Ägypten: Imam ruft über Lautsprecher Hilfe für brennende Kirche

    • Ägypten: Imam ruft über Lautsprecher Hilfe für brennende Kirche

      Imam ruft über Lautsprecher Hilfe für brennende Kirche


      Deutsche Welle






      In Ägypten hat sich ein Beispiel für interreligiöse Hilfsbereitschaft abgespielt: Ohne den Hilferuf des Imams einer nahegelegenen Moschee wäre die koptisch-orthodoxe Kirche vermutlich ein Raub der Flammen geworden.
      Offenbar war in der Nacht zu diesem Montag ein Baugerüst an der koptisch-orthodoxen Anba Makar in Shubra al-Khaimah im Norden von Kairo in Brand geraten. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Fides zufolge wird als Unglücksursache ein Kurzschluss in der elektrischen Anlage des Gotteshauses vermutet, das momentan wegen Umbauarbeiten eingerüstet ist.
      Der Imam der nahegelegenen Moschee, Scheich el-Jamea, setzte daraufhin einen Hilferuf über die Lautsprecher ab, mit denen er sonst seine Gläubigen zum Gebet ruft. Unter den ersten Helfern waren demnach viele junge Muslime, die sich zum abendlichen Fastenbrechen im Fastenmonat Ramadan versammelt hatten. Einheiten des örtlichen Zivilschutzes löschten die Flammen später komplett.
      Der koptisch-orthodoxe Bischof Morcos von Shubra al-Khaymah bedankte sich offiziell bei dem Imam für dessen rasches Handeln und würdigte es als Zeichen eines spontanen und konkreten Bemühens um ein friedliches Zusammenleben.

      Imam ruft über Lautsprecher Hilfe für brennende Kirche | Aktuell Afrika | DW | 12.06.2018

      :thumbsup:
      Korrigiere mein Deutsch, bitte ^^
    • Ein weiteres Beispiel (aus dem www):



      Montag, 21. Dezember 2015

      Buspassagiere vereiteln BlutbadMuslime schützen Christen bei Überfall
      Eine mutige Aktion verhindert in Kenia ein größeres Blutbad: Bei einem Überfall auf einen Bus durch Terroristen weigern sich die muslimischen Passagiere, ihre Religion preiszugeben. Dadurch retten sie ihre christlichen Mitreisenden. Tote gibt es dennoch.
      In Kenia hat sich eine Gruppe von muslimischen Bus-Passagieren bei einem Überfall von Islamisten schützend vor Christen gestellt. Das berichteten Augenzeugen und lokale Offizielle dem britischen Sender BBC. Bei dem Angriff kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Mutmaßlich steckt die somalische Al-Schabaab Miliz hinter der Attacke am frühen Morgen.
      Der Bus war dem Bericht zufolge mit rund 50 Passagieren auf dem Weg von der Hauptstadt Nairobi nach Mandera, als Islamisten das Fahrzeug stoppten. Die bewaffneten Männer hätten die Passagiere aufgefordert, sich in Gruppen aufzuteilen, um Muslime von Nicht-Muslimen unterscheiden zu können. Dies hätten die muslimischen Passagiere verweigert. Ein lokaler Offizieller sagte, sie hätten den Extremisten gesagt, sie müssten sie "entweder alle zusammen töten oder sie in Ruhe lassen".
      Die mutige Aktion der Busreisenden zeigte Wirkung: Wie Manderas Gouverneur einer kenianischen Zeitung sagte, hätten die Angreifer daraufhin beschlossen, die Gruppe in Frieden zu lassen. Dennoch starben zwei Menschen. Einer von ihnen wurde dem Bericht zufolge erschossen, als er versuchte, vor den Islamisten zu fliehen. Über den Tod des anderen sind keine Details bekannt. Drei weitere Menschen wurden verletzt, darunter der Busfahrer.