Johannes 17,3: Der allein wahre Gott

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Seele1986 schrieb:

      im Hebräischen sind diese beiden Welten - die geistliche und die leibliche - in der Sprache bereits verbunden.
      Wenn sich diese Verbundenheiten in der Sprache äußern, ist es dann nicht umso unpassender aus dem Geist Gottes eine dritte Person zu machen?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Joh. 17:3. "monos" ist hebräisch gedacht, wie das johanneische "henos".

      Also: EINIG/ZUSAMMEN, wie im "Schma' Jisrael..."

      Drei sind Schöpfer (Gen. 1:2.-4. "Elohim"):

      Der allgegenwärtige Gott-Geist,
      das allmächtige Wort (später inkarniert in Jesus),
      der allwissende/allsehende "Vater".

      Die "Weisheit" in Sprüche 8 ist das Geschöpf des "ersten Tages", vor allen anderen Werken.
      Weisheit=Licht/Erkenntnis.
    • Pfingstrosen schrieb:

      Wenn sich diese Verbundenheiten in der Sprache äußern, ist es dann nicht umso unpassender aus dem Geist Gottes eine dritte Person zu machen?
      Das wäre EinfachBiblisch!´s Frage nach den Kriterien von "Personalität":

      Ich weiß nicht, was "Person/ Personalität" in Bezug auf Gott bedeutet; das klärt hier auch keiner.
      Die Person Gottes wird uns durch die Beziehung wahrhaftig, nicht durch seine "Strukturbestimmung" oder dergleichen.
      Er ist uns ein Gegenüber. Und das wird doch niemals deutlicher als durch einen Menschen, der den Menschen begegnet ist, wie Jesus dies tat.

      Damals, als das Dogma verfasst wurde, hat man den Begriff "Person" benutzt. Das bleibt unvollkommen gegenüber Gott.
      Es bleibt aber alles unvollkommen gegenüber Gott, von daher ist das gar nicht der Punkt.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Er ist uns ein Gegenüber. Und das wird doch niemals deutlicher als durch einen Menschen, der den Menschen begegnet ist, wie Jesus dies tat.
      Aber heute, im Jetzt, begegnet mir kein "Jesus"...es ist doch ein Bild, Informationen und im Zusammenwirken Geist. Die Stimme, die uns sagt, was wir zu tun hben, die kommt im Geist...Geist zu Geist und wir wissen...das ist Gott....wer sonst soll es sein. Es sind nicht mehrere Stimmen( das wär dann wohl ein Fall für den Dr.Bonelli;.)
      Es begegnet uns nur einer, oder?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Bemo schrieb:

      Die Bibel kann nicht (nur) wie ein Protokoll, ein Tafelwerk, eine mathematische Herleitung oder Programmiercode gelesen werden - die Bibel ist Literatur mit all ihren mehrdeutigen (!) literarischen Stilmitteln.
      Die Bibel zeigt die Vielfalt des menschlichen Geistes, sich auszudrücken. Darin aber ist die Liebe Gottes eingebettet. Es ist immer ein Zeugnis, wie viele Menschen Gottes Liebe zu bezeugen und uns diesen liebenden Vater mit Worten darstellen, wie er schon im Paradies dem nackten Menschen seine Blöße zugedeckt hat.
      Er setzt alle seine Kraft ein und ist sich nicht zu schade auch seinen lieben Sohn für unsere Rettung zu opfern.
      Kein Kind würde so ein wertvolles Geschenk ablehnen.
      Wir Menschen diskuttieren darüber wer etwas schenken darf und ab es das richtige Geschenk ist...wie töricht.
    • Pfingstrosen schrieb:

      Aber heute, im Jetzt, begegnet mir kein "Jesus".
      Im Geiste, den er uns gesandt hat, begegnet er uns ja. Das ist die Erkenntnis Gottes.

      Pfingstrosen schrieb:

      Es sind nicht mehrere Stimmen( das wär dann wohl ein Fall für den Dr.Bonelli;.)
      Der Dr. Bonelli soll sich mal um seine eigenen Stimmen kümmern.

      Pfingstrosen schrieb:

      Es begegnet uns nur einer, oder?
      Ja, Gott. In Vater, Sohn und Geist.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)

      Beitrag von Sonnenschein ()

      Dieser Beitrag wurde von HeimoW aus folgendem Grund gelöscht: erledigt ().

      Beitrag von Norbert Chmelar ()

      Dieser Beitrag wurde von HeimoW aus folgendem Grund gelöscht: erledigt ().
    • hnitschke schrieb:

      Dieser noch so gut gemeinten Gedankenflut halte ich nur eins entgegen: Joh 17,3 und 1. Kor 8,6 SIND NICHT INTERPRTIERBAR
      Doch selbstverständlich sind auch diese beiden - für Arianer in Stein gemeißelten - Bibelstellen! - interpretierbar! ----> siehe z.B. hier: ------->
      Der Heilige Geist
    • Seele1986 schrieb:

      Genau, sondern aus seiner Verbindung mit dem Vater.
      Der Sohn ist mit dem Vater nicht einfach verbunden, sondern stets dem Vater mit Wort und Tat untergeordnet, welches der Vater ihm beises vorgibt. Deswegen ist der Vater auch stets größer als der Sohn, selbst wenn jemand im Glauben ganz eins ist mit Sohn und Vater wird wie Jesus. Das ist johanneische Theologie. Das ist mit der Verbindung von Vater und Sohn gemeint.
    • Heidrich schrieb:

      Gottes Frieden mit Dir, lieber @hnitschke,

      "den allein wahren Gott" (Jo 17,3) kann "wörtlich" genommen und monotheistisch gedeutet oder als Hyperbel (sprachliche Übertreibung bzw. Hervorhebung/Betonung) gesehen werden, d. h. tiefe Respekterweisung seinem Vater gegenüber, auch wenn Jesus erhöht wird.
      Lieber Hnitschke, das ist eine der besten Antworten auf diesen Text! Trotzdem macht er deutlich die besten Erklärungen ersetzen nicht den GLAUBEN/Vertrauen zu Jesus als unseren HEILAND!

