanziell nichts anderes als Gott der Vater! Jesus ist mit dem Vater Wesensgleich (=Gott!) Jedenfalls in seiner vorweltlichen Präexistenz. Auf Erden war er ja "wahrer Mensch .. u n d .. wahrer Gott" zugleich!

    Ja, Deine Schlussfolgerung ist unzutreffend!

    Man könnte durchaus Jesus symbolisch als »den Baum des Lebens« bezeichnen, wegen Joh.14,6! Und klar ist Jesus Lehre auch die einzigste Lehre, die zum (ewigen) Leben führt!

    Rosen schrieb:

    Deshalb will ich diese Fragen ja auch auf andere Gleichnisse und andere Bibelstellen ausdehnen, ausgehend von diesem Gleichnis. Denn wenn Jesus IMMER nur solche Gleichnisse nimmt, in denen er eine andere "Natur" hat als der Vater, kann man aus allem zusammengenommen wohl doch etwas ableiten? Und wo hat sich denn Jesus dem Vater "gleichgestellt"?! Er wurde vom Vater erhöht und darf, weil der Vater es (temporär?) erlaubt, mit auf seinem Thron sitzen und herrschen, richten, schalten und walten. Aber doch nur, weil der Vater es so wünscht, nicht wahr?

    Liebe Geschwister, ich möchte nur, dass wir alle daran arbeiten, dass wir Gottes Wort richtig verstehen!
    Jesus hatte keine andere Natur (also die göttliche Natur ---> siehe Phil.2,6!) als der Vater, sondern die gleiche! ----> siehe bereits oben!
    Und wo hat sich denn Jesus dem Vater "gleichgestellt"?! Wo? Z.B. in Johannes 8,58:

    Bibelstelle

    Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.
    und auch in Johannes 14,9:

    Bibelstelle

    Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater. Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

  • Verschobener Beitrag ist hier wieder lesbar!

    Rosen schrieb:

    Öh, seltsam, dass sich ein Weinstock von allein pflanzt, nicht wahr??
    Der wilde Wein, der geht "von alleine" auf, aber die edlen Reben, von denen auch an anderer Stelle in der Bibel die Rede ist, die sind kein wilder Wein.
    Und dass Jesus sich selbst das Leben wieder gibt, nachdem er es freiwillig gelassen hat, das ist in der Tat eine knackige Stelle. Aber es gibt auch andere Stellen, wo es heißt, der Vater habe ihn wieder auferweckt.
    Hier zum Beispiel:
    Apg 2,24 Den hat Gott auferweckt...
    oder 1. Korinthter, 6.14: Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Macht.


    Interessant besonders:
    Joh 5,21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.


    Jesus kann also auch Tote auferwecken, wie z.B. den Lazarus, aber sich selbst? War das nicht eher der Vater?


    Wenn man natürlich als Trinitarier zu dem Schluss kommt, dass der Vater sowieso auch der Sohn ist, ist es eh egal.
    Aaber: Wenn der Mensch Jesus Tote auferweckt hat, mit Hilfe seines Vaters, dann passt es auch, dass auch Paulus den Fensterstürzler wieder aufgeweckt hat, denn auch ihm hat Gott geholfen. So könnten sogar wir Tote auferwecken mit Gottes Hilfe!!!

    Norbert Chmelar schrieb:

    Rosen schrieb:

    Aber es gibt auch andere Stellen, wo es heißt, der Vater habe ihn wieder auferweckt.

    Hier zum Beispiel:
    Apg 2,24 Den hat Gott auferweckt...
    oder 1. Korinthter, 6.14: Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Macht.


    Interessant besonders:
    Joh 5,21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.


    Jesus kann also auch Tote auferwecken, wie z.B. den Lazarus, aber sich selbst? War das nicht eher der Vater?


    Wenn man natürlich als Trinitarier zu dem Schluss kommt, dass der Vater sowieso auch der Sohn ist, ist es eh egal.


    Aber: Wenn der Mensch Jesus Tote auferweckt hat, mit Hilfe seines Vaters, dann passt es auch, dass auch Paulus den Fensterstürzler wieder aufgeweckt hat, denn auch ihm hat Gott geholfen. So könnten sogar wir Tote auferwecken mit Gottes Hilfe!!!
    Also der heutige Mensch kann keine Toten mehr auferwecken! Nach Jesu Auferstehung, welche sowohl Auferweckung (durch Gott, Vater und mit der Hilfe des Heiligen Geistes!) als auch Auferstehung (weil IHN - der selbst JHWH = EWIG ist - der Tod nicht festhalten konnte!) zugleich war(!!!), gab es nur noch 2 Auferweckungen, welche uns im NT berichtet werden, die eine der Lydia von Petrus(Apg.9,37-42) und die andere des Eutychus von Paulus (Apg.20,9-12), der bei der (zu) langen Predigt des Paulus eingeschlafen war und aus dem 3. Stock zu Tode gestürzt war! Diese Totenauferweckungen in der Kraft des dreieinigen Gottes sind getan worden, damit die Menschen glauben! (---> siehe Apg.9, 42: („Und das [= das Wunder der Totenauferweckung!] wurde in ganz Joppe bekannt und viele kamen zum Glauben an den Herrn.") ---> Joh.5,21 ist auch ein Argument für die Dreieinheit Gottes! ---> Denn der Vater macht lebendig, der Sohn macht lebendig und auch der Heilige Geist (---> siehe: Joh 6,63)
    Bei der Auferstehung haben alle drei göttlichen Personen zusammengewirkt! Der Vater rief seinen Sohn wieder zum Leben, der Heilige Geist half ihm auf und Jesus selbst ist in der Kraft des EWIGEN JHWH, der ER selber war, auferstanden!

