Spaltungen und Einheit in der Adventgemeinde

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    • Wenn es um Spaltungen geht, gibt es wohl so viele Gründe wie Menschen.
      Eigentlich hält eine Gemeinde besser, wenn sie nicht durch pure Evangeliumsverkündigung, sondern durch Freundschaften gegründet wird. Also ich meine jetzt nicht ohne Evangelium, aber von unter her, nicht von oben....durch Verbindungen und Freundschaft.

      Das kann einfach unterschiedliche Denkansätze besser verkraften und entspricht der Apostelgeschichte .

      Gott tat Menschen dazu, als sie sich gemeinsam Gott unterordneten und auf sein TUN warteten, oder?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Hallo

      Für die Stellung Daniels und die seiner drei Freunde am babylonischen Hof haben wir nur den Bericht der Bibel im Buch Daniel. Dann wird uns darüber hinaus nur noch gesagt, dass Daniel zu denen gehört, die für sich selbst vor Gott stehen können. Sonst nichts.

      Vor einiger Zeit hat man bei Ausgrabungen zufällig auch eine Liste der königlichen Hofbeamten, hohen wie niedrigen, aus der Zeit um 560 /570 v. Chr. gefunden. Erstaunt waren die Archäologen, dass weder die hebräischen noch die babylonischen Namen dieser jüdischen Männer dort vor kamen.. Warum das so ist ? Darüber rätselt man bis heute.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • benSalomo schrieb:

      Vor einiger Zeit hat man bei Ausgrabungen zufällig auch eine Liste der königlichen Hofbeamten, hohen wie niedrigen, aus der Zeit um 560 /570 v. Chr. gefunden. Erstaunt waren die Archäologen, dass weder die hebräischen noch die babylonischen Namen dieser jüdischen Männer dort vor kamen.. Warum das so ist ? Darüber rätselt man bis heute.

      Darüber kann man in der Tat rätseln. Von Dir hätte ich so einen historisch-kritischen Ansatz allerdings nicht erwartet. ?(

      Wikipedia z.B. erklärt das Buch Daniel so:
      "
      Das Buch entstand während der akuten Verfolgung des Judentums durch den Seleukiden Antiochos IV. (167–164 v. Chr.). Die Visionen (Dan 7–12) kündigen dessen Untergang, den Beginn der Endzeit und die Auferstehung der gerechten Juden an. Ihre Autoren aus dem Umfeld der aufständischen Makkabäer verknüpften diese Texte mit älteren Legenden über einen weisen und gerechten Traumdeuter der Exilzeit (Dan 1–6). Daniel gilt als fiktives Vorbild eines auch in lebensbedrohlicher Verfolgung toratreuen Juden.
      "
    • Beweise dafür, dass Daniel 536 v.Chr. geschrieben wurde und keine Fälschung der Makkabäerzeit von 165 v.Chr. war!

      Babylonier schrieb:

      Wikipedia z.B. erklärt das Buch Daniel so:
      "
      Das Buch entstand während der akuten Verfolgung des Judentums durch den Seleukiden Antiochos IV. (167–164 v. Chr.). Die Visionen (Dan 7–12) kündigen dessen Untergang, den Beginn der Endzeit und die Auferstehung der gerechten Juden an. Ihre Autoren aus dem Umfeld der aufständischen Makkabäer verknüpften diese Texte mit älteren Legenden über einen weisen und gerechten Traumdeuter der Exilzeit (Dan 1–6). Daniel gilt als fiktives Vorbild eines auch in lebensbedrohlicher Verfolgung toratreuen Juden.
      "
      Dass das Buch Daniel erst im 2. Jahrhundert vor Christus als Fälschung entstanden sein soll, ist eine gemeine Lüge der antichristlichen Historisch-kritischen-Methode! Schon der Neuplatoniker Porphyrius hatte das um 300 n.Chr. vertreten!
      Leider ist auch Joseph Ratzinger auf diese These hereingefallen und zitierte sie in seinem Jesus - Buch!
      Mit dieser schlimmen These wollte man die detaillierten Prophezeiungen in Daniel 11 (manche sprechen von bis zu 100 Prophezeiungen, die hier vorkommen!) die auf die Zeit der Diadochen - auf Seleuziden und Ptolemäer - Reiche hinwiesen, zu Fall bringen. Daher behauptete man, dass Daniel so um 165 v.Chr. geschrieben worden sei, da alle Vorkommnisse in Dan.11 vor oder zu dieser Zeit stattgefunden hätten. Dass es aber tatsächliche göttliche Prophetie ca. 400 Jahre vorher geschrieben war, ist, das durfte man - weil es den Glauben an die Inspiriertheit der Bibel bewiesen hätte - natürlich nicht glauben!