      Es ist jämerlich zu sehen, wie Du,der Du Sachlichkeit und Argumente erwartest so reagierst....

      hnitschke schrieb:

      Dieser noch so gut gemeinten Gedankenflut halte ich nur eins entgegen: Joh 17,3 und 1. Kor 8,6 SIND NICHT INTERPRTIERBAR
      Und für Hanan: Mein Sohn hat mein Wesen (was ich nicht verallgmeinern möchte) bzw. ist mir darin gleich, und bleibt totzdem er selber.
      Heidrich hätte mehr erwarten dürfen für seine Mühe!

      Ich bin dankbar für diese hervorragende Ausarbeitung ...was es für Dich bedeutet da kommen mir paar Sprüche.....unter anderen
      Matth.7
      6 Ihr sollt das Heiligtum (Jesus ) nicht den Hunden geben, und eure Perlen nicht vor die Säue werfen,
      auf daß sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen.
    • Heidrich schrieb:

      "den allein wahren Gott" (Jo 17,3) kann "wörtlich" genommen und monotheistisch gedeutet oder als Hyperbel (sprachliche Übertreibung bzw. Hervorhebung/Betonung) gesehen werden, d. h. tiefe Respekterweisung seinem Vater gegenüber, auch wenn Jesus erhöht wird.
      Hallo Gerald, vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Ihr Argument oder Deutungsangebot jedoch ist mehr als abenteuerlich. Eine klassische Hyperbel im NT wäre Lk 14,26, Joh 4,39 oder Mk 9,26 und Mt 5,29, aber sicherlich keine Aussage, die das Wesen Gottes beschreibt und in Bibel und jüdischer Geschichte tausendfach dokumentiert und zementiert ist. Der Hörer der Worte Jesu wusste diesen Ausspruch wörtlich zu verstehen, weil der Ein-Gott-Glaube im Judentum fest verankert ist. Dass dies nicht in Ihr Paradigma passt, ist offensichtlich.

      Heidrich schrieb:

      Fazit: "erkennen" auf (intellektuell) wahrnehmen und verstehen zu reduzieren wird weder der Sprache noch dem Inhalt von Jo 17 gerecht, weshalb der Literalismus bei "erkennen" unangebracht ist.
      Das ist esoterischer Unsinn zum einen, und schwarze Rhetorik zum anderen. Verlassen Sie mal Ihre nebulöse Metaebene und denken Sie Ihr Fazit doch mal konsequent zu Ende, denn damit lässt sich jede, wirklich jede Aussage in der Bibel aushebeln oder relativieren. Sie tun sich damit keinen Gefallen. Verzeihen Sie, dass ich so direkt werden musste. Ich wünsche Ihnen dennoch einen gesegneten Tag.
    • Neu

      Einfach biblisch! schrieb:

      denn damit lässt sich jede, wirklich jede Aussage in der Bibel aushebeln oder relativieren
      Was Heidrich ansprach war die Vermittlung von einer Sprache in die andere; das betraf auch seine Anfrage zum Nachdenken, ob das Hebräische überhaupt so klar ins Griechische übertragen werden kann.
      Denn die "Metaebene" hat das Hebräische selbst in sich.

      Es gibt einen reformatorischen Grundsatz, der beim Lesen der Schrift helfen sollte: das sogenannte "Sola Scriptura".
      Damit war nie gemeint, die Bibel von A-Z wort-wörtlich (literalistisch) zu lesen, sondern
      - eine Parabel als Parabel
      - ein Gleichnis als Gleichnis, Metapher als Metapher, usw.
      - Historie als Historie
      - Narrativ als Narrativ, usw.

      Deshalb funktioniert es beispielsweise exegetisch auch nicht, wie manche liberale Theologen das möchten, dass man Jesus und seine Auferstehung als "Metapher" liest; man kommt dann mit den Texten nicht zurande, sie geben das nicht her.
      Ebenso funktioniert es nicht, die Genesis als naturwissenschaftlichen Tatsachenbericht zu lesen; der Text gibt es nicht her;
      oder die Offenbarung als historische, nahtlose Chronologie von 30 n. Chr. bis XY; der Text gibt es nicht her;

      Daher lässt sich nicht "einfach alles aushebeln und relativieren", wenn man gewisse Kriterien beachtet, die eigentlich beim Lesen selbst von selbst schon klar werden.
      Die Bibel ist eine Sammlung ganz unterschiedlicher Textgattungen;
      man kann die Parabel wörtlich nehmen, aber als Parabel. Das bedeutet nicht "das ist ein Märchen"; eine Parabel ist trotzdem Wahrheit, auch wenn es eine Parabel ist.

      Was Jesu Wesen und Natur angeht, so soll dort ganz offensichtlich kein "Sinnbild" vermittelt werden (ein "ideeller Christus", oder sowas), sondern da wollen die Autoren etwas über seine Existenz sagen.
      Mitnichten sagen sie, Jesus sei unser Sinnbild eines Gottessohnes.

      Dass wir ebenso Söhne und Töchter Gottes sind, ist nicht unser Verdienst und Anrecht unserer Leistung, sondern seine Liebe:
      "Denn er schämte sich nicht, uns Brüder zu nennen", heißt es im Hebräerbrief.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)