    Da sowohl der Vater Tote auferweckt, der Sohn Tote auferweckt, als auch der Heilige Geist Tote auferweckt, sieht man hierin eindeutig die gemeinsame Wirkung der göttlichen Dreieinigkeit! Nur ein Gott kann Tote auferwecken! (Bei Paulus und Petrus, war es letztendlich auch der ALLMÄCHTIGE Gott, der die Lydia und den Eutychus auferweckt haben, ohne göttliche Hilfe hätten sie es nicht können, genauso wie im AT Elijah und Elisa je einen Toten auferweckt haben!)

    Der Unterschied zwischen Auferweckung (bei Lydia und Eutychus) und Auferstehung (bei Jesus) ist der, dass bei der Auferweckung, Lydia und Eutychus Jahrzehnte später wieder gestorben sind, dass aber bei einer Auferstehung diese Person nie mehr wieder wird sterben müssen , weil er nie mehr sterben kann! ---> Und deshalb ist Jesus Christus auch für uns der Erstling derjenigen geworden, die wie ER bei seiner Wiederkunft auch auferstehen werden und nie mehr sterben werden! Und so hoffen wir mit "unserer himmlischen Behausung" überkleidet zu werden (---> 2Kor 5,2.4) , bei der Entrückung, die wohl sehr, sehr bald stattfinden wird! Maranatha! Herr Jesus komme bald!
    Mein Beitrag wurde in einen anderen Thread verschoben! Deshalb habe ich ihn hier nochmals gebracht!
    NCH.
  • Rosen schrieb:

    Deshalb will ich diese Fragen ja auch auf andere Gleichnisse und andere Bibelstellen ausdehnen, ausgehend von diesem Gleichnis. Denn wenn Jesus IMMER nur solche Gleichnisse nimmt, in denen er eine andere "Natur" hat als der Vater, kann man aus allem zusammengenommen wohl doch etwas ableiten? Und wo hat sich denn Jesus dem Vater "gleichgestellt"?! Er wurde vom Vater erhöht und darf, weil der Vater es (temporär?) erlaubt, mit auf seinem Thron sitzen und herrschen, richten, schalten und walten. Aber doch nur, weil der Vater es so wünscht, nicht wahr?

    Liebe Geschwister, ich möchte nur, dass wir alle daran arbeiten, dass wir Gottes Wort richtig verstehen!
    Also ich lese aus dem was Jesus lehrte auch nirgends eine Gleichstellung Jesus mit dem Vater im Himmel. Eigentlich sprach er von sich oft als Gesandter seines Vaters im Himmel.Der mich gesandt hat, oder seine Lehren seien nicht von ihm selber, sondern von dem der ihn gesandt habe.. Er sah sich doch klar als Wortverkünder des allein wahren Gottes, dessen Willen zu verbreiten seine irdische Aufgabe war um auch anderen Interessierten eine innige Gottverbundenheit zu ermöglichen, EINS zu werden mit ihm.

    Und gegenüber dem reichen Jüngling, der in guter Meister nennt, besteht Jesus gar darauf, dass niemand ausser Gott gut sei.

    Gottes Wort richtig verstehen kann man eigentlich nur, wenn man anerkennt, wie auch Jesus Nachfolger seinerzeit, dass die vertrauenswürdigsten Worte Gottes von Jesus Christus gelehrt wurden.



    Matthäus schrieb:

    Er aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Matthäus 19.17
    Gesegnete Grüsse renato23
  • Lieber Hajo, es geht hier um die Stellung Jesus zu dem einen, wahrhaftigen Gott, den er Vater im Himmel nennt.

    Jesus möchte meines Erachtens nicht dass seine Person in den Mittelpunkt gestellt wird, sondern dass jenes, was er im Auftrag dessen überall lehrte und anordnete, der sich eine ebensolche innige Beziehung mit allen Menschen wünschte, wie er insbesondere schon mit seinem Sohn hatte.

    Und deshalb heisst es vom Himmel herab: Dies ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.....oder auch bei der Verklärung Jesus, nachdem Moses und Eljas Erscheinung weg ist heisst es doch vom Himmel DIES ist mein geliebter Sohn, auf IHN sollt IHR hören (und nicht auf alle 3)

    Jesus bezeichnet sich oft als GESANDTEN GOTTES,, bemerkte auch, dass Jesus Lehren nicht seine eigenen sind sondern dessen der ihn gesandt hat sind. Somit bekennt er sich ja als eigentliches Sprachroher Gottes, der ihn seinen Willen verbreiten lässt (und auch wie dessen Vergebungsmethoden ohne Blutvergiessen lauten) und gar aufzeigt, wodurch jedermann selber am Evangelium seines Reiches mitarbeiten, seinen ureigenen Teil dazu beitragen kann, eine künftige dauerhaft Gottbeziehung eingehen kann.

    Darum lehrte Jesus ja, er sei gekommen , einerseits die Wahrheit über unseren Schöpfer aufzuzeigen und die Sünder zum Umkehr zu rufen (motivieren, bewegen) Denn im Reich Gottes herrschen Frieden und Liebe und weitere Früchte des Geistes.


    hnitschke schrieb:

    Lieber Renato,
    ich stimme dir natürlich grundsätzlich zu und weiß, wie du es meinst,, aber in Matth 19, 17 heißt es bei mir (Luther 2017)
    17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur der Eine
    LG Hajo