      Wer die Wahrheit darüber wissen will, dass das Buch um ca. 535 v.Chr. verfasst wurde, dem empfehle ich dazu zwei Taschenbücher:
      1. Roger Liebi : Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel, CLV, Bielefeld, 8. überarbeitete Auflage 2009, 128 Seiten; hier: insb. die Seiten 14-44 im 1. Kapitel - Die Echtheit des Buches Daniel. Hier weist Liebi anhand von gefunden Keilschriftstafeln aus dem 6. Jahrhundert v.Chr. nach, dass z.B. Belsazar als Mitregent Nabonids bezeichnet wird. Und Darius der Meder wird historisch mit dem mächtigen Gubaru, Satthalter von Babylon gleichgesetzt. Auch die Aufnahme des Buches in den Kanon des AT spricht laut Liebi gegen eine Fälschung! Wäre es eine Fälschung gewesen, "so wäre dieses Buch nie und nimmer in den Kanon aufgenommen worden.", schreibt Liebi auf S. 36. Auch wurde Alexander dem Großen um 330 v.Chr. bei seinem Besuch in Jerusalem das Buch Daniel gezeigt und er hatte sich darin selbst prophetisch beschrieben gesehen (Quelle: Josephus Flavius(37-100 n.Chr.)in »Antiquitates Judaicae«!) Liebi zieht auf Seite 44 folgendes Fazit: "Alle Angriffe der Bibelkritik auf das Buch Daniel sind fehlgeschlagen! Die zur Verfügung stehenden historischen, archäologischen und sprachwissenschaftlichen Informationen weisen eindeutig darauf hin, dass das Buch des Propheten Daniel echt ist und somit entsprechend seinen eigenen Angaben aus dem 6. Jh. v.Chr. stammt." [ Also die Zeit von 606 - 536 v. Chr. - Daniel wurde vermutlich sehr alt(vermutlich 95 Jahre alt) und lebte ca. von 620 - 525 v.Chr.!]
      2. Die Prophezeiung Daniels - Achte darauf! - Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft, Selters/Taunus, 1999, 320 Seiten; hier: insb. die Seiten 12-29 im 2. Kapitel - Das Buch Daniel unter Anklage. Auch diese Schrift erwähnt wie Liebi den Kritiker Porphyrios, den ausgegrabenen Fund in den Ruinen von Ur aus dem Jahre 1854, wo man einen Tonzylinder mit dem Namen »Bel-sar-ussur« (=Belsazar!) fand. Und auch dass Darius der Meder jener Gubaru sei, kommt hier vor.(S.18). Archäologen haben einen Brief gefunden, in welchem die Bestrafung mit dem Feuerofen erwähnt wird; diesen Bericht haben Kritiker immer als Legende betrachtet. Für die Meder und Perser war dagegen aber Feuer heilig, sodass sie zu einer anderen Bestrafung ("Löwengrube") kamen! Erwähnt wird hier auch die Sache mit Alexander dem Großen und von bedeutenden Qumran - Funden, wovon das älteste in das späte 2. Jahrhundert v.Chr. datiert wurde. Das Buch zitiert The Zondervan Pictorial Encyclopedia of the Bibel: "Eine Datierung des Buches Daniel in die Makkabäerzeit muss jetzt allein schon deshalb aufgegeben werden, weil die Zeit zwischen der Zusammenstellung des Buches Daniel und seinem Erscheinen in Form der Exemplare in der Bibliothek einer makkabäischen Sekte unmöglich lang genug wäre". Ein weiterer Beweis für die Echtheit: "Ein Zeitgenosse Daniels war der Prophet Hesekiel. In seinem Buch wird Daniel mehrmals namentlich erwähnt (Hesekiel 14:14, 20; 28:3)." (S.27) Schließlich wird noch auf die Sprache im Danielbuch hingewiesen und gesagt: "Daniels Hebräisch sei mit demjenigen Hesekiel und Esras vergleichbar, nicht aber mit demjenigen späterer apokrypher Werke wie Jesus Sirach." Das Fazit dieses Kapitels finden wir auf S.23: "Nur Daniel, der Prophet, konnte als Augenzeuge der von ihm geschilderten Zeiten und Ereignisse das Bibelbuch geschrieben haben, das seinen Namen trägt."

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Hallo Norbert.

      Alles das, was der Herr Liebi schriebt, hat er aus den Büchern adventistischer Autoren vor und nach dem erstreb Weltkrieg zusammen geschrieben. Insofern sagt er nichts Neues.

      Die Auslegungs-Prinzipen der HKM besagen, dass kein Mensch wissen kann, was morgen oder im nächsten Monat sein wird. Also gibt es für sie keine Zukunffts-Weissagungen, sondern immer nur Berichte der Gegenwart, die man aber früher lebenden Personen unter schiebt. Also das, was Porphyrius machte. Interessant ist dabei, dass der in Daniel ausf+hrlich beschriebene Belzazer in der Makkabäerzeit lämgst vergessen war. Niemand kannte uhn mehr. Und auch eine ganze Menge von Details, die man im Buch Daniel findet, waren in der Makkabäer Zeit längst vergessen. Das Buch Daniel kann auf Grund dieser Überlegungen nur von einem Augenzeugen verfasst worden sein.

      Porphyrius wollte übrigens mit seinen Behauptungen das
      CVhristentum ad absurdum führen.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Dass das Buch Daniel erst im 2. Jahrhundert vor Christus als Fälschung entstanden sein soll, ist eine gemeine Lüge der antichristlichen Historisch-kritischen-Methode

      Wo steht da etwas von Fälschung??? Schriften im Namen von nicht mehr lebenden Persönlichkeiten zu verfassen wenn man der Meinung war, damit ihrem Willen zu entsprechen und ihr Werk fortzuschreiben, war in der Antike völlig normal. Das hatte nichts mit böser Absicht zu tun.


      Die von Dir zitierten angeblichen Gegenquellen (ein bekennender Evangelikaler und das Wachturm-Spektrum) gelten in theologischen Kreisen übrigens eher als leicht skurril.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Babylonier ()

    • Babylonier schrieb:

      Wo steht da etwas von Fälschung??? Schriften im Namen von nicht mehr lebenden Persönlichkeiten zu verfassen wenn man der Meinung war, damit ihrem Willen zu entsprechen und ihr Werk fortzuschreiben, war in der Antike völlig normal. Das hatte nichts mit böser Absicht zu tun.
      Also als Teil der Bibel würde ich es als Fälschung sehen, selbst wenn es literarische Praxis gewesen sein sollte.

      Ich gehe davon aus, dass die Bibel inspirierte Gottesoffenbarung ist und uns daher nicht in die Irre führt indem sie Pseudoautoren vorspiegelt.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Dazu darf doch die alttestamentarische Einteilung hergenommen werden :

      Tora = Weisung
      Neviim = Propheten
      Ketuvin = Schriften.

      Das Buch Daniel zählte nicht zu den Propheten ! - auch wenn später Jesus von "wie geweissagt durch den Propheten Daniel" spricht. (Matth. 24, 15.)
      Primäre Auskunft von dem Pieringer - Schüler und langjährigem Prediger Friedrich Wagner, überprüft in Heschels : "The Prophets".

      Und die AT - Bücher sind nicht unbedingt / zwingend von denen geschrieben worden, welche sie als Titel tragen. Zudem fällt bei Daniel auf, das mit Kapitel 7 der aramäische Teil schliesst und ab da der hebräische Teil beginnt. - - So halt zum Nachdenken (Was mit Gottesoffenbarung - Inspiration nichts zu tun haben soll !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • ... ​​weil man diese von Seiten der HKM (Historisch-Kritische Methode) nicht widerlegen kann!

      Babylonier schrieb:

      Die von Dir zitierten angeblichen Gegenquellen (ein bekennender Evangelikaler und das Wachturm-Spektrum) gelten in theologischen Kreisen übrigens eher als leicht skurril.
      Hier wird wohl auf Grund der hervorragenden und stichhaltigen wissenschaftlichen Beweise, die in den Quellen vorgelegt wurden - weil man diese von Seiten der HKM (Historisch-Kritische Methode) nicht widerlegen kann! - versucht die Verfasser Dr.Roger Liebi und die WTG madig zu machen!

      Dass aber Dr. Liebi ein excellenter Kenner der biblischen Sprachen Aramäisch, Hebräisch + Griechisch ist und darüber hinaus ein anerkannter Bibelgelehrter ist, wird völlig ausgeblendet!

      Gegenüber von Publikationen der WTG (= Zeugen Jehovas) bin ich von Grund auf auch skeptisch***, aber über das was diese hier in ihrem Büchlein im 2. Kapitel geschrieben hatten, gibt es absolut nichts auszusetzen! ---> siehe meinen Beitrag NR.306!


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      *** z.B . deren Verfälschung historisch eindeutiger Daten, wie die Zerstörung Jerusalems 587/586 v.Chr., welche diese auf 607 v.Chr. "verlegten" [der Grund ist klar! Das geschah um ihr Jahr 1914 - nach den 7 Zeiten (7 x 360) der Nationen (= 2.520 Jahre) zu erreichen!]
    • freudenboten schrieb:

      Man sollte sowohl "Bibelkritikern" als auch "Biblizisten" gegenüber kritisch sein.
      Ja, lieber freudenboten, da stimme ich dir zu!
      Aber, Dr. Liebi würde ich nicht als »Biblizist« bezeichnen! Er hat, soweit ich informiert bin, wegen seiner excellenten Sprachkenntnisse der biblischen Ursprachen, an der Übersetzung der Schlachterbibel 2000 teilgenommen!